Madness ¦ One Step Beyond…

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GTIN: 4050538829204 Artist: Genres & Stile: ,

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Veröffentlichung One Step Beyond…:

1979

Hörbeispiel(e) One Step Beyond…:

One Step Beyond… auf Wikipedia (oder andere Quellen):

One Step Beyond … ist das Debütalbum der britischen Ska-Pop-Gruppe Madness. Es erschien am 19. Oktober 1979 über Stiff Records in Europa und Sire Records in den Vereinigten Staaten. Es brachte mit One Step Beyond, My Girl und Night Boat to Cairo drei Top-Ten-Singles in Großbritannien hervor und wurde zum bestverkauften Album der Gruppe.

Entstehungsgeschichte

Die Gruppe lernte bei einem ihrer Auftritte in Camden Clive Langer von der Band Deaf School kennen, der sie anschließend bei einer Probe besuchte. Langer half der Band ein Aufnahmestudio zu finden und brachte auch die 200 Pfund für die Studiomiete auf. In den Pathway-Studios nahmen sie die beiden Songs My Girl und The Prince auf. The Prince war ein Tribut an den Ska-Musiker Prince Buster, der mit seinem Song Madness auch Namensgeber für die Band gewesen war.[1]

Sie konnten sich einen Vertrag beim Independent-Label Stiff Records sichern.[1][2] Dort buchte man kurz nach Vertragsunterzeichnung die Eden Studios in Chiswick für die Band, die bisher nur wenig Studioerfahrung hatte. Langer wurde schließlich auch ihr Produzent. Selbst noch relativ unerfahren, engagierte er zusätzlich Alan Winstanley, der unter anderem schon The Stranglers produziert hatte.

Die Aufnahmen zum Album begannen im August 1979. Nach einer Woche in den Eden Studios wechselten Band und Produzenten für den weiteren Mix in die TW Studios in Fulham. Dort hatten kurz vorher The Specials aufgenommen, mit denen Madness bereits zusammen aufgetreten war. Zwischen den beiden Bands entwickelte sich ein kleiner Wettkampf darum, wer sein Album als erstes in die Läden brachte und welches Album das bessere sein würde. Madness, zwar noch relativ unerfahren, was die Aufnahmetechniken und das Verhalten im Studio anging, waren sehr arbeitsam im Studio.[1][2] Tatsächlich erschienen sowohl The Specials selbstbetiteltes Debütalbum als auch One Step Beyond … am 19. Oktober 1979.

Artwork

Das Cover des Albums zeigt die sechs Mitglieder von Madness hintereinander aufgereiht im Hohlkreuz und in den Knien mit angewinkelten Armen. Dies stellte einen Schreittanz dar, den die Band als The Nutty Train bekannt machte. Auf dem Cover führt Mike Barson den Tanz an. Der Tanz, der indirekt von Monty Pythons wunderbare Welt der Schwerkraft beeinflusst schien, basierte auf einer Fotografie auf dem Backcover von Kilburn and the High Roads’ Album Handsome. Das Originalbild zeigt Roadie Paul Tonkin in ähnlicher Pose bei einem Jive zu Chuck Berry und wurde Paul Hangs Loose betitelt. Davon leitete die Band ihren zum Signature Move werdenden Tanz ab, den sie auch in der Nachfolge populär machten.[3] Das Schwarzweißfoto wurde von Cameron McVey aufgenommen. Für die Single zum Titeltrack wurde ein Farbbild aus der gleichen Session verwendet.[4]

Es war nicht die einzige Besonderheit am Artwork des Albums. Für das Inlay fragte die Band in einer Annonce in der Abendzeitung London Evening Standard nach Bildern in Passfotogröße. Daraufhin stellten Personen aus dem Umfeld der Band, aber auch völlig fremde Personen ihre Sofortbilder, die in den damals sehr beliebten Fotokabinen aufgenommen wurden, zur Verfügung. Über 150 dieser Bilder wurden schließlich für eine Collage verwendet. Das Inlay wurde als The Nutty Punters bekannt. Einige der Personen stammen aus dem direkten Umfeld der Band, darunter viele Freunde und Verwandte. Auch Cathal Smyth, der auf dem Album nur als Gast zu hören ist, aber schon bald fest in die Band einstieg, ist gleich mehrfach zu sehen. Bekannt wurde auch die Fotografie eines Mannes, der an Colonel Sanders, den Erfinder von Kentucky Fried Chicken erinnert, und eine nackte Frau mit einem Handtuch um den Kopf. Beide Identitäten konnten nicht geklärt werden. Auch ein Bandfoto von Kilburn and the High Roads ist in der Collage zu sehen, wobei Humphrey Ocean eine viel zu große Hose trägt. Dies wurde die Inspiration für ihren späteren Hit Baggy Trousers vom nächsten Album.[5]

Die LP enthielt zwei sogenannte „Porky Prime Cuts“, nach ihrem Erfinder George „Porky“ Peckhams benannte eingeritzte Botschaften in der Auslaufrille der Platte. Auf der ersten Seite befand sich die Schrift „The Nutty Sound“ und auf der Rille der zweiten Seite „Direct from Camden Town“. Diese stammte in diesem Fall aber von Toningenieur Steve. Peckham selbst verzierte die Auslaufrille der 7’’ von One Step Beyond mit „Watch This – A Porky Prime Cut“.[6]

Musikstil

Haupteinfluss ist der jamaikanische Dancehall-Musiker Prince Buster, dem die Band mit der Single The Prince ein musikalisches Denkmal setzte sowie die britische Pubrock-Szene, der der Coversong Rockin’ in A♭ von Bazooka Joe (in der Mike Barsons Bruder Dan Barson spielte) gewidmet ist. Dazu kommen klassische Elemente, so befindet sich eine Variation des Themas von Schwanensee auf dem Album, wobei die Musik an das ebenfalls in Cats verwendete Thema angelehnt ist. Weitere Einflüsse stammen aus der Marschmusik und der Unterhaltungs-Blasmusik, wie sie auf Jahrmärkten oder bei Volksfesten gespielt wurde. Vermischt wurde diese für jene Zeit ungewöhnliche Mischung mit dem bandeigenen, typisch britischen schwarzen Humor und einer ausgeprägten Fröhlichkeit.[7] Besonders war auch der Cockney-Akzent von Hauptsänger Graham McPherson, der damals im Pop nicht üblich war.[8]

Titelliste

A-Seite

  1. One Step Beyond – 2:18 (Prince Buster)
  2. My Girl – 2:44 (Mike Barson)
  3. Night Boat to Cairo – 3:31 (Graham McPherson, Barson)
  4. Believe Me – 2:28 (Barson, John Hasler)
  5. Land of Hope and Glory – 2:57 (Chris Foreman, Lee Jay Thompson)
  6. The Prince – 3:18 (Thompson)
  7. Tarzan’s Nuts – 2:24 (Sydney Lee; im Original: Tarzan’s March)

B-Seite

  1. In the Middle of the Night – 3:01 (McPherson, Foreman)
  2. Bed & Breakfast Man – 2:33 (Barson)
  3. Razor Blade Alley – 2:42 (Thompson)
  4. Swan Lake – 2:36 (Pjotr Iljitsch Tschaikowski; arrangiert von Barson)
  5. Rockin’ in A♭ – 2:29 (Willy Wurlitzer; im Original von Bazooka Joe)
  6. Mummy’s Boy – 2:23 (Mark Bedford)
  7. Madness – 2:38 (Campbell)
  8. Chipmunks Are Go! – 0:51 (Chas Smash, Brendan Smyth)

One Step Beyond
Nach der Single The Prince, die vor dem Album erschien, als noch gar nicht abzusehen war, wie es mit Madness weitergeht, handelte es sich beim Titelstück um die erste reguläre Singleauskopplung aus dem Album. Es handelt sich dabei um eine Coverversion von Prince Buster. Das bis auf den Titel, der beständig wiederholt wird, reine Instrumentalstück beginnt mit dem Intro „Hey you, don’t watch that, watch this, This is the heavy heavy monster sound, The nuttiest sound around, So if you’ve come in off the street, And you’re beginning to feel the heat, Well, listen buster, You better start to move your feet, To the rockinest, rock-steady beat, of Madness, One step beyond“.[9] Das Intro sprach Chas Smash, zum Zeitpunkt der Aufnahme noch kein Mitglied der Band. Die Eröffnungszeile „don’t watch that, watch this“ stammt eigentlich aus einem weiteren Prince-Buster-Stück namens The Scorcher. Tatsächlich handelte es sich bei dem kurzen Instrumentalstück nur um einen Rough Mix. Der eigentlich 1:10 Minuten lange Track wurde künstlich auf die doppelte Länge mit Hilfe eines Eventide Harmonizers gemixt und landete als Tape auf dem Schreibtisch von Dave Robinson von Stiff Records. Ohne den eigentlich für später geplanten Mix abzuwarten, schickte er das Tape zur Pressung, so dass Album und Single lediglich den Rohmix beinhalteten.[10]

My Girl
My Girl ist die zweite Singleauskopplung aus dem Album und erschien am 21. Dezember 1979. Trotz des ungewöhnlichen Veröffentlichungsdatums (die Charts machen in den Weihnachtswochen in Großbritannien traditionell zwei Wochen Pause) wurde es zum zweiten Top-Ten-Hit der Band. Das Lied basiert auf einem Solo von Elvis Costello, das Steve Naive auf einer Vox Continental spielte und das nur aus zwei Akkorden bestand. Er stammt noch aus der Invaders-Zeit.[11] Das erste Mal wurde es im Juli 1978 im Blind Alley Shop gespielt, damals noch unter dem Titel New Song.[11] Mike Barson, der das Lied geschrieben hatte, war ursprünglich auch für den Gesang verantwortlich. Es handelte von seiner damaligen Freundin Kerstin Rodgers.[12] Anders als auf dem ersten Demo übernahm Suggs auf dem Album den Gesang.[13] David Bowie griff das Lied später auf und adaptierte das Schlagzeugspiel sowie den Grundaufbau für seinen Space Oddity-Nachfolger Ashes to Ashes.[14]

Night Boat to Cairo

Lee Thompsons Saxofon kam bei Night Boat to Cairo zum Einsatz

Night Boat to Cairo ist der dritte Song des Albums. Besonders ist die ungewöhnliche Struktur, die aus einer langen Instrumentalstrecke besteht. Dies lag daran, dass der Song zunächst als Instrumentalstück geplant war, dann aber in einer Session einen Text von Graham McPherson erhielt. Der Nonsenstext erzählt von einer Irrfahrt über den Nil. Lee Thompson mochte das Stück, da es ihm eine Möglichkeit eröffnete, sein Baritonsaxophon auszuprobieren. Ergänzt wurde der Song noch durch Violinenklänge, die Clive Langer arrangierte.[15]

Das Stück sollte die dritte Singleauskopplung des Albums werden. Damit wären die ersten drei Titel des Albums zugleich die drei Singles des Albums gewesen. Im Zeitalter des Punks war dies jedoch ein problematischer Schritt, da es zu sehr nach kommerziellem Interesse aussah, dem Publikum A-Seiten zu verkaufen, die sie sowieso schon hatten. So kam es zu einem Kompromiss: statt einer Single wurde die Extended Play Work Rest and Play veröffentlicht, die neben Night Boat to Cairo drei Non-Album-Tracks enthielt. Zu Night Boat to Cairo wurde ein Video gedreht, dass die Band in typischer Kolonialkleidung zeigte. Das Video wurde in einem Fernsehstudio gedreht, was man sehr gut daran sehen konnte, dass nicht ausreichend Sand für eine Wüste vorhanden war. Der Text wurde eingeblendet, und ein kleiner Ball zeigte die jeweilige Textstelle an, so dass im Karaokestil mitgesungen werden konnte. Im Video kommt auch der „Nutty Train“ zum Tragen.[15]

Believe Me
Während das Album eine Reihe von Ska-Titeln enthielt, war Believe Me ein Song, der mehr am US-amerikanischen Rock & Roll orientiert war. Die Inspiration kam durch den Film American Graffiti, den die Band gesehen hatte und nachdem sie, noch zu Invaders-Zeiten, den Song komponierten. John Hasler und Mike Barson schrieben den Song gemeinsam. Ein großer Einfluss für das Saxofon-Solo war Dwayne Payne, der damals sowohl bei Ian Durys Kilburn & the High Roads als auch bei The Blockheads aktiv war und der Lee Thompson begeisterte. Die Akkordfolge am Anfang war von Billy Swans Song I Can Help beeinflusst.[16]

Land of Hope & Glory
Das Stück wurde von Lee Thompson, der auch den Gesang übernahm, und Chris Foreman geschrieben. Es handelt von Thompsons Militärzeit, die er als Zeitverschwendung betrachtete. Der Titel ist ein Hinweis auf Land of Hope and Glory, eines der Lieder Großbritanniens, das oft beim Militär eingesetzt wurde. Dementsprechend beginnt das Lied auch mit einem typischen Militärrhythmus. Kein großer Hit für Madness, aber einer von vier Tracks, die sie bei ihrer einzigen Session für John Peel am 14. August 1979 aufnahmen.[17]

The Prince
The Prince war bereits Anfang 1979 als zweite Veröffentlichung auf dem 2-tone-Label erschienen. Es handelt sich dabei um eine Hommage an Prince Buster. Es wurden drei Versionen des Songs eingespielt. Zunächst die Single-Version, danach folgte eine Version für die Peel-Sessions und schlussendlich die Albumversion. Die Albumversion wurde musikalisch etwas angepasst, um dem Album gerecht zu werden. So ist der Sound nun klarer, und das Stück wurde etwas umarrangiert, insbesondere im letzten Drittel, wo ein neuer Klavierpart geschrieben wurde, ein Saxophon-Solo und eine Kuhglocke ergänzt wurden. Tatsächlich wollte man, da das 2-tone-Label die ursprüngliche Fassung sowieso nicht freigab, den Käufern etwas Neues bieten und den gleichen Track nicht zweimal verkaufen.[18]

Tarzan’s Nuts
Der Song basiert auf der Titelmusik der Tarzan-Fernsehserie, wobei dies jedoch nur zu Beginn wirklich erkennbar ist. Dort sind einige afrikanische Rhythmen zu hören, die an Nachrichtentrommeln erinnern sollen sowie einige Urwaldgeräusche. Es folgt ein kurzer Gesangspart, bei dem sich Tarzan auf die Suche nach Jane begibt. Beim Gesang versammelten sich alle Mitglieder um ein Mikrofon und sangen drauf los. Der Rest des Songs ist instrumental gehalten und war ein Versuch, Reggae in die Musik von Madness zu bringen. So ist der Rest ein Offbeat-Rhythmus, der vom E-Bass und dem Keyboard getragen wird und bei dem ein an „Ooga Chaka“ erinnernder Mundrhythmus gesungen wird, der sich jedoch mehr im Hintergrund befindet. Auch die Gitarre wurde weit in den Hintergrund gemischt. Das Lied beendet die A-Seite der LP.[19]

In the Middle of Night
Das Lied eröffnet die B-Seite der LP-Version. Das von McPherson und Foreman geschriebene Stück erzählt die Geschichte eines Mannes, der tagsüber als Zeitungsverkäufer arbeitet und nachts durch die Gärten zieht, um Unterhosen zu stehlen. So schafft er es selbst auf die Titelseiten der Zeitungen, die er normalerweise verkauft. Wie bei vielen der rockigeren Stücke auf dem Album bemerkt man hier den Einfluss von Ian Dury und seinen zahlreichen Bandprojekten. Das Lied kommt ohne Refrain aus.[20]

Bed and Breakfast Man
Das Stück wurde von Barson geschrieben und handelt von John Hasler, dem früheren Schlagzeuger der Band, der 1978 ausgestiegen war. Er wird hier ironisch als „Schnorrer“ (Loafer) dargestellt, der sich einen Platz zum Schlafen und zum Durchessen suchte. Zur Zeit der Aufnahme des Debütalbums war er der Manager der Band. Musikalisch bediente sich das Lied bei Tears of a Clown (Smokey Robinson) und dem Motown-Klassiker Ain’t Too Proud to Beg (The Temptations). Wie viele Songs auf dem Album hat auch dieses keinen Refrain, sondern lediglich vier Strophen, zwischen denen die Instrumental-Parts gespielt wurden. Der Song wurde ebenfalls in der John-Peel-Session gespielt, da aber noch von Chris Foreman gesungen. Das Lied war ursprünglich auch als Single geplant. Daher wurde ein Musikvideo im Clarendon Ballroom von Hammersmith gedreht und eine Hookline ans Ende gesetzt. Letztlich entschied man sich jedoch gegen eine Veröffentlichung als Single.[21]

Razor Blade Alley
Der Song handelt von einem Harnwegsinfekt als Folge einer Geschlechtskrankheit. Inspiriert wurde der Titel durch eine Szene im Film Die Boys von Kompanie C., in der der Protagonist sagt, die Schmerzen beim Wasserlassen fühlen sich so an, als würde er „Rasierklingen pinkeln“. Musikalisch handelt es sich um eine Mischung aus Jazz und Pubrock und ist eines der wenigen Lieder ohne Ska-Einfluss auf dem Album.[22]

Swan Lake
Das Instrumentalstück ist eine von vier Coverversionen auf diesem Album. Eigentlich von Pjotr Iljitsch Tschaikowskis Schwanensee inspiriert und von Barson umarrangiert, handelt es sich um eine Anlehnung an die Version der britischen Reggae-Band The Cats, die diese 1968 veröffentlicht hatten. Das Instrumental war ein Live-Standard der Band, zusammen mit dem ungleich bekannteren Hawaii Five-0 von The Ventures.[23]

Rockin’ in A♭
Mit Rockin’ in A♭, im Original von Bazooka Joe, schloss sich die nächste Coverversion an. Bazooka Joe war eine lokale Rock-&-Roll-Band, in der Mike Barsons Bruder Dan sang. Sie wurde später vor allem deshalb bekannt, weil Adam Ant dort seine Karriere startete. Der Titel hat nichts mit der Tonlage zu tun, das Lied selbst ist in C-Dur gehalten, sondern basiert auf einem alten, aber nicht übersetzbaren Musikerwitz: „What do you get, when you throw a piano down a pitshaft? – A flat miner.“ Der Witz basiert auf dem Gleichklang von „Miner“, einem Grubenarbeiter, und „Minor“, einer Mollnote. Das Lied wurde im Wesentlichen von Johnny and the Hurricanes beeinflusst.[24]

Mummy’s Boy
Mummy’s Boy handelt von einem vierzig Jahre alten Mann, der noch bei seiner Mutter lebt. Der von Mark Redford geschriebene Song vereint in sich den „Nutty Sound“ von Madness, also an der Grenze zur Popmusik mit Elementen des Klamauks. Bedford schrieb den Song wie ein Intro zu einer Sitcom. Tatsächlich lehnte er sich auch an die Musik der Serie Steptoe & Son an, die von Ron Grainer geschrieben wurde. Die Serie über Vater und Sohn, die als Schrottsammler ihr Geld verdienen, diente auch als Inspiration für den Text.[25]

Madness
Der Song wurde auf den ersten Pressungen der LP überhaupt nicht erwähnt. Das Lied ist eine Coverversion von Prince Buster und war auch der Namensgeber für die Band. Bei dem Instrumentalstück handelte sich damit um einen Hidden Bonus Track, der sich zwischen Mummy’s Boy und dem letzten Song Chipmunks Are Go! befand. Der Kunstgriff entstammte der Tatsache, dass sich Madness bereits schuldig fühlten, die A-Seite ihrer ersten Single The Prince auf das Album genommen zu haben und nicht auch noch die B-Seite zweitverwerten wollten. Doch Madness war ein sehr beliebter Song und so machte sich die Band einen Spaß daraus, den nach ihnen benannten Track dann auf dem Album zu „verstecken“. Der Witz wurde sowohl auf den verschiedenen LP- und MC-Versionen beibehalten, und auch nicht auf allen CD-Versionen wird der Track erwähnt.[26]

Chipmunks Are Go!
Chipmunks Are Go! ist mit lediglich 51 Sekunden der kürzeste Song des Albums. Der Marschgesang markiert das Ende des Albums und wurde dann auch das Ende zahlreicher Livekonzerte.[27]

Neuveröffentlichungen

30th Anniversary Edition

Zum 30. Jubiläum des Albums erschien eine Neuveröffentlichung, die eine Bonus-CD mit den damaligen Peel-Sessions sowie allen B-Seiten der Singles sowie weitere Bonustracks enthielt. Auf einer CD-ROM waren auch alle Videos vertreten.

  1. The Prince (Thompson) [Peel Session] – 2:31
  2. Bed and Breakfast Man (Barson) [Peel Session] – 3:24
  3. Land of Hope and Glory (Thompson, Foreman) [Peel Session] – 2:42
  4. Stepping into Line (Hasler, McPherson, Thompson) [Peel Session] – 2:38
  5. One Step Beyond… (Campbell) [7" Single version] – 2:17
  6. My Girl (Barson) – 2:58 [Recorded at Pathway Studio with 2-Tone single The Prince / Madness. Mike Barson: Vocal]
  7. Mistakes (Hasler, Barson) – 2:52 [B-Side „One Step Beyond...“]
  8. Un Paso Adelante (Campbell) – 2:33 [„One Step Beyond...“ Spanish version]
  9. Nutty Theme (Thompson, McPherson) – 2:10 [B-Side „One Step Beyond...“ 12"]
  10. My Girl (Ballad version) (Barson) – 2:28 [From Flexipop flexi disc]
  11. Stepping into Line (Hasler, McPherson, Foreman) – 2:15 [B-Side „My Girl“]
  12. Un Passo Avanti (Campbell) – 2:22 [„One Step Beyond...“ Italian version]
  13. Deceives the Eye (Bedford, Foreman) – 2:00 [Work Rest and Play EP]
  14. The Young and the Old (McPherson, Barson) – 2:04 [Work Rest and Play EP]
  15. Don’t Quote Me on That (Smyth, Barson, Foreman, McPherson, Bedford, Thompson, Woodgate) – 4:31 [Work Rest and Play EP]
  16. Razor Blade Alley (Thompson) – 2:35 [Dance Craze live version]
  17. Night Boat To Cairo (McPherson, Barson) – 3:12 [Dance Craze live version]
  18. One Step Beyond… (Campbell) – 2:53 [Dance Craze live version]

35th Anniversary Edition

Zum 35. Jubiläum erschien eine weitere Edition, die ein Rehearsal-Tape aus dem Jahr 1979 mit alternativen Versionen enthielt. Zudem wurde eine Bonus-DVD produziert, die alle offiziellen Videos sowie mehrere Liveauftritte bei Top of the Pops und dem The Old Grey Whistle Test enthielt. Zudem wurde die Dokumentation Young Guns (BBC 2000) ergänzt.

Rehearsal-Tape

  1. Nutty Sounds (Rehearsal 28. April 1979) (McPherson, Thompson, Bedford, Foreman) – 3:13
  2. Mistakes (Rehearsal 28. April 1979) (Hasler, Barson) – 2:53
  3. Sunshine Voice (Rehearsal 28. April 1979) (Hasler, Barson) – 3:32
  4. My Girl (Rehearsal 28. April 1979) (Barson) – 2:50
  5. Memories (Rehearsal 28. April 1979) (Foreman) – 2:31
  6. Believe Me (Rehearsal 28. April 1979) (McPherson, Barson) – 2:39
  7. Lost My Head (Rehearsal 28. April 1979) (McPherson, Barson) – 2:24
  8. Razorblade Alley (Rehearsal 28. April 1979) (Thompson, Barson) – 2:33
  9. Land of Hope and Glory (Rehearsal 28. April 1979) (Thompson, Foreman) – 2:47
  10. Mummy’s Boy (Rehearsal 28. April 1979) (Bedford) – 2:21
  11. In the Middle of the Night (Rehearsal 28. April 1979) (McPherson, Foreman) – 2:51
  12. You Said (Rehearsal 28. April 1979) (Barson) – 2:21
  13. Stepping into Line (Rehearsal 28. April 1979) (McPherson, Bedford) – 2:29
  14. Bed and Breakfast Man (Rehearsal 28. April 1979) (Barson) – 4:15

DVD

  1. One Step Beyond… (Musikvideo)
  2. Bed and Breakfast Man (Musikvideo)
  3. My Girl (Musikvideo)
  4. Night Boat to Cairo (Musikvideo)
  5. One Step Beyond… (Top of the Pops 1979)
  6. The Prince (Top of the Pops 1979)
  7. My Girl (Top of the Pops 1980)
  8. Bed and Breakfast Man (The Old Grey Whistle Test 1979)
  9. Night Boat to Cairo (The Old Grey Whistle Test 1979)
  10. Young Guns (Dokumentarfilm, BBC 2000)

Rezeption

Madness live 2005

Kritik

Michael Schuh von laut.de urteilte im Zuge der Neuveröffentlichung von One Step Beyond… in der Rückschau:

„Dass ‚One Step Beyond‘ den Einfluss auf das öffentliche Madness-Image im beschriebenen Maße prägen konnte, lag natürlich vor allem an einem: seiner Qualität. Es ist ein unsterblicher Klassiker eines Debüts, vergleichbar mit dem Clash-Debüt oder natürlich dem der Labelkollegen The Specials und brachte der Band praktisch über Nacht den Status eines nationalen Kultur-Heiligtums ein. (…) Mit ‚Night Boat To Cairo‘, ‚Madness‘ und dem Titeltrack enthält ‚One Step Beyond‘ zweifellos die größten Ska-Hits der Madness-Karriere, doch fanden sich schon hier Versatzstücke aus Motown und 50s Rock’n’Roll, mit dem man 1977 als Spaßband vor Publikum debütierte.“

Michael Schuh: laut.de[8]

In den Liner Notes der Neuveröffentlichung lobte Trainspotting-Autor Irvine Welsh das Album ebenfalls als zeitlosen Klassiker.[8] Das Album entstand in einer Übergangszeit zwischen Punk und New Wave. Es setzte an der zweiten Ska-Welle in Großbritannien an, die es zusammen mit ihren Bruderbands The Specials und The Selecter bediente. Doch es war nicht nur das reine 2-tone-Publikum. Vielmehr traf die Band durch ihren oft klamaukhaften Stil, die witzigen Videos und den doch viele Elemente umfassenden Musikstil den Nerv des jugendlichen Publikums. So resümierte Arne Willander im deutschen Rolling Stone:

„Madness nahmen das Grimmige von Ian Dury und den mulitkulturellen Ernst der Specials und formten daraus ihre anrührenden Kitchen-sink-Tragikomödien von Dickensscher Wahrhaftigkeit. Sie saßen in Fish & Chips-Buden und traten in Kaschemmen auf, weil sie nichts hatten. Sie waren die Erben eines versunkenen Imperiums, gerade erwachsen in der Krise der späten Siebziger, drei Jahre nach Punk, unendlich weit entfernt vom Rock, traurige Clowns aus Verhältnissen knapp über Sozialhilfe. In Madness erkannte sich für ein paar Jahre die Jugend des Landes.“

Arne Willander: 30th Anniversay Edition des Debütalbums[28]

In der ersten Liste der 500 besten Alben aller Zeiten des Rolling Stone wurde das Album auf Platz 412 gewählt.[29]

Charts

Album

One Step Beyond … legte den Grundstein für Madness Karriere in den frühen 1980ern. Das Album erreichte Platz 2 in den britischen Charts und blieb insgesamt mehr als ein Jahr in den Charts. Ein knappes Jahr nach Veröffentlichung des Albums erreichte es im Vereinigten Königreich Platin.[30] Bis heute ist es das am besten verkaufte Album der Band.[2] Außerhalb ihres Heimatlandes konnte es in Deutschland und Österreich die Top 20 erreichen. Die US-amerikanische Veröffentlichung über Sire Records erreichte in den Billboard 200 Platz 128.[31] 2009 erschien eine Neuauflage des Albums, die ebenfalls die britischen Charts erreichte.

JahrTitelHöchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[31][32][30]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE AT CH UK US
1979One Step Beyond …DE14
(37 Wo.)DE
AT11
(10 Wo.)AT
UK2
Platin
Platin

(79 Wo.)UK
US128
(9 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 19. Oktober 1979
2009One Step Beyond … (30th Anniversary Edition)UK67
(1 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 16. Oktober 2009

grau schraffiert: keine Chartdaten aus diesem Jahr verfügbar

Singles

Bereits vor Veröffentlichung des Albums veröffentlichte 2-Tone Records die Single The Prince, die Platz 16 der britischen Charts erreichte. Es folgte, ebenfalls noch vor Veröffentlichung des Albums, die Auskopplung des Titeltracks, die im Vereinigten Königreich Platz 7 erreichte und sich ebenfalls in den österreichischen und Schweizer Charts platzieren konnte. 1980 folgte My Girl, der in Großbritannien Platz 3 erreichte. Beide Singles wurden mit einer silbernen Schallplatte ausgezeichnet, was mehr als 200.000 abgesetzten Einheiten entspricht.[30] Erfolgreich war auch die Extended Play Work Rest & Play EP, die mit Night Boat to Cairo ebenfalls einen Albumtrack enthielt. Die EP erreichte Platz 6 der Single-Charts. Daneben wurden die Singles Bed & Breakfast Man (B-Seite: Night Boat to Cairo), Madness (B-Seite: Mistake), Tarzan’s Nuts (B-Seite: Night Boat to Cairo) und Night Boat to Cairo (B-Seite: Deceives the Eye) ausgekoppelt, die jedoch nicht die Charts erreichten.[33][31] 1992 erschien My Girl ein zweites Mal als Single. Auch diese Version konnte sich in den Charts etablieren. Im Zuge der 1993er Veröffentlichung des Livealbums Madstock! wurde Night Boat to Cairo ebenfalls in seiner Originalversion als Single veröffentlicht.

JahrTitel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[31][30]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE AT CH UK US
1979The Prince
One Step Beyond …
UK16
(11 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 10. August 1979
B-Seite: Madness (2:25)
One Step Beyond …
One Step Beyond …
AT19
(2 Wo.)AT
CH3
(12 Wo.)CH
UK7
Silber
Silber

(14 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 26. Oktober 1979
Autor: Cecil Campbell
Original: Prince Buster & the All Stars, 1965
1980My Girl
One Step Beyond …
UK3
Silber
Silber

(14 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 21. Dezember 1979
Autor: Mike Barson
Night Boat to Cairo
(Work Rest and Play)
UK6
(8 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: März 1980
1992My GirlUK27
(4 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: August 1992
1993Night Boat to Cairo
Madstock
UK56
(2 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: Februar 1993
Autoren: Autor: Graham McPherson, Mike Barson
A-Seite: Originalversion / B-Seite: Paul Gotel Remix

Literatur

Einzelnachweise

  1. a b c Stevie Chick: A brief history of One Step Beyond. In: Liner Notes von One Step Beyond (35th Anniversary Edition). Salvo, Mai 2014.
  2. a b c Dave Simpson: Suggs and Mike Barson of Madness: how we made One Step Beyond. The Guardian, 25. November 2014, abgerufen am 20. September 2017 (englisch).
  3. Bryan Thomas: “Don’t watch that, watch this!”: Madness goes “One Step Beyond” the ’80s British Ska Revival. Nightflight, 10. Mai 2017, abgerufen am 28. September 2017 (englisch).
  4. Terry Edwards: One Step Beyond… (= 33 ). Bloomsbury, New York / London 2009, ISBN 978-0-8264-2906-3, S. 5–9.
  5. Terry Edwards: One Step Beyond… (= 33 ). Bloomsbury, New York / London 2009, ISBN 978-0-8264-2906-3, S. 9–14.
  6. Terry Edwards: One Step Beyond… (= 33 ). Bloomsbury, New York / London 2009, ISBN 978-0-8264-2906-3, S. 167.
  7. Jo-Ann Greene: Review bei AllMusic (englisch). Abgerufen am 17. September 2017.
  8. a b c Michael Schuh: laut.de-Kritik: Der Album-Klassiker von 1979 mit massig Bonusmaterial. In: laut.de. Abgerufen am 25. September 2017.
  9. zitiert nach: The Heavy Heavy Hits. CD. Virgin 1998
  10. Classic Tracks: Madness ‘Our House’. Producers: Clive Langer, Alan Winstanley. Sound on Sound, Juni 2006, abgerufen am 22. September 2017.
  11. a b The Ascent of Madness, 1978. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 20. Februar 2012; abgerufen am 22. September 2017.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.madness.co.uk
  12. Kerstin Rogers: For those about to rock: we sauté you! 18. Juni 2011, abgerufen am 22. September 2017 (englisch).
  13. The Ascent of Madness, 1979, part 2. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 22. September 2017 (englisch).
  14. Terry Edwards: One Step Beyond… (= 33 ). Bloomsbury, New York / London 2009, ISBN 978-0-8264-2906-3, S. 25–33.
  15. a b Terry Edwards: One Step Beyond… (= 33 ). Bloomsbury, New York / London 2009, ISBN 978-0-8264-2906-3, S. 35–43.
  16. Terry Edwards: One Step Beyond… (= 33 ). Bloomsbury, New York / London 2009, ISBN 978-0-8264-2906-3, S. 44–53.
  17. Terry Edwards: One Step Beyond… (= 33 ). Bloomsbury, New York / London 2009, ISBN 978-0-8264-2906-3, S. 55–61.
  18. Terry Edwards: One Step Beyond… (= 33 ). Bloomsbury, New York / London 2009, ISBN 978-0-8264-2906-3, S. 63–72.
  19. Terry Edwards: One Step Beyond… (= 33 ). Bloomsbury, New York / London 2009, ISBN 978-0-8264-2906-3, S. 73–81.
  20. Terry Edwards: One Step Beyond… (= 33 ). Bloomsbury, New York / London 2009, ISBN 978-0-8264-2906-3, S. 83–91.
  21. Terry Edwards: One Step Beyond… (= 33 ). Bloomsbury, New York / London 2009, ISBN 978-0-8264-2906-3, S. 92–101.
  22. Terry Edwards: One Step Beyond… (= 33 ). Bloomsbury, New York / London 2009, ISBN 978-0-8264-2906-3, S. 102–111.
  23. Terry Edwards: One Step Beyond… (= 33 ). Bloomsbury, New York / London 2009, ISBN 978-0-8264-2906-3, S. 113–121.
  24. Terry Edwards: One Step Beyond… (= 33 ). Bloomsbury, New York / London 2009, ISBN 978-0-8264-2906-3, S. 123–131.
  25. Terry Edwards: One Step Beyond… (= 33 ). Bloomsbury, New York / London 2009, ISBN 978-0-8264-2906-3, S. 133–142.
  26. Terry Edwards: One Step Beyond… (= 33 ). Bloomsbury, New York / London 2009, ISBN 978-0-8264-2906-3, S. 143–147.
  27. Terry Edwards: One Step Beyond… (= 33 ). Bloomsbury, New York / London 2009, ISBN 978-0-8264-2906-3, S. 161–163.
  28. Arne Willander: 30th Anniversay Edition des Debütalbums. In: Rolling Stone. Nr. 11/2009 (rollingstone.de).
  29. Joe Levy (Hrsg.): Rolling Stone. Die 500 besten Alben aller Zeiten. Übersetzung: Karin Hofmann. White Star Verlag, Wiesbaden 2011 (Originalausgabe: Rolling Stone. The 500 Greatest Albums of all Time. Wenner Media, 2005).
  30. a b c d Gold-/Platin-Datenbank UK
  31. a b c d Chartquellen: Singles Alben DE UK US
  32. The Billboard Albums von Joel Whitburn, 6th Edition, Record Research 2006, ISBN 0-89820-166-7
  33. Madness bei Discogs

Artist(s)

Veröffentlichungen von Madness die im OTRS erhältlich sind/waren:

Absolutely ¦ Full House: The Very Best Of Madness ¦ 7 ¦ The Madness ¦ Wonderful Madness ¦ Mad Not Mad ¦ The Dangermen Sessions: Volume One ¦ One Step Beyond... ¦ Oui Oui Si Si Ja Ja Da Da

Madness auf Wikipedia (oder andere Quellen):

Madness (englisch für Wahnsinn, Verrücktheit) ist eine der bekanntesten britischen Ska-Bands der 1980er Jahre, die nach einer zwischenzeitlichen Trennung (1986–1992) heute noch aktiv ist. Ihre Musik, eine Mischung aus Ska, Punk und Pop, sowie ihr Spielwitz wurden später als „Nutty Sound“ ihr Markenzeichen.

Ska hat jamaikanische Wurzeln, basiert auf dem Offbeat und reicht bis in die späten 1950er Jahre zurück. In den 1970er und 1980er Jahren erfreute sich dieser Musikstil vor allem in Großbritannien sowie Westeuropa großer Popularität und Madness war zu jener Zeit zusammen mit The Specials einer der wichtigsten Vertreter des ersten Ska-Revivals. In Großbritannien erreichten insgesamt 15 ihrer Lieder die Top Ten der Single-Charts, von denen Our House im deutschsprachigen Raum am bekanntesten ist.

Bandgeschichte

Ursprungsbesetzung

Madness wurde 1976 in Nord-London zunächst unter dem Namen The Invaders (The North London Invaders, lt. Robbi Millar von Sounds, auf dem Cover von Absolutely, aber nur dort) gegründet, mit Mike Barson (genannt „Monsieur Barso“) an den Keyboards, Gitarrist Chris Foreman („Chrissie Boy“) und Lee Thompson („Kix“ oder „El Thommo“, Saxophon und Gesang).[1] Im Jahr 1978 stießen als neuer Frontmann Graham McPherson („Suggs“, Gesang) sowie Mark Bedford („Bedders“) am Bass, Cathal Smyth („Chas Smash“, später Carl Smyth, Gesang, Trompete und „Bewegung auf der Bühne“) und Daniel Woodgate („Woody“, Drums) hinzu.

1976 bis 1986 – Die erste Phase

Erste öffentliche Auftritte hatte The Invaders ab Mitte 1977; die verschiedenen Zusammensetzungen der Bandmitglieder in der Anfangszeit sind auf der inneren Plattenhülle der LP Absolutely verewigt. Ab April 1979 nannte sich die Band Madness, nach einem bekannten Stück der jamaikanischen Ska-Ikone Prince Buster. Dementsprechend war auch ihre erste, im August des Jahres 1979 bei der legendären Plattenfirma 2 Tone Records veröffentlichte Single The Prince eine Hommage an Prince Buster. Auf der B-Seite befindet sich der Song, der der Gruppe ihren Namen gegeben hatte.

Sie tourten gemeinsam mit zwei weiteren 2 Tone-Bands, The Specials und The Selecter, verließen jedoch 2 Tone und veröffentlichten ihr Debütalbum One Step Beyond… auf dem ebenfalls unabhängigen Stiff-Records-Label, ebenfalls noch 1979. Die LP hielt sich länger als ein Jahr in den britischen Charts und erreichte zwischenzeitlich Platz 2. Der Titelsong – eine Coverversion eines Hits von Prince Buster – wurde zur „Hymne“ der Band.

Madness veröffentlichte bis zur (ersten) Trennung 1986 sechs Alben (ohne die vielen Kompilationen) und hatten vor allem Erfolg mit ihren zahlreichen Singles: Die ersten 20 Madness-Singles erreichten alle die Top 20 der britischen Charts – ein Erfolg, den noch nicht einmal die Beatles, Elvis Presley oder Cliff Richard vorweisen können. Mit der Single House of Fun erreichte Madness am 29. Mai 1982 das erste und einzige Mal die Nummer Eins der britischen Charts und verdrängte dabei die deutsche Grand-Prix-de-la-Chanson-Siegerin Nicole von der Spitzenposition. Ein Großteil des Erfolgs verdankt Madness sicher auch den zwei Menschen, die über die Jahre fast durchgehend ihre Produzenten waren und am Mischpult für den richtigen „Nutty Sound“ sorgten: Clive Langer (vormals Mitglied der Band Deaf School) und Alan Winstanley.

1982 erschien der Film Take It or Leave It, der den Werdegang der Band innerhalb Nordlondons beschrieb und auch einige ehemalige Bandmitglieder sowie den „jetzigen“ Manager John Hasler zeigt.

1983 hatte Madness mit Our House vom Album The Rise and Fall einen Welthit, der unter anderem in Großbritannien, Deutschland und sogar in den USA in die Top 10 der Charts stieg. Nach der Veröffentlichung des von Kritikern hoch gelobten fünften Albums Keep Moving (1984) stieg Keyboarder Mike Barson, der den „Nutty Sound“ geprägt hatte, aus. McPherson und Smyth probierten in einem Soloprojekt als The Fink Brothers bereits den Fairlight und die Band machte ohne Barson mit mehr Synthesizerklängen weiter. Madness gründete sogar ein eigenes Plattenlabel, „Zarjazz“, auf dem 1985 das melancholische Album Mad Not Mad folgte. (Zarjazz veröffentlichte u. a. auch die erste Solosingle des Undertones-Sängers Feargal Sharkey.)

Die klassische Zusammensetzung der Gruppe

1986 bis 1992 – Die Trennung

Im Herbst 1986 löste sich Madness vorübergehend auf. Mark Bedford und Daniel Woodgate spielten für Strawberry Switchblade und schlossen sich dann der Band Voice of the Beehive an.

Nach dem erfolglosen Versuch im Jahr 1988, die Gruppe Madness als „The Madness“ in der Formation McPherson, Foreman, Thompson und Smyth wieder aufleben zu lassen, gingen auch diese Vier wieder getrennte Wege. Graham „Suggs“ McPherson wurde Fernsehmoderator sowie Manager der Band The Farm und, wie schon 1984, ihr Produzent. Smyth arbeitete als A&R-Manager der Plattenfirma Go! Discs. Thompson und Foreman machten mit Sessionmusikern als „Nutty Boys“ weiter (1990/1992).

1992 – Das Comeback

Als 1992 diverse Wiederveröffentlichungen von Singles in höhere Regionen (und die Hit-Kompilation Divine Madness sogar auf Platz 1) der britischen Charts schossen, formierten sich Madness im Sommer des gleichen Jahres zu zwei Konzerten im Finsbury Park in London neu und gaben vor 72.000 Zuschauern in Originalbesetzung am 8. und 9. August 1992 ihr viel umjubeltes Comeback. Die Konzerte wurden – in Anlehnung an Woodstock – unter dem Titel Madstock! vermarktet und als Livealbum veröffentlicht. Aufgrund des großen Erfolges spielte man von da an alle zwei Jahre ein Madstock!-Konzert sowie gelegentlich auch – auf Großbritannien beschränkte – Weihnachtstourneen. Vorerst beschränkte man sich jedoch lediglich auf diese Live-Konzerte, während Graham McPherson zwischen 1995 und 1998 mit Solosingles und -alben unter seinem Spitz- und Künstlernamen Suggs weitere Top-20-Charterfolge in Großbritannien verbuchen konnte.

Erst 1999 folgte ein neues Madness-Album – das erste seit 14 Jahren. Es trug den Titel Wonderful und brachte der Band in ihrer Heimat unter anderem den Top-Ten-Hit Lovestruck.

2000–2008

Nach der Veröffentlichung von Wonderful, dessen Absatz trotz der respektablen Verkäufe der ersten Single hinter den Erwartungen zurückblieb, beschränkte sich die Band wieder auf das Spielen von Live-Konzerten.

Zwischen 2000 und 2003 absolvierte Madness einige – ausnahmslos ausverkaufte – Weihnachtstouren in Großbritannien. Außerdem feierte Ende Oktober 2002 das Musical Our House in London Premiere. Die Madness-Mitglieder fungierten als ausführende Produzenten und Sänger Suggs spielte im Musical zeitweise selbst den Vater der Hauptperson, auch um so die relativ schlechten Ticketverkäufe anzukurbeln. Das Musical gewann zwar 2003 den Laurence Olivier Award für das beste neue Musical, erhielt jedoch durchwachsene Kritiken und musste schließlich bereits im August 2003 wegen mangelnder Besuchernachfrage wieder eingestellt werden. Eine abgewandelte Inszenierung des Musicals tourte im Juli 2006 durch Japan und sollte im August 2007 auch durch Großbritannien reisen.

Im Juli 2003 gab Madness in Bonn ihr erstes volles Konzert außerhalb des Königreichs seit über zehn Jahren und spielte in ihrer Heimat einige Club-Konzerte als „The Dangermen“. Im August 2005 erschien The Dangermen Sessions Vol. 1, ein Album mit Coverversionen von Ska- und Reggae-Klassikern. Erstmals seit den 1980er Jahren absolvierte die Band in den Jahren 2005 und 2006 auch eine vollständige Tour außerhalb ihrer Heimat.

Gründungsmitglied Chris Foreman ist nicht mehr auf allen Stücken des Albums zu hören, da er die Band während der Aufnahmen verließ. Seinen Abschied gab er verspätet im Mai 2005 auf der Madness-Website (siehe unten) bekannt und begründete ihn mit „the petty time consuming bollocks that goes on in the band“ (etwa: „der kleinliche, zeitraubende Scheiß, der in der Band vor sich geht“). In einem Interview kurz darauf kritisierte er außerdem, dass Madness seit der Wiedervereinigung 1992 lediglich ein Album mit neuem eigenem Material, das 1999 erschienene Wonderful aufgenommen hätte. Er hätte lieber hieran angeknüpft, als ein Album mit Coverversionen zu veröffentlichen. Bei Live-Auftritten wurde Foreman nach seinem Ausstieg durch den Gitarristen Kevin Burdette ersetzt.

Madness 2009
Madness 2010 in Frankreich

Madness spielte unter anderem im Juni 2005 – mit Burdette an der Gitarre – einige Konzerte in britischen Wäldern (gesponsert von der Forestry Commission) und gastierte im September 2005 bei einem Überraschungskonzert im Kölner E-Werk, das erst einen Tag vorher bekannt gegeben wurde. Am 6. Juli 2006 gab die Band im Olympiapark in München ihr erstes von mehreren Konzerten 2006 in Deutschland. Am 14. Juli 2006 folgte ein Konzert in der Zitadelle Spandau.

2006 begann die Formation mit den Arbeiten an einem neuen Studioalbum mit Eigenkompositionen, dem ersten seit dem 1999 erschienenen Wonderful. Ironischerweise arbeitete man zunächst ohne Gründungsmitglied Chris Foreman, der die Band 2005 unter anderem verlassen hatte, weil Madness zu lange kein neues Album mit eigenen Stücken mehr produziert hatte. Im Herbst 2006 trat Foreman aber wieder der Gruppe bei. Für die Produktion sind – wie bei allen Madness-Alben zuvor – Clive Langer und Alan Winstanley zuständig, gemeinsam mit White-Stripes-Produzent Liam Watson.

Da der Vertrag mit V2 Records lediglich das 2005 erschienene Coveralbum The Dangermen Sessions Vol. 1 umfasste und auch nicht verlängert wurde, veröffentlicht die Band im März 2007 die Single Sorry in Großbritannien über ihr neues eigenes Label Lucky Seven. Der Name ist eine Anspielung auf die Anzahl der Mitglieder der vollen Madness-Besetzung (inklusive Foreman).

In Deutschland erschien im März 2007 der neue Titel NW5 als Single (über SonyBMG), zusammen mit einer Neuaufnahme des Madness-Hits It Must Be Love als Doppel-A-Seite. Beide Stücke wurden von Madness für den deutschen Kinofilm Neues vom Wixxer zur Verfügung gestellt und sind auch auf dem zugehörigen Soundtrackalbum enthalten, ebenso wie das Stück The Wizard vom Album Wonderful (aus rechtlichen Gründen wurde im Vorgänger-Film Der Wixxer nur eine Right-Said-Fred-Coverversion des Stücks genutzt; das neue Soundtrackalbum liefert das Original nun nach). Sowohl für NW5 als auch für It Must Be Love drehten die Wixxer-Hauptdarsteller bereits im Sommer 2006 in London Videos mit vier Madness-Mitgliedern (Suggs, Foreman-Ersatz Burdette, Woody und Chas), wobei das NW5-Video inhaltlich und stilistisch eine Hommage an den Film Die üblichen Verdächtigen ist.[2]

Am 3. Mai 2008 traten Graham „Suggs“ McPherson und Chas Smash gemeinsam mit den Pet Shop Boys bei einem Benefizkonzert im Londoner Club Heaven auf und sangen dabei das Stück My Girl in einer neuen, von den Pet Shop Boys bearbeiteten Version.[3]

Seit 2009

Am 18. Mai 2009 erschien das neunte Studioalbum The Liberty of Norton Folgate,[4] das bereits einen Monat früher auf der Madness-Homepage[5] als Special Edition Box Set vertrieben wurde und eine Doppel-Disc, eine Vinylversion sowie eine Live-CD und weitere Extras enthielt. The Liberty of Norton Folgate erreichte Platz 5 in den UK-Albumcharts, die höchste Platzierung eines Madness-Studioalbums seit Keep Moving im Jahr 1984.

Mit Ausnahme des Magazins NME waren die Kritiken für das Album in Großbritannien überwiegend positiv. Die BBC bezeichnete es als „großartiges Magnum Opus[6] der Band. The Liberty of Norton Folgate fand sich darüber hinaus auf Platz 3 der Liste der besten Alben 2009 der BBC (in der Kategorie Rock und Pop) sowie auf Platz 9 in der Jahresaufstellung des britischen Magazins Mojo.[7][8]

Madness bei der Olympia-Schlussfeier 2012

Am 5. Juni 2012 spielte Madness beim Diamond Jubilee Concert anlässlich des 60. Thronjubiläums von Königin Elisabeth II. auf dem Dach des Buckingham Palace die Klassiker Our House und It Must Be Love. Am 12. August 2012 war die Band mit ihrem bekanntesten Lied, Our House, bei der Schlussfeier der Olympischen Sommerspiele 2012 dabei.[9] Am 27. September 2012 trat die Gruppe als Hauptact des Abends beim iTunes Festival 2012 im Londoner Roundhouse auf. Das Konzert wurde über die Appleserver live gestreamt.

Bereits im Mai 2010 hatte Schlagzeuger Daniel Woodgate in einem Interview erklärt, dass die Band derzeit dabei sei, Stücke für das Nachfolgealbum zu The Liberty of Norton Folgate fertigzustellen und hoffe, noch 2010 mit den Aufnahmen beginnen zu können.[10] Am 29. Oktober 2012 wurde das Album Oui Oui, Si Si, Ja Ja, Da Da veröffentlicht, das auf Platz 10 der britischen Album-Charts einstieg.

Auch in den folgenden Jahren kam es zu weiteren Tourneen. 2014 stieg Chas Smash aus der Gruppe aus, nach privaten Problemen wollte er sich auf Soloprojekte konzentrieren.[11] Die anderen sechs Mitglieder des klassischen Line-Ups der Band spielen weiterhin zusammen (Stand: April 2022).

Am 7. September 2016 erschien die Single Mr. Apples aus dem Album Can’t Touch Us Now, das am 28. Oktober 2016 folgte und Platz 5 der britischen Album-Charts erreichte. 2017 absolvierten sie neben den Auftritten in ihrem Heimatland auch Konzerte in Kontinentaleuropa, Asien und Australien. 2019 erschien die Single Bullingdon Boys (Don't Get Bullied by the Bully Boys), die sich auf den Bullingdon Club der Universität Oxford bezieht. Seine Mitglieder – unter ihnen war der britische Premierminister Boris Johnson sowie viele weitere führende Politiker – sind berüchtigt für ihre kostspieligen Zerstörungsorgien.[12]

2019 veröffentlichten die Mitglieder von Madness das Buch Before We Was We, in dem sie den Aufstieg ihrer Band beschrieben. Im Mai 2021 wurde die dreiteilige Dokumentation Before We Was We veröffentlicht, eine Verfilmung des Buchs.[13][14]

Diskografie

Studioalben

JahrTitelHöchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[15]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE AT CH UK US
1979One Step Beyond…DE14
(37 Wo.)DE
AT11
(10 Wo.)AT
UK2
Platin
Platin

(79 Wo.)UK
US128
(9 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 19. Oktober 1979
1980AbsolutelyDE21
(9 Wo.)DE
UK2
Platin
Platin

(48 Wo.)UK
US146
(4 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 26. September 1980
1981Madness 7UK5
Gold
Gold

(29 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 2. Oktober 1981
1982The Rise & FallDE15
(20 Wo.)DE
UK10
Gold
Gold

(22 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 8. Oktober 1982
1984Keep MovingDE47
(5 Wo.)DE
UK6
Silber
Silber

(19 Wo.)UK
US109
(8 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 20. Februar 1984
1985Mad Not MadUK16
Silber
Silber

(9 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 30. September 1985
1988The MadnessUK65
(1 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 25. April 1988
als The Madness; Produzenten: The Three Eyes
1999WonderfulUK17
Silber
Silber

(3 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 1. November 1999
2005The Dangermen Sessions – Volume OneDE81
(1 Wo.)DE
CH67
(4 Wo.)CH
UK11
(4 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 1. August 2005
Produzenten: Dennis Bovell, Segs (John Jennings), Steve Dub
2009The Liberty of Norton FolgateUK5
Gold
Gold

(13 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 23. März 2009
2012Oui Oui, Si Si, Ja Ja, Da DaUK10
Gold
Gold

(18 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 28. September 2012
Produzenten: Liam Watson, Stephen Street, Charlie Andrew, John Avila, Owen Morris, Clive Langer
2014One Step Beyond: 35th Anniversary EditionUK54
(1 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 13. Oktober 2014
Neuauflage des Albums von 1979 mit Bonus-DVD
inkl. Videos, BBC-Auftritte, Dokumentation
2016Can’t Touch Us NowUK5
Silber
Silber

(11 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 28. Oktober 2016
Produzenten: Charlie Andrew, Clive Langer, Liam Watson, Madness
2023Theatre of the Absurd Presents C’est la VieDE40
(1 Wo.)DE
UK1
(5 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 17. November 2023
Produzenten: Matt Glasbey, Alan Winstanley u. Clive Langer

grau schraffiert: keine Chartdaten aus diesem Jahr verfügbar

a 
Produzenten der in der Tabelle gelisteten Alben (wenn nicht anders angegeben): Clive Langer, Alan Winstanley

Filmografie

  • 1981: Take It or Leave It
  • 1985: Complete Madness
  • 1986: Utter Madness
  • 1992: Divine Madness
  • 2009: The Liberty of Norton Folgate (von Julien Temple)

Soundtracks

  • 1989: Im Film „Das lange Elend (The Tall Guy)“ läuft das Stück „It Must Be Love“, inkl. Auftritt von Suggs.
  • 1998: Im Film „Mit Schirm, Charme und Melone“ läuft das Lied „I Am“ von Suggs.
  • 1999: Im Film „10 Dinge, die ich an dir hasse“, mit Julia Stiles und Heath Ledger läuft der Titel „Wings of a Dove“.
  • 2004: Im Film „Der Wixxer“ läuft das Lied „The Wizard“ in der Version von Right Said Fred.
  • In den Sat.1-Comedy-Sendungen „Die Wachmänner“, „Zack, Comedy nach Maß“ hört man öfter „On the Beat Pete“ und „The Return of the Los Palmas 7“ vom Album „Absolutely“.
  • 2007: Im Film „Neues vom Wixxer“ steuerte Madness zwei Songs bei, darunter der Track „NW5“, zu dem auch ein Video mit den beiden Hauptdarstellern Oliver Kalkofe und Bastian Pastewka gedreht wurde. Im Abspann tritt die Band zum Song „It Must Be Love“ mit den Schauspielern auf.
  • 2019: Im Film "Der Sommer nach dem Abitur" spielt Madness die unsichtbare Nebenrolle. Im Intro werden die Charaktere zu "Our House" von "the Rise and Fall" eingeführt, im Laufe des Films, auf dem Roadtrip zu einem Madness Konzert werden verschiedene Madness Songs gespielt.

Band- und Solo-Projekte

The Nutty Boys

  • 1990: Crunch! (Album)
  • 1992: It’s OK, I’m a Policeman (Single)

The Fink Brothers

  • 1985: Mutants in Mega City One (Single)

Suggs

  • 1995: The Lone Ranger (Album)
  • 1998: The Three Pyramids Club (Album)
  • 1995: I’m Only Sleeping, Camden Town und The Tune (Singles)
  • 1996: Cecilia und No More Alcohol (Singles)
  • 1997: Blue Day (Single, als „Suggs & Co. featuring Chelsea Team“)
  • 1998: I Am (Single)

Weblinks

Commons: Madness – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen

  1. North London Invaders. In: punk music data. 16. Juli 2014, abgerufen am 1. Juli 2023 (englisch).
  2. Pete Onthebeat: Der Wahnsinn des Oliver K. 7. Januar 2017, abgerufen am 1. Juli 2023 (englisch).
  3. Nick Hasted: The Pet Shop Boys/Madness, Heaven, London. The Independent, 7. Mai 2008, abgerufen am 1. Juli 2023 (englisch).
  4. One step beyond: Madness find liberty in record deal. 21. Dezember 2008, abgerufen am 18. September 2022 (englisch).
  5. Madness - Official Website. Abgerufen am 18. September 2022 (amerikanisches Englisch).
  6. Michael Quinn: BBC - Music - Review of Madness - The Liberty Of Norton Folgate. Abgerufen am 1. Juli 2023 (britisches Englisch).
  7. BBC - BBC Music Blog: BBC Music's Best Albums of 2009. Abgerufen am 18. September 2022 (englisch).
  8. MOJO Magazine Top 50 Albums of 2009 (Memento vom 10. Dezember 2010 im Internet Archive)
  9. Madness performs ‘Our House’ at Olympic closing ceremony, Examiner.com, 12. August 2012
  10. RTÉ 2fm: Dave Fanning Interview with Woody of Madness (24. Mai 2010) (MP3; 4,3 MB)
  11. Chas Smash | After the madness, going solo. 4. Oktober 2014, abgerufen am 27. April 2022 (englisch).
  12. Madness take barbed swipe at Boris Johnson on first new song in three years. In: NME. 29. November 2019, abgerufen am 27. April 2022 (britisches Englisch).
  13. Madness: Before We Was We - The true story of the British musical icons. Abgerufen am 27. April 2022 (englisch).
  14. Madness announce new three-part docuseries 'Before We Was We'. In: NME. 11. März 2021, abgerufen am 27. April 2022 (britisches Englisch).
  15. Chartquellen: DE AT CH UK US