Lady Gaga ¦ Artpop

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Veröffentlichung Artpop:

2013

Hörbeispiel(e) Artpop:





Artpop auf Wikipedia (oder andere Quellen):

ARTPOP
Studioalbum von Lady Gaga
Cover

Veröffent-
lichung(en)

8. November 2013
(Siehe Veröffentlichung)

Aufnahme

2011–13

Label(s)Interscope • Streamline

Format(e)

CDMusikdownload • CD + DVD

Genre(s)

ElectronicPop

Titel (Anzahl)

15

Länge

59:04

Produktion

Martin Bresso • DJ White Shadow • David GuettaInfected MushroomLady GagaMadeon • Nick Monson • Rick Rubin • Giorgio Tuinfort • Will.i.amZedd • Dino Zisis

Studio(s)

  • CRC Studios (Chicago, Illinois)
  • Eighty Hertz Studios (Manchester, Vereinigtes Königreich)
  • Piano Music Studios (Amsterdam, Niederlande)
  • Platinum Sound Recording Studios (New York City, New York)
  • Record Plant Studios (Hollywood, Kalifornien)
  • Shangri La Studios (Malibu, Kalifornien)
Chronologie
Born This Way
(2011)
ARTPOPCheek To Cheek
(2014)
Singleauskopplungen
12. August 2013Applause
21. Oktober 2013Do What U Want
28. März 2014G.U.Y.

Artpop (stilisiert: ARTPOP, zu deutsch etwa: Kunstpop) ist das dritte Studioalbum der US-amerikanischen Künstlerin Lady Gaga. Es wurde weltweit im November 2013 veröffentlicht. Am 11. November 2019 gab es eine Neuauflage von Artpop, diesmal ohne den Song Do What You Want.

Hintergrund

Die ersten Konzepte für Artpop entstanden kurz nach Veröffentlichung von Lady Gagas zweitem Studioalbum Born This Way (2011), als sie mit den Produzenten Paul Blair und Fernando Garibay arbeitete. Blair beschrieb die Situation wie folgt: „It couldn’t have been more than a week [...] and she hit me up and said, «OK, the next album’s called Artpop, let’s go».“[1] [Es war vielleicht nicht einmal eine Woche später... sie rief mich an und sagte: «Okay, das nächste Album heißt Artpop, lass uns anfangen.»] Lady Gaga nahm rund fünfzig Lieder auf, die für die Inklusion im Album angedacht waren.[2] Im Mai 2012 gab ihr Manager bekannt, dass die Produktion am Album, das aus „insane, great records“ bestehe, abgeschlossen sei.[3]

Grundthematik

Gaga beschrieb Artpop als ein Fest und eine poetisch-musikalische Reise.[4] Es solle Unreife[5] und Mangel an Verantwortungsgefühl darstellen, im Gegensatz zum eher abstrakten und inhaltsschwangeren Grundton des Vorgängeralbums. In der offiziellen Ankündigung des Albums gab sie bekannt, mit Artpop eine „reverse Warholian expedition“ anzustreben, also damit ihre 15 minutes of fame zu überdauern.[6]

Textlich behandelt das Album eine Vielzahl von Themen. Der Opener „Aura“, der ursprünglich „Burqa“ heißen sollte, löste aufgrund seiner Anspielungen an die arabische bzw. islamische Kultur[7] als Metapher für Gagas Selbstbestimmtheit als Künstlerin und Frau Kontroversen aus.[8] „Venus“, „G.U.Y.“ und „Sexxx Dreams“ behandeln die Themen Verlangen und Sexualität. In „MANiCURE“ besingt sie eine Frau, die sich nach einer „man cure“ sehnt, sich also wünscht, von ihrer Vernarrtheit loszukommen. „ARTPOP“ ist eine Liebeserklärung Gagas an die Verschmelzung von Kunst und Popkultur sowie ihre Fangemeinde, welche sie bedingungslos liebt. „Do What U Want“ thematisiert den heutigen Medienfokus auf Künstler. Insbesondere wird darauf eingegangen, dass der Körper Lady Gagas weniger wichtiger ist als ihre Gedanken, ihre Seele (You can’t have my heart and you won’t use my mind but do what u want with my body / You can’t stop my voice ’cause you don’t own my life but do what u want with my body). Der zwölfte Titel, „Mary Jane Holland“, zieht eine direkte Referenz zur Droge Marihuana, während „Gypsy“ von einem inneren Freiheitsdrang handelt.

Artpop ist zum größten Teil ein Dance-Pop Album, welches vielseitige musikalische Einflüsse inkorporiert, von Dubstep („G.U.Y.“, „Aura“), Hip-Hop/Trap („Jewels ’N’ Drugs“) über Techno („Swine“) bis hin zu Pop-Rock („MANiCURE“).^

Veröffentlichung

Die Veröffentlichung von Artpop war ursprünglich für das Frühjahr 2013 geplant. Lady Gaga zog sich jedoch eine Verletzung an der Hüfte zu, die operiert werden musste, so dass das Album auf unbestimmte Zeit vertagt wurde. Im Juli 2013 kündigte sie an, das Album im November weltweit zu veröffentlichen. Neben den gängigen Formaten (CD, Musikdownload) ist das Album auch in einer App-Form erschienen, die Bonusmaterial des Albums bereitstellt. Besagte App wurde von Gagas Kreativteam Haus Of Gaga, genauer gesagt dessen Technologiezweig TechHaus, entwickelt. Nach Björks Biophilia (2011) und Jay-Zs Magna Carta Holy Grail (2013) ist Artpop das dritte Album, das mit einer begleiteten App veröffentlicht wurde.[9] Am 19. August sollte Artpop zur Vorbestellung auf iTunes freigegeben werden, jedoch wurde mit der vorgezogenen Veröffentlichung von „Applause“ auch dieses Datum auf den 12. August vorgezogen.[10]

Am 7. Oktober enthüllte Lady Gaga das Cover des Albums. Es zeigt eine von Jeff Koons angefertigte Nacktskulptur Gagas, die hinter einem blau leuchtenden Ball sitzt. Im Hintergrund sind verschiedene Gemälde, unter anderem Botticellis Geburt der Venus, abschnittsweise zu sehen. Zwei Tage später gab sie die Titelliste des Albums bekannt. Artpop wurde erstmals am 6. November 2013 in Japan veröffentlicht, die Veröffentlichung im deutschsprachigen Raum sowie auf dem Rest der Welt erfolgte sukzessive in der darauffolgenden Woche.

Vermarktung

Lady Gaga im Oktober 2013 in Berlin im Rahmen der Albumvorstellung im Berghain.

Artpop wurde erstmals offiziell am 12. Juli 2013 angekündigt. Lady Gaga gab bekannt, am Abend vor Veröffentlichung eine ArtRave-Ausstellung abzuhalten, bei der das Album offiziell veröffentlicht und Projekte, an denen die Künstlerin mit anderen Künstlern, unter anderem Inez Van Lamsweerde und Vinoodh Matadin, Avantgarde-Regisseur Robert Wilson, Performancekünstlerin Marina Abramović und Künstler Jeff Koons, gearbeitet hat, präsentiert werden.[11]

Am 1. September 2013 trat Lady Gaga als Headliner beim iTunes Festival in London auf. Bei der Show, von ihr selbst als „Swinefest“ betitelt, präsentierte sie neue Lieder des Albums: „Aura“, „MANiCURE“, „ARTPOP“, „Jewels N’ Drugs“ mit den Rappern T.I., Too Short und Twista, „Sexxx Dreams“, „Swine“ und „Dope“ (damals als „I Wanna Be With You“ angekündigt) sowie „Applause“ als Zugabe. Rapper T.I. war jedoch nicht zugegen, da ihm die Einreise in das Vereinigte Königreich verwehrt wurde.[12]

In einem Trailer für Machete Kills, in dem Lady Gaga ihr Schauspieldebüt gab, wurde erstmal die Studioversion des Songs „Aura“ verwendet. Ein Lyric-Video mit Szenen und Dialogen des Films, das vom Regisseur Robert Rodriguez gedreht wurde, wurde am 9. Oktober 2013 veröffentlicht.[13] Im Laufe des Oktobers 2013 stellte Lady Gaga verschiedene Ausschnitte einzelner Lieder von Artpop auf ihren Youtube-Kanal, unter anderem „G.U.Y.“, „ARTPOP“, „Mary Jane Holland“ und „Venus“, das am 27. Oktober als Promosingle des Albums veröffentlicht wurde. Ende Oktober hielt Lady Gaga im Berliner Nachtclub Berghain eine Listening-Party ihres Albums ab.

Anfang Mai 2014 startete Lady Gaga ihre vierte Konzerttournee, betitelt nach ihrem dritten Album. Die Tournee umfasste insgesamt 75 Konzerte und führte die Sängerin einmal um den Globus, von Nordamerika nach Asien über Ozeanien nach Europa, siehe dazu auch ArtRave: The Artpop Ball.

Singleauskopplungen

Applause“ erschien am 12. August 2013 als erste Single aus dem Album. Ursprünglich für den 19. desselben Monats geplant, wurde die Veröffentlichung aufgrund eines Leaks vorgezogen. Das offizielle Musikvideo feierte am 19. August 2013 bei Good Morning America Premiere. Gedreht wurde es vom niederländischen Modefotografenduo Inez Van Lamsweerde & Vinoodh Matadin, die auch schon das Artwork der Single gestaltet haben.[14]

Do What U Want“, eine Kollaboration mit R&B-Sänger R.Kelly, ist die zweite Auskopplung aus Artpop. Ursprünglich als Promosingle geplant, erreichte das Lied innerhalb weniger Stunden die Spitze der iTunes-Charts. Der Song erhielt sehr positive Kritiken und wurde aufgrund der Rückmeldung als zweite Single veröffentlicht, anstatt des ursprünglich geplanten „Venus“.[15] Das zugehörige Musikvideo, das von Terry Richardson gedreht wurde, blieb bis heute unveröffentlicht.

Mit „G.U.Y.“ wurde Ende März eine dritte Single aus dem Album veröffentlicht. Lady Gaga veröffentlichte gemeinsam mit dem Lied einen Artpop-Film in Form eines elf Minuten langen Musikvideos, in dem auch „ARTPOP“ und „Venus“ zu hören sind. „G.U.Y.“ konnte jedoch nicht an die Erfolge der vorherigen Singles anknüpfen.

Rezeption

Kritikerstimmen

Metascore
61/100
basierend auf 30 Kritiken.
[16]

Nach der Listeningparty in Berlin Ende Oktober gaben einige deutsche Medien erste Meinung zu Artpop ab. Andreas Bercholte (Spiegel Online) betitelte das Album als „prima Gebrauchsmusik: Ein bisschen Schweinerock, viel zeitgemäß [...] produzierter R&B, tolle Pop-Hooks, ein paar HipHop-Beats und mindestens ein heftiges Techno-Brett. Global gültige Power-Musik, die mit perfidem Massendesign jeden irgendwo abholt. Die Songs haben griffige Titel wie ‚Aura‘, ‚Sexxx Dreams‘, ‚Venus‘, ‚Dope‘ oder ‚Fashion!‘ und prangern Körper- und Markenkult sowie Konsumismus an, während all das zugleich natürlich auch zelebriert wird.“[17] Felix Johannes Enzian, der einen Artikel für die Frankfurter Allgemeine Zeitung verfasste, schrieb: „Soweit sich künstlerische Feinheiten bei diesem ersten Hören ausmachen lassen, hat sich der musikalische Stil allerdings etwas gewandelt. Anstatt Hardrock-Eurodance mehr Dubstep-R&B.“[18] In einem Artikel für focus.de bezeichnete Armin Fuhrer die vorgestellte Musik als „[b]rutalst mögliche[n] Mainstream, eine breiige Masse aus Synthesizern, verbunden mit dumpfen Stampfrythmen. Musikalisch gesehen ist das Stillstand mit 130 beats per minute.“[19]

Jason Lipshutz von Billboard gab dem Album vierundachtzig von hundert möglichen Punkten: „Lady Gaga has offered fans her most sonically and lyrically diverse album to date. [...] She makes absolute certain that every inch of her craft evolves and innovates.“[20] [Lady Gaga hat ihren Fans ihr bis dato sowohl klanglich als auch lyrisch vielseitigstes Album dargeboten... Sie stellt damit absolut klar, dass sich jeder Teil ihres Schaffens ständig entwickelt und innoviert.]
Ulf Kubanke von laut.de gab dem Album vier von fünf möglichen Punkten und bezeichnete das Niveau des Albums als „überdurchschnittlich“: „Mit spielerischer Leichtigkeit verbindet sie rhythmische und melodische Gegensätze auf Albumlänge. [...] Dazu eine ganze Herde ohrwurmiger Bridges und Refrains, für die man ihr überraschend mühelos so manchen Ausrutscher verzeiht. Mit Stücken wie dem Titelsong macht Lady Gaga elegant dort weiter, wo Kylie Minogue in ihren zahlreichen guten Momenten vorausging. Doch am allerbesten ist sie, wenn sie ganz auf ein organisches Klangkostüm setzt, um dazu die ganze eigene Schrägheit und kafkaeske Nerdigkeit in leidenschaftliche Outlawromantik zu wandeln.“[21]

Der Journalist Sebastian Fasthuber der österreichischen Wochenzeitung Falter fällte ein negatives Urteil über das Album: „Nichts gegen Jahrmarkt-Techno, der wieder mal Gebot der Stunde ist, aber die Sause, die hier gefeiert wird, wirkt ebenso verkrampft wie Gagas Bemühungen, von der Kunstwelt angenommen zu werden. Vor allem aber fehlen echte Hits.“[22]

Titelliste

Artpop – Standard Edition (CD, Download) 
Nr.TitelAutor(en)ProduktionLänge
1.AuraStefani GermanottaAnton ZaslavskiAmit Duvdevani • Erez EisenZedd • Infected Mushroom • Lady Gaga3:55
2.VenusGermanotta • Paul Blair • Hugo Leclercq • Dino Zisis • Nick Monson • Herman BlountLady Gaga • Madeon3:53
3.G.U.Y.Germanotta • ZaslavskiZedd • Lady Gaga3:52
4.Sexxx DreamsGermanotta • Blair • Martin Bresso • William GrigahcineDJ White Shadow • Lady Gaga3:34
5.Jewels ’N’ Drugs (featuring T.I., Too $hort & Twista)Germanotta • Blair • Zisis • Monson • Clifford Harris • Todd Shaw • Carl MitchellDJ White Shadow • Lady Gaga3:48
6.MANiCUREGermanotta • Blair • Zisis • MonsonDJ White Shadow • Lady Gaga • Zisis • Monson3:19
7.Do What U Want (featuring R. Kelly)Germanotta • Kelly • Bresso • GrigahcineDJ White Shadow • Lady Gaga3:47
8.ARTPOPGermanotta • Blair • Zisis • MonsonDJ White Shadow • Lady Gaga • Zisis • Monson4:07
9.SwineGermanotta • Blair • Zisis • MonsonDJ White Shadow • Lady Gaga • Zisis • Monson4:28
10.DonatellaGermanotta • ZaslavskiZedd • Lady Gaga4:24
11.Fashion!Germanotta • Giorgio Tuinfort • David GuettaWilliam Adams • BlairTuinfort • Will.i.am • Guetta • Lady Gaga4:24
12.Mary Jane HollandGermanotta • LeclercqMadeon • Lady Gaga4:37
13.DopeGermanotta • Blair • Zisis • MonsonRick Rubin • Lady Gaga3:41
14.GypsyGermanotta • Blair • Leclercq • Nadhir KhayatMadeon • Lady Gaga4:08
15.ApplauseGermanotta • Blair • Zisis • Monson • Nicolas Mercier • Julien Arias • GrigahcineDJ White Shadow • Lady Gaga • Zisis • Monson • Bresso3:32
Gesamtlänge:59:04

Entnommen aus dem Booklet der Artpop-CD.[23]

Artpop – Deluxe Edition (DVD) 
Nr.TitelLänge
1.iTunes Festival 2013: London (Konzertmitschnitt)1:11:21
Anmerkungen
  • In „Venus“ werden „Rocket Number Nine Take Off For The Planet Venus“ von Sun Ra sowie „Rocket No. 9“ von Zombie Zombie gesamplet.
  • Auf der zensierten Version des Albums trägt „Sexxx Dreams“ den Titel „X Dreams“.[24]
  • In der Neuauflage und auf Streaming Services[25] wurde Do What You Want aufgrund der Verurteilung von R. Kelly[26] entfernt. Die Tracklist blieb die gleiche.

Chartplatzierungen

ChartsChart­plat­zie­rungenHöchst­plat­zie­rungWo­chen
Deutschland (GfK) Deutschland (GfK)[27]3 (11 Wo.)11
Österreich (Ö3) Österreich (Ö3)[27]1 (10 Wo.)10
Schweiz (IFPI) Schweiz (IFPI)[27]2 (15 Wo.)15
Vereinigtes Königreich (OCC) Vereinigtes Königreich (OCC)[27]1 (16 Wo.)16
Vereinigte Staaten (Billboard) Vereinigte Staaten (Billboard)[27]1 (29 Wo.)29

Weiterführendes

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Knopper, Steve: Eight Things We Know About Lady Gaga’s Artpop, Rolling Stone, rollingstone.com
  2. Lady Gaga Has Written 50 Songs For New Album, MSN, music.msn.com
  3. Lady Gaga’s Manager Promises Singer Will Deliver An ‚Insane‘ Third Album, New Musical Express, nme.com
  4. Marquina, Sierra: Lady Gaga Reveals What Inspired Artpop, ryansecreast.com
  5. Vena, Jocelyn: Lady Gaga Lacks ‚Maturity‘ On Next Album, MTV, mtv.com
  6. Andre, Thomas: Lady Gaga Macht Es Wie Andy Warhol – Nur Andersherum, Abendblatt, abendblatt.de
  7. Montgomery, James: Lady Gaga's ‚Aura‘ Analysis: From Burqas To Bondage, MTV, mtv.com
  8. Buxton, Ryan: Muslim Women Speak On Lady Gaga’s Song ‚Burqa‘ And Its Portrayal Of Their Culture, The Huffington Post, huffingtonpost.com
  9. Michaels, Sean: Lady Gaga Downplays Multimedia Expectations For Artpop Album App, The Guardian, theguardian.com (1. August 2013)
  10. Rigby, Sam: Lady Gaga Confirm ‚Applause‘ As First Artpop Single, Reveals Cover, Digital Spy, digitalspy.co.uk (28. Juli 2013)
  11. Lady Gaga’s Confirmed Release Details For The Artpop Album, App, First Single, Video etc., Popjustice, popjustice.com (12. Juli 2012)
  12. T.I Denied Entry To U.K. For Lady Gaga Show, AllHipHop, allhiphop.com (3. September 2013)
  13. Lady Gaga Releases ‚Aura‘ Music Video From Machete Kills E!Online, eonline.com (9. Oktober 2013)
  14. Lipshutz, Jason: Lady Gaga Reveals More ‚Artpop‘ Details: Music Video, App, Possible ‚Applause‘ Lyrics, Billboard, billboard.com (31. Juli 2013)
  15. Twitterpost, twitter.com (22. Oktober 2013)
  16. Artpop - Lady Gaga, Metacritic
  17. Bercholte, Andreas: Lady Gagas Albumvorstellung in Berlin: Alien zum Anfassen, Spiegel, spiegel.de (25. Oktober 2013)
  18. Enzian, Felix Johannes: Lady Gaga in Berlin: Dann ist Popmusik ja doch Kunst!, Frankfurter Allgemeine Zeitung, faz.net (25. Oktober 2013)
  19. Fuhrer, Armin: Durchgeknallte Weltpremiere: Pop-Diva Lady Gaga stellt Berlin auf den Kopf, Focus, focus.de (25. Oktober 2013)
  20. Lipshutz, Jason: Lady Gaga, ‚Artpop‘: Track-By-Track Review, Billboard, billboard.com (5. November 2013)
  21. Kubanke, Ulf: Lady Gaga – Artpop, laut.de
  22. Falter, 46/13 2013
  23. Lady Gaga – Artpop-Booklet, Interscope
  24. Artpop − Lady Gaga, iTunes, itunes.apple.com
  25. ARTPOP. Abgerufen am 18. Juni 2020.
  26. https://twitter.com/ladygaga/status/1083237788663697408. Abgerufen am 18. Juni 2020.
  27. a b c d e Chartquellen: DE AT CH UK US

Artist(s)

Veröffentlichungen von Lady Gaga die im OTRS erhältlich sind/waren:

Chromatica ¦ OST A Star Is Born ¦ Born This Way ¦ Artpop ¦ Love For Sale

Lady Gaga auf Wikipedia (oder andere Quellen):

Lady Gaga, 2021Ladygaga sig.svg

Lady Gaga (* 28. März 1986 als Stefani Joanne Angelina Germanotta in New York City) ist eine US-amerikanische Sängerin, Songwriterin und Schauspielerin. Mit dem Debütalbum The Fame gelang ihr 2008 der internationale Durchbruch. Sie zählt mit über 150 Millionen verkauften Tonträgern zu den erfolgreichsten Sängerinnen.[1] Bisher veröffentlichte sie sechs Studioalben, darunter eines mit dem Jazz-Musiker Tony Bennett.

Mit der Hauptrolle in A Star Is Born gelang ihr auch der internationale Durchbruch als Schauspielerin. Sie wurde 2019 für einen Oscar als Beste Hauptdarstellerin nominiert und erhielt die Auszeichnung für den besten Filmsong. Zudem wurde sie mit bislang zwölf Grammys und zwei Golden Globes ausgezeichnet.

Leben

Sie wurde 1986 als Tochter italoamerikanischer Eltern in Manhattan geboren. Ihr Vater Joseph Germanotta ist Internetunternehmer, ihre Mutter Cynthia Louise Bissett Assistentin in einer Telekommunikationsfirma.[2] Sie hat eine jüngere Schwester und besuchte eine katholische Mädchenschule in der Upper East Side.[3] In der High School spielte sie Musical-Hauptrollen, wie die Adelaide in Guys and Dolls und die Philia in A Funny Thing Happened on the Way to the Forum.[4]

Im Alter von 17 Jahren begann sie an der Tisch School of the Arts der New York University ein Musikstudium. Mit dem Schreiben von Essays und analytischen Arbeiten über Kunst, Religion, Soziales und Politik bildete sie sich in ihrem Songwriting weiter.[5] Im vierten Semester verließ sie die Hochschule, um sich ganz auf ihre Karriere zu konzentrieren.[6] Nachdem sie im Alter von 18 Jahren aus ihrem Elternhaus ausgezogen war, arbeitete sie als Go-go-Tänzerin, da ihre Eltern sie finanziell nicht unterstützten.[7] In dieser Zeit habe sie damit begonnen, Drogen zu konsumieren, worauf ihr Vater vorübergehend den Kontakt abgebrochen habe.[8] Mit 19 Jahren sei sie vergewaltigt worden.[9]

Sie erzählte in der Sendung Larry King Live, sie leide an der Autoimmunerkrankung Lupus erythematodes, an der ihre Tante gestorben sei. Die von den Ärzten bei ihr ermittelten Werte lägen jedoch im Toleranzbereich, bislang hätte sich keines der typischen Symptome gezeigt.[10] Im September 2017 gab sie bekannt, an Fibromyalgie zu leiden.[11]

Von 2011 bis 2016 war sie mit dem Schauspieler Taylor Kinney liiert, mit dem sie sich im Februar 2015 verlobt hatte.[12] Nach einer kurzen Liaison zu ihrem Toningenieur Don Horton im Sommer 2019 präsentierte Gaga im Februar 2020 bei Instagram den Investor Michael Polansky als neuen Mann an ihrer Seite.[13]

Als zwei ihrer französischen Bulldoggen im Februar 2021 gestohlen wurden, bot sie 500.000 US-Dollar für Informationen über deren Aufenthaltsort an.[14]

Karriere

Musikalische Anfänge

2007 mit Lady Starlight (links)

Sie begann bereits im Kindesalter mit dem Klavierspielen und als Jugendliche mit dem Schreiben von Songs.[15] Ihre ersten Auftritte hatte sie in der Rock-, vor allem aber in der Camp- und Queer-Szene der Lower East Side, wo sie unter anderem im Vorprogramm von Glam- und Garage-Rockbands wie Semi Precious Weapons zu sehen war.[16] Im Alter von 19 Jahren unterzeichnete sie bei Def Jam Recordings einen Plattenvertrag, der aber nach drei Monaten wieder aufgelöst wurde.[17] Kurz danach lernte sie den Musikproduzenten RedOne kennen, mit dem sie das Lied Boys Boys Boys schrieb.[18]

Der Musikproduzent verglich einige der Gesangsharmonien in den von Lady Gaga geschriebenen Songs mit denen von Freddie Mercury. Er habe per Zufall ihren Künstlernamen kreiert,[19] behauptete er jedenfalls:

„Jeden Tag, wenn Stef [Lady Gaga] ins Studio kam, fing ich an Radio Ga Ga zu singen, anstatt „Hallo“ zu sagen. ‚Lady Gaga‘ war eigentlich eine Panne; ich tippte ‚Radio Ga Ga‘ in eine SMS und es führte eine Autokorrektur durch; so änderte sich ‚Radio‘ irgendwie in ‚Lady‘. Sie schrieb mir zurück: „Das ist es.“ Nach diesem Tag war sie Lady Gaga.“

Fusari[8]

2007 arbeitete Lady Gaga mit der Künstlerin Lady Starlight zusammen, die ihre Bühnenoutfits kreierte.[20] Das Duo trat schließlich unter dem Namen Lady Gaga and the Starlight Revue auf; im August spielten sie beim Musikfestival Lollapalooza.[21]

2008–2010: Der internationale Durchbruch mit The Fame und The Fame Monster

Lady Gaga auf der Fame Ball Tour, 2009

2008 zog Lady Gaga nach Los Angeles, um ihr Debütalbum The Fame fertigzustellen;[8] es wurde im August veröffentlicht. Das Album wurde mit rund 15 Millionen verkauften Tonträgern ein weltweiter kommerzieller Erfolg; es erreichte Platz 1 in sechs Ländern und Platz 2 in den USA.[22] Die ersten beiden Singleauskopplungen, Just Dance und Poker Face, waren ebenfalls kommerzielle Erfolge. 2011 wurde sie für Poker Face mit einem Grammy in der Kategorie Best Dance Recording ausgezeichnet. Für das Album erhielt sie einen Grammy in der Kategorie Best Electronic/Dance Album. Zudem gewann die vierte Singleauskopplung Paparazzi bei den MTV Video Music Awards in den Kategorien Best New Artist sowie Best Art Direction und Best Special Effects. 2008 sang sie im Vorprogramm bei einer Tournee der Boygroup New Kids on the Block.[23] Ihre erste Tournee als Headliner war die The Fame Ball Tour im Jahr 2009.[24]

Im November 2009 wurde die EP The Fame Monster mit acht neuen Liedern veröffentlicht.[25] Die erste Single Bad Romance erreichte in 18 Ländern Platz 1[26] und wurde über vier Millionen Mal heruntergeladen. Damit ist sie die erste Sängerin, die drei Singles – Just Dance, Poker Face, Bad Romance – über vier Millionen Mal in den USA digital verkaufen konnte.[27] Als zweite Single wurde das Lied Telephone, eine Zusammenarbeit mit Beyoncé, ausgekoppelt. Der Song wurde Lady Gagas vierter Nummer-eins-Hit im Vereinigten Königreich. Ihre anschließende Monster Ball Tour umfasste rund 200 Konzerte.

2011–2012: Born This Way und Filmdebüt

Lady Gaga bei den MTV Video Music Awards 2011 als ihr Alter Ego Jo Calderone

Im Februar 2011 wurde aus ihrem nächsten Album die gleichnamige Singleauskopplung Born This Way veröffentlicht. Wenige Stunden nach der Veröffentlichung stand das Lied auf Platz 1 verschiedener Downloadportale und war in den iTunes-Charts in 23 Ländern verzeichnet.[28] Born This Way war der erste Song, der nur durch Downloads Platz 1 der deutschen Singlecharts erreichte; es war Lady Gagas vierter Nummer-eins-Hit in Deutschland innerhalb von zwei Jahren. Sie gewann für Born This Way bei den Europe Music Awards zwei Preise, unter anderem für den besten Song. Insgesamt gewann sie am Abend vier Preise. Poker Face und Just Dance sind in den Vereinigten Staaten die ersten Songs, die mehr als sechs Millionen Mal heruntergeladen wurden.[29] Die Musikvideos von Lady Gaga wurden auf dem Internetportal YouTube über eine Milliarde Mal aufgerufen, was zuvor keinem anderen Musiker gelungen war.[30]

Im Mai 2011 stellte Lady Gaga in Großbritannien einen Rekord auf: Sie ist die erste Solokünstlerin seit Ruby Murray 1955, die es geschafft hat, mit vier Singles gleichzeitig in den Top 20 vertreten zu sein, nämlich mit Born This Way, Judas, The Edge of Glory und Hair.[31] Ihren ersten Deutschland-Auftritt im Rahmen der Promotion-Tour für das neue Album absolvierte sie im Juni 2011, als sie im Finale der Casting-Show Germany’s Next Topmodel in Köln auftrat. Im November 2011 trat sie bei den MTV Europe Music Awards auf. Dort war sie für sechs Preise nominiert, von denen sie vier gewann.[32] Im selben Monat trat sie beim Bambi 2011 mit dem Titel Marry the Night in einer Live-Version auf. Kurz darauf wurde ihr von Karl Lagerfeld der Bambi in der Kategorie Pop International überreicht.[33] Lady Gaga lag 2011 mit Einnahmen von mehr als 25 Millionen US-Dollar auf Platz 4 der finanziell erfolgreichsten Musiker weltweit.[34]

Ende April 2012 startete sie ihre Tour The Born This Way Ball in Seoul; es folgten über 100 Shows weltweit. 2013 gab sie ihr Filmdebüt mit der Rolle der La Chameleón in Robert Rodriguez’ Film Machete Kills.[35]

2013–2014: ARTPOP und Cheek to Cheek

Lady Gaga, 2014

Wegen einer Hüftverletzung musste sie die Tournee frühzeitig beenden.[36] Es folgte eine Auszeit, in der sie sich von einer Operation erholte. Im August 2013 wurde die Single Applause von ihrem dritten Studioalbum Artpop veröffentlicht, nachdem einige Ausschnitte illegal ins Internet gestellt worden waren.[37] Zuvor wurde auch eine Demoversion von ihrem Song Aura illegal im Netz veröffentlicht. Applause konnte sich in den US-Charts in den Top 5 platzieren.[38] Es folgte ein Auftritt an den VMAs.

Die folgende Singleauskopplung Do What U Want, eine Kollaboration mit R. Kelly, wurde ein weiterer Charterfolg.[39] Das Album Artpop erschien im November 2013. Lady Gaga lud einige Fans zu einer Launch-Party in New York ein, die sie artRAVE nannte. Dort präsentierte sie Statuen von Jeff Koons und sang mehrere Songs aus dem Album.[40] Artpop wurde ihr zweites Nummer-eins-Album in den USA und konnte auch in anderen Ländern die Spitze der Charts erreichen. Es blieb allerdings hinter den Erwartungen zurück; ihr voriges Album hatte sich besser verkauft. Einen Tag vor der Veröffentlichung des Albums kündigte ihr Manager Troy Carter. Sie durchlebte eine depressive Phase und mied für einige Zeit die Öffentlichkeit.[41] Die dritte Single des Albums, G.U.Y., wurde im März 2014 veröffentlicht. Sie erreichte Platz 76 in den Billboard Hot 100.[42] Von Mai bis November 2014 ging sie auf die Welttournee artRAVE: The ARTPOP Ball. Sie gab insgesamt 75 Konzerte auf vier Kontinenten und trat unter anderem zum ersten Mal in Istanbul und den VAE auf.[43]

Noch vor dem Ende ihrer Tournee startet sie die Promotion für ihr nächstes Studioalbum Cheek to Cheek, das sie zusammen mit Tony Bennett aufgenommen hatte. Es war bereits die zweite Zusammenarbeit mit ihm; 2011 hatte sie mit ihm ihre Version von The Lady Is a Tramp aufgenommen. Cheek to Cheek unterscheidet sich von ihren übrigen Veröffentlichungen dadurch, dass es eine Jazz-Platte ist. Die erste Single, Anything Goes, wurde im Juli 2014 veröffentlicht.[44] Eine weitere Single, I Can’t Give You Anything But Love, folgte im August. Beide erreichten Platz 1 der Billboard Digital Jazz Songs Charts. Die Albumveröffentlichung folgte im September; auch dieses Album erreichte Platz 1 der Billboard-Charts.[45] Außerdem wurde Cheek to Cheek bei der 57. Grammy-Verleihung in der Kategorie Best Traditional Pop Vocal Album ausgezeichnet.[46] Später folgte die Ankündigung, dass Bennett und Lady Gaga 2015 in Amerika und Europa auf Tournee gehen würden. Das erste Konzert gaben sie Silvester 2014 in Las Vegas.[47]

2015–2017: American Horror Story und Album Joanne

Lady Gaga beim 50. Super Bowl, 2016

Im Februar 2015 sang Lady Gaga bei der Oscarverleihung 2015 einen Ausschnitt aus The Sound of Music. Für ihren Auftritt bekam sie gute Kritiken, so auch von Julie Andrews, die in dem 1965 Oscar-prämierten Film die Hauptrolle spielte.[48] Bei den Europaspielen 2015 in Baku trat sie mit einer Klavierversion von John Lennons Song Imagine auf.[49] Im September 2015 erschien der Song Til It Happens to You, der für einen Grammy und einen Oscar nominiert wurde.

Im Oktober 2015 wurde ein Modefilm veröffentlicht, der von Nick Knight für Tom Ford gedreht worden war. Er zeigt Lady Gaga neben mehreren Models, die auf einem Laufsteg tanzen. Im Hintergrund läuft eine neue Version des Stücks I Want Your Love von Chic, die von Lady Gaga und Nile Rodgers aufgenommen worden war.[50] Von Oktober 2015 bis Januar 2016 war sie in der fünften Staffel der Serie American Horror Story in einer Hauptrolle zu sehen. Für ihre Darstellung wurde sie mit einem Golden Globe ausgezeichnet.[51] In der 6. Staffel hatte sie eine Nebenrolle.[52]

Im Februar 2016 sang sie beim Super Bowl 50 die amerikanische Nationalhymne.[53] Bei den 58. Grammy Awards im selben Monat trat sie mit einem Tribut für den kurz zuvor verstorbenen David Bowie auf.[54]

Im September 2016 erschien Perfect Illusion, die erste Single aus ihrem fünften Studioalbum Joanne, die im Oktober 2016 veröffentlicht wurde. Die Single sowie das Album konnten aber nicht an die alten Erfolge anknüpfen und fielen nach zwei beziehungsweise fünf Wochen aus den deutschen Charts. Im Oktober startete sie die Dive Bar Tour, bei der sie für drei Konzerte durch die USA reiste. Es folgte die Singleauskopplung Million Reasons. Für das Album arbeitete sie unter anderem mit Mark Ronson, RedOne und Elton John zusammen.[55]

Im Februar 2017 trat sie in der Halbzeitshow des Super Bowl LI vor 150 Millionen Zuschauern auf. Im März 2017 war sie als Gast-Jurorin bei RuPaul’s Drag Race zu sehen. Im April war sie der Headliner des Coachella Valley Music and Arts Festival und sang dort unter anderem den Song The Cure, der nach dem Auftritt als Single veröffentlicht wurde. Die Dokumentation Gaga: Five Foot Two wurde in Zusammenarbeit mit Netflix gedreht und im September 2017 veröffentlicht.

2018–2021: Film A Star Is Born, Shows in Las Vegas und Chromatica

Im August 2017 gab Lady Gaga bekannt, dass sie mit den Arbeiten an ihrem sechsten Studioalbum begonnen habe. Sie nahm unter anderem Songs mit Boys Noize, und BloodPop auf, mit denen sie bereits früher zusammengearbeitet hatte. Im März 2018 erschien ein Cover von Elton Johns Song Your Song, das sie für das Album Revamp & Restoration aufgenommen hatte.

In Bradley Coopers Remake von A Star Is Born übernahm sie die Hauptrolle. Der Film erschien im Oktober 2018. Zudem nahm sie auch Songs für den Soundtrack auf. Als erste Single wurde bereits im September der Song Shallow veröffentlicht, den sie zusammen mit Cooper gesungen hat. Das Stück wurde 2019 für mehrere Grammys nominiert und mit einem Oscar für den besten Filmsong ausgezeichnet.

Seit Dezember 2018 spielte Lady Gaga regelmäßig zwei Showprogramme in Las Vegas: Bei Enigma führte sie ihre Pophits auf, bei Jazz & Piano Akustikversionen ihrer Stücke sowie Jazz-Titel.[56] Im Februar 2020 veröffentlichte sie mit der Single Stupid Love die erste Auskopplung ihres sechsten Studioalbums Chromatica, das Ende Mai 2020 erschien.[57] Im selben Monat brachte sie die Single Rain On Me, eine Kollaboration mit Ariana Grande heraus.[58] Mit Sour Candy hatte Lady Gaga kurz vor Start des neuen Albums in Zusammenarbeit mit Blackpink die dritte Singleauskopplung veröffentlicht.[59] Im Januar 2021 sang sie bei der Amtseinführung von Joe Biden als Präsident der Vereinigten Staaten im Rahmen der Feierlichkeiten die amerikanische Nationalhymne.

Am 1. Oktober 2021 erscheint bereits ihr zweites Album gemeinsam mit Tony Bennett Love For Sale

Einflüsse und Musikstil

Musikalisch ist Lady Gaga von Musikern wie David Bowie, Queen, Madonna, Michael Jackson, Grace Jones und Debbie Harry beeinflusst worden.[17] Ihr Gesang wird mit dem von Madonna und Gwen Stefani verglichen und ihre Musik als Pop der 1980er und Europop der 1990er Jahre bezeichnet.[60] Im Rückblick auf ihr Debütalbum The Fame schrieb die Zeitung Sunday Times: „Wenn man die Musik, Mode, Kunst und die Technologie kombiniert, erinnert Lady Gaga an Madonna, als sie gut war, an Gwen Stefani etwa zur Zeit von Hollaback Girl, an Kylie 2001 oder an Grace Jones gerade jetzt.“[61] Ähnlich kommentierte die Kritikerin Sarah Rodman vom Boston Globe ihre „Offensichtlichen Inspirationen von Madonna bis Gwen Stefani, die in ihrer mädchenhaften, aber kräftigen Stimme und ihren sprudelnden Beats auftauchen.“[62]

Vergleiche zwischen ihr und Madonna kommentiert Lady Gaga folgendermaßen: „Ich will nicht überheblich klingen, aber ich habe es zu meinem Ziel gemacht, die Popmusik zu revolutionieren. Die letzte Revolution wurde von Madonna vor 25 Jahren eingeleitet.“[63] In einem Interview bezeichnete sie sich als großen Fan von Iron Maiden, für die sie auch schon als Roadie gearbeitet hat.[64]

Lady Gaga bezeichnete Rainer Maria Rilkes Briefe an einen jungen Dichter als ihr Lieblingsbuch;[65] seit 2009 trägt sie ein Zitat daraus auf Deutsch als Tätowierung auf ihrem linken Oberarm: „Prüfen Sie, ob er in der tiefsten Stelle Ihres Herzens seine Wurzeln ausstreckt, gestehen Sie sich ein, ob Sie sterben müßten, wenn es Ihnen versagt würde zu schreiben. Muß ich schreiben?“[66]

Diskografie

Studioalben

JahrTitel
Musiklabel
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen
(Jahr, Titel, Musiklabel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DEAT ATCH CHUK UKUS US
2008The Fame
Cherrytree / Interscope / Kon Live / Streamline
DE1
Neunfachgold
×9
Neunfachgold

(137 Wo.)DE
AT1
Siebenfachplatin
×7
Siebenfachplatin

(163 Wo.)AT
CH1
Neunfachplatin
×9
Neunfachplatin

(145 Wo.)CH
UK1
Zehnfachplatin
×10
Zehnfachplatin

(197 Wo.)UK
US2
Sechsfachplatin
×6
Sechsfachplatin

(248 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 19. August 2008
Verkäufe: + 15.000.000[67]
2011Born This Way
Interscope / Kon Live / Streamline
DE1
Platin
Platin

(39 Wo.)DE
AT1
Platin
Platin

(32 Wo.)AT
CH1
Platin
Platin

(38 Wo.)CH
UK1
Dreifachplatin
×3
Dreifachplatin

(60 Wo.)UK
US1
Vierfachplatin
×4
Vierfachplatin

(56 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 23. Mai 2011
Verkäufe: + 8.000.000[68]
2013Artpop
Interscope / Streamline
DE3
(11 Wo.)DE
AT1
Gold
Gold

(10 Wo.)AT
CH2
Platin
Platin

(15 Wo.)CH
UK1
Gold
Gold

(16 Wo.)UK
US1
Platin
Platin

(29 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 6. November 2013
Verkäufe: + 2.500.000[69]
2016Joanne
Interscope / Streamline
DE6
(7 Wo.)DE
AT9
(3 Wo.)AT
CH3
(20 Wo.)CH
UK3
Gold
Gold

(22 Wo.)UK
US1
Platin
Platin

(49 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 21. Oktober 2016
Verkäufe: + 1.355.000
2020Chromatica
Interscope
DE3
(16 Wo.)DE
AT1
(14 Wo.)AT
CH1
Gold
Gold

(21 Wo.)CH
UK1
Gold
Gold

(23 Wo.)UK
US1
(41 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 29. Mai 2020
Verkäufe: + 616.000

Filmografie

Auszeichnungen

Academy Award (Oscar):

  • 2016: Nominierung als Bester Filmsong für Til It Happens to You
  • 2019: Nominierung als Beste Hauptdarstellerin für ihre Rolle in A Star Is Born
  • 2019: Auszeichnung als Bester Filmsong für Shallow aus A Star Is Born

Golden Globe Awards:

  • 2012: Nominierung Best Original Song – Hello Hello (Gnomeo und Julia) ft. Elton John
  • 2016: Auszeichnung als Beste Hauptdarstellerin (Mini-Serie oder TV-Film) für ihre Rolle in American Horror Story
  • 2019: Auszeichnung als Bester Filmsong (Drama) für Shallow aus A Star is Born
  • 2019: Nominierung als Beste Hauptdarstellerin (Drama) für ihre Rolle in A Star is Born

Grammy Awards:

Goldene Himbeere:

  • 2014: Nominierung als Schlechteste Nebendarstellerin für ihre Rolle in Machete Kills

Lady Gaga gewann zudem unter anderem einen BAFTA Award, drei BRIT Awards, 18 MTV Video Music Awards sowie diverse Guinness World Records. 2019 wurde sie als erste Frau mit einem Oscar, einem Golden Globe Award, einem Grammy und einem BAFTA Award innerhalb eines Jahres ausgezeichnet.

Im Jahr 2012 wurde eine Gattung der Farne, die 19 Arten umfasst, von einer Arbeitsgruppe um die Biologieprofessorin Kathleen Pryer (Duke University) nach Lady Gaga benannt, darunter die Artnamen Gaga germanotta (in Anspielung auf ihren Familiennamen) und Gaga monstraparva („Gagas kleine Monster“). Ein auffälliges gemeinsames Merkmal dieser Farne sei die Abfolge der Nukleinbasen G-A-G-A in einem ihrer Gene.[72]

Literatur

  • Lady Gaga, Terry Richardson: Lady Gaga x Terry Richardson. Aus dem Englischen von Helmut Dierlamm. Goldmann, München 2011, ISBN 978-3-442-31313-6.
  • Maureen Callahan: Lady Gaga. Die Biografie. Aus dem Englischen von Irene Eisenhut. Heyne, München 2010, ISBN 978-3-453-64047-4.
  • Lizzy Goodman: Lady Gaga. Grenzbereich Mode. White-Star-Verlag, Wiesbaden 2011, ISBN 978-3-86726-168-5.
  • Michael Fuchs-Gamböck: Lady Gaga. vgs Egmont, Köln 2010, ISBN 978-3-8025-3709-7.

Weblinks

Commons: Lady Gaga – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. https://musikradar.de/die-erfolgreichsten-saengerinnen-aller-zeiten/
  2. news-register.net
  3. https://www.rollingstone.com/music/music-lists/lady-gagas-universe-11001/sister-natali-germanotta-232126/
  4. How Lady Gaga Became the World’s Biggest Pop Star. New York Magazine
  5. Lady Gaga: Biography.
  6. Lady GaGa Brings Her Artistic Vision Of Pop Music To New Album – And A New Kids Song. MTV.com
  7. Steffen Rüth: Ich bin Gaga. In: jetzt, 20. November 2009.
  8. a b c Lady Gaga – Biography, Photos, News, Videos, Reviews and Tour Dates and Tickets. Contactmusic.com
  9. „Es hat mich komplett verändert“. rollingstone.de
  10. Bericht über die Erkrankung im T-Online-Webportal
  11. Lady Gaga wegen starker Schmerzen im Krankenhaus Spiegel Online, abgerufen am 18. September 2017.
  12. twitter.com
    ok-magazin.de
  13. Michael Polansky ist Gagas neuer Freund. 31. August 2020, abgerufen am 31. August 2020.
  14. Lady Gagas Hunde gestohlen: 500.000 Dollar Belohnung. In: DER SPIEGEL. Abgerufen am 26. Februar 2021.
  15. UK News, World News and Opinion. The Times
  16. Camp Music. Hilfe! „Camp“ ist wieder da! Beitrag bei Tracks
  17. a b Lady Gaga. AllMusic
  18. A&R, Record Label / Company, Music Publishing, Artist Manager and Music Industry Directory
  19. Lady Gaga’s outrageous persona born in Parsippany, New Jersey. NJ.com
  20. Meet the woman who inspired Lady Gaga. Thaindian News
  21. Lady GaGa: Celebrities. (Memento vom 25. Mai 2012 im Internet Archive) Wmagazine.com, 2007
  22. Lady Gaga – The Fame – Music Charts.
  23. International Pop Star Lady Gaga Set to Tour With New Kids on the Block (Memento vom 7. September 2012 im Webarchiv archive.today).] Reuters
  24. Lady Gaga / May 2, 2009 / New York (Terminal 5).
  25. gagadaily.com (Memento vom 18. Oktober 2009 im Internet Archive)
  26. Lady Gaga – Bad Romance – Music Charts.
  27. Week Ending June 20, 2010: Let’s Thank Him Now | Chart Watch. Yahoo! Music
  28. Lady Gaga knackt internationale iTunes Charts (Memento vom 15. Februar 2011 im Internet Archive). Musikmarkt (abgerufen am 23. Mai 2011)
  29. J. Cole Helps Bring R&B/Hip-Hop Back To No. 1 – Chart Beat. Billboard.com
  30. Lady Gaga beats Justin Bieber to YouTube record. BBC – Newsbeat
  31. UK-Charts: Adele wehrt Kate Bush ab. (Memento vom 27. Mai 2011 im Internet Archive) Musikmarkt.de
  32. billboard.com
  33. Auflistung der Bambi-Preisträger 2011 (Memento vom 16. Oktober 2011 im Internet Archive)
  34. Top Money Makers Music. Billboard
  35. Lady Gaga wird zur Gangsterbraut. Stern.de; abgerufen am 27. Juli 2012
  36. rollingstone.de
  37. billboard.com
  38. billboard.com
  39. billboard.com
  40. axs.com
  41. harpersbazaar.com
  42. billboard.com
  43. justjared.com
  44. upi.com
  45. billboard.com
  46. genius.com
  47. variety.com
  48. telegraph.co.uk
  49. Lady Gaga singt Imagine bei den Europaspielen 2015
  50. Lady Gaga für Tom Ford
  51. spiegel.de
  52. moviepilot.de
  53. Lady Gaga nails beautiful rendition of ‘Star-Spangled Banner’. USA Today
  54. How Lady Gaga Turned into David Bowie for Her 2016 Grammys Performance. Vanity Fair (Magazine)
  55. Arbeiten an dem neuen Album
    Lady Gaga und RedOne Zusammenarbeit 2016
  56. Offizielle Seite der Shows beim Park MGM Las Vegas
  57. Lady Gaga: Neue Single 'Stupid Love'. In: Rolling Stone. 28. Februar 2020, abgerufen am 22. Mai 2020.
    Lady Gaga veröffentlicht Tracklist für “Chromatica” und gibt Releasedatum bekannt. In: Universal Music. 7. Mai 2020, abgerufen am 22. Mai 2020.
  58. Lady Gaga und Ariana Grande veröffentlichen gemeinsamen Song. In: RP Online. 22. Mai 2020, abgerufen am 22. Mai 2020.
  59. Lady Gaga: Sour Candy. In: YouTube. 28. Mai 2020, abgerufen am 28. Mai 2020.
  60. Lady Gaga: The Fame. The Guardian, 9. Januar 2009
  61. UK News, World News and Opinion. The Times
  62. Lady Gaga. Boston.com
  63. The Fear Factor; Lady Gaga used tough times as inspiration for her new album. Free Online Library
  64. Lady Gaga Roadie für Iron Maiden auf Metal Hammer, 22. Juli 2011
  65. Vanessa Grigoriadis: 125 Minutes With Lady Gaga. nymag.com, 29. März 2009
  66. Kathleen L. Komar: Rainer Maria Rilke: German Speaker, World Author. In: Thomas Oliver Beebee (Hrsg.): German Literature as World Literature. Bloomsbury, New York / London 2014, ISBN 978-1-62356-391-2, ISBN 978-1-62356-189-5, S. 85–100, insbesondere S. 90 (books.google.de)
    Anna-Lena Roth: Rilkes größter Fan. In: Süddeutsche Zeitung, 14. Oktober 2009.
    Das Zitat im Zusammenhang in einem Brief von Rainer Maria Rilke: An Franz Xaver Kappus. 17. Februar 1903.
  67. Lady Gaga and the sociology of fame: college course. The Independent, 17. November 2010, abgerufen am 29. September 2017 (englisch).
  68. [1]
  69. Ben Siegel: Lady Gaga dazzles fans with fun, solid show (Memento vom 10. Juli 2014 im Internet Archive) buffalonews.com, 8. Juli 2014, abgerufen am 28. März 2019 (englisch).
  70. List of Grammy winners. CNN.com
  71. a b c 53rd annual Grammy awards: The winners list. The Marquee Blog – CNN.com
  72. Nineteen Species of Fern Named for Lady Gaga. Researcher says the inspiration was literally written in the DNA sequences. Duke University, 19. Oktober 2012
    Jetzt wird schon Grünzeug nach der Gaga benannt! Pro Sieben, 24. Oktober 2012

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