Metallica ¦ Metallica

CHF 19.00 inkl. MwSt

CD (Album)

1 vorrätig

GTIN: 0731451002229 Artist: Genres & Stile: ,

Zusätzliche Information

Format

Inhalt

Release

Veröffentlichung Metallica:

1991

Hörbeispiel(e) Metallica:



Metallica auf Wikipedia (oder andere Quellen):

Metallica
Studioalbum von Metallica
Cover

Veröffent-
lichung(en)

12. August 1991[1]

Aufnahme

Oktober 1990 bis Juni 1991

Label(s)Elektra Records, Vertigo Records

Format(e)

CD, LP, MC, DVD, DVD-Audio

Genre(s)

Heavy Metal

Titel (Anzahl)

12

Laufzeit

62:16

Besetzung

Produktion

Bob Rock, James Hetfield, Lars Ulrich

Studio(s)

One on One Recording in Los Angeles, Kalifornien (USA)

Chronologie
…And Justice for All
(1988)
MetallicaLoad
(1996)
Singleauskopplungen
29. Juli 1991Enter Sandman
28. Oktober 1991The Unforgiven
20. April 1992Nothing Else Matters
19. Oktober 1992Wherever I May Roam
8. Februar 1993Sad but True

Metallica ist das fünfte Studioalbum der US-amerikanischen Heavy-Metal-Band Metallica. Es erschien am 12. August 1991[1] bei Elektra Records und wird aufgrund seines schlichten, fast komplett schwarzen Covers häufig The Black Album genannt. Das hauptsächlich vom Kanadier Bob Rock produzierte Album markierte einen Wendepunkt in der musikalischen Entwicklung der Band. Nachdem die Lieder zuvor immer länger und progressiver geworden waren, schrieb die Band nun einfacher arrangierte, kürzere und eingängigere Songs.

Mit weltweit über 28 Millionen verkauften Einheiten,[2] davon rund 16 Millionen in den USA, ist Metallica bis heute das meistverkaufte Metal-Album.[3] In zehn Ländern erreichte es Platz eins der jeweiligen Albumcharts. 1992 erhielten Metallica den Grammy Award in der Kategorie Best Metal Performance.[2]

Entstehung

Vorproduktion

Schon während der Damaged-Justice-Tournee zeigten sich die Musiker unzufrieden mit der musikalischen Ausrichtung ihrer Band. Nach dem Ende der Tournee im Oktober 1989 äußerte sich der Gitarrist Kirk Hammett, dass die Lieder des Vorgängeralbums …And Justice for All zu lang seien und nahm das fast zehnminütige Titellied als Beispiel.[4]

Schlagzeuger Lars Ulrich erklärte, die Alben seiner Band seien mit der Zeit so steril geworden, dass man Handschuhe anziehen müsse, um die CDs in den CD-Spieler zu legen.[5] Im Vorfeld der Produktion sammelten die Musiker im Sommer 1990 ihre Ideen für das neue Album. Die dabei entstandenen Riffs wurden auf Kassetten aufgenommen und untereinander ausgetauscht.

Entscheidend für das Album wurde eine Idee von Kirk Hammett, die ihm nachts gegen zwei Uhr in den Sinn kam. Aus der Idee, die lediglich ein Riff umfasste und die Hammett zunächst wenig beachtete, entstand das Lied Enter Sandman.[5] Obwohl es das erste fertiggestellte Lied war, erhielt es als letztes einen Text. Sänger und Gitarrist James Hetfield und Lars Ulrich arbeiteten gemeinsam das entstandene Material auf. Dafür trafen sich die Musiker in Ulrichs Haus in Berkeley, wo er sich ein kleines Tonstudio eingerichtet hatte.[6]

Da die Band von dem oftmals als trocken beschrieben Klang des Vorgängeralbums weg wollte, schauten sich die Musiker nach einer Person um, die das neue Material abmischen sollte. Dabei fiel die Wahl auf Bob Rock, der zuvor schon mit Bands wie Bon Jovi oder Aerosmith zusammengearbeitet hatte. James Hetfield war von Rocks Mix des The-Cult-Albums Sonic Temple beeindruckt, während Ulrich durch das Mötley-Crüe-Album Dr. Feelgood auf den Kanadier aufmerksam wurde.[6]

Das Bandmanagement kontaktierte Rock und fragte, ob er das kommende Metallica-Album abmischen wolle. Rock antwortete, dass er das Album nicht nur mischen, sondern komplett produzieren wolle. Allerdings stand Rock nun vor einem Dilemma, da er seinem Freund und Bon-Jovi-Gitarristen Richie Sambora versprochen hatte, dessen Soloalbum Stranger in This Town zu produzieren.[4] Bob Rock begab sich mit seiner Familie auf einen Urlaub im Grand-Canyon-Nationalpark. Mitten in der Wüste sah er einen Indianer, der ein Metallica-Shirt trug. Wenig später hörte er an einer Tankstelle ein Lied von Metallica im Radio. Daraufhin rief Rock seinen Manager an und sagte Sambora ab.[7]

„Bob [Rock] meldete sich und sagte (…), dass er die Produktion übernehmen könne. Wir meinten daraufhin zu ihm: „Verdammt, wir sind Metallica, niemand fummelt an unseren Songs herum.“ Uns wurde aber schnell klar, dass wir dringend ein wenig Input von außen brauchten, um weiterzukommen.“

Lars Ulrich[7]

Im September und Oktober 1990 nahm die Band Demos für die Lieder Enter Sandman, Sad but True, Wherever I May Roam, Nothing Else Matters und The Unforgiven auf. Für den Fall, dass die Zusammenarbeit mit Bob Rock nicht funktionieren würde, bezahlten Metallica ihrem bisherigen Produzenten Flemming Rasmussen einen einmonatigen Urlaub auf Abruf.[8]

Beim ersten Zusammentreffen in Rocks Heimatstadt Vancouver überraschte der Produzent die Band mit seiner Einschätzung, dass Metallica das Live-Element ihrer Konzerte noch nie auf Platte habe einfangen können. Die Band spielte Rock die aufgenommenen Demos vor. Rocks kritische Äußerungen zum Material missfielen zunächst besonders den Hauptsongwritern James Hetfield und Lars Ulrich. Hinter verschlossenen Türen arbeiteten die Musiker dennoch an Rocks Vorschlägen und ließen sich schließlich überzeugen.[5]

Aufnahmen

Am 6. Oktober 1990 begannen die Aufnahmen in den One-on-One-Studios in North Hollywood, in denen bereits das Vorgängeralbum aufgenommen worden war. Der Tontechniker Randy Staub sowie Mike Tacci assistierten Bob Rock. Dieser änderte die bisherige Aufnahmeweise der Band entscheidend. Während zuvor alle Instrumente einzeln aufgenommen worden waren, ließ Rock die Musiker zunächst alle Lieder gemeinsam proben. Die neue Arbeitsweise bedeutete für Kirk Hammett und Bassist Jason Newsted eine Umstellung, da beide in der Vergangenheit nur kurz im Studio waren.

Um dem Schlagzeug ein klangliches Volumen zu verleihen, ließ Rock bis zu 50 Mikrofone um das Schlagzeug postieren. Mit der Suche nach dem passenden Klang waren Rock und Ulrich insgesamt drei Wochen lang beschäftigt.[9] Ulrich hatte den Plan, jedes Lied mehrfach komplett durchzuspielen. Rock verwarf diese Idee. Stattdessen musste Ulrich sämtliche Lieder bis zu 40 Mal spielen. Die besten Abschnitte wurden dann wie bei einem Puzzle zusammengesetzt. Immer wieder kam es zu Verzögerungen, da Ulrich, von eigenen Fehlern genervt, das Studio verließ.

Jason Newsteds Bass erhielt im Gegensatz zum Vorgängeralbum, bei dem das Instrument weit in den Hintergrund gemischt und kaum hörbar war, höhere Priorität. Newsted probierte verschiedene Bässe aus und diskutierte mit Rock lange über die richtige Frequenz.[10]

Für die Aufnahmen der Gitarren ließ Bob Rock ein zeltartiges Gewölbe errichten, dessen Wände und Decken mit Holz ausgekleidet wurden. In der Mitte dieses Bauwerks, das die Musiker scherzhaft Tent of Doom (engl. für Zelt des Untergangs) nannten, waren die Verstärker platziert. Insbesondere James Hetfield war von den Ergebnissen begeistert. Seiner Meinung nach habe Bob Rock „die Gitarren in allen Belangen fetter gemacht“.[11]

Da die Aufnahmen der Instrumente mehr Zeit als geplant in Anspruch nahm, mussten sich die beteiligten Personen bei den Aufnahmen des Gesangs beeilen. Trotzdem wollte Bob Rock die bisherige Arbeitsweise verändern. Während Hetfields Gesang zuvor immer wurde, wollte Rock hiermit aufhören, um Hetfields stimmliche Charakteristik deutlicher auszubauen.[12] Lars Ulrich erklärte in einem Interview, dass Rock Hetfield dazu brachte, sich sicher genug zu fühlen, um richtig zu singen. Während der Aufnahmen verlor Hetfield zeitweilig seine Stimme. Auf Rocks Anraten besuchte er einen Kantor in Los Angeles und nahm Gesangsunterricht.[7] Dennoch erlitt Hetfield immer wieder Rückschläge.

Hetfield schrieb für das Album sehr persönliche Texte. In einem Interview erklärte er, dass er bei diesem Album versucht habe, mehr in sich hineinzusehen und sich außerdem Fragen nach dem Leben gestellt habe. Die Spannbreite seiner Texte reichen vom Tod seiner Eltern über Selbstmitleid, Impressionen des Tourlebens bis zum Thema Liebe. Der Text zu Enter Sandman stand fünf Minuten, bevor der Gesang für dieses Lied aufgenommen wurde.[13] Ende Mai 1991 waren die Aufnahmen abgeschlossen.

Abmischung und Mastering

Die Abmischung des Albums fand in den A&M-Studios in Hollywood statt. In den ersten Tagen lieferten sich Bob Rock und Lars Ulrich lange Diskussionen um die erste Singleauskopplung des Albums. Während Ulrich auf Enter Sandman bestand, sah Rock Holier Than Thou als beste Wahl. Ulrich konnte sich schließlich durchsetzen. Nach der Wahl der Single kam es zu weiteren Diskussionen zwischen Ulrich und Hetfield um die Anzahl der Tonspuren für ihre Instrumente.

Bob Rock erinnerte sich in einem Interview, dass er und Randy Staub diese Diskussionen nur Kaugummi kauend und mit literweise Kaffee überstanden haben. Teilweise waren die beteiligten Personen bis zu 16 Stunden am Tag beschäftigt, da der Abgabetermin immer näher rückte. Für den Mix von Enter Sandman benötigte man zehn Tage, während Holier Than Thou in fünf Stunden gemischt wurde.

„Unser typischer Tagesablauf sah damals etwa folgendermaßen aus: Erst Fotosession, dann einen neuen Mix checken, mit der Presse sprechen, wieder Mix hören, James [Hetfield] beim Einsingen zuhören, Artwork konzipieren, Interviews geben, Mix testen und Videoideen austauschen.“

Lars Ulrich[13]

Am 7. Juli 1991 endete der Abmischprozess. Einen Tag später flogen Rock, Hetfield und Ulrich nach New York, um mit Hilfe von George Marino das Album zu mastern. Schon nach der Ankunft ergaben sich weitere Probleme, da das mitgebrachte Band digitale Störgeräusche enthielt. Unter Zeitdruck musste ein neues Studio gefunden werden, um die Fehler zu beseitigen. Am 10. Juli 1991 gegen zwei Uhr morgens waren die Arbeiten abgeschlossen. Die Produktionskosten beliefen sich auf über eine Million US-Dollar.[14]

Veröffentlichung

Die Gadsden flag, die die Band zum Albumcover inspirierte.

Zum ersten Mal seit dem Debütalbum Kill ’Em All aus dem Jahre 1983 wurde ein Metallica-Album nicht nach einem Lied benannt. Zwischenzeitlich war der Albumtitel The Snake Album (engl. Das Schlangen-Album) im Gespräch gewesen.[7] Darüber hinaus fanden die Musiker keinen Liedtitel, der repräsentativ für das gesamte Album gewesen wäre.

Das Albumcover entwarf der US-amerikanische Künstler Pushead (bürgerlich Brian Schroeder). Das komplett schwarz gehaltene Bild zeigt in der oberen linken Ecke das Bandlogo. In der unteren rechten Ecke ist eine von der Gadsden flag inspirierte Schlange zu sehen. Durch das Cover wurde das Album auch als The Black Album bekannt. Die Inspiration für das Cover stammte vom Spinal-Tap-Album Smell the Glove. Laut Lars Ulrich wollte die Band so minimalistisch wie möglich agieren, da die Cover der Vorgängeralben voller Symbole waren.[15]

Am 29. Juli 1991 wurde mit Enter Sandman die erste Single aus dem Album ausgekoppelt. Einen Tag später strahlte MTV das dazugehörige Musikvideo erstmals aus. Das komplette Album wurde den Fans am 3. August 1991 vorgestellt, als 19.000 Menschen im New Yorker Madison Square Garden es kostenlos hören durften. Die weltweite Veröffentlichung des Albums erfolgte schließlich am 13. August 1991.

Neben Enter Sandman wurden mit The Unforgiven, Nothing Else Matters, Wherever I May Roam und Sad but True vier weitere Singles ausgekoppelt. Für jede Single wurde auch ein Musikvideo gedreht.

Lieder

Titelliste
  1. Enter Sandman – 5:30
    (Hammett, Hetfield, Ulrich)
  2. Sad but True – 5:20
    (Hetfield, Ulrich)
  3. Holier Than Thou – 3:47
    (Hetfield, Ulrich)
  4. The Unforgiven – 6:23
    (Hammett, Hetfield, Ulrich)
  5. Wherever I May Roam – 6:44
    (Hetfield, Ulrich)
  6. Don’t Tread on Me – 3:59
    (Hetfield, Ulrich)
  7. Through the Never – 4:01
    (Hammett, Hetfield, Ulrich)
  8. Nothing Else Matters – 6:24
    (Hetfield, Ulrich)
  9. Of Wolf and Man – 4:16
    (Hammett, Hetfield, Ulrich)
  10. The God That Failed – 5:05
    (Hetfield, Ulrich)
  11. My Friend of Misery – 6:47
    (Newsted, Hetfield, Ulrich)
  12. The Struggle Within – 3:51
    (Hetfield, Ulrich)

Das Album beginnt mit dem Lied Enter Sandman, welches zugleich die erste Singleauskopplung war. Das Lied besteht aus lediglich einem Gitarrenriff und handelt von einem Kind, das sich vor dem Einschlafen vor Albträumen fürchtet. Das Kind, welches während der Bridge das Gebet Now I Lay Me Down to Sleep spricht, ist Bob Rocks Sohn Mick.[14]

Sad but True wurde als fünfte Single ausgekoppelt. Als die Musiker dem Produzenten eine Demoversion des Songs vorspielten, war er begeistert und meinte, dass Sad but True das Kashmir – ein Lied der britischen Rockband Led Zeppelin – der neunziger Jahre werden könnte. Abgesehen von einigen Coverversionen stimmten Metallica erst zum zweiten Mal in ihrer Karriere ihre Gitarren um einen Ton tiefer. Zuvor taten sie dies bei dem Lied The Thing that Should Not Be. In Sad but True geht es darum, wie verschiedene Persönlichkeiten in der Psyche eines Menschen versuchen, die Kontrolle über die Person zu erlangen.[16] Das Hauptriff des Songs hatte in der Demoversion eine viel höhere Geschwindigkeit und klang laut James Hetfield „zu freundlich“. Im Studio wurde das Tempo des Riffs erheblich gedrosselt. Laut Bandmanager Cliff Burnstein könne man mit dem Lied Zähne ziehen.[5] Zu dem Text inspiriert hatte James Hetfield der Film Magic aus dem Jahre 1978.[17]

Mit einer Spielzeit von 3:47 Minuten ist Holier Than Thou der kürzeste Song des Albums. Textlich geht es um Mitläufer in der Metalszene,[13] die hinter dem Rücken anderer Gerüchte verbreiten. Musikalisch ist das Lied aufgrund seiner hohen Geschwindigkeit und dem stärkeren Einsatz von Thrash-Elementen eher mit den früheren Alben der Band vergleichbar.[18]

The Unforgiven ist die erste von zwei Balladen des Albums. Das Lied beginnt mit einem Horn-Auftakt, welches rückwärts abgespielt wurde, um die Herkunft zu verschleiern. Aus welchem Film die Sequenz übernommen wurde, ist bis heute unklar. Musikalisch zeigt der Song einen veränderten Aufbau. Während die Band bei den bisherigen Balladen immer einer melodischen Strophe einen harten Refrain folgen ließ, wurde das Schema hier umgedreht. In dem Lied geht es um Menschen, die durch das Leben gehen, ohne dabei jemals eine Initiative zu ergreifen oder ein Risiko eingehen. Später bereuen diese Menschen, dass sie nichts aus ihrem Leben gemacht haben. Das Gitarrensolo von Kirk Hammett entstand spontan im Studio. Laut Jason Newsted hatte Bob Rock Hammett komplett in den Wahnsinn getrieben und getrietzt, bis dessen Zorn förmlich auf die Gitarre übersprang.[19]

Der Song Wherever I May Roam beginnt mit einem auf einer Sitar gespielten Intro. Inhaltlich geht es um das Leben auf einer Tournee.[20] Im Text spricht Hetfield von der Straße, die „seine Braut“ wird. Inspiriert wurde Wherever I May Roam von dem Lied Papa Was a Rollin’ Stone.[21] Das Lied wurde zum Namensgeber der Wherever We May Roam und der Nowhere Else to Roam-Tourneen.

Don’t Tread on Me bezieht sich auf die Inschrift der Gadsden flag, die während des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges verwendet wurde. Die Inschrift lässt sich mit „Leg dich nicht mit mir an!“ übersetzen. Am Anfang des Liedes wird eine Sequenz des Liedes America aus Leonard Bernsteins Musical West Side Story zitiert. Textlich geht es laut Hetfield darum, dass es „keinen besseren Ort für einen Amerikaner gibt als die Vereinigten Staaten, ganz gleich wie kaputt oder korrupt die Regierung ist“.[22] Kirk Hammett bezeichnet den Liedtitel als Überschrift über die Bandkarriere.

„Wir waren immer unabhängig und machten, was wir wollten. Der Songtitel soll verdeutlichen, dass wir uns von nichts und niemandem einengen lassen. Wer das versucht, bekommt Probleme.“

Kirk Hammett[23]

Das einzige Lied, bei dem Lars Ulrich Doublebassdrum spielt, die er auf vorherigen Alben nahezu bei jedem Song benutzte, ist Through the Never. Inhaltlich geht es um die nie endende Jagd nach neuem Wissen.

Nothing Else Matters ist die zweite Ballade des Albums. Das von Hetfield geschriebene Lied sollte eigentlich nicht veröffentlicht werden, da er es als zu persönlich betrachtete. Während eines Telefongesprächs fiel ihm ein offener e-Moll-Akkord ein, den er nur mit der rechten Hand spielen konnte. Lars Ulrich hörte den Song zufällig auf einer Demokassette und überredete Hetfield, weiter an diesem Lied zu arbeiten. Bob Rock schlug den Musikern vor, bei dem Lied mit einem Orchester zusammenzuarbeiten und kontaktierte den Komponisten Michael Kamen. Das Orchester wurde für das Album jedoch so leise wie möglich abgemischt. Das Gitarrensolo wurde ausnahmsweise von James Hetfield eingespielt.[18] Textlich geht es um das Getrenntsein von geliebten Personen, wenn man als Musiker auf Tournee ist.

Der Song Of Wolf and Man bezieht sich auf James Hetfields Interesse an der Jagd. Der Text wurde aus der Perspektive eines Werwolfs geschrieben.[24] Das in dem Lied zu hörende Wolfsgeheul stammt von Jason Newsted.[18]

The God That Failed wurde inspiriert durch den Krebstod von Hetfields Mutter. Sie gehörte der Christian-Science-Bewegung an, die ärztliche Behandlung ablehnt. Hetfields Mutter erlag ihrer Krankheit, ein Tod, den er als „sinnlos“ bezeichnete. Bei diesem Song wurden die Gitarren einen Halbton tiefer gestimmt.[18]

Jason Newsteds einziger Beitrag zum Album war das Lied My Friend of Misery. Für diesen Song schrieb er ein mehrere Minuten langes Basssolo, welches für das Album jedoch stark gekürzt wurde. Mit 6:47 Minuten ist es das längste Lied des Albums. Der Text ist an einen Menschen gerichtet, der in Selbstmitleid zerfließt und pessimistisch auf die Welt blickt.[25]

Abgeschlossen wird Metallica durch den Song The Struggle Within, in dem es um den Kampf zwischen dem Menschen und seinen eigenen Problemen oder Dämonen geht. Lars Ulrichs Schlagzeugspiel am Anfang des Liedes erinnert an eine Marching Band.[18]

Als Bonustitel wurden noch drei Coverversionen aufgenommen. Die japanische Version des Albums enthält zusätzlich das Lied So What von der britischen Punkband Anti-Nowhere League. Die internationale Version der Single Enter Sandman enthält das Lied Stone Cold Crazy von Queen. Die dritte Coverversion war das Lied Killing Time von Sweet Savage.[18]

Rezeption

Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben[26]
Metallica
 DE126.08.1991(… Wo.)
 AT525.08.1991(… Wo.)
 CH125.08.1991(40 Wo.)
 UK124.08.1991(99 Wo.)
 US131.08.1991(… Wo.)
Singles
Enter Sandman
 DE912.08.1991(16 Wo.)
 CH1101.09.1991(15 Wo.)
 UK510.08.1991(11 Wo.)
 US1612.10.1991(20 Wo.)
The Unforgiven
 DE4702.12.1991(16 Wo.)
 UK1509.11.1991(4 Wo.)
 US2011.01.1992(11 Wo.)
Nothing Else Matters
 DE902.12.1991(5 Wo.)
 CH507.06.1992(73 Wo.)
 UK602.05.1992(11 Wo.)
 US3402.05.1992(17 Wo.)
Wherever I May Roam
 DE3016.11.1992(11 Wo.)
 UK2531.10.1992(4 Wo.)
 US8208.08.1992(7 Wo.)
Sad but True
 DE4208.03.1993(9 Wo.)
 UK2020.02.1993(3 Wo.)
 US9831.10.1992(1 Wo.)

Kritiken

Die Fachpresse würdigte Metallica in zeitgenössischen Rezensionen mit sehr guten Kritiken. Das deutsche Magazin Metal Hammer kürte das Werk zum Album des Monats. Andrea Nieradzik vergab die volle Punktzahl von sieben für ein Album, welches „zwar anders [sei], aber hundertprozentig Metallica ist“.[18] Auch das deutsche Magazin Rock Hard wählte Metallica zum Album des Monats. Thomas Kupfer schrieb in seiner Rezension, das Album erhalte zehn Punkte für „ein sowohl produktionstechnisch als auch songwriterisch überragendes Album, an dem sich in Zukunft alles messen lassen muß“.[27]

Kritischer zeigte sich Steve Huey vom Onlinemagazin Allmusic. Er schrieb, dass Metallica ein „gutes, aber kein großartiges Album war, dessen beste Momente verdientermaßen die Krone des Heavy Metal einnahmen, dessen Herangehensweise allerdings den kreativen Niedergang erahnen ließ“.[28]

Chartplatzierungen

Das Album Metallica erreichte nach seiner Veröffentlichung in zehn Ländern den ersten Platz der jeweiligen Albumcharts. In den Vereinigten Staaten wurden in der ersten Wochen 650.000 Einheiten des Albums verkauft.[29] Neben den USA erreichte das Album in Australien, Deutschland, Kanada, Neuseeland, den Niederlanden, Norwegen, Schweden, der Schweiz und im Vereinigten Königreich den ersten Platz der Charts. Für Metallica war es das erste Album, mit dem sie die Spitzenpositionen der Hitparaden erreichen konnten. Der Erfolg kam für die Musiker überraschend. Bassist Jason Newsted erklärte in einem Interview, dass er nie damit gerechnet habe, mal eine Nummer-eins-Platte vorzulegen, da er nicht gedacht habe, dass dies mit der Musik seiner Band möglich wäre.[30]

In Österreich erreichte das Album den fünften Platz. Metallica konnte sich insgesamt 150 Wochen in den deutschen Album-Charts platzieren. Im September 2018 erreichte das Album in den US-amerikanischen Albumcharts, die im Gegensatz zu den deutschen 200 Positionen umfassen, als erst viertes Album der Geschichte eine Platzierung in der 500. Woche. Zuvor war dies nur Pink Floyd mit The Dark Side of the Moon, Bob Marley and The Wailers mit Legend und Journey mit Greatest Hits gelungen.[31]

Die fünf ausgekoppelten Singles konnten sich in Deutschland, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten allesamt platzieren. Enter Sandman und Nothing Else Matters erreichten in den deutschen Singlecharts jeweils Platz 9. Im Jahr 2000 erreichte eine andere Version der Single Nothing Else Matters vom Album S&M drei Wochen lang Platz zwei der deutschen Charts. Die höchste Platzierung im Vereinigten Königreich erreichte Enter Sandman mit Platz 5, während es Nothing Else Matters in der Schweiz ebenfalls auf Platz 5 brachte.

Auszeichnungen

Metallica wurde in den Vereinigten Staaten für über 16 Millionen verkaufter Einheiten mit sechzehnfachem Platin ausgezeichnet. Damit belegt das Album Platz 19 (Stand: September 2018) in der Liste der meistverkauften Musikalben der Vereinigten Staaten und teilt sich diese Platzierung unter anderem mit den Alben Hotel California von den Eagles, Physical Graffiti von Led Zeppelin und Jagged Little Pill von Alanis Morissette.[32]

In Deutschland wurde Metallica im Jahr 2019 für über zwei Millionen verkaufte Einheiten mit Vierfach-Platin ausgezeichnet, womit es zu den meistverkauften Musikalben hierzulande gehört.

In Kanada wurde das Album mit einer Diamantenen Schallplatte für über eine Million verkaufter Einheiten ausgezeichnet.[33] Mit Doppelplatin wurde Metallica in Österreich, der Schweiz und im Vereinigten Königreich ausgezeichnet. Die Single Enter Sandman erhielt in den Vereinigten Staaten eine Platin-Schallplatte.

Im Mai 1991 begann die Firma Nielsen Soundscan damit, die genauen Verkaufszahlen von Tonträgern in den Vereinigten Staaten zu erheben. Seit 2009 ist Metallica das meistverkaufte Musikalbum dieser Ära und löste dabei Shania Twains Album Come on Over ab. Bis September 2018 wurden laut Nielsen Soundscan alleine in den USA mehr als 16,83 Millionen Einheiten verkauft.[31]

Land/RegionAus­zeich­nungVer­käu­fe
Aus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Auszeichnung, Verkäufe)
Argentinien (CAPIF) Argentinien (CAPIF)Platinum record icon.svg 5× Platin300.000
Australien (ARIA) Australien (ARIA)Platinum record icon.svg 12× Platin840.000
Belgien (BEA) Belgien (BEA)Platinum record icon.svg 2× Platin100.000
Dänemark (IFPI) Dänemark (IFPI)Platinum record icon.svg 7× Platin140.000
Deutschland (BVMI) Deutschland (BVMI)Platinum record icon.svg 4× Platin2.000.000
Finnland (IFPI) Finnland (IFPI)Platinum record icon.svg 2× Platin112.856
Frankreich (SNEP) Frankreich (SNEP)Platinum record icon.svg Platin300.000
Italien (FIMI) Italien (FIMI)Platinum record icon.svg Platin60.000
Japan (RIAJ) Japan (RIAJ)Platinum record icon.svg Platin200.000
Kanada (MC) Kanada (MC)Diamond record icon.svg Diamant1.000.000
Mexiko (AMPROFON) Mexiko (AMPROFON)Gold record icon.svg Gold75.000
Neuseeland (RMNZ) Neuseeland (RMNZ)Platinum record icon.svg 10× Platin150.000
Niederlande (NVPI) Niederlande (NVPI)Platinum record icon.svg 2× Platin200.000
Norwegen (IFPI) Norwegen (IFPI)Platinum record icon.svg 3× Platin150.000
Österreich (IFPI) Österreich (IFPI)Platinum record icon.svg 2× Platin100.000
Polen (ZPAV) Polen (ZPAV)Platinum record icon.svg Platin100.000
Schweden (IFPI) Schweden (IFPI)Platinum record icon.svg Platin100.000
Schweiz (IFPI) Schweiz (IFPI)Platinum record icon.svg 2× Platin (Mercury)
+ Platinum record icon.svg 2× Platin (Vertigo)
200.000
Vereinigte Staaten (RIAA) Vereinigte Staaten (RIAA)Diamond record icon.svgPlatinum record icon.svg 16× Platin16.000.000
Vereinigtes Königreich (BPI) Vereinigtes Königreich (BPI)Platinum record icon.svg 2× Platin600.000
InsgesamtGold record icon.svg 1× Gold
Platinum record icon.svg 75× Platin
Diamond record icon.svg 2× Diamant
22.727.856

Hauptartikel: Metallica/Auszeichnungen für Musikverkäufe

LandGoldPlatin2× Platin4× Platin5× Platin10× Platin16× Platin
Vereinigte Staaten[34]
vergeben von RIAA
31. Oktober 199131. Oktober 199130. Juni 19923. November 199713. Dezember 2012
Vereinigtes Königreich[35]
vergeben von BPI
1. August 19911. August 199322. Juli 2013
Deutschland[36]
vergeben von BVMI
1991199224. Mai 2019

Bedeutung

Trotz des kommerziellen Erfolges steht Metallica aus Sicht von Fans und Kritikern im Schatten von Alben wie Ride the Lightning oder Master of Puppets. Im Jahre 2005 wählten die Leser von Metal Hammer Metallica auf Platz fünf der Liste der 100 besten Metalalben aller Zeiten.[37] Die Redaktion des Rock-Hard-Magazins veröffentlichte ebenfalls 2005 das Buch Best of Rock & Metal, das die 500 besten Metal- und Hard-Rock-Alben aller Zeiten umfasste. Dabei belegte Metallica Platz 79.[38] In der im Jahre 2003 veröffentlichten Liste der 100 besten Metalalben aller Zeiten vom Onlinemagazin metal-rules.com taucht Metallica nicht auf.[39] Das Musikmagazin Rolling Stone führt auf seiner Liste der 500 besten Alben aller Zeiten Metallica als zweites Album der Band hinter Master of Puppets (#167) auf Position 255.[40]

Das deutsche Magazin Metal Hammer veröffentlichte im September 2011 ein 84-seitiges Sonderheft anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Albumveröffentlichung. Das Heft enthält neben einer ausführlichen Abhandlung über den Entstehungsprozess des Albums aktuelle Interviews mit den beteiligten Personen sowie Nachdrucke aus den damaligen Ausgaben des Magazins. Darüber hinaus lag dem Heft noch eine CD mit Coverversionen der zwölf Titel bei. An dem Tributealbum beteiligten sich die Künstler Lemmy Kilmister, The New Black, DevilDriver, Dark Age, Callejon, I.C.S. Vortex, Neaera, Doro Pesch, Motorjesus, Finntroll, Borknagar und Sodom.

Tournee und Livedarbietungen

James Hetfield bei einer Liveperformance von Of Wolf and Man in der 02 Arena in London (2008)

Am 1. August 1991 begann mit einem Konzert in der kalifornischen Stadt Petaluma die Wherever We May Roam-Tournee, die die Band zunächst durch Europa und Nordamerika führte. Am 20. April 1992 spielten Metallica beim Freddie Mercury Tribute Concert im Londoner Wembley-Stadion. Zwischen Juli und Oktober 1992 tourten Metallica gemeinsam mit Guns N’ Roses durch Nordamerika, bevor Metallica alleine nach Europa zurückkehrten. Von Ende Januar 1993 an begaben sich Metallica auf die Nowhere Else to Roam-Tournee durch Nordamerika, Japan, Australien, Südostasien und Südamerika. Nach über 300 Konzerten endeten die Tourneen am 4. Juli 1993 beim Festival Rock Werchter in der belgischen Stadt Werchter.

„Zwei Jahre am Stück zu touren und im Schnitt fünf Tage in der Woche für zweieinhalb Stunden auf der Bühne zu stehen, hat meinen Kehlkopf und meine Stimmbänder ernsthaft langfristig gefährdet. Es fühlte sich an, als würden sie einfach auseinander fallen.“

James Hetfield[41]

Während der Hallenkonzerte wurde die Bühne in der Mitte der Halle platziert. In der Mitte der Bühne wurde ein sogenannter Snake Pit (engl. für Schlangengrube) eingerichtet, wo ausgewählte Fans Platz fanden. Für Lars Ulrich standen zwei Schlagzeuge zur Verfügung, die nach Bedarf unter die Bühne gefahren werden konnten. Bei einem Konzert in Madison musste Ulrich wegen eines technischen Defekts zwei Lieder unterhalb der Bühne spielen.[41]

Während der Tournee mit Guns N’ Roses kam es am 8. August 1992 in Montreal zu einem folgenschweren Unfall, als James Hetfield während des Liedes Fade to Black in eine sechs Meter hohe Flammensäule geriet und dabei Verbrennungen zweiten Grades erlitt. Guns-N’-Roses-Sänger Axl Rose sagte wegen angeblicher Halsschmerzen das Konzert seiner Band ab und löste dadurch Ausschreitungen unter den aufgebrachten Zuschauern aus. Bei den folgenden Metallica-Konzerten übernahm John Marshall die Rhythmus-Gitarre, der bereits seit 1986 als Roadie für Metallica tätig war.[41]

Enter Sandman und Sad but True gehören zu den meistgespielten Liedern bei Metallica-Konzerten. Diese beiden Lieder gehören neben Creeping Death, For Whom the Bell Tolls, Master of Puppets, One und Seek & Destroy zu den Liedern, die bei Konzerten über 1.000 Mal gespielt wurden. Die anderen Lieder wurden weitaus seltener gespielt. Ein herausragendes Konzert fand im Juli 2009 im Amphitheater von Nîmes statt. Hierzu gibt es auch ein Livemitschnitt Français Pour Une Nuit (Französisch für eine Nacht). Im November 2011 teilte die Band mit, dass sie auf ihrer Summer Vacation Festival-Tournee im Jahre 2012 das komplette Album spielen werden. Am 7. Mai 2012 wurde in der Synot Tip Aréna in Prag das ganze Album zum ersten Mal in seiner Gesamtheit dargeboten, allerdings mit umgekehrter Reihenfolge der Titel.[42]

Einzelnachweise

  1. a b Metallica | Metallica.com. Abgerufen am 6. Mai 2020 (englisch).
  2. a b Metalica (1991). Rock Antenne, abgerufen am 23. September 2018.
  3. Schwarze Legende - Metallicas Black Album wird 20! B.Z., abgerufen am 23. September 2018.
  4. a b Matthias Weckmann: Schwarze Magie. In: Metal Hammer-Legenden - The Black Album, S. 7.
  5. a b c d Matthias Weckmann: Schwarze Magie. In: Metal Hammer-Legenden - The Black Album, S. 8.
  6. a b Michael Rensen: Thrash, Trauer & Triumphe. In: Rock Hard-Sonderausgabe Metallica, ISSN 2190-7285, S. 42
  7. a b c d Michael Rensen: Thrash, Trauer & Triumphe. In: Rock Hard-Sonderausgabe Metallica, ISSN 2190-7285, S. 43
  8. Joel McIver: Justice for All: Die Wahrheit über Metallica. Bosworth Music GmbH, Berlin 2009, ISBN 978-3-86543-368-8, S. 264.
  9. Michael Rensen: Thrash, Trauer & Triumphe. In: Rock Hard-Sonderausgabe Metallica, ISSN 2190-7285, S. 49
  10. Matthias Weckmann: Schwarze Magie. In: Metal Hammer-Legenden - The Black Album, S. 9.
  11. Matthias Weckmann: Schwarze Magie. In: Metal Hammer-Legenden - The Black Album, S. 10.
  12. Matthias Weckmann: Vom Leitwolf zum Mann. In: Metal Hammer-Legenden - The Black Album, S. 16
  13. a b c Matthias Weckmann: Schwarze Magie. In: Metal Hammer-Legenden - The Black Album, S. 13.
  14. a b Matthias Weckmann: Schwarze Magie. In: Metal Hammer-Legenden - The Black Album, S. 14.
  15. Matthias Weckmann: Der Seher. In: Metal Hammer-Legenden - The Black Album, S. 54
  16. Mick Wall, Malcolm Dome: Metallica – Story und Songs kompakt. Bosworth Music GmbH, Berlin 2007, ISBN 978-3-86543-273-5, S. 63.
  17. Sad but True. Songfacts.com, abgerufen am 23. September 2018 (englisch).
  18. a b c d e f g Marc Halupczok, Matthias Weckmann: Westernmusik und Horrorfilme. In: Metal Hammer-Legenden - The Black Album, S. 66
  19. Matthias Weckmann: Schwarze Magie. In: Metal Hammer-Legenden - The Black Album, S. 11.
  20. vgl. Wall/Dome, Seite 64
  21. James Hetfield: Building the Perfect Beast (Memento vom 12. Oktober 2012 im Internet Archive). VH1.com, 25. Juni 2003. Abgerufen am 7. Januar 2012.
  22. vgl. Wall/Dome, Seite 65
  23. Matthias Weckmann: Kapitän der Harmonien. In: Metal Hammer-Legenden - The Black Album, S.
  24. vgl. Joel McIver: Justice for All: Die Wahrheit über Metallica. Bosworth Music GmbH, Berlin 2009, S. 270.
  25. vgl. Joel McIver: Justice for All: Die Wahrheit über Metallica. Bosworth Music GmbH, Berlin 2009, S. 271
  26. Charts DE Charts AT Charts CH Charts UK Charts US
  27. Thomas Kupfer: Metallica - Metallica. Rock Hard, 1991. Abgerufen am 7. Januar 2012.
  28. Steve Huey: Metallica - Metallica. Allmusic, abgerufen am 7. Januar 2012.
  29. Guy Garcia, Patrick E. Cole: Heavy Metal Goes Platinum. Time, 14. Oktober 1991. Abgerufen am 7. Januar 2012.
  30. Matthias Weckmann: Schwarze Magie. In: Metal Hammer-Legenden - The Black Album, S. 15.
  31. a b METALLICA's 'Black Album' Hits Historic 500th Week On BILLBOARD Chart. Blabbermouth.net, abgerufen am 23. September 2018 (englisch).
  32. Top 100 Albums. Recording Industry Association of America, abgerufen am 23. September 2018 (englisch).
  33. Gold/Platinum. Music Canada, abgerufen am 23. September 2018 (englisch).
  34. Gold & Platinum. RIAA, abgerufen am 23. September 2018 (englisch).
  35. BRIT Certified. British Phonographic Industry, abgerufen am 23. September 2018 (englisch).
  36. Gold-/Platin-Datenbank. Bundesverband Musikindustrie, abgerufen am 25. Mai 2019.
  37. „Die 100 besten Metalalben aller Zeiten – Teil 3“. In: Metal Hammer, Juni 2005, Seite 63
  38. Rock Hard (Hrsg.): Best of Rock & Metal – Die 500 stärksten Scheiben aller Zeiten. Heel Verlag, Königswinter 2005, ISBN 3-89880-517-4, S. 192.
  39. The Top 100 Heavy Metal Albums. (Nicht mehr online verfügbar.) Metal-Rules.com, archiviert vom Original am 30. November 2017; abgerufen am 10. Dezember 2018 (englisch).
  40. 500 Greatest Albums of All Time: Metallica, 'Metallica'. Rolling Stone, 24. Mai 2012, abgerufen am 16. April 2014 (englisch).
  41. a b c Christian Kruse: Strasse ohne Ende. In: Metal Hammer-Legenden - The Black Album, S. 24
  42. METALLICA Performs Entire 'Black' Album For First Time Ever; Complete Setlist Revealed. Blabbermouth.net, abgerufen am 23. September 2018 (englisch).


Dieser Artikel wurde am 17. Januar 2012 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.

Artist(s)

Veröffentlichungen von Metallica die im OTRS erhältlich sind/waren:

Death Magnetic ¦ Master Of Puppets ¦ S&M2 ¦ Kill ’em All ¦ Metallica

Metallica auf Wikipedia (oder andere Quellen):

Metallica
Metallica wordmark.svg

Metallica live in London, 2008. Von links nach rechts: Kirk Hammett, Lars Ulrich, James Hetfield und Robert Trujillo
Metallica live in London, 2008. Von links nach rechts: Kirk Hammett, Lars Ulrich, James Hetfield und Robert Trujillo
Allgemeine Informationen
HerkunftLos Angeles, Kalifornien, Vereinigte Staaten
Genre(s)Heavy Metal,[1] Thrash Metal
GründungOktober 1981[2]
Websitewww.metallica.com
Gründungsmitglieder
James Hetfield
Lars Ulrich
Aktuelle Besetzung
Gesang, Rhythmusgitarre
James Hetfield
Kirk Hammett (seit 1983)
Robert Trujillo (seit 2003)
Schlagzeug
Lars Ulrich
Ehemalige Mitglieder
E-Bass
Ron McGovney (1981–1982)
E-Bass
Cliff Burton (1982–† 1986)
E-Bass
Jason Newsted (1986–2001)
Leadgitarre
(1981–1982)
Leadgitarre
Dave Mustaine (1982–1983)
Rhythmusgitarre
(1981–1982)

Metallica ist eine US-amerikanische Metal-Band. Sie wurde 1981 in Los Angeles gegründet und ist seit 1982 in San Francisco ansässig.[3] Sie gehört zu den erfolgreichsten Metal-Bands der Welt und hat bislang über 110 Millionen Alben verkauft.[4] Allein in den USA verkaufte die Band über 62 Millionen Alben[5] und ist damit die siebterfolgreichste Künstlergruppe des Landes.[6] Metallica wurde neunmal mit einem Grammy Award ausgezeichnet.[7]

Neben Slayer, Megadeth und Anthrax zählte Metallica in den 1980er Jahren zu den „großen Vier“ des Thrash Metal und gilt als die einflussreichste Metal-Band dieses Jahrzehnts.[8] Während der 1990er-Jahre öffnete sich Metallica neuen musikalischen Einflüssen wie Bluesrock[9] und anderen Rockstilen,[10] womit sie ein breiteres Publikum ansprach und zugleich ihre bisherigen Fans irritierte, bevor die Band ab 2002 wieder zu ihren musikalischen Wurzeln zurückkehrte.

Bandgeschichte

Anfänge (1981–1983)

Im April 1981 schaltete der aus Dänemark stammende Schlagzeuger Lars Ulrich eine Anzeige in der südkalifornischen Lokalzeitung „The Recycler“, um nach Musikern für eine Band zu suchen:

„Schlagzeuger sucht andere Metalmusiker zum Jammen. Tygers of Pan Tang, Diamond Head, Iron Maiden

Anzeige im „Recycler“[11]

Der Rhythmusgitarrist und Sänger James Hetfield und der Bassist Ron McGovney, beide von der Band Leather Charm, luden Ulrich daraufhin in ihren Proberaum ein und spielten einige Coverversionen von Judas-Priest-Liedern. Da Hetfield und McGovney Ulrich für einen schlechten Schlagzeuger hielten, trennten sich die Wege der Musiker vorerst wieder. Ulrich freundete sich derweil mit Brian Slagel an, der das Metalfanzine „Heavy Metal Revue“ herausgab und mit Metal Blade Records ein eigenes Musiklabel gegründet hatte. Dessen erste Veröffentlichung sollte der Sampler Metal Massacre mit lokalen Bands werden. Obwohl Ulrich selbst noch keine Band hatte, bat er Slagel um einen Platz auf dem Sampler. Nachdem er Ende 1981 die Zusage erhalten hatte, nahm er wieder Kontakt zu Hetfield auf und gründete die Band.[11]

Lars Ulrich live im Jahr 2008

Ulrich und Hetfield beschlossen im Folgenden, ihre erste Eigenkomposition Hit the Lights für den Sampler zu verwenden. Mit einer weiteren Anzeige suchte die Band nach einem Leadgitarristen, man wurde mit dem Jamaikaner Lloyd Grant (* 17. September 1961[12]) fündig. Nach Abschluss der Aufnahmen meldete sich der Gitarrist Dave Mustaine, der schließlich an Stelle von Grant in die Band aufgenommen wurde. Aus Zeitgründen fand jedoch die Version mit Grants Solo ihren Weg auf die erste Auflage des Samplers. Für den Sampler brauchte man kurzfristig einen Bandnamen; die Vorschläge Thunderfuck, Helldriver, Grinder, Blitzer, Red Vette, Deathchamber und Flying Tigers wurden verworfen.

Das von Hetfield entworfene und über lange Zeit genutzte Bandlogo

Zu ihrem Namen kam die Band durch Ulrichs Freund Ron Quintana. Dieser war auf der Suche nach einem Namen für sein Fanzine und hatte Ulrich eine Liste mit möglichen Namen vorgelegt. Der darauf befindliche Name Metallica gefiel Ulrich so sehr, dass er Quintana überredete, sein Fanzine „Metal Mania“ zu nennen und so Metallica als Vorschlag für seine eigene Band übernehmen zu können. Ulrichs Bandkollegen reagierten begeistert und Hetfield entwarf das dazugehörige Bandlogo.[13] Kleinere Auftritte hatte die Band im Vorprogramm der britischen Gruppe Saxon, der Band Y&T sowie als „Festival-Anheizer“ in San Francisco.[14] Am 14. März 1982 spielte Metallica ihr erstes Konzert in der Radio City Hall in Anaheim. Einen Monat später nahm die Band ihr erstes Demo Power Metal auf, dessen Name von der beigelegten Visitenkarte abgeleitet wurde. Der Metal Massacre-Sampler erschien am 14. Juni 1982. Wegen eines Druckfehlers wurde die Band als Mettallica angekündigt.[15] Im Juli 1982 nahm die Band ihr zweites Demo No Life ’Til Leather auf, das in der Undergroundszene der San Francisco Bay Area euphorisch aufgenommen wurde.

Im Herbst 1982 verließ McGovney die Band. Sein Nachfolger wurde Cliff Burton, der seine ehemalige Band Trauma zu Gunsten von Metallica verließ. Burton stellte jedoch die Bedingung, dass die restlichen Metallica-Mitglieder zu ihm nach San Francisco umziehen müssten. Zur gleichen Zeit gelangte das No Life ’Til Leather-Demo in die Hände des ehemaligen Börsenspekulanten Jon Zazula (auch Johny „Z“ Zazula). Er kontaktierte die Band und verschaffte ihr Auftrittsmöglichkeiten an der Ostküste. Da die Streitigkeiten mit dem stark dem Alkohol zugeneigten Dave Mustaine überhandnahmen, beschlossen Ulrich, Hetfield und Burton noch auf der Reise nach New York, Mustaine aus der Band zu werfen.[13] Mustaine wurde später mit Megadeth selbst erfolgreich.

Dave Mustaine musste die Band 1983 nach Streitigkeiten verlassen

Neuer Leadgitarrist wurde Kirk Hammett, der zuvor bei Exodus gespielt hatte. Am 16. April 1983 fand in das erste Metallica-Konzert mit Hammett statt. Die Band wohnte zu dieser Zeit in einem alten New Yorker Fabrikgebäude, in dem Anthrax ihren Proberaum hatten.

„Manchmal rissen wir Mädels auf und gingen mit ihnen nach Hause, damit wir zumindest mal duschen konnten. Wir kämpften wirklich ums nackte Überleben, aber rückblickend war es eine schöne Zeit.“

James Hetfield[13]

Zazula bemühte sich, für Metallica einen Plattenvertrag zu besorgen. Da er von allen Labels nur Absagen erhielt, gründete er ein eigenes Label, das er auf Burtons Vorschlag hin Megaforce Records nannte.

Kill ’Em All und Ride the Lightning (1983–1984)

Zazula lieh sich 12.000 Dollar und finanzierte der Band Studiozeit in den Music America Studios in Rochester. Da Hetfield Zweifel an seinem Gesangstalent hatte, dachte die Band über die Verpflichtung eines festen Sängers nach. Jess Cox von den Tygers of Pan Tang war nach Meinung der Band zu alt, während Armored Saint-Sänger John Bush das Angebot ausschlug. Deshalb begann die Band die Aufnahmen zu viert und schloss diese nach 17 Tagen ab. Das Album enthält unter anderem vier von Dave Mustaine mitkomponierte Lieder, der zu dieser Zeit kein Bandmitglied mehr war. Ursprünglich sollte das Album Metal Up Your Ass heißen und das Cover einen aus einer Toilette auftauchenden Dolch zeigen. Zazulas Vertriebspartner Relativity lehnte beides ab.

Auf Burtons trotzigen Ausruf: „Well, let’s kill ’em all!“ folgte Metallicas Vorschlag, Kill ’Em All als Albumtitel zu wählen. Dieser Titel wurde von Relativity problemlos angenommen. Das Album wurde am 25. Juli 1983 veröffentlicht und verkaufte sich in den USA zunächst schleppend. Dagegen wurde Metallica in England als Band der Stunde gefeiert. Auf einer fünfwöchigen Tournee durch die USA wurde die Band Raven von Metallica als Vorgruppe unterstützt. Bis Ende 1983 hatte sich Kill ’Em All in den USA etwa 17.000 Mal verkauft.[13] Während der Konzertreisen schrieb die Band neue Lieder, die progressiver und langsamer als die des Debütalbums ausfielen. Im Vorprogramm von Venom fanden Metallicas erste Konzerte in Europa statt.

Aufgrund des günstigen Wechselkurses zwischen dem US-Dollar und der Dänischen Krone fanden die Aufnahmen zum zweiten Studioalbum Ride the Lightning in den Sweet Silence-Studios der dänischen Hauptstadt Kopenhagen statt. Aus Kostengründen fanden die Aufnahmen in der Nacht statt. Textlich entfernte sich die Band von den üblichen Metalklischees. So handelt z. B. das Lied Creeping Death vom Auszug der Israeliten aus der ägyptischen Sklaverei, und For Whom the Bell Tolls bezieht sich auf einen Roman von Ernest Hemingway. Metallicas erste Headlinertour durch Europa folgte Ende 1984. Auf der Tour mit Twisted Sister wurde vor allem das Album Ride the Lightning vorgestellt, welches sich zunächst etwa 100.000 Mal verkaufte.[16] In Großbritannien wurde es mit einer Silbernen Schallplatte ausgezeichnet.[13]

Master of Puppets und Cliff Burtons Tod (1985–1986)

Metallica wurde vom Major-Label Elektra Records unter Vertrag genommen und erhielt mit Q Prime ein professionelles Management. Ride the Lightning wurde in den USA neu veröffentlicht und erreichte ohne Radioairplay Platz 100 der US-amerikanischen Albumcharts. Anfang 1985 spielte Metallica weitere US-Touren mit W.A.S.P. und Armored Saint, bevor man an neuen Liedern arbeitete. Die vier Musiker von Metallica wurden seit dieser Zeit auch als „The Four Horsemen“ bekannt.[17] Im August 1985 spielte die Band erstmals beim Monsters of Rock im Donington Park.[18]

Im September 1985 kehrte die Band in die Sweet Silence Studios zurück, um mit den Aufnahmen ihres dritten Albums Master of Puppets zu beginnen. Von ihrer Plattenfirma erhielten sie einen hohen Vorschuss, weswegen Metallica kurzzeitig darüber nachdachte, den durch seine Arbeiten mit Iron Maiden bekannten Martin Birch als Produzenten zu verpflichten. Man entschied sich jedoch, erneut mit Flemming Rasmussen zusammenzuarbeiten. Die Aufnahmen dauerten insgesamt drei Monate und wurden nur durch einen Auftritt beim Loreley-Festival in Deutschland unterbrochen.[13]

Master of Puppets wurde im März 1986 veröffentlicht und erreichte Platz 29 der US-Albumcharts. Bereits einen Monat später erhielt das Album eine Goldene Schallplatte.[19] Metallica ging als Vorgruppe von Ozzy Osbourne auf Tournee durch Nordamerika. Vor dem Konzert in Evansville brach sich Hetfield beim Skateboardfahren das Handgelenk. Hetfield beschränkte sich bei einigen Konzerten auf das Singen, während der Gitarrentechniker John Marshall (später Metal Church) die Rhythmusgitarre spielte.[20]

Am 16. September 1986 in London startend ging Metallica zusammen mit Anthrax auf Europatournee. Am 27. September 1986 befand sich der Tourtross auf dem Weg von Stockholm nach Kopenhagen. In der Nähe von Ljungby kam der Bandbus von Metallica, dessen Fahrer möglicherweise am Steuer eingeschlafen war, auf der vereisten Straße ins Schleudern, kam von Straße ab und überschlug sich.[21] Dabei wurde Burton aus seiner Koje ins Freie geschleudert, bevor der Bus auf ihn stürzte, was zum sofortigen Tod Burtons führte.

Gedenkstein für Cliff Burton

„Ich riss den Notausgang auf und kletterte in Unterwäsche nach draußen in die eisige Kälte. […] Ein paar unserer Crewmitglieder liefen schon um den Bus herum, um abzuchecken, was genau passiert war. Ich höre Kirk [Hammett] aus dem Inneren ‚Was ist denn los?‘ rufen, und dann drehte ich mich um und sah Cliffs [Burtons] Beine unter dem Fahrzeug hervorragen.“

James Hetfield[13]

Eine Autopsie ergab, dass Burtons Brustkorb eingedrückt und die Lunge zerquetscht worden war. Die anderen Businsassen kamen mit leichten Verletzungen davon. Glück im Unglück hatte Kirk Hammett, der zuvor immer in Burtons Koje geschlafen hatte. Vor der Reise nach Kopenhagen hatte die Band beschlossen, mithilfe von Spielkarten die Kojen neu zu verteilen. Burton zog das Pik-Ass und wählte Hammetts Koje am Fenster.[13] Burton wurde am 7. Oktober 1986 in Castro Valley beigesetzt.

Zurückgekehrt in die USA, begann die Band zwei Wochen später mit der Suche nach einem Nachfolger. Vom Wunschkandidaten Joey Vera (Armored Saint) erhielt Metallica eine Absage. Etwa 40 Bassisten, darunter Les Claypool (Primus) und Greg Christian (Testament) spielten vor. Den Zuschlag erhielt Jason Newsted, der sich mit seiner alten Band Flotsam and Jetsam den Ruf eines exzellenten Songwriters erarbeitet hatte.[13]

…And Justice for All (1987–1990)

Am 8. November 1986 spielte Metallica in Reseda ihr erstes Konzert mit Newsted am Bass im „Country Club“ von Los Angeles.[22] Nach einer kurzen Tour durch Japan und Kanada holte die Band ab Januar 1987 die wegen Burtons Unfalltod ausgefallenen Konzerte in Europa nach, was auch zwei Konzerte im damals noch kommunistisch regierten Polen beinhaltete.[13] Im März 1987 brach sich Hetfield erneut das Handgelenk beim Skateboardfahren, weshalb die Band ihren Auftritt bei der Fernsehshow Saturday Night Live absagte. Nach Hetfields Genesung wurde in Ulrichs Garage die EP The $5.98 E.P. - Garage Days Re-Revisited aufgenommen, die Coverversionen von Diamond Head, Holocaust, Killing Joke, Budgie und den Misfits enthält. Mit der EP erreichte die Band Metallica in Großbritannien ihre erste Hit-Notierung.

Ab Oktober 1987 begann die Band mit den Vorbereitungen für ihr viertes Studioalbum …And Justice for All. Da Flemming Rasmussen anderweitig beschäftigt war, suchte die Band nach einem neuen Produzenten. Die Zusammenarbeit mit Mike Clink, der kurz zuvor das Guns n’ Roses-Debüt Appetite for Destruction produzierte, entpuppte sich als Fehler, so dass Ulrich Rasmussen drängte, seine Produktionen schnellstmöglich durchzuziehen.[13] …And Justice for All wurde im August 1988 veröffentlicht und erreichte Platz 6 der US-amerikanischen Charts. An Halloween wurde das Album mit Platin ausgezeichnet. Kritisch betrachtet wurde …And Justice for All allerdings wegen des klinisch-kühlen Klanges und wegen des fast völlig ausgeblendeten Bassspieles von Jason Newsted.[13]

Nachdem sich die Band zuvor jahrelang gegen das Drehen eines Musikvideos sträubte, wurde dieses Mal für das Lied One ein Video erstellt, das Auszüge aus Dalton Trumbos Film Johnny zieht in den Krieg enthält. MTV nahm das Video in die tägliche Rotation und die Singleauskopplung aus One aus dem Doppelalbum ... And Justice for All erreichte Anfang 1989 mit Platz 35[23] die Top 40 der US-Charts und wurde ein Millionenerfolg. Eine Nominierung Metallicas für den Grammy in der Kategorie „Best Hard Rock/Metal Performance“ blieb erfolglos, der Preis ging an Jethro Tull. Die Band reagierte mit Humor und versah einen Teil der …And-Justice-for-All-Auflage mit einem Aufkleber mit der Aufschrift „Grammy Award Losers“.[13] Die Tour zum …And-Justice-for-All-Album umfasste insgesamt 230 Konzerte und dauerte bis Oktober 1989. Anschließend nahm sich Metallica eine Auszeit und spielte nur vereinzelt Konzerte.

Metallica – „The Black Album“ (1990–1993)

Im Februar 1990 erhielt die Band ihren ersten Grammy in der Kategorie „Best Metal Performance“ für das Lied One, bevor im Oktober 1990 die Aufnahmen für das fünfte Studioalbum begannen. Aus einem von Kirk Hammett geschriebenen Riff entwickelt sich das 1991 auch auf einer Single erschienene Lied Enter Sandman (Platz 16 der US-Charts, in Großbritannien und Deutschland in den Top-10), das zum Wegweiser für das gesamte Album werden sollte. Die Band strebte einfachere Lieder an, die schneller auf den Punkt kommen sollten. Zu diesem Zwecke fragte Metallica den Kanadier Bob Rock, der zuvor mit Aerosmith, Bon Jovi und Mötley Crüe gearbeitet hatte, ob er das neue Album mischen wolle. Letzten Endes produzierte Rock das gesamte Album. Insgesamt ein Jahr verbrachte die Band im Studio. Die gesamten Aufnahmen kosteten eine Million US-Dollar und führten bei drei Bandmitgliedern zur Ehescheidung.[24]

„Es war das schwierigste Album, das wir je gemacht haben. Irgendwann war klar, dass es verdammt gut werden würde, aber ich habe Bob [Rock] trotzdem gehasst und hinterher ein Jahr lang nicht mit ihm geredet. […] Als wir uns schließlich von den Strapazen erholt hatten, wurden wir jedoch gute Freunde.“

Lars Ulrich[13]

Enter Sandman wurde als erste Single ausgekoppelt und erreichte Platz 9 der deutschen Singlecharts.[25] Das selbstbetitelte Album wurde am 12. August 1991 veröffentlicht und stieg auf Platz eins der US-amerikanischen Albumcharts ein. Alleine in der ersten Woche wurden nur in den USA über 650.000 Alben verkauft.[26] Durch Metallica konnte die Band neue Fanschichten außerhalb der Metalszene erschließen. Bis heute verkaufte sich das Album in den USA über 15 Millionen Mal.[19] Auch bei der Kritik wurde es insgesamt positiv aufgenommen, und die Ballade Nothing Else Matters avancierte mit ihrem von Michael Kamen komponierten Orchesterarrangement zum Lieblingslied vieler Hochzeitspaare und erhielt massives Airplay in den Mainstreammedien.[13] Aus Sicht nicht weniger Metal-Fans markiert das Album allerdings aus eben diesen Gründen einen Schritt in die falsche Richtung und ist heute daher durchaus umstritten.

Im Spätsommer 1991 begann die „Wherever We May Roam“-Tournee. Zunächst spielte Metallica als Co-Headliner vor AC/DC beim „Monsters of Rock“-Festival, bevor die Band zusammen mit AC/DC und Pantera vor geschätzt 500.000 Menschen auf dem Flugplatz Tuschino bei Moskau auftrat. Es folgte eine Hallentournee durch Nordamerika, bei der die Band ihre Bühne in der Mitte der Halle aufbauen ließ. In der Mitte der Bühne wurde der so genannte „Snake Pit“ (engl.: „Schlangengrube“) eingerichtet, in dem etwa 200 Fans die Konzerte verfolgen konnten. Die Band unterbrach die Tournee und eröffnete am 20. April 1992 das Freddie Mercury Tribute Concert im Londoner Wembley-Stadion.[13]

James Hetfield

Zusammen mit Guns N’ Roses spielte Metallica im Sommer 1992 eine Stadiontour durch Nordamerika. Beide Bands spielten zweieinhalbstündige Konzerte, wobei Guns N’ Roses darauf bestand, nach Metallica auf die Bühne zu gehen. Am 8. August 1992 spielten beide Bands im Olympiastadion von Montreal. Während des Liedes „Fade to Black“ geriet Hetfield in eine sechs Meter hohe Flammensäule und erlitt dabei Verbrennungen zweiten Grades. Axl Rose sagte wegen angeblicher Halsschmerzen das Konzert von Guns N’ Roses ab und löste dadurch Ausschreitungen unter den aufgebrachten Zuschauern aus.[13] Bei den folgenden Metallica-Konzerten übernahm wegen Hetfields Verbrennungen erneut John Marshall die Rhythmus-Gitarre. Der Tourzyklus zog sich bis zum Juli 1993 hin, wodurch die vier Musiker psychisch und physisch ausgelaugt waren. Ende 1993 veröffentlichte Metallica mit Live Shit: Binge & Purge sein erstes Boxset, das u. a. drei Live-CDs und zwei Live-Videos enthielt.

Load und ReLoad (1994–1997)

Abgesehen von einer dreimonatigen Tour durch Nordamerika inklusive eines Headlinerauftritts beim Woodstock II-Festival zogen sich die Metallica-Bandmitglieder während des Jahres 1994 aus der Öffentlichkeit zurück und kümmerten sich um ihre Familien. Im Oktober begann die Band mit dem Schreiben neuer Lieder. Die Aufnahmen begannen im Mai 1995. Aufgrund der schlechten Erfahrungen während der Aufnahmen zum schwarzen Album wollte sich die Band dieses Mal keinen Stress machen und legte regelmäßig Pausen ein.[13] Auf einen Auftritt als Headliner des Monsters-of-Rock-Festivals folgte ein Metallica-Konzert am 3. September 1995 in Tuktoyaktuk, der nördlichsten Gemeinde auf dem kanadischen Festland. Zahlreiche Ölheizungen waren nötig, damit die Instrumente überhaupt funktionierten. Anlässlich des 50. Geburtstages des Motörhead-Sängers Lemmy Kilmister spielten Metallica in Los Angeles unter dem Decknamen „The Lemmys“ ein Konzert, bei dem ausschließlich Motörheadlieder gecovert wurden.[27]

Insgesamt 27 Lieder wurden aufgenommen und die Band plante die Veröffentlichung eines Doppelalbums. Stattdessen wurden die Lieder auf zwei Alben verteilt, die innerhalb von eineinhalb Jahren auf den Markt gebracht wurden. Den Anfang machte im Juni 1996 Load. Das von dem Provokationskünstler Andres Serrano entworfene Albumcover zeigt eine Mischung aus Serranos Sperma und Rinderblut, das er zwischen zwei Scheiben Plexiglas presste. Die neue musikalische Ausrichtung der Band, die Einflüsse aus Country und Blues aufzeigte, wurde von vielen Fans ebenso kontrovers diskutiert wie die Kurzhaarschnitte der Bandmitglieder.

„Für mich liegt der Metal in seiner altbekannten Form im Koma. Die Bands wiederholen sich und haben sich dadurch ihr eigenes Grab geschaufelt. Mal ehrlich: Wer braucht schon die zehnte Version ein- und desselben Albums, das beispielsweise Running Wild Jahr für Jahr neu einspielen? […] Heavy Metal ist in seiner ursprünglichen Form als rebellische, frische Untergrundbewegung sinnentleert.“

Lars Ulrich[13]

Metallica nahm als Headliner an der Lollapalooza-Tour teil. Während dieser Tour reiste Jason Newsted in einem eigenen Bus, in dem ein mobiles Tonstudio eingebaut war. Zusammen mit dem Exodus-Schlagzeuger Tom Hunting und Devin Townsend gründete er das Projekt „IR8“ (Synonym für das englische Adjektiv irate = zornig, wütend) und nahm ein Demo auf. Insbesondere James Hetfield nahm diesen Ansatz zur Nebentätigkeit übel, während Newsted sich darauf berief, bei Metallica als Songschreiber nicht erwünscht und daher nicht ausgelastet zu sein. Bei den MTV Europe Video Music Awards 1996 spielte die Band statt King Nothing ein Medley aus den Liedern So What und Last Caress. Wegen des obszönen Textes von So What[28] schnitt MTV Metallicas Auftritt bei allen Wiederholungen der Sendung heraus.[29]

Im November 1997 erschien ReLoad. Das ebenfalls von Andres Serrano entworfene Albumcover enthielt dieses Mal eine Mischung aus Blut und Urin. Wie bereits Load stieg ReLoad auf Platz 1 der US-amerikanischen Charts ein. Die erste Single „The Memory Remains“ beinhaltete ebenso wie der dazugehörige Videoclip einen Gastauftritt der britischen Sängerin und Schauspielerin Marianne Faithfull. Die Tournee zum Album fiel relativ kurz aus.

Garage Inc. und S&M (1997–1999)

Ohne größere Vorbereitungen nahm die Band im Herbst 1998 elf Coverversionen von Bands und Künstlern wie z. B. Black Sabbath, Thin Lizzy, Mercyful Fate, Bob Seger und Discharge auf. Zusammen mit allen bisher veröffentlichten Coverversionen kam das Album unter dem Namen Garage Inc. auf den Markt. Metallica wurde im März 1999 in den Walk of Fame in Los Angeles aufgenommen. Der damalige Bürgermeister Willie Brown proklamierte den 7. März 1999 zum „Offiziellen Metallica-Tag“.[30]

Am 21. und 22. April 1999 nahm die Band zwei Auftritte mit dem San Francisco Symphony Orchestra unter Leitung von Michael Kamen auf. Kamen, der über seine klassische Ausbildung und Erfolge als Filmkomponist hinaus über große Erfahrungen bei der Umsetzung solcher Projekte verfügte,[31] hatte die Streichinstrumente für das Lied Nothing Else Matters vom schwarzen Album arrangiert. Bereits damals versuchte Kamen die Band davon zu überzeugen, ihre Musik einmal unter Begleitung eines Sinfonieorchesters aufzuführen. Für den Auftritt komponierte die Band mit „No Leaf Clover“ und „-Human“ zwei neue Lieder.[13] Der Mitschnitt der Aufführung wurde im November 1999 unter dem Namen S&M veröffentlicht. Nothing Else Matters wurde als Single veröffentlicht und erreichte Platz 2 der deutschen Singlecharts. Weitere Auftritte mit Sinfonieorchestern fanden im November des Jahres in Berlin und New York City statt.

Die Napster-Kontroverse und Newsteds Ausstieg (2000–2001)

Exklusiv für den Film Mission: Impossible II nahm Metallica das Lied „I Disappear“ auf. Nachdem die Band herausfand, dass eine Demoversion von verschiedenen Radiosendern gespielt wurde, stellte man fest, dass alle bisher veröffentlichten Titel der Band bei der Peer-to-Peer-Tauschbörse Napster zum freien Download zur Verfügung standen. Metallica verklagte Napster und die Universitäten von Southern California, Yale und Indiana daraufhin wegen Urheberrechtsverletzung und Verletzung des Digital Millennium Copyright Act (DMCA).[32] Als Reaktion blockierten Yale und Indiana Napster auf allen Computern, woraufhin Metallica die Klagen gegen beide Universitäten zurückzog.[33]

Mit Hilfe des Online-Dienstleisters „NetPD“ wurde Napster eine 60.000 Seiten lange Liste mit 335.435 Benutzern vorgelegt, mit der Bitte, diese Benutzer zu verbannen.[34] Der Rapper Dr. Dre schloss sich Metallicas Klage an, so dass weitere 230.142 Benutzer von Napster verbannt wurden.[35]

Lars Ulrich hinter seinem Schlagzeug 2004

„Es kränkt uns zu wissen, dass unser Gut mehr wie eine Massenware und weniger als die Kunst, die es eigentlich ist, behandelt wird. Vom geschäftlichen Standpunkt aus ist es reine Piraterie, etwas zu nehmen, das einem nicht gehört. Der Austausch solcher Informationen, ob es Musik, Videos oder Fotos sind, ist nichts anderes als der Handel mit gestohlenen Waren.“

Lars Ulrich[32]

Napster begann darauf ab März 2001, Benutzer und Metallica-Lieder durch Aktivierung von Filtern anhand von Listen mit IP-Adressen zu sperren; im Juli zog die Band darauf ihre Copyright-Klage zurück. In einem Yahoo-Chat im Jahr 2000 erklärte Ulrich, dass die Band „Napster“ ausschließlich wegen der Verbreitung ihrer Studioalben verklagt hatte. Sie wollen aber weiterhin den Tausch selbst gemachter Live-Aufnahmen, sogenannter Bootlegs, erlauben.[36]

Im Sommer 2000 ging die Band zusammen mit Korn, Kid Rock und System of a Down auf die „Summer Sanitarium“-Tour durch Nordamerika. Am 4. Juli 2000 stürzte ein Fan während des Konzerts in Baltimore vom Oberrang des PSINet Stadium und starb. Zwei Wochen später verstarb ein anderer Fan während eines Geheimkonzerts in Hollywood.[13]

Während der „Summer Sanitarium“-Tour kapselte sich Newsted immer weiter von der Band ab. Auch zwischen Hetfield und Ulrich wuchsen die Spannungen. Auf Anraten ihres Managers beschloss die Band, den Psychologen Phil Towle zu engagieren. Bereits vor der ersten Sitzung hatte Newsted beschlossen, die Band zu verlassen. Offiziell wurde der Ausstieg damit begründet, dass Newsted seine Halswirbelsäule durch sein exzessives Headbangen ruiniert habe.[37] Die wahren Beweggründe für Newsteds Ausstieg lagen jedoch woanders.

Bereits seit 1996 arbeitete Newsted mit der Band zusammen. Da Metallica eine längere Pause einlegen wollte, planten Echobrain, ein Album aufzunehmen. Hetfield war dagegen und stellte Newsteds Treue zur Band infrage.

„Die Band starb für mich am 27. September 2000. An diesem Tag stampfte mich James [Hetfield] in Grund und Boden. Er hatte zu der Zeit einen Haufen persönlicher Probleme und ich musste das ausbaden. […] Mein letztes Treffen mit der Band fand am 8. Januar 2001 statt. Nachdem ich meinen Ausstieg verkündet hatte, bin ich vor den anderen zusammengebrochen. Jeder im Raum weinte, die Spannung war unerträglich. Zum Schluss rief ich noch: ‚Ich möchte das nicht tun, aber ich muss, denn ich will mir selbst noch in die Augen sehen können.‘“

Jason Newsted[13]

Ohne einen Bassisten begann die Band im April 2001 auf dem Gelände der ehemaligen Militärkaserne Presidio mit den Vorbereitungen auf ein neues Studioalbum. Dabei wurde Metallica von den Filmemachern Joe Berlinger und Bruce Sinofsky begleitet, die innerhalb von zwei Jahren über 1.000 Stunden Filmmaterial aufnahmen.[38] Durch ständige Querelen zwischen Hetfield und Ulrich kam die Band nur langsam voran. Im Juli klinkte sich Hetfield aus und unterzog sich einer Rehabilitation, um seine Alkoholsucht zu therapieren. Der Entzug dauerte bis Dezember.[39] Etwa gleichzeitig bezog die Band in San Rafael ihr „Headquarters“, ein Gebäudekomplex, in dem sich Probe- und Aufnahmeräume sowie Büros befanden.

St. Anger (2002–2005)

Robert Trujillo

Metallica begann mit Bob Rock als Bassisten die Aufnahmen für das achte Studioalbum St. Anger. Die sich bei den Bandmitgliedern aufgestaute Wut wurde in elf rohe, Hardcore-lastige Lieder kanalisiert. Auf Gitarrensoli wurde ganz verzichtet, während Ulrichs Snare wie eine Timbale klingt. Nach Abschluss der Aufnahmen begann die Suche nach einem neuen Bassisten. Es spielten unter anderem Pepper Keenan (Corrosion of Conformity), Scott Reeder (Kyuss) und Jeordie White (Marilyn Manson) vor, die Wahl fiel jedoch auf den ehemaligen Suicidal-Tendencies- und Ozzy-Osbourne-Bassisten Robert Trujillo. Jason Newsted schloss sich der kanadischen Band Voivod an und spielte 2003 in Ozzy Osbournes Band während der Ozzfest-Tournee.[40]

Anlässlich des 20-jährigen Bühnenjubiläums wurde die Band mit dem „mtvIcon“-Award geehrt. Während der einstündigen Sendung interpretierten von Metallica beeinflusste Bands wie Korn, Staind, Limp Bizkit und Sum 41 sowie Snoop Dogg und Avril Lavigne Metallica-Lieder von verschiedenen Alben. Am Ende der Sendung trat Metallica zum ersten Mal mit Robert Trujillo auf und spielte ein Medley aus „Hit the Lights“, „Enter Sandman“, „Blackened“, „Creeping Death“ und „Battery“.[41] Im Mai 2003 wurde im Staatsgefängnis San Quentin das Musikvideo für das Lied „St. Anger“ gedreht.

St. Anger, veröffentlicht am 5. Juni 2003, entwickelte sich zum kontroversesten Album der Bandgeschichte. Während die einen den rohen Sound des Albums schätzten, stieß St. Anger bei vielen Altfans auf Ablehnung. Dennoch erreichte das Album in über 30 Ländern Platz eins der Albumcharts. Bei der folgenden „Madly in Anger“-Welttournee wurden mit „Frantic“ und dem Titellied jedoch in der Regel nur zwei Lieder des Albums gespielt. Kurz vor dem Auftritt beim Download-Festival musste Lars Ulrich wegen starker Bauchschmerzen, die sich allerdings als harmlos herausstellten, in ein Zürcher Krankenhaus eingeliefert werden. Metallica spielte ein verkürztes Konzert, bei dem Dave Lombardo (Slayer), Joey Jordison (Slipknot) und Ulrichs Schlagzeugtechniker Flemming Larsen aushalfen.[42]

Im Sommer 2004 standen zehn Alben von Metallica gleichzeitig in den schwedischen Albumcharts. Insgesamt nahm die Band im Jahr 2004 43 Millionen Dollar ein und war damit nach Prince und Madonna der dritterfolgreichste Act in den USA.[13] Ebenfalls 2004 wurde der Dokumentarfilm Some Kind of Monster veröffentlicht, der während der Aufnahmen zum St.-Anger-Album entstand. Im Jahre 2005 spielte Metallica lediglich zwei Konzerte als Vorgruppe der Rolling Stones in San Francisco.[43] Ein Jahr später spielte die Band ihre ersten Konzerte in Südafrika.

Death Magnetic (2006–2010)

Kirk Hammett

Nachdem Bob Rock die letzten sechs Alben der Band produzierte, gab die Band im Februar 2006 bekannt, dass das nächste Studioalbum von Rick Rubin produziert werde. Rubin hatte sich als Produzent von Künstlern wie AC/DC, Slayer, System of a Down, den Red Hot Chili Peppers und Johnny Cash einen Namen gemacht. Im Rahmen ihrer „Escape from the Studio ’06“-Tour trat die Band im Juni 2006 zum dritten Mal bei den Festivals Rock am Ring / Rock im Park sowie auf der Berliner Waldbühne auf. Dabei wurden zum zwanzigjährigen Jubiläum der Veröffentlichung des Albums Master of Puppets sämtliche darauf enthaltenen Lieder vorgetragen. In Berlin spielte Metallica zusätzlich ein unbetiteltes neues Lied.[44] Eine Zusammenstellung aller Musikvideos wurde unter dem Titel The Videos: 1989–2004 im Dezember 2006 als DVD veröffentlicht.

Metallica nahm eine Coverversion des Liedes The Ecstasy of Gold auf, das auf einem Tributalbum für den Komponisten Ennio Morricone veröffentlicht wurde. The Ecstasy of Gold stammt aus dem Italo-Western Zwei glorreiche Halunken und wird seit 1983 als Intro für jedes Konzert verwendet.[45] Die Aufnahmen für das neunte Studioalbum Death Magnetic begannen im März 2007. Im Sommer des gleichen Jahres spielte Metallica eine kurze Stadiontournee durch Europa. Die Ankündigung des Konzertes in der finnischen Hauptstadt Helsinki führte dazu, dass sich Ende Mai 2007 zehn Metallica-Alben in den finnischen Albumcharts platzierten.[46] Für den Iron-Maiden-Tributsampler Maiden Heaven nahm Metallica das Lied Remember Tomorrow auf, das für die Band eine Blaupause für Lieder wie Fade to Black oder Welcome Home (Sanitarium) war.

Am 2. September 2008, zehn Tage vor der geplanten Veröffentlichung, wurden in Frankreich irrtümlicherweise die ersten Kopien des neuen Albums verkauft. Sofort tauchte das Album in den Internettauschbörsen auf. Lars Ulrich blieb über diesen vorzeitigen Leak gelassen und bezeichnete es als einen Erfolg, dass das Album erst zehn Tage vor der Veröffentlichung im Internet auftauchte.[47] Death Magnetic stieg weltweit in 32 Ländern auf Platz eins der Albumcharts ein. In den USA schaffte Death Magnetic als fünftes Metallica-Album den direkten Sprung auf Platz eins. Zuvor teilte sich Metallica mit den Beatles, U2 und der Dave Matthews Band den Rekord mit vier Alben.[48]

Am Veröffentlichungstag wurde Death Magnetic in der Berliner Multifunktionshalle O2 World durch ein Konzert vorgestellt. Im Oktober 2008 begann die „World Magnetic“-Tour.

Panorama des Ahoy Rotterdam während der Death-Magnetic-Tour am 30. März 2009

Am 4. April 2009 wurde Metallica in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.[49] Erstmals seit der Trennung 2001 spielte Metallica sowohl Master of Puppets als auch Enter Sandman mit dem ehemaligen Bassisten Jason Newsted. Im April 2010 gewann Metallica den Revolver Golden God Award in der Kategorie „Beste Liveband“. Im Juni 2010 ging Metallica mit Slayer, Megadeth und Anthrax auf die The Big Four-Tournee. Am 29. Oktober 2010 erschien die auf dieser Tour entstandene DVD/Blu-ray The Big Four Live from Sofia, Bulgaria.

Lulu und Hardwired…to Self-Destruct (seit 2011)

Anlässlich der Aufnahme von Metallica in die Rock and Roll Hall of Fame trat Metallica im Jahre 2009 unter anderem mit Lou Reed auf. Nach diesem Auftritt entstand die Idee, ein gemeinsames Album zu veröffentlichen. Am 31. Oktober 2011 wurde das Album Lulu weltweit veröffentlicht, erhielt aber überwiegend schlechte Kritiken. Aufgrund der Eurokrise gab die Band Ende 2011 bekannt, ihre Tourpläne zu ändern und verschiedene Auftritte vorzuverlegen. Bandmanager Cliff Burnstein erklärte, dass man mit einer Schwächung des Euros in den kommenden Jahren rechne und daher Konzerte geben wolle, solange sie noch möglichst profitabel seien. Daher würde Metallica 2012 und nicht wie geplant 2013 sein schwarzes Album bei verschiedenen Festivals in Europa spielen.[50]

Am 14. Dezember 2011 veröffentlichte Metallica auf digitalem Wege die EP Beyond Magnetic, auf welche vier bis dato unveröffentlichte Lieder aus den Death-Magnetic-Aufnahmen zu hören sind. Die Lieder wurden zuvor bei den vier Konzerten zum dreißigjährigen Bestehen der Band im Dezember 2011 in San Francisco erstmals live gespielt. Die Band arbeitete mit Nimród Antal an dem 3-D-Film Metallica Through the Never, welcher am 27. September 2013 veröffentlicht wurde. Für den Film wurden unter anderem die Konzerte der Band im Sommer 2012 in Mexiko und Kanada gefilmt. Jedoch erwies sich der Film aufgrund niedriger Einnahmen als Flop.[51] Metallica steuerte für den Deep Purple-Tribute-Sampler das Lied bei.

Am 8. Dezember 2013 spielte Metallica als erste Band in der Antarktis. Somit sind sie die einzige Band der Welt, die innerhalb eines Jahres auf allen Kontinenten auftrat.[52]

Am 26. Januar 2014 trat Metallica zusammen mit dem chinesischen Pianisten Lang Lang bei den Grammy Awards 2014 auf, wo sie gemeinsam das Lied One spielten.[53] Kurze Zeit später wurde bekannt, dass Metallica für ein Ronnie-James-Dio-Tribute-Sampler ein Medley einiger seiner bekannten Rainbow-Hits gemacht hatten. Es soll zirka 9 Minuten dauern und Teile der Lieder , Tarot Woman, Stargazer und enthalten. Das Album wird This Is Your Life heißen.[54] Am 16. März 2014 trat Metallica in Bogotá auf und stellte ihr neues Lied Lords of Summer vor. Auch wurde bestätigt, dass voraussichtlich 2016 ein neues Studioalbum erscheinen werde. Bei den Terroranschlägen am 13. November 2015 in Paris starb Metallicas langjähriger Projektmanager in Frankreich, Thomas Ayad von Universal Music France, beim Massaker mit Geiselnahme im Bataclan.[55]

Die Auftritts-Gagen für Metallica liegen im einstelligen Millionenbereich. Als Zugpferd für das von der DEAG veranstaltete Zwillingsfestival Rock im Revier und Rockavaria erhielt Metallica 7,3 Mio. US-Dollar (ca. 6,6 Mio. €).[56]

Metallica in der O2 Arena in London (2017)

Für den 18. November 2016 wurde – acht Jahre nach Death Magnetic – über die Homepage der Band die Veröffentlichung des zehnten Studioalbums mit dem Titel Hardwired…to Self-Destruct angekündigt: Es handelt sich um ein Doppelalbum mit zwölf neuen Songs, wobei am 18. August 2016 das Lied Hardwired samt Musikvideo vorab als Single ausgekoppelt wurde. Gleichzeitig wurden die Tracklist und das Albumcover bekanntgegeben. Am 12. Februar 2017 trat Metallica bei den Grammy Awards 2017 zusammen mit Lady Gaga auf. Hetfield sang mit dieser im Duett den Song Moth into Flame vom 2016 erschienenen Album Hardwired…to Self-Destruct.[57]

Rezeption

Metallica zählt zu den einflussreichsten und erfolgreichsten Metal-Bands weltweit. Korn-Sänger Jonathan Davis bezeichnet Metallica als seine Lieblingsband, da sie „immer ihren eigenen Weg gegangen und heute immer noch relevant ist“.[58] Laut Godsmack-Schlagzeuger Shannon Larkin stellt Metallica den größten Einfluss für seine Band dar. Larkin erklärte, dass Metallica sein Leben veränderte, als er 16 Jahre alt war, da er zuvor nie so etwas Hartes gehört hatte.[59] Die Trivium-Gitarristen Matthew Heafy und Corey Beaulieu erlernten ihr Instrument, nachdem sie zum ersten Mal mit der Musik von Metallica in Berührung kamen.[60][61] Joey Z., der Gitarrist von Life of Agony, bezeichnet Kirk Hammett als sein Vorbild und gibt an, durch ihn zum Gitarre spielen gekommen zu sein.[62][63] Für Avenged Sevenfold-Sänger M. Shadows waren die gemeinsamen Konzerte der Höhepunkt der Musikerkarriere.[64] Armored Saint-Sänger John Bush lobte Metallica dafür, dass die Band „einen vorbildlichen Karriereweg gegangen ist und sich nie hat reinreden lassen“. Für Kim Thayil von der Band Soundgarden ist Metallica ein „Beispiel für ehrlichen Erfolg ohne TV- und Radio-Hype“.[65]

Das britische Rockmagazin Kerrang veröffentlichte im April 2006 ein Tributalbum mit dem Titel Master of Puppets: Remastered anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Albums Master of Puppets. Das Album beinhaltet Coverversionen der acht Lieder durch Bands wie Machine Head, Bullet for My Valentine, Chimaira, Mastodon, Mendeed und Trivium. Im Jahre 1996 veröffentlichte die finnische Band Apocalyptica ihr Debütalbum Plays Metallica By Four Cellos, auf dem acht Metallicalieder mit Celli gespielt werden. Die Parodieband Beatallica verbindet die Musik von Metallica mit der von den Beatles. Die Inhaber der musikalischen Rechte der Beatles, Sony, verklagte Beatallica, da die Band laut Sony einen „substantiellen und irreparablen Schaden“ zugefügt habe. Lars Ulrich bat Metallicas Anwalt Peter Paterno, Beatallica rechtlichen Beistand zu leisten.[66]

MTV platzierte Metallica in seiner Liste der „Größten Metal-Bands aller Zeiten“ auf Platz drei.[58] Der TV-Sender VH1 setzte die Band auf Platz fünf ihrer Liste der 100 größten Hard-Rock-Bands.[67] Das Album Master of Puppets belegte Platz eins in der Liste der „100 besten Metalalben“ vom Onlinemagazin Metal Rules.[68] In dem Buch Best of Rock & Metal des deutschen Magazins Rock Hard, in dem die nach Meinung der Rock-Hard-Redaktion 500 stärksten Metal- und Hard-Rock-Alben aller Zeiten aufgeführt werden, ist Metallica mit fünf Alben vertreten. Master of Puppets belegt Platz zwei, gefolgt von Ride the Lightning. Das Debütalbum Kill ’Em All befindet sich auf Platz 12, das selbstbetitelte fünfte Album auf Platz 79 sowie Garage Inc. auf Platz 500.[69]

Der Spielehersteller Activision produzierte zusammen mit Neversoft einen Metallica-Ableger ihrer beliebten Musikspiele-Reihe Guitar Hero. In Guitar Hero: Metallica sind (Downloadable Content nicht mitgerechnet) 31 Metallica-Lieder sowie 21 von der Band selbst bestimmte Gastlieder enthalten. Sowohl die Band selbst (die alle Animationen mit charakteristischen Posen und Bewegungen selbst per Motion Capture ins Spiel brachten) als auch die beiden Gaststars, King Diamond von Mercyful Fate und Lemmy Kilmister von Motörhead, sind spielbare Charaktere. Das Spiel erschien am 22. Mai 2009 in Europa für PlayStation 2, PlayStation 3, Xbox 360 und Wii. Zusätzlich lassen sich weitere Lieder sowie das komplette Album Death Magnetic für dieses Spiel aus dem PlayStation Store und Xbox Live herunterladen.

Seit 2008 gibt es das Internet-Projekt A German Tribute to Metallica, bei dem deutsche Bands Coverversionen von Metallica-Liedern zur Verfügung stellen. Teilnehmer waren unter anderem In Extremo, Madsen und die Donots.

Der Rolling Stone listete Metallica 2011 auf Rang 61 der 100 größten Musiker aller Zeiten.[70]

Auszeichnungen

  • American Music Awards
    • 1996 Favorite Artist Heavy Metal/Hard Rock (Load)
    • 1996 Favorite Metal/Hard Rock Song („Until it Sleeps“)
  • Billboard Music Awards
    • 1997 Billboard Rock and Roll Artist of the Year (Metallica)
    • 1999 Catalogue Artist of the Year (Metallica)
    • 1999 Catalogue Album of the Year (Metallica)
  • Kerrang Awards
    • 2003 Hall of Fame (Metallica)
  • Rock and Roll Hall of Fame
    • 2009 Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame
  • Revolver Golden Gods Award
    • 2010 Beste Liveband

Im Februar 2020 benannten die Tiefseeforscher Torben Riehl vom Senckenberg Forschungsinstitut und sein Kollege Bart de Smet von der Universität Gent , eine neuentdeckte, in einer Tiefe von 4000 bis 5000 Meter in einem Gebiet mit vielen Manganknollen im Nordpazifik vorkommende Tiefseeassel zu Ehren der Band.[71] Riehl erklärte dazu: „Mit ihrer beeindruckenden Musik hat mich die Heavy Metal-Band den Großteil meines Lebens begleitet. Es begeistert mich daher riesig, die Band mit der Benennung einer neuen Art zu ehren.“[72]

Diskografie

Studioalben

JahrTitel
Musiklabel
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen
(Jahr, Titel, Musiklabel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DEAT ATCH CHUK UKUS US
1983Kill ’Em All
Megaforce Records
DE581
Gold
Gold

(1 Wo.)DE
CH651
(1 Wo.)CH
UK
Doppelgold
×2
Doppelgold
UK
US66
Dreifachplatin
×3
Dreifachplatin

(21 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 25. Juli 1983
Verkäufe: + 5.500.000[73]
1984Ride the Lightning
Megaforce Records
DE472
Platin
Platin

(1 Wo.)DE
CH782
(2 Wo.)CH
UK87
Gold
Gold

(2 Wo.)UK
US48
Sechsfachplatin
×6
Sechsfachplatin

(58 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 27. Juli 1984
Verkäufe: + 7.125.000[73]
1986Master of Puppets
Elektra Records
DE123
Platin
Platin

(10 Wo.)DE
AT274
(2 Wo.)AT
CH18
(7 Wo.)CH
UK41
Platin
Platin

(8 Wo.)UK
US29
Sechsfachplatin
×6
Sechsfachplatin

(137 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 3. März 1986
Verkäufe: + 7.750.000[73]
1988…And Justice for All
Elektra Records
DE35
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(27 Wo.)DE
AT12
(4 Wo.)AT
CH7
Platin
Platin

(8 Wo.)CH
UK4
Gold
Gold

(7 Wo.)UK
US6
Achtfachplatin
×8
Achtfachplatin

(122 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 25. August 1988
Verkäufe: + 9.593.051
1991Metallica
Elektra Records
DE1
Vierfachplatin
×4
Vierfachplatin

(… Wo.)DE
AT5
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(… Wo.)AT
CH1
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(40 Wo.)CH
UK1
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(99 Wo.)UK
US1
Diamant + Sechsfachplatin
Diamant + Sechsfachplatin
×6
Diamant + Sechsfachplatin

(… Wo.)US
Erstveröffentlichung: 12. August 1991
Verkäufe: + 28.000.000[74]
1996Load
Elektra Records
DE1
Fünffachgold
×5
Fünffachgold

(37 Wo.)DE
AT1
Platin
Platin

(20 Wo.)AT
CH1
(20 Wo.)CH
UK1
Platin
Platin

(22 Wo.)UK
US1
Fünffachplatin
×5
Fünffachplatin

(98 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 4. Juni 1996
Verkäufe: + 8.500.000[73]
1997ReLoad
Elektra Records
DE1
Fünffachgold
×5
Fünffachgold

(41 Wo.)DE
AT1
Gold
Gold

(16 Wo.)AT
CH3
Platin
Platin

(18 Wo.)CH
UK4
Gold
Gold

(10 Wo.)UK
US1
Dreifachplatin
×3
Dreifachplatin

(75 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 18. November 1997
Verkäufe: + 7.000.000[73]
2003St. Anger
Elektra Records
DE1
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(21 Wo.)DE
AT1
Platin
Platin

(19 Wo.)AT
CH2
Platin
Platin

(20 Wo.)CH
UK3
Gold
Gold

(16 Wo.)UK
US1
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(23 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 5. Juni 2003
Verkäufe: + 4.250.000[73]
2008Death Magnetic
Warner Bros. Records
DE1
Fünffachgold
×5
Fünffachgold

(38 Wo.)DE
AT1
(22 Wo.)AT
CH1
Platin
Platin

(20 Wo.)CH
UK1
Platin
Platin

(11 Wo.)UK
US1
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(50 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 12. September 2008
Verkäufe: + 4.113.415
2016Hardwired…to Self-Destruct
Blackened Recordings
DE1
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(45 Wo.)DE
AT1
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(29 Wo.)AT
CH1
(23 Wo.)CH
UK2
Gold
Gold

(9 Wo.)UK
US1
Platin
Platin

(… Wo.)US
Erstveröffentlichung: 18. November 2016
Verkäufe: + 2.294.500
1 Kill ’Em All erreichte in der Schweiz erst 2008 und in Deutschland erst 2016 die Charts.
2 Ride the Lightning erreichte in der Schweiz erst 2008 und in Deutschland erst 2016 die Charts.
3 Master of Puppets erreichte in Deutschland erst 2017 die Höchstposition, zur Erscheinungszeit war es auf Platz 31 gewesen.
4 Master of Puppets erreichte in Österreich erst 2017 die Charts.
5 …And Justice for All erreichte in Deutschland erst 2018 die Höchstposition, zur Erscheinungszeit war es auf Platz 5 gewesen.

Zeitstrahl der Bandmitglieder

Gastmusiker

  • John Marshall (Rhythmusgitarre) – Hammetts Roadie übernahm Gitarrenarbeit 1986 (18 mal) und 1992 (18 mal) bei 36 Konzerten für den verletzten Hetfield. Außerdem war er bis 2001 bei der Power-Metal-Band Metal Church aktiv
  • Marianne Faithfull – Gastsängerin zu dem Lied The Memory Remains auf dem Album Reload 1997
  • Bob Rock (Bass) – Aufnahmesessions zu „St. Anger“ 2003 (Produzent von Anfang der 1990er Jahre bis 2003 und Auftritt bei einigen Live-Auftritten)
  • Joey Jordison (Slipknot) – spielte beim Download-Festival 2004 folgende Lieder für den aufgrund akuter Erschöpfungserscheinungen im Krankenhaus liegenden Ulrich: For Whom the Bell Tolls“, „Creeping Death“, „Seek and Destroy“, „Sad but True“, „Wherever I May Roam“, „Last Caress“, „Nothing Else Matters“ und „Enter Sandman“
  • Dave Lombardo (Slayer) – spielte beim Download-Festival 2004 als Ersatz für den im Krankenhaus liegenden Ulrich „Battery“ und „The Four Horsemen“
  • (Lars Ulrichs Drumtechniker) – spielte beim Download-Festival 2004 das Lied „Fade to Black“
  • Lemmy Kilmister (Motörhead) – spielte (und sang) beim Novarock-Festival 2006 mit Metallica eine Coverversion des Motörhead-Liedes „Damage Case“
  • Jerry Cantrell (Alice in Chains) – unterstützte James Hetfield am Novarock-Festival 2006 gesanglich bei „Nothing Else Matters“
  • Biff Byford (Saxon) – sang am 2. April 2009 in Paris mit Metallica eine Coverversion des Saxon-Liedes „Motorcycle Man“
  • Lang Lang – 2014 Grammys

Radio

Seit 2017 gibt es vom Sender Radio Regenbogen einen digitalen Sender, auf dem rund um die Uhr, unterbrochen von einigen kurzen Werbe-Blöcken, ausschließlich die Songs der Band Metallica zu hören sind. Auf weitere Ansagen oder Nachrichten-Sendungen wird auf diesem Kanal verzichtet. Dieser Kanal ist über den Browser sowie über die Sender-eigene App zu empfangen.[75]

Seit 2019 gibt es vom Sender Radio BOB einen Metallica Stream.[76]

Literatur

Kinofilme

  • 2004 – Some Kind of Monster, später auch als DVD erschienen, dokumentiert einen Großteil der internen Bandgeschichte von Ende 2000 bis Frühsommer 2003. Der Film handelt vielmehr von Beziehungen als er eine Banddokumentation ist (vgl. oben, Bandgeschichte).
  • 2013 – Metallica Through the Never
  • und 2019 kam der Kinofilm über das Konzert SM2 mit den San Francisco Symphony Orchester in die Deutschen Kinos

Weblinks

Commons: Metallica – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Metallica | Biography & History. Abgerufen am 31. Oktober 2019 (amerikanisches Englisch).
  2. https://www.youtube.com/watch?v=ayO0p1D-p4k
  3. Metallica – The Rock and Roll Hall of Fame and Museum. rockhall.com. Abgerufen am 10. Dezember 2013.
  4. Gelu Sulugiuc: Metallica’s $30 Million 3-D Movie Breaks Records. Bloomberg L.P., abgerufen am 25. November 2013 (englisch).
  5. Top Selling Artists. RIAA, abgerufen am 24. November 2013 (englisch).
  6. History: Part One. (Nicht mehr online verfügbar.) Metallica, archiviert vom Original am 18. Juni 2014; abgerufen am 27. November 2013 (englisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2
  7. Past Winners Search. The Recording Academy, abgerufen am 27. November 2013 (englisch).
  8. Erlewine, Stephen Thomas; Prato, Greg. Metallica Overview, Allmusic, auf AMG.com. Aufgerufen am 21. März 2010.
  9. Lorraine Ali: Metallica: Reload, Rollingstone, auf Rollingstone.com (Memento vom 28. Februar 2007 im Internet Archive). Aufgerufen am 21. März 2010.
  10. Stephen Thomas Erlewine: Load Overview, Allmusic, auf AMG.com. Aufgerufen am 21. März 2010.
  11. a b Metallica timeline: Early 1981 – Early 1982. MTV, abgerufen am 27. November 2013 (englisch).
  12. www.metal-archives.
  13. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w Michael Rensen: Thrash, Trauer & Triumphe. In: Rock Hard, Ausgabe April 2007
  14. Wieland Harms: The Unplugged Guitar Book 2. Gerig, 1996, ISBN 3-87252-250-7, S. 98.
  15. Metallica timeline: March 14, 1982 – July 6, 1982. MTV, abgerufen am 27. November 2013 (englisch).
  16. Wieland Harms: The Unplugged Guitar Book 2. 1996, S. 98.
  17. Vgl. auch Wieland Harms: The Unplugged Guitar Book 2. 1996, S. 98.
  18. Metallica timeline – Fall, 1984 – March 27, 1986. MTV, abgerufen am 27. November 2013 (englisch).
  19. a b Gold & Platinum Searchable Database. Recording Industry Association of America, abgerufen am 23. November 2013 (englisch).
  20. Metallica timeline – June 26, 1986 – September 27, 1986. MTV, abgerufen am 27. November 2013 (englisch).
  21. Vgl. auch Wieland Harms: The Unplugged Guitar Book 2. 1996, S. 98.
  22. Wieland Harms: The Unplugged Guitar Book 2. 1996, S. 98.
  23. Wieland Harms: The Unplugged Guitar Book 2. 1996, S. 98.
  24. Metallica timeline – February, 1990 – August 13, 1991. MTV, abgerufen am 27. November 2013 (englisch).
  25. Metallica in den deutschen Singlecharts. GfK, abgerufen am 5. Februar 2020.
  26. Guy D. Garcia: Heavy Metal Goes Platinum. Time, abgerufen am 27. November 2013 (englisch).
  27. Metallica timeline – June 22, 1994 – December 14, 1995. MTV, abgerufen am 27. November 2013 (englisch).
  28. Lyrics. Anti Nowhere League, archiviert vom Original am 16. Januar 2008; abgerufen am 27. November 2013 (englisch).
  29. Metallica in 1996. (Nicht mehr online verfügbar.) Metallica, archiviert vom Original am 12. Oktober 2013; abgerufen am 27. November 2013 (englisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2
  30. Metallica in 1999. (Nicht mehr online verfügbar.) Metallica, archiviert vom Original am 1. Januar 2014; abgerufen am 27. November 2013 (englisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2
  31. Michael Custodis: Film Music in Concert: Metallica mit Michael Kamen. In: Klassische Musik heute. Eine Spurensuche in der Rockmusik. transcript, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-8376-1249-3
  32. a b Lars Bräuer: Metallica verklagt Napster und 3 Universitäten. MPeX, abgerufen am 27. November 2013.
  33. 2 Universities Block Internet Music Service. The New York Times, abgerufen am 27. November 2013 (englisch).
  34. John Borland: Metallica fingers 335,435 Napster users. CNET, abgerufen am 27. November 2013 (englisch).
  35. John Borland: Napster boots Dr. Dre fans from service. CNET, abgerufen am 27. November 2013 (englisch).
  36. Dietmar Mueller: Napster einigt sich mit Metallica. ZDNet, abgerufen am 27. November 2013.
  37. Metallica timeline – January 17, 2007 – February 21, 2007. MTV, abgerufen am 27. November 2013 (englisch).
  38. Metallica timeline – April, 2001 – December 4, 2001. MTV, abgerufen am 27. November 2013 (englisch).
  39. Metallica in 2002. (Nicht mehr online verfügbar.) Metallica, archiviert vom Original am 1. Januar 2014; abgerufen am 27. November 2013 (englisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2
  40. Metallica timeline – January 3, 2002 – March 19, 2003. MTV, abgerufen am 27. November 2013 (englisch).
  41. ICON Performance Highlights. MTV, abgerufen am 27. November 2013 (englisch).
  42. METALLICA At DOWNLOAD Festival: LARS ULRICH Hospitalized, SLAYER And SLIPKNOT Drummers Fill In. Blabbermouth.net, abgerufen am 27. November 2013 (englisch).
  43. METALLICA: Review, Photos From Second ROLLING STONES Concert Posted Online. Blabbermouth.net, abgerufen am 27. November 2013 (englisch).
  44. METALLICA Debut New Song At Berlin Concert. Blabbermouth.net, abgerufen am 27. November 2013 (englisch).
  45. METALLICA Featured On ‚We All Love Ennio Morricone‘ CD; Details Revealed. Blabbermouth.net, abgerufen am 27. November 2013 (englisch).
  46. Metallica: Ten Albums In Finnish Top 40! Blabbermouth.net, abgerufen am 27. November 2013 (englisch).
  47. Edna Gundersen: Metallica remains calm over ‚Magnetic‘ leaks. USA Today, abgerufen am 27. November 2013 (englisch).
  48. METALLICA's 'Death Magnetic' Reigns On European Album Chart. Blabbermouth.net, abgerufen am 27. November 2013 (englisch).
  49. Metallica. Antenne Bayern, abgerufen am 24. März 2016.
  50. Metallica and Red Hot Chili Peppers reschedule dates due to Eurozone crisis. Music-News.com, 8. Dezember 2011, abgerufen am 28. November 2013 (englisch).
  51. Metallica-Film Through the Never erweist sich als Flop. In: Focus. 24. Oktober 2013, abgerufen am 28. November 2013.
  52. Sebastian Kessler: Metallica in der Antarktis: Video vom Konzert + Fotos. In: metal-hammer.de. 10. Dezember 2013, abgerufen am 12. Dezember 2013.
  53. Rolling Stone vom 26. Januar 2014.
  54. blabbermouth.net
  55. Metallica Project Manager Thomas Ayad Died at Le Bataclan Attack in Paris (englisch), abgerufen am 21. November 2015
  56. Florian Zerfaß: Millionen für Metallica – Wie sich die Deag verkalkuliert hat. In: WirtschaftsWoche, 14. Januar 2016, S. 4
  57. Video: Seht wie Metallica gemeinsam mit Lady Gaga bei den Grammys 2017 performen
  58. a b Why they rule – Metallica. MTV, abgerufen am 28. November 2013 (englisch).
  59. James Wright: Godsmack. (Nicht mehr online verfügbar.) Blistering, archiviert vom Original am 25. Januar 2008; abgerufen am 28. November 2013 (englisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2
  60. Corey Beaulieu from Trivium interview. Metal Theater, archiviert vom Original am 10. Juli 2014; abgerufen am 28. November 2013 (englisch).
  61. CorrosiveMind: Interview With Matt From Trivium At RoadRage '04. Metal Underground, abgerufen am 28. November 2013 (englisch).
  62. Booklet zum Album „River runs red“, 1993, Roadrunner Records
  63. Booklet zum Album „Ugly“, 1995, Roadrunner Records
  64. Chad Bowar: Avenged Sevenfold Interview. About.com, abgerufen am 28. November 2013 (englisch).
  65. Holger Stratmann (Hrsg.): Rock Hard Mania. Rock Hard, Dortmund 2004, ISBN 3-9805171-5-2, S. 20 ff.
  66. Gil Kaufman: Metallica Mash-Up Band Gets By With A Little Help From Its Friend … Lars. MTV, abgerufen am 28. November 2013 (englisch).
  67. 100 greatest artists of hard rock. VH1, abgerufen am 28. November 2013 (englisch).
  68. The Top 100 Heavy Metal Albums. Metal Rules, abgerufen am 28. November 2013 (englisch).
  69. Rock Hard (Hrsg.): Best of Rock & Metal. Heel Verlag, Königswinter 2005, ISBN 3-89880-517-4.
  70. 100 Greatest Artists of All Time. Rolling Stone, 2. Dezember 2010, abgerufen am 8. August 2017 (englisch).
  71. Torben Riehl, Bart De Smet: Macrostylis metallicola spec. nov.—an isopod with geographically clustered genetic variability from a polymetallic-nodule area in the Clarion-Clipperton Fracture Zone. PeerJ 8:e8621 doi: 10.7717/peerj.8621
  72. Nadja Podbregar: Tiefseekrebs nach Band „Metallica“ benannt – Neuentdeckte Art aus dem Nordpazifik lebt zwischen metallhaltigen Manganknollen scinexx.de, 27. Februar 2020
  73. a b c d e f Metallica Album Sales Statistics. statisticbrain.com, abgerufen am 23. März 2018 (englisch).
  74. Metallica Return to Mexico This Summer. guitarplayer.com, abgerufen am 31. Januar 2019 (englisch).
  75. Metallica-Songs. Radio Regenbogen-Kanal
  76. Metallica Stream. Abgerufen am 19. Juli 2019.
  77. Rebecca Berg auf info-netz-musik 29. Dezember 2014; abgerufen am 29. Dezember 2014

Bewertungen

Es gibt noch keine Bewertungen.

Nur angemeldete Kunden, die dieses Produkt gekauft haben, dürfen eine Bewertung abgeben.

Das könnte dir auch gefallen …

Metallica ¦ Metallica
CHF 19.00 inkl. MwSt