Def Leppard ¦ Songs From The Sparkle Lounge

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LP (Album)

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GTIN: 0602508180064 Artist: Genres & Stile: , , , ,

Zusätzliche Information

Format

Inhalt

Release

Veröffentlichung Songs From The Sparkle Lounge:

2008

Hörbeispiel(e) Songs From The Sparkle Lounge:





Songs From The Sparkle Lounge auf Wikipedia (oder andere Quellen):

Songs from the Sparkle Lounge
Studioalbum von Def Leppard

Veröffent-
lichung(en)

25. April 2008 (EU)
29. April 2008 (USA)

Aufnahme

2008

Label(s)Universal

Format(e)

CD

Genre(s)

Hard Rock

Titel (Anzahl)

11

Länge

39:16

Besetzung

Produktion

Def Leppard,

Studio(s)

  • Joe’s Garage, Dublin (Irland)
  • Campbell Manor
  • Phil’s Sweat Shop
Chronologie
Yeah! (2006)Songs from the Sparkle LoungeMirror Ball: Live & More!
(2011)

Songs from the Sparkle Lounge (engl. für: „Lieder aus dem funkelnden Wohnzimmer“) ist das zehnte Studioalbum der britischen Hard-Rock-Band Def Leppard. Es ist das erste Album mit bandeigenen Kompositionen seit X, das 2002 erschienen war.

Hintergrund

Def Leppard hatte 2006 mit Yeah! ein Studioalbum veröffentlicht, das ausschließlich Coverversionen von Liedern anderer Interpreten, vornehmlich solchen, von denen die Mitglieder von Def Leppard musikalisch beeinflusst wurden, enthielt. Das Album erreichte Platz 16 in Großbritannien, Platz 52 in den USA sowie Platz 73 in den deutschen Charts.

Für Songs from the Sparkle Lounge beschritt die Gruppe einen für sie neuen Weg: Auf der Tournee im Jahr 2007 richtete die im Backstage-Bereich am jeweiligen Auftrittsort einen Raum ein, der mit funkelnden Lichtern Räucherstäbchen, Kerzen und Aufnahmegeräten ausgestattet war und von der Band wegen der funkelnden Lichter „Sparkle Lounge“ genannt wurde.[1] Dort trafen sich die Gruppenmitglieder, um an neuen Songs zu arbeiten. Die Musiker hatten bis dahin noch nie neues Material während einer Tournee geschrieben.

Der Country-Sänger Tim McGraw nahm für das Album ein Duett mit Joe Elliott auf, das den Titel Nine Lives bekam und als erste Single veröffentlicht wurde. Der Kontakt zu McGraw kam durch seinen Tourmanager Robert Savage, den Bruder des Def Leppard-Bassisten Rick Savage, zustande.[1] McGraw ist ein Fan von Def Leppard und hatte in der Vergangenheit bereits mit der Band in Los Angeles auf der Bühne gestanden und den Titel Pour Some Sugar on Me mit der Gruppe gesungen. Beim Konzert in Nashville 2007 kam McGraw zum Soundcheck und arbeitete anschließend in der „Sparkle Lounge“ mit der Band an Nine Lives.[1] Zu diesem Titel sowie für die zweite Single, C’mon C’mon wurde auch je ein Videoclip gedreht.

Das Cover zeigt den Blick von einer Theaterbühne in den gefüllten Zuschauerraum. Die Zuschauer sind Bilder von bekannten Personen oder Kulturgütern, wie der Freiheitsstatue oder der Mona Lisa, außerdem werden viele aktuelle und alte Fotos der Bandmitglieder sowie der Gruppe nahestehenden Personen gezeigt. Weiterhin ist ein Dummy im Zuschauerraum zu sehen, außerdem ein über den übrigen Zuschauern schwebender Astronaut.

Das Album erschien in zwei Versionen: als einfaches CD-Album sowie als Deluxe-Edition in Buchform mit zusätzlicher DVD. Die DVD enthält einen Blick hinter die Kulissen mit Aufnahmen aus dem Studio, einen Audiokommentar sowie das Musikvideo zu Nine Lives. Die in Japan veröffentlichte CD enthielt das Lied Love in einer Pianoversion als Bonustrack.

Titelliste

  1. Go (Phil Collen, Joe Elliott) – 3:21
  2. Nine Lives (Phil Collen, Rick Savage, Joe Elliott, Tim McGraw) – 3:32
  3. C'mon C'mon (Rick Savage) – 4:09
  4. Love (Rick Savage) – 4:18
  5. Tomorrow (Phil Collen) – 3:35
  6. Cruise Control (Vivian Campbell) – 3:04
  7. Hallucinate (Phil Collen) – 3:17
  8. Only the Good Die Young (Phil Campbell) – 3:34
  9. Bad Actress (Joe Elliott) – 3:04
  10. Come Undone (Joe Elliott) – 3:33
  11. Gotta Let It Go (Vivian Campbell) – 3:55

Rezeption

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[2]
Songs from the Sparkle Lounge
 US517.05.2008(8 Wo.)
 UK1617.05.2008(3 Wo.)
 DE4317.05.2008(1 Wo.)

Die Website whiskey-soda.de urteilte zum Album:

„Leider zündet "Songs from the Sparkle Lounge" auch beim dritten Hören nicht richtig. Vergleicht man den Longplayer mit "X", dann kann man tatsächlich sagen, dass Def Leppard wieder richtig rocken. Eine ansatzweise Rückkehr zum alten Arena-Rock ist da. Aber da wäre mehr drin gewesen. Immerhin verbucht der Fünfer aus Sheffield ein weiteres Poprock-Album, dass man wunderbar durchlaufen lassen kann, bei dem man auch gern mal mitwippt. Aber Hymnen im Stile der Klassiker "Pour Some Sugar on Me", "Foolin’" oder "Animal" sind weiterhin rar gesät. "Songs from the Sparkle Lounge" ist daher nur ein Schritt in die richtige Richtung.“

Review[3]

In eine ähnliche Kerbe schlug die Rezensentin Jenny Rönnebeck in ihrer Review im Magazin Rock Hard:

„"Songs from the Sparkle Lounge" klingt allerdings erfreulich rockig und hat glücklicherweise keine extreme Seventies-Schlagseite, wie nach dem Coveralbum Yeah zu befürchten war. Mit den ersten drei Tracks ist den Briten ein grandioser Mix aus alten (Nine Lives) und neuen (Go, C’mon C’mon) Leppard geglückt, bevor die von männlichen Wesen kollektiv verachtete und für die Briten in der Tat etwas schwächere, Queen-artige Bombast-Ballade Love erst mal Tempo rausnimmt. Mit dem Leppard-typischen Gute-Laune-Rocker Tomorrow, dem hitverdächtigen Hallucinate, dem poppigen Only the Good Die Young, dem fetzigen Bad Actress und dem Bon-Jovi-mäßigen Gotta Let It Go zeigen Sänger Joe Elliott und seine Kollegen dann, dass sie nach etlichen Jahren endlich wieder Lust auf fette Riffs, laute Gitarren und Flitzefinger-Soli haben, die zwar in den Augen von Nostalgikern immer noch nicht ganz an die Qualität der Weltklasse-Alben aus den 80ern rankommen, aber trotzdem einen festen Platz im CD-Schacht aller Hardrock-Fans verdient haben.“

Jenny Rönnebeck: Review[4]

Gastmusiker

Weblinks

Commons: Def Leppard – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b c Bastelstunde im blauen Salon; Interview mit Joe Elliott. In: ROCKS – das Magazin für Classic Rock, Heft 4/2008, Seite 43
  2. Charts DE Charts UK Charts US
  3. whiskey-soda.de (Memento des Originals vom 8. Februar 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2
  4. Rock Hard, Heft 253 (2008)


Artist(s)

Veröffentlichungen von Def Leppard die im OTRS erhältlich sind/waren:

High ‘n’ Dry ¦ Hysteria Live ¦ Hysteria At The O2 ¦ Songs From The Sparkle Lounge

Def Leppard auf Wikipedia (oder andere Quellen):

Def Leppard
Defleppard-logo.svg

Def Leppard live (2007)
Def Leppard live (2007)
Allgemeine Informationen
HerkunftSheffield, England
Genre(s)Hard Rock, Glam Metal
Gründung1977
Websitewww.defleppard.com
Aktuelle Besetzung
Joe Elliott (seit 1977)
Phil Collen (seit 1982)
Vivian Campbell (seit 1992)
Rick Savage (seit 1977)
Rick Allen (seit 1978)
Ehemalige Mitglieder
Gitarre
Pete Willis (1977–1982)
Leadgitarre
Steve Clark (1978–1991, † 8. Januar 1991)
Schlagzeug
Tony Kenning (1977–1978)
Schlagzeug
Frank Noon (1978)
Schlagzeug
Jeff Rich (1986, Aushilfsdrummer bei einigen Konzerten)
Live-Unterstützung
Gitarre
Steve Brown (2014, seit 2015)

Def Leppard ist eine britische Hard-Rock-Band, die zwischen 1983 und 1992 ihre größten Erfolge feierte. Ihr erfolgreichstes Album ist das im Sommer 1987 erschienene vierte Studiowerk Hysteria.

Geschichte

1977–1982: Die Anfangsjahre

Def Leppard starteten 1977 als Schülerband unter dem Namen „Atomic Mass“ im englischen Sheffield. Gegründet wurde die Band von Gitarrist Pete Willis, Bassist Rick Savage und Schlagzeuger Tony Kenning. Sänger Joe Elliott brachte mit seinem Einstieg gleich einen neuen Namen mit: „Def Leppard“ (von „Deaf Leopard“). Die Band gab ihr erstes Konzert vor einigen Freunden im Dezember 1977 und spielte ein Set, das vornehmlich aus Coverversionen von Bands wie Thin Lizzy oder David Bowie sowie der Eigenkomposition Misty Dreamer bestand. Im Januar 1978 nahm die Band als zweiten Gitarristen Steve Clark in ihre Reihen auf. Das offizielle Livedebüt von Def Leppard folgte am 18. Juli 1978 in der Westfield School in Sheffield und bereits im November 1978 nahmen Def Leppard ihre erste Single auf. Kenning verließ die Band, nachdem ihn seine Freundin vor die Entscheidung gestellt hatte – „ich oder die Band“ – und wurde kurz darauf trotzdem von ihr verlassen. Neuer Drummer wurde Frank Noon. Noon blieb für sieben Konzerte bei der Gruppe und wurde danach von Rick Allen ersetzt. Die Aufnahmen für die EP Getcha Rocks Off kosteten die Band 148,50 £ bei einer Auflage von 1000 Stück. Die Erstauflage war schnell vergriffen, weswegen die EP auf dem von der Band gegründeten Label Bludgeon neu aufgelegt wurde.

Unterstützt vom Musikmagazin Sounds riss die Nachfrage nicht ab. Eine erneute Neuauflage mit 24.000 verkauften Schallplatten erreichte Platz 84 der erweiterten englischen Charts. Mitte 1979 unterschrieb Def Leppard bei Phonogram und tourte bereits im Herbst als Vorband von Sammy Hagar durch England. Eine neue Single namens Wasted folgte, bevor die Band als Support von AC/DC auf ihre Highway-to-Hell-Tour aufsprang. Auf dieser Tour lernten sie den AC/DC-Manager Peter Mensch kennen, der fortan auch für die Belange von Def Leppard zuständig war. Nach der Veröffentlichung des Debütalbums On Through the Night im Jahr 1980 tourte die Band ab Mai intensiv durch die Vereinigten Staaten als Vorband für Bands wie Judas Priest, AC/DC, Ted Nugent oder Pat Travers.

Obwohl Def Leppard erst am Anfang ihrer Karriere standen, wurden in England bereits Stimmen laut, die ihnen wegen dieser Tourneen den Ausverkauf an den amerikanischen Markt vorwarfen. Während ihres Auftritts am Reading Festival wurden sie mit Flaschen beworfen. Für das zweite Album wählten sie Robert John Lange als Produzenten. Das Album High N' Dry erschien am 11. Juli 1981. Weitere Tourneen durch Amerika im Vorprogramm von Rainbow, Ozzy Osbourne und Blackfoot festigten den Status der Band in den Staaten. Der frisch aufkommende Musiksender MTV nahm ihren Song Bringin' on the Heartbreak in die Heavy Rotation auf, was wiederum das Album in die Charts brachte. Auch für das dritte Album engagierten Def Leppard John Lange als Produzenten. Während der Aufnahmen trennten sie sich von Gitarrist Pete Willis. Er wurde während der Aufnahmen wegen seines übermäßigen Alkoholkonsums aus der Band geworfen und durch Phil Collen, im Juli 1982, ersetzt. Mit der Veröffentlichung von Pyromania erreichte die Band, weltweit gesehen, den großen Durchbruch.

1983–1993: Der Durchbruch und weltweite Erfolg

Phil Collen gab sein Livedebüt im Februar 1983 im Londoner Marquee Club. England schien der Band ihr Engagement in Amerika immer noch übel zu nehmen, die Hallen waren teilweise nur halb voll. In den USA war das Bild hingegen komplett anders. Die Tour begann die Band als Support für Billy Squier, doch bereits ab März spielten sie als Headliner mit Bands wie Krokus, John Butcher Axis, Gary Moore und Uriah Heep im Vorprogramm. Pyromania erreichte in den amerikanischen Charts Platz 2, ihre Tour war die zweiterfolgreichste des Jahres – nach Michael Jackson. Das Album blieb 92 Wochen in den Charts und verkaufte sich durchschnittlich bis zu 100.000 Mal pro Woche. Am Ende des Jahres hatten Def Leppard neun Millionen Schallplatten verkauft. Die Welttour endete im Februar 1984 in Bangkok und die Band ging umgehend wieder mit Mutt Lange ins Studio. Die resultierenden Aufnahmen fielen aber weder zur Zufriedenheit der Band noch des Produzenten aus und so war die Gruppe gezwungen von vorne zu beginnen.

Im Dezember 1984 ereilte die Band ein schwerer Schicksalsschlag. Drummer Rick Allen musste nach einem Autounfall auf dem Weg zu einer Silvesterparty, als seine Chevrolet Corvette in einer scharfen Kurve von der Straße abkam und durch eine Steinmauer prallte, der linke Arm amputiert werden. Trotzdem trennte sich die Band nicht von ihm. Für Allen wurde ein spezielles, elektronisches Drumkit entwickelt, das er mit einem Arm und beiden Beinen bedienen kann. An der Entwicklung war unter anderem die US-amerikanische Raumfahrtbehörde NASA beteiligt. Allen musste seine Schlagzeugtechnik zwar komplett neu erlernen, doch er war damit wieder in der Lage zu trommeln. Für einige Livekonzerte im Jahr 1986 wurde mit Status-Quo-Drummer Jeff Rich eine Aushilfe für Allen engagiert, doch schon nach kurzer Zeit saß Allen wieder am Schlagzeug, so u. a. bei ihrem Auftritt beim legendären Monsters-of-Rock-Festival im Donington Park.

1987 veröffentlichten Def Leppard ihr viertes Longplayer Album unter dem Titel Hysteria und zahlreichen Singles. Die erste Single Women verkaufte sich zunächst nur schleppend. Der Erfolg wurde dafür später umso überwältigender. Das Album schaffte es nach 49 Wochen schließlich auf Platz 1 der US-amerikanischen Charts und stieg infolgedessen weltweit wieder in die Hitparaden ein. In Kanada, Australien, Neuseeland und schließlich auch in ihrem Heimatland England erreichte die Band ebenfalls die Spitze der Charts, in Australien ziemlich genau zwei Jahre nach Erstveröffentlichung. Die Single Armageddon It erreichte in den USA Platz 3, Pour Some Sugar on Me Platz 2 und die Ballade Love Bites sogar Platz 1. Am Ende verkauften Def Leppard bis 2016 fast 25 Millionen Alben.[1] Die zu Hysteria gehörende Tour sorgte für Aufsehen, weil die Bühne nicht wie gewohnt an einem Ende des Stadions oder der Halle stand, sondern mittendrin. Auch die Headlinertour in Deutschland war weitestgehend ausverkauft. Im Vorprogramm spielte Michael Schenker mit seiner Band MSG, die damals aufgrund des Sängers in Schenkers Band, Robin McAuley, „McAuley Schenker Group“ und nicht wie gewohnt „Michael Schenker Group“ hieß. In Denver (Colorado) nahm die Band ihr Livevideo In the Round in Your Face auf.

Das Schicksal schlug während der Aufnahmen zum nächsten Album Adrenalize am 8. Januar 1991 erneut zu, als Gitarrist Steve Clark an einer Überdosis aus Alkohol, Antidepressiva und Schmerzmitteln starb.[2] Die Band stellte das Album als Quartett fertig, es erschien im März 1992 und stieg in den USA sofort auf Platz 1 der Charts ein. Im Nu verkaufte die Band über sechs Millionen Einheiten. Auch in England, Neuseeland, Kanada, Australien und der Schweiz wurde das Album die Nummer 1.

Mit einem Nachfolger für Clark ließ sich die Band unterdessen Zeit. Während die Presse über John Sykes (Thin Lizzy, Whitesnake) und Phil Collens ehemaligen Girl-Bandkollegen Gerry Laffy spekulierte, fassten Def Leppard zwei andere Kandidaten ins Auge. Zum einen war das Robin George (Magnum), zum anderen Ex-Dio-Gitarrist Vivian Campbell. Letzterer wurde Mitte April als neues Bandmitglied vorgestellt und tourte mit der Band die anschließenden 15 Monate durch die Welt. Den ersten großen Auftritt im neuen Line-up mit Campbell hatte die Band am 20. April 1992 beim Freddie Mercury Tribute Concert im Londoner Wembley-Stadion.

Ihr Beitrag zum Soundtrack des Arnold-Schwarzenegger-Films Last Action Hero bescherte der Band einen weiteren Hit. Two Steps Behind verfehlte in den USA nur knapp die Top Ten. 1993 schoben Def Leppard ein Album mit dem Titel Retro Active nach, das aus Raritäten und B-Seiten, wie etwa der Singleauskoppelung Action, einer Cover-Version eines Sweet-Songs, besteht.

1994–2006: Die mageren Jahre

Während viele 1980er-Jahre-Rockbands bereits in der ersten Hälfte der 1990er-Jahre von der Grunge-Welle weggespült wurden, traf es Def Leppard erst 1996 mit dem Album Slang. Die zeitgemäße Ausrichtung und ein partieller Imagewechsel vermochte keine neuen Fans zu gewinnen, sondern vergraulten vielmehr alte Anhänger. Die Chartplatzierungen konnten sich weltweit im Vergleich zu anderen Bands ähnlicher musikalischer Ausrichtung trotzdem noch sehen lassen. Die Verkäufe bleiben aber weit hinter denen der „goldenen Jahre“ der Band zurück.

Das 1999er Album Euphoria markierte dann eine Rückkehr zu alten Tugenden. So erinnerte nicht nur der Titel an die 1980er Jahre, sondern auch das Coverartwork wurde wieder von Andie Airfix entworfen. Ex-Formel-1-Rennfahrer und Hobbygitarrist Damon Hill ist als Gast auf dem Album zu hören. Er spielt ein Gitarrensolo auf dem Song Demolition Man. 2002 erschien das Album X. Aufgrund seiner softeren Ausrichtung spaltete X die Fangemeinde und so wurden auf der Tour nur maximal zwei Songs der Platte gespielt.

Im Jahr 2006 veröffentlichten Def Leppard ein Album mit dem Titel Yeah!, das ausschließlich aus Coverversionen von Bands wie Thin Lizzy, The Kinks, Roxy Music oder Electric Light Orchestra besteht. Am 16. Oktober desselben Jahres erschien eine Deluxe Edition des Hysteria-Erfolgsalbums, auf der sich neben den regulären Albumtracks einige Single-B-Seiten sowie auf einer zweiten CD Liveaufnahmen und Remixe befinden.

Seit 2006: Def Leppard heute

Def Leppard touren auch heute noch als erfolgreiche Rockband um die Welt und können sich auf eine treue Fangemeinde verlassen. Ihre US-Tour 2005 führte sie zusammen mit Co-Headliner Bryan Adams durch die Stadien Amerikas und Kanadas, die 2006er Tour bestritten sie gemeinsam mit Journey. Ihre aktuellen Alben erreichen regelmäßig gute Chartplatzierungen. Am 17. Juni 2011 veröffentlichte die Gruppe ihr erstes Livealbum, das den Titel Mirror Ball trägt und zusätzlich drei neue Studioaufnahmen enthält.

Im Sommer 2012 kündigten Def Leppard an, einige ihrer älteren Stücke wieder neu aufzunehmen und direkt zu veröffentlichen. Vorausgegangen war ein Streit der Band mit Universal Music über die Nutzungsrechte der älteren Werke, besonders für digitale Angebote, der zu keiner Einigung führte. Eine Regel im Urheberrecht sieht vor, dass neue Versionen eigener Lieder auch dann erlaubt sind, wenn die Nutzungs- und Verwertungsrechte bei Dritten liegen. Nach Angaben von Nielsen SoundScan wurde die Neuaufnahme von Pour Some Sugar On Me bereits 21.000-mal kostenpflichtig heruntergeladen, die von Rock of Ages über 5.000-mal.[3]

Seit 2014 wird Vivian Campbell des Öfteren von Steve Brown (Trixter) vertreten, da er 2013 an Krebs erkrankt war und dieser 2015 erneut zurückkam.[4]

Am 30. Oktober 2015 erschien das 11. Studioalbum der Band mit dem Titel Def Leppard. Die erste Single Let’s Go erschien bereits am 15. September 2015.

Im März 2019 wurde Def Leppard in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Die Laudatio hielt Brian May (Queen).

Bei zahlreichen Alben arbeitete man mit dem irischen Toningenieur Ger McDonnell zusammen.

Diskografie

Studioalben

JahrTitelHöchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[5]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DEAT ATCH CHUK UKUS US
1980On Through the NightUK15
(8 Wo.)UK
US51
Platin
Platin

(51 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 14. März 1980
Verkäufe: + 1.100.000
1981High N’ DryUK26
(7 Wo.)UK
US38
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(124 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 11. Juni 1981
Verkäufe: + 2.100.000
1983PyromaniaUK18
Silber
Silber

(8 Wo.)UK
US2
Diamant
Diamant

(123 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 20. Januar 1983
Verkäufe: + 10.860.000
1987HysteriaDE10
(19 Wo.)DE
AT71
(1 Wo.)AT
CH2
Platin
Platin

(17 Wo.)CH
UK1
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(108 Wo.)UK
US1
Diamant + Doppelplatin
Diamant + Doppelplatin
×2
Diamant + Doppelplatin

(136 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 3. August 1987
Verkäufe: + 20.000.000[6]
1992AdrenalizeDE8
(32 Wo.)DE
AT11
(20 Wo.)AT
CH1
Platin
Platin

(26 Wo.)CH
UK1
Gold
Gold

(30 Wo.)UK
US1
Dreifachplatin
×3
Dreifachplatin

(65 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 31. März 1992
Verkäufe: + 4.000.000
1996SlangDE34
(11 Wo.)DE
AT38
(7 Wo.)AT
CH19
(10 Wo.)CH
UK5
Gold
Gold

(11 Wo.)UK
US14
Gold
Gold

(12 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 14. Mai 1996
Verkäufe: + 700.000
1999EuphoriaDE14
(9 Wo.)DE
AT48
(2 Wo.)AT
CH14
(5 Wo.)CH
UK11
(7 Wo.)UK
US11
Gold
Gold

(16 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 8. Juni 1999
Verkäufe: + 650.000
2002XDE19
(5 Wo.)DE
AT35
(3 Wo.)AT
CH9
(9 Wo.)CH
UK14
(4 Wo.)UK
US11
(8 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 30. Juli 2002
2006Yeah!DE73
(1 Wo.)DE
CH57
(3 Wo.)CH
UK52
(1 Wo.)UK
US16
(10 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 23. Mai 2006
2008Songs from the Sparkle LoungeDE43
(2 Wo.)DE
CH29
(3 Wo.)CH
UK10
(3 Wo.)UK
US5
(7 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 25. April 2008
2015Def LeppardDE10
(3 Wo.)DE
AT18
(2 Wo.)AT
CH2
(5 Wo.)CH
UK11
(5 Wo.)UK
US10
(4 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 30. Oktober 2015

grau schraffiert: keine Chartdaten aus diesem Jahr verfügbar

Literatur

  • Ross Halfin: Def Leppard – Die definitive Geschichte in Bildern. Hannibal Verlag, Höfen 2011, ISBN 978-3-85445-348-2 (Originalausgabe: Def Leppard).
  • Geoff Dyer: Def Leppard and the Anthropology of Supermodernity. In: Geoff Dyer: Otherwise Known as the Human Condition: Selected Essays and Reviews. Graywolf Press, Minneapolis 2011, ISBN 978-1-55597-579-1.

Quellen

  1. Rocks – Das Magazin für Classic Rock, Heft 06/2016, Seite 28
  2. The tombstone tourist: musicians Von Scott Stanton, S. 303
  3. Billboard.com: Def Leppard Recording 'Forgeries' of Old Hits To Spite Label, http://www.billboard.com/news/def-leppard-recording-forgeries-of-old-hits-1007484752.story#/news/def-leppard-recording-forgeries-of-old-hits-1007484752.story, aufgerufen am 9. Juli 2012
  4. http://www.blabbermouth.net/news/def-leppard-feat-trixter-guitarist-steve-brown-video-footage-of-u-s-tour-kick-off/
  5. Chartquellen: DE AT CH UK US
  6. Def Leppard setting off 'Hysteria' with Las Vegas run. In: USA Today. 12. November 2012, abgerufen am 11. Dezember 2018 (englisch).

Weblinks

Commons: Def Leppard – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


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