Arctic Monkeys ¦ AM

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CD (Album)

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GTIN: 0887828031702 Artist: Genres & Stile: , ,

Zusätzliche Information

Format

Inhalt

Label

Release

Veröffentlichung AM:

2013

Hörbeispiel(e) AM:

AM auf Wikipedia (oder andere Quellen):

AM
Studioalbum von Arctic Monkeys

Veröffent-
lichung(en)

6. September 2013

Aufnahme

2012/2013

Label(s)Domino Records

Format(e)

CD, LP

Genre(s)

Indie-Rock, Post-Punk

Titel (Anzahl)

12

Länge

41 min 43 s

Besetzung

Produktion

James Ford

Studio(s)

Sound City Studios, Los Angeles

Chronologie
Suck It and See
2011
AMTranquility Base Hotel & Casino
2018
Singleauskopplungen
27. Februar 2012R U Mine?
19. Juni 2013Do I Wanna Know?
11. August 2013Why'd You Only Call Me When You're High?
9. Dezember 2013One for the Road
28. Januar 2014Arabella
9. Juni 2014Snap Out of It

AM ist das fünfte Studioalbum der britischen Indie-Rock-Band Arctic Monkeys. Es erschien am 6. September 2013 beim Indie-Label Domino Records.[1]

Entstehung und Veröffentlichung

Von August 2012 bis Juni 2013 wurde das Album produziert, ausführender Produzent war wie beim vorherigen Album James Ford. Die Aufnahmen erfolgten in den Sound City Studios in Los Angeles sowie im Studio Rancho De La Luna in Joshua Tree. Vor der Veröffentlichung des Albums wurden insgesamt drei Singles vorher ausgekoppelt: R U Mine? erschien bereits am 27. Februar 2012, ehe erst über ein Jahr später am 19. Juni 2013 mit Do I Wanna Know? der Einstiegssong veröffentlicht wurde. Am 11. August 2013 folgte Why'd You Only Call Me When You're High?, bis schließlich am 6. September 2013 das Album selbst erschien, zunächst nur in Australien. Am 9. September folgte die Veröffentlichung in Deutschland, Frankreich und Großbritannien, am 10. September erschien es auch in den Vereinigten Staaten.

Titelliste

#TitelLänge
1.Do I Wanna Know?4:32
2.R U Mine?3:20
3.One for the Road3:26
4.Arabella3:27
5.I Want It All3:04
6.No.1 Party Anthem4:03
7.Mad Sounds3:35
8.Fireside3:01
9.Why'd You Only Call Me When You're High?2:42
10.Snap Out of It3:12
11.Knee Socks4:17
12.I Wanna Be Yours3:04

Rezeption

Von Kritikern erhielt das Album überwiegend positive Bewertungen.

Michael Schuh bewertet das Album auf laut.de mit der vollen Punktzahl und stellt es noch über das Erstlingswerk Whatever People Say I Am, That’s What I’m Not.[1] Von Jon Dolan vom Rolling Stone erhielt das Album 3,5 von 5 Sterne. Es sei das amerikanischste Album der Band, insbesondere auf der rhythmischen Ebene.[2] Stephen Thomas Erlewine vergibt auf allmusic.com 5 von 5 Sterne und bezeichnet das Album als unpassend für eine Nacht unterwegs, aber ideal für eine Nacht zuhause.[3] Der NME hält das Album gar für das beste der bisherigen Dekade und vergab mit 10 von 10 Punkten die Höchstwertung.[4]

Erfolge

In den Albumcharts erreichte das Album zahlreiche Platzierungen auf der Spitzenposition. Es war unter anderem Nummer eins in Australien, Dänemark, den Niederlanden, Neuseeland oder in Großbritannien. In den Vereinigten Staaten stand es auf Platz sechs der Billboard 200[5], in Deutschland auf Platz 3.[6]

Mit über 600.000 verkauften Einheiten erhielt das Album Doppel-Platin in Großbritannien.[7] Außerdem erhielt es Platin in Irland[8] und Australien sowie Gold in Belgien[9], Portugal und Neuseeland.[10]

Bei den BRIT Awards 2014 wurde es als bestes britisches Album ausgezeichnet.

Verkäufe und Auszeichnungen

Land/RegionAus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Auszeichnung, Verkäufe)
Ver­käu­fe
 Australien (ARIA)[11]Platinum record icon.svg 2× Platin140.000
 Belgien (BEA)[12]Gold record icon.svg Gold15.000
 Dänemark (IFPI)[13]Gold record icon.svg Gold10.000
 Frankreich (SNEP)[14]Gold record icon.svg Gold50.000
 Irland (IRMA)[15]Platinum record icon.svg Platin15.000
 Italien (FIMI)[16]Platinum record icon.svg Platin50.000
 Mexiko (AMPROFON)[17]Gold record icon.svg 3× Gold90.000
 Neuseeland (RMNZ)[18]Platinum record icon.svg Platin15.000
 Norwegen (IFPI)[19]Gold record icon.svg Gold15.000
 Polen (ZPAV)[20]Platinum record icon.svg Platin20.000
 Portugal (AFP)[21]Gold record icon.svg Gold7.500
 Vereinigte Staaten (RIAA)[22]Platinum record icon.svg Platin1.000.000
 Vereinigtes Königreich (BPI)[23]Platinum record icon.svg 5× Platin1.500.000
InsgesamtGold record icon.svg 6× Gold
Platinum record icon.svg 13× Platin
2.927.500

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b Michael Schuh: Vom Internet-Hype zu Rock-Göttern in acht Jahren. Auf: laut.de. Abgerufen am 19. August 2014
  2. Jon Dolan: Kritik auf rollingstone.com (Englisch). Abgerufen am 19. August 2014.
  3. Stephen Thomas Erlewine: Kritik auf allmusic.com (Englisch). Abgerufen am 18. Dezember 2020.
  4. Mike Williams: Kritik auf nme.com (Englisch). Abgerufen am 19. August 2014.
  5. Chartplatzierung in den Vereinigten Staaten, billboard.com.
  6. Chartplatzierung in Deutschland, officialcharts.de.
  7. Certified Awards, bpi.co.uk
  8. Awards (Memento vom 20. Februar 2014 im Internet Archive), irishcharts.de
  9. Goud en Platina, ultratop.be
  10. The Official NZ Music Charts, nztop40.co.nz.
  11. Auszeichnung in Australien
  12. Auszeichnung in Belgien
  13. Auszeichnung in Dänemark
  14. Auszeichnung in Frankreich
  15. Auszeichnung in Irland (Memento vom 20. Februar 2014 im Internet Archive)
  16. Auszeichnung in Italien
  17. Auszeichnung in Mexiko
  18. Auszeichnung in Neuseeland
  19. Auszeichnung in Norwegen
  20. Auszeichnung in Polen
  21. Auszeichnung in Portugal
  22. Auszeichnung in den Vereinigten Staaten
  23. Auszeichnung im Vereinigten Königreich

Artist(s)

Veröffentlichungen von Arctic Monkeys die im OTRS erhältlich sind/waren:

Who The Fuck Are Arctic Monkeys? ¦ Live At The Royal Albert Hall ¦ Whatever People Say I Am, That’s What I’m Not ¦ Favourite Worst Nightmare ¦ Suck It And See ¦ Tranquility Base Hotel + Casino ¦ AM ¦ Humbug

Arctic Monkeys auf Wikipedia (oder andere Quellen):

Arctic Monkeys

Arctic Monkeys in der Royal Albert Hall (2018)
Allgemeine Informationen
HerkunftSheffield, South Yorkshire, England
Genre(s)Alternative Rock, Post-Punk, Garage Rock, Trip-Hop
Gründung2002
Websitearcticmonkeys.com
Gründungsmitglieder
Lead-Gesang
Glyn Jones (bis 2002)
Lead-Gitarre
Alex Turner
Rhythmusgitarre
Jamie Cook
Schlagzeug
Matt Helders
E-Bass
Andy Nicholson (bis 2006)
Aktuelle Besetzung
Lead-Gesang, Rhythmusgitarre, Keyboard, Begleitgesang
Alex Turner
Lead-Gitarre, Rhythmusgitarre, Piano
Jamie Cook
Schlagzeug, Perkussion, Begleitgesang
Matt Helders
E-Bass, Begleitgesang
Nick O’Malley (seit 2006)
Live- und Session-Mitglieder
Keyboard, Gitarre, Begleitgesang
John Ashton (2009–2011)
Keyboard
Ben „Goldfingers“ Parsons (seit 2011)

Die Arctic Monkeys sind eine vierköpfige britische Alternative-Rock-Band mit Einflüssen aus Post-Punk und Garage Rock. Sie wurde 2002 im englischen Sheffield gegründet und veröffentlichte 2006 ihr Debütalbum, das Platz eins der britischen Charts erreichte. 2007, 2009, 2011, 2013 und 2018 erschienen jeweils weitere Alben der Musikgruppe, die alle ebenfalls die Spitzenposition in Großbritannien erreichten. Aktuelles Album der Band ist das am 11. Mai 2018 erschienene Tranquility Base Hotel & Casino.

Bandgeschichte

2002: Gründung

Die Band wurde 2002 in High Green, einem Stadtteil von Sheffield, gegründet. Dabei hatten Turner und Cook, die Nachbarn waren, erst 2001 jeweils von ihren Eltern Gitarren zu Weihnachten bekommen. Das Spielen der Instrumente brachten sie sich dabei selbst bei. Anschließend gründeten sie mit Turners Schulfreunden Glyn Jones, Matt Helders und Andy Nicholson die Musikgruppe Arctic Monkeys. Da Nicholson bereits mit dem E-Bass vertraut war, blieb für Helders nur das Schlagzeug übrig.[1] Erst im Mai 2006 wurde bekannt, dass Alex Turner nicht der ursprüngliche Sänger der Band sei. Dieser Part war damals Glyn Jones zugefallen, der ebenfalls die Stocksbridge High School besuchte. Jones bestätigte diese Gerüchte damals in einem Interview und sagte dabei, dass er und Turner damals „aus Langeweile begonnen hatten, ein Lied über einen Streber in ihrem Jahrgang zu schreiben“. Außerdem sagte er, dass er die Band noch 2002 verlassen hätte, da er „nicht die Hingabe besessen hätte, sein Engagement weiterzuführen“.[1] Für ihn wären sie lediglich eine Gruppe an Kindern gewesen, die aus Langeweile herumalberten.[1]

Der Name der Band stammt von Gitarrist Jamie Cook, der sich die Bezeichnung „Arctic Monkeys“ bereits vor der Gründung der Gruppe ausgedacht hatte. Die vorherigen Aussagen der Mitglieder, der Name stamme von dem Schlagzeuger der Band vom Vater eines der Bandmitglieder, revidierten sie dabei. Sie wären so oft nach der Herkunft ihres Namens gefragt worden, dass sie irgendwann begonnen hätten, sich Geschichten darüber auszudenken.[2]

2003 bis 2004: Erste Auftritte und Demoaufnahmen

Nachdem die Band nach ihrer Gründung in den Yellow Arch Studios mit dem Üben begann, spielten sie am 13. Juni 2003 ihren ersten Gig im The Grapes in Sheffield.[3] Nach einigen Auftritten nahmen sie Demoaufnahmen in den 2fly Studios auf. Der Website der Studios ist zu entnehmen, dass die Gruppe 17 Lieder in fünfeinhalb Tagen aufnahm.[4] Heute sind die Aufnahmen als Beneath the Boardwalk bekannt und eine Rarität, da die wenigen auf CD erhältlichen Einheiten kostenlos bei Konzerten der Band verteilt wurde. Da einige Fans ihre CDs im Internet hochluden, sind die Aufnahmen auch heute noch erhältlich, auch wenn die Titelliste variiert.[3] Die Mitglieder der Gruppe sagten über die Aufnahmen, dass sie die kostenlose Verbreitung über das Internet nicht verhindern wollen würden, da sie „ohnehin nie vorgehabt hätten, damit Geld zu verdienen und sie sie sowieso kostenlos verteilten“. Außerdem könnten ihre Fans auf diese Weise einfacher ihre Musik hören.[2] Die weit verbreitete Meinung, die Gruppe hätte ihre Berühmtheit über ihre MySpace-Seite erhalten, die ihre Demos noch vor allen anderen kostenlos zur Verfügung stellte, dementierten die Bandmitglieder 2005 in einem Interview. Die Seite sei von ihren Fans, welche die Demo-CD besessen hätten, eingerichtet worden. Sie selbst hätten nicht einmal gewusst, wie sie ihre Musik im Internet hochluden.[2] Ihren Namen erhielt die Kompilation ebenfalls von den Anhängern der Band, ursprünglich war sie nämlich ohne Titel erschienen. Nachdem die ersten Tonträger jedoch verteilt worden waren, benannten die Fans die CD nach der Art, wie sie sie erhalten hatten: Auf dem Bürgersteig (Beneath the Boardwalk).[2]

2005: Plattenvertrag und erste Veröffentlichungen

Nachdem die Band durch Live-Auftritte und dem Verbreiten ihrer Lieder über das Internet immer mehr Menschen mit ihrer Musik erreicht hatte, erlangte sie unter anderem durch BBC Radio und britische Boulevardzeitungen erstmals auch außerhalb ihrer Heimatstadt Sheffield Aufmerksamkeit.[5]

Im Mai 2005 veröffentlichte die Gruppe ihre Extended Play Five Minutes with Arctic Monkeys. Diese bestand aus den Liedern Fake Tales of San Francisco und From the Ritz to the Rubble, die später auch auf ihrem Debütalbum zu finden waren. Da die Band damals noch keinen Plattenvertrag unterzeichnet hatte, gründete sie extra für die Veröffentlichung der EP ihr eigenes Label Bang Bang Recordings. Die CD war limitiert auf 500 CDs und 1000 sieben-Zoll Schallplatten, weshalb sie heute ebenfalls eine Rarität ist. Sie ist jedoch in digitaler Form erhältlich. Kurz nach der Veröffentlichung der EP spielte die Band beim Reading and Leeds Festivals auf der Carling Stage, eine Bühne, die für unbekannte und/oder Bands ohne Plattenvertrag reserviert ist. Ihr Auftritt wurde zuvor von den Medien „gehypt“, was zu einer ungewöhnlich hohen Zuschauerzahl führte.

Im Juni 2005 unterzeichnete die Gruppe bei Domino Records einen Plattenvertrag. In einem Interview sagten sie später, dass sie besonders von der Do-it-yourself-Einstellung des Co-Labelgründers und Besitzers Laurence Bell beeindruckt gewesen seien. Dieser betrieb das Label von seiner Wohnung aus und nahm nur Bands unter Vertrag, die er auch persönlich mag.[6] Laut einem Bericht des Daily Star, einer britischen Boulevardzeitung, führte ihr Plattenvertrag im Oktober desselben Jahres zu einem Vertrag über 1.000.000 britische Pfund mit dem Musikverlag EMI Music Publishing sowie einem Kontrakt mit Epic Records für die USA, der rund 725.000 Pfund wert sei.[7] Die Band bestritt die Zahlen auf ihrer Website und gab später bekannt, dass EMI lediglich in Australien und Neuseeland für die Band zuständig sei und man in den USA die Musik selbst veröffentlichen würde. In Japan wird die Musik über das Independent-Label Hostess vertrieben. In Europa ist der Vertrieb von Land zu Land anders geregelt.[5]

Am 17. Oktober 2005 erschien mit I Bet You Look Good on the Dancefloor die erste Single der Band im Vereinigten Königreich, wo sie zugleich auf Platz eins der Charts einstieg und die Sugababes von diesem Rang vertrieb. In Deutschland und auch den USA erreichte der Titel keine Platzierung in den offiziellen Charts, erreichte jedoch bei den Alternative Songs Charts der USA Platz sieben.[8] Zwei Wochen zuvor war die Gruppe erstmals auf dem Cover des NME-Magazines zu sehen.

2006: Internationaler Durchbruch mit Debütalbum

Turner und Cook im Juni 2006 bei einem Konzert

Am 16. Januar wurde zunächst eine zweite Single veröffentlicht. When the Sun Goes Down erlangte dabei ebenfalls Rang eins, zudem stieg es auch in die deutschen Charts ein, wo es sich auf Position 89 platzierte. Am 23. Januar 2006 erschien bei Domino Records unter dem Namen Whatever People Say I Am, That’s What I’m Not das Debütalbum der Band, das Platz eins erreichte. Mit 363.735 verkauften Tonträgern allein in Großbritannien wurde das Album damit zum am besten verkauften Debütalbum in einer Debütwoche im ganzen Vereinigten Königreich, ein Rekord, der zuvor bereits seit 2001 von der Popgruppe Hear’Say gehalten worden war (306.631/1. Woche).[9] Mit 118.501 abgesetzten Tonträgern allein am ersten Tag war das Album zudem kommerziell erfolgreicher als die gesamte Top-20 Großbritanniens zusammen.[10] Nach der Veröffentlichung in den USA rund einen Monat später erreichte es Platz 24, wobei es rund 34.000 verkaufte Tonträger vorweisen konnte. Damit avancierte das Album zum am zweitschnellsten verkauften Indie-Rock-Debütalbum in den Vereinigten Staaten.[11] In Deutschland platzierte sich das Album auf Rang 20.

Im April veröffentlichte die Band ihre zweite Extended Play, Who the Fuck Are Arctic Monkeys? konnte sich aufgrund ihrer Länge jedoch nicht in den britischen Charts platzieren, erreichte in Deutschland jedoch Rang 79.

Bereits nach der Veröffentlichung ihres ersten Albums begaben die Arctic Monkeys sich auf Tournee, die sie unter anderem auch in die USA führte. Im Mai verkündete die Gruppe, dass Bassist Andy Nicholson nicht an ihrer bevorstehenden Tour durch Nordamerika teilnehmen würde, da er von dem vielen Touren erschöpft sei.[12] Als die Reise durch Nordamerika beendet war, gab die Band bekannt, dass Nicholson nicht zurückkehren werde, da er nicht mit dem Ruhm der Band zurechtkomme, und Bassist Nick O’Malley, der Nicholson bereits in Nordamerika ersetzt hatte, für die restlichen Shows weiterhin den Platz von ihm einnehmen würde. Wenig später bestätigte man, dass O’Malley offiziell ein neues Mitglied der Band ist. Im August 2006 erschien die Single Leave Before the Lights Come On, die nicht auf dem Debütalbum der Band zu finden war. Sie erreichte Platz vier in Großbritannien.

2007: Zweites Studioalbum Favourite Worst Nightmare

Bei den Grammy Awards 2007 war die Band in den beiden Kategorien „Best Rock Instrumental Performance“ (Chun Li’s Flying Bird Kick) und „Best Alternative Music Album“ (Whatever People Say I Am, That’s What I’m Not) nominiert, erhielt jedoch keinen Preis. Anschließend erschien am 2. April des Jahres die erste Single Brianstorm des zweiten Studioalbums Favourite Worst Nightmare. Sie erreichte Platz zwei in Großbritannien sowie Rang 64 in Deutschland. Drei Wochen später veröffentlichte man auch das Album, das wie sein Vorgänger Position eins im Vereinigten Königreich erlangte. Des Weiteren platzierte es sich auf Rang zwei in Deutschland und Position sieben in den USA. Am 4. Juli erschien die zweite Single, Fluorescent Adolescent, die Platz fünf in Großbritannien erreichte. Die dritte und letzte Single, Teddy Picker, wurde am 3. Dezember veröffentlicht und erlangte lediglich Position 20, was die bis dahin schlechteste Singleplatzierung darstellte.

Über das Jahr 2007 verteilt spielte die Band zahlreiche Konzerte. So trat sie unter anderem als Headliner des Glastonbury Festival 2007 in Erscheinung und spielten die „Favourite Worst Nightmare Tour“. Bei ihrer zweiten weltweiten Tournee wurde das letzte Konzert, das im O2 Apollo Manchester in Manchester stattfand, aufgenommen und später auf DVD sowie CD veröffentlicht.

2008 bis 2010: Nebenprojekte, drittes Studioalbum und „Humbug Tour“

Am 3. November 2008 erschienen die Live-DVD und Live-CD des Konzertes der „Favourite Worst Nightmare Tour“. Zunächst war der Film bereits in wenigen ausgewählten Kinos angelaufen.

Im Jahr 2008 begab sich die Band zunächst in eine circa halbjährliche Pause, in der Frontmann Alex Turner sich beispielsweise dem Projekt The Last Shadow Puppets widmete und Schlagzeuger Matt Helders ein Album zu der Serie Late Night Tales beisteuerte. Im zweiten Halbjahr begann die Gruppe schließlich mit den Arbeiten an einem dritten Album, bis schließlich am 1. Juni 2009 die Titelliste bekanntgegeben wurde.[13] Zuvor hatte bereits am 13. Januar die „Humbug Tour“ begonnen, die schließlich bis Februar andauerte und im Juli fortgeführt wurde.

Am 6. Juli 2009 veröffentlichte man die erste von insgesamt drei Singles aus dem dritten Album Humbug. Diese trug den Namen Crying Lightning und erreichte Platz zwölf, womit es die zweite Single der Band war, die im Vereinigten Königreich nicht den Einstieg in die Top-Ten schaffte. Als am 19. August das Album erschien, stieg es in Großbritannien direkt auf Platz eins ein, genau wie seine beiden Vorgänger auch. In Deutschland rangierte es auf Rang vier und in den USA belegte es Position 15. Am 16. November 2009 (Cornerstone) und 22. März 2010 (My Propeller) wurden zwei weitere Lieder aus dem Album ausgekoppelt, die jedoch beide eine Chartplatzierung verfehlten. Dies war bisher noch bei keinem Titel der Gruppe vorgekommen.

Nachdem man im Juli 2009 seine Welttournee fortsetzte, dauerte diese schließlich bis April 2010 an. Dabei führte sie die Gruppe nach Australien und Neuseeland, Europa, Nordamerika und Japan.

2011/2012: Viertes Studioalbum und „Suck It and See Tour“

Alex Turner beim Lollapalooza in Chicago im August 2011

Zu Beginn des Jahres 2011 wurde in den Medien erstmals von einem vierten Album der Band berichtet. Dabei wurde auch bekannt, dass die Gruppe hierfür zum dritten Mal in Folge auf Produzent James Ford vertrauen würde. Das Album wurde 2010 und 2011 aufgenommen, den Titel der CD gab man im März bekannt. Am 12. April veröffentlichte man die erste Single, Don’t Sit Down ’Cause I’ve Moved Your Chair, die Rang 28 in Großbritannien erreichte. Am 6. Juni erschien das Album Suck It and See, das Rang eins im Vereinigten Königreich erlangte sowie sie auf Position zehn in Deutschland und Rang 14 in den USA platzierte. Am 12. August 2011 (The Hellcat Spangled Shalalala), 31. Oktober 2011 (Suck It and See) und 23. Januar 2012 (Black Treacle) erschienen weitere Singles aus dem Album, die jedoch allesamt nicht in die Charts einstiegen.

Im Mai 2011 begann die „Suck It and See Tour“ in Schweden. Sie führte die Band unter anderem nach Europa, Nordamerika, Asien sowie Australien. Am 27. Februar 2012 wurde die Single R U Mine? veröffentlicht, die nicht auf ihrem 2011 erschienenen Album vorhanden ist. Sie erreichte Platz 23 der britischen Charts, womit der Titel seit dem Lied Crying Lightning 2009 (Platz zwölf) die erfolgreichste Single ist. Zuvor war am 23. Januar die vierte Singleauskopplung ihres vierten Studioalbums veröffentlicht worden, Black Treacle. Sie platzierte sich jedoch nicht in den Charts. Im Juni 2012 beendete die Band die Tour.

Am 27. Juli 2012 traten die Arctic Monkeys bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in London auf und spielten ihren Song I Bet You Look Good on the Dancefloor und das Beatles-Cover Come Together.

2013/2014: Fünftes Studioalbum AM, ausgedehnte Tournee und Ruhepause

Arctic Monkeys auf dem Roskilde-Festival im Juli 2014 während der AM-Tour

Obwohl Sänger Alex Turner 2011 in einem Interview gesagt hatte, dass die Band erst 2013 wieder neue Lieder im Studio aufnehmen werde, gab er im Februar 2012 bekannt, dass die Gruppe kürzlich einen neuen Titel aufgenommen hätte.[14] Dabei sagte er auch, dass die Musik ihres neuen Albums mehr der „schmutzigen Seite“ des Albums Suck It and See entsprechen wird und führte das Lied Don’t Sit Down ’Cause I’ve Moved Your Chair als Beispiel an.

Am 24. Juni 2013 verkündete die Band den Namen ihres neuen Albums: AM. Das Album wurde am 6. September 2013 veröffentlicht. Aufgenommen wurde es mit Gastauftritten von Josh Homme, Pete Thomas und Bill Ryder-Jones in Rancho de la Luna, Joshua Tree, Kalifornien. Bereits vor der Veröffentlichung begann die Band ihre „AM Tour“, die von Mai 2013 bis Dezember 2014 andauerte. Nach dem Ende der Tour kündigte die Band eine längere Ruhepause an.

2018: Sechstes Studioalbum Tranquility Base Hotel & Casino

Seit dem 23. Dezember 2016 war bekannt, dass die Band an einem neuen Album arbeitet.[15] Das Album erschien am 11. Mai 2018 unter dem Namen Tranquility Base Hotel & Casino. Begleitend dazu trat die Band auf ihrer Tour in Europa und Nordamerika auf. Im Oktober 2018 gab die Band bekannt, dass sie 2019 auch in Australien, Neuseeland, Mittel- und Südamerika Konzerte spielen wird.[16]

Stil und Inspiration

Die Musik der Band lässt sich in das Genre Indie-Rock einordnen. Für das Debütalbum untersuchte Turner das menschliche Verhalten im Nachtclub. Besonders auffallend ist dies bei den Liedern I Bet You Look Good on the Dancefloor und Dancing Shoes. Letztgenannter drehe sich dabei besonders um die Menschen, die immer versuchen, andere „abzuschleppen“ wenn sie ausgehen, ganz egal wie sehr sie dies auch verbergen möchten.[17] Diese Themen ließen sich auch auf dem zweiten Album der Band finden, allerdings ist eine Weiterentwicklung der Musiker deutlich zu erkennen. Bei dem dritten Studioalbum wurde von Experten festgestellt, dass der Einfluss von Produzent Josh Homme mehr als deutlich zu erkennen sei. Bei dem 2011 veröffentlichten Album Suck It and See erkennt man das Experimentieren mit verschiedenen Stilen der Rockmusik, die, so einige Kritiker, mit einer neuentdeckten Reife gemischt wurden. Sänger Alex Turner bezeichnete die Veröffentlichung als „eine Mischung aus den ersten drei Alben“. So sei der Standpunkt und auch der Humor der ersten Alben erkennbar und zudem auch „ein bisschen was von Humbug“ zu finden.[18]

Diskografie

Studioalben

JahrTitel
Musiklabel
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungenTemplate:Charttabelle/Wartung/ohne Quellen
(Jahr, Titel, Musiklabel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE AT CH UK US
2006Whatever People Say I Am, That’s What I’m Not
Domino
DE20
(11 Wo.)DE
AT23
(8 Wo.)AT
CH16
(10 Wo.)CH
UK1
Siebenfachplatin
×7
Siebenfachplatin

(… Wo.)Template:Charttabelle/Wartung/vorläufigUK
US24
Gold
Gold

(19 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 23. Januar 2006
Verkäufe: + 2.892.500
2007Favourite Worst Nightmare
Domino
DE2
(9 Wo.)DE
AT6
(8 Wo.)AT
CH6
(14 Wo.)CH
UK1
Vierfachplatin
×4
Vierfachplatin

(74 Wo.)UK
US7
(8 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 23. April 2007
Verkäufe: + 1.360.000
2009Humbug
Domino
DE4
(6 Wo.)DE
AT7
(5 Wo.)AT
CH7
(6 Wo.)CH
UK1
Platin
Platin

(24 Wo.)UK
US15
(6 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 24. August 2009
Verkäufe: + 300.000
2011Suck It and See
Domino
DE10
(6 Wo.)DE
AT12
(5 Wo.)AT
CH8
(9 Wo.)CH
UK1
Platin
Platin

(37 Wo.)UK
US14
(2 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 6. Juni 2011
Verkäufe: + 300.000
2013AM
Domino
DE3
(… Wo.)Template:Charttabelle/Wartung/vorläufig/2013DE
AT2
(10 Wo.)AT
CH2
(18 Wo.)CH
UK1
Fünffachplatin
×5
Fünffachplatin

(… Wo.)Template:Charttabelle/Wartung/vorläufig/2013UK
US6
Platin
Platin

(… Wo.)Template:Charttabelle/Wartung/vorläufig/2013US
Erstveröffentlichung: 6. September 2013
Verkäufe: + 3.037.500
2018Tranquility Base Hotel & Casino
Domino
DE4
(5 Wo.)DE
AT3
(4 Wo.)AT
CH1
(7 Wo.)CH
UK1
Gold
Gold

(24 Wo.)UK
US8
(3 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 11. Mai 2018
Verkäufe: + 100.000

Tourneen

  • Whatever People Say I Am Tour (2005/2006)
  • Favourite Worst Nightmare Tour (2007/2008)
  • Humbug Tour (2009/2010)
  • Suck It and See Tour (2011/2012)
  • AM Tour (2013/2014)
  • Tranquility Base Hotel & Casino Tour (2018/2019)

Weblinks

Commons: Arctic Monkeys – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b c History. lyricsfreak.com. Archiviert vom Original am 18. Oktober 2011. Abgerufen am 1. April 2021.
  2. a b c d Dave Park: Aren’t fooling around (Part 1 of 2). prefixmag.com. 21. November 2005. Abgerufen am 9. März 2012.
  3. a b Arctic Monkeys Biografie. fan-lexikon.de. Abgerufen am 9. März 2012.
  4. 2fly history. 2flystudios.com. Archiviert vom Original am 28. Juni 2013. Abgerufen am 1. April 2021.
  5. a b Lars Brandle: Fever rises for Arctic Monkeys. 30. Januar 2006. Archiviert vom Original am 14. November 2006. Abgerufen am 9. März 2012.
  6. Record deals Arctic Monkeys Reading Festival(2004–2005). readingfestivalticket.wordpress.com. Abgerufen am 9. März 2012.
  7. Scott Colothan: Arctic Monkeys Sign £1million Publishing Deal (Memento vom 3. Februar 2009 im Internet Archive)
  8. Chartposition USA: Alternative Songs
  9. Alex Kumi: Arctic Monkeys make UK chart history. guardian.co.uk. 30. Januar 2006. Abgerufen am 11. März 2012.
  10. Arctic Monkeys eye record debut. news.bbc.co.uk. 24. Januar 2006. Abgerufen am 11. März 2012.
  11. Arctic Monkeys crack the US Top 30. nme.com. 2. März 2006. Abgerufen am 11. März 2012.
  12. Exclusive – Arctic Monkeys lose a member. nme.com. 22. Mai 2006. Abgerufen am 11. März 2012.
  13. Arctic Monkeys Announce Album Release Date & Tracklisting. arcticmonkeys.com. 1. Juni 2009. Archiviert vom Original am 4. Juni 2009. Abgerufen am 1. April 2021.
  14. Arctic Monkeys will not return to the studio until 2013. nme.com. 26. August 2011. Abgerufen am 9. März 2012.
  15. Andrew Trendell: Arctic Monkeys confirm they’re back in Sheffield to work on new album. In: NME. Time Inc., 23. Dezember 2016, abgerufen am 20. Januar 2017 (englisch).
  16. Australia + New Zealand 2019 Tour Dates. In: arcticmonkeys.com. Abgerufen am 29. März 2019 (englisch).
  17. The Noughties Whatever People Say…. spacepack.ca. 25. Mai 2011. Archiviert vom Original am 8. November 2011. Abgerufen am 1. April 2021.
  18. Arctic Monkeys: Suck It And See ’is a balance between our first three albums’. nmw.com. 31. Mai 2011. Abgerufen am 9. März 2012.

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