Lambchop
Lambchop 2009 in Deutschland
Lambchop 2009 in Deutschland
Allgemeine Informationen
HerkunftNashville, Vereinigte Staaten
Genre(s)Alternative Country, Indie-Rock, Chamber Pop, Americana
Gründung1993
Websitelambchop.net
Gründungsmitglieder
Kurt Wagner
Marc Trovillion
Bill Killbrew
Paul Niehaus
Scott C. Chase
Allen Lowery
Steve Goodhue
Deanna Varagona
Jonathan Marx
John Delworth

Lambchop (engl.: Lammkotelett) ist eine US-amerikanische Rockband aus Nashville, Tennessee. Die Band ist ein bis zu 18-köpfiges Kollektiv um den ehemaligen Parkettleger Kurt Wagner (* 1958), der sowohl die Texte als auch die Musik schreibt und mit seiner leicht rauchigen Stimme den Sound der Band prägt. Lambchop ging 1993 aus der Band Posterchild hervor, die 1986 von den ehemaligen Schulfreunden Wagner, Jim Watkins (Gitarre) und Marc Trovillion (Bass) gegründet wurde.[1] Die Musik zeichnet sich durch einen gewissen Minimalismus aus, d. h. durch sparsame Instrumentierung und eine ruhige, zurückgenommene Handhabung, die von Fans gerne als „sanfte Eleganz“ bezeichnet wird. In Europa sind die Platten von Lambchop beim Label City Slang erschienen.

Bei der Veröffentlichung ihres 2008er Albums OH (Ohio) gingen die Gruppe und ihr Label einen ungewöhnlichen Weg: Die CD lag samt Hülle und Booklet der Oktober-Ausgabe des Magazins Rolling Stone bei, dessen Preis dafür nur geringfügig erhöht wurde. Die Aktion stieß allerdings auch auf Kritik: Zwei große Handelsketten nahmen sie zum Anlass, Lambchop-Alben aus ihren Regalen zu verbannen.[2]

Das von den Kritikern hochgelobte Album Mr. M wurde stark durch den Suizid Vic Chesnutts, der Freund und Mentor Kurt Wagners war, geprägt.[3] Wagner malte das Covermotiv und die Illustrationen des Booklets in einer musikalischen Schaffenspause.

Seit FLOTUS (For Love Often Turns Us Still) nähert sich Lambchop stärker der elektronischen Musik an, so kommen neben Synthesizern und Drumcomputern auch Auto-Tune zum Einsatz.

Diskografie

Studioalben

JahrTitelHöchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[4]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen[↑]: gemeinsam behandelt mit vorhergehendem Eintrag;
[←]: in beiden Charts platziert
DE DEAT ATCH CHUK UK
1994I Hope You’re Sitting Down
Erstveröffentlichung: 17. Februar 1995
1996How I Quit Smoking
Erstveröffentlichung: 30. Januar 1996
1997Thriller
Erstveröffentlichung: 7. April 1997
1998What Another Man Spills
Erstveröffentlichung: 4. September 1998
2000NixonUK60
(1 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 1. Januar 2000
2002Is a WomanDE43
(5 Wo.)DE
UK38
(2 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 18. Februar 2002
2004Aw C’monDE26
(5 Wo.)DE
AT34
(5 Wo.)AT
CH83
(2 Wo.)CH
UK45
(2 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 9. Februar 2004
einzeln und als Box-Set mit No You C’mon
No You C’mon[DE: ↑][AT: ↑][CH: ↑][UK: ↑]
Erstveröffentlichung: 9. Februar 2004
einzeln und als Box-Set mit Aw C’mon
2006DamagedDE39
(2 Wo.)DE
AT60
(2 Wo.)AT
UK43
(1 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 14. August 2006
2008OH (Ohio)AT74
(2 Wo.)AT
UK100
(1 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 6. Oktober 2008
2012Mr. MDE23
(3 Wo.)DE
AT25
(2 Wo.)AT
CH34
(3 Wo.)CH
UK42
(2 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 21. Februar 2012
2016FLOTUSDE66
(1 Wo.)DE
AT70
(1 Wo.)AT
CH71
(1 Wo.)CH
UK51
(1 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 4. November 2016
2019This (Is What I Wanted to Tell You)DE55
(1 Wo.)DE
AT64
(1 Wo.)AT
CH54
(1 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 22. März 2019
2020TripDEDEATATCHCH
Erstveröffentlichung: 13. November 2020; enthält ausschließlich Coverversionen von Jeff Tweedy, Stevie Wonder u. a.

Kompilationen

  • 2001: Tools in the Dryer
  • 2006: The Decline of the Country and Western Civilization (1993–1999)
  • 2006: The Decline of Country and Western Civilization, Part 2: The Woodwind Years
  • 2010: Broken Hearts & Dirty Windows: Songs of John Prine
  • 2011: Turd Goes Back: Essential Tracks from Secret Secret Sourpuss & Big Tussie

Weitere Alben

  • 1996: Hank (EP)
  • 2000: The Queens Royal Trimma (Livealbum)
  • 2001: Treasure Chest of the Enemy
  • 2002: Pet Sounds Sucks (Livealbum)
  • 2003: Mono (Livealbum)
  • 2004: Nashville Does Dallas
  • 2004: Boo Fucking Who? (Livealbum)
  • 2005: CoLab (Kollaboration mit )
  • 2006: Succulence (Livealbum)
  • 2008: Rainer on My Parade (Livealbum)
  • 2009: Live at XX Merge (Livealbum)

Singles

JahrTitel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartsChartplatzierungen[4]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
UK UK
2000Up with People
Nixon
UK66
(2 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 12. Mai 2000

Videoalben

  • 2007: No Such Silence

Quellen

  1. Jason Ankeny: Lambchop biography auf allmusic.com, abgerufen am 12. April 2017
  2. Artikel der Süddeutschen Zeitung (Aufgerufen am 5. Oktober 2008)
  3. Plattenkritik auf culturmag.de (Aufgerufen am 5. März 2012)
  4. a b Chartquellen: DE AT CH UK

Weblinks