Judas Priest ¦ British Steel

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GTIN: 5099750213124 Artist: Genres & Stile: ,

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Inhalt

Ausgabe

Extras

Serie

Release

Veröffentlichung British Steel:

1980

Hörbeispiel(e) British Steel:

British Steel auf Wikipedia (oder andere Quellen):

British Steel
Studioalbum von Judas Priest

Veröffent-
lichung(en)

14. April 1980

Aufnahme

Januar – Februar 1980

Label(s)Epic

Format(e)

CD, LP, MC

Genre(s)

Heavy Metal

Titel (Anzahl)

9

Laufzeit

36:03

Besetzung

Produktion

Tom Allom

Studio(s)

Startling Studios, Ascot (England)

Chronologie
Unleashed in the East
(1979)
British SteelPoint of Entry
(1981)

British Steel (engl. für: „Britischer Stahl“) ist das sechste Studioalbum der britischen Heavy-Metal-Band Judas Priest. Es ist das erste Album mit Schlagzeuger Dave Holland.

Hintergrund

Das Livealbum Unleashed in the East war in den Startling Studios von Ringo Starr abgemischt worden. Da die Band mit dem Ergebnis sehr zufrieden war, kehrten sie für die Arbeiten an British Steel dorthin zurück. Als Produzent fungierte Tom Allom, der im gleichen Jahr bereits Def Leppards On Through the Night produziert hatte. Das Album wurde innerhalb von 28 Tagen aufgenommen.

Mit Breaking the Law, Living After Midnight und United enthält das Album drei der bekanntesten Songs von Judas Priest. Die Band nahm mit Hilfe von Julien Temple Musikvideos zu den Liedern Breaking the Law und Living After Midnight auf.

Im Vorfeld der Veröffentlichung wurden vom PR-Agent der Band, Tony McBrain, Falschmeldungen gestreut, die gestohlene Tonbänder zum Inhalt hatten. Diese wären angeblich gegen die Zahlung eines Betrages von 50.000 Pfund von Judas Priest zurückgekauft worden. Die Band und ihr Management wussten nichts von den Falschmeldungen.

2001 wurde im Rahmen der Reihe Classic Albums eine DVD-Dokumentation zu British Steel veröffentlicht, die im Mai 2010 dem Metal Hammer in Deutschland kostenlos beilag.[1]

Musikalischer Inhalt

Musikstil

Ausschnitt aus dem Stück Breaking the Law

Musikalisch unterscheidet sich British Steel nur wenig von den vorhergehenden Alben. Geprägt ist das Album von scharfen Gitarrenriffs und hymnenhaften Gesang in manchen Liedern.

Das Album enthält einige Soundeffekte, wie zerbrochenes Glas, Donner und Robotergeräusche. Da Sampling noch recht unbekannt war, entstanden die Effekte durch „Handarbeit“. So wurde beispielsweise der Donner durch das Zuschlagen einer Tür erzeugt, das klirrende Glas durch eine zerschlagene Milchflasche. Weitere Geräusche wurden mit einem Billardqueue und Ringo Starrs Küchenbesteck erzeugt.[2]

Liedtexte

Inhaltlich setzt sich British Steel kaum von seinen Vorgängern ab. Textlich propagiert werden das Gemeinschaftsgefühl der Fans (vor allem in dem Lied United) und das allgemeine Lebensgefühl der damaligen Jugendgeneration (z. B. in Breaking the Law und Living After Midnight). Mit dem Titel Metal Gods hat sich die Band schließlich einen eigenen Beinamen erschaffen.

Titelliste

  1. Rapid Fire – 4:08
  2. Metal Gods – 4:00
  3. Breaking the Law – 2:35
  4. Grinder – 3:58
  5. United – 3:35
  6. You Don’t Have to be Old to be Wise – 5:04
  7. Living After Midnight – 3:31
  8. The Rage – 4:44
  9. Steeler – 4:30

Alle Lieder wurden von Tipton/Halford/Downing geschrieben.

Auf der US-Ausgabe ist der Titel Breaking the Law an erster Stelle.[3]

Bonustracks (Wiederveröffentlichung 2001)

  1. Red White & Blue – 3:42
  2. Grinder (Live) – 4:49

Singles

  • Living After Midnight/Delivering the Goods
  • Breaking the Law/Metal Gods
  • United/Grinder

Alle drei Singles kamen in Großbritannien in die Charts. Living After Midnight und Breaking the Law bis auf Platz 12, United auf Platz 26. Letzteres wurde bei Top of the Pops als Playback aufgeführt.

Erfolge

Das Album profitierte vor allem davon, dass es 1980 auf dem Höhepunkt der New Wave of British Heavy Metal erschien und Judas Priest als Vorreiter des neuen britischen Metal galten. Vermutlich deshalb gilt es unter vielen Kritikern und Fans auch als das „klassische“ Judas Priest-Album. Titel wie Breaking The Law, Metal Gods oder Living After Midnight gehören zu den bekanntesten Songs der Band und wurden seitdem durchgehend auf Konzerten der Band gespielt. In Großbritannien erreichte es Platz 4 der Charts und war somit das einzige Album von Judas Priest, das sich dort in den Top 5 positionieren konnte. In den Billboard-Charts erreichte es Platz 34.

Die darauffolgende Tournee führte die Band durch ganz Westeuropa und Nordamerika. Vorband war in Europa Iron Maiden, in den USA Def Leppard und die Scorpions.

Das Album wurde 1982 von der RIAA mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet. 1989 erreichte das Album dann Platin-Status.

Einzelnachweise

  1. METAL HAMMER präsentiert DVD-Special zum Judas Priest Jubiläum. In: presseportal.de. (presseportal.de [abgerufen am 21. August 2018]). METAL HAMMER präsentiert DVD-Special zum Judas Priest Jubiläum (Memento des Originals vom 21. August 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2
  2. "Classic Albums: Judas Priest - British Steel", Video-DVD, Edel (Hamburg), 2001
  3. US-Version des Albums bei discogs

Artist(s)

Veröffentlichungen von Judas Priest die im OTRS erhältlich sind/waren:

Defenders Of The Faith ¦ British Steel ¦ Killing Machine ¦ Screaming For Vengeance ¦ Painkiller ¦ Nostradamus ¦ Stained Class

Judas Priest auf Wikipedia (oder andere Quellen):

Judas Priest
Judas priest logo.svg

Judas Priest; Wacken Open Air 2018
Judas Priest; Wacken Open Air 2018
Allgemeine Informationen
HerkunftBirmingham, England
Genre(s)Heavy Metal, Hardrock, Bluesrock (in der Anfangszeit)
Gründung1969
Websitewww.judaspriest.com
Gründungsmitglieder
Alan Atkins (bis 1973)
John Perry (bis 1969; † 1969)
Bruno Stapenhill (bis 1970)
John Partidge (bis 1970)
Aktuelle Besetzung
Gesang
Rob Halford (1973–1992, seit 2004)
E-Gitarre,
Hintergrundgesang
Glenn Tipton (seit 1974)
E-Gitarre
Richie Faulkner (seit 2011)
E-Bass
Ian Hill (seit 1970)
Schlagzeug
Scott Travis (seit 1990)
Ehemalige Mitglieder
Gesang
Tim Owens (1997–2003)
Gitarre
Ernie Chataway (1969–1970; † 2014)
Gitarre
K. K. Downing (1970–2011)
Schlagzeug
John Ellis (1970–1971)
Schlagzeug
Alan Moore (1971, 1975–1976, 1977)
Schlagzeug
Chris Campell (1971–1973)
Schlagzeug
John Hinch (1973–1974)
Schlagzeug
Simon Phillips (1977)
Schlagzeug
Les Binks (1978–1979)
Schlagzeug
Dave Holland (1980–1989; † 2018)
Live-Unterstützung
E-Gitarre
Andy Sneap (seit 2018)

Judas Priest ist eine britische Heavy-Metal-Band aus Birmingham, die seit den 1970er Jahren als eine der einflussreichsten Bands ihres Genres gilt. Ihre Leder- und Nietenkluft setzte Akzente und Lieder wie Breaking the Law, United oder Living After Midnight bescherten der Band über die Metal-Szene hinaus kommerzielle Erfolge.

Geschichte

Gründung (1969–1976)

Judas Priest war ursprünglich eine im Jahr 1969 gegründete Blues-Band, die aus dem Sänger Alan Atkins, dem Gitarristen Bruno Stapenhill, dem Schlagzeuger John Partige und dem Gitarristen John Perry bestand. Perry starb noch im gleichen Jahr bei einem Autounfall und wurde durch Ernie Chataway ersetzt, der 2014 an Krebs verstarb.[1][2] Diese Band fiel jedoch nach einigen Jahren wieder auseinander. Der spätere Band-Gitarrist, Kenneth „K. K.“ Downing aus West Bromwich bei Birmingham wurde nach einem Vorspiel zunächst abgelehnt. Nach der Auflösung der ersten Band stieg Sänger Alan Atkins in Downings Gruppe ein, der auch Bassist Ian Hill angehörte. Da Downing zuvor beabsichtigte, in der Band von Atkins zu spielen, benannte sich die Band um und verwendete von nun an den Namen Judas Priest. Der Name entstammte Bob Dylans Lied The Ballad of Frankie Lee and Judas Priest vom Album John Wesley Harding.

Die Besetzung mit Schlagzeuger John Ellis tourte bis zum Jahr 1973 ohne Plattenvertrag durch Großbritannien, bis Atkins wieder ausstieg. Lediglich zwei Songs nahm die Band in dieser Formation auf, Good Time Woman und We’ll Stay Together.[3] Sue Halford, die Freundin von Ian Hill, brachte nach Atkins' Ausstieg 1973 ihren Bruder Rob Halford als Sänger und John Hinch als Schlagzeuger zur Band, die zuvor gemeinsam in der Band Hiroshima gespielt hatten. 1974 stieß Glenn Tipton als Gitarrist zu Judas Priest. Diese Besetzung mit den Gitarristen K. K. Downing und Glenn Tipton, dem Bassist Ian Hill und dem Sänger Rob Halford hat das Bild von Judas Priest maßgeblich geprägt.

Das erste Album Rocka Rolla erschien im Jahr 1974 unter dem Independent-Label und enthielt teilweise Songs, welche aus der Zusammenarbeit mit Atkins entstanden. Judas Priest spielte zu dieser Zeit Blues und Rock.

Hinwendung zum Heavy Metal (1976–1980)

Im März 1976 erschien das Album Sad Wings of Destiny, welches mit Songs wie The Ripper, Deceiver, Tyrant, Island Of Domination und dem Klassiker Victim Of Changes bereits deutlich Stilelemente des Heavy Metal aufzeigte. Kurz darauf unterschrieb die Band einen ersten großen Plattenvertrag unter dem Major Label CBS/Columbia.

1977 wurde Sin After Sin veröffentlicht. Mit diesem Album wandte sich Judas Priest erstmals gänzlich dem Heavy Metal zu. Im gleichen Jahr spielte die Band eine erste Tour durch Amerika im Vorprogramm von Led Zeppelin, bei der auch der neu eingestiegene Schlagzeuger Les Binks trommelte. Nach dem großen Erfolg der Tour erschienen die Alben Stained Class und Killing Machine (in Amerika unter dem Namen Hell Bent for Leather). 1978 absolvierte Judas Priest eine erfolgreiche Welttournee; vor allem in Japan fand die Band großen Anklang. 1979 wurde das in Japan aufgenommene Live-Album Unleashed in the East, produziert von Tom Allom, veröffentlicht. 1979 tourte Judas Priest als Vorgruppe von AC/DC, u. a. auch in Deutschland mit mehreren Auftritten. 1979 verließ auch Les Binks die Band und wurde durch Dave Holland ersetzt.

Höhepunkt (1980–1992)

Judas Priest 2005/v. l. n. r.: Rob Halford, K.K. Downing, Glenn Tipton, Ian Hill und Scott Travis (nicht ganz auf dem Bild)

Das Kultalbum der Band mit dem Titel British Steel aus dem Jahr 1980 gilt u. a. als mitverantwortlich für den Boom der Stilrichtung der New Wave of British Heavy Metal. Mit Breaking the Law, Living After Midnight und United enthält das Album einige der bekanntesten Songs von Judas Priest. Erstmals nahm die Band Musikvideos auf. Außerdem erhielten sie eine Goldene Schallplatte für dieses Album. Ein Jahr später erschien ihr Album Point of Entry. Das Album Screaming for Vengeance von 1982 markierte wiederum einen Höhepunkt für Judas Priest und erhielt als Auszeichnung Doppelplatin in Amerika, Platin in Europa sowie in Japan. Im Dezember des Jahres 1983 traten Judas Priest zusammen mit Iron Maiden, den Scorpions, Ozzy Osbourne, Def Leppard und anderen Vertretern des Hard Rock und Heavy Metal beim Festival Rockpop in Concert – The Heavy Metal in der Dortmunder Westfalenhalle auf. Das Zweite Deutsche Fernsehen zeichnete die Konzerte auf und strahlte einige Ausschnitte im Februar 1984 aus. Unter anderem spielten Judas Priest 1985 im Rahmen des Live-Aid-Benefizkonzerts.

1986 beschritt die Band mit Turbo musikalisch neue Wege, als erstmals Gitarrensynthesizer verwendet wurden. Das Album löste aufgrund einer behaupteten „kommerziellen Ausrichtung“ Enttäuschung bei vielen alten Fans aus, war aber dennoch erfolgreich und erschloss der Gruppe neue soziale Fanschichten. Wenige Wochen nach Veröffentlichung des Albums Turbo drehten die beiden Filmemacher Jeff Krulik und John Heyn am 31. Mai 1986 auf dem Parkplatz vor der Veranstaltungshalle Capital Centre in Landover, Maryland den 17-minütigen Dokumentarfilm Heavy Metal Parking Lot, aus Anlass eines Konzerts von Judas Priest in der Halle. Im Laufe der Jahre erlangte der musikalische Kurzfilm Kultstatus in der amerikanischen Heavy-Metal-Szene. 1987 erschien das zweite Live-Album Priest…Live!, zu dem es auch eine DVD gibt.

Im Jahr 1990 erschien Painkiller, auf dem der neue Schlagzeuger Scott Travis (u. a. Racer X) mit härterem Sound und Doublebass eine deutliche Veränderung bewirkte.

Trennung und Wiedervereinigung (ab 1992)

Nach Abschluss der Painkiller-Tour 1991 kündigte Sänger Rob Halford seinen Austritt aus der Band an. 1993 erschien das von der Band zusammengestellte Best-Of-Doppelalbum Metal Works, das die erfolgreichsten und besten Songs von Judas Priest zwischen 1977 und 1990 enthielt. Rob Halford gründete gemeinsam mit Scott Travis Fight.

Judas Priest Retribution 2005

Erst 1997 wurde mit dem neuen Sänger Tim Owens versucht, die Band wiederzubeleben. Die Alben Jugulator und Demolition sowie das Live-Album Live Meltdown 98 waren kommerziell recht erfolgreich, überzeugten jedoch viele alte Fans nicht. Um eine Wiedervereinigung der Band mit Rob Halford, der mit seinen Soloprojekten durchaus Erfolg hatte, zu ermöglichen, verließ Tim Owens die Band 2003 und wechselte zu Iced Earth, gründete 2005 aber seine eigene Band Beyond Fear. 2004 spielte die wiedervereinigte Band auf dem Ozzfest.

Am 28. Februar 2005 wurde das neue Studioalbum Angel of Retribution veröffentlicht. Eine Live-DVD, die Material der Angel of Retribution Tour enthält, folgte Anfang 2006 unter dem Titel Rising in the East, in Anlehnung an ihr erstes Livealbum, das auch in Japan aufgenommen wurde.

Anfang des Jahres 2007 zog sich die Band zur Aufnahme eines „epischen Musicals“, das sich mit dem Leben von Nostradamus beschäftigt, ins Studio zurück. Im April 2008 erschien die erste Single dieses Albums, Nostradamus, im Mai die zweite Single, Visions, die beide auf der Homepage von Judas Priest zu finden sind.

Das Album Nostradamus erschien als Doppel-CD am 16. Juni in Europa und am 17. Juni in Amerika. Die damit verbundene Welttournee beinhaltete Songs, die Priest schon seit 20 Jahren nicht mehr gespielt hatten. Auf der US-Tour spielten Priest mit Heaven and Hell und Motörhead zusammen. Im Frühjahr 2009 folgten weitere Konzerte unter dem Motto Priest Feast in Deutschland, Support erhielten sie von Megadeth und Testament. Anfang 2010 erhielt die Band einen Grammy Award for Best Metal Performance für ihr Lied Dissident Aggressor.

Am 7. Dezember 2010 gab die Band bekannt, dass die Epitaph World Tour im Jahr 2011 die letzte große Welttournee sei. Zudem trat die Band auch auf dem Wacken Open Air 2011 auf.[4]

Die Band veröffentlichte am 20. April 2011 eine Pressemitteilung, aus der hervorgeht, dass K. K. Downing Judas Priest mit sofortiger Wirkung verlassen und nicht an der Epitaph World Tour teilnehmen werde. Er wurde durch den 31-jährigen Briten Richie Faulkner ersetzt. Als Grund hierfür gab er auf seiner Website weniger seine Gesundheit an, sondern vielmehr Differenzen zwischen ihm, dem Tour-Management sowie der Band.[5]

Am 25. August 2011 veröffentlichte die Band ein Boxset mit dem Namen „Single Cuts“. Es beinhaltet alle 20 CBS/Columbia Singles mit insgesamt 52 Songs von 1977 bis 1992. Außerdem ist dem Boxset Fotomaterial beigelegt.[6]

Am 11. Juli 2014 wurde das Studio-Album Redeemer of Souls in Deutschland veröffentlicht.[7]

Die Redeemer of Souls Tour von Oktober 2014 bis Dezember 2015 führte Judas Priest auch für fünf Konzerte nach Deutschland (Hamburg, Berlin, Frankfurt, Stuttgart und Oberhausen) sowie auf das in München, zu Rock im Revier in Gelsenkirchen und zum Wacken Open Air. Das Konzert in Wacken wurde unter dem Namen Battle Cry am 25. März 2016 auf CD und am 1. April auf Blu-ray und DVD veröffentlicht.

Am 4. Januar 2018 veröffentlichte die Band mit "Lightning Strike" die erste Single des am 9. März 2018 erscheinenden Studioalbums Firepower.

Am 12. Februar 2018 wurde bekannt, dass Glenn Tipton an der für 2018 geplanten Tour aufgrund seiner bereits 10-jährigen Parkinson-Erkrankung nicht mehr teilnehmen werde. Er wurde durch Andy Sneap ersetzt, der das Album Firepower produziert hat.[8][9]

Rezeption

Der große Einfluss Judas Priests auf die Metalszene zeigt sich unter anderem durch eine große Anzahl von Bands, die sich nach Songnamen ihrer Vorbilder benannten, darunter Exciter, Running Wild, Sinner und Steeler. Die Aufnahme von Gitarrist Glenn Tipton im Jahr 1974 ermöglichte es Judas Priest, zweistimmige Gitarrenharmonien (sogenannte Twin-Guitars) nach dem Vorbild von Bands wie Thin Lizzy in das musikalische Gerüst aufzunehmen. Diese und der opernhafte Gesang wurden zum Markenzeichen der Band.[10] Damit bereitete Judas Priest neben Iron Maiden den Weg für spätere Metal-Bands aller Genres, spieltechnisch anspruchsvolle zweistimmige Gitarrenharmonien mit anderen Techniken wie tiefergestimmten Gitarren oder Powerchords zu kombinieren.[11]

James Vance und Raymond Belknap

1985 planten zwei US-amerikanische Jugendliche, James Vance (damals 20) und Raymond Belknap (19), gemeinsam mit einem Gewehr Selbstmord zu begehen. Am 23. Dezember 1985 trafen sie sich auf einem Spielplatz in Reno (Nevada) und setzten sich unter Drogen. Belknap hielt sich als erster das Gewehr unter das Kinn und erschoss sich. Vance wollte ihm folgen, überlebte aber mit einem von da an grausam entstellten Gesicht. Seine Eltern klagten daraufhin gegen Judas Priest. Ihre Argumentation: Ihr Sohn sei ein zufriedener Junge in einer glücklichen Familie gewesen. Nur die satanische Musik von Judas Priest könne die jungen Männer zu einer solchen Tat getrieben haben.

1990 – James Vance war bereits 1988 an einer Überdosis Medikamente gestorben – kam es zum Verfahren gegen Judas Priest. Im Gerichtssaal in Nevada (wo die gesamte Band auf der Anklagebank saß) wurde daraufhin die Musik von Judas Priest auf versteckte Botschaften untersucht. Es wurden kurze Ausschnitte des Lieds Better by You, Better than Me – der Coverversion eines Liedes der Band Spooky Tooth – vorgespielt, auch sang Halford im Gerichtssaal einige Zeilen dieses Titels. Die Ankläger sahen in diesem Lied einen versteckten Aufruf zum Suizid; es sei die Aufforderung „do it“ („tu es“) im unterschwelligen Bereich versteckt. Die Verteidigung argumentierte, dass die „do-it“-Phrasen zufällig entstanden und zudem keine konkrete Aufforderung seien. Rob Halford kommentierte den Vorwurf, mit unterschwelligen Botschaften zu arbeiten, damit, es wäre kontraproduktiv, seine Fans zum Suizid aufzurufen; er würde es dagegen bevorzugen, die Fans zu mehr Plattenkäufen aufzufordern. Ferner stellte sich im Prozess heraus, dass Vance und Belknap keineswegs die fröhlichen, unbeschwerten Jugendlichen aus harmonischen Familienverhältnissen gewesen waren, als die die Kläger sie darstellten. Sie hatten vielmehr unter erheblichen Anpassungsschwierigkeiten gelitten und Drogenvorgeschichten gehabt, die den Eltern nicht bekannt gewesen waren oder die sie nicht zur Kenntnis genommen hatten. Der Richter entschied, dass die „Botschaften“ zufällige Geräusche, möglicherweise Atemgeräusche Halfords, waren. Die Band wurde freigesprochen.

Rob Halford gab 2007 in einem Interview an, dass er die Tatsache, wegen des Suizids zweier Fans verklagt zu werden, noch immer als völlig absurd ansehe. Er sei jedoch von der amerikanischen Justiz fair behandelt worden.[12]

Die 1991 entstandene Dokumentation Dream Deceivers: The Story Behind James Vance vs. Judas Priest stellt den Prozess und seine Hintergründe ausführlich dar.

Besetzung

Diskografie

Studioalben

JahrTitel
Musiklabel
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen
(Jahr, Titel, Musiklabel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DEAT ATCH CHUK UKUS US
1974Rocka Rolla
Gull
Erstveröffentlichung: 6. September 1974
1976Sad Wings of Destiny
Gull
Erstveröffentlichung: 26. März 1976
1977Sin After Sin
Columbia Records
UK23
(6 Wo.)UK
US
Gold
Gold
US
Erstveröffentlichung: 23. April 1977
Verkäufe: + 500.000
1978Stained Class
Columbia Records
UK27
(5 Wo.)UK
US173
Gold
Gold

(3 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 10. Februar 1978
Verkäufe: + 500.000
Killing Machine 1
Columbia Records
UK32
(9 Wo.)UK
US128
Gold
Gold

(7 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 9. Oktober 1978
Verkäufe: + 500.000
1980British Steel
Columbia Records
UK4
Silber
Silber

(18 Wo.)UK
US34
Platin
Platin

(20 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 14. April 1980
Verkäufe: + 1.060.000
1981Point of Entry
Columbia Records
DE19
(16 Wo.)DE
UK14
Silber
Silber

(5 Wo.)UK
US39
Gold
Gold

(25 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 26. Februar 1981
Verkäufe: + 560.000
1982Screaming for Vengeance
Columbia Records
DE23
(9 Wo.)DE
UK11
(9 Wo.)UK
US17
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(54 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 17. Juli 1982
Verkäufe: + 2.000.000
1984Defenders of the Faith
Columbia Records
DE21
(13 Wo.)DE
AT51
(1 Wo.)AT
CH12
(6 Wo.)CH
UK19
(5 Wo.)UK
US18
Platin
Platin

(38 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 4. Januar 1984
Verkäufe: + 1.000.000
1986Turbo
Columbia Records
DE28
(13 Wo.)DE
AT51
(1 Wo.)AT
CH26
(2 Wo.)CH
UK33
(4 Wo.)UK
US17
Platin
Platin

(36 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 15. April 1986
Verkäufe: + 1.000.000
1988Ram It Down
Columbia Records
DE9
(15 Wo.)DE
AT14
(8 Wo.)AT
CH8
(7 Wo.)CH
UK24
(5 Wo.)UK
US31
Gold
Gold

(19 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 17. Mai 1988
Verkäufe: + 500.000
1990Painkiller
Columbia Records
DE7
(14 Wo.)DE
AT22
(2 Wo.)AT
CH14
(9 Wo.)CH
UK26
(2 Wo.)UK
US26
Gold
Gold

(20 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 3. September 1990
Verkäufe: + 500.000
1997Jugulator
CMC International
DE9
(5 Wo.)DE
AT34
(3 Wo.)AT
CH43
(1 Wo.)CH
US82
(2 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 28. Oktober 1997
2001Demolition
Atlantic Records
DE16
(5 Wo.)DE
AT50
(3 Wo.)AT
CH72
(2 Wo.)CH
US165
(1 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 31. Juli 2001
2005Angel of Retribution
Epic Records
DE5
(6 Wo.)DE
AT10
(5 Wo.)AT
CH19
(4 Wo.)CH
UK39
(2 Wo.)UK
US13
(6 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 28. Februar 2005
2008Nostradamus
Epic Records
DE5
(11 Wo.)DE
AT13
(8 Wo.)AT
CH12
(5 Wo.)CH
UK30
(1 Wo.)UK
US11
(7 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 17. Juni 2008
2014Redeemer of Souls
Epic Records
DE3
(8 Wo.)DE
AT6
(6 Wo.)AT
CH6
(7 Wo.)CH
UK12
(3 Wo.)UK
US6
(7 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 8. Juli 2014
2018Firepower
Epic Records
DE2
(21 Wo.)DE
AT2
(11 Wo.)AT
CH3
(18 Wo.)CH
UK5
(3 Wo.)UK
US5
(3 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 9. März 2018

grau schraffiert: keine Chartdaten aus diesem Jahr verfügbar

1 Erschien in den Vereinigten Staaten als Hell Bent for Leather.

Weblinks

Commons: Judas Priest – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Judas Priest: September 1969: The original Judas Priest is formed (Memento des Originals vom 30. Mai 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2
  2. Judas Priest: Frühes Mitglied Ernie Chataway verstorben
  3. Tim Eckhorst: Metall macht Musik, TheNextArt Verlag, 2008, ISBN 978-3-939400-18-9, S. 43.
  4. Judas Priest announce farewell EPITAPH World Tour!!, http://judaspriest.com/news/fullstory.asp?id=05E3D999-903B-49F0-A8D2-C4A2431C9B2D
  5. K.K. DOWNING retirement Press Release, http://www.judaspriest.com/news/fullstory.asp?id=31894B27-BD13-43BA-84F0-6A11B4F9D835
  6. JUDAS PRIEST To Release 'Single Cuts' In August, http://www.roadrunnerrecords.com/blabbermouth.net/news.aspx?mode=Article&newsitemID=159102
  7. Judas Priest: Hört den Titelsong zum neuen Album REDEEMER OF SOULS. Metal Hammer, abgerufen am 30. April 2014.
  8. https://www.metal-hammer.de/judas-priest-parkinson-diagnose-bei-glenn-tipton-1018923/
  9. https://www.musikexpress.de/nie-wieder-auf-tour-judas-priest-gitarrist-glenn-tipton-an-parkinson-erkrankt-1014655/
  10. Andrew L. Cope: Black Sabbath and the Rise of Heavy Metal Music. Ashgate Publishing, 2010, ISBN 978-0-7546-6881-7, S. 111.
  11. Andrew L. Cope: Black Sabbath and the Rise of Heavy Metal Music. S. 114.
  12. Bernard Perusse: Q&A with Rob Halford. (Nicht mehr online verfügbar.) The Montreal Gazette, 1. August 2007, archiviert vom Original am 12. Oktober 2007; abgerufen am 11. Mai 2015.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2

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