Freddie Hubbard ¦ Breaking Point

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LP (Album, Gatefold)

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Veröffentlichung Breaking Point:

1964

Hörbeispiel(e) Breaking Point:

Breaking Point auf Wikipedia (oder andere Quellen):

Breaking Point ist ein Jazz-Album von Freddie Hubbard, aufgenommen am 7. Mai 1964 und im selben Jahr von Blue Note Records veröffentlicht.

Das Album

Breaking Point war Freddie Hubbards erstes Album mit einer festen „working“ Band; ein paar Monate zuvor hatte er Art Blakeys Jazz Messengers verlassen, deren Mitglied er zweieinhalb Jahre war. Zuletzt hatte er auf dessen Blue Note Album Free for All mitgewirkt. Außerdem war er zuvor an Projekten von Quincy Jones und Oliver Nelson beteiligt und hatte für Blue Note und Impulse mehrere Alben mit wechselnden Besetzungen aufgenommen. Für das Breaking Point-Album gewann er seinen langjährigen Partner, den Altsaxophonisten James Spaulding, mit dem er schon 1962 das Album Hub Tones eingespielt hatte und auf diversen Festivals aufgetreten war. Die weiteren Mitglieder von Hubbards Band waren zu jener Zeit relativ unbekannt; hinzu kamen für diese Session der Pianist Ronnie Mathews, der zuvor bei Session von Max Roach und Booker Ervin gespielt hatte, sowie der kaum bekannte Bassist Eddie Khan und der damals erst 22-jährige Schlagzeuger Joe Chambers.

Das programmatische Titelstück „Breaking Point“ hat einen spröden Calypso-Charakter; das folgende „Far Away“ reflektiert die modale Spielweise seines Kollegen Miles Davis in dessen Komposition Teo (1961). „Blue Frenzy“ ist ein Blues Waltz; der Titel wurde – wie auch die von Joe Chambers stammende Ballade "Mirrors" – außerdem in einer kürzeren Version aufgenommen und als Single veröffentlicht. Der CD sind sie als zusätzliche Takes beigefügt.

Die Musik der Freddie Hubbard Band von 1964, die musikalisch auf die aktuellen Herausforderungen durch Neuerer wie Ornette Coleman, John Coltrane oder Eric Dolphy reagierte, war – abgesehen von den ausgekoppelten Single-Takes – für den damaligen Zeitgeschmack nicht kommerziell genug, so Bob Blumenthal in seiner Rückschau 2003, um längerfristig existieren zu können. Freddie Hubbard fand kaum Auftrittsmöglichkeiten, löste die Band schließlich nach den Aufnahmen zu The Night of the Cookers (Blue Note, 1965) auf und arbeitete in der Band von Max Roach.

Rezeption des Albums

Scott Yanow, der das Album in Allmusic mit der zweithöchsten Bewertung auszeichnete, hebt in seiner Besprechung hervor, dass Hubbards Musik dieser Ära stilistisch zwischen Hardbop und der Avantgarde angesiedelt ist und die Grenzen des modernen Jazz Mainstream erweitert. „Diese erforschenden Ausflüge seien wesentlich interessanter als das, was drei Dekaden später produziert werden sollte“, so Yanow. Er habe hier auch mit seinem frühen Spiel gebrochen, das noch stark unter dem Einfluss von Clifford Brown und Lee Morgan gestanden habe und zu einem Personalstil gefunden.

Die Kritiker Richard Cook und Brian Morton, die dem Album ebenfalls die zweithöchste Bewertung verliehen, sehen in Breaking Point das am meisten (positiv) aus der Reihe fallende Blue Note-Album Hubbards und heben insbesondere die Rolle James Spauldings hervor.

Die Titel

Die Titel 1 bis 5 erschienen auf dem Blue Note Album BST 84172

  1. „Breaking Point“ 10:18 (Hubbard)
  2. „Far Away“ 10:58 (Hubbard)
  3. „Blue Frenzy“ 6:23
  4. „D Minor Mint“ 6:23 (Hubbard)
  5. „Mirrors“ 6:05 (Joe Chambers)
  6. „Blue Frenzy“ 3:15 (Single-Auskopplung – Blue Note 45-1908)
  7. „Mirrors“ 3:23 (Single-Auskopplung)

Literatur/Quellen

Weblinks

Artist(s)

Veröffentlichungen von Freddie Hubbard die im OTRS erhältlich sind/waren:

Ready For Freddie ¦ Breaking Point

Freddie Hubbard auf Wikipedia (oder andere Quellen):

Freddie Hubbard im Jahr 1976

Frederick Dewayne „Freddie“ Hubbard (* 7. April 1938 in Indianapolis, Indiana; † 29. Dezember 2008 in Sherman Oaks, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Jazz-Trompeter.

Leben und Werk

In seiner Jugend spielte Hubbard mit unterschiedlichen Musikern in Indianapolis, dazu zählten Wes Montgomery und dessen Brüder. Er studierte Musik in seiner Heimatstadt und ging danach nach New York.

Hubbards Karriere begann 1958 in New York City. Dort arbeitete er mit Ornette Coleman (auf dessen Album Free Jazz: A Collective Improvisation), John Coltrane (auf dessen Album Ascension 1965), Eric Dolphy (mit dem er 18 Monate zusammenwohnte und von dem er das „intervallische“ Spielen lernte mit Sprüngen von zwei Oktaven[1]), Slide Hampton, J. J. Johnson, Philly Joe Jones, Quincy Jones (Soundtrack zum Film The Pawnbroker von Sidney Lumet), Oliver Nelson sowie Sonny Rollins zusammen und wurde durch sein Zusammenspiel mit Art Blakey und dessen Jazz Messengers 1961 bis 1964 bekannt. Hubbard spielte bei Blue Note Records 1960 bis 1965 acht Alben als Bandleader ein, sowie achtundzwanzig als Sideman.[2] Die meisten dieser Aufnahmen gelten heute als Klassiker. 1970 etablierte ihn seine feurige, melodische Improvisation und seine phänomenale Technik als einen der führenden Trompeter seiner Zeit; allerdings brachte ihm eine Serie kommerziell orientierter Smooth-Jazz-Alben auch negative Kritiken ein.

Viele seiner Platten haben ganze Generationen von Trompetern beeinflusst. Stilistisch bewegten sich die Veröffentlichungen von Hubbard teilweise im Hard-Bop-, teilweise im Fusion-Lager. Aus chronologischer Perspektive spiegeln seine Plattenveröffentlichungen die Entwicklung des Jazz vom Hardbop über das „freie“ Spiel in den 60er-Jahren hin zum elektrischen Sound der 70er-Jahre wider.[3] Das Album The Hub Of Hubbard (MPS 1970) mit Stücken wie The Things We Did Last Summer (von Jule Styne) gilt als Meisterwerk des Jazz. Das in Villingen am 9. Dezember 1969 aufgenommene Album, produziert von Joachim Ernst Behrendt, war ein „Nebenprodukt“ der damaligen Europatournee. Seine wohl bekanntesten Werke sind die bei CTI Records erschienenen Fusion-Alben Red Clay von 1970 und das California Concert von 1971, bei dem er mitwirkte. Darüber hinaus ist das unter demselben Label erschienene Album First Light zu erwähnen, für welches er 1973 den Grammy in der Kategorie „Best Jazz Performance by a Group“ bekam. Die kongenialen Arrangements und Orchestrationen für Kammerorchester stammen aus der Feder des Arrangeurs und Komponisten Don Sebesky.

Mit Wayne Shorter, Herbie Hancock, Ron Carter und Tony Williams, den Mitgliedern des berühmten zweiten Miles Davis Quintetts, bildete er seit 1976 die Gruppe V.S.O.P., die auch in Europa auf Tournee war und mehrere Alben einspielte.

Ein Lippenriss in der Oberlippe mit anschließender Infektion (der Verdacht eines Lippenkarzinoms bestätigte sich nach einer Biopsie nicht) lähmte ab 1993 für lange Zeit sein künstlerisches Wirken. Mit dem Album „New Colors“ (2001), das er mit dem New Jazz Composers Octet um David Weiss einspielte, gelang ihm ein Comeback am Flügelhorn (das weniger Lippenspannung verlangt).

2006 erhielt Hubbard die NEA Jazz Masters Fellowship.

Freddie Hubbard starb am 29. Dezember 2008 an Herzversagen in einem Krankenhaus in Los Angeles, wo er im November des Jahres wegen eines Herzinfarktes eingeliefert worden war.

Diskografie (Auswahl)

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[4]
Breaking Point
 DE4110.06.2022(1 Wo.)
 CH6712.06.2022(1 Wo.)

Alben unter eigenem Namen

  • 1960: Open Sesame (Blue Note)
  • 1961: Goin’ Up (Blue Note)
  • 1961: Hub Cap (Blue Note)
  • 1961: Minor Mishap (Black Lion)
  • 1961: Ready for Freddie (Blue Note)
  • 1962: Hub-Tones (Blue Note) (mit Jimmy Spaulding)
  • 1962: The Artistry of Freddie Hubbard (Impulse!)
  • 1963: The Body And The Soul (Impulse)
  • 1964: Breaking Point (Blue Note)
  • 1965: Blue Spirits (Blue Note)
  • 1965: The Night Of The Cookers (Blue Note)
  • 1966: Backlash (Atlantic)
  • 1968: High Blues Pressure (Atlantic)
  • 1969: A Soul Experiment (Atlantic)
  • 1970: The Black Angel (Blue Note)
  • 1970: Red Clay (CTI) (mit Herbie Hancock, Joe Henderson)
  • 1970: Straight Life (CTI)
  • 1970: The Hub of Hubbard (MPS)- Reissue remastered 2016 bei Edel Germany
  • 1971: First Light (CTI) (mit Ron Carter, George Benson, Airto Moreira, Jack DeJohnette, Hubert Laws)
  • 1971: Sing Me a Song of Songmy (Rhino/Wea UK)
  • 1972: Sky Dive (CTI)
  • 1973: In Concert; Keep Your Soul Together (CTI)
  • 1975: Polar AC (CTI)
  • 1975: Liquid Love (CBS)
  • 1977: Bundle of Joy (Columbia)
  • 1978: Super Blue (Columbia)
  • 1979: The Love Connection (Columbia)
  • 1980: Pinnacle: Live & Unreleased from Keystone Korner (Resonance Records)
  • 1981: Outpost (Enja)
  • 1981: Keystone Bop: Sunday Night / Friday And Saturday (Prestige)
  • 1982: Ride Like the Wind (Elektra/WEA)
  • 1982: Born to Be Blue (Pablo Records. Inc.) mit Harold Land
  • 1982: Rollin’ (MPS)
  • 1983: Sweet Return (mit Lew Tabackin, Joanne Brackeen, Eddie Gomez, Roy Haynes)
  • 1985: The Freddie Hubbard / Woody Shaw Sessions (Blue Note)
  • 1988: Feel The Wind (Timeless)
  • 1989: Topsy (Enja)
  • 1990: Bolivia/Limelight (Limelight)
  • 1991: Live In Warzaw 1991 (Jazzmen)
  • 1991: Live At Fat Tuesday’s (Limelight)
  • 2001: New Colors (Hip Bop)
  • 2008: On the Real Side (Times Square)

Als Sideman

Literatur

Weblinks

Commons: Freddie Hubbard – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Hubbard beim Blind-Test in Rondo Magazin 2001
  2. Freddie Hubbard: The Blue Note Years 1960–1965 auf danmillerjazz.com
  3. Joachim-Ernst Berendt, Günther Huesmann: Das Jazzbuch. 2011, S. 322.
  4. Chartquellen: Deutschland Schweiz

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