Alice In Chains ¦ Facelift

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2LP (Album)

Nicht vorrätig

GTIN: 0194397838619 Artist: Genres & Stile: , ,

Zusätzliche Information

Format

Inhalt

Ausgabe

Release

Veröffentlichung Facelift:

1990

Hörbeispiel(e) Facelift:





Facelift auf Wikipedia (oder andere Quellen):

Facelift
Studioalbum von Alice in Chains

Veröffent-
lichung(en)

21. August 1990

Aufnahme

Dezember 1989 – April 1990

Label(s)Columbia Records/CBS

Format(e)

CD, LP, MC

Genre(s)

Grunge

Titel (Anzahl)

12

Länge

53:54

Besetzung

Produktion

Dave Jerden

Studio(s)

London Bridge Studio, Seattle, Capitol Recording Studio, Hollywood

Chronologie
We Die Young (EP)
(1990)
FaceliftDirt
(1992)

Facelift ist das Debütalbum der amerikanischen Rockband Alice in Chains, erschienen am 21. August 1990 via CBS. Es erreichte in den USA Doppel-Platin.[1]

Stil

Des Öfteren sind für Alice in Chains zu Facelift-Zeiten Vergleiche mit Black Sabbath oder The Stooges zu lesen.[2] Schwere Gitarrenriffs prägen die Musik, auch der charakteristische zweistimmige Gesang von Sänger Layne Staley und Gitarrist Jerry Cantrell ist bereits enthalten. Die Band selbst nannte Soundgarden, Jane’s Addiction, Faith No More oder Danzig als Einflüsse.[3]

„Unsere Stärke ist die Tatsache, dass man uns keiner bestimmten Richtung zuordnen kann. Unsere Einflüsse sind viel zu unterschiedlich, als dass ein klares Bild daraus entstehen kann.“

Jerry Cantrell 1990[3]

Textlich wurden „Beziehungskisten“ genauso verarbeitet wie Gangfights in den USA oder „Teenagerprobleme“:

„Wir nehmen uns vielleicht nicht ganz so ernst wie andere Bands... Wir sind keine Philosophen und haben nicht vor, die Welt zu verändern. Wir sind ein paar Kids von der Straße, die über das singen, was sie bewegt. Ihre Gefühle, ihre Frustrationen, ihre Erlebnisse. Es ist wichtiger, dass ein Text zur Musik passt, als dass er eine großartige Message enthält.“

Layne Staley 1990[3]

Entstehungsgeschichte

Bereits 1988 hatten Alice in Chains ihr Demotape The Treehouse Tapes herausgebracht, das sie bei ihren Auftritten in lokalen Clubs in Seattle vertrieben. Unter anderem über die Musikmanager Susan Silver und Kelly Curtis, die bereits für Soundgarden tätig waren, kam es zu Nick Terzio von Columbia/CBS.[4] Nachdem die Band im Dezember 1989 einen langfristigen Plattenvertrag für sieben Alben, zwei feste plus Optionen, unterschrieben hatte[3], begann sie noch im selben Monat mit den Aufnahmen für das Album, für die Dave Jerden gewonnen wurde. Bis April 1990 war der Mix erfolgt, den ebenfalls Jerden besorgte. Im Juli des Jahres wurde die Promo-EP We Die Young veröffentlicht, jedoch nur auf Vinyl und Cassette. Deren Titelstück wurde auch das erste Musikvideo von Alice In Chains, das es in die Heavy-Metal- bzw. Hard-Rock-freundlicheren Medien schaffte. Abseits davon wurde Facelift, das am 21. August 1990 veröffentlicht wurde – etwa ein Jahr vor Nirvanas Nevermind –, zunächst kein größerer Erfolg. In den ersten sechs Monaten wurden gerade 40.000 Exemplare verkauft. Erst als 1991 Man in the Box ausgekoppelt wurde, das es in die Rotation bei MTV schaffte, schnellten die Verkaufszahlen nach oben, die im Frühjahr 1991 ihren vorläufigen Höhepunkt erreichten.[2][5]

Nachdem die Band bereits Anfang 1991 den US-amerikanischen Teil der Clash-of-the-Titans-Tour mit Slayer, Anthrax und Megadeth eröffnete, tourte sie als Vorgruppe von Megadeth in Europa und begleitete darüber hinaus Extreme, Van Halen, Poison und Iggy Pop als Vorband. Am Ende dieses Jahres hatte Facelift Gold-Status erreicht.[6] Als weitere Singles folgten 1991 Bleed the Freak und 1992 Sea of Sorrow. Man in the Box war 1991 als „Bestes Heavy Metal/Hard Rock Video“ bei den MTV Video Music Awards nominiert, 1992 für den Grammy als „Beste Hard Rock Performance“, der aber an Van Halen ging. Das Stück It Ain’t Like That wurde 1992 im Film Singles – Gemeinsam einsam, neben Would? vom Dirt-Album, von der Band gespielt.

Rezeption

Zur Zeit der Veröffentlichung von Facelift hatte die Seattle-Szene nur in Untergrundkreisen größere Aufmerksamkeit erfahren, obwohl Soundgarden kurz zuvor mit Louder Than Love ihr Major-Debüt veröffentlicht hatten. Steve Huey von AllMusic schreibt, Facelift habe zunächst einmal die Hard-Rock- und Metal-Hörer erreicht, Man in the Box habe dann den Weg für den Grunge-Boom Ende des Jahres 1991 entscheidend mit geebnet. Zwar nennt er einige Teile der zweiten Hälfte der Platte „schwülstigen, schwerfälligen Bombast“, aber im ganzen sei sie „frisch, aufregend und kraftvoll.“ Die Bewertung lag bei drei von fünf Sternen.[2] Die Zeitschrift Rock Hard listete Facelift auf Platz 113 der 500 besten, von der Redaktion ausgewählten Alben. Thomas Kupfer schrieb, die Platte „versprühte diese ganz spezielle Magie, die Klasse-Alben letzten Endes ausmacht.“ Sie sei „gespickt mit Hits“.[7] Für Chefredakteur Götz Kühnemund waren Alice in Chains damals der „neueste Geheimtip in Sachen Street-Metal“, er bescheinigte der Band „Format, Klasse und Identität“ und vergab acht von zehn Punkten.[8] Im Metal Hammer verglich Andrea Nieradzik Layne Staleys Gesang mit Sänger Valor Kand von Christian Death. Der „schwermütige“ Sound von Alice in Chains verfüge „über genau die Intensität, die es braucht, um nicht mehr aus dem Kopf gehen zu wollen.“ Vor allem das Songwriting sei „herausragend“. Sie vergab sechs von sieben möglichen Punkten.[9]

Titelliste

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[10]
Facelift
 DE4115.01.2021(1 Wo.)
 US4227.04.1991(60 Wo.)
  1. We Die Young – 2:32 (Text und Musik: Cantrell)
  2. Man in the Box – 4:46 (Text: Staley, Musik: Cantrell)
  3. Sea of Sorrow – 5:49 (Text und Musik: Cantrell)
  4. Bleed the Freak – 4:01 (Text und Musik: Cantrell)
  5. I Can’t Remember – 3:42 (Text: Staley, Cantrell, Musik: Cantrell)
  6. Love, Hate, Love – 6:26 (Text: Staley, Musik: Cantrell)
  7. It Ain’t Like That – 4:37 (Text: Cantrell, Musik: Cantrell, Starr, Kinney)
  8. Sunshine – 4:44 (Text und Musik: Cantrell)
  9. Put You Down – 3:16 (Text und Musik: Cantrell)
  10. Confusion – 5:44 (Text: Staley, Musik: Cantrell, Starr)
  11. I Know Somethin (Bout You) – 4:22 (Text und Musik: Cantrell)
  12. Real Thing – 4:03 (Text: Staley, Musik: Cantrell)

Weblinks

Einzelnachweise

  1. www.riaa.com: Alice in Chains, abgerufen 9. März 2010.
  2. a b c www.allmusic.com: Rezension Facelift von Steve Huey
  3. a b c d Götz Kühnemund: Zwischen Himmel und Hölle, in Rock Hard, Nr. 46, Januar 1991.
  4. Booklet Boxset Alice in Chains − Music Bank
  5. Chris Gill: Dirt, in: Guitar World, September 1999.
  6. www.allmusic.com: Bandbiografie Alice in Chains von Stephen Thomas Erlewine und Greg Prato
  7. Rock Hard: Best of Rock and Metal, S. 178.
  8. www.rockhard.de: Rezension Facelift von Götz Kühnemund
  9. Andrea Nieradzik: Rezension Facelift, in: Metal Hammer, Nr. 17/18, 1990, S. 65.
  10. Chartquelle: DE US

Artist(s)

Veröffentlichungen von Alice In Chains die im OTRS erhältlich sind/waren:

Dirt ¦ Facelift

Alice In Chains auf Wikipedia (oder andere Quellen):

Alice in Chains
Aliceinchains-logo.svg

Von links nach rechts: William DuVall, Sean Kinney und Jerry Cantrell (2007)
Von links nach rechts: William DuVall, Sean Kinney und Jerry Cantrell (2007)
Allgemeine Informationen
HerkunftSeattle, Washington, Vereinigte Staaten
Genre(s)Alternative Metal, Heavy Metal, Hard Rock, Sludge Metal,[1] Grunge
Gründung1987 (als Diamond Lie), 2005
Auflösung1999
Websitewww.aliceinchains.com
Gründungsmitglieder
Jerry Cantrell
Sean Kinney
Gesang
Layne Staley (bis 2002; † 5. April 2002)
Mike Starr (bis 1993; † 8. März 2011)
Aktuelle Besetzung
Gitarre
Jerry Cantrell
Schlagzeug
Sean Kinney
Gesang
William DuVall (seit 2006)
Bass
Mike Inez (seit 1993)

Alice in Chains (engl. für „Alice in Ketten“) ist eine US-amerikanische Rockband aus Seattle, Washington. Die Gruppe zählt neben Nirvana, Soundgarden und Pearl Jam zu den bekanntesten und erfolgreichsten Vertretern des Grunge und feierte ihre größten Erfolge in der ersten Hälfte der 1990er Jahre.

Stil

Im Gegensatz zu anderen Vertretern der Grunge-Bewegung ist die Musik von Alice in Chains sowohl vom Heavy Metal als auch vom frühen, rohen Punk der Musikszene Seattles oder der Psychedelic-Rock-Bewegung beeinflusst. Charakteristisch für viele Songs war der zweistimmige Gesang von Sänger Layne Staley und Gitarrist Jerry Cantrell, der zum Markenzeichen der Band wurde. Mindestens ebenso markant sind die zum Teil depressiv wirkenden Texte, die zu einem guten Teil von Jerry Cantrell stammen.

Bandgeschichte

1987–1990: Die frühen Jahre

Sänger Layne Staley trat 1987 der Band von Gitarrist Jerry Cantrell bei, die sich Diamond Lie nannte. Bassist Mike Starr und Schlagzeuger Sean Kinney komplettierten die Besetzung, und noch im selben Jahr änderten sie den Namen in Alice ’n Chains, ein Bandname, den Staley bereits für eine seiner früheren Bands verwendet hatte. Die vier traten in ihren Anfangstagen als Glam- und Hair-Metal-Band in Aktion und nahmen mehrere Demos auf, bevor ihr Stil langsam düsterer und schwerer wurde und sie ihr Glam-Image ablegten.

Die Band änderte ihren Namen schließlich in Alice in Chains und unterschrieb am 9. Dezember 1989 einen Plattenvertrag bei Columbia Records (damals unter dem Kürzel CBS). Im Juli 1990 erschien dann mit We Die Young die erste EP der Band, deren Titeltrack zu erster Radiopräsenz führte, wenn auch nur auf rock-freundlichen Sendern. Zwei Monate später, am 21. August 1990, folgte das Debütalbum Facelift. Das Album schaffte es 1991, nach der Veröffentlichung des Videoclips zu Man in the Box, der über 16 Wochen auf Rotation bei MTV lief, bis auf Platz 42 der amerikanischen Charts. Später, im Zuge der guten Verkäufe der nächsten Alben, erreichte es Doppel-Platin.

1991–1994: Der Aufstieg und die Grunge-Ära

Sänger Layne Staley im Jahr 1992

Alice in Chains eröffneten das Clash-of-the-Titans-Tourpaket in den USA für Megadeth, Slayer und Anthrax und tourten im Vorprogramm von Megadeth durch Europa. Eine weitere große Tour als Support für Van Halen folgte ab August 1991. Als Überbrückung nahm die Band eine Akustik-EP auf, die im März 1992 veröffentlicht wurde, den Titel Sap trug und Gastbeiträge von Ann Wilson (Heart), Mark Arm (Mudhoney) und Chris Cornell (Soundgarden) enthielt.

Ins Zentrum der gerade losgetretenen Grunge-Welle gerieten sie schließlich durch ihren Auftritt im Cameron-Crowe-Film Singles – Gemeinsam einsam, in dem sie ihren Song It Ain't Like That von Facelift live spielen. Auf dem dazugehörigen Soundtrack sind etliche Bands aus Seattle vertreten, die zu dieser Zeit populär waren. Nicht zuletzt durch diese Promotion avancierte das nächste Album Dirt zum Erfolg für die Band. Dirt schaffte es bis auf Platz sechs der US-amerikanischen Charts, trotz seines eher düsteren Grundtenors. Die Texte handeln von Depression, Wut, Krieg, Tod und Drogen. Als Gast ist Slayer-Sänger Tom Araya zu hören.[2]

Der heroinabhängige Bassist Mike Starr verließ die Band bald nach Veröffentlichung des Albums und wurde durch den ehemaligen Ozzy-Osbourne-Bassisten Mike Inez ersetzt, den Alice in Chains auf der gemeinsamen Tour kennengelernt hatten. 1993 tourten Alice in Chains auf der überaus erfolgreichen Lollapalooza-Festivaltour durch die Vereinigten Staaten. Ein Beitrag zum Arnold-Schwarzenegger-Film Last Action Hero folgte im selben Jahr, und am Ende des Jahres überschritt Dirt die Platingrenze.

Eine neue Akustik-EP folgte im Januar 1994. Jar of Flies markierte die erste Nummer-Eins für die Band. Zugleich war sie die erste EP, die in den Billboard 200 den ersten Platz belegte.[3] Erstmals kursierten Gerüchte über die Heroinabhängigkeit des Sängers Layne Staley, sogar von einer Überdosis und einem zeitweiligen Herzstillstand war die Rede. Die Lollapalooza-Tour markierte gleichzeitig die letzte große Konzertreise der Band.

1995–1997: Post-Grunge

Das Jahr 1995 wartete mit einer neuen Grunge-Superband auf. Staley schloss sich dem Pearl-Jam-Gitarristen Mike McCready und Screaming-Trees-Schlagzeuger Barret Martin sowie dem Bassisten John Baker-Saunders an. Mit dem Projekt Mad Season verband McCready die Hoffnung, Staley würde mit Musikern, die nach ihrem Entzug nüchtern blieben, seine eigene Drogensucht besser bewältigen können.[4] Das einzige Album der Gruppe erschien im selben Jahr, trug den Titel Above und erreichte Platinstatus in den USA.

Im November 1995 kehrten Alice in Chains mit dem selbstbetitelten Album Alice in Chains zurück, das aufgrund des Covers – ein Hund, dem ein Bein fehlt – auch als Tripod oder Three betitelt wurde. Der dreibeinige Hund stand dabei als Synonym für das dritte Studioalbum der Band. „Sunshine“, so der Name des Hundes, war ein Haustier von Cantrell. In Japan durfte das Album mit dem Cover nicht erscheinen, da dort die Zurschaustellung von verkrüppelten Lebewesen zu kommerziellen Zwecken unter Strafe stand. Stattdessen erschien das Album mit neutralem Cover.[5] Nach der EP vom Vorjahr landeten Alice in Chains zum zweiten Mal in Folge auf Platz eins der amerikanischen Charts. Bereits zwei Monate später waren alleine in den USA über zwei Millionen Exemplare des Albums verkauft.

Da dem Album keine Tour folgte, machten erneut Spekulation über eine schwere Drogenabhängigkeit Staleys die Runde, die die Band vom Touren abhalte. Allerdings absolvierten Alice in Chains etwas später eine Akustikshow, die 1996 unter dem Titel MTV Unplugged erschien. Bei diesem Konzert verstärkte sich die Band mit Scott Olsen als zweitem Gitarristen. Nach vier Konzerten als Vorband der Kiss-Reuniontour verschwanden Alice in Chains zunächst in der Versenkung. Das letzte Konzert mit Layne Staley fand am 3. Juli 1996 in Kansas City statt.

1998–2002: Die Band liegt auf Eis

Jerry Cantrell widmete sich in der Folgezeit seiner Solokarriere. Sein erstes Album Boggy Depot gilt unter vielen Fans durch die Beiträge von Mike Inez, Sean Kinney und dem Alice-in-Chains-Produzenten Toby Wright als ein weiteres, inoffizielles Album der Band. Der einzige Unterschied zu Alice in Chains ist das Fehlen von Sänger Layne Staley. Um ihn wurde es in den kommenden Jahren still. Mike Inez kehrte hingegen zwischenzeitlich zu Ozzy Osbourne zurück.

1999 waren Alice in Chains mit dem vier CDs umfassenden Boxset Music Bank wieder da, das u. a. zwei neue Songs der Band enthält. Touraktivitäten fanden aber erneut keine statt. Die beiden neuen Songs Get Born Again und Died sind die letzten, die Layne Staley einsang. Ein Livealbum mit dem schlichten Titel Live enthielt Mitschnitte aus den Jahren 1990 bis 1996 und erschien ein Jahr später.

Die Band hatte sich bis zu diesem Zeitpunkt nie offiziell getrennt, und der Schock saß umso tiefer, als Layne Staley am 19. April 2002 tot in seiner Wohnung aufgefunden wurde. Wie sich später herausstellte, starb er wahrscheinlich bereits am 5. April an einer Überdosis Speedball, einem Gemisch aus Heroin und Kokain. Staley wurde nur 34 Jahre alt. Cantrell widmete sein zweites, zu diesem Zeitpunkt bereits aufgenommenes, aber noch nicht veröffentlichtes Soloalbum Degradation Trip seinem Freund und Bandkollegen. Der Tod Staleys bedeutete gleichzeitig das vorläufige Ende der Band.

2005–heute: Wiedervereinigung

Alice in Chains (2010)

Im Jahr 2005 reformierten sich Cantrell, Inez und Kinney für ein Benefizkonzert in Seattle zugunsten der Opfer des Tsunamis im Indischen Ozean an Weihnachten 2004. Als Gastsänger fungierte an diesem Abend Damageplan-Shouter Patrick Lachman. Weitere Überraschungsgäste waren Wes Scantlin von Puddle of Mudd sowie Tool-Sänger Maynard James Keenan, Aaron Lewis (Staind), Kevin Martin (Candlebox) und Ann Wilson von Heart. Jerry Cantrell gab später zu Protokoll, dass es sich gut angefühlt habe, wieder mit seinen alten Bandkollegen zu musizieren.

Bereits am 10. März 2006 standen Alice in Chains erneut auf der Bühne. Beim Decades Rock Live des Musikfernsehsenders VH1 stand Pantera-Sänger Phil Anselmo am Mikro. Am 12. Mai waren Cantrell, Inez und Kinney schon wieder zu sehen. Anlässlich der MAP Musicare Awards Show, bei der Metallica-Sänger James Hetfield ausgezeichnet wurde, spielten sie zusammen mit Hetfield und Metallica-Bassist Robert Trujillo die Songs Would?, Them Bones sowie die Metallica-Ballade Nothing Else Matters. Dies war auch deshalb bemerkenswert, weil Metallica und Alice in Chains zuvor lange als verfeindet gegolten hatten; unter anderem hatte sich Hetfield, selbst Alkoholiker, Jahre zuvor öffentlich über Staleys Heroinsucht lustig gemacht.

Im Sommer folgten Auftritte auf einigen Festivals in Europa wie dem Gods of Metal in Italien, Rock am Ring (hier sang Metallica-Frontmann James Hetfield zusammen mit der Band den Song Would?) und Rock im Park in Deutschland oder dem Download-Festival in England zusammen mit Bands wie Guns N’ Roses und Metallica. Neben den Festivals war die Band in einigen Clubs zu sehen. Für die Tour rekrutierte man William DuVall (Comes with the Fall) als Sänger. Ende 2008 begann die Band mit den Aufnahmen für ein neues Album. Den Posten des Leadsängers übernahm William DuVall, der inzwischen offiziell neues Bandmitglied ist. Am 25. September 2009 veröffentlichten Alice in Chains ihr neues Album, das den Titel Black Gives Way to Blue trägt und kommerziell erfolgreich war.

Von Ende 2009 bis Ende 2010 tourten Alice in Chains rund um die Welt, auch in Europa. Im Jahr 2010 traten sie unter anderem bei den bedeutenden Festivals am Rock am Ring/Rock im Park und beim Sonisphere Festival auf.

Am 8. März 2011 wurde der ehemalige Bassist Mike Starr tot in Salt Lake City aufgefunden.[6] Als Todesursache wurden schnell Drogen vermutet, was die Polizei am 1. April 2011 bestätigte.[7]

Im Februar 2013 kündigte die Band für den Mai desselben Jahres das fünfte Studio-Album mit dem Titel The Devil Put Dinosaurs Here an. Das zweite Studioalbum mit dem neuen Lead-Singer William Du Vall erschien schließlich am 28. Mai 2013.l[8] Begleitend zum Album erschien eine 11-minütige Mockumentary namens AIC 23, die davon handelt wie ein Filmprofessor, gespielt von W. Earl Brown, versucht, einen Dokumentarfilm über die Band zu drehen.[9] Im Juni erschien außerdem die iOs-App Pinball Rocks HD. Das Flipperspiel enthielt die neue Single Hollow und war dem Album-Artwork nachempfunden.[10] Das Album erreichte in den US-Billboard-Charts Platz 2, die beste Platzierung dort seit dem selbstbetitelten Nummer-Eins-Album von 1995.[11] Bei den Grammy Awards 2014 wurde es als Best Engineered Album, Non-Classical nominiert, verlor aber gegen Daft Punks Random Access Memories.[12]

Von 2013 bis 2014 tourte die Band durch die vereinigten Staaten, Europa und Kanada. Im Mai 2013 waren sie mit Soundgarden Co-Headliner des -Festivals in Camden, New Jersey.[13] Am 18. Januar 2015 trat die Band in der Halbzeitshow des NFC Championship Game der Seattle Seahawks gegen die Green Bay Packers auf.[14] Es folgte eine weitere Tour, die sich bis zum Sommer 2016 erstreckte. Dabei trat die Band auf einigen Shows im Vorprogramm von Guns n’ Roses auf.[15] Im November 2016 erschien eine Coverversion vom Rush-Song Tears als Teil der Neuauflage von Rushs Album 2112. Neben Alice in Chains waren auch Bands und Künstler wie Foo Fighters, Billy Talent und Steven Wilson auf der Bonus-CD zu finden.[16] Im gleichen Monat erschien anlässlich des Record Store Day eine Vinyl-Version des Videos . Die LP enthielt sechs Live-Songs und war auf 5000 Exemplare limitiert.[17]

2017 begannen schließlich die Arbeiten am nächsten Album. Zum Zeitpunkt der Aufnahmen war die Band ohne Plattenfirma, da ihr Zwei-Alben-Vertrag mit der Universal Music Group erfüllt war. Für die Aufnahmen arbeiteten sie erneut mit Nick Raskulinecz zusammen. Als Studio wählten sie das .on Ann und Nancy Wilson (Heart) gegründete Studio X, wo sie schon ihr Erfolgsalbum Alice in Chains aufgenommen hatten.[18] Die Band unterschrieb für das Album bei BMG. Um das Album zu promoten begann die Band im Vorfeld zu touren und spielte 2018 auf diversen Festivals. Das Album erschien schließlich am 24. August 2018 unter dem Titel Rainier Fog und wurde ein weltweiter Erfolg. In Deutschland, Österreich, der Schweiz und im Vereinigten Königreich war es der erste Top-Ten-Erfolg für die Band. Dem Album folgte ein 90-minütiger Science-Fiction-Film namens , der in Zusammenarbeit mit der Band entstand und auf dem Album basierte.[19]

Das Album wurde außerdem bei den Grammy Awards 2019 als Best Rock Album nominiert. Ausgezeichnet wurde aber Greta Van Fleets Album From the Fires.[20]

Diskografie

Studioalben

JahrTitelHöchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DEAT ATCH CHUK UKUS US
1990FaceliftDE411
(1 Wo.)DE
US421
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(60 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 21. August 1990
Verkäufe: + 2.000.000
1992DirtDE37
(22 Wo.)DE
UK42
Gold
Gold

(13 Wo.)UK
US6
Vierfachplatin
×4
Vierfachplatin

(102 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 29. September 1992
Verkäufe: + 4.135.000
1995Alice in ChainsDE93
(4 Wo.)DE
UK37
Silber
Silber

(2 Wo.)UK
US1
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(46 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 7. November 1995
Verkäufe: + 2.095.000
2009Black Gives Way to BlueDE21
(4 Wo.)DE
AT14
(3 Wo.)AT
CH21
(5 Wo.)CH
UK19
(2 Wo.)UK
US5
Gold
Gold

(32 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 29. September 2009
Verkäufe: + 500.000
2013The Devil Put Dinosaurs HereDE23
(2 Wo.)DE
AT13
(2 Wo.)AT
CH11
(3 Wo.)CH
UK22
(2 Wo.)UK
US2
(15 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 24. Mai 2013
2018Rainier FogDE8
(3 Wo.)DE
AT6
(4 Wo.)AT
CH3
(4 Wo.)CH
UK9
(2 Wo.)UK
US12
(2 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 24. August 2018
1 Facelifting erschien am 13. November 2020 als „30th Anniversary Edition“ auf Vinyl und erreichte erneut die US-amerikanischen Charts sowie erstmals am 15. Januar 2021 die deutschen Charts.

Auszeichnungen

Weblinks

Commons: Alice in Chains – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Marc Halupczok: Wechselhafte Winde. In: Metal Hammer. Sonderheft Nr. 1/2012: History of Metal, S. 26f.
  2. Viola Blomberg: Zeitsprung: Am 29.9.1992 veröffentlichten Alice In Chains „Dirt“. In: uDiscover Germany. 27. September 2019, abgerufen am 18. Februar 2021 (amerikanisches Englisch).
  3. Alice in Chains' 'Jar of Flies': 5 Things You Didn't Know. In: Revolver. 25. Januar 2019, abgerufen am 18. Februar 2021 (englisch).
  4. Charles R. Cross: The Last Days of Layne Staley. 1. Juni 2002. Abgerufen am 28. April 2021.
  5. Alice In Chains – Alice In Chains (1996, Color Case, CD). Abgerufen am 18. Februar 2021 (englisch).
  6. Ex-Alice In Chains Bassist Mike Starr Found Dead. Abgerufen am 10. September 2014.
  7. Zum Tod von Mike Starr (ex. Alice In Chains). In: Metal Hammer. 13. März 2011, abgerufen am 3. Oktober 2016.
  8. Alice in Chains Album Title revealed (Memento vom 15. Februar 2013 im Internet Archive)
  9. Tree Riddle: Alice in Chains 'AIC23′ Mockumentary Is 'Spinal Tap' Meets 'PJ20′ [VIDEO]. 3. April 2013, abgerufen am 18. Februar 2021 (englisch).
  10. Ball in the Box: Alice in Chains Brand Their Own Mobile Pinball Game. 13. Juni 2013, abgerufen am 18. Februar 2021.
  11. Alice in Chains. In: Billboard.com. Abgerufen am 18. Februar 2021.
  12. Grammys 2014: The complete list of nominees and winners. In: Los Angeles Times. 7. Dezember 2013, abgerufen am 18. Februar 2021 (amerikanisches Englisch).
  13. Dustin Schoof | lehighvalleylive com contributor: Soundgarden and Alice in Chains to headline 2013 WMMRBQ in Camden. 18. Januar 2013, abgerufen am 18. Februar 2021 (englisch).
  14. Alice in Chains to rock CenturyLink Field at halftime on Sunday. In: Seahawks.com. 6. Juli 2020, abgerufen am 18. Februar 2021.
  15. Chad Childers: Alice in Chains Reveal Second Leg of 2016 U.S. Tour. In: Loudwire. 6. Juni 2016, abgerufen am 18. Februar 2021 (englisch).
  16. JonathanBarkan: Alice in Chains Just Dropped a Cover of Rush’s ‘Tears’. In: Bloody Disgusting! 18. November 2016, abgerufen am 18. Februar 2021 (amerikanisches Englisch).
  17. RSDBF '16 Special Release: Alice In Chains - Live---Facelift. In: Record Store Day. Abgerufen am 18. Februar 2021 (englisch).
  18. Blabbermouth: ALICE IN CHAINS To Re-Team With Producer NICK RASKULINECZ For New Album. 6. Juni 2017, abgerufen am 18. Februar 2021.
  19. Writer & Director Adam Mason discusses Black Antenna and His Collaboration with Alice In Chains. In: scifipulse.net. 24. April 2019, abgerufen am 18. Februar 2021 (amerikanisches Englisch).
  20. Richard Bienstock: Alice in Chains, Greta Van Fleet, Ghost Among Grammy Nominees. In: GuitarWorld.com. 7. Februar 2018, abgerufen am 18. Februar 2021 (englisch).
  21. Kerrang! The 2009 Kerrang! Awards winners. 5. November 2013, abgerufen am 18. Februar 2021.

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