Amy Winehouse ¦ Back To Black

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GTIN: 0602435796475 Artist: Genres & Stile: , ,

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Veröffentlichung Back To Black:

2006

Hörbeispiel(e) Back To Black:





Back To Black auf Wikipedia (oder andere Quellen):

Back to Black
Studioalbum von Amy Winehouse

Veröffent-
lichung(en)

30. Oktober 2006 (USA)
21. November 2006 (EU)

Label(s)Island Records

Format(e)

CD, LP

Genre(s)

Soul, R&B, Pop

Titel (Anzahl)

10

Länge

32:20

Produktion

Mark Ronson, Salaam Remi

Chronologie
Frank
(2003)
Back to BlackLioness: Hidden Treasures
(2012)
Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben[1]
Back to Black
 DE116.03.2007(183 Wo.)
 AT116.03.2007(… Wo.)
 CH104.02.2007(… Wo.)
 UK111.11.2006(… Wo.)
 US231.03.2007(173 Wo.)
Back to Black (Deluxe-Edition)
 UK117.11.2007(55 Wo.)
Singles
Rehab
 DE2323.03.2007(43 Wo.)
 AT1916.03.2007(64 Wo.)
 CH1118.03.2007(88 Wo.)
 UK728.10.2006(76 Wo.)
 US902.06.2007(20 Wo.)
You Know I’m No Good
 DE7125.05.2007(10 Wo.)
 AT5025.05.2007(5 Wo.)
 CH720.05.2007(63 Wo.)
 UK1813.01.2007(25 Wo.)
 US7731.03.2007(12 Wo.)
Back to Black
 DE821.03.2008(30 Wo.)
 AT318.01.2008(47 Wo.)
 CH818.11.2007(54 Wo.)
 UK2514.04.2007(57 Wo.)
Tears Dry on Their Own
 DE5628.09.2007(16 Wo.)
 UK1604.08.2007(29 Wo.)
Love Is a Losing Game
 UK3322.12.2007(7 Wo.)

Back to Black ist das zweite Studioalbum der britischen Sängerin Amy Winehouse. Es erschien am 30. Oktober 2006 in den USA und am 21. November 2006 in Europa bei Island Records. Das Album wurde im Februar 2008 bei den Grammy Awards als Bestes Gesangsalbum (Pop) ausgezeichnet.

Das Album ist mit über 20 Millionen verkauften Exemplaren unter den weltweit meistverkauften Musikalben.[2]

Hintergrund

Nach dem besonders in England erfolgreichen Debütalbum Frank aus dem Jahr 2003, auf dem noch verstärkt Pop-Rhythmen zu finden sind, konzentriert sich Back to Black eher auf Soul und R&B, etwa in den Songs Back to Black und You Know I’m No Good, jedoch sind auch Ska- und Reggaeeinflüsse zu finden, u. a. in Rehab und Tears Dry on Their Own.

Da nicht sehr viel Promotion für Back to Black stattfand, wurde das Album als Überraschungserfolg gewertet. Es erhielt in 22 Ländern 60 Platin-, in vier Ländern vier Gold- und in zwei Ländern zwei diamantene Auszeichnungen.

Es existieren verschiedene Versionen des Albums, neben der regulären Version für Europa, eine um einen Track erweiterte Version für Großbritannien und Amerika. Das Album in Japan hatte 16 Tracks. Im deutschen Sprachraum erschien auch eine Limited Edition mit 15 Tracks sowie eine Deluxe Edition mit insgesamt 18 Tracks auf 2 CDs.

Singles

Rehab

Die Single erschien im Oktober 2006 in Großbritannien und im März 2007 in den USA als erste Single aus dem Album Back to Black. Rehab bezieht sich auf Winehouse‘ Weigerung, sich einer Entziehungskur zu unterziehen. Der Song war der größte Erfolg des Albums und brachte Winehouse international den Durchbruch. Obwohl er nur in Norwegen und Ungarn Platz eins und in Großbritannien und den USA die Top 10 (Platz 7 und Platz 9) erreichte, hielt sich Rehab lange in einigen Hitparaden und war alleine in ihrer Heimat insgesamt länger als ein Jahr in den Top 75. Die Single gewann bei den Grammy Awards 2008 in den Kategorien Single des Jahres, Song des Jahres sowie Beste weibliche Gesangsdarbietung

You Know I’m No Good

Die Single erschien am 8. Januar 2007 in Großbritannien. Sie stieg sofort in die Charts ein und erreichte Platz 18. Das Video zu You Know I’m No Good wurde wieder von Phil Griffin gedreht. Am 3. März fand die Videopremiere auf VH1 statt. Für die USA wurde für die Auskopplung noch eine zweite Version mit Ghostface Killah produziert. In der Rangliste The Best Songs of 2007 der Zeitschrift Entertainment Weekly erreichte You Know I’m No Good Platz 2.

Back to Black

Back to Black ist die dritte Auskoppelung aus dem Album. Sie wurde am 30. April 2007 veröffentlicht. Das Video zur Single wurde in London nahe den Gibson Gardens gedreht. Die Videopremiere fand am 24. März statt. Am 1. November 2007 sang Winehouse das Lied live während der MTV Europe Music Awards. Ihr angeschlagener Gesundheitszustand rief danach ein großes Medienecho hervor.

Trackliste

(alle Lieder von Amy Winehouse geschrieben, Ausnahmen angegeben)

  • 1. Rehab – 3:35
  • 2. You Know I’m No Good – 4:17
  • 3. Me & Mr Jones – 2:33 (Kenny Gamble and Leon Huff)
  • 4. Just Friends – 3:13
  • 5. Back to Black (mit Mark Ronson) – 4:01
  • 6. Love Is a Losing Game – 2:35
  • 7. Tears Dry on Their Own (mit Nickolas Ashford und Valerie Simpson) – 3:06
  • 8. Wake Up Alone (mit Paul O'Duffy) – 3:42
  • 9. Some Unholy War (mit Richard & Robert Poindexter und John Harrison) – 2:22
  • 10. He Can Only Hold Her – 2:46

Zusätzliche Tracks der Deluxe Edition

  • 11. Addicted – 2:45

Bonus-CD

  • 1. Valerie (Payne, McCabe, Harding, Chowdhury, Pritchard) – 3:52
  • 2. Cupid (Sam Cooke) – 3:08
  • 3. Monkey Man (Frederick Hibbert) – 2:53
  • 4. Some Unholy War – 3:16
  • 5. Hey Little Rich Girl (Rod Byers und Terry Hall) – 3:35
  • 6. You're Wondering Now – 2:33
Es gibt eine Ausgabe, die nur sieben Tracks enthält; You're Wondering Now entfällt dort.[3]
  • 7. To Know Him Is to Love Him (Phil Spector) – 2:24
  • 8. Love Is a Losing Game (Demo) – 3:44

Auszeichnungen für Musikverkäufe

Land/RegionAus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Auszeichnung, Verkäufe)
Ver­käu­fe
Argentinien (CAPIF) Argentinien (CAPIF)Gold record icon.svg Gold20.000
Australien (ARIA) Australien (ARIA)Platinum record icon.svg 6× Platin420.000
Belgien (BEA) Belgien (BEA)Platinum record icon.svg 3× Platin(60.000)
Brasilien (PMB) Brasilien (PMB)Diamond record icon.svg Diamant250.000
Dänemark (IFPI) Dänemark (IFPI)Platinum record icon.svg 7× Platin(140.000)
Deutschland (BVMI) Deutschland (BVMI)Platinum record icon.svg 6× Platin(1.200.000)
Europa (IFPI) Europa (IFPI)Platinum record icon.svg 8× Platin8.000.000
Finnland (IFPI) Finnland (IFPI)Platinum record icon.svg Platin(33.884)
Frankreich (SNEP) Frankreich (SNEP)Platinum record icon.svg 2× Platin(400.000)
Griechenland (IFPI) Griechenland (IFPI)Platinum record icon.svg Platin(15.000)
Italien (FIMI) Italien (FIMI)Platinum record icon.svg 3× Platin(240.000)
Japan (RIAJ) Japan (RIAJ)Gold record icon.svg Gold100.000
Kanada (MC) Kanada (MC)Platinum record icon.svg Platin100.000
Neuseeland (RMNZ) Neuseeland (RMNZ)Platinum record icon.svg 3× Platin45.000
Niederlande (NVPI) Niederlande (NVPI)Platinum record icon.svg 2× Platin(120.000)
Norwegen (IFPI) Norwegen (IFPI)Platinum record icon.svg Platin(40.000)
Österreich (IFPI) Österreich (IFPI)Platinum record icon.svg 7× Platin(140.000)
Polen (ZPAV) Polen (ZPAV)Platinum record icon.svg 2× Platin(40.000)
Portugal (AFP) Portugal (AFP)Platinum record icon.svg 2× Platin(40.000)
Russland (NFPF) Russland (NFPF)Platinum record icon.svg 2× Platin(40.000)
Schweden (IFPI) Schweden (IFPI)Platinum record icon.svg Platin(40.000)
Schweiz (IFPI) Schweiz (IFPI)Platinum record icon.svg 7× Platin(210.000)
Spanien (Promusicae) Spanien (Promusicae)Platinum record icon.svg 2× Platin(160.000)
Türkei (MÜ-YAP) Gold record icon.svg Gold(50.000)
Ungarn (MAHASZ) Ungarn (MAHASZ)Platinum record icon.svg Platin(6.000)
Vereinigte Staaten (RIAA) Vereinigte Staaten (RIAA)[4]Platinum record icon.svg 2× Platin3.000.000
Vereinigtes Königreich (BPI) Vereinigtes Königreich (BPI)[5]Platinum record icon.svg 13× Platin +
Platinum record icon.svg 2× Platin (Deluxe-Box)
(4.530.000)
InsgesamtGold record icon.svg 3× Gold
Platinum record icon.svg 85× Platin
Diamond record icon.svg 1× Diamant
11.935.000

Hauptartikel: Amy Winehouse/Auszeichnungen für Musikverkäufe

Auszeichnungen

  • 2007: Ivor Novello Award in der Kategorie Best Contemporary Song für Rehab.
  • 2007: Best Contemporary Song in der Kategorie Best British Pop Single of the Year für Rehab.
  • 2007: Q Award in der Kategorie Best Album.
  • 2007: MTV Europe Music Awards in der Kategorie Album of the Year.
  • 2007: Grammys in den Kategorien Record of the Year, Song of the Year und Best Female Pop Vocal Performance für Rehab und Best Pop Vocal Album für Back to Black
  • 2008: Ivor Novello Award in der Kategorie Bestes Lied für Love Is a Losing Game
  • 2009: Echo in der Kategorie Album des Jahres (national und international)

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Chartquellen: DE AT CH UK US
  2. Lewis Corner: Second album smash: 7 acts who topped their debut. 3. Oktober 2014, abgerufen am 8. Juli 2021 (britisches Englisch).
  3. Trackliste des Albums mit der EAN 602517556317; siehe Scan des Covers bei Amazon.com
  4. Verkäufe von Back to Black (Album) in den USA
  5. Rob Copsey: The UK's biggest studio albums of all time. officialcharts.com, 13. Oktober 2018, abgerufen am 23. November 2018.

Artist(s)

Veröffentlichungen von Amy Winehouse die im OTRS erhältlich sind/waren:

Back To Black ¦ Frank ¦ The Collection (Amy Winehouse) ¦ At The BBC

Amy Winehouse auf Wikipedia (oder andere Quellen):

Amy Winehouse im Jahr 2007 auf dem Musikfestival Eurockéennes in Frankreich
Amy

Amy Jade Winehouse (* 14. September 1983 in Southgate, London; † 23. Juli 2011 in Camden, London) war eine britische Soul- und Jazz-Sängerin und Songschreiberin.

Den internationalen Durchbruch schaffte Winehouse 2006 mit dem Album Back to Black. Sie verkaufte in ihrer achtjährigen Karriere über 33,2 Millionen Tonträger und wurde unter anderem mit sechs Grammy Awards ausgezeichnet.[1] Als ihr optisches Markenzeichen galt die Beehive-Frisur, die durch Winehouse ein Comeback feierte.[2]

Leben

Familie und Jugend

Amy Jade Winehouse wuchs gemeinsam mit ihrem älteren Bruder Alex in einer jüdischen Familie in London auf. Ihr Vater Mitch war Taxifahrer und ihre Mutter Janis Apothekerin. Seit ihrer Kindheit hörte sie die Jazz-Platten ihres Vaters. Winehouses Eltern trennten sich, als sie neun Jahre alt war. Mit zwölf wechselte sie auf die Sylvia Young Theatre School, von der sie wegen störenden Verhaltens verwiesen wurde. Im Alter von 15 Jahren wechselte sie zum fünften Mal die Schule und kam auf die Mount School in Mill Hill, wo sie einen Abschluss erreichte. Anschließend besuchte sie die renommierte Londoner BRIT School, um Musiktheater zu studieren. Sie brach das Studium nach knapp einem Jahr ab.

Drogenprobleme und letzte Lebensjahre

Im Zuge ihres internationalen Durchbruchs hatte Winehouse mit verschiedenen Formen des Drogenmissbrauchs sowie mit psychischen Problemen zu kämpfen.[3] Eine Mitschuld an ihrer Drogensucht wurde ihrem damaligen Ehemann Blake Fielder-Civil zugeschrieben, mit dem sie von 2007 bis 2009 verheiratet war. In einem Interview gestand er, Winehouse an harte Drogen herangeführt zu haben. Zudem habe er sie mehrfach daran gehindert, eine Entziehungskur zu machen.[4] Erst als sich Winehouse Ende 2008 von Fielder-Civil getrennt hatte, gelang es ihr, von den harten Drogen loszukommen.

Winehouse hatte Alkoholprobleme, die sich während ihrer Entgiftung verschlimmerten.[5] Von 2007 bis Ende 2008 litt sie an Bulimie, die durch ihre Drogensucht ausgelöst worden war.[6] Die Presse berichtete über ihr selbstverletzendes Verhalten; ihr Vater bestätigte dies.[7] Am 23. Juli 2011 wurde Amy Winehouse tot aufgefunden.[8] Sie war an einer Alkoholvergiftung mit 4,16 Promille im Blut gestorben.[9] Das Ergebnis der zugrunde liegenden Untersuchung wurde durch ein Zweitgutachten im Januar 2013 bestätigt.[10]

Amy Winehouse wurde auf dem Edgwarebury Jewish Cemetery im London Borough of Barnet, einem nördlichen Stadtbezirk von London, beigesetzt.[11]

Karriere

2003–2005: Nationaler Durchbruch

Am 22. Januar 2003 unterschrieb Winehouse im Alter von 19 Jahren ihren ersten Schallplattenvertrag bei Island Records und begann gemeinsam mit dem Produzenten die Arbeit an ihrem Debütalbum Frank.[12] Bis auf zwei Coversongs schrieb sie alle Liedtexte für ihr Debütalbum selbst und sagte, sie könne nur Songs schreiben, die auf eigener Erfahrung beruhten. Die Texte handeln überwiegend von ihrer Beziehung zu ihrem Ex-Freund/Ex-Mann.[13] Musikalisch lässt sich das Album in die Richtung des modernen 2000er-Jazz einordnen, gemixt mit leichten Hip-Hop-Beats.[14] Als musikalische Vorbilder gab sie unter anderem Sarah Vaughan, Dinah Washington und Ella Fitzgerald an.[15]

Am 6. Oktober 2003 erschien Winehouses erste Single Stronger Than Me; das Album Frank wurde am 20. Oktober 2003 veröffentlicht. Es erreichte Platz drei der UK-Albumcharts, bis Ende 2004 verkaufte es sich im Vereinigten Königreich 900.000 Mal und wurde dafür mit Dreifach-Platin ausgezeichnet.[16] Das Album brachte der damals 20-Jährigen den nationalen Durchbruch. Außerhalb Großbritanniens blieb das Album zunächst erfolglos, erst durch den großen internationalen Erfolg des Nachfolgers Back To Black stieg das Album im Herbst 2007 in 14 weiteren Ländern in die Top 10.[17][18]

Im Januar 2004 erschien Winehouses zweite Single Take The Box. Im Februar wurde sie bei den BRIT Awards nominiert. Mit In My Bed erschien im April die dritte Singleauskopplung aus dem Album Frank. Im Mai wurde sie für das Lied Stronger Than Me mit dem Ivor Novello Award ausgezeichnet. Im Sommer 2004 spielte Winehouse auf verschiedenen Musikfestivals, beispielsweise auf dem Glastonbury Festival und dem North Sea Jazz Festival. Im August erschien mit Fuck Me Pumps die vierte und letzte Single aus dem Album Frank. Im September 2004 gewann sie den Mercury Music Prize in der Kategorie Album Of The Year.[19] Im November führte Winehouse ihre erste Englandtour durch.[20]

Im Februar 2005 wurde sie erneut bei den BRIT Awards in der Kategorie Best British Female Solo Artist nominiert, gewann den Preis wie auch im Vorjahr aber nicht.[21] Anfang 2005 verkündete Winehouse, sie wolle sich einer kreativen Pause unterziehen. Sie habe keine Ideen für ein weiteres Album und wisse nicht, worüber sie schreiben solle.[22]

2006–2008: Internationaler Durchbruch

Von März bis August 2006 arbeitete Amy Winehouse erneut mit und zum ersten Mal mit Mark Ronson an ihrem zweiten Album Back To Black. Der Großteil der Songs handelt von ihrer Beziehung zu ihrem Ex-Freund/-Mann Blake Fielder-Civil.[23] Musikalisch wurde das Album vom Soul der 1960er-Jahre inspiriert. Mark Ronson sagte, Back To Black sei ein Mix aus dem Soulsound der 1960er- und der 2000er-Jahre. Zu Winehouses musikalischer Veränderung kam auch eine optische Änderung. Ihr Kleidungsstil ging vermehrt in Richtung der 1960er-Jahre, zudem wurde die Beehive-Frisur zu ihrem optischen Markenzeichen. Es entstand der für Winehouse typische Retrolook.[24]

Am 6. Oktober 2006 erschien die Single Rehab, am 27. Oktober das Album Back To Black. Winehouses musikalische und optische Veränderung sowie der textliche Inhalt von Rehab brachte ihr auch außerhalb Englands viel mediale Aufmerksamkeit.[25][26] Das Album Back To Black erreichte in 20 Ländern Platz 1 der Charts und in 10 weiteren die Top 10. Bis Ende des Jahres 2006 verkaufte sich Back To Black weltweit 1,5 Millionen Mal. Das Album brachte der damals 23-Jährigen den internationalen Durchbruch.[27] 2007 erschienen mit You Know I’m No Good, Back To Black, Tears Dry On Their Own und Love Is A Losing Game vier weitere Auskopplungen aus dem Album. Im Februar gewann sie bei den BRIT Awards in der Kategorie Best British Female Solo Artist, und sie trat dort mit ihrem Song Rehab auf. Im Mai wurde sie mit dem Ivor Novello Award für ihren Song Rehab ausgezeichnet, im Juni trat sie bei den MTV Movie Awards auf. Im Sommer 2007 spielte Winehouse weltweit auf vielen großen Festivals, unter anderem auf Malta, dem Isle Of Wight Festival, dem Rock Werchter in Belgien und dem Eurockéennes Festival in Frankreich. Zudem trat sie am 22. September 2007 in London bei einer Aftershow von Prince live auf. Am 1. November gewann Winehouse bei den MTV Europe Music Awards den Preis in der Kategorie Artist Choice und trat dort auch auf.

Amy Winehouse in Berlin (Januar 2007)

Der Auftakt ihrer England-Tournee am 14. November in Birmingham endete in einem Chaos; Winehouse kam betrunken auf die Bühne und konnte sich kaum auf den Beinen halten. Als das Publikum sie ausbuhte, brach sie das Konzert ab, und die restlichen Tourtermine wurden abgesagt.[28] Ende November sagte ihr Management alle restlichen Termine bis Ende des Jahres 2007 aufgrund von Erschöpfungszuständen ab.[29] Winehouse war 2007 mit einem Verdienst in Höhe von zwölf Millionen Pfund die bestverdienende Frau im britischen Showgeschäft.[30]

Am 10. Februar 2008 wurde Amy Winehouse bei der Grammyverleihung fünfmal ausgezeichnet. Zudem trat sie noch mit einem Medley aus ihren Songs You Know I Am No Good und Rehab auf. An der Verleihung konnte sie nicht persönlich teilnehmen, da sie aufgrund ihrer Drogenprobleme kein Visum für die USA bekam. Sie wurde per Satellit für ihren Auftritt und ihre Dankesrede aus den Riverside-Studios in London zugeschaltet.[31] Am 20. Februar trat sie bei den BRIT-Awards auf. Sie sang zusammen mit Mark Ronson seine Coverversion des Songs Valerie und trat mit ihrem eigenen Song Love Is A Losing Game auf.[32][33] Im April wurde bekanntgegeben, dass Winehouse und ihr Produzent Mark Ronson den Titelsong zum James-Bond-Film Ein Quantum Trost produzieren sollten. Die Arbeit an dem Song wurde jedoch im selben Monat wieder eingestellt, da Winehouse nicht in der Lage war zu arbeiten.

Aufgrund von Winehouses gesundheitlichen Problemen wurden ihre öffentlichen Termine für 2008 stark beschränkt. Am 30. Mai kam sie mit einer Stunde Verspätung in einem labilen Zustand beim Rock in Rio-Lissabon auf die Bühne. Zudem klang ihre Stimme sehr heiser; Grund dafür sollen Halsschmerzen gewesen sein.[34] Weitere Termine verliefen ohne Probleme, so trat sie unter anderem auch beim Glastonbury-Festival und bei Rock in Rio-Madrid auf. Außerdem trat sie Ende Juli bei Nelson Mandelas 90. Geburtstag im Londoner Hyde Park auf. Kurz vor diesem Auftritt wurde in Madame Tussauds Londoner Wachsfigurenkabinett von ihren Eltern eine Amy-Winehouse-Figur enthüllt.[35]

Im August erschien eine limitierte EP von Winehouse, auf der vier Coversongs in Ska-Versionen neu arrangiert worden waren.[36] The Ska Ep sollte ein Vorgeschmack auf den Sound ihres dritten Albums werden, das sie aufgrund ihres Gesundheitszustands nicht fertigstellen konnte.[37]

2009–2011: Karrierepause und Comebackversuch

Amy Winehouse mit ihrer Band (2009)

Nachdem Winehouse im Oktober 2008 eine Karrierepause auf unbestimmte Zeit angekündigt hatte, um sich auf ihre Gesundheit zu konzentrieren, gab es 2009 und 2010 kaum öffentliche Auftritte. Von Januar bis August 2009 war Winehouse auf der Karibikinsel St. Lucia, um dort eine Entziehungskur zu machen.[38] Im Mai 2009 trat sie beim St. Lucia Jazz Festival auf, um sich bei den Inselbewohnern für ihre Gastfreundschaft zu bedanken, aber das Konzert musste aus nicht zweifelsfrei geklärten Gründen abgebrochen werden.[39] 2009 bemühte sich Winehouse auch um die Karriere ihrer Patentochter Dionne Bromfield und unterstützte sie als Backgroundsängerin.[40] Im April 2010 gab das britische Modehaus Fred Perry seine Zusammenarbeit mit Winehouse bekannt, und im Oktober erschien dort ihre erste eigene Modelinie. Im Dezember 2010 trat sie bei einem Privatkonzert eines russischen Milliardärs vor 500 geladenen Gästen auf und zeigte eine 60-minütige Show. Für ihren Auftritt erhielt sie eine Gage von 1,1 Millionen Pfund.

Im Januar 2011 verkündete ihr Management, dass Winehouse schrittweise an ihrem Comeback arbeiten wolle.[41] Es wurden für den Frühling eine Tournee durch Brasilien, für den Sommer eine Europatournee und für den Herbst ein neues Studioalbum angekündigt. Im Frühling 2011 startete Amy Winehouse die Brasilien-Tour und bekam für ihre fünf Konzerte positive Kritik.[42] Beim Auftakt ihrer Europa-Tournee in Belgrad am 18. Juni 2011 kam Winehouse alkoholisiert und mit einer halben Stunde Verspätung auf die Bühne. Sie konnte sich kaum auf den Beinen halten und lallte, anstatt zu singen.[43][44] Nach dem Belgrad-Konzert wurde nicht nur die restliche Europa-Tournee, sondern auch die Veröffentlichung ihres dritten Albums abgesagt. Das Management von Winehouse verkündete, ihr Comeback auf unbestimmte Zeit zu verschieben, da sie noch nicht fit genug dafür sei.[45]

Rezeption und Einflüsse

Zu Lebzeiten

Amy Winehouse bezeichnete die 1960er Jahre als größte Quelle ihrer Inspiration. Mit ihrem Album Back To Black löste sie eine Welle des Retrosouls aus. Musikalisch orientierte sich das Album an der Soulmusik der 1960er Jahre, gemixt mit den Klängen des 2000er-Souls. Mit ihrer Musik inspirierte Winehouse Interpreten wie Duffy, Adele,[46] Lana Del Rey, Leona Lewis[47] und Bruno Mars.

Mit der Veröffentlichung von Back To Black ging auch Winehouses optischer Look in den Sixties-Retrostil. Ihr Kleidungsstil ähnelte ebenfalls dem der 1960er Jahre, und die Beehive-Frisur wurde zu ihrem optischen Markenzeichen, gepaart mit einem ausgeprägten Lidstrich und Accessoires aus dieser Zeit. Karl Lagerfeld äußerte sich lobend über den Look von Winehouse; Anna Wintour brachte sie im September 2007 auf das Cover der US-Vogue.[48]

Nach dem Tod

Nach ihrem Tod erhielten Alben und Singles von Amy Winehouse einen kurzen Verkaufsschub und schafften es für einige Wochen zurück in die Charts.[49][50] Anfang Dezember 2011 erschienen die Single Our Day Will Come und das Kompilations-Album Lioness: Hidden Treasures. Das Album enthält mehrere Demosongs und unveröffentlichte Versionen, die Amy Winehouse in den Jahren ihrer Karriere aufgenommen hatte, und ihre letzte Studioaufnahme mit Tony Bennett.[51][52] Das Album schaffte es in zehn Ländern auf Platz 1 und in fünfzehn weiteren in die Top 10.

Ihr Vater Mitch Winehouse gründete die Amy Winehouse Foundation, die benachteiligten Kindern in Not helfen soll. So fließen alle Einnahmen von Amy Winehouse, die nach ihrem Tod erzielt werden, in die Hilfsorganisation. Zudem kam noch ihr Nachlass von zehn Millionen Pfund in die Foundation.[53]

Am 14. September 2014 wurde eine von geschaffene lebensgroße Bronzestatue von Amy Winehouse im Londoner Stadtteil Camden enthüllt.[54]

Diskografie

Studioalben

JahrTitel
Musiklabel
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen
(Jahr, Titel, Musiklabel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen[↑]: gemeinsam behandelt mit vorhergehendem Eintrag;
[←]: in beiden Charts platziert
DE DEAT ATCH CHUK UKUS US
2003Frank
Island Records
DE9
Platin
Platin

(48 Wo.)DE
AT5
Gold
Gold

(53 Wo.)AT
CH16
Platin
Platin

(30 Wo.)CH
UK3
Dreifachplatin
×3
Dreifachplatin

(143 Wo.)UK
US33
(24 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 20. Oktober 2003
Verkäufe: + 2.380.000
2008Frank (Deluxe-Edition)
Island Records[DE: ↑][AT: ↑][CH: ↑]
UK99
(1 Wo.)UK[US: ↑]
Erstveröffentlichung: 9. Mai 2008
2006Back to Black
Island Records
DE1
Sechsfachplatin
×6
Sechsfachplatin

(183 Wo.)DE
AT1
Siebenfachplatin
×7
Siebenfachplatin

(185 Wo.)AT
CH1
Siebenfachplatin
×7
Siebenfachplatin

(… Wo.)CH
UK1
13-fach-Platin
×13
13-fach-Platin

(… Wo.)UK
US2
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(173 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 27. Oktober 2006
Verkäufe: + 20.000.000[55]
2007Back to Black (Deluxe-Edition)
Island Records[DE: ↑][AT: ↑][CH: ↑]
UK1
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(55 Wo.)UK[US: ↑]
Erstveröffentlichung: 13. November 2007
Verkäufe: + 600.000

Auszeichnungen (Auswahl)

Siehe auch

Literatur

Dokumentarfilme

  • Arena: Amy Winehouse – The Day She Came to Dingle (veröffentlicht 2012)
Am 3. Dezember 2006 trat Amy Winehouse in der fünften Staffel von Other Voices auf, die in dem kleinen irischen Fischerdorf Dingle, County Kerry, in der südwestlichen Ecke Irlands, gedreht wurde. Kurz nach 21 Uhr betrat Amy Winehouse die Bühne in der Dorfkirche St. James. In einer herausragenden akustischen Performance, die etwas mehr als 20 Minuten dauerte, sang sie 6 Songs, einzig begleitet von einem Gitarristen und einem Bassisten.[56]
Amy Winehouse' Auftritt bei Other Voices wurde von The London Times als 17. bestes Konzert aller Zeiten bezeichnet, in einer Liste der 25 besten Konzerte.[57] Der Dokumentarfilm ist auf Disc Two (DVD) von Amy Winehouse At The BBC zu finden.
  • Pop-Legenden – Amy Winehouse, von Andreas Kanonenberg (Buch und Regie), 2013, 45 Min., eine Produktion von CineCentrum Hamburg (Ulrich Lenze) im Auftrag des SWR (Gerolf Karwath)
  • Amy von Asif Kapadia, UK 2015, 127 Min., deutscher Kinostart: 16. Juli 2015.
  • Reclaiming Amy, UK 2021, 59 Min, eine Produktion von BBC Two

Weblinks

Commons: Amy Winehouse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Mitch Winehouse: Meine Tochter Amy. S. 269.
  2. Bernd Fischaleck: Amy Winehouse – die Königin des Retro-Soul. In: abendblatt.de. Abgerufen am 19. Juli 2015.
  3. Amy Winehouse, das Genie der Selbstzerstörung. Welt Online
  4. Mitch Winehouse: Meine Tochter Amy. S. 190–197.
  5. Mitch Winehouse: Meine Tochter Amy. S. 203.
  6. Mitch Winehouse: Meine Tochter Amy, S. 192.
  7. Mitch Winehouse: Meine Tochter Amy. S. 103–105.
  8. Britischer Popstar stirbt im Alter von 27 Jahren – Amy Winehouse lag leblos in Wohnung. In: sueddeutsche.de. 24. Juli 2011, abgerufen am 19. Juli 2015.
  9. Stern: Amy Winehouse starb mit 4,16 Promille im Blut.
  10. Todesursache bestätigt: Amy Winehouse starb an Alkohol. In: Spiegel Online. 8. Januar 2013, abgerufen am 19. Juli 2015.
  11. Grab von Amy Winehouse. knerger.de
  12. Back to Black: Amy Winehouse und ihr viel zu kurzes Leben. S. 69.
  13. youtube.com
  14. arte.tv (Memento vom 14. Oktober 2013 im Internet Archive)
  15. 3sat.de
  16. guardian.co.uk
  17. Back to Black: Amy Winehouse und ihr viel zu kurzes Leben. S. 11–13
  18. Mitch Winehouse: Meine Tochter Amy. S. 115.
  19. washingtonpost.com
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