Janis Joplin ¦ Pearl

CHF 23.00 inkl. MwSt

2CD (Album)

Nicht vorrätig

GTIN: 0886973523629 Artist: Genres & Stile: , ,

Zusätzliche Information

Format

Inhalt

Serie

Release

Veröffentlichung Pearl:

1971

Hörbeispiel(e) Pearl:





Pearl auf Wikipedia (oder andere Quellen):

Pearl
Studioalbum von Janis Joplin

Veröffent-
lichung(en)

11. Januar 1971

Aufnahme

5. September 19703. Oktober 1970

Label(s)Columbia Records

Format(e)

LP, CD, MC, SACD

Genre(s)

Blues-Rock, Blue-Eyed Soul

Titel (Anzahl)

10

Länge

34:10

Besetzung

Produktion

Paul A. Rothchild

Studio(s)

Sunset Sound Recorders, Los Angeles

Chronologie
I Got Dem Ol’ Kozmic Blues Again Mama!
(1969)
PearlIn Concert
(1972)
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[1][2][3]
Pearl
 DE315.03.1971(44 Wo.)
 UK2013.03.1971(4 Wo.)
 US1Template:Infobox Chartplatzierungen/Wartung/NR1-Link27.02.1971(42 Wo.)

Pearl ist das zweite Studioalbum von Janis Joplin und ihrer letzten Formation The Full Tilt Boogie Band, das im Januar 1971, drei Monate nach Joplins Tod, bei Columbia Records veröffentlicht wurde.

Hintergrund

Nachdem Joplin 1968 Big Brother and the Holding Company verlassen hatte, nahm sie im Juni 1969 ihr erstes Soloalbum I Got Dem Ol’ Kozmic Blues Again Mama! auf. Der Nachfolger Pearl wurde zwischen September und Oktober 1970 in Hollywood eingespielt. Begleitet wurde Joplin im Studio von der Full Tilt Boogie Band, deren Mitglieder John Till, Richard Bell, Clark Pierson, Brad Campbell und Ken Pearson waren. Pearl ist das letzte Joplin-Album, an dem die Sängerin mit der markanten Stimme selber mitwirkte. Sie starb am 4. Oktober 1970 an einer Überdosis Heroin. Das Albumcover zeigt ein Foto von Joplin, welches von Barry Feinstein gemacht wurde. Gestaltet wurde die Hülle von Tom Wilkes. Pearl stand in den USA neun Wochen lang auf Nummer 1 der Billboard 200. Mit über 4 Millionen verkauften Einheiten wurde es 2000 mit vierfachem Platin-Status zertifiziert.[4] Auch in Australien, Kanada, Norwegen und den Niederlanden erreichte Pearl die Spitzenposition der Albumcharts.

Titelliste

Seite A

1. Move Over (Janis Joplin) – 3:40
2. Cry Baby (Jerry Ragovoy, Bert Berns) – 3:55
3. A Woman Left Lonely (Dan Penn, Spooner Oldham) – 3:26
4. Half Moon (John Hall) – 3:50
5. Buried Alive in the Blues (Nick Gravenites) – 2:23

Seite B

6. My Baby (J. Ragovoy, Mort Shuman) – 3:43
7. Me and Bobby McGee (Kris Kristofferson, Fred Foster) – 4:28
8. Mercedes Benz (J. Joplin, Michael McClure) – 1:45
9. Trust Me (Bobby Womack) – 3:14
10. Get It While You Can (J. Ragovoy, M. Shuman) – 3:22

Beim Song Buried Alive in the Blues fehlt die Vokalspur, weil Janis Joplin kurz vor der geplanten Aufnahme starb.

Bonustracks

Festival Express Tour 4. Juli 1970

1. Tell Mama (Clarence Carter, Marcus Daniel, Wilbur Terrell) – 6:32
2. Little Girl Blue (Richard Rodgers, Lorenz Hart) – 3:50
3. Try (Just a Little Bit Harder) (J. Ragovoy, Chip Taylor) – 6:52
4. Cry Baby (J. Ragovoy, B. Berns) – 6:29

2005 Legacy Edition

1. Happy Birthday, John (Happy Trails) (Dale Evans) – 1:12
2. Me and Bobby McGee (Demo) (K. Kristofferson, F. Foster) – 4:46
3. Move Over (Alternate Version) (J. Joplin) – 4:27
4. Cry Baby (Alternate Version) (J. Ragovoy, B. Berns) – 6:29
5. My Baby (Alternate Version) (J. Ragovoy, M. Shuman) – 3:59
6. Pearl (J. Joplin, R. Bell, K. Pearson, J. Till, B. Campbell, C. Pierson) – 4:29

2005 Legacy Edition: Live from the Festival Express Tour

17. Tell Mama (Clarence Carter, Marcus Daniel, Wilbur Terrell) – 6:49
18. Half Moon (J. Hall, Johanna Hall) – 4:38
19. Move Over (J. Joplin) – 4:41
20. Maybe (Richard Barrett) – 3:57
21. Summertime (Ira Gershwin, DuBose Heyward, George Gershwin) – 4:39
22. Little Girl Blue (R. Rodgers, L. Hart) – 5:10
23. That’s Rock ’n’ Roll (J. Joplin, R. Bell, K. Pearson, J. Till, B. Campbell, C. Pierson) – 5:03
24. Try (Just a Little Bit Harder) (J. Ragovoy, C. Taylor) – 9:11
25. Kozmic Blues (J. Joplin, Gabriel Mekler) – 5:29
26. Piece of My Heart (J. Ragovoy, B. Berns) – 5:21
27. Cry Baby (J. Ragovoy, B. Berns) – 5:21
28. Get It While You Can (J. Ragovoy, M. Shuman) – 7:20
29. Ball and Chain (Willie Mae Thornton) – 8:15

Rezeption

QuelleBewertung
Allmusic[5]
Laut.de[6]

Das Album wurde sehr positiv rezensiert. Ferner belegt Pearl Platz 125 der 500 besten Alben aller Zeiten der Musikzeitschrift Rolling Stone.[7] Der Song Me and Bobby McGee erreichte Platz 148 der 500 besten Songs aller Zeiten.[8] Der New Musical Express wählte es auf Platz 207 der 500 besten Alben aller Zeiten.[9] Pearl gehört zu den 1001 Albums You Must Hear Before You Die. Die Single Me and Bobby McGee wurde 2002 in die Grammy Hall of Fame aufgenommen, das Album folgte 2010.[10] Das National Public Radio wählte Pearl auf Platz 8 der 150 besten Alben, die von Frauen gemacht wurden.[11]

Trivia

Einzelnachweise

  1. Janis Joplin Pearl Chart History auf Billboard 200 (abgerufen am 5. April 2019)
  2. Full Official Chart History auf OfficialCharts (abgerufen am 5. April 2019)
  3. Pearl von Janis Joplin auf Chartsurfer (abgerufen am 5. April 2019)
  4. Gold & Platinum - RIAA auf Recording Industry Association of America (abgerufen am 5. April 2019)
  5. Review von Steve Huey auf Allmusic (abgerufen am 5. April 2019)
  6. Review von Eric Renz auf Laut.de (abgerufen am 5. April 2019)
  7. 500 Greatest Albums of All Time auf Rolling Stone (abgerufen am 5. April 2019)
  8. 500 Greatest Songs of All Time auf Rolling Stone (abgerufen am 5. April 2019)
  9. The 500 Greatest Albums Of All Time auf New Musical Express (abgerufen am 5. April 2019)
  10. Grammy Hall of Fame auf grammy.com (abgerufen am 9. November 2019)
  11. The 150 Greatest Albums Made By Women auf npr.org (abgerufen am 9. November 2019)

Artist(s)

Veröffentlichungen von Janis Joplin die im OTRS erhältlich sind/waren:

Pearl ¦ Absolute Janis

Janis Joplin auf Wikipedia (oder andere Quellen):

Janis Lyn Joplin (* 19. Januar 1943 in Port Arthur, Texas; † 4. Oktober 1970 in Los Angeles, Kalifornien) war eine US-amerikanische Rock- und Bluessängerin.

Leben

Janis Joplin wurde 1943 in Osttexas geboren als Tochter von Seth Ward Joplin, einem Mitarbeiter der Ölgesellschaft Texaco, und Dorothy Joplin (geb. East), die eine Gesangsausbildung abgebrochen hatte und als Büroangestellte arbeitete. Sie hatte eine jüngere Schwester und einen jüngeren Bruder.

In ihrer Kindheit wandte sie sich der Kunst (besonders Gedichten) zu, las viel und sang im Kirchenchor. Ihre Mutter setzte auf das Talent ihrer älteren Tochter im Zeichnen und sorgte dafür, dass sie privaten Kunstunterricht bekam. Joplin erklärte, dass sie in der High School geächtet und gemobbt wurde. Als Teenager war sie übergewichtig und litt an Akne, die Narben hinterließ und eine Dermabrasion erforderte. Andere Kinder in der High School verspotten sie und nannten sie „Schwein“, „Freak“, „Niggerliebhaber“ oder „Ekel“. Sie sagte:

„Ich war ein Außenseiter. Ich habe gelesen, ich habe gemalt, ich habe nachgedacht. Ich habe Nigger nicht gehasst.“

Janis Joplin[1]

Schließlich entdeckte sie die Blues- und Folk-Musik für sich.

Nachdem sie 1960 ihren High-School-Abschluss bestanden hatte, ging sie im Alter von 18 Jahren nach Kalifornien, um Sängerin zu werden. Ihren ersten öffentlichen Auftritt hatte sie Ende 1961 im Halfway House in Beaumont in Texas.[2] Sie versuchte sich an einigen Colleges, brach aber das Studium vorzeitig ab. Dann zog sie nach Los Angeles. Sie sang, unter anderem begleitet von Jorma Kaukonen (Gitarrist von Jefferson Airplane) in Kneipen und Folk-Clubs. Autodidaktisch geschult durch Schallplatten von Leadbelly, Odetta Holmes und Bessie Smith, ihrem größten Vorbild, avancierte sie mit ihrem hemmungslosen, bis dahin für eine weiße Sängerin einzigartigen Gesangsstil zur „Queen des weißen Bluesrock“.

Nachdem Joplin 1962 in Louisiana als Kellnerin gearbeitet hatte, kehrte sie nach Texas zurück, um in Austin ein Appartement, das später als The Ghetto bekannt wurde, zu beziehen. Am College in Austin fiel sie wegen ihrer Kleidung als Außenseiterin auf. Tonangebende Studenten organisierten eine Kampagne, um sie zum „hässlichsten Mann auf dem Campus“ zu wählen und waren erfolgreich.[3]

1965 trat sie mit der Jazzband von Dick Oxtot auf. Im Frühsommer 1966 rief Chet Helms, ein Bekannter seit 1963 und Manager von Big Brother and the Holding Company, bei ihr an und teilte ihr mit, dass die Band eine Sängerin suche.

Big Brother and the Holding Company

1966 begann Joplins Karriere, als sie nach San Francisco zog und sich besagter Band anschloss, mit der sie 1967 erfolgreich beim Monterey Pop Festival auftrat, dadurch einen Plattenvertrag bei Mainstream Records von Bob Shad erhielt und dort Big Brother & the Holding Company Featuring Janis Joplin herausbrachte.

1968 folgte für Columbia Records Cheap Thrills (Frontcover von Robert Crumb). Das zweite Album enthielt schon viele ihrer bekannt gewordenen Stücke wie die Coverversion von Erma Franklins Piece of My Heart oder Ball and Chain. Nach den Studioaufnahmen reiste Joplin nach Nepal, wo sie sich im Herbst 1968 für eine Weile in Kathmandu (Liedzeile in Cry Baby: „… Honey, the road’ll even end in Kathmandu“) aufhielt.

Kozmic Blues Band

Ende 1968 trennte sich Janis Joplin von der Band und stellte zusammen mit ihrer Plattenfirma eine größere Band zusammen, die lange keinen Namen hatte, aber nach dem folgenden dritten Joplin-Album Kozmic Blues Band genannt wurde. Der Grund dafür war der Ehrgeiz Joplins, mit einer professionellen Band mit Funk- und Blues-Instrumenten neue Musikrichtungen zu erschließen und professioneller zu arbeiten. Dies wurde unter anderem von der Musikzeitschrift Rolling Stone als Verrat an den Idealen der Rockmusik empfunden. Tatsächlich lief die Zusammenarbeit mit der Band nicht sehr gut, da sich die Musiker vorher nicht kannten und Joplin wenig Erfahrung sowohl als Band-Leader als auch mit dem Arrangieren von Liedern hatte. Zusammen nahmen sie das Album I Got Dem Ol’ Kozmic Blues Again, Mama auf.

Die Band hatte ihren bekanntesten Auftritt im Jahre 1969 beim Woodstock-Festival. Joplin war bei diesem Auftritt stark alkoholisiert, wirkte aufgeschwemmt, verbraucht und ihre Stimme brach oft. Ihre Plattenfirma verweigerte aus diesem Grund anfänglich die Erlaubnis, diesen Auftritt filmisch in der Dokumentation Woodstock zu zeigen. Allerdings machte sie eine Bemerkung über die Hippiebewegung, die später oft zitiert wurde: „Früher waren wir nur wenige, jetzt gibt es Massen und Massen und Massen von uns.“ Die Aufnahmen des Woodstockauftritts wurden teilweise erst auf Box of Pearls (1999 bei Sony) bzw. vorher größtenteils 1993 auf einer posthumen CD (siehe Diskografie) durch die Firma ITM veröffentlicht.

Janis Joplin zusammen mit Tom Jones bei einem Duett in dessen Sendung This Is Tom Jones (1969)

Im Jahr 1969 trat Joplin im Fernsehen bei Ed Sullivan und Dick Cavett auf. Die Interviews mit Cavett sind auf dem posthum veröffentlichten Album Janis zu hören. Ebenfalls 1969 begab sich die Kozmic Blues Band auf eine zweimonatige Europatournee. Ihr einziges Konzert in Deutschland fand am 12. April 1969 in der Jahrhunderthalle in Frankfurt am Main statt. Auf der offiziellen Website ist unter dem Datum 12. April 1969 vermerkt: „Kozmic Blues: two concerts in Frankfurt“.[4] Nach Ende des von der Agentur Lippmann & Rau veranstalteten Konzerts forderte Joplin die Zuhörer auf zu bleiben, weil nun noch eine Aufzeichnung des amerikanischen Fernsehens folgte. Mitschnitte dieses „zweiten Konzerts“, bei dem sie die Fans animierte, auf die Bühne zu kommen, sind in der Filmdokumentation Janis (1975) zu sehen. Der Titel Raise Your Hand auf der posthum veröffentlichten LP Farewell Song wurde während des Frankfurter Konzerts live aufgenommen.

Ebenfalls 1969 wurde Joplin in Tampa (Florida) inhaftiert, weil sie einen Polizisten beleidigt hatte. Bei der nachfolgenden Gerichtsverhandlung bezeichnete ein Gericht Joplins Verhalten als freie Meinungsäußerung und ließ die Anklage fallen. Sie wurde aber nach einem Konzert wegen obszöner Sprache und Fluchens auf der Bühne zu einer Geldstrafe von 200 US-Dollar verurteilt.[5] Im Januar 1970 löste sich die Band auf. Um von ihrer Sucht nach Alkohol, Heroin, Aufputschmitteln und anderen Drogen loszukommen, plante Joplin einen Urlaub in Südamerika und reiste im Februar 1970 zum Karneval nach Rio de Janeiro.

Full Tilt Boogie Band und Joplins Tod

Zurück in Kalifornien nahm Janis Joplin ihre unstete Lebensweise wieder auf. Im April 1970 wurde ihre dritte Band, die Full Tilt Boogie Band, zusammengestellt. Diese stellte sich für sie als Glücksgriff heraus. Das Team harmonierte emotional und musikalisch. Road-Manager John Cooke: „Die Jungs suchten eine Band, die eine Heimat war. Sie wussten, dass Janis der Boss war, und sie mochten sich alle auf Anhieb.“ Janis Joplin schien endgültig ihren Musikstil gefunden zu haben. Die Lieder mit der Full Tilt Boogie Band sollten ihre erfolgreichsten werden. Im Sommer 1970 trat sie im Festival Express Train auf.

Am 26. September 1970 traf sich die Band in den Sunset-Sound-Studios in Los Angeles für die Aufnahmen zu ihrer dritten Columbia-LP Pearl. Gleichzeitig nahm Joplin den Song Happy Trails, als ein Geburtstagslied für John Lennon auf. Joplin gehörte zu mehreren Sängern, die von Yoko Ono mit der Bitte um eine aufgezeichnete Begrüßung zu Lennons 30. Geburtstag gebeten wurde. Lennon erhielt die Aufnahme erst zwei Tage nach ihrem Tod. Am 1. Oktober nahm sie dort den A-cappella-Song Mercedes Benz auf.[6]

Am 3. Oktober, kurz vor dem Ende der Studioaufnahmen, war Joplin das letzte Mal im Sunset-Sound-Studio, um Bänder mit Titeln anzuhören, die sie an den folgenden Tagen einsingen sollte. Als sie am nächsten Tag bis nachmittags nicht wie vereinbart im Studio auftauchte, fuhr John Cooke zum Landmark Motel (heute Highland Gardens Hotel[7]), in dem Joplin seit dem 24. August wohnte, um nach ihr zu sehen. Er fand sie tot auf dem Fußboden liegend.

Nach offiziellen Angaben starb Janis Joplin am 4. Oktober 1970 an einer Überdosis Heroin.[8] Ihr linker Unterarm wies 14 Einstiche auf.[9] Joplins Leiche wurde verbrannt und die Asche an der kalifornischen Küste in der Bucht von Marin County im Pazifik bestattet. Beim Titel Buried Alive in the Blues auf dem Album Pearl fehlt die Stimm-Spur, die Joplin am 5. Oktober 1970 hätte einsingen sollen.

Nachlass

Janis Joplins 1965er Porsche 356 SC Cabriolet

Kurz vor ihrem Tod hatte Janis Joplin am 1. Oktober 1970 in Beverly Hills ihr Testament unterzeichnet. Wunschgemäß vertranken 200 Freunde auf einer Party das hinterlassene Bargeld von 1500 Dollar. Der Verbleib ihres sonstigen Vermögens war klar geregelt, wobei im Wesentlichen Eltern und Geschwister bedacht wurden. Insbesondere für die Auszahlungen an Joplins jüngeren Bruder Michael, dem eine gute Ausbildung ermöglicht werden sollte, hatte Anwalt Bob Gordon strenge Anweisungen.

Der bekannte Janis-Joplin-Porsche 356 C 1600 SC, Baujahr 1964, wurde nach 20 Jahren Ausstellung in der Rock and Roll Hall of Fame im Dezember 2015 in New York durch die Familie über RM Sotheby’s für 1,76 Millionen US-Dollar versteigert. Der Schätzpreis hatte bei 400.000 US-Dollar gelegen.[10]

Bedeutung

Neben Jimi Hendrix und Jim Morrison war Janis Joplin eine der zentralen Symbolfiguren der Hippiezeit und der Hippiekultur. Alle drei prägten einen Lebensstil, der im Nachhinein durch „Sex, Drugs and Rock’n’Roll“ und „Live fast, love hard, die young“ gekennzeichnet wurde. Aufgrund ihres frühen Todes wird sie wie andere einflussreiche Musiker, darunter Hendrix und Morrison, zum „Klub 27“ gezählt.

Trivia

Janis Joplin besuchte im Sommer 1970, kurz vor ihrem Tod, das Grab von Bessie Smith (1894–1937) auf dem Mount Lawn Cemetery in Sharon Hill, Pennsylvania. Als sie dabei angeblich feststellte, dass die von ihr verehrte Bluessängerin anonym beigesetzt worden war, ließ Janis ihr einen Grabstein setzen, der die Inschrift trägt:

“The Greatest Blues Singer In The World Will Never Stop Singing – Bessie Smith – 1894–1937”

„Die größte Blues-Sängerin der Welt wird niemals aufhören zu singen“[11]

Nach anderen Quellen bezahlte eine Krankenschwester aus Philadelphia eine Hälfte des Grabsteins, und Joplin trug, nachdem man sie telefonisch darum gebeten hatte, die andere Hälfte der Kosten.[12]

Auf vielen Fotos sieht man Janis Joplin mit einer Flasche Southern Comfort. Janis Joplin fragte bei der Herstellerfirma an, ob sie dafür nicht ein wenig Geld bekommen könne, da dies eine gute Werbung sei. Der Spirituosenproduzent willigte ein und überwies ihr 6000 US-Dollar.

In San Francisco hatte Janis Joplin eine Beziehung mit Country Joe McDonald, der ihr später das Lied Janis widmete.[13] Leonard Cohen schrieb über sie das Lied Chelsea Hotel No. 2.

Posthume Auszeichnungen und Würdigungen

Das 1971 von Mimi Fariña geschriebene und mit Tom Jans veröffentlichte Lied In the Quiet Morning (For Janis Joplin) ist eine Hommage an die Sängerin. Es wurde 1972 durch Farinas Schwester Joan Baez zu einem kleinen Hit in den USA.[14]

Im Jahre 1995 wurde Janis Joplin in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.[15]

Am 4. November 2013 wurde auf dem Walk of Fame in Hollywood der 2510. Stern enthüllt, er trägt Joplins Namen. Bei der Zeremonie waren neben Angehörigen und Fans auch ihr Entdecker Clive Davis sowie Kris Kristofferson, der noch einmal Me and Bobby McGee sang, anwesend.[16]

Der Rolling Stone listete Joplin auf Rang 46 der 100 größten Musiker aller Zeiten sowie auf Rang 28 der 100 besten Sänger/Sängerinnen aller Zeiten.[17][18]

In Wien wurde im neuen Stadtteil Seestadt Aspern die Janis-Joplin-Promenade entlang des Seeparks Aspern nach ihr benannt.

Diskografie

  • 1967: Big Brother & the Holding Company featuring Janis Joplin
  • 1968: Cheap Thrills
  • 1969: I Got Dem Ol' Kozmic Blues Again, Mama!
  • 1971: Pearl[19]
  • 1972: Live
  • 1973: Greatest Hits
  • 1975: Janis (Soundtrack)
  • 1982: Farewell Song
  • 1993: Janis Joplin live at Woodstock August 17, 1969
  • 1999: Box of Pearls (Alben 1–4 mit Zusatztracks sowie CD 5 „Rare Pearls“)

Filme

Quellen

  1. Feminist Nightmares: Women at Odds in der Google-Buchsuche
  2. Halfway House, On this Day in Music History, Jay Warner, Hal Leonard Corporation, Milwaukee 2004 in der Google-Buchsuche-USA ISBN 0-634-06693-5
  3. Paul Hendrickson: Janis Joplin: A Cry Cutting Through Time. In: The Washington Post, 5. Mai 1998 (englisch).
  4. Laura Joplin: Concert Dates. (Nicht mehr online verfügbar.) In: officialjanis.com (Offizielle Janis Joplin Homepage). 2006, archiviert vom Original am 28. Juli 2011; abgerufen am 18. Januar 2009.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.officialjanis.com
  5. How Janis Joplin was arrested in Tampa 50 years ago Abgerufen am 12. September 2020 (englisch)
  6. Janis Joplin’s Mercedes Benz. Abgerufen am 2. Januar 2019.
  7. Janis Joplin Haunted Hotel Room auf onstagemagazine.com
  8. „Überdosis Janis“: Die Joplin starb vor 40 Jahren auf zeit.de
  9. Siegfried Schmidt-Joos, Barry Graves: Rock-Lexikon, Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH, Reinbek bei Hamburg 1973, aktualisierte und erweiterte Auflage 1975, ISBN 349916177X, S. 197
  10. Martin Tege: Janis Joplins psychedelischer Porsche wird versteigert – für 350.000 Euro. In: rollingstone.de. Axel Springer Mediahouse Berlin GmbH, 16. September 2015, abgerufen am 11. Dezember 2015.
  11. Fotografie des Grabes von Bessie Smith und Kurzbiografie bei Find A Grave.
  12. Myra Friedman: Die Story von Janis Joplin. 1992, S. 268
  13. Janis Joplin bei Country Joe’s Place, abgerufen am 11. September 2014
  14. Joan Baez Songs ••• Top Songs / Chart Singles Discography ••• Music VF, US & UK hits charts. Abgerufen am 17. März 2021.
  15. Rock and Roll Hall of Fame Janis Joplin in der Rock and Roll Hall of Fame
  16. Posthume Ehrung für Janis Joplin. dw.de
  17. 100 Greatest Artists of All Time. Rolling Stone, 2. Dezember 2010, abgerufen am 8. August 2017 (englisch).
  18. 100 Greatest Singers of All Time. Rolling Stone, 2. Dezember 2010, abgerufen am 8. August 2017 (englisch).
  19. Pearl auf Platz 125 in den 500 größten Alben des Rolling Stone
  20. Nadine Lange: Die Doku „Janis: Little Girl Blue“: So viel Power, so viel Leidenschaft. Die Zeit, 13. Januar 2016, abgerufen am 15. Januar 2016.

Literatur

  • Ellis Amburn: Pearl. The obsessions and passions of Janis Joplin; a portrait. Warner Books, New York 1995, ISBN 0-7515-0856-X.
  • Gottfried Blumenstein: Janis Joplin. Biographie einer Rocksängerin. Musikverlag Lied der Zeit, Berlin 1988, ISBN 3-7332-0040-3.
  • Axel von Cossart (Hrsg.): Janis Joplin. Revolte, Musik, Legende. Voco-Edition, Köln 1991, ISBN 3-926566-00-0.
  • David Dalton: Piece of My Heart. A portrait of Janis Joplin. Da Capo Press, New York 1991, ISBN 0-306-80446-8.
  • Thomas Dittrich: Janis Joplin. Asche ins Meer. In: Siegfried Schmidt-Joos (Hrsg.): Am Ende des Regenbogens. Judy Garland, Billie Holiday, Edith Piaf, Janis Joplin. Ullstein, Frankfurt am Main 1985, ISBN 3-548-36516-7.
  • Alice Echols: Janis Joplin. Piece of My Heart; die Biographie. Fischer, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-596-15435-9.
  • Myra Friedman: Die Story von Janis Joplin. („Buried Alive“). Hannibal-Verlag, St. Andrä-Wördern 2002, ISBN 3-85445-169-5.
  • Heinz Geuen: Janis Joplin. Hemmungslos das Leben spüren. 2. Auflage. Econ Ullstein List Verlag, München 2001, ISBN 3-548-60185-5.
  • George-Warren, Holly: Janis Joplin – Nothing left to lose; die Biographie, München : Droemer, März 2019, ISBN 978-3-426-27730-0.
  • Laura Joplin (Janis’ Schwester): Love, Janis. Ein wildes kurzes Leben; Biographie mit unveröffentlichten Briefen. Heyne, München 1995, ISBN 3-453-09207-4.
  • Deborah Landau: Janis Joplin. Her life and times. Warner Books, New York 1974.
  • Ingeborg Schober: Janis Joplin. Dtv, München, 2002, ISBN 3-423-31065-0.
  • Gestorben: Janis Joplin. In: Der Spiegel. Nr. 42, 1970 (online).

Weblinks

Commons: Janis Joplin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Bewertungen

Es gibt noch keine Bewertungen.

Nur angemeldete Kunden, die dieses Produkt gekauft haben, dürfen eine Bewertung abgeben.

Same album, but different version(s)...