Carla Bley & Paul Haines ¦ Escalator Over The Hill

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2CD (Album, O-Card)

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GTIN: 0042283931022 Artists: , Genres & Stile: , ,

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Veröffentlichung Escalator Over The Hill:

1972

Hörbeispiel(e) Escalator Over The Hill:





Escalator Over The Hill auf Wikipedia (oder andere Quellen):

Escalator over the Hill (oder EOTH) von Carla Bley wird meistens als Jazzoper bezeichnet; veröffentlicht wurde das bahnbrechende Werk im Frühjahr 1972[1] mit dem Untertitel „Chronotransduction“ mit „Worten von Paul Haines, Adaptation und Musik von Carla Bley, Produktion und Koordination von Michael Mantler“, gespielt von einer Vielzahl namhafter Musiker aus (Free) Jazz, Rock und Pop, unter anderem auch aus dem Jazz Composer’s Orchestra (JCOA).

1997 wurde in Köln zum ersten Mal eine Liveversion von Escalator over the Hill aufgeführt, anschließend folgte eine Konzerttournee.[2] Im Mai 2006 fand eine weitere Aufführung in Essen statt.[3]

Die Form: das Album

Die gesamte Aufnahme ist über zwei Stunden lang und entstand in drei Jahren von 1968 bis 1971.[1] Steve Gebhardt drehte 1970 einen Dokumentarfilm über die Proben für Escalator over the Hill.

Die Originalausgabe war ein Karton mit drei Langspielplatten (LP) und einem umfangreichen Beiheft, das den gesamten Text, Fotos und ausführliche Informationen zur Besetzung aller Stücke enthielt.[4] Die letzte der insgesamt sechs LP-Seiten endete in einer Endlosrille, sodass das letzte Stück … And It’s Again in ein endloses Summen wie von einem entfernten Insektenschwarm überging,[1] das durch Abschalten des Plattenspielers beendet werden musste.

Der Inhalt: Jazz und mehr

Die von Carla Bleys damals in Indien lebendem guten Freund Paul Haines verfassten Texte liefern kein für eine Oper mit fortlaufender Handlung geeignetes Libretto, sondern sind eher surreale Poesie. Erzählt wird eine Geschichte über das dadaistische Leben von Ginger, David, Calliope Bill, Jack und vielen anderen in einem Hotel in Indien.

Die vielen unterschiedlichen an der Originalaufnahme kollektiv beteiligten Musiker agieren in verschiedenen Kombinationen (untenstehend als „chronotransductional“ aufgeführt) und decken dabei ein weites Spektrum musikalischer Ausdrucksformen ab:

Klänge, die an die Theatermusik Kurt Weills erinnern, Free Jazz, Rock, Weltmusik (auch wenn dieser Begriff damals noch nicht existierte) – eine Collage aus den unterschiedlichsten Stilen der populären Musik oder, wie ein englischsprachiger Kritiker formuliert, „eine Zusammenfassung großer Teile der kreativen Energie, die von 1968 bis 1972 vorhanden war“.[5]

Zu den Sängerinnen und Sängern gehören der Warhol-Filmsuperstar Viva als Erzählerin, Jack Bruce (auch am E-Bass), Linda Ronstadt, Jeanne Lee, Paul Jones, Carla Bley, Don Preston, Sheila Jordan und Bleys und Mantlers damals vierjährige Tochter Karen Mantler (heute selbst Jazzorganistin).[6]

Titelliste

01.Hotel Overture13:11
02.This Is Here…06:02
03.Like Animals01:21
04.Escalator over the Hill04:57
05.Stay Awake01:31
06.Ginger and David01:39
07.Song to Anything That Moves02:22
08.Eoth Theme00:35
09.Businessmen05:38
10.Ginger and David Theme00:57
11.Why02:19
12.It’s Not What You Do00:17
13.Detective Writer Daughter03:16
14.Doctor Why01:28
15.Slow Dance (Transductory Music)01:50
16.Smalltown Agonist05:24
17.End of Head00:38
18.Over Her Head02:38
19.Little Pony Soldier04:36
20.Oh Say Can You Do?01:11
21.Holiday in Risk03:10
22.Holiday in Risk Theme00:52
23.A.I.R. (All India Radio)03:58
24.Rawalpindi Blues12:44
25.End of Rawalpindi09:40
26.End of Animals01:26
27.… And It’s Again27:17

Mitwirkende

Die Rollen und ihre Darsteller

Carla Bley (1978)
Jane Blackstone, Carla Bley, Jonathan Cott, Sharon Freeman, Steve Gebhardt, Tyrus Gerlach, Eileen Hale, Rosalind Hupp, Jack Jeffers, Howard Johnson, Sheila Jordan, Michael Mantler, Timothy Marquand, Nancy Newton, Tod Papageorge, Don Preston, Bill Roughen, Phyllis Schneider, Bob Stewart, Pat Stewart, Viva

Musiker (alphabetisch)

Musiker (chronotransductional)

Orchestra (& Hotel Lobby Band)

  • Carla Bley (Klavier)
  • Jimmy Lyons (Altsaxophon)
  • Gato Barbieri (Tenorsaxophon)
  • Chris Woods (Baritonsaxophone)
  • Michael Mantler, Enrico Rava (Trumpete)
  • Roswell Rudd, Sam Burtis, Jimmy Knepper (Posaune)
  • Jack Jeffers (Bassposaune)
  • Bob Carlisle, Sharon Freeman (Horn)
  • John Buckingham (Tuba)
  • Nancy Newton (Viola)
  • Karl Berger (Vibraphon)
  • Charlie Haden (Bass)
  • Paul Motian (Schlagzeug)
  • Roger Dawson (Congas)
  • Bill Morimando (Röhrenglocken, Celesta).

Jack’s Traveling Band

  • Carla Bley (Orgel)
  • John McLaughlin (E-Gitarre)
  • Jack Bruce (E-Bass)
  • Paul Motian (Schlagzeug)

Desert Band

  • Carla Bley (Orgel)
  • Don Cherry (Trompete)
  • Souren Baronian (Klarinette)
  • Leroy Jenkins (Violine)
  • Calo Scott (Cello)
  • Sam Brown (Gitarre)
  • Ron McClure (Bass)
  • Paul Motian (Darbuka)

Original Hotel Amateur Band

  • Carla Bley (Klavier)
  • Michael Snow (Trompete)
  • Michael Mantler (Ventilposaune)
  • Howard Johnson (Tuba)
  • Perry Robinson, Peggy Imig (Klarinette)
  • Nancy Newton (Viola)
  • Richard Youngstein (Bass)
  • Paul Motian (Schlagzeug)

Phantom Music

  • Carla Bley (Orgel, Celesta, Röhrenglocken, Dampforgel)
  • Michael Mantler (Präpariertes Klavier)
  • Don Preston (Moog-Synthesizer)

Rezeption

Anders als im 21. Jahrhundert, wo es kein Wagnis sei, in einer Oper Jazz, Rock, Country, indische Musik, Hipsterlyrik und Ausbrüche freier Improvisation zu kombinieren, sei dies 1970 unvorstellbar gewesen. Dies stellt John Fordham von The Guardian zu Beginn seiner Würdigung des Albums als eines der fünfzig wichtigsten Jazzalben fest. Ohne finanzielle Unterstützung oder Produktionshilfe durch eine Plattenfirma habe Bley das „Sgt.-Pepper-Album des neuen Jazz“ geschaffen.[7]

Trevor MacLaren betont für All About Jazz das Wagnis Bleys, als ihre Debütveröffentlichung unter eigenem Namen gleich ein Triplealbum vorzulegen. Dieses Album sei ein Konzeptalbum, aber doch ein typisches Kind seiner Zeit, auch wenn es die Fusion zwischen Jazz und Rock noch nicht zum Abschluss gebracht hätte. Doch dieses Werk sei eine der einzigartigsten Platten, die in der modernen Musik je entstanden sei; es klinge wie keine andere Jazzplatte.[8]

Harry Lachner stellte 2007 zum historischen Stellenwert des Albums fest: „Zum ersten Mal präsentierte sich ein Album in der vom Begriff der Authentizität verstrahlten Jazzlandschaft als reines Artefakt; als ein waghalsiges und fragiles Konzept, das zu Recht vor dem Licht der Bühne zurückschreckte und sich damit begnügte, ein Studioprodukt ohne Anspruch auf Aufführbarkeit zu bleiben.“[9]

Lachner meint weiter: „Mit diesem Werk hat sich Jazz zum ersten Mal einen künstlichen Raum geschaffen, wies eine Musik erstmals über sämtliche bis dato gepflegten Bedingungen und Ideologien, Restriktionen und Mißverständnisse hinaus. Musikalisch war Escalator over the Hill, das seine endgültige Gestalt erst am Schneidetisch erhielt, ein Monstrum an Kreativität: ein Schnitt durch die Welt sämtlicher Spielarten der Musik zu einer Zeit, als der Begriff Polystilistik noch nicht inflationär grassiert, als man noch nicht von Stilpluralismus oder postmoderner Ironie daherfabulierte. In diesem musikalischen Fiebertraum, der nicht mehr den alten Gesetzmäßigkeiten von Komposition und Improvisation zu folgen wagte, der sich um den Genre-Begriff so wenig scherte wie um die Gesetze des Marktes, trafen Rock-Elemente mit Vaudeville-Anflügen zusammen, rieb sich klassische indische Musik an den am Jazz reflektierten und gebrochenen Klangvorstellungen der zeitgenössischen Musik und verschmolz Beatnik-Attitüde mit amerikanischen Alltags-Surrealismen.“[9]

Jürgen Schwab stellt 1998 für Rondo fest, dass Escalator over the Hill „heutzutage als zeitgeschichtliches Dokument gehört werden“ kann: „Eine schier grenzenlose musikalische Experimentier- und Abenteuerlust wischt Stil- und Genregrenzen mit faszinierender Unbekümmertheit weg - und das, lange bevor der Begriff Multistilistik zum modischen Schlagwort wurde.“[10]

Der Rolling Stone wählte das Album 2013 in seiner Liste Die 100 besten Jazz-Alben auf Platz 19.[11]

Auszeichnungen

Escalator over the Hill wurde „Jazz Album of the Year 1972“ in einer Leserumfrage des britischen Melody Maker und 1973 mit dem französischen Grand Prix du Disque ausgezeichnet. Für arte gehört es zu den „Jahrhundertaufnahmen des Jazz“.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b c Carla Bley Accomplishing Escalator over the Hill
  2. Martin Hufner „Carla Bleys ‚Escalator over the hill‘ in München 1998“
  3. Die Musik auf dem Fliegenden Teppich: Carla Bley und der „Escalator over the Hill“ in Essen. Jazzzeitung 7/2006
  4. Booklet zum Album
  5. Carla Bley and Paul Haines – Escalator Over the Hill (Memento vom 27. September 2007 im Internet Archive)
  6. vgl. Sessionographie Escalator over the Hill auf jazzdiscography.com (englisch)
  7. 50 great moments in jazz: Carla Bley’s Escalator Over the Hill. The Guardian, 18. Januar 2011
  8. Reassessing Escalator over the Hill
  9. a b Harry Lachner: Abstraktion mit Gefühl. (Memento vom 29. September 2007 im Internet Archive) Reihe: „50 Jahrhundertaufnahmen des Jazz“ von arte (19. Februar 2007)
  10. Besprechung bei Rondo, Klassik- und Jazz-Magazin, Nr. 4, 1998
  11. Rolling Stone: Die 100 besten Jazz-Alben. Abgerufen am 16. November 2016.

Artist(s)

Veröffentlichungen von Carla Bley die im OTRS erhältlich sind/waren:

Escalator Over The Hill

Carla Bley auf Wikipedia (oder andere Quellen):

Carla Bley (2012, Moers Festival)

Carla Bley (* 11. Mai 1936[1] als Lovella May Borg[2] in Oakland, Kalifornien) ist eine US-amerikanische Jazz-Musikerin: Komponistin, Arrangeurin, Bandleaderin, Pianistin bzw. Organistin.

Biographie

Carla Borgs Eltern waren beide Musiker, ihr Vater Klavierlehrer und Organist. Sie selbst begann bereits im Alter von 4 Jahren in der Kirche zu singen und Klavier und Orgel zu spielen. 1957 heiratete sie den Jazzpianisten Paul Bley (den sie als „cigarette girl“ im Birdland kennenlernte), der sie dazu anregte, für ihn zu komponieren. Bald spielte sie in New York mit Charles Moffett senior und Pharoah Sanders. Ab 1964 leitete sie mit Michael Mantler das Jazz Composer’s Orchestra. 1965 hatte sie ein Quintett mit Mantler und Steve Lacy. 1966 ging sie mit Peter Brötzmann und Peter Kowald auf Tournee. Nach dem Studio-Projekt Escalator over the Hill (1967–1971) und der Arbeit mit Charlie Haden im Liberation Music Orchestra (ab 1969) leitete sie ab 1976 überwiegend eigene Bands.

Sie heiratete 1967 ihr Bandmitglied Michael Mantler; ihre Tochter Karen Mantler wurde Jazz-Organistin. Seit der Rückkehr Mantlers nach Europa (1991) lebt Carla Bley mit ihrem langjährigen Bandmitglied Steve Swallow zusammen. Er ist für sie auch musikalisch wichtiger Partner am E-Bass. Weiterhin typisch für ihre Bands sind Musiker wie der markant erdig spielende Posaunist Gary Valente, der Jazz-Hornist Vincent Chancey oder ihre Tochter Karen Mantler.

2006/2007 war sie Artist in Residence der Philharmonie Essen. 2008 trat sie mit ihrem Trio aus Steve Swallow und Andy Sheppard live im New Yorker Birdland auf (Songs with Legs). 2009 wurde sie mit der German Jazz Trophy, 2012 mit der Ehrendoktorwürde der Université de Toulouse II–Le Mirail ausgezeichnet. 2018 wurde Bley in die American Academy of Arts and Sciences gewählt.

Werk

Carla Bley (2009)

Carla Bley machte sich etwa ab Mitte der 1960er als geistreiche und innovative Jazz-Komponistin bemerkbar; zuerst schrieb sie für Paul Bleys Trio, dann auch für George Russell, Jimmy Giuffre und Art Farmer. 1964 gründet sie mit Mike Mantler das Jazz Composer’s Orchestra (JCO). 1967 komponierte sie für Gary Burton das vielbeachtete A Genuine Tong Funeral. Nach drei Jahre dauernden Aufnahmearbeiten veröffentlichte sie 1971 eine der wenigen Jazz-Opern: das von ihr komponierte Escalator over the Hill (1973 mit dem französischen Grand Prix du Disque ausgezeichnet).

Sie veröffentlichte etliche eigene Jazz-Alben auf ihrem mit Michael Mantler gegründeten eigenen Label WATT, dessen Platten via ECM vertrieben werden. Ihre besonders in den 1970/80er Jahren aktive Carla Bley Band spielt originellen konzertanten Big-Band-Jazz, durchaus in der zeitgenössisch reflektierten Nachfolge von Duke Ellington und Gil Evans. Mit einem Teil dieser Band spielte sie auch das Album Nick Mason’s Fictitious Sports mit eigenen Kompositionen ein. 2016 führte sie mit der NDR-Bigband und einem Knabenchor ihre Jazzoper La Leçon Française auf.[3]

Als Arrangeurin wirkte sie seit 1969 maßgeblich an Charlie Hadens Liberation Music Orchestra mit, das 2005 mit Not In Our Name wieder ein als Protest gegen die US-amerikanische Politik konzipiertes Album herausbrachte. (Nach Hadens Tod leitet sie auch dieses Ensemble.)

Eine interessante Charakterisierung ihrer Musik erschien anlässlich ihres 70. Geburtstages in der FAZ:

„Carla Bley ist das monströseste Chamäleon, das der Jazz kennt. Und eine gigantische Irritation. Für bare Münze kann man nichts nehmen, was sie sagt, tut, spielt oder kompositorisch zusammenfügt. […] Man muss schon mitdenken mit der unorthodoxen Tochter eines Kirchenmusikers aus Oakland, muss ihrer Ironie standhalten und wie sie Konventionen bricht, indem sie scheinbar adaptiert, darf schließlich die Musik nicht als reines Glasperlenspiel begreifen, um ihr das Wasser zu reichen und möglicherweise von ihr erleuchtet zu werden.“

Wolfgang Sandner: Die Muse mit dem Hexengebräu. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung Nr. 109 vom 10. Mai 2008, S. 40

Diskographie (Auswahl)

  • 1971 Escalator over the Hill (Carla Bley und Paul Haines)
  • 1974 Tropic Appetites (Carla Bley)
  • 1977 Dinner Music (Carla Bley)
  • 1978 European Tour 1977 (Carla Bley Band)
  • 1979 Musique Mecanique (Carla Bley Band)
  • 1981 Fictitious Sports (Nick Mason, aufgenommen 1979)
  • 1981 Social Studies (Carla Bley Band)
  • 1982 Live! (Carla Bley Band)
  • 1984 I Hate to Sing (Carla Bley Band)
  • 1984 Heavy Heart (Carla Bley)
  • 1985 Night-Glo (Carla Bley)
  • 1987 Sextet (Carla Bley)
  • 1988 Duets (Carla Bley und Steve Swallow)
  • 1989 Fleur Carnivore (Carla Bley)
  • 1990 Orchestra Jazz Siciliana Plays the Music of Carla Bley (aufgenommen 1989, geleitet von Carla Bley)
  • 1991 The Very Big Carla Bley Band (Carla Bley Band)
  • 1992 Go Together (Carla Bley und Steve Swallow)
  • 1993 Big Band Theory (Carla Bley)
  • 1994 Songs With Legs (Carla Bley)
  • 1996 …Goes To Church (Carla Bley Big Band)
  • 1998 Fancy Chamber Music (Carla Bley)
  • 1999 Are We There Yet? (Carla Bley and Steve Swallow)
  • 2000 4x4 (Carla Bley)
  • 2003 Looking for America (Carla Bley Big Band), Bestenliste beim Preis der deutschen Schallplattenkritik 2003\3
  • 2004 The Lost Chords (Carla Bley), ausgezeichnet mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik 2004\3
  • 2007 The Lost Chords Find Paolo Fresu (mit Paolo Fresu, Andy Sheppard, Steve Swallow, Billy Drummond)
  • 2008 Appearing Nightly (Carla Bley & her Remarkable Big Band)
  • 2009 Carla’s Christmas Carols (Carla Bley, Steve Swallow, The Partyka Brass Quintett)
  • 2013 Trios (Carla Bley, Steve Swallow, Andy Sheppard, ECM)
  • 2016 Andando el Tiempo (mit Steve Swallow, Andy Sheppard, ECM)
  • 2020 Life Goes On (mit Andy Sheppard, Steve Swallow, ECM), ausgezeichnet mit dem Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik für 2020 und einem Deutschen Jazzpreis.[4]

Filmmusiken

DVD-Video

  • 1983/2003 Live in Montreal
  • 1988/2001 Famous Jazz Duets: Chick Corea & Gary Burton, Carla Bley & Steve Swallow – Live in Concert

Literatur

  • Konrad Heidkamp; Sophisticated Ladies, Rowohlt 2003 (mit Kapitel Carla Bley – Femme musicale)

Weblinks

Commons: Carla Bley – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen

  1. 1938 nach Reclams Jazzführer 1989 und Kunzlers Jazzlexikon 2002; im JazzThing-Podcast gibt Carla Bley selbst – anders als in den Jazz-Lexika – 1936 als Geburtsjahr an und begründet die Verwirrung (1936 oder 1938)
  2. Bley, Carla (Lovella May Borg) (Memento vom 2. März 2015 im Internet Archive) in der Encyclopedia of Jazz Musicians.
  3. Happy Birthday, Carla Bley!
  4. Deutscher Jazzpreis. Initiative Musik, abgerufen am 4. Juni 2021.

Veröffentlichungen von Paul Haines die im OTRS erhältlich sind/waren:

Escalator Over The Hill

Paul Haines auf Wikipedia (oder andere Quellen):

Paul Haines (* 1933[1] in , Michigan; † 21. Januar 2003 in in Ontario, Kanada) war ein amerikanisch-kanadischer Dichter und Filmemacher, bekannt für seine Zusammenarbeit mit Jazzmusikern.

Leben

Haines wurde in den USA geboren und war während des Koreakrieges in Deutschland stationiert. Danach wohnte er in Paris, New York, New Mexico und Neu-Delhi, bevor er sich in Kanada niederließ. Bekannt wurde er durch sein Libretto für das Free Jazz/Avantgarde-Meisterwerk Escalator over the Hill – A Chronotransduction (JCOA, ECM, 1971) mit Musik von Carla Bley (das in einem Hotel in Indien spielt, wohin Haines um diese Zeit zog). Bei der ersten Live-Aufführung des Stücks durch Carla Bley 1997 auf der MusikTriennale Köln und der anschließenden Europa-Tour war Haines als Erzähler dabei. Mit ihr arbeitete er auch auf Tropic Appetites (1974) und auf seinem Video Third World Two (1981) zusammen. Kip Hanrahan ließ seine Gedichte von einer ganzen Gruppe von Musikern in Darn It! (American Clavé Records, u. a. Jack Bruce, Evan Parker, Derek Bailey, John Tchicai, Alex Chilton, Don Pullen, Carla Bley, Paul Bley, 1986–1993) vertonen. 1993 setzte die Band Curlew (zu der damals Tom Cora und Amy Denio gehörten) auf A Beautiful Western Saddle (Cuneiform) ebenfalls Gedichte von ihm musikalisch um. Weitere Vertonungen seiner Lyrik finden sich auf George Cartwrights Album The Memphis Years. Haines schrieb auch Jazzkritiken und Liner Notes.

Haines Gedichte sind dadaistisch-surreal. Von ihm erschienen die Gedichtbände Third World Two (1981) und posthum 2007 Secret Carnival Workers (Coach House Books).

Seine Tochter Emily Haines (* 1974 in Neu-Delhi) ist eine kanadische Singer-Songwriterin; seine Tochter Avery Haines (* 1966 in New Mexico) ist eine kanadische Fernsehjournalistin.

Weblinks

Anmerkungen

  1. Nach Angaben seines Verlages Coach House Books 1932

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