Antilopen Gang ¦ Anarchie Und Alltag

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GTIN: 0652450175311 Artist: Genres & Stile: , ,

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Inhalt

Ausgabe

Label

Release

Veröffentlichung Anarchie Und Alltag:

2017

Hörbeispiel(e) Anarchie Und Alltag:

Anarchie Und Alltag auf Wikipedia (oder andere Quellen):

Anarchie und Alltag
Studioalbum von Antilopen Gang

Veröffent-
lichung(en)

20. Januar 2017

Label(s)JKP, Warner Music

Format(e)

CD, Vinyl, Digital

Genre(s)

Hip-Hop

Titel (Anzahl)

14

Länge

53:01 min

Besetzung

Produktion

  • Roe Beardie
  • Antilopen Gang
Chronologie
Abwasser
(2015)
Anarchie und AlltagAbbruch Abbruch

(2020)

Anarchie und Alltag ist das zweite Studioalbum der deutschen Hip-Hop-Band Antilopen Gang. Es erschien am 20. Januar 2017 über das Label JKP. Der Vertrieb erfolgt über Warner Music. Der Titel des Albums ist eine Referenz auf das Fehlfarben Album Monarchie und Alltag.[1]

Hintergrund

Im Oktober 2016 gab die Band Antilopen Gang bekannt, dass sie ein neues Album veröffentlichen werden. Zeitgleich wurden die Tour-Termine für 2017 bekanntgegeben.[2]

Im Januar 2017 gab die Band zudem bekannt, dass man zusätzlich zum neuen Album Anarchie und Alltag zwölf alte Lieder als Punkrockversionen neu arrangiert und aufgenommen habe. Diese werden unter Mitwirkung von Gastsängern wie Bela B. (Die Ärzte), Campino (Die Toten Hosen), MC Motherfucker (Terrorgruppe), Jan „Monchi“ Gorkow (Feine Sahne Fischfilet) und Wölfi (Die Kassierer) aus der (Deutsch-)Punk-Szene als Bonusalbum unter dem Namen Atombombe auf Deutschland veröffentlicht.[3][4][5] Das Album wurde innerhalb weniger Wochen fertiggestellt.[6] Als Instrumentalist beteiligte sich Samuel Dickmeis alias Männi, der bereits bei Livegigs der Antilopen-Gang als Schlagzeuger beteiligt war, an dem Punkalbum.[7]

Das Album erschien am 20. Januar 2017 über Jochens kleine Plattenfirma (JKP), das Label von Die Toten Hosen. Die Version mit dem Album Atombombe auf Deutschland erschien als Doppel-CD sowie als Dreifach-LP inklusive der CD-Version des Albums.[8]

Albumcover

Das Cover zeigt eine moderne Ferienanlage mit Kindern, die auf einer Wiese sitzen, in einer irrealen 3D-Grafik, die an Neubauwerbung erinnern soll. Das Haus ist als Anspielung auf das Cover von Monarchie und Alltag der Band Fehlfarben, die Pate für den Titel standen, zu sehen. Deren Cover zeigte einen sanierungsbedürftigen Altbau mit einer Werbetafel. Der Schatten eines Kampfflugzeuges, das gerade eine Bombe abwirft, ist auf dem Rasen zu sehen.[6][9]

Titelliste

Reguläres Album

#TitelFeaturegastLänge
1Das Trojanische Pferd4:05
2Patientenkollektiv3:48
3Pizza3:01
4Fiasko4:20
5Tindermatch2:56
6Alf3:40
7Liebe GrüßeFatoni3:26
8Hilfe3:30
9Baggersee2:41
10Fugen im ParkettSchorsch Kamerun4:17
11Flop3:45
12RAF Rentner4:40
13Lob der Lüge4:17
14Gestern war nicht besser4:30

Bonusalbum Atombombe auf Deutschland

#TitelGastsängerLänge
1Stück DreckMC Motherfucker3:56
2Anti Alles AktionClaus Lüer4:23
3PizzaBela B2:52
4AbwasserPeter Hein3:46
5VerliebtMonchi3:08
6Fick die UniCecilia Boström3:09
7BetonHarry Rag3:01
8Beate Zschöpe hört U2Jan Windmeier3:23
9EnkeltrickCampino2:33
10Der goldene PresslufthammerIngo Donot3:54
11AlkilopenWolfgang Wendland3:32
12110Dirk Jora4:40

Musikstil und Texte

Der Titel des Albums spielt auf den Fehlfarben-Klassiker Monarchie und Alltag an und ist eine Referenz zur Punk-Herkunft der Bandmitglieder.[6]

Die Liedtexte sind inhaltlich sowohl politisch als auch humoristisch und ironisch orientiert. So wird im Song Tindermatch eine fiktive Liebesgeschichte eines rechten Propagandisten mit Namen „Lutz“ (gemeint ist vermutlich Lutz Bachmann von Pegida) und eines salafistischen Aktivisten namens „Denis“ (vermutlich Denis Cuspert, ehemals Deso Dogg, später Mitglied der Terrorgruppe Islamischer Staat) erzählt, die sich über die Dating-App Tinder kennenlernen.[6] RAF-Rentner hat den Lebensabend von Angehörigen der Roten Armee Fraktion zum Gegenstand. Der Song ist ein Spottlied auf ehemalige Mitglieder der linksextremistischen Terrorgruppe.[6]

In dem Lied Baggersee wird die schwarzhumorig gemeinte Forderung nach der vollständigen Auslöschung des Staates Deutschland und seiner Bevölkerung durch Nuklearwaffen erhoben, um das zerstörte und radioaktiv verseuchte Territorium anschließend in einen gigantischen Baggersee umzufunktionieren. Der Refrain dient gleichzeitig als Namensgeber für das beiliegende Punkalbum.[7] Wegen dieses Liedes wird die Band häufig der antideutschen Szene zugeordnet. Während Koljah dieser Einordnung der Band im Hinblick auf ihre politische Orientierung zustimmt, sieht er in der Bezeichnung gleichzeitig auch einen Versuch der Diffamierung.[10] Außerdem erwähnte die Band in den Interviews, das ihre Texte nicht ernst gemeint seien und sie sich vor allem „dagegen verwehren, prodeutsch zu sein.“[11]

Musikvideos

Zu den beiden Songs Das trojanische Pferd (18. November 2016) und Pizza (9. Januar 2017) wurden zwei Videos gedreht, die vor Veröffentlichung des Albums erschienen.[7] Nach der Veröffentlichung folgten noch die Videos zu Baggersee, Liebe Grüße und Patientenkollektiv.[12]

Rezeption

Kritik

Professionelle Bewertungen
Kritiken
QuelleBewertung
Backspin Hip Hop MagazinSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol[13]
laut.deSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol[14]
MusikexpressSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol[15]
tonspion.deSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol[16]
rappers.inSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol[17]

Das Album erhielt überwiegend positive Kritiken. Alexander Austel von der E-Zine Laut.de bewertete es mit 4 von 5 Sternen und resümiert, dass die Antilopen Gang mit ihrer „Selbstironie, schrägen Humor, Gesellschaftskritik, Blödeleien, aber auch tiefer schürfenden Themen wie Depression, Suizid und Selbstachtung“ nach wie vor positiven Anklang erfahren. Es sei ein „witziges und zum Nachdenken anregendes Album“.[14]

Dennis Pohl von Spiegel Online bescheinigte dem neuen Album „musikalisch ausgewogener und textlich vielschichtiger als sein Vorgänger“[18] zu sein.

Frank Sawatzki von der Zeitschrift Musikexpress schreibt, das Album „komme einer Abrechnung mit Gott, der Welt, Deutschland und mit uns selbst gleich“. Die Antilopen Gang bleibe „unberechenbar und wendig“. Besonders betont werden auch die zahlreichen politischen Anspielungen auf der Platte.[15]

Arne Lehrke vom Hip-Hop-Magazin Juice betont besonders die Vielfältigkeit des Albums: Die Platte sei „mal weniger, mal mehr politisch aufgeladen“ und „trotz ihrer Annäherung an eine Vielzahl Genres“ ergebe es „ein stimmiges Album“. Er resümiert, dass dies ein „Triumph der Vielseitigkeit“ sei.[19]

Der Rezensent vom Hip-Hop-Blog rap.de bezeichnete es gar als „antilopsche Misanthropie per excellence“. So spiele Danger Dan „weiterhin sein Gesangstalent aus“ und Panik Panzer glänze „durch spannende Flows und unvorhersehbare Reime“.[20]

Marinus Seeleitner von tonspion.de ordnet das Album in den Gesamtkontext der Musikrichtung ein: Hip-Hop sei „nicht nur Raptechnik und Beatproduktion, sondern auch ganz viel Aussage und (Unter)Haltung und dabei macht der Antilopen Gang so schnell niemand etwas vor“.[16]

Eine kritischere Stimme kommt vom Hip-Hop-Blog rappers.in. Für Rezensent Yannik Gölz ist es „ein schwammiges und unsicheres Album von einer Antilopen Gang, die musikalisch wie thematisch irgendwie neben sich steht und versucht, das mit sehr vielen Ironieschichten zum Selbstbild zu machen“. Sein Urteil: „Funktioniert stellenweise, funktioniert aber nicht durchgehend.“[17]

Auch Steffen Bauer von MZEE bewertete das Album weitestgehend positiv. In seiner Kritik schreibt er, es gäbe auf dem Album viele Songs, die „in die Kerbe politischer Tracks mit Augenzwinkern“ schlagen. An den Beats bemängelt er jedoch, diese seien „zumeist recht unauffällig und verblassen im Vergleich zu den Texten“. Insgesamt findet er, dass einem „zwischen Lachen und Weinen das breite Spektrum menschlicher Erfahrungen präsentiert“ und man dabei „gut unterhalten“ wird.[21]

Das Backspin Hip Hop Magazin bewertete das Album in einer Sammelrezension der gesamten Redaktion mit 7,6 von 10 Sternen. Das Album wurde dabei überwiegend wohlwollend besprochen, wobei nicht allen in der Redaktion die Punk-Anteile zusagten.[13]

Charts

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[22]
Anarchie und Alltag
 DE1Template:Infobox Chartplatzierungen/Wartung/NR1-Link27.01.2017(6 Wo.)
 AT503.02.2017(3 Wo.)
 CH2729.01.2017(1 Wo.)

Das Album erreichte Platz 1 der deutschen Albumcharts und stellte damit den kommerziellen Höhepunkt ihrer bisherigen Karriere dar.[23] Auch in den Nachbarländern Österreich und der Schweiz konnte sich das Album in den jeweiligen Charts platzieren. In Österreich kam es auf Platz 5 und in der Schweiz Platz 27.

Einzelnachweise

  1. Antilopen Gang und Fehlfarben „Das hier ist Musik für Freaks“, von Martin Risel, Deutschlandfunk Kultur Tonart 19. Januar 2017
  2. Antilopen Gang – Neues Album und Tour angekündigt. BR Online, 22. Oktober 2016, abgerufen am 22. Februar 2017.
  3. Atombombe auf Deutschland – Punkrock-Album der Antilopen Gang. Abgerufen am 2. Januar 2017.
  4. Die Antilopen Gang und Bela B besingen das beste Gericht der Welt: „Pizza“, vice.com, 6. Januar 2017
  5. Bela B, Campino, MC Motherfucker, Wölfi und Monchi singen Songs der Antilopen Gang, vice.com, 3. Januar 2017
  6. a b c d e Frank Weiffen: ANTILOPEN GANG: Die Diktatur des Lumpenproletariats. In: Ox. 130 (Februar/März 2017) – (ox-fanzine.de).
  7. a b c Alexander Austel: „Deutschland muss weg!“ Laut.de, 16. Januar 2017, abgerufen am 11. August 2019.
  8. Antilopen-Gang: Anarchie und Alltag. Discogs, abgerufen am 11. August 2019.
  9. Frederike Arns: Danger Dan von der Antilopengang: Mit Pizza die Welt retten. Hamburger Morgenpost, 2. Februar 2017, abgerufen am 11. August 2019.
  10. Antilopen-Gang im Gespräch: „Die Dudes von der Straßenecke“. Die Tageszeitung, 21. November 2017, abgerufen am 11. August 2019.
  11. Marcus Staiger: „Wer soll die Atombombe auf Deutschland schmeißen?“ Antilopen Gang im Interview. Vice, 20. Januar 2017, abgerufen am 11. August 2019.
  12. Channel der Antilopen Gang. YouTube, abgerufen am 11. August 2019.
  13. a b Die Meinung der Redaktion zu „Anarchie und Alltag“ der Antilopen Gang. Backspin Hip Hop Magazin, 26. Januar 2017, abgerufen am 11. August 2019.
  14. a b Alexander Austel: Ein Album wie ein Lucky-Luke-Comic: Für jeden etwas dabei. Laut.de, abgerufen am 22. Februar 2017.
  15. a b Frank Sawatzki: Review: Antilopen Gang – Anarchie und Alltag. Musikexpress, 20. Februar 2017, abgerufen am 22. Februar 2017.
  16. a b Marinus Seeleitner: Antilopen Gang – Anarchie und Alltag. tonspion.de, 19. Februar 2017, abgerufen am 22. Februar 2017.
  17. a b Yannik Gölz: Review: Antilopen Gang – Anarchie und Alltag. rappers.in, 6. Februar 2017, abgerufen am 12. März 2017.
  18. Rapper Antilopen Gang: Antidepressiva sind auch keine Lösung. Spiegel Online, 27. Januar 2017, abgerufen am 11. August 2019.
  19. Arne Lehrke: Antilopen Gang – Anarchie und Alltag // Review. Juice, 20. Februar 2017, abgerufen am 22. Februar 2017.
  20. Review: Antilopen Gang – Anarchie und Alltag. rap.de, abgerufen am 22. Februar 2017.
  21. Steffen Bauer: Antilopen Gang – Anarchie und Alltag. In: MZEE.com. 2. Februar 2017 (mzee.com [abgerufen am 14. Oktober 2018]).
  22. Chartdiskografie DeutschlandÖsterreichSchweiz
  23. Rap-Trio Antilopen Gang mit „Anarchie und Alltag“ auf Platz eins der Charts. Rolling Stone, 11. August 2017, abgerufen am 11. August 2019.

Artist(s)

Veröffentlichungen von Antilopen Gang die im OTRS erhältlich sind/waren:

Aversion ¦ Anarchie Und Alltag ¦ Abbruch Abbruch

Antilopen Gang auf Wikipedia (oder andere Quellen):

Antilopen Gang

Antilopen Gang (2017)

v. l. n. r.: Panik Panzer, Koljah & Danger Dan

Allgemeine Informationen
HerkunftDüsseldorf und Aachen, Deutschland
Genre(s)Rap, Punk-Rock
Gründung2009
Websitewww.antilopengang.de
Aktuelle Besetzung
Koljah (Kolja Podkowik)
Rap
Panik Panzer (Tobias Pongratz)
Rap
Danger Dan (Daniel Pongratz)
Ehemalige Mitglieder
Rap
NMZS (Jakob Wich, † 2013)
Begleitmusiker bei Live-Auftritten
Schlagzeug
Samuel Dickmeis

Antilopen Gang ist eine deutsche Hip-Hop-Band aus Düsseldorf und Aachen.[1][2] Die Band besteht aus den Rappern Koljah (Kolja Podkowik), Panik Panzer (Tobias Pongratz) und Danger Dan (Daniel Pongratz) und steht beim Label JKP unter Vertrag.[3] Ein weiteres Mitglied, NMZS (Jakob Wich), nahm sich 2013 das Leben.

Bandgeschichte

Unter dem Namen Caught in the Crack veröffentlichten die Musiker der späteren Antilopen Gang 2005 und 2008 jeweils ein parodistisches Gangsta-Rap-Album.[4] Dabei nannte sich Panik Panzer Brrrakkk Spencer, Koljah Johnny Volldepp und Danger Dan Dan Juan de Marcos. Auf der Webseite der Band sind diese Alben als Free-Download zu finden. Weitere Mitglieder der damaligen Anti Alles Aktion hatten Gastauftritte, unter anderem NMZS (Young Geezus).

Die Antilopen Gang wurde 2009 von den Rappern Danger Dan, Koljah, NMZS und Panik Panzer gegründet. Alle vier waren zuvor auch Teil der Formation Anti Alles Aktion (AAA), Danger Dan und Panik Panzer sind zudem Geschwister. Über den Bandnamen gaben die Rapper verschiedene kuriose und ironische Erklärungen in Interviews (so erzählten sie etwa schon von einem inspirierenden Restaurantbesuch mit Antilopenfleisch[5] oder prägenden Erlebnissen in Pfadfindergruppen[6]).

Das erste Album Spastik Desaster erschien zum Jahreswechsel 2009/2010 als freier Download. Bekannt wurde die Gruppe durch den Internet-Hit Fick die Uni.[7] Anschließend erschienen diverse Solo- und Kollaboalben der Gruppenmitglieder. Die Antilopen Gang tourte im deutschsprachigen Raum. Im März 2013 nahm sich NMZS das Leben; die Band fiel zunächst in eine Krise.[8] Posthum wurde von seinen Bandkollegen sein Soloalbum Der Ekelhafte veröffentlicht.

2014 unterschrieb die Antilopen Gang einen Vertrag beim Label JKP der Band Die Toten Hosen. Am 24. Oktober 2014 erschien die Download-Single Beate Zschäpe hört U2, die den Extremismus der Mitte und das Wiedererstarken des Rechtsextremismus in Deutschland behandelt.[9]

Der Moderator Ken Jebsen als Betreiber des ebenfalls in dem Stück erwähnten Portals KenFM mahnte die Band ab. Die Antilopen Gang zeigte sich „belustigt […], dass ausgerechnet der Typ, der ständig mit den abenteuerlichsten Anschuldigungen und wildesten Theorien gegen politische Gegner schießt, sofort schwerste rechtliche Geschütze auffährt und mit Strafandrohungen um sich wirft, wenn er sich mal selbst betroffen fühlt.“[10] Als Jebsen beim Landgericht Köln eine einstweilige Verfügung gegen die Band beantragte, bezweifelte die Kammer im Hinblick auf „Äußerungen des Antragstellers in der Vergangenheit“ und „unter besonderer Berücksichtigung“ des Grundrechtes auf Kunstfreiheit seinen Anspruch, woraufhin er seinen Antrag Anfang Dezember 2014 wieder zurückzog. Ihm wurde die Begleichung sowohl der Gerichts- wie auch der Anwaltskosten der Antilopen-Gang-Mitglieder auferlegt.[11]

Am 7. November 2014 erschien das Album Aversion über JKP im Vertrieb der Warner Music Group. Das Album ist NMZS gewidmet.

Für die Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative (Die PARTEI) nahm die Antilopen Gang 2015 gemeinsam mit den bereits für die PARTEI in Erscheinung getretenen Musikern Bela B und Slime das Parteilied auf.[12] Es handelt sich um eine Parodie auf das Lied der Partei der SED und wurde in Werbespots und auf Veranstaltungen genutzt.[13] Spätestens seit 2018 distanzieren sich Mitglieder der Antilopen Gang immer wieder öffentlich von der PARTEI.[14][15]

Im Januar 2017 verkündete die Band, dass man zusätzlich zum neuen Album Anarchie und Alltag zwölf alte Lieder als Punkrockversionen neu arrangiert und aufgenommen habe und diese unter Mitwirkung von Gastsängern aus der (Deutsch-)Punk-Szene als Bonusalbum unter dem Namen Atombombe auf Deutschland veröffentlichen werde.[16] Das Album stieg auf Platz eins der Deutschen Musikcharts ein.[17][18][19]

Die Antilopen Gang war 2017 mit ihrem Album Anarchie und Alltag für den Echo in der Kategorie „Kritikerpreis national“ nominiert.[20][21][22] Dazu teilte die Band mit, dass sie der Echoverleihung 2017 fernbleiben werde, da an diesem Abend ihre Lieblingsfernsehsendung Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei laufe, welche sie nicht verpassen wolle.

Am 24. Januar 2020 erschien ihr viertes Album Abbruch Abbruch. Nicht einmal sieben Monate später, am 21. August 2020, erschien bereits ihr fünftes Album Adrenochrom. Das Album war spontan während des Corona-Lockdowns entstanden und erschien ohne Ankündigung, Promotion und als reine Digitalveröffentlichung, allerdings mit einem Single-Musikvideo und über das eigene und neu gegründete Label Antilopen Geldwäsche.[23] Die für März/April 2021 geplante Tournee Aufbruch, Aufbruch durch ganz Deutschland wurde aufgrund der COVID-19-Pandemie auf 2022 verschoben.[24] Am 24. Dezember 2021 erschien ihr Album Antilopen Geldwäsche Sampler 1.

Preise und Auszeichnungen

2015
2021
  • VIA Award in der Kategorie „Best New Music Business“ (mit ihrem Label Antilopen Geldwäsche)[29]

Diskografie

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[30]
Aversion
 DE4121.11.2014(1 Wo.)
Anarchie und Alltag
 DE1Template:Infobox Chartplatzierungen/Wartung/NR1-Link27.01.2017(6 Wo.)
 AT503.02.2017(3 Wo.)
 CH2729.01.2017(1 Wo.)
Abbruch Abbruch
 DE731.01.2020(2 Wo.)
 AT2007.02.2020(1 Wo.)
 CH4202.02.2020(1 Wo.)
Adrenochrom
 DE5628.08.2020(1 Wo.)
Antilopen Geldwäsche Sampler 1
 DE331.12.2021(2 Wo.)
 CH9402.01.2022(1 Wo.)

Als Antilopen Gang

Alben

Singles und Videos

  • 2013: Chabos wissen wer die Uni fickt (Live)
  • 2014: Der goldene Presslufthammer
  • 2014: Outlaws
  • 2014: Beate Zschäpe hört U2 (Single, JKP)
  • 2015: Verliebt
  • 2015: Enkeltrick
  • 2016: Das Trojanische Pferd
  • 2017: Pizza
  • 2017: Patientenkollektiv
  • 2017: Liebe Grüße (mit Fatoni)
  • 2017: Baggersee
  • 2019: 2013
  • 2019: Wünsch dir nix
  • 2019: Lied gegen Kiffer
  • 2020: Der Ruf ist ruiniert
  • 2020: Bang Bang
  • 2020: Trenn dich
  • 2020: Army Parka
  • 2021: Antilopen Geldwäsche

Freetracks

  • 2013: Niemand peilt die Gang (MeinRap.de Exclusive)
  • 2013: Leben und Streben des Friedrich Kautz (Disstrack gegen Prinz Pi)
  • 2014: Vorurteile Pt. II (Juice-Première, feat. Fatoni & Juse Ju)
  • 2020: Kleine miese Type (Disstrack gegen Oliver Pocher)[31]

Solo- und Kollaboveröffentlichungen

Vor Gründung der Antilopen Gang

  • 2007: Panik & Koljah: Mut zur Blamage (EP, CD)
  • 2007: NMZS: Trash (EP, Free Download)
  • 2008: Koljah, NMZS & Tai Phun: L’avantgarde – Gute Sprüche 05-07 (CD)
  • 2008: Danger Dan: Coming Out (EP, Free Download)
  • 2008: NMZS & SZMN: Robopommes (EP, Free Download)

Nach Gründung der Antilopen Gang

  • 2009: Panik, Koljah & NMZS: Spastik Desaster (CD & Free Download)
  • 2010: Koljah & Danger Dan: Traurige Clowns (EP, Free Download)
  • 2010: Koljah, NMZS & Pitlab: L’avantgarde – das Remixtape (Free Download)
  • 2010: Koljah: Publikumsbeschimpfung (CD & Free Download)
  • 2011: NMZS & Koljah: Motto Mobbing (CD & Free Download)
  • 2011: NMZS: Egotrip (EP, Free Download)
  • 2012: Danger Dan: Dinkelbrot und Ölsardinen (EP, CD & Free Download)
  • 2012: NMZS & Danger Dan: Aschenbecher (CD & Free Download)
  • 2013: NMZS: Der Ekelhafte (CD & Free Download)
  • 2018: Danger Dan: Reflexionen aus dem beschönigten Leben (CD, Vinyl & Download)
  • 2019: Koljah: Aber der Abgrund (Vinyl & Download)
  • 2021: Danger Dan: Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt (CD, Vinyl & Download)

Singles und Videos

  • 2010: Traurige Clowns (Koljah & Danger Dan)
  • 2011: Motto Mobbing (Koljah & NMZS)
  • 2011: Kommentarfeld (Koljah & NMZS)
  • 2011: Egotrip (NMZS)
  • 2011: Viel zu viel (NMZS)
  • 2012: Ölsardinenindustrie (Danger Dan)
  • 2012: Kontaktanzeige (NMZS & Danger Dan)
  • 2012: So ungefähr (NMZS & Danger Dan)
  • 2012: Lebensmotto Tarnkappe (NMZS & Danger Dan)
  • 2012: Der Promomove (NMZS)
  • 2013: Intro (Der Ekelhafte) (NMZS)
  • 2013: Sarkophag (NMZS)
  • 2014: Vorurteile Pt. II (Fatoni feat. Antilopen Gang & Juse Ju)
  • 2018: Sand in die Augen (Danger Dan)
  • 2018: Eine aufs Maul (Danger Dan)
  • 2019: Hauptsache Kohle (Koljah)
  • 2019: Antithese (Koljah)
  • 2021: Lauf davon (Danger Dan)
  • 2021: Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt (Danger Dan)
  • 2021: Eine gute Nachricht (Danger Dan)
  • 2021: Mir kann nichts passieren (Danger Dan mit Max Herre; #1 der deutschen Single-Trend-Charts am 22. Oktober 2021[32])
  • 2021: DIY CEO / Sí claro (Panik Panzer, letzteres mit Fatoni)
  • 2021: Nazis rein (Koljah)
  • 2021: Filmriss (Danger Dan, Coverversion von Knochenfabrik)

Als Caught in the Crack

  • 2005: Alles vorbei
  • 2008: Es wird wie ein Unfall aussehen (Free Download)

Weblinks

Commons: Antilopen Gang – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen

  1. taz: Testosteron der Adoleszenz
  2. Frank Weiffen: „Wir sind ja nicht die typischen Gangster-Rapper“. Artikel vom 28. März 2005 im Portal wz-newsline.de, abgerufen am 28. März 2015
  3. Das Schlimme nicht schlimmer machen, Freie Presse, 20. Januar 2017
  4. http://www.caughtinthecrack.de/index.php
  5. Interview: Antilopen Gang über ihre Gründung, Label-Deal, Prinz Pi Diss-Track und „Aversion“ – YouTube. 25. Oktober 2014, abgerufen am 11. November 2014.
  6. Interview: Antilopen Gang über den Bandnamen ab 4:10 – YouTube. Abgerufen am 30. Mai 2015.
  7. 10 Jahre Fick die Uni, akduell.de, 19. Dezember 2019: „Fick die Uni war der Initialzünder, dass man dann plötzlich ein Publikum hatte und dass mehr Leute Lust hatten, zu einem Auftritt zu kommen.“
  8. ANTILOPEN GANG - 1LIVE - Die Dunkle Seite. In: 1LIVE - Die Dunkle Seite. (1live.de [abgerufen am 21. März 2018]).
  9. „Beate Zschäpe hört U2“ erscheint auf Tote-Hosen-Label. Stern, 5. November 2014, abgerufen am 7. November 2014.
  10. Ken Jebsen lässt Antilopen Gang wohl abmahnen, Der Tagesspiegel, 21. November 2014.
  11. Kein Songverbot für die „Antilopen Gang“: Ken Jebsen scheitert vor Gericht. In: wzonline.de. Wilhelmshavener Zeitung, 10. Februar 2015, abgerufen am 15. Februar 2015.
  12. Slime, Antilopen Gang und Bela B. featuring Die PARTEI. In: Website des Bundesverbandes der PARTEI. Die PARTEI, 19. September 2015, abgerufen am 17. Januar 2017.
  13. Das Lied der PARTEI (SLIME, ANTILOPEN GANG, BELA B) am Tag der Zweiheit 2015 in Frankfurt – YouTube. 25. Januar 2016, abgerufen am 17. Januar 2017.
  14. Koljah: „Endlich aus der PARTEI ausgetreten“. Facebook, 18. April 2018, abgerufen am 7. Dezember 2021.
  15. von Die Jugendredaktion: Antilopen Gang: „Wir sind unsere eigene Deppenecke im Rap“. In: Spreewild. 23. Januar 2020, abgerufen am 7. Dezember 2021 (deutsch).
  16. Atombombe auf Deutschland – Punkrock-Album der Antilopen Gang. Abgerufen am 2. Januar 2017.
  17. Die Antilopen Gang mit „Anarchie und Alltag“ auf Platz eins der Charts. In: Rolling Stone. 30. Januar 2017 (rollingstone.de [abgerufen am 10. Mai 2017]).
  18. Antilopen Gang erobert Platz eins der Charts. In: T-Online.de. 27. Januar 2017 (t-online.de [abgerufen am 10. Mai 2017]).
  19. Clark Senger: Antilopen Gang feiert Deutschraps erstes Nummer-1-Album 2017. In: Hiphop.de. 27. Januar 2017 (hiphop.de [abgerufen am 10. Mai 2017]).
  20. Bundesverband Musikindustrie: Line-up des ECHO 2017 komplett. 2017 (musikindustrie.de [abgerufen am 10. Mai 2017]).
  21. SPIEGEL ONLINE, Hamburg Germany: Echo-Verleihung 2017: Ü-50-Party ohne Hall – SPIEGEL ONLINE – Kultur. Abgerufen am 10. Mai 2017.
  22. Echo 2017: Preisverleihung heute in Berlin – Unser Mann in mehreren Jurys. In: tz. 31. März 2017 (tz.de [abgerufen am 10. Mai 2017]).
  23. Antilopen Gang – Adrenochrom. Abgerufen am 13. April 2021.
  24. Antilopen Gang kündigt Tour für 2021 an und veröffentlichen ihr neues Album, gringoz-magazine.de vom 21. August 2020, abgerufen am 3. Oktober 2020
  25. Antilopen Gang holt New Music Award. Artikel vom 10. Oktober 2015 im Portal rp-online.de, abgerufen am 10. Oktober 2015
  26. Antilopen Gang setzt sich beim New Music Award durch (Memento vom 10. Oktober 2015 im Webarchiv archive.today). Artikel vom 10. Oktober 2015 im Portal rbb-online.de, abgerufen am 10. Oktober 2015
  27. Gewinner_innen der VIA! VUT Indie Awards 2015 in Hamburg verkündet. Abgerufen am 22. März 2016.
  28. Amadeu Antonio Preis 2015. In: Website des Amadeu Antonio Preises. Abgerufen am 4. Oktober 2017.
  29. Danger Dan mit mehreren Musikpreisen ausgezeichnet. In: DIE ZEIT. 24. September 2021, abgerufen am 1. Oktober 2021.
  30. Chartdiskografie DeutschlandÖsterreichSchweiz
  31. Antilopen Gang disst Comedian: „Falls eine Influencerin sich umbringt, ist Oli Pocher schuld“, stern.de vom 7. Mai 2020, abgerufen am 3. Oktober 2020
  32. Offizielle Single Trending Charts. In: mtv.de. 22. Oktober 2021, abgerufen am 22. Oktober 2021.

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Antilopen Gang ¦ Anarchie Und Alltag
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