HEIMATÆRDE
Heimatærde in der Matrix Bochum, 2016
Heimatærde in der Matrix Bochum, 2016
Allgemeine Informationen
Genre(s)Mittelalter-Rock, Electro
Gründung2004
Websitewww.heimataerde.de
Gründungsmitglieder
Ashlar von Megalon
Aktuelle Besetzung
Ashlar von Megalon
Bruder Jacques de Pèrigord
Bruder In Hoc Signo
Bruder Henry von Kent (seit 2017)
Schwester Johanna Dikaja (seit 2018)
Bruder in Rüstung
Bruder Ignatius von Schneeberg (seit 2010)
Ehemalige Mitglieder
Bühnenwache
Bruder Nikolaus Berchovesche (bis 2013)
Bühnenwache
Bruder Rafim ibn Husam al Din (bis 2013)
Pipes, Backing Vocals
Bruder Ansgar v. Hucretha

Heimatærde [ˈhaɪ̯mataɛʁdə] (Eigenschreibweise HEIMATÆRDE) ist eine deutsche Medieval-Electro-Band, die im Jahr 2004 von DJ Ash gegründet wurde.[1][2]

Geschichte

Ursprünglich als reines Studioprojekt gedacht, wurde Heimatærde 2004 von DJ Ash ins Leben gerufen. Nach der ersten EP Ich hab die Nacht getræumet die noch im selben Jahr über Infacted Recordings erschien, folgte das erste Album Gotteskrieger in 2005, das im Ausland über vertrieben wurde.[3] Nachdem Ash es anfangs ablehnte, live auf der Bühne zu stehen, weil die Musik im Vordergrund stehen sollte, hatte Heimatærde auf dem WGT 2007 seinen ersten Liveauftritt.[2] Im Januar 2018 gab Heimataerde bekannt, dass Bruder Henry von Kent die Band ab sofort offiziell am Schlagzeug unterstützt, nachdem er 2017 bereits bei einigen Liveauftritten dabei gewesen war.[4] Mit Schwester Johanna Dikaja stieß Ende 2018 eine weitere Musikerin zur Band.[5] Nachdem sich Heimatærde von ihrem bisherigen Label Out of Line getrennt hatten, gründete die Band im November 2019 ihr eigenes Label, .[6]

Stil

Die Band, die der Electro-Szene zugeordnet wird, kombiniert laut Aussage ihres Sängers Ash Dark Electro und Electronic Body Music mit mittelalterlichen Instrumenten.[7] Zwar wurden im Debütalbum auch klassische Stücke wie Herr Mannelig oder Ich hab die Nacht geträumet interpretiert, jedoch ebenfalls bereits Samples eingestreut. Die Verwendung von Samples und ihre Integration in die Musik zieht sich wie ein roter Faden durch die Diskografie von Heimatærde. So finden beispielsweise folgende Werke Verwendung:

Gastsänger

Gemeinsame Kreationen mit verschiedenen Musikkünstlern sind bei Heimatærde keine Seltenheit. So lieh etwa Anna-Maria Straatmann von Massiv in Mensch ihre Stimme für die Maxi-CD Unter der Linden. Bei dem Album Kadavergehorsam spielte die musikalische Kooperationen mit den Bands ASP, X-Fusion, Winterstahl, Die in Winter und Xotox eine wichtige Rolle. X-Fusion hatte bereits bei Gotteskrieger mitgewirkt. Auf Leben nehmen, Leben geben fungierten Denis Schober (Solitary Experiments) und Henrik Iversen () als Gästsänger bei zwei Liedern. Weitere Kooperationen fanden mit Martin Engler[2] (Mono Inc.) und Joachim Witt[9] statt. Das Komponieren, Texten und Mixing behält sich Ash komplett vor.

Handlung

Die Texte von Heimatærde sind zu Zeiten der Kreuzzüge angesiedelt, beinhalten daneben jedoch auch fantastische Elemente wie Vampire oder Werwölfe. Die in den Liedern erzählte Geschichte handelt vom Ritter Ashlar von Megalon, in den Booklets findet sich eine begleitende, eigens von einer Schriftstellerin verfasste Geschichte beigefügt. Die Alben Gotteskrieger, Kadavergehorsam und Unwesen bilden inhaltlich eine Trilogie mit einer aufeinander aufbauenden und am Ende abgeschlossenen Handlung. Das dazwischen befindliche dritte Album Leben geben, Leben nehmen – ursprünglich sollte es in Form von zwei EPs veröffentlicht werden – hingegen stellt eine Rückblende bzw. Reflektion des zuvor Geschehenen dar.[10]

Galerie

Diskografie

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[11]
Kaltwærts
 DE5712.09.2014(1 Wo.)
Eigengrab
 DE4901.05.2020(1 Wo.)

Alben

  • 2005: Gotteskrieger (Metropolis, Infacted Recordings)
  • 2006: Kadavergehorsam (Infacted Recordings)
  • 2007: Leben geben, Leben nehmen (Infacted Recordings)
  • 2010: Unwesen (Infacted Recordings)
  • 2012: Gottgleich (Digipack inklusive des Gottgleich-Hörbuches gesprochen von Alexander „Lex von Megaherz“ Wohnhaas)[12] (ZYX Music, Golden Core)
  • 2014: Kaltwærts (Out of Line)
  • 2016: Aerdenbrand (Out of Line)
  • 2020: Eigengrab (Fully Packed Records)
  • 2021: Gotteskrieger (Re-Release, Fully Packed Records)

Singles

  • 2004: Ich hab die Nacht getræumet
  • 2006: Unter der Linden
  • 2008: Vater
  • 2009: Dark Dance
  • 2010: Malitia Angelica
  • 2012: Templerblut (nur als Download)
  • 2014: Bruderschaft
  • 2016: Hick Hack Hackebeil
  • 2019: Tanz
  • 2020: Bei meiner Ehr‘

Musikvideos

  • 2014: Bruderschaft
  • 2016: Hick Hack Hackebeil
  • 2016: Hoch Hinaus

Samplerbeiträge

  • Aderlass Vol. 3 (2005); enthält: Deus Lo Vult
  • Aderlass Vol. 7 (2010); enthält: Dark Dance (Mainfloor)
  • Advanced Electronics Vol. 4 (2005); enthält: Musikerhænde (Uncut Version)
  • Advanced Electronics Vol. 5 (2006); enthält: Eins sein (Pax Tecum Version)
  • Advanced Electronics Vol. 6 (2008); enthält: Vater (Persona Non Grata Version)
  • Advanced Electronics Vol. 8 (2010);enthält: Malitia Angelica (Aura Lusus Mixtura)
  • D-Side 32 (2006); enthält: Deus Lo Vult
  • Endzeit Bunkertracks [Act II] (2006); enthält: Gib mir
  • Endzeit Bunkertracks [Act IV] (2009); enthält: Vater (Aura Lusus Mixtura)
  • Endzeit Bunkertracks [Act V] (2010); enthält: Mutter
  • FX-Radio – The No.1 Gothic Radio Station (2009); enthält: In alle Ewigkeit (Club-Mixtura)
  • Fx-Radio – The No.1 Gothic Radio Station 2 (2010); enthält: Dark Dance (Kithara Non Grata Version)
  • Gothic Compilation Part XXV (2004); enthält: Ich hab die Nacht getræumet (Album Version)
  • Gothic Compilation Part XXXIV (2006); enthält: Verflucht
  • Gothic Compilation Part XXXIX (2008); enthält: Vater
  • Gothic Compilation Part XLIX (2010); enthält: Niemals mehr
  • Gothic Compilation Part LV (2012); enthält: Tief in Dir
  • Gothic File 10 (2009); enthält: Veni Veni Emmanuel
  • Gothic File 13 (2010); enthält: Niemals mehr
  • Infacted Vol.1 (2004); enthält: Du fehlst mir
  • MUMM! Culture Against Racism, Violence, Intolerance – Head/Shot (2008); enthält: Leben – Mea Pavitas
  • M'era Luna Festival 2009; enthält: Vater
  • M'era Luna Festival 2012; enthält: Diese Nacht
  • Nacht der Maschinen Volume One (2007); enthält: Musikerhænde (Morbus Version)
  • Nachtschwaermer 8 (2005); enthält: Musikerhænde
  • 15 Jahre Miroque; enthält: God rest you merry Gentlemen (Miroque Mix)
  • Medieval Spirits 5 (2012); enthält: Pilgerlied
  • Schwarze Nacht 2 (2007); enthält: König von Thule

Einzelnachweise

  1. Metropolis Records – Bandinfo: Heimatærde. Metropolis Records, abgerufen am 28. September 2014 (englisch).
  2. a b c Liveinfo – Die Band, die Musik. Heimatærde, abgerufen am 28. September 2014.
  3. „Lord Khaos“: Rezension: HEIMATAERDE – Gotteskrieger. Terrorverlag.de, 14. März 2005, abgerufen am 28. September 2014.
  4. Ashlar: Neuer Drummer. heimataerde.de, 23. Januar 2018, abgerufen am 23. Januar 2018.
  5. Heimatærde: Schwester Johanna Dikaja. Offizielle Facebook-Seite, 16. November 2018, abgerufen am 16. November 2018.
  6. Facebook: Signing Heimatærde bei Fully Packed Records. Fully Packed Records, 2. November 2019, abgerufen am 5. November 2019.
  7. Dan Davis im Interview mit HEIMATAERDE (Memento des Originals vom 14. Juli 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2, Cover up!
  8. germancharts.com – Heimataerde – Musikerhände
  9. Matthias Irrgang: Rezension: Heimataerde – Aerdenbrand. Mindbreed.de, 29. September 2016, abgerufen am 16. März 2017.
  10. schatten.tv-Interview mit Heimataerde auf dem Mera Luna 2009 (https://www.youtube.com/watch?v=UNRYphj0h74)
  11. Heimatærde in den deutschen Charts
  12. „Opus Integrale“: Neues Heimataerde-Werk vereint Album und Hörbuch (Memento des Originals vom 14. Juli 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2, Zillo

Weblinks

Commons: Heimatærde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien