International Music
Allgemeine Informationen
HerkunftEssen, Deutschland
Genre(s)Indie-Rock, Post-Punk, Neo-Psychedelia, Noise-Pop
Gründung2015
Websiteinternationalmusic.band
Gründungsmitglieder
Peter Rubel
Pedro Goncalves Crescenti
Joel Roters

International Music ist eine deutsche Rockband, die 2015 in Essen gegründet wurde.

Geschichte

Die Band wurde 2015 in Essen von Peter Rubel (Gitarre, Keyboard und Gesang), Pedro Goncalves Crescenti (Bass und Gesang) und Joel Roters (Schlagzeug) gegründet. Rubel studierte Komposition an der Folkwang Universität der Künste, Crescenti Germanistik und Anglistik an der Ruhr-Universität Bochum.[1][2][3] Roters ist bildender Künstler und begann erst durch die Bandgründung mit dem Schlagzeug spielen.[1] International Music tritt seit 2016 öffentlich auf und veröffentlichte im selben Jahr die EP Mein Schweiss auf SoundCloud und im März 2017 auf Kompaktkassette. Am 27. April 2018 erschien das Debütalbum Die besten Jahre über das Berliner Indie-Label Staatsakt.[4] Das achtzigminütige Doppelalbum wurde von der Musikpresse einhellig gelobt.

Der Musikexpress beschrieb den Stil, der verschiedene Genres und Einflüsse vereint, von International Music so:

„Es trifft ... The Jesus And Mary Chain auf Can auf F.S.K., über all dem schwebt in einigen Songs eine ganz schwer greifbare, fast Shanty-hafte Melancholie.“[5]

Der Radiosender ByteFM beschreibt das Album als „dichtes Netz aus Lakonie, Melancholie, Psychedelia und Post-Punk, in dem man sich als HörerIn nur allzu gerne verfängt.“[6]

Zündfunk fasste die Qualitäten der Band folgendermaßen zusammen:

„Am ehesten zu vergleichen sind die Texte noch mit denen von Andreas Spechtl von Ja, Panik – auch wegen dem deutsch-englisch Gemisch. Mit Tocotronic, Blumfeld oder Olli Schulz hat das hier nichts zu tun. Wir finden keine einprägsamen Slogans, nichts Hyper-Intellektuelles und kein straightes Storytelling. Dafür wird es musikalisch nie langweilig: Man denkt an FSK, La Düsseldorf, Krautrock, an Velvet Underground, John Cale – und an Freddy Quinn.“[1]

Laut.de würdigte das Debütalbum mit der Höchstwertung und umschrieb die Wirkung der Musik:

„Genie und Wahnsinn liegen oft nah beieinander, so wie bei einem Helge Schneider. Da muss man vor Rührung auch immer fast weinen und sich gleichzeitig den Bauch vor Begeisterung halten. Die berühmte Ruhrpott-Dramatik schwebt auch bei International Music mit: Melancholie im Rausch der Gitarre.“[7]

Die Band selbst benennt The Velvet Underground, Spacemen 3, Trio und The Beatles als Inspiration.[1]

In den Jahrescharts der besten Alben 2018 des Musikexpress erreichte Die besten Jahre den ersten Platz. Die Zeitschrift wählte das Erstlingswerk außerdem 2019 auf Platz 36 der 100 besten deutschen Alben aller Zeiten.[8]

2018 wurde die Band mit dem popNRW-Preis des NRW KULTURsekretariats und Landesmusikrat Nordrhein-Westfalens als beste Newcomer ausgezeichnet.[9] ByteFM kürte Die besten Jahre nach einer Hörerumfrage zum besten Album des Jahres, bei den meistgespielten Alben belegte es Platz 6. Auch in den Jahrescharts von detektor.fm wurde das Album auf den ersten Platz gewählt.[10]

2020 gewann International Music den Nachwuchspreis beim Deutschen Musikautorenpreis.[11]

Am 23. April 2021 erschien mit Ententraum das zweite Studioalbum, welches wie bereits das Debütalbum von Staatsakt als Doppelalbum auf den Markt gebracht wurde. Das Album wurde sehr positiv rezensiert; gelobt wurden die eigenwilligen Songtexte und die kreative Energie der Band, die ihr Repertoire unter anderem um Elemente aus Progressive Rock und New Wave erweiterte.[12][13][14] Ententraum stieg auf Platz 13 der deutschen Albumcharts ein.[15]

Die Schulfreunde Peter Rubel und Pedro Goncalves Crescenti machen bereits seit 2006 gemeinsam Musik und haben mit The Düsseldorf Düsterboys eine weitere Band, die sich stärker Psychedelic Folk und Lo-Fi annähert.[16] Deren Debütalbum Nenn mich Musik erschien im Oktober 2019.[17]

Diskografie

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[15]
Ententraum
 DE1330.04.2021(1 Wo.)
Studioalben
  • 2018: Die besten Jahre (Staatsakt)
  • 2021: Ententraum (Staatsakt)
Extended Plays
  • 2016: Mein Schweiss (Eigenvertrieb)
Singles
  • 2018: Für Alles
  • 2018: Cool bleiben
  • 2018: Pfeffer
  • 2021: Insel der Verlassenheit
  • 2021: Wassermann
  • 2021: Misery

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b c d Album der Woche: "Die besten Jahre" Eine ungooglebare Band liefert das bisher beste deutsche Album des Jahres auf br.de (archiviert vom 9. Juni 2018) (abgerufen am 7. April 2021)
  2. Peter Rubel - Folkwang Preis 2019 auf folkwang-uni.de (abgerufen am 7. April 2021)
  3. „Wir machen Musik, die wir selber gerne hören“ auf news.rub.de (abgerufen am 30. April 2021)
  4. Bericht in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung. Abgerufen am 21. Dezember 2018 (deutsch).
  5. Bericht im Musikexpress. Abgerufen am 21. Dezember 2018 (deutsch).
  6. International Music - „Die besten Jahre“ (Album der Woche) – ByteFM. In: ByteFM Blog – News und Rezensionen aus unserer Redaktion. 22. April 2018, abgerufen am 1. Juli 2020 (deutsch).
  7. Jasmin Lütz: Die besten Jahre von International Music auf Laut.de (abgerufen am 16. April 2021)
  8. Die 100 besten Alben aus Deutschland, in: Musikexpress 04/2019, Ausgabe 760, S. 38.
  9. popNRW-Preise 2018 gehen an GOLDROGER aus Köln und INTERNATIONAL MUSIC aus Essen, https://popnrw.de, abgerufen am 4. September 2019
  10. Die detektor.fm-Jahrescharts 2018 auf detektor.fm (abgerufen am 30. April 2021)
  11. Kategorie Nachwuchspreis Unterhaltungsmusik - Deutscher Musikautorenpreis auf musikautorenpreis.de (abgerufen am 7. April 2021)
  12. Julia Lorenz: International Music: Ententraum (Kritik & Stream) auf musikexpress.de (abgerufen am 30. April 2021)
  13. International Music - „Ententraum“ (Album der Woche) auf byte.fm (abgerufen am 30. April 2021)
  14. Ralf Summer: "Ententraum": New Kids on the Prog - Wie International Music unser Hirn flattern lässt auf br.de (abgerufen am 30. April 2021)
  15. a b Chartquellen: Deutschland
  16. Jochen Overbeck: Was da aus dem Hirn rauskommt, in: Musikexpress 05/21, S. 54.
  17. ByteFM - The Düsseldorf Düsterboys. Abgerufen am 1. Juli 2020.