Kollegah ¦ Kollegah

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2LP (Album, Gatefold)

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GTIN: 0196588459016 Artist: Genres & Stile: , ,

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Veröffentlichung Kollegah:

2008

Hörbeispiel(e) Kollegah:

Kollegah auf Wikipedia (oder andere Quellen):

Kollegah ist das zweite Soloalbum des gleichnamigen Rappers Kollegah. Es erschien am 29. August 2008 über das Independent-Label Selfmade Records. Das Album wurde zu einem Großteil von dem Hip-Hop-Musiker Rizbo produziert und enthält keine Beiträge anderer Rapper, allerdings wirken in einigen Hooks Sängerinnen mit. Zusätzlich beigelegt ist eine Doku-DVD mit dem Titel Bei Nacht. Kollegah stieg in Deutschland auf Platz 17 der Album-Charts ein.

Entstehung und Konzept

Felix Blume, so der bürgerliche Name Kollegahs, begann unmittelbar nach der Veröffentlichung seines ersten Albums Alphagene mit der Arbeit an Kollegah. Er suchte sich Beats aus und nahm von Dezember 2007 bis Juli 2008 etwa vierzig Lieder auf. Diese hörte sich der Hip-Hop-Musiker mehrmals an und arbeitete weiter an ihnen, etwa durch Veränderung des Textes. Nach Abschluss des Aufnahmeprozesses wählte er die aus seiner Sicht „langlebigsten“ Titel für das Album aus.[1] Laut Aussage des Künstlers steht hinter dem Album kein durchdachtes Konzept. Im Fokus der Arbeit stehe lediglich der Anspruch, ein unterhaltsames, „lockeres“ Album zu produzieren.[2] Kollegah erschien weniger als ein Jahr nach der Veröffentlichung von Alphagene, was Kollegah im Interview damit erklärt, dass er „die Fans nicht solange [habe] warten lassen [wollen]. Dafür mache [ihm] das Rappen auch […] zu viel Spaß.“

Kollegah verzichtet bei seinem zweiten Soloalbum komplett auf Gastbeiträge anderer Künstler, was für ein Hip-Hop-Album ungewöhnlich ist. In Interviews gibt er dafür verschiedene Begründungen an. So äußerte sich der Rapper gegenüber MZEE.com, dass es sich „so ergeben“ habe und die Zusammenarbeit mit anderen Künstlern nicht zustande gekommen sei.[3] An anderer Stelle sagt er, dass ihm, abgesehen von Azad, mit dem sich Kollegah für die Zukunft gemeinsame Stücke vorstellen könne, keine erstrebenswerte Kooperation eingefallen seien.[1] Das aus 17 Liedern bestehende Album beinhaltet auch keine Skits, wie es bei vielen anderen Hip-Hop-Alben der Fall ist. Jedoch beginnen die beiden Stücke Kokamusik und Bad Boy jeweils mit einem 45 Sekunden langen Dialog, bevor das eigentliche Lied anfängt.

Bei Nacht

Zusätzlich zu der Musik-CD Kollegah liegt dem Album eine DVD bei, die den Titel Bei Nacht trägt und eine Dokumentation enthält, in der vier Männer unter anderem über ihre Erfahrungen mit Kriminalität, Kampfsport und ihre persönlichen Werte berichten. Die vier beteiligten Personen werden im Booklet unter den Namen Jakob, Zaki, Pasa und Ivan geführt. Insgesamt haben die Interviews eine Gesamtlänge von 48 Minuten und 40 Sekunden.

„Die Streetdoku“ ist eine Produktion von Selfmade Records und Destroy Productions. Elvir Omerbegovic, der Gründer von Selfmade Records, war bei der Entstehung der DVD als Regisseur und Produzent beteiligt. Die Kameraführung wurde von Christian Kitscha und Philipp Schöttner übernommen und der anschließende Schnitt erfolgte durch Christoph Dahlhausen. Die DVD ist mit Musik des Hip-Hop-Musikers Rizbo unterlegt.[4]

Kollegah selbst war an Bei Nacht nicht beteiligt. Der Rapper sieht die Dokumentation als Bonus an und legte Wert darauf, dass sich der Preis des Albums durch diese Beilage nicht erhöht.[5] Seiner Ansicht nach „hat die DVD auch einen pädagogischen Aspekt, man erhält von Männern vom Fach einen unverblümten, realistischen Einblick in das Nachtleben mit seinen Gefahren, ohne dass irgendetwas glorifiziert wird.“[6]

Titelliste

Kollegah im Jahr 2008
#TitelProduzentLänge
1Eure HoheitSixJune & Yoshi1:58
2KollegahRizbo3:57
3Big BossRizbo3:40
4StraßenapothekerRizbo3:42
5In der HoodMauvais Garcon3:11
6KokamusikRizbo5:20
7Bad BoyRizbo4:37
8Doubletime FreestyleRizbo & Kollegah1:48
930,3Rizbo3:27
101001 NachtRizbo3:41
11Selfmade HustlerRizbo2:42
12GangsterarroganzChrizmatic3:32
13Halftime FreestyleRizbo & Kollegah2:17
14HerbstRizbo3:22
15GhettobusinessRizbo2:59
16Bis zum TagSixJune & Yoshi3:31
17OutroVizir5:10

Produktion

Rizbo fungierte, wie bei einem Großteil der über Selfmade Records veröffentlichten Alben, als Hauptproduzent. Er produzierte die Titel Kollegah, Big Boss, Straßenapotheker, Kokamusik, Bad Boy, Doubletime Freestyle, 30,3, 1001 Nacht, Selfmade Hustler, Halftime Freestyle, Herbst und Ghettobusiness. Das Lied Halftime Freestyle entstand in Zusammenarbeit mit Kollegah. Des Weiteren produzierten SixJune und Yoshi gemeinsam die Stücke Eure Hoheit und Bis zum Tag. Mauvaise Garcon, welcher bereits für Favorites Album Anarcho einen Titel produziert hatte, war für die musikalische Untermalung von In der Hood verantwortlich. Das Lied Gangsterarroganz wurde von Chrizmatic produziert. Außerdem produzierte Vizir, der bereits auf dem Vorgängeralbum Alphagene mit zwei Stücken vertreten war, das Outro.

Texte

Inhalt

Kollegah beim Fotoshooting im September 2007

Kollegahs Texte behandeln vor allem Kriminalität. So sind wiederkehrende Themen Drogenhandel, körperliche Gewalt und Zuhälterei.[7] Des Weiteren präsentiert Kollegah sich betont arrogant und ignorant.[8] Durch die inhaltliche Ausrichtung präsentiert Kollegah nicht den Menschen Felix Blume, sondern behandelt die von Blume erfundene Kunstfigur Kollegah. In einem Interview erklärte er, dass er in der Vergangenheit zwar vereinzelt persönliche Stücke aufgenommen habe, er jedoch keine Ambitionen habe, seine Charaktereigenschaften oder Meinungen dem Zuhörer zu präsentieren.[5]

Das Stück Kollegah behandelt den Werdegang des Musikers, der mit der Aufnahme des ersten Tapes mit „Billig-Equipment“ beginnt, das einige Zeit später als X-Mas-Edition über Selfmade Records wieder veröffentlicht wurde. Es folgten das Tape Boss der Bosse und das Album Alphagene. Kollegah beschreibt, wie er den Kontrast zwischen seinem Leben wenige Jahre vor der Veröffentlichung von Kollegah und seinem Status im Jahr 2008 wahrnimmt: „Vor nicht mal zwei Jahren, da tickte ich noch Pep in der Hood, heute hat ganz Deutschland auf die Goldkette gekuckt. Ich hab Verkaufszahlen erreicht und geriet dabei, dank raptechnisch herausragender Leistung, zu ’ner Ausnahmeerscheinung.“[4]

Zum Ende des Albums präsentiert Kollegah dennoch zwei Stücke, die persönlich geprägt sind und damit Aspekte des Lebens von Felix Blume wie Liebe und Religion aufgreifen. Der Titel Herbst stellt den Nachfolger zum Lied Sommer dar, das auf dem Mixtape Boss der Bosse zu hören ist, und behandelt das Thema Vergänglichkeit.[6][9] Im Text hebt der Rapper hervor, dass Ruhm und materielle Güter lediglich für eine begrenzte Zeit existieren und dass nach dem Ableben nur die Seele bestehen bleibe („Der Glanz dieser Welt geht vorüber, nichts bleibt uns über, wenn wir sterben so wie Blätter im Herbst“).[4] In Interviews gibt er zwar an, dass er Religion und Musik trenne, dennoch ist das Lied Herbst religiös geprägt: „Nichts auf der Welt hält für ewig, alles was uns bleibt, wenn wir sterben, ist die Seele; und wir möchten im Leben keine Schlösser, wir beten, weil wir wissen, dass wir nach dem Tod dem Schöpfer begegnen.“[2]

Das zweite Lied, das aus dem inhaltlichen Rahmen des Albums fällt, ist Bis zum Tag, in welchem Kollegah eine abgeschlossene Liebesbeziehung thematisiert. Er richtet sich dabei mit der direkten Anrede an die namentlich nicht genannte Frau und versichert ihr, dass er die „früheren Zeiten“ vermisse: „Ich wusste, es gibt keinen, der uns jetzt noch hält; Bonnie und Clyde - es war wir zwei gegen den Rest der Welt; du warst meine große Liebe, ich war deine große Liebe; Yeah, was konnte uns beiden schon passieren?“[4] In einem Interview bestätigt er, dass das Stück Bis Zum Tag einen authentischen Hintergrund habe und sein erstes Stück über das Thema Liebe sei.[10]

Stil

Die Texte auf Kollegah beinhalten häufig Wortspiele und Anspielungen, im Hip-Hop-Jargon als Punchline bekannt. Der Wortwitz Kollegahs war bereits auf seinen vorherigen Veröffentlichungen stark vertreten und wird von Kritikern als besonderes Markenzeichen des Rappers lobend hervorgehoben.[11] Die „Punchlines“ erhalten häufig erst im vertonten Zustand ihren Sinn, da der Rapper zwei Begriffe, die gleich ausgesprochen werden, aber unterschiedliche Bedeutungen haben, in Verbindung bringt. Einige Beispiele sind folgende Verse:

„Der Boss hustlet die halbe Nacht, doch es ist wie Ventilatoren: Wenn du Wind davon bekommst, wirst du kalt gemacht.“

aus Big Boss

„Ich nehm’ Sluts mit in mein Haus und das Treffen ist wie Vulkanlava: Es läuft nach dem Knall’n auf Abhängen hinaus.“

aus Outro

„Wenn sie sehen, wie viel Geld mir ungefähr gehört, dann sagen sie: „Hut ab!“, wie Friseure zu Rabbis, nachdem sie kurz stutzen wie ein Bundeswehrfriseur.“

aus 1001 Nacht

„Lade die Submachinegun-Clips wie ein Waffenfetischist, du gehst zu Boden durch Geschosse wie herabfahrende Lifts.“

aus Ghettobusiness

Ein weiteres Charakteristikum der Texte sind die komplexen Doppel- und Mehrfachreime, die sich oftmals über mehrere Verse ziehen. Beispielhaft können folgende Textauszüge genannt werden:

„Und deine Mum in der Küche mit Silikonimplantaten, chilischotenzermahlend, Kidneybohnensalate verfeinernd, denn sie kocht dem Boss in Schürze ein recht passables, würziges, extra scharfes fürstliches Festtagsmahl.“

aus Outro

„Kuck, sie komm’ mit angebroch’nen Wangenknochen angekrochen, doch sind irgendwann dann trotzdem durch das über lange Wochen erfolgende Nachheilen der Molekularteilchen über den Berg so wie das Hollywood-Wahrzeichen.“

aus Eure Hoheit

Illustration

Das Cover zeigt Kollegah, wie er in Anzug gekleidet aus einem BMW der 7er Serie aussteigt. Sein rechter Arm liegt auf der offenen Autotür und in dessen Hand hält er eine rauchende Zigarre. Der Hintergrund zeigt eine mit Computergrafik erstellte Skyline, welche die kanadische Stadt Toronto darstellt. Kollegah spielt damit, ebenso wie mit seinem Logo, das ein Ahornblatt zeigt, auf seine kanadischen Wurzeln an.[1] Das Booklet des Albums umfasst 20 Seiten, die mit einigen Liedtexten des Albums bedruckt sind.

Vermarktung

Kollegah beim Videodreh zu Big Boss
Kollegah bei einem Konzertauftritt

Im Juli 2008 nahm Kollegah ein Lied mit dem Titel Bodyguard, in dem er sein zweites Album erstmals ankündigt, auf und stellte dieses dem Hip-Hop-Magazin Juice zur Verfügung, dessen Redaktion es als sogenanntes Juice Exclusive! auf der 88. CD der Zeitschrift veröffentlichte. Der Rapper nutzte für den Refrain des Stücks das Programm Auto-Tune, das zur automatischen Tonhöhenkorrektur in der Musik eingesetzt wird und 2008 vor allem durch die Verwendung in der Single Lollipop des Rappers Lil Wayne Erfolge feiern konnte.[12][13]

Am 31. Juli erschien mit Big Boss das erste Video zu einem Stück des Albums. Das Musikvideo zum Lied, das auf einer Burg abgedreht wurde,[14] konnte in den TRL Most Wanted-Charts der MTV-Show Urban TRL direkt Platz 3 erreichen und belegte in den folgenden Wochen auch Position 1.[15] Das im Clip mit „Big Boss“ beschriftete Nummernschild des Mercedes wurde nach dem Dreh über das Internetauktionshaus eBay versteigert.[16][17][18]

Anfang August veranstaltete Selfmade Records in Zusammenarbeit mit der Internetseite Rappers-Guide.com einen als „Remix-Contest“ bezeichneten Wettbewerb, bei dem die Teilnehmer einen alternativen Beat zum Lied Big Boss produzieren mussten.[19] Der Sieger des Wettbewerbs wurde ein privater Produzent, der unter dem Pseudonym Courtmasta arbeitet und als Preis ein Treffen mit Kollegah erhielt.[20] Am 18. Juli wurde das etwa neun-minütige Snippet, ein Zusammenschnitt von Ausschnitten aus den Stücken des Albums, zur kostenlosen Verfügung ins Internet gestellt.[21]

Des Weiteren veröffentlichte Kollegah am 23. August einen weiteren sogenannten Freetrack. Zuvor hatte der Rapper versprochen, ein Lied kostenlos zu veröffentlichen, wenn die Fans häufig für das Video Big Boss bei der MTV-Show Urban TRL abstimmen, damit der Clip eine möglichst hohe Platzierung in den TRL Most Wanted erreicht. Das Lied trägt den Titel Hero und stellt eine Neuinterpretation des Stücks Hero des US-amerikanischen Rappers Nas dar.[22] Kollegah nutzte dafür den ursprünglichen Beat des Hip-Hop-Produzenten Polow da Don und schrieb einen neuen Text darüber. In dem Refrain des Titels übernimmt er das Wort „Hero“, das in der Version von Nas auf Deutsch mit „Held“ übersetzt werden kann, und nutzt es als Abkürzung für das Opioid Heroin. Des Weiteren macht sich Kollegah in dem Lied über den bei Aggro Berlin unter Vertrag stehenden Rapper Fler lustig („Der herausragende Player steht nachts vor deinem Haus und bricht ein wie die Verkaufszahlen von Fler.“). Dieser hatte Kollegah in einem Interview angegriffen und mit Gewalt gedroht, nachdem Kollegah hatte verlautbaren lassen, dass die kommerzielle Dominanz des Labels Aggro Berlin beendet sei und er mehr Einheiten seines neuen Albums verkaufen werde als Fler und Godsilla mit ihrem am selben Tag erscheinenden Album Südberlin Maskulin.[23][6] Die beiden Berliner Rapper stiegen schließlich fünf Plätze hinter Kollegah in die deutschen Album-Charts ein.[24]

Ende August absolvierte Kollegah eine Konzert-Tournee, auf der er sein zweites Soloalbum bereits vor der Veröffentlichung dem Publikum präsentierte. Die Tournee lief unter dem Namen Kollegah - Pre-Listening-Tour und fand vom 27. bis zum 30. August 2008 statt. Er stellte sein Album auf insgesamt vier Konzerten in den Städten Berlin, München, Köln und Hamburg vor und wurde dabei von seinem Labelkollegen Favorite sowie DJ Craft von der Berliner Gruppe K.I.Z unterstützt.[25]

Die Internetseite Mzee.com verband den Verkauf des Albums mit einem Angebot, wonach Kunden, die das Album im Shop der Seite vorbestellten, ein limitiertes exklusives Kollegah-T-Shirt sowie eine handsignierte Autogrammkarte des Rappers zusätzlich erhielten. Am 11. September 2008 wurde das Musikvideo zu Herbst veröffentlicht.[26] Die Filmproduktion wurde von Los Banditos Films übernommen und gedreht wurde in Stuttgart. Auch im Falle des zweiten Videos sollten die Fans mit einem kostenlosen Lied belohnt werden, wenn sie für Herbst bei Urban TRL abstimmen. Die Höchstposition des Titels in den TRL Most Wanted war Platz 3,[27] sodass Kollegah daraufhin den Titel So meine Freunde veröffentlichte.[28]

Selbstwahrnehmung

In einem Interview mit der Hip-Hop-Zeitschrift Juice bringt Kollegah zum Ausdruck, dass die Wandlung eines Künstlers im Verlauf seiner Karriere und die daraus resultierende kritische Auseinandersetzung mit früheren Werken einen natürlichen Prozess, von dem auch er betroffen sei, darstelle. Der Rapper sieht seine ersten Tapes Zuhältertape und Boss der Bosse jedoch nicht als schlechte Tonträger an, sondern ist der Ansicht, „dass sie einfach anders waren“. Die allgemeine Qualität der Stücke sei auf Kollegah trotzdem größer. Eine positive Entwicklung sieht er im Bereich der Abmischung und der Hooklines. Kollegah hat an der Entwicklung der Refrains auf den ersten Alben keinen Wert gelegt und erst für Kollegah den Fokus verstärkt auf die Entwicklung eingängiger Hooklines gelegt. Hierdurch sind, aus Sicht des Rappers, „die Songs noch runder geworden“.[29] Des Weiteren empfindet er das Album Alphagene als düsterer und ernster, wohingegen sein zweites Soloalbum „lockerer, die Punchlines […] wesentlich besser“ und die Stücke „viel humorvoller“ seien.[1]

Rezeption

Erfolg

Nachdem bereits Alphagene auf Position 51 in die deutschen Albumcharts eingestiegen war, konnte auch Kollegahs zweites Album eine Platzierung belegen. In der ersten Verkaufswoche stieg Kollegah auf Platz 17 der Hitparade ein und konnte in der folgenden Woche mit Platz 99 eine weitere Position erreichen. Auch in Österreich konnte der Tonträger mit Position 48 in die Albumcharts einsteigen.[30]

Kollegah auf dem Cover der Backspin

Zudem wurde Kollegah im Rahmen der Veröffentlichung des Albums von der Redaktion des deutschen Hip-Hop-Magazins Backspin auf dem Cover der 96. Ausgabe der Zeitschrift abgebildet, was die erste „Titelstory“ über den Hip-Hop-Musiker darstellt.

Kritik

Die Kritiken zum Album fielen positiv aus. Dies lässt sich anhand der Kritiken der E-Zine Laut.de, der deutschen Hip-Hop-Zeitschrift Juice und der Internetseite Rap.de nachweisen. So geht Kollegah nach Philipp Gässlein, Redakteur der Seite Laut.de, als „solider Zweitling in die Künstlerhistorie ein“ und wird mit vier von möglichen fünf Bewertungspunkten ausgezeichnet. Aus Sicht der Rap.de-Redaktion ist das Album „absolute Geschmackssache“ und weist damit darauf hin, dass das von Kollegah konzipierte Image des arroganten Zuhälters unter den Hip-Hop-Hörern polarisiert. In der Rezension der Juice wird Kollegahs zweites Album als „bislang […] beste Manifestation seines ureigenen Styles“ bezeichnet. Die Redaktion des Magazins wertete Kollegah mit 4,5 von möglichen 6 „Kronen“.

Die zu einem Großteil von Rizbo übernommene Produktion von Kollegah wird „durchwachsen“ bewertet. Aus Sicht der Redaktion von Laut.de sind die Beats zwar mit künstlichen vom Synthesizer erstellten Tönen überladen, aber wirken sich weniger unangenehm auf das Gesamtbild des Tonträgers aus als die Instrumentals auf dem ersten Soloalbum des Düsseldorfers. Im Gegensatz dazu bezeichnet Rap.de die Produktion von Kollegah als „ziemlich farblos“.

Stücke wie Big Boss und Kollegah kritisiert Philipp Gässlein als zu innovationslos, wobei sowohl die Beats als auch der Text negativ gewertet werden. Dagegen sieht Gässlein den Titel Bad Boy als „Highlight“ an und lobt die Stücke Eure Hoheit, das an Veni, Vidi, Vici von Alphagene erinnert, sowie Doubletime Freestyle. Die Rap.de-Redaktion empfindet im Gegensatz zu Laut.de Big Boss als einen Höhepunkt des Albums.

Des Weiteren werden die Titel Herbst und Bis zum Tag, die sich inhaltlich vom Rest des Albums abheben, in den Rezensionen hervorgehoben. Rap.de lobt die Stücke, da sie das Album, das sich durch ein sonst schmales inhaltliches Spektrum auszeichnet und dadurch auf „die Dauer anstrengen und vielleicht auch langweilen“ könne, abwechslungsreicher gestalten. Auch für Laut.de hebt sich Herbst inhaltlich hervor, wobei der Titel seinen Vorgänger Sommer qualitativ nicht erreichen könne. Bis zum Tag wird einerseits ebenfalls inhaltlich gelobt, andererseits nutzt Gässlein das Lied, um exemplarisch hervorzuheben, dass Kollegah, der auf diversen Titeln des Albums die Hookline singt, kein talentierter Sänger sei. Die häufig schräg eingesungenen Gesangsbeiträge des Rappers werden ebenfalls von der Juice-Redaktion negativ angemerkt.

Zusammenfassend werden aus Sicht der Juice die Erwartungen der Hörer durch „Punchlines, Doubletimes und detailliert und eloquent ausformuliertes Zuhälterimage“ erfüllt und Kollegah biete „Unterhaltung auf höchstem Niveau“. Der gleichen Ansicht ist Philipp Gässlein, auch wenn Kollegah bei seinem Vortrag eigentlich nur „Blödsinn“ berichte. Außerdem bringt Rap.de zum Ausdruck, dass der Hip-Hop-Musiker durch seine Vortragstechnik und die Wortspiele zu den interessantesten Rappern in Deutschland zähle.[9][31][7]

Kritik zur DVD

Neben einer Bewertung des Albums beschäftigte sich die Juice-Redaktion auch mit der beigelegten DVD Bei Nacht. Die Dokumentation wird dabei als „überraschend gelungenes Low-Budget-Werk“ bezeichnet. Positiv hervorgehoben werden die Warnungen der interviewten Personen, den von ihnen eingeschlagenen Weg zu gehen. Auch die explizit geäußerte Ablehnung gegenüber dem Verkauf von Drogen und der Zuhälterei werden gelobt. Die DVD verzichtet dazu auf „amerikanisierte Gangsterattitüden“ und „Machogehabe“. Trotzdem muss Bei Nacht als Bonus gewertet werden und ist als eigenständiges Produkt „nicht lebensfähig“.[32]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b c d Interview mit dem MZEE.com-Magazin – Ausgabe 4 / 2008 – Seite 9
  2. a b Interview mit rap4fame.de
  3. Interview mit Kollegah auf MZEE.com vom 21. August 2008, Seite nicht mehr abrufbar, kein Archivlink auffindbar am 22. Dezember 2023
  4. a b c d Booklet des Albums
  5. a b Juice, September 2008, S. 38
  6. a b c Interview. MZEE.com, S. 2
  7. a b Wertung des Albums. (Memento vom 27. September 2008 im Internet Archive) Rap.de
  8. 96. Ausgabe der Hip-Hop-Zeitschrift Backspin, S. 12
  9. a b Philipp Gässlein: Album Kritik auf laut.de
  10. Interview. MZEE.com, S. 1
  11. Laut.de: Wertung von Alphagene (exemplarisch)
  12. August-Ausgabe der Juice (2008) - Seite 34
  13. BadaBoomBadaBang: Kollegah - Bodyguard (Juice Exclusive) (Memento vom 30. September 2008 im Internet Archive)
  14. Juice, September 2008, S. 39
  15. Urban TRL-Ausgaben vom 5. und 26. August 2008
  16. Fotos vom Videodreh (Memento vom 24. September 2008 im Internet Archive)
  17. Video zu Big Boss. Mzee.com
  18. Versteigerung bei eBay
  19. Remix-Contest: Kollegah - "Big Boss" (Memento vom 13. September 2017 im Internet Archive)
  20. Kollegah - Big Boss Remix by Courtmasta (Memento vom 13. September 2017 im Internet Archive)
  21. Snippet zum Album. (Memento vom 7. Juli 2012 im Internet Archive) (13,4 MB)
  22. Freetrack Hero. (Memento vom 10. November 2012 im Internet Archive) (4,1 MB)
  23. Kollegah im Größenwahn. (Memento vom 9. Oktober 2008 im Internet Archive) Rap.de
  24. Kollegah und Fler in den Charts (Memento vom 18. September 2008 im Internet Archive)
  25. Kollegah Pre-Listening Tour 2008 (Memento vom 18. September 2008 im Internet Archive)
  26. MTV.de: Video zu Herbst (Memento vom 13. September 2008 im Internet Archive)
  27. Urban TRL vom 23. September - MTV, 16:05 bis 17:30
  28. Neuer Kollegah Freetrack „So meine Freunde“. (Memento vom 25. Oktober 2008 im Internet Archive)
  29. Juice, September 2008, S. 37
  30. a b Chartquellen: DE AT
  31. Juice, Oktober 2008, S. 108
  32. Juice, Oktober 2008, S. 118

Artist(s)

Veröffentlichungen von Kollegah die im OTRS erhältlich sind/waren:

Kollegah

Kollegah auf Wikipedia (oder andere Quellen):

Kollegah (2015)

Kollegah (bürgerlich Felix Martin Andreas Matthias Blume;[1] * 3. August 1984 in Friedberg, Hessen) ist ein deutscher Rapper, der seine Musik über sein eigenes Label Alpha Music Empire veröffentlicht.

Jugend und Ausbildung

Kollegah beim Out4Fame-Festival 2016

Blume wurde nach Eigenangaben in Friedberg (Hessen) geboren[2] und verbrachte seine Jugend teilweise vaterlos. Seine Mutter ist Deutsche, sein leiblicher Vater stammt aus Kanada.[3] Sein Vater verließ die Familie früh.[4] Er wuchs in Simmern/Hunsrück auf und besuchte dort das Herzog-Johann-Gymnasium.[5][6]

2007 zog er nach Düsseldorf um, wo er heute noch lebt.[7]

2008 erklärte er in einem Interview, er sei durch seinen algerischen Stiefvater in Kontakt mit dem Islam gekommen, habe sich darüber informiert und sei daraufhin als 15-Jähriger gläubiger Muslim geworden.[8][9] Sein Künstlername „Kollegah“ sei auf seinen Stiefvater zurückzuführen.[10] Bis 2005 rappte er auch unter dem Künstlernamen Young Latino.[11]

Blume begann 2009 ein Studium der Rechtswissenschaft an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, hat dieses jedoch Stand 2019 abgebrochen.[12]

Bei der Pussy Terror-Tour der Komikerin Carolin Kebekus ab 2011 arbeitete Blume backstage und bekam gegenüber Kebekus laut Kebekus „...keinen Ton heraus“.[13]

Musikalischer Werdegang


   Übersicht der RBA-Battles   
JahrErgebnisGegner
200413:3[14]Sorgenkind
15:7[15]Guybrush Threepwood
11:2[16]eFTsEkaWE
200512:5[17]Dollar Bill
12:2[18]Merlin
11:7[19]NoMell
14:15[20]dekz
8:4[21]Teitam Maik
16:10[22]Vito Vitality
5:12[23]Guybrush Threepwood
12:15[24]JohnnyDerDon
12:1[25]Muchacho
12:5[26]Kah-Ohh-Beh
12:6[27]dekz
8:4[28]The Reaser
6:15[29]kri'Z
0:0[30]DaX
0:0[31]Christian Flash
0:0[32]Zee4
0:0[33]PapaDog

2004–2006: Das Zuhältertape und Boss der Bosse

Kollegah (2008)

Von Dezember 2004 bis Mai 2005 war Kollegah im Internetportal Reimliga Battle Arena aktiv.[34] Dort gewann er 13 seiner 16 bewerteten Battles und bestritt außerdem vier Bonusbattles, in denen kein Sieger bestimmt wurde. Innerhalb kurzer Zeit konnte er dort einen hohen Stellenwert erreichen.[35]

Im Jahr 2005 trat Blume unter dem Namen Kollegah beim Bundesländerbattle für Hamburg an.[36] Sein erstes Mixtape, das Zuhältertape, veröffentlichte er im Juli 2005 und bot es anfangs frei zum Download an.[37] Er stand seit 2005 bei dem Label Selfmade Records unter Vertrag.[38] Am 29. Dezember 2005 veröffentlichte er dort das Zuhältertape X-Mas Edition, eine Wiederveröffentlichung seines ersten Mixtapes. Am 9. Juli 2006 publizierte er sein zweites Mixtape Boss der Bosse.[39] Das Hip-Hop-Magazin Juice ernannte es zum Mixtape des Monats.[40] Die Hälfte der Produktionen der CD stammen von dem Produzenten Rizbo.[41]

Kritisiert wurde Kollegah für einen schwachen Auftritt beim Hip-Hop- und Reggaefestival Splash Anfang 2006.[42][43] Er erklärte dazu, er sei unvorbereitet aufgetreten und es habe sich um seinen allerersten Liveauftritt gehandelt.[35]

2007–2011: Alphagene, Kollegah, erstes Kollaboalbum mit Farid Bang und Bossaura

Im September 2007 sollte ursprünglich sein erstes Solo-Album mit dem Titel Alphagene über Selfmade Records erscheinen. Aufgrund eines Strafprozesses gegen Kollegah wegen Drogenbesitzes wurde die Veröffentlichung auf den 16. November verschoben. Kollegah war in Bad Kreuznach im Besitz von Amphetamin und Kokain gewesen[44] und wurde deswegen vor Gericht verurteilt.[45]

Am 23. Oktober 2007 war erstmals ein Video von Kollegah in der MTV-Show Urban TRL wählbar. Der zum Lied Kuck auf die Goldkette 2007 gedrehte Clip (Drehbuchautor Ruben Pogany) erreichte mehrmals den ersten Platz der TRL-Most-Wanted-Charts. Die beiden Musikstücke Showtime Again und Sommer vom Mixtape Boss der Bosse wurden in dem Spielfilm Nachtspuren verwendet.[46] Am 29. August 2008 veröffentlichte Kollegah sein zweites Studioalbum „Kollegah“, mit dem er Platz 17 in den deutschen Albumcharts erreichte. 2009 veröffentlichte er neben seiner Beteiligung an dem Selfmade-Records-Labelsampler Chronik 2 und dem Kollaboalbum Jung, brutal, gutaussehend mit Farid Bang außerdem das Zuhältertape Volume 3. 2010 brachte Selfmade Records alle drei „Zuhältertape“-Teile im Rahmen einer limitierten Box neu heraus. Dieser Box war außerdem das Hoodtape Volume 1 beigelegt, das kurz vor Weihnachten 2010 als Hoodtape Volume 1 X-Mas Edition wiederveröffentlicht wurde. Während der Mittelfinger Hoch Tour, die Kollegah mit seinen damaligen Labelkollegen Casper, Favorite, Shiml und MontanaMax spielte, stürmten während des Auftritts in Berlin fünf Männer auf die Bühne und griffen Shiml und MontanaMax an.[47] Kollegahs am 14. Oktober 2011 veröffentlichtes drittes Soloalbum Bossaura erreichte Platz fünf der deutschen Albumcharts.

2010 steuerte er mit Farid Bang den Song Discobitch für das Album Ehrenkodex von DJ Tomekk und Toony bei, welches mit vielen Features deutscher und polnischer Künstler bei einem polnischen Label erscheint.[48]

2012–2015: JBG 2, King und viertes Zuhältertape

Kollegah (2012)

Am 8. Februar 2013 veröffentlichten Kollegah und Farid Bang ihr zweites Kollaboalbum Jung, brutal, gutaussehend 2. Zuvor wurden Single-Auskopplungen des Albums zum Download freigegeben. So gelangten neben Dynamit und Drive-By auch Du kennst den Westen und Stiernackenkommando in die deutschen Verkaufscharts. Mit dem Album selbst erreichte Kollegah zum ersten Mal die Spitze der deutschen Charts. Im Februar 2013 berichtete Media Control, dass sich in den vergangenen fünf Jahren kein anderes Hip-Hop-Album in der ersten Woche so gut verkauft habe wie dieses. Das Album konnte rund 80.000 Einheiten in der ersten Woche absetzen.[49] Laut Spiegel Online knüpften Farid Bang und Kollegah damit an verflossene Großzeiten der Gangsta-Rapper um das Label Aggro Berlin an.[50]

Während der Musikpromotion zu seinem vierten Studioalbum King eröffnete Kollegah seinen eigenen YouTube-Kanal Bosshaft TV, auf dem er unter anderem zahlreiche Videoblogs und eine wöchentliche Late-Night-Show zeigte. Das Album erschien am 9. Mai 2014 und erreichte durch über 100.000 Verkäufe in 24 Stunden Gold-Status. Es setzte sich damit an die Spitze der deutschen, österreichischen und schweizerischen Charts. King wurde bereits in der ersten Verkaufswoche Kollegahs erfolgreichstes Album und brach diverse Verkaufsrekorde.[51] King konnte sich über 315.000 Mal verkaufen.

Am 23. Oktober 2015 kündigte Kollegah mit dem Song Genozid sein Zuhältertape Volume 4 an. Dieses erschien am 11. Dezember 2015, gelangte bis zum 18. Dezember an die Spitze der deutschen Albumcharts und verdrängte damit Helene Fischers Album Weihnachten auf Platz zwei.[52] 17 Lieder des Zuhältertapes erreichten die deutschen Singlecharts, ein Rekord in der Chartgeschichte.[53]

2016–2019: Imperator, Abschluss der JBG-Trilogie, Monument und Alphagene II

Kollegah mit einem Dobermann bei der 1 Live Krone 2015

Im März 2016 gründete Kollegah sein eigenes Label Alpha Music Empire. Als erstes Signing wurde der Rapper Seyed bekannt gegeben, dessen Debütalbum Engel mit der AK am 3. Juni 2016 erschien.[54] Engel mit der AK schaffte es auf Platz drei der offiziellen deutschen Album-Charts.[55]

Am 9. Dezember 2016 erschien Kollegahs sechstes Studioalbum namens Imperator, erstmals bei Alpha Music Empire. Am selben Tag veröffentlichte er auf YouTube den Disstrack Fanpost 2, den die Maskulin Music Group nach 20 Minuten wieder sperrte.

Am 10. März 2017 veröffentlichte er den Freetrack Legacy und kündigte das gleichnamige Best-of-Album an, das am 14. Juli 2017 erschien.[56]

Anfang September 2017 kündigten Kollegah und Farid Bang Jung Brutal Gutaussehend 3 an. Ende September erschien mit Sturmmaske auf (Intro) die erste Single des Albums, mit der sie die Spitze der deutschen Charts erreichten. Das zugehörige Album erschien am 1. Dezember 2017 und erreichte am selben Tag, acht Tage vor der offiziellen Veröffentlichung, den Goldstatus in Deutschland.[57] Mit knapp 30 Millionen Streams in der ersten Verkaufswoche sowie 17 gleichzeitigen Top-50-Platzierungen in den Singlecharts, darunter acht Top-20-Hits, stellte das Album mehrere Rekorde auf. Zudem konnte Kollegah mit den neuen Einstiegen insgesamt 87 verschiedene in den deutschen Singlecharts platzierte Songs vorweisen, womit er ebenfalls einen Rekord aufstellte.[58] Bei der Echoverleihung 2018 (12. April) gewannen Kollegah und Farid Bang den Echo in der Kategorie Hip-Hop/Urban National.[59] Darauf hin entstand eine anhaltende Kritik an der Preisverleihung von 2018 und zahlreiche Künstler gaben ihre gewonnenen Echos aus Protest gegen die Auszeichnung für Kollegah und Farid Bang zurück. Am 25. April 2018 gab der Vorstand des Bundesverbandes Musikindustrie bekannt, dass der Echo nicht länger vergeben wird. Als Begründung wurde die Echoverleihung 2018 genannt. Der Preis dürfe „keinesfalls als Plattform für Antisemitismus, Frauenverachtung, Homophobie oder Gewaltverharmlosung wahrgenommen“ werden. Kollegah und Farid Bang traten 2018 mit dem Titel All Eyez On Us auf und kündigten eine Neuauflage des Albums mit dem Titel Jung, brutal, gutaussehend 3 (Platin war gestern) an.[60] Im Juni 2018 wurde die Veröffentlichung des Albums auf August 2018 verschoben. Das Album sollte ursprünglich aus zwei EPs bestehen; Älter Brutaler Skrupelloser und die Nafri-Trap EP, Vol. 1. Letztere wurde am 29. Juni über diverse Streamingportale veröffentlicht. Die Älter Brutaler Skrupelloser-EP wurde zu einem 15-Track-Album erweitert und erschien unter dem Namen Platin war gestern am 10. August 2018.[61]

Am 19. September 2018 erschien sein erstes Buch Das ist Alpha!: Die 10 Boss-Gebote im Riva Verlag.[62] Am 1. Oktober 2018 kündigte er sein siebtes Studioalbum Monument an, das am 7. Dezember 2018 erschien. Im Oktober 2019 kündigte Blume den Nachfolger seines Debütalbums, Alphagene II, an. Das Album erschien am 13. Dezember 2019.[63]

Seit 2020: Natural Born Killas, Zuhältertape Vol. 5, Free Spirit und La Deutsche Vita

Am 22. Januar 2021 veröffentlichte er mit seinem Labelpartner Asche das Kollaborationsalbum Natural Born Killas.

Am 9. April 2021 startete Kollegah eine fünfmonatige Promophase zu seinem neuen Album Zuhältertape Vol. 5 mit der Veröffentlichung eines ersten Trailers.[64] Bekannt wurde dabei, dass das Album voraussichtlich Ende September 2021 erscheinen wird. Des Weiteren wurde darin der Track Frühling angeteasert, welcher den Abschluss seiner langjährigen Reihe bestehend aus Sommer, Herbst und Winter darstellt. Das Album wurde am 8. Oktober 2021 veröffentlicht.

Mit der Veröffentlichung des Musikvideos Free Spirit am 15. April 2022 kündigte Kollegah das gleichnamige Album an,[65] welches am 5. August 2022 erschien.

Am 7. Juli 2023 wurde sein elftes Studioalbum La Deutsche Vita veröffentlicht.

Stil und Botschaft

Musikalisch ist Kollegah besonders für seine Wortspiele, Punchlines, Reimketten sowie Doubletime-Raptechnik bekannt. Kollegahs Stil lehnt sich stark an den Gangsta-Rap an, wobei er ihn selbst anfangs als Zuhälterrap bezeichnete. Diesen Begriff lehnte er allerdings in einem Interview ab und stellte ihn als bloße Übertragung des amerikanischen Begriffs pimp rap ins Deutsche dar.[66] Mittlerweile orientiert sich Kollegah auch am Storytelling-Rap, was auf dem Album Hoodtape Volume 1 deutlich wird und sich auch bei seiner ersten Single Alpha oder dem Lied Regen von seinem 2014 veröffentlichten Album King ebenfalls bemerkbar macht.[10]

Kollegah beim Videodreh zu Big Boss, 2008

Zu seiner Musikpromotion gehört das ostentativ zur Schau gestellte, durchsichtig vorgetragene Rollenspiel als „der Boss“ und „Westdeutschlands King“, der sich mit Statussymbolen und devotem Personal umgibt, insbesondere einem Butler namens „Frederic“ und „Pasa“, seinem bosnischen Leibwächter.[67] Mit ironischer Vorliebe werden dabei Stereotype gezeigt, die die Lebenswelt eines Bosses der organisierten Kriminalität imaginieren.

Kollegahs „Gangsta-Rap“ setzt auf kalkulierte Grenzüberschreitungen, Provokationen und Tabubrüche, die als Teil seiner Marketingstrategie gelten. Kontinuierlich stießen bestimmte Aussagen seiner Texte auf Kritik und erzeugten Konflikte um seine Auftritte. Hauptkritikpunkte sind Egozentrik, Gewaltverherrlichung, Frauenverachtung, Sexismus, Homophobie, Antisemitismus und Diskriminierung bedrohter Menschengruppen. Kollegahs Verteidiger verweisen dagegen auf seine künstlerische Ausdrucksfreiheit, fehlende Indizierung seiner Texte und besondere Stilmittel des Battle-Raps.[68] Nach eigener Aussage versucht Kollegah in zahlreichen Rapliedern auch Ideale wie Zielstrebigkeit, Ausdauer und Geduld sowie körperliche und geistige Fitness für ein „sauberes und erfolgreiches Leben“ zu vermitteln.[69]

Kollegah erklärte in YouTube-Videos als Muslim den Unterschied zwischen Koran und Bibel. 2003 übersetzte er das Buch Tod – Auferstehung – Hölle des türkischen Kreationisten Harun Yahya vom Englischen ins Deutsche. 2015 sprach er sich gegen die Evolutionstheorie aus.[70]

Kontroversen

Sexismus und Homophobie

Kollegah bei einem Live-Auftritt, 2015

Am 16. Dezember 2011 sollte Kollegah in Bielefeld auftreten. Wegen frauenverachtender, sexistischer, reaktionärer und Homosexuelle diskriminierender Bestandteile seiner Raptexte forderten die Studierendenausschüsse der Universität Bielefeld und der Fachhochschule Bielefeld sowie weitere Gruppen den Veranstalter im November 2011 mit einem Offenen Brief zur Absage des Konzerts auf. Dieser lehnte die Absage mit Verweis auf erhoffte Einnahmen ab.[68] Infolge des Konflikts stieg die Nachfrage nach Konzerttickets, so dass der Veranstalter das Konzert in einen größeren Saal verlegte. Die Zeitung Neue Westfälische (NW) ließ ihre Leser diskutieren: Die meisten befürworteten den Auftritt und sahen die kritisierten Texte als „Satire“ oder „Ghetto-Geprotze“. Der Medienpädagoge Uwe Sander bezweifelte, dass alle Hörer eine satirische Tendenz verstünden, da Rapper bewusst Grenzen überschritten.[71]

Im selben Monat forderten in Bremen das Mädchenkulturhaus (MKH), die lokale DGB-Jugend, die Landesgleichstellungsstelle und eine Schwulen-Initiative die Absage eines Kollegah-Konzerts. Blume schreibe „ausschließlich abscheuliche Texte, in denen Frauen und nicht heterosexuell Orientierte bis zum tiefsten denkbaren Niveau degradiert und beleidigt werden“. Die Tageszeitung (taz) zitierte aus dem Song „Showtime Again“ als Beispiele:

„Ich bau Aggressionen ab durch Vergewaltigungen von Bordsteinschlampen“; „Kid, ich würde lügen, wenn ich sagen würde: Nein, ich habe nie ne minderjährige Bitch missbraucht. […] Nutte, was? Ich komm mit ner Horde Hunde plus Zuhältern, die dich ermorden, Tunte.“

Der Veranstalter forderte daraufhin eine Stellungnahme Kollegahs an, erklärte jedoch zugleich, seine Texte seien nur im Kontext des szeneüblichen „Battle Raps“ zu verstehen. Aussagen wie „muttergefickte Schlampe“ und „der ‚stockschwule Rapper‘“ bezögen sich immer auf einen anderen, dem Publikum bekannten Rapper. Die Kritiker erklärten, für frauen- und schwulenfeindliche Sprachbilder sei es „völlig egal, wer der Adressat der Beleidigung ist“. Man müsse Kollegahs Musik nicht verbieten, ihm aber „deswegen noch lange keine Bühne geben“. Kritik an menschenverachtenden Texten bleibe notwendig, auch wenn sie indirekt zur Popularität Kollegahs beitrage. Der Bochumer Soziologe Martin Seeliger erklärte: Auch im Rahmen des deutschen Gangsta-Raps überzeichne Kollegah sehr stark. Weil er als „reine Kunstfigur ohne Straßenvergangenheit“ in der Szene weniger anerkannt sei als andere Rapper, begehe er den „kalkulierten Tabubruch“ der Herabwürdigung von Minderheiten. Dass Kollegah dabei nur andere Rapper dissen wolle, sei eine „bewusst geschönte“ Darstellung seiner Tourmanager. Seine Konzerte zu skandalisieren oder Verbote anzustreben, besorge jedoch nur sein Geschäft.[72] Nachdem Veranstalter und Tourmanager die Konzertabsage abgelehnt hatten, beantragten Bremens Jugendamt und die Frauenbeauftragte Ulrike Hauffe bei der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien, frauen- und schwulenfeindliche Lieder Kollegahs auf den Index setzen zu lassen.[73] Infolge dieses Antrags wurde das Album Jung, brutal, gutaussehend im Juni 2012 indiziert.[74]

Sein Song Ave Maria, in dem er sich vorstellt, einer „Bitch“ beim Geschlechtsverkehr das Steißbein zu brechen, wurde als frauenfeindliche Gewaltverherrlichung und Verantwortungslosigkeit im Blick auf das zum Teil minderjährige Publikum kritisiert. Der Journalist Jens Balzer sagte dazu: „Er ist lediglich ein zynischer Mensch, der auf seinen Zynismus sehr stolz ist.“[75]

Die Frauenzeitschrift Emma verlieh ihm 2019 den Award Sexist Man Alive 2019.[76] In einem direkt an den Musiker gerichteten Schreiben hieß es: „Keiner ist so sexistisch, homophob und so antisemitisch wie du.“[77]

Laut Jens Balzer seien auch auf Kollegahs im Dezember 2019 erschienenem neuen Album Alphagene II Homophobie und roher Sexismus zu finden. In dem Stück Infinitum, das Kollegahs Frau gewidmet ist, sei, so Balzer, in den Zeilen „Ich geh’ raus in den Krieg und ich weiß, du bist daheim / Die ganze Nacht wach, betest für mich“ möglicherweise das „Selbstverständnis von Kollegah als Künstler und als Mann verdichtet“.[78]

In seinem Nummer-1-Bestseller Das ist Alpha!, beworben als Anleitung, wie man „in einer vermehrt androgynen Gesellschaft“ zum Alphatier aufsteigen könne, schrieb Kollegah: „Frauen wollen Bosse.“ Die Frau habe „natürlich ein Mitspracherecht bei Entscheidungen, aber der Initiator und Durchsetzer, der das letzte Wort hat, bist du. Du respektierst die Frau, aber DU gibst die Richtung vor.“ Das habe „nichts mit Unterdrückung zu tun. […] Frauen wollen vom Mann geführt werden.“[79]

Verschwörungstheorien und Antisemitismus

Laut dem Rechtsanwalt Gerhard Strate machte Kollegah das Andenken von Opfern des Holocaust (von dessen Tätern „Endlösung der Judenfrage“ genannt) wiederholt verächtlich, etwa mit dem Song „Endlösung“ aus dem Zuhältertape Volume 3 (2009), auf dem er von der „Endlösung der Rapperfrage“ sprach. Strate kritisierte auch Kollegahs Bezüge auf NS-Verbrechen auf dem Zuhältertape Vol. 4 (2015), etwa die Textzeilen „Ich bring Schusswaffengeräusche wie die Schutzstaffel der Deutschen“ oder „Kid, es ist der Boss, der für ’ne Modezeitschrift Posen einnimmt wie die Wehrmacht, die in Polen einschritt.“[80]

Im Song „NWO“ (2013) behandelte Kollegah die Verschwörungstheorie einer Neuen Weltordnung, sprach von Präsidenten als Marionetten einer „mächtigen Minderheit“ und Kriegen „unter dem zufriedenen Blick des allsehenden Auges“.[81] Der Antisemitismusforscher Uffa Jensen sah in den eingestreuten Symbolen des Songs ein „Spiel mit antisemitischen Versatzstücken“.[81]

Sein Video zum Track „Apokalypse“ vom Hoodtape Volume 2 (2016) beschrieb 13 Familien von Babylon über König Salomo bis zu den Illuminaten als weltbeherrschende, satanistische Mächte. Diese Motive entnahm er laut Leon Dische Becker (Der Freitag) aus Fritz Springmeiers Werk Bloodlines of the Illuminati: Dieses beschreibt die 13 Familien, darunter die Rothschilds, als Werkzeuge des Teufels und verweist auf das vorjüdische Alter des sechseckigen Sterns. Becker sah daher in Kollegahs Werken seit etwa 2013 eine Entwicklung von Selbstironie zu ausgedehnten politischen Verschwörungstheorien.[82]

Des Weiteren stellte Kollegah in diesem Musikvideo die Menschheitsgeschichte als Kampf von „Gut“ gegen „Böse“ dar. Das Böse in Gestalt des Teufels trägt als einziges Symbol einen Ring mit Davidstern. Kollegah, Vertreter des Guten, führt die Endschlacht in Ostjerusalem auf dem Tempelberg gegen eine Übermacht des Bösen, die von einem Banker im Bankenzentrum von London gelenkt wird. Nachdem der Lenker beseitigt und sein Heer besiegt sind, bauen „Buddhisten, Muslime und Christen“ die zerstörte Welt wieder auf und es herrscht Frieden. Die Juden erwähnt er dabei nicht.[83] Im Liedtext dazu kontrollieren die Illuminaten die „Politik und US-Präsidenten“ durch schwarze Magie und lenken die „Geschicke der Welt geschäftsmännisch“. Nach dem Wiederaufbau werden die gefährlichen schwarzen Bücher mit einer Bücherverbrennung beseitigt.[84]

Kollegah erklärte auf Nachfragen des WDR: Der sechseckige Stern, das Hexagramm, sei viel älter als das Judentum. Für die Wissenschaftler Jakob Baier und Monika Schwarz-Friesel erzählen Bildsymbole und Text jedoch eine antisemitische Heilsgeschichte: Das am Davidstern kenntliche Judentum, das mit dem Teufel und internationaler Geldmacht identifiziert und dämonisiert werde, müsse beseitigt werden, damit die Menschheit dauerhaften Frieden erlangen könne.[85] Daniel Dillmann (Frankfurter Rundschau) sah den Antisemitismus des Songs „in der Struktur, in der Kapitalismus- und Bankenkritik und in der Sprachfarbe des Raps“. Dieser „ästhetische Code“ deutschsprachiger Rapper werde als „institutionalisierter Normbruch“ in einer teilweise antisemitischen Gesellschaft gerechtfertigt.[84] Für Becker sind die antisemitischen „plumpen Anspielungen“ in Kollegahs Video auf bei seinen Fans verbreitete Überzeugungen und eine Medienreaktion angelegt. Dafür spreche auch das anschließend veröffentlichte Video Hardcore mit Nazisymbolik.[82] Auch Szenekenner kritisierten, Kollegah habe in unterhaltsamen Verschwörungstheorien übliche antisemitische Bilder „wiederholt und verbreitet“.[86]

Auch in dem einen Tag nach „Apokalypse“ veröffentlichten Musikvideo TelVision bediente Kollegah gemeinsam mit KC Rebell, PA Sports und Kianush laut dem Antisemitismusforscher Jakob Baier das verschwörungsideologische Phantasma einer angeblichen jüdischen Einflussmacht im Informations- und Mediensektor. Im eine Woche später erschienenen Musikvideo zur Single „Hardcore“ vom Album Imperator (2016), das Kollegah als selbsternannten „Diktator“ und Herrscher über Arbeitssklaven in einem Steinbruch zeigt, finden sich laut Baier „Assoziationen zur faschistischen Symbolik und Ästhetik des Nationalsozialismus“, und zwar ohne „ironische Brechung, aus der sich eine Distanzierung Kollegahs von der faschistoiden Ästhetik ableiten ließe“.[87]

Das Video Kollegah in Palästina (November 2016) zeigt seine Reise durch die palästinensischen Autonomiegebiete, bei der er die Sperranlagen zwischen Israel und dem Westjordanland besichtigte, das Flüchtlingslager Al-Amari besuchte und eine Schule unterstützte. Für den Rapper und Musikproduzenten Marcus Staiger war das Video eine Selbstinszenierung. Kollegah benutze Palästinenser nur als Stichwortgeber für sein rassistisches Konzept von Entwicklungshilfe: „Der weiße Mann packt an und die lila Scheine aus, fährt los und regelt das“. Er blende die Ursachen der Armut in den Autonomiegebieten und der tödlichen Zusammenstöße an israelischen Grenzübergängen aus, präsentiere sich als Staatsgast, lasse Frauen und Mütter kaum zu Wort kommen und ziele mit vielen anti-israelischen Hinweisen auf Beifall seiner Anhänger und Feinde.[88] Die Autorin Sibylle Berg kritisierte, dass Kollegah den Staat Israel nicht besucht hatte und das Video keine Villen im Gazastreifen, keine verarmten Israelis, keine Palästinenser in Israels Regierung und keines der vielen Projekte für israelische und palästinensische Jugendliche zeigte. Statt die Komplexität des Nahostkonflikts einzufangen und zum Abbau des wechselseitigen Hasses beizutragen, habe er seine Anhänger nur mit Vorurteilen gegen Israel gefüttert.[89] Im Musikvideo Fokus, veröffentlicht wenige Tage später, zeigt Kollegah Aufnahmen aus seinem Palästinavideo und beschreibt im Text dazu einen im Hintergrund agierenden Machtzirkel mit verschwörungsideologischen Codes wie „CFR“, „Bilderberger“ oder „New World Order“ und macht ihn für alles Unheil dieser Welt verantwortlich. Durch diese Kontrastierung der Verschwörungserzählungen im Liedtext mit Aufnahmen israelischer Grenzanlagen und einer „leidenden palästinensischen Zivilbevölkerung“ lieferte er laut Jakob Baier Deutungsangebote, die suggerieren, der Staat Israel stehe „mit jenen global agierenden destruktiven Kräften im Bunde“.[90]

Im Disstrack HS.HC von PA Sports, der sich auch gegen den jüdischen Rapper Sun Diego richtet, sang Kollegah den Refrain, der den abgekürzten Titel auflöst: „Deutscher Rap sieht homo aus, ’ne Modenschau von Yoloclowns, Schluss mit den Faxen – Hurensohn-Holocaust.“[91]

Nachdem die hessische Landesregierung,[92] der Zentralrat der Juden in Deutschland und andere „Antisemitismus, Homophobie und Gewalt gegen Frauen“, Minderheiten und Schwächere in Kollegahs Raptexten kritisiert hatten, zog der Stadtrat von Rüsselsheim am Main eine Einladung an Kollegah zum Hessentag 2017 mit knapper Mehrheit wieder zurück.[93]

Kollegah verteidigte sich auf Facebook gegen den Antisemitismusvorwurf und erklärte, viele Kritiker verstünden immer noch nicht die Rolle des Battleraps.[94] Im März 2017 versicherte er in einem Gespräch mit Shahak Shapira, Kat Kaufmann und Ali As, er sei kein Antisemit und kritisiere nur Israels Politik, die er strikt vom jüdischen Glauben trenne. Die Textzeile „Ich leih dir Geld, doch nie ohne 'nen jüdischen Zinssatz mit Zündsatz“ aus dem Song „Sanduhr“ stamme nicht von ihm. Homophobe oder frauenfeindliche Texte seien im Battlerap gängiges Stilmittel zum Herabsetzen der Gegner. Er kritisierte antisemitische Klischees mancher Fans, ließ jedoch antisemitische Kommentare auf seiner Facebook-Seite stehen. Er meinte, nur die Juden („ihr“) sähen sich „in der Opferrolle“.[95]

Auf den Disstracks 0815 und Gamechanger des Albums Jung Brutal Gutaussehend 3 (Dezember 2017) rappten Farid Bang und Kollegah unter anderem: „Mein Körper definierter als von Auschwitz-Insassen“ – „Mache wieder mal ’nen Holocaust, komm an mit dem Molotow.“ In Kollegahs Refrain heißt es: „Dieses Album kommt, weil ihr wieder Ansagen braucht / Fuck mich ab und ich stopfe dir ’ne Pumpgun ins Maul / Dreißig Kilo auf dem Rücksitz, Schlampe / JBG 3, keine 08/15-Bande.“[96] Ein Rezensent von Rap.de fand die Reime auch unter rein rhythmisch-poetischen Aspekten schlecht. Die „makabren Zeilen“ seien meist nur „ein stumpfer Schocker“ ohne Pointe und doppelbödigen schwarzen Humor, „nur um sein fades Album aussehen zu lassen wie eine mutige, tabulose Grenzüberschreitung“. Damit versuchten die Rapper sich ihrem Ruf gemäß „als respektlose Kerle mit losem Mundwerk und lässig-niedriger Hemmschwelle zu inszenieren“. Diese rhetorischen Mittel seien musikhistorisch ausgereizt, berechenbar, erzwungen, substanzlos und daher aktuell nur noch peinlich.[97]

Das Album wurde wegen hoher Verkaufszahlen für die Echoverleihung 2018 nominiert. Wegen der Holocaustvergleiche forderten die Bildzeitung und weitere deutsche Medien den Ausschluss beider Rapper vom Echo. Auf Kritik der Holocaustüberlebenden Esther Bejarano entschuldigte sich Bang bei ihr, verwies aber zugleich auf tausende Hörer, die die Zeilen nicht als „rassistisch oder hetzend“ empfänden.[96] Kollegah rief seine Fans mit mehreren Videos auf, endlich die Macht der „Mainstream-Medien“ zu brechen und sich nicht weiter „verarschen“ zu lassen. Er bot jedem Journalisten 25.000 Euro für „objektive“ Berichte über die Falschmeldung „Pizzagate“ an und lud alle Juden kostenlos zu seinen Konzerten ein.[98] Eine antisemitische Karikatur in der Erstausgabe des Ansage-Videos stellte Juden mit Hakennasen als Kontrolleure von Federal Reserve Bank, Wall Street, sozialen Medien, Hollywood, Fernsehen, Justiz, „Krebs-Industrie“ und „Pornografie-Industrie“ dar. Kollegah erklärte, diese Grafik sei ohne sein Wissen erstellt worden, und ließ sie in späteren Video-Versionen unkenntlich machen.[99]

Für Jens-Christian Rabe (Süddeutsche Zeitung – SZ) erweckte Kollegahs Umgang mit Kritik den „Eindruck einer gruseligen Mischung aus Gewissen- und Verantwortungslosigkeit gepaart mit geschäftlichen Kalkül und verblüffend trotziger Dummheit.“ Am 7. April 2018 missbilligte der Bundesverband Musikindustrie die Wortwahl auf dem Album, erklärte dessen Nominierung jedoch im Rahmen der Kunstfreiheit für zulässig.[96] Dennis Sand (Die Welt) meinte: „Ob Kollegah wirklich ein Antisemit ist oder ob er nur aus Fahrlässigkeit und Unwissen antisemitische Stereotype verbreitet hat, ist an dieser Stelle nicht nachzuvollziehen. Dafür bedarf es eines Dialoges.“[100]

Am 12. April 2018 (dem Holocaustgedenktag in Israel) erhielten Kollegah und Bang den Echo-Musikpreis für das Album JBG 3. Nur Campino kritisierte bei der Verleihung: „Wenn es um frauenverachtende, homophobe, rechtsextreme und antisemitische Beleidigungen geht“, sei für ihn die Grenze der Kunstfreiheit überschritten. Aus Protest gegen die Preisvergabe gaben der Bassist Klaus Voormann, das Notos Quartett, der Dirigent Enoch zu Guttenberg, der Rockmusiker Marius Müller-Westernhagen und der jüdische Pianist Igor Levit ihre früheren Echopreise zurück. Levit erklärte, die Vergabe an Kollegah und Bang sei „ein vollkommen verantwortungsloser, unfassbarer Fehltritt der Echo-Jury“: „Antisemitischen Parolen eine solche Plattform und Auszeichnungen zu geben, ist unerträglich.“ Zu den Kritikern gehörten auch die Rockmusiker Peter Maffay und Wolfgang Niedecken.[101] Der Dirigent Daniel Barenboim kündigte die Rückgabe sämtlicher Echos der von ihm geleiteten Staatskapelle Berlin und des West-Eastern Divan Orchestra an. Der Beschluss sei gefallen, weil eine angemessene Reaktion der Echopreisverleiher auf die Albumtexte ausgeblieben sei. Diese seien eindeutig „antisemitisch, frauenfeindlich, homophob und allgemein menschenverachtend“.[102] Der Musikmoderator Peter Illmann sprach sich für einen Boykott des Albums aus und forderte „die jüngeren Künstler wie Helene Fischer oder Mark Forster“ auf, ebenfalls öffentlich Stellung zu beziehen. Fischer äußerte einige Tage später Kritik an Kollegah, Farid Bang und deren Auftritt, zeigte sich jedoch verärgert, dass das Thema in den Medien mit ihrem Namen „verknüpft“ und ihr „Schweigen“ kritisiert worden sei.[103] In der deutschen Rapszene solidarisierten sich hingegen Vertreter des deutschsprachigen Gangsta-Rap wie Massiv, PA Sports, Summer Cem und Bushido öffentlich mit Kollegah und Farid Bang. Nur wenige Rapper wie Juse Ju oder Retrogott, die keine Vertreter des Gangsta-Rap sind, übten Kritik an Kollegah. Die Rapperin Sookee hatte schon vor der Echopreisdebatte auf Kollegahs und Farid Bangs frauenfeindliche Texte sowie antisemitische Tendenzen im deutschsprachigen Rap hingewiesen. Sie solidarisierte sich mit Campino. Die Antilopen Gang kritisierte Kollegahs Video und seine Erklärung dazu: „Unterdessen hat ein deutscher Rapper wieder etwas hingepfuscht / Und klärt uns auf mit Geheimwissen im Interview / Die Zionisten-Weltverschwörungswürfel sind gefallen / Jeder sagt es, aber meint danach, man dürfe es nicht sagen.“ Laut der Band gerieten bei der Debatte Kollegahs israelfeindliche und verschwörungsideologische Positionierungen aus dem Blick.[82][104]

Der Bundesverband Musikindustrie bezeichnete den Preis für das Album nachträglich als „Fehler“ und kündigte eine Reform des Echopreisverfahrens an. Der Deutsche Kulturrat und der Präsident des Deutschen Musikrats Martin Maria Krüger traten aus dem Echo-Beirat aus. Ein Hauptsponsor des Preises zog sich wegen der Holocaustvergleiche zurück, ein weiterer forderte eine Aufarbeitung vom Veranstalter. Die Bertelsmann-Tochterfirma BMG Rights Management, die das Album mitproduziert und verkauft hatte, erklärte: Die vielen Käufer des Albums zeigten, dass der Text sie nicht so sehr verletzt habe.[105] Am 19. April 2018 erklärte BMG, man lasse die Zusammenarbeit mit Kollegah und Farid Bang ruhen. Der Vorstandschef entschuldigte sich „bei den Menschen, die sich verletzt fühlen.“ Er kündigte an, BMG werde eine Kampagne gegen Antisemitismus an Schulen mit rund 100.000 Euro fördern.[106]

Manche Kommentatoren meinten, schon die Nominierung des Albums hätte solche Reaktionen erfordert.[107] Die Antilopen Gang erklärte, die Zeile über Auschwitz sei tatsächlich eine im Battlerap übliche Punchline. Mit der Empörung darüber wichen die „wieder gut gewordenen Deutschen, bekanntlich stolz auf ihre Erinnerungskultur“, der notwendigen Debatte über den massenhaften Verkauf „reaktionärer Inhalte“ in der Musikindustrie aus: „Eine Diskussion über den Antisemitismus von Kollegah, der an Chemtrails und Pizzagate, aber nicht an die Evolution glaubt, findet in der aktuellen Debatte überhaupt nicht statt.“ Kollegah gehe es kaum noch um HipHop oder Kunst. Er verhalte sich bei YouTube „mittlerweile wie ein faschistischer Agitator“ und schüre dort den „Volkszorn gegen die Mächtigen, die Medien und andere Feinde“.[108] Am 25. April 2018 entschied der Bundesverband Musikindustrie, den Echopreis durch ein anderes Preisverfahren zu ersetzen, damit der Preis nicht mehr als Plattform für Antisemitismus, Frauenverachtung, Homophobie oder Gewaltverharmlosung wahrgenommen werden könne.[109]

Ermittlungen nach einer Strafanzeige wegen Volksverhetzung im Song 0815 gegen Kollegah, Farid Bang und den Vorstandschef von BMG Hartwig Masuch[110] wurden am 16. Juni 2018 eingestellt. Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft befand, die vielen vulgären, menschen- und frauenverachtenden Gewalt- und Sexfantasien in den Liedtexten seien als Teil des Genres „Gangsta-Rap“ von der Kunstfreiheit gedeckt. Die Textzeilen „Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen“ und „Mache mal wieder 'nen Holocaust“ seien keine Leugnung, Billigung oder Verharmlosung des Holocausts und der NS-Herrschaft und keine Aufforderung zur Gewalt, sondern eine für den „Gangsta-Rap“ typische Glorifizierung von Kriminalität und Gewalt.[111]

Am 7. Juni 2018 besuchten Kollegah und Farid Bang privat die Gedenkstätte im früheren KZ Auschwitz I (Stammlager) und legten dort Blumen für die Opfer nieder.[112] Im Oktober 2018 erklärte Kollegah, der Auschwitzbesuch habe ihn sehr verändert. „Wenn du mit eigenen Augen siehst, wie dort fabrikmäßig Menschen vergast wurden, vergisst du das nie.“ Er werde die Begriffe ‚Auschwitz‘ und ‚Holocaust‘ in Rap-Songs nie wieder benutzen und habe eingesehen, „dass das echt verletzend sein kann“.[113] Am 9. November 2018 (dem Jahrestag der Novemberpogrome 1938) erklärte Kollegah in einem Interview, er habe „dem Volk mit der Abschaffung des Echos auch etwas Gutes getan“. Außerdem behauptete er, in den Palästinensergebieten geschehe genau das Gleiche „wie bei uns damals in Deutschland – nämlich während des Holocaust“. Er bejahte auf Nachfrage, ob dort ebenfalls ein beabsichtigter Völkermord geschehe: „Natürlich“, das wisse doch jeder.[114]

Für Benny Fischer (Jüdische Allgemeine) ist diese Aussage „per definitionem antisemitisch“. Kollegah habe sich zunächst als Opfer einer Hetzkampagne inszeniert, dann die Verbrechen der Nazis relativiert und zugleich Israel dämonisiert. Die Verknüpfung von Israelhass, Holocaustrelativierung und Verschwörungstheorien komme bei seinem Publikum einfach gut an. Seine Argumentationsweise erinnere an die Polemik der vermeintlich neuen Rechten. Die Hip-Hop-Szene müsse sich davon klar abgrenzen.[114] Auch für Jakob Baier ist Kollegahs Äußerung ein klassisches Merkmal des israelbezogenen Antisemitismus. Kollegahs „strukturell antisemitische Interpretation globaler Herrschaftsverhältnisse“ könne jungen Menschen attraktiv erscheinen: Zum einen erführen sie eine „Aufwertung, indem sie sich in Abgrenzung zu den bösen gesellschaftlichen Kräften auf der Seite der Guten verorten und sich in der verschwörungsideologischen Wahrnehmung als Teil einer erleuchteten Schicksalsgemeinschaft wähnen können“, zum anderen biete sein „konspirativ-antisemitisches Weltbild“, in dem abstrakte gesellschaftliche Prozesse durch Projektion auf Juden personalisiert werden, ihnen eine „allumfassende Scheinerklärung für unverstandene und negative Phänomene der modernen Gesellschaft“. Dieses Weltbild könne zum Wunsch nach einer Vernichtung der vermeintlich Schuldigen und somit zu Gewalt gegen Juden führen.[115]

Ein für den 9. November 2019 geplantes Konzert Kollegahs in Rastatt sagte deren Gemeinderat zwei Wochen vorher ab: Das Konzertdatum (der Jahrestag der Novemberpogrome 1938) sei mit den „antisemitischen, gewaltverherrlichenden und frauenverachtenden Texten“ des Rappers unvereinbar.[116] Der Bürgermeister betonte: „Denn als aufrechte Demokraten tragen wir Verantwortung, das Erinnern an die Gräueltaten des Naziregimes am 9. November hochzuhalten“. Der Gemeinderat erklärte, ein Kollegah-Konzert in Rastatt sei auch an keinem anderen Tag erwünscht.[117]

Auf seinem Album Alphagene II (Dezember 2019) hielt sich Kollegah mit Gewaltfantasien, Rassismus und politischen Aussagen zurück. Jens Balzer (Deutschlandfunk) vermutete, nach der Absage einiger Konzerte habe sich Kollegah „entschieden, in puncto Antisemitismus mal eine Pause einzulegen“. Seine Fans wüssten seine wenigen Anspielungen jedoch zu deuten, etwa auf Türme des Bankensystems, unter denen die Menschen geknechtet würden.[78]

In München wollte das Backstage im Dezember 2019 ein Konzert mit Kollegah veranstalten und lud dazu seine Kritiker zu einem offenen Dialog ein. Alle Parteien lehnten den öffentlichen Dialog ab. Kritiker wie Charlotte Knobloch (Israelitische Kultusgemeinde), der Verband jüdischer Studenten in Bayern, das Linke Bündnis gegen Antisemitismus und andere forderten, Musikern, die Antisemitismus schüren, keine Bühne zu geben, und den Rapper auszuladen. Auch Bayerns Antisemitismus-Beauftragter Ludwig Spaenle kritisierte das geplante Konzert.[118] Daraufhin sagten das Backstage und der VIP Club das ausverkaufte Konzert kurzfristig ab. Nach Angaben der Münchner Polizei hatte Kollegah selbst entschieden, nicht im VIP Club aufzutreten. Laut Veranstalter war die „absolut destruktive Haltung des Künstlers“ ausschlaggebend für die Absage. Er habe sich nicht von antisemitischen Aussagen distanziert und sich noch im November 2019 über seine Kritiker lustig gemacht.[119]

Coaching-Programm

Im April 2019 kündigten Kollegah und der Verkaufstrainer Dirk Kreuter ein Coaching als „AlphaOffensive“ an, das pro Person bis zu 2.500 Euro kosten sollte. Nach heftigen Protesten sagte Kollegah das Vorhaben über seinen YouTube-Kanal ab und distanzierte sich öffentlich von den Geschäftspraktiken seiner Partner. Doch seit März 2019 hatte er mit der Beratungsfirma Baulig Consulting ein Coachingprogramm namens Alpha Mentoring eingeleitet. Es wirbt ohne Angabe von Preisen um Fans, die in ihrer Bewerbung angeben müssen, was sie verdienen und warum Kollegah gerade sie für das Programm auswählen solle. Er verspricht Lebenshilfe für männliche Geringverdiener mit Beziehungsproblemen und Minderwertigkeitskomplexen. Nach Recherchen der Medien Vice und BuzzFeed, die einen Journalisten verdeckt an einem solchen Kurs teilnehmen ließen, verlangt die Firma Baulig 2000 Euro pro Person für einen mehrwöchigen Kurs. Kollegah verdiene daran hunderttausende Euro für wenig Gegenleistungen. Rund 150 Personen nahmen im Juli 2019 an dem Programm teil, meist junge Männer zwischen 18 und 28 Jahren. Kollegah kommunizierte nur einmal wöchentlich per Videochats mit ihnen. Auf Nachfragen von Vice nach seiner Qualifikation verwies er auf seine eigenen Erfolge und erklärte, der Begriff Coach sei gesetzlich nicht geschützt. Der Kunde urteile selbst über seine Qualifikation. Die Preise und Leistungen seien marktüblich. Die Medienbeobachter kritisierten, dass er von den Problemen der Teilnehmer keine Kenntnis habe, die Kurse zum Verbreiten von Verschwörungstheorien nutze und junge Menschen dort erniedrigt und finanziell ausgebeutet würden. So habe Kollegah behauptet, die Weltordnung sei ein „Pyramidensystem“ und die Menschen an der Spitze bekämen direkte Befehle vom Satan. Ein Mitarbeiter habe den Journalisten massiv zum Vertragsabschluss gedrängt, als dieser aus dem Kurs aussteigen wollte. Experten beurteilten das Programm nach den Recherchen als unseriös, als Täuschung der Teilnehmer, als Guru-Bewegung und Gehirnwäsche.[12]

Kollegah und die Firma Baulig gingen mit elf Abmahnungen gegen die kritischen Berichte von Vice und BuzzFeed vor. Kollegah beklagte Verletzungen seines Persönlichkeitsrechts. Die Redaktionen von Vice und Buzzfeed erhielten ihre Darstellung jedoch aufrecht und nannten Kollegahs Vorwürfe haltlos. Auch der Axel Springer Verlag und die Süddeutsche Zeitung erhielten Abmahnungen Kollegahs zu Anschlussberichten, die die Angaben von Vice und Buzzfeed übernahmen.[120] Er wollte auch dem Bayerischen Rundfunk die Angabe verbieten, Journalisten von Vice hätten sich „über Wochen“ in sein Coachingprogramm eingeschleust. Das Oberlandesgericht München entschied jedoch im Dezember 2019, die Aussage sei die einzig mögliche Schlussfolgerung aus dem Vice-Bericht vom Juli 2019, und wies das Verlangen nach einer Gegendarstellung ab.[121]

Geldstrafe von 100.000 Euro

2019 hatten Kollegah und Jigzaw in ihrem gemeinsamen Song Medusablick sexistische Gewaltfantasien über die beiden Töchter von Robert Geiss und Carmen Geiss verbreitet.[122] Am 15. Oktober 2019 stellten die Eltern einen Strafantrag wegen Beleidigung und Bedrohung und auf Unterlassung der Liedzeilen vor dem Landgericht Mannheim. Im November 2019 verurteilte das Gericht Kollegah und seine Plattenfirma Alpha Music Empire zu einer Geldstrafe von insgesamt 100.000 Euro. Das Album durfte nicht mit dem ursprünglichen Text weiter verkauft werden, weil es laut Urteilsbegründung vom 2. Juni 2020 das Persönlichkeitsrecht der beiden jungen Frauen schwerwiegend verletzte. Daraufhin änderten die Rapper die fraglichen Textzeilen.[123]

Strafprozesse wegen Körperverletzung

Nach einer Disco-Schlägerei am 29. Juni 2013 in Freilassing zeigten zwei Gäste Kollegah wegen gefährlicher Körperverletzung an: Er habe einen Gast niedergeschlagen und dem anderen das Nasenbein gebrochen. Kollegah erklärte, er habe in Notwehr gehandelt und sei selbst getreten, geschlagen und gewürgt worden. Nach einem Freispruch mangels Beweisen und dem Berufungsverfahren stellte das Landgericht Traunstein das Verfahren mit Einwilligung der Anklage nach § 153a StPO gegen eine Geldauflage von 40.000 Euro an gemeinnützige Organisationen und je 3.000 Euro an die beiden Geschädigten ein.[124]

Bei einem Konzert am 18. März 2017 in Leipzig sollte auf der Bühne ein üblicher Battle-Rap zwischen zwei Zuschauern ausgetragen werden. Als ein Teilnehmer nach Kollegahs Sonnenbrille griff, wies dieser ihn zuerst ab, schubste ihn dann weg, versetzte ihm einen Fußtritt und schlug ihm mit der Faust ins Gesicht. Nachdem Sicherheitskräfte den Teilnehmer von der Bühne geschleift hatten, setzte Kollegah das Konzert fort. Nach viel Kritik im Internet an seinem Verhalten und Medienberichten darüber zeigte ein Unbeteiligter Kollegah am 20. März an.[125] Später meldete sich der Geschlagene bei den Ermittlern. Kollegah behauptete, er sei von ihm bedroht und beleidigt worden. Er wurde im August 2017 zu einer Geldstrafe von 18.000 Euro verurteilt; sein Anwalt legte gegen den Strafbefehl zunächst Einspruch ein,[126] zog diesen aber im Dezember 2017 schließlich wieder zurück.[127][128]

Andere Aktivitäten

Bosstransformation

Im Januar 2014 brachte Kollegah unter dem Titel Bosstransformation sein eigenes Fitness- und Ernährungsprogramm auf den Markt. Er gab an, es sei ihm damit gelungen, seinen Körperfettanteil „von schwabbeligen 22 % auf staubtrockene 7 % zu senken und gleichzeitig erheblich Muskelmasse aufzubauen“.[129] Zu diesem Thema erschien am 1. April 2014 sein ironischer Rap-Song Von Salat schrumpft der Bizeps. Nach seinen Angaben führten über 10.000 Menschen das Ernährungsprogramm durch.[130]

Alpha Music Empire

Im September 2016 gründete Kollegah sein eigenes Label Alpha Music Empire. Zuvor war er bei Selfmade Records unter Vertrag.[131] Als erstes Signing wurde der deutsche Rapper Seyed bekanntgegeben.[132] Im August 2016 wurde bekanntgegeben, dass Kollegah sich mit Warner Music Group über einen Vertriebsdeal geeinigt hat.[133]

Tourneen

Kollegah spielte in seiner Karriere bis jetzt zwölf Tourneen. Auf sechs war der deutsche Rapper Favorite vertreten.

Tourposter zur „Je mehr Testo besser Tour“
Tourposter zur „Live 2011 Tour“
JahrTourneeTourneedaten
2007Showtime, Bitch! Tour[134]
mit Favorite, Shiml & Slick One
12 Konzerte


  • 18.10. – Köln (mit Casper)
  • 19.10. – Lahr (mit JAW)
  • 20.10. – Lörrach (mit JAW)
  • 21.10. – Weinfelden (mit MontanaMax)
  • 22.10. – Stuttgart (mit MontanaMax)
  • 23.10. – Dortmund (mit Casper und Flipstar)
  • 24.10. – Braunschweig (mit Pimpulsiv)
  • 25.10. – Berlin
  • 26.10. – Dresden (mit MontanaMax)
  • 27.10. – Weißwasser (mit MontanaMax)
  • 01.11. – Wien (mit Mastino 10)
  • 02.11. – München (mit Pretty Mo)
2008Alphagene Tour[135]
mit Favorite, Massimo & Tarek
7 Konzerte

  • 28. April – Köln
  • 29. April – Frankfurt
  • 30. April – Berlin
  • 1. Mai – Hamburg
  • 2. Mai – München
  • 3. Mai – Wien
  • 4. Mai – Stuttgart
2009Mittelfinger Hoch Tour[136]
mit Casper, Favorite & Shiml
15 Konzerte


  • 8. April – Hannover
  • 9. April – Berlin
  • 10. April – Dresden
  • 11. April – Weinheim
  • 12. April – Frankfurt
  • 15. April – Bremen
  • 16. April – Hamburg
  • 17. April – Köln
  • 18. April – Osnabrück
  • 19. April – Essen
  • 20. April – Stuttgart
  • 21. April – Nürnberg
  • 22. April – Fulda
  • 23. April – München
  • 25. April – München
2010Teens for Cash Tour[137][138]
mit Favorite
20 Konzerte

  • 17. Februar – Hannover
  • 18. Februar – Osnabrück
  • 19. Februar – Kiel
  • 20. Februar – Hamburg
  • 22. Februar – Stuttgart
  • 23. Februar – Duisburg
  • 24. Februar – Frankfurt
  • 25. Februar – Würzburg
  • 26. Februar – Münster
  • 27. Februar – Köln
  • 2. April – Zürich
  • 11. April – Bremen
  • 16. April – Magdeburg
  • 17. April – Bochum
  • 23. April – Kassel
  • 24. April – Chemnitz
  • 27. April – Wien
  • 28. April – München
  • 29. April – Innsbruck
  • 29. April – Dornbirn
Je mehr Testo besser Tour[139]
mit Favorite
10 Konzerte

  • 12. November – Dresden
  • 13. November – Braunschweig
  • 18. November – Kiel
  • 19. November – Osnabrück
  • 20. November – Weinheim
  • 26. November – Lindau
  • 27. November – Saarbrücken
  • 15. Dezember – Fulda
  • 16. Dezember – Aachen
  • 17. Dezember – Kaiserslautern
2011Live 2011 Tour[140]
mit Favorite
31 Konzerte

  • 14. Oktober – Aachen
  • 15. Oktober – Kaiserslautern
  • 16. Oktober – Frankfurt
  • 17. Oktober – Nürnberg
  • 18. Oktober – Augsburg
  • 19. Oktober – Wien
  • 20. Oktober – Graz
  • 21. Oktober – München
  • 22. Oktober – Konstanz
  • 23. Oktober – Köln
  • 25. Oktober – Osnabrück
  • 26. Oktober – Hamburg
  • 27. Oktober – Flensburg
  • 28. Oktober – Lübeck
  • 29. Oktober – Braunschweig
  • 30. Oktober – Dresden
  • 2. November – Hannover
  • 3. November – Düsseldorf
  • 4. November – Münster
  • 5. November – Weinheim
  • 6. November – Kassel
  • 9. November – Stuttgart
  • 10. November – Freiburg
  • 11. November – Zürich
  • 12. November – Basel
  • 13. November – Trier
  • 13. Dezember – Dortmund
  • 14. Dezember – Bremen
  • 15. Dezember – Fulda
  • 16. Dezember – Bielefeld
  • 17. Dezember – Koblenz
2013JBG 2 Tour[141]
mit Farid Bang
12 Konzerte

  • 3. April – Hamburg
  • 4. April – Hannover
  • 5. April – Oberhausen
  • 6. April – Zürich
  • 7. April – Stuttgart
  • 8. April – Frankfurt
  • 9. April – München
  • 10. April – Nürnberg
  • 11. April – Wien
  • 12. April – Dresden
  • 13. April – Münster
  • 14. April – Köln
2014King Tour[142]
24 Konzerte


  • 10. September – Frankfurt
  • 11. September – Saarbrücken
  • 12. September – Trier
  • 13. September – Köln
  • 14. September – Hamburg
  • 16. September – Hannover
  • 17. September – Kiel
  • 18. September – Rostock
  • 19. September – Leipzig
  • 20. September – Wien
  • 22. September – Nürnberg
  • 23. September – München
  • 24. September – Stuttgart
  • 26. September – Zürich
  • 27. September – Heidelberg
  • 28. September – Freiburg
  • 30. September – Osnabrück
  • 1. Oktober – Aurich
  • 2. Oktober – Münster
  • 4. Oktober – Oberhausen
  • 5. Oktober – Magdeburg
  • 6. Oktober – Kassel
  • 7. Oktober – Würzburg
2016Red Light Tour[143]
22 Konzerte

  • 17. März – München
  • 18. März – Nürnberg
  • 19. März – Stuttgart
  • 24. März – Berlin
  • 25. März – Hamburg
  • 31. März – Freiburg
  • 1. April – Oberhausen
  • 2. April – Köln
  • 16. April – Magdeburg
  • 17. April – Hannover
  • 21. April – Offenbach
  • 22. April – Kempten
  • 23. April – Zürich
  • 24. April – Heidelberg
  • 27. April – Innsbruck
  • 28. April – Luxemburg
  • 29. April – Würzburg
  • 30. April – Wien
  • 1. Mai – Ingolstadt
  • 5. Mai – Dresden
  • 6. Mai – Leipzig
  • 7. Mai – Bremen
2017Imperator Tour[144]
19 Konzerte

  • 18. März – Leipzig
  • 19. März – München
  • 21. März – Berlin
  • 22. März – Hannover
  • 24. März – Kiel
  • 26. März – Hamburg
  • 28. März – Mannheim
  • 29. März – Stuttgart
  • 30. März – Frankfurt
  • 30. März – Oberhausen
  • 1. April – Würzburg
  • 2. April – Kassel
  • 5. April – Wien
  • 6. April – Graz
  • 9. April – Ravensburg
  • 11. April – Nürnberg
  • 12. April – Regensburg
  • 15. April – Esch an der Alzette
  • 16. April – Köln
2018JBG 3 Tour[145]
mit Farid Bang
15 Konzerte

  • 5. Januar – Köln
  • 6. Januar – Münster
  • 8. Januar – München
  • 9. Januar – Wien
  • 10. Januar – Nürnberg
  • 13. Januar – Stuttgart
  • 14. Januar – Mannheim
  • 15. Januar – Hannover
  • 17. Januar – Hamburg
  • 18. Januar – Berlin
  • 19. Januar – Leipzig
  • 20. Januar – Frankfurt
  • 22. Januar – Bremen
  • 23. Januar – Oberhausen
  • 24. Januar – Bielefeld
2019Monument Tour[146]
mit Juri und Asche
15 Konzerte

  • 10. Oktober – Hannover[147]
  • 11. Oktober – Berlin[147]
  • 12. Oktober – Wien[148]
  • 07. November – Hamburg[148]
  • 08. November – Oberhausen[149]
  • 09. November – Rastatt (abgesagt)[117]
  • 11. November – Zürich[150]
  • 12. November – Köln
  • 13. November – Bielefeld[149]
  • 14. November – Leipzig
  • 10. Dezember – Offenbach
  • 11. Dezember – Saarbrücken
  • 12. Dezember – Nürnberg
  • 13. Dezember – Dresden
  • 14. Dezember – München (abgesagt)[119]

Spender

Im Herbst 2018 flog Kollegah mit dem Düsseldorfer Tierschutzverein Notpfote Animal Rescue e. V. in deren Partner-Tierheim[151] in Ungarn, um dort einen Hund zu adoptieren. Dazu drehte er mit seinem Team einen Spendenaufruf[152], der innerhalb eines Monats die Finanzierung einer eigenen Stromversorgung des Tierheims sicherstellte. Im Frühjahr 2019 gewann die Autorin Xenia Hügel mehrere prominente Spender für ihr Hilfsprojekt Sounds of Hope Children Center in Uganda, darunter Kollegah. Im Vorfeld einer Tournee spendete er einen unbekannten Betrag für ein Klassenzimmer und einen Brunnen auf dem Areal eines Waisenhauses in Kampala.[153]

Diskografie

Studioalben

Bisher erschienen elf Studioalben des Künstlers, von denen alle in die Charts einstiegen. Von seinem vierten Studioalbum King an belegten fünf aufeinanderfolgende Studioalben bis Alphagene II die Spitzenposition in den deutschen Charts. Der Tonträger King ist zugleich das erfolgreichste Album Kollegahs mit über 315.000 verkauften Einheiten, gefolgt von dem Zuhältertape Vol. 4 mit über 207.500 Verkäufen. Insgesamt wurden Kollegahs Studioalben mit zwei Goldenen Schallplatten und zwei Platin-Schallplatten in Deutschland und jeweils einer Goldenen und einer Platin-Schallplatte in Österreich ausgezeichnet. King hielt sich mit 23 Wochen am längsten in den deutschen Charts. Die Gesamtverkäufe seiner Studioalben belaufen sich auf über 682.500, von denen er für 622.500 verkaufte Einheiten Schallplattenauszeichnungen erhielt.

JahrTitel
Musiklabel
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[154]
(Jahr, Titel, Musiklabel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE AT CH
2007Alphagene
Selfmade Records
DE51
(1 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 16. November 2007
Verkäufe: + 20.000[155]
2008Kollegah
Selfmade Records
DE17
(2 Wo.)DE
AT48
(1 Wo.)AT
Erstveröffentlichung: 29. August 2008
Verkäufe: + 20.000
2011Bossaura
Selfmade Records
DE5
(4 Wo.)DE
AT19
(2 Wo.)AT
CH14
(1 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 14. Oktober 2011
Verkäufe: + 40.000[155]
2014King
Selfmade Records
DE1
Dreifachgold
×3
Dreifachgold

(23 Wo.)DE
AT1
Platin
Platin

(15 Wo.)AT
CH1
(11 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 9. Mai 2014
Verkäufe: + 315.000
2015Zuhältertape Vol. 4
Selfmade Records
DE1
Platin
Platin

(22 Wo.)DE
AT2
Gold
Gold

(11 Wo.)AT
CH2
(9 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 11. Dezember 2015
Verkäufe: + 207.500
2016Imperator
Alpha Music Empire
DE1
Gold
Gold

(20 Wo.)DE
AT1
(7 Wo.)AT
CH1
(6 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 9. Dezember 2016
Verkäufe: + 100.000
2018Monument
Alpha Music Empire
DE1
(13 Wo.)DE
AT1
(7 Wo.)AT
CH1
(9 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 7. Dezember 2018
2019Alphagene II
Alpha Music Empire
DE1
(11 Wo.)DE
AT7
(8 Wo.)AT
CH3
(7 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 13. Dezember 2019
2021Zuhältertape Vol. 5
Alpha Music Empire
DE5
(6 Wo.)DE
AT3
(5 Wo.)AT
CH2
(5 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 8. Oktober 2021
2022Free Spirit
Alpha Music Empire
DE8
(5 Wo.)DE
AT9
(3 Wo.)AT
CH10
(1 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 5. August 2022
2023La Deutsche Vita
Alpha Music Empire
DE1
(5 Wo.)DE
AT10
(2 Wo.)AT
CH6
(3 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 7. Juli 2023
C.B.A. – Cross Border Armageddon – The English Album
Alpha Music Empire
DE83
(1 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 3. November 2023

Auszeichnungen

Kollegah mit seiner 1LIVE Krone

1 Live Krone

JahrEmpfängerNominierungPreisErgebnisRef.
2014Kollegah„Du bist Boss“Best Hip-Hop-ActGewonnen[156]

Echo Pop

JahrEmpfängerNominierungPreisErgebnisRef.
2015KollegahKollegahBest Interactive Act nationalGewonnen[157]
Hip-Hop/Urban
2016Best Interactive Act national[158]
Hip-Hop/Urban
2017Nominiert[159]
2018Kollegah & Farid BangJung, brutal, gutaussehend 3Gewonnen[160]
Album of the yearNominiert

Hiphop.de Awards

JahrEmpfängerNominierungPreisErgebnisRef.
2006KollegahBoss der BosseBestes Mixtape (Deutsch)Nominiert[161]
Kollegah auf dem SplashGrößte Peinlichkeit
kollegah.deBeste Artistpage (Deutsch)
KollegahBestes Rapsolo (Deutsch)
Bester Newcomer (Deutsch)
2007[162]
Bestes Rapsolo (Deutsch)
Bester Promostunt
kollegah.deBeste Artistpage
„Kuck auf die Goldkette 2007“Beste Single (Deutsch)
„Ein guter Tag zum Sterben“Beste Punchline
2008KollegahBestes Album National[163]
2009FanpostBeste PunchlineGewonnen[164]
Zuhältertape Volume 3Bestes Mixtape National
Kollegah & Farid BangJung, brutal, gutaussehendBeste Kollaboration
Bestes Album NationalNominiert
„Mitternacht“Bestes Video National
Beste Single National
Casper, Kollegah & Favorite„Mittelfinger hoch“
KollegahKollegah bekommt einen geblasen (Video)Bester Promostunt
KollegahGrößte Peinlichkeit
Bester Rap-Solo-Act National
2010Hoodtape Volume 1Bestes Mixtape NationalGewonnen[165]
Fard feat. Kollegah, Farid Bang, Snaga & Summer Cem„60 Terrorbars Infinity“Beste KollaborationNominiert
Favorite feat. Kollegah„Discospeed“Beste Single national
Kollegah„Katapult“Beste Punchline
KollegahGrößte Peinlichkeit
Bester Rap-Solo-Act National
Kollegah & Laas Unltd.Kollegah/Laas Unltd. BeefBester Promostunt
2011Kollegah feat. Haftbefehl & Farid Bang„Kobrakopf“Beste KollaborationGewonnen[166]
Kollegah & FavoriteKollegah & FavoriteBester Live-Act
Kollegah„Business Paris“Beste Punchline
Kollegah Facebook PageBester Social-Networks-AccountNominiert
BossauraBestes Album national
Kollegahs AutotuneGrößte Peinlichkeit
KollegahBester Rap-Solo-Act National
2012„Dynamit“Beste Punchline[167]
2013„Stiernackenkommando“Gewonnen[168]
KollegahBester Rap-Solo-Act National
Kollegah & Farid BangKollegah & Farid BangBeste Gruppe NationalNominiert
Jung, brutal, gutaussehend 2Bestes Release National
2014KollegahKing[169]
„Alpha“Bestes Video National
KollegahBester Rap-Solo-Act National
Bester Rap-Solo-Act National
2015Gewonnen[170]
Zuhältertape Vol. 4Bestes Release NationalNominiert
„Genozid“Bester Song National
„Angeberprollrap Infinity (Outro)“Beste Punchline
2016„Nero“[171]
„Hardcore“Bestes Video National
2017Kollegah & Farid BangKollegah & Farid BangBeste Gruppe NationalGewonnen[172]
Jung, brutal, gutaussehend 3Bestes Album NationalNominiert
2018KollegahMonumentBestes Album National[173][174]
„Der letzte Krieg“Beste Line
Kollegah & Farid BangKollegah & Farid BangBeste Gruppe National
2021KollegahKollegahBester Rap-Solo-Act National[175][176]
Lyricist des JahresGewonnen
Zuhältertape Vol. 5Bestes Album NationalNominiert
„Rotlichtsonate“Bester Song National
„Zuhälteraura“Beste Line
2022KollegahBester Rap-Solo-Act National[177][178]
Lyricist des Jahres
Free SpiritBestes Album National
„Déjà-Vu“Beste Line
Sun Diego, Farid Bang & Kollegah„Schwarz Rot Gold“Bestes Video National
2023KollegahKollegahBester Solo-Act National[179][180]
Lyricist des Jahres
„Lorbeerkranz“Bester Song National
Beste Line

Deutscher Webvideopreis

JahrEmpfängerNominierungPreisErgebnisRef.
2014Kollegah„Armageddon“AAAGewonnen[181]
Epic
„Freuet euch, der Boss ist da“Newbie
2017„Nero“Original SongNominiert[182]

Bücher

Weblinks

Commons: Kollegah – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Felix Martin Andreas Matthias Blume, Stromberg. Abgerufen am 21. August 2023.
  2. Künstler-ID 00491070661 bei der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte; Kollegah: Das ist Alpha! S. 99
  3. Jakob Paur: Kollegah: »Ich habe etwas Einzigartiges geschaffen« // Interview. In: JUICE MAGAZIN. 13. Mai 2014, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 7. April 2018; abgerufen am 31. August 2021 (deutsch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/juice.de
  4. Jakob Paur: Kollegah - Munzinger Biographie. In: Munzinger. Abgerufen am 11. Januar 2022 (deutsch).
  5. Ärger um Rapper Kollegah und Farid Bang: Musikpreis trotz Auschwitz-Zeile? In: Rhein Zeitung. 4. April 2018, abgerufen am 31. August 2021.
  6. Nora Gantenbrink: Mit dem Boss am Ballermann. In: stern.de. Abgerufen am 31. August 2021.
  7. Kollegah: »Ich habe etwas Einzigartiges geschaffen« // Interview. In: Juice. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 7. April 2018; abgerufen am 11. Januar 2022.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/juice.de
  8. Lars Weisbrod: Kollegah & Farid Bang: Jung, brutal, Antisemit? In: zeit.de. 11. April 2018, abgerufen am 31. August 2021.
  9. Nadine Lange: Neues Album von Kollegah: Der Boss ist müde. In: Tagesspiegel. 10. Dezember 2018, abgerufen am 31. August 2021.
  10. a b Dennis Kraus: Kollegah, Slipper statt Sneaker. In: Backspin Hip Hop Magazin 96 / 2008, S. 10–16
  11. Kollegah über seine letzte Schlägerei, Young Latino & Geldsorgen. 16bars.de, 15. Dezember 2015
  12. a b Daniel Drepper, Paul Schwenn, Johann Voigt: Exklusiv: Undercover bei Kollegahs Alpha-Armee. Vice.com, 31. Juli 2019
  13. Carolin Kebekus: Es kann nur Eine geben. In: Google Books. Google, 7. Oktober 2021, abgerufen am 26. September 2023.
  14. DERKOLLEGAH vs. Sorgenkind (13 : 3). In: RBA. Archiviert vom Original am 3. Dezember 2017;.
  15. DERKOLLEGAH vs. Guybrush Threepwood (15 : 7). In: RBA. Archiviert vom Original am 3. Dezember 2017;.
  16. eFTsEkaWE vs. DERKOLLEGAH (2 : 11). In: RBA. Archiviert vom Original am 3. Dezember 2017;.
  17. DERKOLLEGAH vs. Dollar Bill (12 : 5). In: RBA. Archiviert vom Original am 3. Dezember 2017;.
  18. Merlin vs. DERKOLLEGAH (2 : 12). In: RBA. Archiviert vom Original am 3. Dezember 2017;.
  19. NoMell vs. DERKOLLEGAH (7 : 11). In: RBA. Archiviert vom Original am 3. Dezember 2017;.
  20. DERKOLLEGAH vs. dekz (14 : 15). In: RBA. Archiviert vom Original am 3. Dezember 2017;.
  21. DERKOLLEGAH vs. Teitam Maik (8 : 4). In: RBA. Archiviert vom Original am 3. Dezember 2017;.
  22. DERKOLLEGAH vs. Vito Vitality (16 : 10). In: RBA.
  23. Guybrush Threepwood vs. DERKOLLEGAH (12 : 5). In: RBA.
  24. DERKOLLEGAH vs. JohnnyDerDon (12 : 15). In: RBA.
  25. DERKOLLEGAH vs. Muchacho (12 : 1). In: RBA.
  26. Kah-Ohh-Beh vs. DERKOLLEGAH (5 : 12). In: RBA.
  27. dekz vs. DERKOLLEGAH (6 : 12). In: RBA.
  28. The Reaser vs. YoungLatino (4 : 8). In: RBA.
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  89. Sibylle Berg: Botschafter des Vorurteils: Hier steht ja ne Mauer, Alter! Spiegel online, 10. Dezember 2016. Weitere Kritiken: Kollegah erntet heftige Kritik für Palästina-Doku. Stern, 2. Dezember 2016; Wie antisemitisch ist der deutsche Rap? N24, 30. Dezember 2016
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  95. Johann Voigt: Kollegah, ein Antisemit? Der Rapper hat sich jetzt der Diskussion gestellt. Jetzt.de, 23. März 2017
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  99. Toni Lukic: 6 perfide Stilmittel, mit denen das Sprach-Genie Kollegah sich gerade wehrt. Watson.de, 13. April 2018
  100. Dennis Sand: Die Kollegah-Debatte muss endlich fair geführt werden! Welt online, 14. April 2018
  101. Musiker geben Echos zurück: „Neue Stufe der Verrohung erreicht“. FAZ, 17. April 2018
  102. Echo: Auch Daniel Barenboim gibt Auszeichnungen zurück. Zeit online, 23. April 2018
  103. Musikexperte nach Echo-Eklat: „Fischer muss sich nicht als ‚Opfer‘ einer Kampagne sehen.“ www.focus.de, 20. April 2018
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  176. Clark Senger: Alle Gewinner*innen der Hiphop.de Awards 2021 powered by DefShop. In: hiphop.de. 31. Januar 2022, abgerufen am 31. Januar 2022 (deutsch).
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Kollegah ¦ Kollegah
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