David Helbock am Klavier während eines Open-Air Konzertes am Old Town's Square in Warschau, Polen, 16. Juli 2016.

David Helbock (* 28. Jänner 1984 in Koblach, Vorarlberg) ist ein österreichischer Jazzmusiker, Pianist und Komponist.

Leben und Wirken

Helbock begann im Alter von sechs Jahren Klavier zu spielen. Nach einigen Jahren Unterricht an der Musikschule Feldkirch bei Nora Calvo Smith und am Jazzseminar Dornbirn bei Paul Winter, wechselte er 1998 ans Musikgymnasium Feldkirch. Während der Schulzeit begann er bei Ferenc Bognar am Vorarlberger Landeskonservatorium Klavier zu studieren, wo er 2005 sein klassisches Konzertfach-Diplom mit Auszeichnung abschloss.

Seit 2000 nahm Helbock zusätzlich Unterricht beim New Yorker Jazzpianisten Peter Madsen, mit dem er auch in der Band Mistura und in dessen Ensemble CIA (Collective of Improvising Artists) zusammenspielte.

Helbock ist seit Beginn seiner Musikerlaufbahn außerdem als Komponist aktiv. Neben Auftragskompositionen für z. B. Streichorchester, Kammermusik, Chöre oder Big Bands zählt unter anderem ein großes „Jahreskompositionsprojekt“ zu seinen Werken, bei dem Helbock ein Jahr lang jeden Tag ein neues Stück geschrieben hat – 2010 ist dieses Werk als My Personal Realbook mit über 600 Seiten Musik erschienen.

2006 veröffentlichte er mit dem Helbock-Dietrich-Vogel Trio (kurz HDV Trio) die CD Celebrating Modern Genius auf dem Jazzlabel Double Moon Records in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift Jazzthing (Jazzthing Next Generation). In seinem Trio Random/Control mit Blechbläser Johannes Bär und Holzbläser Andreas Broger stehen „drei Irrwische der multiplen Überraschungen“ auf der Bühne.[1] Die drei Multiinstrumentalisten aus Vorarlberg waren im Rahmen des „European Jazz Meeting“ bei Jazzahead[2] 2015 präsent und spielten auf Festivals weltweit von Kanada bis Indonesien. Mit seinem Trio mit den Wiener Musikern Raphael Preuschl an der Bassukulele und Herbert Pirker bzw. (seit 2016) Reinhold Schmölzer am Schlagzeug tourte Helbock durch die ganze Welt und spielte auf Jazzfestivals auf allen Kontinenten.

2012 veröffentlichte Helbock mit Purple ein Album, auf dem er ausschließlich Songs von Prince covert, wie beispielsweise 1999, Alphabet St., Kiss und Purple Rain. Im Jahr 2014 trat Helbock als Solist auf Michael Mantlers CD The Jazzcomposers Orchestra – Update in Erscheinung, die bei ECM Records veröffentlicht wurde[3] und er ist auch auf Mantlers Album Comment c’est (2017) zu hören.

Helbocks Alben als Leader wurden von 2010 bis Aural Colors (2015) bei Traumton Records veröffentlicht. Seit Mitte 2016 ist Helbock Exclusivkünstler beim Münchner Plattenlabel ACT Music. Bis heute hat Helbock vier Alben auf ACT veröffentlicht – "Into the Mystic" (2016 mit dem David Helbock Trio), "Tour d´Horizon" (2018 mit David Helbock´s Random/Control), "Playing John Williams" (2019 – Solopiano) und "The New Cool" (2021 – mit Arne Jansen & Sebastian Studnitzky)

Preise und Auszeichnungen

David Helbock im Jazzclub Unterfahrt (München 2012)

Diskografische Hinweise

  • 2003: Emotions (Solopiano)
  • 2004: Transformation (David Helbock Trio)
  • 2006: Celebrating Modern Genius (HDV Trio)
  • 2007: Time (Solopiano)
  • 2008: Suite of Philosophical Sounds – SUN RA (mit Peter Madsens CIA)
  • 2008: All In (HDV Trio)
  • 2010: Random/Control
  • 2011: Diagonal (Frick/Helbock Duo)
  • 2012: Purple (Solopiano)
  • 2014: Think of Two (Random/Control)
  • 2014: What´s next? I don´t know! (Raab/Helbock Duo)
  • 2015: Aural Colors (David Helbock Trio)
  • 2015: Mistura (David Helbock/Peter Madsen Quartett)
  • 2016: Into the Mystic (David Helbock Trio)
  • 2018: Tour d´Horizon (Random/Control)
  • 2019: Playing John Williams (Solopiano)
  • 2021: The New Cool (David Helbock/Sebastian Studnitzky/Arne Jansen)

Weblinks

Commons: David Helbock – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Jazztime Playlist Mittwoch, 7. Oktober 2009 (Memento vom 8. Oktober 2009 im Internet Archive), 16. September 2011, BR-Klassik
  2. David Helbock Random/Control, Jazzahead 2015, abgerufen 25. April 2015
  3. Michael Mantler. ecmreviews. Abgerufen am 11. Juni 2015.