Joe Henderson ¦ State Of The Tenor: Live At The Village Vanguard – Volume 1

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LP (Album)

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GTIN: 0602508600562 Artist: Genres & Stile: ,

Zusätzliche Information

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Inhalt

Ausgabe

Label

Serie

Release

Veröffentlichung State Of The Tenor: Live At The Village Vanguard:

1986

Hörbeispiel(e) State Of The Tenor: Live At The Village Vanguard:





State Of The Tenor: Live At The Village Vanguard auf Wikipedia (oder andere Quellen):

The State of the Tenor – Live at the Village Vanguard
Livealbum von Joe Henderson

Veröffent-
lichung(en)

1986

Aufnahme

1985

Label(s)Blue Note Records

Format(e)

CD, LP

Genre(s)

Jazz

Titel (Anzahl)

14

Länge

105:53

Besetzung

Produktion

Stanley Crouch. Michael Cuscuna

Studio(s)

Village Vanguard, New York City

Chronologie
Mirror, Mirror
1980
The State of the Tenor – Live at the Village VanguardAn Evening with Joe Henderson
1987

The State of the Tenor – Live at the Village Vanguard ist ein Jazz-Album von Joe Henderson, das am 14., 15. und 16. November 1985 aufgenommen und im folgenden Jahr bei Blue Note Records veröffentlicht wurde.

Das Album

Das Album The State of the Tenor – Live at the Village Vanguard zählt inzwischen zu den klassischen Aufnahmen des „neuen“ Blue Note-Label der Ära nach Alfred Lion und eines des Modern Jazz der 1980er Jahre.

Bei einem Quartett-Auftritt des Saxophonisten Anfang der 1980er Jahre im New Yorker Village Vanguard hatte Stanley Crouch die Idee, den Pianisten wegzulassen und Joe Henderson in Triobesetzung mit Ron Carter und Al Foster zu präsentieren, wie dies Hendersons großes Vorbild Sonny Rollins 28 Jahre zuvor realisiert hatte, ebenfalls im Village Vanguard und auf Blue Note veröffentlicht. Crouch trug die Idee dem damaligen Labelchef Bruce Lundvall vor, der einwilligte. Crouch und der Co-Produzent Michael Cuscuna wählten für die Sessions Songs aus, die zu Joe Hendersons Trio passen würden, ihnen aber nicht zu vertraut sein sollten, um die musikalische Spannung zu erhöhen. Aus den Live-Auftritten sollten schließlich zwei Alben produziert werden, dessen Songmaterial von Ellington, Charlie Parker (Cheryl), über drei eher selten gespielte Monk-Titel, Mingus (Portrait) bis Sam Rivers’ Komposition Beatrice reichte. Hinzu kamen Standards des American Songbook wie der Klassiker All the Things You Are oder Stella by Starlight sowie drei Eigenkompositionen von Ron Carter (Loose Change) und Henderson wie Isotope, das er bereits in seinen Milestone Jahren um 1970 aufgenommen hatte. Seine eher selten gespielte Komposition Y Ya La Quiero hatte er bereits 1978 in Triobesetzung in München für Enja eingespielt, während The Bead Game eine neue Komposition war. Die ausgewählten Stücke wurden passend für die „spartanische“ (Cuscuna) Triobesetzung transkribiert.[1]

Die Titel

CD 1

  1. Beatrice (Sam Rivers) 5:37
  2. Friday the Thirteenth (Thelonious Monk) 8:07
  3. Happy Reunion (Duke Ellington) 8:23
  4. Loose Change (Ron Carter) 6:54
  5. Ask Me Now (Monk) 5:53
  6. Isotope (Joe Henderson) 9:15
  7. Stella by Starlight (Victor Young/Ned Washington) 10:06

CD 2

  1. Boo Boo’s Birthday (Monk) 7:08
  2. Cheryl (Charlie Parker) 7:28
  3. Y Ya La Quiero (Henderson) 6:27
  4. Soulville (Horace Silver) 5:27
  5. Portrait (Mingus) 6:53
  6. The Bead Game (Henderson) 9:32
  7. All the Things You Are (Jerome David Kern/Oscar Hammerstein) 8:43

Editorische Notiz

Die Aufnahmen erschienen zunächst als zwei einzelne LPs (Vol. 1 BT 85123 und Vol. 2 BT 85123) bzw. CDs (Vol. 1 B2-46296 und Vol. 2 B2-46426); 1994 erschien das Album in Form einer Doppel-CD (CDP 7243 682887928).

Wirkungsgeschichte

Der Blue Note-Gründer Alfred Lion sagte, nachdem er das erste Album nach seinem Erscheinen gehört hatte: „Ich denke, das ist wirklich ein klassisches Album. Was Joe da spielt ist unglaublich. Mit, Ron, das ist also the state of the bass. Das ist eines der wichtigsten Alben, die ich je gehört habe. Es ist definitiv eines der besten, die je für Blue Note gemacht wurden; und ich meinte damit nicht das neue Blue Note-(Label). Es ist eines der besten, einschließlich all der Platten, die wir in den Fünfzigern und Sechzigern auf unserem Label aufgenommen haben“.[2] Richard Cook und Brian Morton zeichnen in ihrem Penguin Guide to Jazz das Album mit der Höchstnote von vier Sternen aus.

Literatur

Anmerkungen

  1. vgl. Cuscuna, liner notes.
  2. zit. nach Cuscuna.

Artist(s)

Veröffentlichungen von Joe Henderson die im OTRS erhältlich sind/waren:

Page One ¦ State Of The Tenor: Live At The Village Vanguard

Joe Henderson auf Wikipedia (oder andere Quellen):

Joe Henderson

Joe Henderson (* 24. April 1937 in Lima, Ohio; † 30. Juni 2001 in San Francisco, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Jazzmusiker (Tenorsaxophonist).

Leben und Wirken

Joe Henderson wuchs als eines von fünfzehn Kindern in ärmlichen Verhältnissen auf. Der erste Kontakt zur Musik fand sich nach seinen eigenen Worten in den „Jazz at the Philharmonic“-Platten eines seiner Brüder. Nachdem ihm gelungen war, den Vater zum Kauf eines Saxophons zu überreden, gab die Musik Lester Youngs die ersten Stücke zur Übung; weitere frühe Vorbilder waren Charlie Parker, Dexter Gordon und Stan Getz.

In der Highschool schrieb Henderson erste Stücke für die Schulband, studierte dann Musik am Kentucky State College und der Wayne University in Detroit; erste Aufnahmen entstanden im Probenraum von Joe Brazil. Er leistete dann von 1960 bis 1962 seinen Militärdienst ab, wo er Mitglied einer Army-Band in war. Bei einer Talentshow der Army gewann er mit einer Vier-Mann-Band den ersten Platz und tourte weltweit mit einer Band zur Truppenunterhaltung. Dabei kam es in Paris zu einer Session mit Kenny Clarke und Kenny Drew.[Anm 1]

Nach seiner Entlassung aus der Army im Spätsommer 1962 ging er nach New York, wo er den Trompeter Kenny Dorham kennenlernte und mit ihm und Jack McDuff zusammenarbeitete. 1963 nahm ihn das Label Blue Note unter Vertrag und im April entstanden die Aufnahmen zu Kenny Dorhams Album Una Mas. Blue Note veröffentlichte aber zuerst das im Juni aufgenommene Album Page One, das das erste Album Hendersons unter eigenem Namen war. Es wurde zu den erfolgreichsten des Labels und gehört zu den klassischen Alben der Hardbop-Ära. Insgesamt nahm das Dorham/Henderson-Quintett fünf Alben auf, mit einer Rhythmusgruppe aus McCoy Tyner[Anm 2] bzw. Herbie Hancock am Klavier, dem Bassisten Butch Warren und Pete LaRoca bzw. Tony Williams am Schlagzeug.

In den folgenden Jahren wirkte er als Sideman bei zahlreichen Alben, u. a. von Horace Silver, in dessen Quintett er Junior Cook ersetzte (Song for My Father, 1963), Grant Green (Idle Moments, 1963), auf Lee Morgans Soul-Jazz-Klassiker The Sidewinder und Andrew Hills legendärem Point of Departure (beide 1964) sowie bei Blue Mitchell, Woody Shaw und anderen mit; in dieser Zeit brachte er auch eigene Veröffentlichungen heraus. Henderson spielte nun an der Seite von Herbie Hancock, Andrew Hill und kurzzeitig auch mit Miles Davis[Anm 3] und der Gruppe Blood, Sweat & Tears. 1967 wirkte er an McCoy Tyners Schlüsselwerk The Real McCoy mit.

Ab Ende der 1960er Jahre erschienen auf Orrin Keepnews Label Milestone Platten von Henderson, auf denen er der von Miles Davis initiierten „Fusionierung“ des Jazz mit Elementen des Rock folgt und mit Herbie Hancock, Ron Carter, Jack DeJohnette und Airto Moreira auch teilweise mit denselben Musikern agierte. Henderson erweiterte das Instrumentarium um einen oder mehrere Perkussionisten und ein Fender-Rhodes-Piano, dann auch Synthesizer, und er experimentierte für kurze Zeit mit seinem eigenen Sound, verfremdete sein Tenorsaxophon mit Effektgeräten und spielte daneben verschiedene Flöten und Sopransaxophon. Titel wie Power to the People (1969) und Black Is the Color (1972) widerspiegeln zudem seine Identifikation mit der afroamerikanischen Emanzipationsbewegung jener Zeit. Von der Jazzkritik wurden diese Alben jedoch zwiespältig aufgenommen. 1979/1980 arbeitete er u. a. mit Chick Corea und Ron Carter (Mirror, Mirror) zusammen; 1985 trat er mit Carter und Al Foster im Trio auf, veröffentlicht als The State of the Tenor – Live at the Village Vanguard. 1987 folgte ein Gastspiel auf dem Jazzfestival von Genua, bei dem er von Charlie Haden und Al Foster begleitet wurde.

Nach einer längeren Zeit ohne Veröffentlichungen unter eigenem Namen, in der er u. a. mit der Paris Reunion Band, McCoy Tyner, Herbie Hancock und auch mit eigener Band tourte und an Aufnahmen zu Wynton Marsalis' Album Thick in the South beteiligt war, schloss Henderson einen Plattenvertrag mit dem Verve-Label ab und legte im Laufe der 1990er Jahre drei Konzeptalben vor, die Billy Strayhorn, dem Komponisten Duke Ellingtons (Lush Life, 1992), Miles Davis (So Near, So Far, 1993) und Tom Jobim (Double Rainbow, 1995) gewidmet waren. Das Tribut-Album für Jobim bestand aus zwei Suiten, die eine mit einer brasilianischen Band um den Gitarristen Oscar Castro-Neves, die andere von einem US-amerikanischen Quartett mit Herbie Hancock, Christian McBride und Jack DeJohnette eingespielt.

Zwischen 1992 und 1996 entstand außerdem eine Bigband-Produktion unter der Leitung von Arrangeur und Produzent Bob Belden (Big Band, 1996). 1997 folgte eine Interpretation von George Gershwins Porgy and Bess, bei der unter anderen Tommy Flanagan, Dave Holland (Bass) und Jack DeJohnette mitspielten und Chaka Khan „Summertime“ und Sting „It Ain’t Necessarily So“ sangen.

Joe Henderson, der sich stets als einen Lernenden und Suchenden sah, erlitt Anfang 1998 einen schweren Schlaganfall und musste seine musikalische Karriere beenden. Am 30. Juni 2001 verstarb er in San Francisco an Herzversagen.

Benny Golson würdigte den Kollegen: „Joe had one foot in the present, the other in the future, and he was just a step away from immortality“.[1]

Werke (Auswahl)

Boxsets und Zusammenstellungen

  • The Blue Note Years (4 CDs, Blue Note – 1963–1990)
  • The Milestone Years (8 CDs, Fantasy/Milestone – 1967–1976)
  • The Best of Blue Note Years (Blue Note – 1963–1985)
  • Ballads & Blues (Blue Note – 1963–1985)

Weblinks und Quellen

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. Ben Ratliff: Joe Henderson, Saxophonist And Composer, Dies at 64. In: The New York Times. 3. Juli 2001 (englisch, nytimes.com [abgerufen am 23. Januar 2021]).

Anmerkungen

  1. Informationen zur Frühzeit Hendersons laut Kenny Dorham im Cover-Text zu Page One (1963).
  2. Der Covertitel von Page One (1963) führte McCoy Tyner nicht auf, da er zu dieser Zeit bei Impulse! Records unter Vertrag stand; daher hieß es: „Joe Henderson Page One, Kenny Dorham, Butch Warren, Pete LaRoca/etc.“. Auf der Albumrückseite wurde er allerdings genannt.
  3. Aufgrund gesundheitlicher Probleme erweiterte Davis zu seiner Entlastung sein (zweites) Quintett Anfang 1967 mit Joe Henderson als weiteren Solisten. Zum einen für ein Engagement im New Yorker Village Vanguard und für eine Tournee der World Series of Jazz im Februar und März d. J. durch vierzehn Städte. Siehe dazu Jack Chambers: Milestones 2: The Music and Times of Miles Davis Since 1960. Beech Tree Books, New York 1985, S. 100.

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