Mike Oldfield ¦ Tubular Bells

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2LP (Album, Gatefold)

Nicht vorrätig

GTIN: 0602448629234 Artist: Genres & Stile: ,

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Inhalt

Ausgabe

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Label

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Release

Veröffentlichung Tubular Bells:

1973

Hörbeispiel(e) Tubular Bells:

Tubular Bells auf Wikipedia (oder andere Quellen):

Tubular Bells (englisch Röhrenglocken) ist das Debütalbum des britischen Musikers Mike Oldfield. Das im Jahr 1973 veröffentlichte Album gilt als stilprägendes Werk des Progressive Rock. Es besteht aus zwei Teilen, welche jeweils eine LP-Seite ausfüllen. Der damals 20-jährige Oldfield spielte fast alle Instrumente selbst ein. Tubular Bells war das erste Album, das unter dem Label Virgin Records veröffentlicht wurde.

Stil

Der Stil des Albums geht über herkömmliche Rockmusik hinaus. Oldfield verband verschiedene musikalische Einflüsse aus Folk, klassischer Musik, Blues und Rock zu einem bis dahin unbekannten Klanggewebe. Das Album ist fast ausnahmslos instrumental gehalten und wurde im Overdubverfahren aufgenommen. Oldfield spielte unter anderem akustische und elektrische Gitarren, Farfisa, Hammond-Orgel, Flöte, Glockenspiel, Klavier, Mandoline, Perkussion und Violine und begründete damit seinen Ruf als Multiinstrumentalist. Er wurde nur von wenigen Gastmusikern unterstützt. Das Album musste Oldfield innerhalb von nur einer Woche einspielen.[1]

Die namensgebenden Tubular Bells, zu deutsch Röhrenglocken, kommen im Finale des ersten Teils vor. Besonders bekannt ist das Klavierintro des ersten Teils, welches im Film Der Exorzist verwendet wurde. Ebenfalls bemerkenswert ist das Ende des ersten Teils, in dem Oldfield eine mehrfach variierte Melodie auf verschiedenen Instrumenten spielt, die zuvor von Vivian Stanshall als Master of Ceremonies einzeln angesagt werden. Obwohl das Album weitestgehend instrumental ist, gibt Oldfield im Mittelteil des zweiten Teils undefinierbare, gutturale Laute von sich. Dieser Teil wurde später unter dem Namen Caveman bekannt. Am Ende des zweiten Teils wird das Traditional The Sailor’s Hornpipe adaptiert.

Muster aus Mike Oldfields Tubular Bells; die hier gezeigte Taktaufteilung basiert auf dem Rhythmus der Bassgitarre bei ihrem ersten Einsatz am Anfang des Stücks

Bei der Aufnahme des Albums wurde unbeabsichtigt das Rufzeichen des Längstwellensenders GBR in Rugby (England) aufgezeichnet. Die Signale des nahen 16-kHz-Senders streuten offenbar in Mikrofone und Tonabnehmer ein und wurden mit aufgenommen.

Tubular Bells gilt bis heute als Oldfields Opus magnum, als Werk von einer Qualität, die er später nur noch auf den ähnlich produzierten Alben Hergest Ridge, Ommadawn, Incantations und Amarok erreichte. In den 1990er Jahren führte Oldfield das Konzept von Tubular Bells mit den Alben Tubular Bells II (1992), Tubular Bells III (1998) und The Millennium Bell (1999) fort. 2003 schließlich veröffentlichte Oldfield unter dem Titel Tubular Bells 2003 eine Neuaufnahme seines Klassikers von 1973.

Als Instrument verwendete Oldfield die Röhrenglocken auch später immer wieder, so auf den Alben Hergest Ridge (1974), Amarok (1990) und Music of the Spheres (2008).

Erfolg

Tubular Bells hielt sich über fünf Jahre in den britischen Albumcharts. Mehr als ein Jahr nach der Erstveröffentlichung erreichte das Album sogar den ersten Platz der Charts. Insgesamt wurden mehr als 3,5 Millionen Kopien von Tubular Bells im Vereinigten Königreich verkauft, weltweit etwa 15 bis 17 Millionen. Damit ist Tubular Bells eines der erfolgreichsten Debütalben der Musikgeschichte.

Rezeption

Die britische Musikzeitschrift Classic Rock kürte Tubular Bells im Juli 2010 zu einem der 50 Musikalben, die den Progressive Rock prägten.[2] Im Juni 2015 wählte das renommierte Fachblatt Rolling Stone das Album auf Platz 17 der 50 besten Progressive-Rock-Alben aller Zeiten.[3]

Titelliste

Original (1973)

  1. Tubular Bells – Part One – 25:30
  2. Tubular Bells – Part Two – 23:20

Ultimate Edition (2009 - 3CD, DVD & LP)

  1. Tubular Bells – Part One (Introduction / Fast Guitars / Basses / Latin / A Minor True / Blues / Thrash / Jazz / Ghost Bells / Russian / Finale) – 25:30
  2. Tubular Bells – Part Two (Harmonics / Peace / Bagpipe Guitars / Caveman / Ambient Guitars / The Sailor's Hornpipe) – 23:20
  3. Tubular Bells (Part One) (2009 Stereo Mix) – 25:58
  4. Tubular Bells (Part Two) (2009 Stereo Mix) – 23:20
  5. Mike Oldfield's Single – 3:53
  6. Sailor's Hornpipe (Vivian Stanshall Version) (Traditional, Arranged Oldfield) – 2:48
  7. Tubular Bells (Part One) (1973 Stereo Mix)
  8. Tubular Bells (Part Two) (1973 Stereo Mix)
  9. BBC TV 2nd House Performance DVD
  10. Tubular Bells (long) (Demo) – 22:55 (Oldfield's Original "Opus One" Demo)
  11. Caveman Lead-in (Demo) – 2:44
  12. Caveman (Demo) – 5:06
  13. Peace Demo A (1971 Demo) – 7:01
  14. Peace Demo B (1971 Demo) – 4:22
  15. Tubular Bells, Part One (Scrapped First Mix, Frühjahr 1973) – 25:13

Gastmusiker

Fortsetzungen und Neubearbeitungen

  • The Orchestral Tubular Bells – Von David Bedford für klassisches Orchester arrangierte und 1974 von ihm mit dem Royal Philharmonic Orchestra eingespielte Fassung
  • von Phil Newell remixte quadrofonische Neuabmischung im Boxed-Set 1976
  • von Chris Blair remasterte Version für die 4-CD-Box Elements 1993
  • von Simon Heyworth remasterte Version zum 25. Jubiläum 1998
  • von Simon Heyworth im März/April 2000 remasterte Version für die HDCD-Veröffentlichungen aller bis dato erschienenen Virgin-Alben
  • von Simon Heyworth remasterte 5.1-Kanal-Raumklang Version der Boxed-Abmischung auf SACD 2002
  • Tubular Bells II
  • Tubular Bells III
  • The Millennium Bell
  • Tubular Bells 2003
  • von Mike Oldfield remixte neue Stereo- und Raumklangversionen in der Deluxe-Edition 2009
  • von Richard Whitaker für die in Japan erschienene SHM-SACD im DSD-Verfahren remasterte Version 2011

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Christoph Dallach: Doom-Takka-Takka-Doom (Interview mit Mike Oldfield). In: Spiegel Online. 21. Januar 2017, abgerufen am 21. Januar 2017.
  2. The 50 Albums That Built Prog Rock. In: Classic Rock. Nr. 146, Juli 2010, ISSN 1464-7834 (englisch, afka.net [abgerufen am 21. September 2022]).
  3. Reed Fischer: 50 Greatest Prog Rock Albums of All Time – Mike Oldfield, 'Tubular Bells' (1973). In: Rolling Stone. Wenner Media, 17. Juni 2015, abgerufen am 24. September 2015 (englisch).

Artist(s)

Veröffentlichungen von Mike Oldfield die im OTRS erhältlich sind/waren:

Tubular Bells

Mike Oldfield auf Wikipedia (oder andere Quellen):

Mike Oldfield (2006)

Michael Gordon „Mike“ Oldfield (* 15. Mai 1953 in Reading, England) ist ein britischer Multiinstrumentalist, Komponist und Liedtexter. In seiner Musik vermischt er Elemente aus Rock, Weltmusik und Klassik. Sein Durchbruch und seine berühmteste Komposition erfolgte 1973 mit dem Album Tubular Bells. Die größten Charterfolge hatte er in den 1980er-Jahren mit Songs wie Moonlight Shadow, Shadow on the Wall und Pictures in the Dark.

Leben und Werk

Privates

Seine Schwester Sally und sein Bruder Terry wirkten auf einigen seiner Alben mit. Sally Oldfield veröffentlichte mehrere eigene Alben und war dabei kommerziell recht erfolgreich, beispielsweise mit dem Titel Mirrors.

Mike Oldfield erwarb 1980 eine Pilotenlizenz.[1]

Mike Oldfield war in erster Ehe für wenige Wochen mit Diana D’Aubigny verheiratet. Aus seiner zweiten Ehe mit Sally Cooper entstammen seine Kinder Molly, Dougal und Luke.[2] Von 1987 bis 1991 war er mit Anita Hegerland liiert, mit der er eine Tochter namens Greta und einen Sohn namens Noah hat. Im Mai 2003 wurde Fanny Vandekerckhove seine dritte Ehefrau. Mit ihr hat er zwei Söhne namens Jake und Eugene; diese Beziehung endete 2013.[2] Oldfields ältester Sohn Dougal starb am 17. Mai 2015 im Alter von 33 Jahren.[3][2]

Seit 2009 lebt Oldfield auf den Bahamas.[4][5]

Tubular Bells

Muster aus Mike Oldfields Tubular Bells

Schon Oldfields erstes Album Tubular Bells (deutsch: Röhrenglocken), das am 25. Mai 1973 veröffentlicht wurde, erregte Aufmerksamkeit. Sein Vorgehen war bahnbrechend, da er als 19-Jähriger eigenhändig in vielschichtiger Weise verschiedene musikalische Stile mit verschiedenen Instrumenten auf mehreren Tonspuren aufnahm. Nach der Veröffentlichung verkaufte sich das Album schneller, als das frisch gegründete Plattenlabel Virgin Records aus London die Platten nachpressen lassen konnte. Tubular Bells machte dieses Label und dessen damaligen Besitzer Richard Branson über Nacht berühmt. Im Jahr 2014 meinte Oldfield dazu, dass es das Album ohne beängstigende LSD-Trips vielleicht nie gegeben hätte.[6]

Das Album erreichte schnell die Top Ten der britischen Albumcharts und blieb dort beeindruckende 247 Wochen lang. In den Vereinigten Staaten wurde Tubular Bells vor allem deshalb bekannt, weil eine kurze Sequenz daraus im erfolgreichen Horrorfilm Der Exorzist verwendet wurde. Für diese Version erhielt Oldfield 1975 einen Grammy für die „Beste Instrumentalkomposition“.

Nachfolgealben (1974–1978)

Oldfields zweites Album Hergest Ridge war pastoraler und melodiöser gehalten, unter anderem enthält es die Passage „Electronic Thunderstorm“, in welcher 90 Gitarren (per Overdub) gleichzeitig zu hören sind. Das Album war in Großbritannien drei Wochen auf Platz 1 der Charts. Der Nachfolger Ommadawn enthielt viele folkloristische Elemente und stellt ein frühes Beispiel für Weltmusik dar. 1978 veröffentlichte Oldfield sein viertes Studiowerk, das Doppelalbum Incantations, in dem er Gesänge und auch literarische Texte verarbeitete.

Neben seinen Instrumentalwerken interpretierte Oldfield für Singleveröffentlichungen traditionelle Melodien z. B. In Dulci Jubilo (1975), Portsmouth (1976) oder die Wilhelm Tell Ouverture (1977). Er arbeitete auch mit anderen Musikern zusammen. Acht dieser Kollaborationen wurden 1976 im Rahmen der Boxed-Sammlung veröffentlicht. 1977 wirkten Mike und Sally Oldfield bei der Aufnahme des Albums Keesojen Lehto des finnischen Musikers Pekka Pohjola mit. Dieses Album wurde 1981 unter dem Titel The Consequences Of Indecisions unter Oldfields Namen erneut veröffentlicht.

Für den schüchternen Mike Oldfield war der plötzliche Erfolg eine Belastung; es kam zu Fluchtreaktionen und Zusammenbrüchen. 1978 nahm er an dem umstrittenen Selbstsicherheitskurs Exegesis teil,[7] der ihn auch zu dem selbstanklagenden Stück Guilty (1979) inspirierte. Oldfield unternahm eine ausgedehnte Tournee durch Spanien, Deutschland, Belgien, die Niederlande, Dänemark und Großbritannien. Dabei entstandene Aufnahmen wurden zum ebenfalls 1979 veröffentlichten Live-Album Exposed zusammengefasst.

Popmusikalische Phase (1979–1989)

Im Jahr 1979 nahm er für die damals schon zwanzigjährige Kindersendung der BBC, Blue Peter, eine neue Version des Themas auf und begleitete damit eine ganze Generation Briten.[8]

Mit seinem fünften Studioalbum Platinum (1979) beschritt Oldfield neue Wege. Bestand die erste Hälfte des Werks aus einem 18-minütigen Instrumentalstück, so enthielt die zweite Hälfte kurze Stücke, darunter auch eine Coverversion von George Gershwins I Got Rhythm. Das Album QE2 (1980) setzte diesen Trend fort. Das Album eröffnete mit einem 10-minütigen Musikstück Taurus I, der Rest von QE2 bestand aus kürzeren, meist instrumentalen Stücken und enthielt zwei Coverversionen. Oldfield begann eigene Lieder zu schreiben. Gesungen von verschiedenen Künstlern, begleitete er diese mit der Gitarre, meist mit einem längeren Solo. Five Miles Out (1982) und Crises (1983) kehrten zur Zweiteilung in ein längeres Instrumentalstück und mehrere kürzere Einzelstücke zurück, wobei nun der Anteil der Lieder zunahm. Crises enthielt auch Oldfields größten Single-Erfolg, das von Maggie Reilly gesungene Moonlight Shadow, von dem fälschlicherweise oft angenommen wird, dass es den Tod von John Lennon thematisiert,[9] sowie den Hit Shadow on the Wall (1983, gesungen von Roger Chapman).

1984 veröffentlichte Oldfield das Album Discovery (1984), welches den Hit To France (1984) enthielt, erneut gesungen von Maggie Reilly. Im gleichen Jahr komponierte er den Soundtrack zu Roland Joffés Film The Killing Fields – Schreiendes Land. Nach weiteren Single-Veröffentlichungen, darunter Pictures in the Dark (1985), nahm Oldfield eine kreative Auszeit, bevor er 1987 mit Islands zurückkehrte.

Zu dieser Zeit lebte Oldfield mit der norwegischen Sängerin Anita Hegerland zusammen, deren Stimme seit Pictures In The Dark in mehreren seiner Lieder zu hören war.

Trennung von Virgin (1989–1991)

Während der 1980er Jahre kam es zunehmend zu Konflikten mit Virgin Records. Oldfield fühlte sich von seiner Plattenfirma in die popmusikalische Richtung gedrängt und seine Instrumentalwerke schlecht vermarktet. Vorschläge, ein neues Instrumentalalbum zwecks besserer Vermarktung Tubular Bells II zu nennen, lehnte er wiederholt ab. Den popmusikalischen Forderungen gab er 1989 zunächst ganz nach, als er mit Earth Moving erstmals ein Album ohne Instrumentalstück veröffentlichte. Im Jahr darauf folgte jedoch mit Amarok (1990) eine rebellische Antwort. Das einstündige Werk enthält ständig wechselnde Themen. Der durchgängige 60 Minuten lange Track auf der CD ließ sich auch nicht einfach in zwei Teile für die beiden Seiten einer LP teilen. Der auf dem Album enthaltene Morsecode bei Minute 48 bedeutet „fuck off r b“, was seine Streitigkeiten mit Richard Branson, dem Chef von Virgin, unterstreichen sollte. Es handelt sich um ein experimentelles Album mit humoristischen Parts und abwechslungsreichen Stilrichtungen. Auf Oldfields letzter Platte für Virgin, „Heaven’s Open“ (die er 1991 als „Michael Oldfield“ veröffentlichte), sang er alle Stücke selbst, wofür er Gesangsunterricht nahm. Später sagte er, seine Stimme gehöre nicht auf seine Platten.

Warner (1992–2005)

Nach seinem Wechsel zu Warner veröffentlichte Oldfield die von Virgin verweigerte Fortsetzung seines ersten Albums. Tubular Bells II (1992) schloss sich eng an die Struktur des Erstlingswerks an, verarbeitete aber andere Themen und musikalische Einflüsse. Es folgten das auf einem Roman von Arthur C. Clarke basierende Album The Songs of Distant Earth (1994), das keltisch-folkloristische Voyager und Tubular Bells III, das Einflüsse der Techno- und Dance-Musik seiner damaligen Heimat Ibiza aufgreift. 1999 veröffentlichte Mike Oldfield das Album Guitars, bei dem sämtliche Töne mit Hilfe von Gitarren erzeugt wurden.

Zur Feier der Jahrtausendwende 1999/2000 trat Oldfield an der Siegessäule in Berlin zum „Art in Heaven Concert“ auf, wo er vor nahezu 600.000 Zuschauern auch Teile aus dem Album The Millennium Bell live aufführte.

2002 erschien das Album Tr3s Lunas. Gleichzeitig veröffentlichte er ein Computerspiel mit gleichem Namen, das jedoch keinen kommerziellen Erfolg hatte. Anklang fand das Spiel hingegen bei Fans, da es viele neue Melodien enthielt. Der Nachfolger Maestro stellte technisch gesehen keine Weiterentwicklung dar, enthielt darüber hinaus kaum neue Musik und hatte ebenfalls keinen Erfolg.

Im Mai 2003, anlässlich seines 50. Geburtstages und des 30. Jahrestags der Veröffentlichung von Tubular Bells, veröffentlichte er Tubular Bells 2003, eine Neueinspielung seines Erstlingswerks, auf CD und Audio-DVD im persönlich abgemischten 5.1-Surroundsound. Oldfield erklärte, dass er damit viele Unvollkommenheiten des Originals verbessern konnte, die auf die damaligen Aufnahmetechnologien und die Zeitbeschränkungen für Studioaufnahmen zurückzuführen waren (Seite 1 des Megasellers musste 1973 in nur einer Woche aufgenommen werden).

Mercury Records (seit 2005)

Mike Oldfield bei Night of the Proms (2006)

Im Mai 2005 unterschrieb Mike Oldfield einen Vertrag mit Mercury Records über drei neue Alben. Das erste ist ein Doppelalbum, das am 7. Oktober 2005 erschienen ist und „Light + Shade“ heißt. Wie schon auf Tr3s Lunas verschreibt er sich hier dem Chill-Out-Trend. Das Album enthält eine Software (U-MYX), mit der man sich seinen eigenen Mix erstellen kann.

Im Dezember 2006 war Mike Oldfield zum ersten Mal seit dem Millennium-Konzert im Jahr 1999 wieder live in Deutschland zu sehen. Bei der Nokia Night of the Proms trat er als einer der Headliner auf. Er spielte spezielle Arrangements seiner Klassiker von „Tubular Bells“ und „Ommadawn“. Außerdem waren „Moonlight Shadow“, „To France“ und „Shadow On The Wall“ zu hören. Für den Gesang sorgten bei diesen Stücken Miriam Stockley, die bereits während des Millennium-Konzerts für ihn gesungen hatte, und John Miles.

Am 14. März 2008, drei Tage vor der Veröffentlichung in Großbritannien, erschien Oldfields Album Music Of The Spheres in Deutschland. Darauf kehrt er in Zusammenarbeit mit Musikern wie dem Pianisten Lang Lang und der neuseeländischen Sopranistin Hayley Westenra wieder zu seinen klassischen Wurzeln zurück. Bereits eine Woche zuvor (7. März) wurde das Werk im Guggenheim-Museum in Bilbao, Spanien, vor geladenen Gästen und unter Beteiligung von Hayley Westenra uraufgeführt.

Ab 2009 erschienen Oldfields frühe Alben in neu abgemischten Versionen bei seiner neuen Plattenfirma Mercury. Bislang sind Tubular Bells (Juni 2009), Hergest Ridge und Ommadawn (Juni 2010), Incantations (Juli 2011), Platinum und QE2 (Juli 2012), Five Miles Out und Crises (September 2013), sowie Discovery und der Soundtrack zu The Killing Fields (Januar 2016) wiederveröffentlicht worden. Die CDs enthalten neben einem neuen von Oldfield persönlich hergestellten Stereo-Remix auch Bonusstücke wie Single-B-Seiten, Demofassungen, im Fall von Hergest Ridge zudem erstmals seit 1976 dessen Originalabmischung von 1974, und in limitierter Deluxe-Ausgabe auf beigelegten Bonus-DVDs neue 5.1 Surround-Mixe in Dolby Digital.

Am 27. Juli 2012 trat er bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in London auf und untermalte die szenische Darbietung mit neu arrangierten Ausschnitten aus Tubular Bells, Tubular Bells III und In dulci jubilo (teilweise mit riesigen Röhrenglocken im hinteren Teil der Bühne gespielt).[10] Am 1. Februar 2013 erschien unter dem Label Edel das Remixalbum Tubular Beats von Mike Oldfield und Torsten Stenzel, für das Tarja Turunen den Gesang für das Lied Never Too Far aufnahm.

Im Oktober 2013 kündigte Mike Oldfield das Erscheinen eines neuen Albums für den 27. Januar 2014 an. Das Album mit dem Namen Man on the Rocks, produziert mit Stephen Lipson, erschien letztendlich am 3. März 2014 und enthielt elf neue Songs, sämtliche gesungen von Luke Spiller.

Am 20. Januar 2017 erschien sein Album Return to Ommadawn, das sich auf das Album Ommadawn bezieht. Zur gleichen Zeit kündigte Oldfield an, dass er an einer Fortsetzung der Tubular Bells-Reihe arbeite.[11] 2023 ließ er jedoch über seine Plattenfirma verlauten, er habe sich in den Ruhestand begeben.[12]

Audios

Diskografie

Studioalben

JahrTitelHöchstplatzierung, Gesamtwochen/​‑monate, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[13]Template:Charttabelle/Wartung/Monatsdaten
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen/Mo­nate, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE AT CH UK USTemplate:Charttabelle/Wartung/Charts inexistent
1973Tubular BellsDE22⁠a
(7 Wo.)DE
AT67b
(1 Wo.)AT
CH21b
(1 Wo.)CH
UK1
Neunfachplatin
×9
Neunfachplatin

(286 Wo.)UK
US3
Gold
Gold

(45 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 25. Mai 1973
Wiederveröffentlichung: 26. Mai 2023 (50th Anniversary Edition)
Verkäufe: + 3.880.000[14]
1974Hergest RidgeUK1
Gold
Gold

(17 Wo.)UK
US87
(10 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 28. August 1974
Verkäufe: + 100.000
1975The Orchestral Tubular BellsUK17
Silber
Silber

(7 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 17. Januar 1975
Verkäufe: + 60.000
OmmadawnUK4
Gold
Gold

(23 Wo.)UK
US146
(7 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 28. Oktober 1975
Verkäufe: + 150.000
1978IncantationsDE41
(3 Wo.)DE
UK14
Platin
Platin

(18 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 24. November 1978
Verkäufe: + 300.000
1979PlatinumDE11
Gold
Gold

(97 Wo.)DE
AT17
(1½ Mt.)AT
UK24
Gold
Gold

(10 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 23. November 1979
Verkäufe: + 450.000
1980QE2DE12
Gold
Gold

(59 Wo.)DE
AT18
(4½ Mt.)AT
UK27
Gold
Gold

(12 Wo.)UK
US174
(3 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 31. Oktober 1980
Verkäufe: + 400.000
1982Five Miles OutDE7
Gold
Gold

(48 Wo.)DE
AT10
(3½ Mt.)AT
UK7
Gold
Gold

(27 Wo.)UK
US164
(5 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 16. März 1982
Verkäufe: + 450.000
1983CrisesDE1
Platin
Platin

(50 Wo.)DE
AT2
(9 Mt.)AT
CH5
(20 Wo.)CH
UK6
Gold
Gold

(30 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 27. Mai 1983
Verkäufe: + 860.000
1984DiscoveryDE1
Gold
Gold

(34 Wo.)DE
AT3
(19 Wo.)AT
CH1
(28 Wo.)CH
UK15
Gold
Gold

(16 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 25. Juni 1984
Verkäufe: + 550.000
1987IslandsDE9
Gold
Gold

(22 Wo.)DE
AT10
(½ Mt.)AT
CH4
Gold
Gold
[15]
(14 Wo.)CH
UK29
Gold
Gold

(5 Wo.)UK
US138
(8 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 7. September 1987
Verkäufe: + 575.000
1989Earth MovingDE1
Gold
Gold

(23 Wo.)DE
AT21
(2 Mt.)AT
CH3
Gold
Gold

(15 Wo.)CH
UK30
(5 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 10. Juli 1989
Verkäufe: + 425.000
1990AmarokDE16
(14 Wo.)DE
AT26
(3 Wo.)AT
CH30
(3 Wo.)CH
UK49
(2 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 14. Juni 1990
1991Heaven’s OpenDE13
(15 Wo.)DE
CH16
(4 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 18. Februar 1991
1992Tubular Bells IIDE7
Gold
Gold

(23 Wo.)DE
AT4
(16 Wo.)AT
CH19
(8 Wo.)CH
UK1
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(30 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 31. August 1992
Verkäufe: + 1.350.000
1994The Songs of Distant EarthDE33
(12 Wo.)DE
AT20
(5 Wo.)AT
CH23
(12 Wo.)CH
UK24
Gold
Gold

(9 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 21. November 1994
Verkäufe: + 500.000
1996VoyagerDE15
(12 Wo.)DE
AT16
(7 Wo.)AT
CH15
(9 Wo.)CH
UK12
Gold
Gold

(6 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 21. August 1996
Verkäufe: + 450.000
1998Tubular Bells IIIDE9
(9 Wo.)DE
AT4
(10 Wo.)AT
CH26
(6 Wo.)CH
UK4
Gold
Gold

(9 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 31. August 1998
Verkäufe: + 500.000
1999GuitarsDE16
(9 Wo.)DE
AT35
(2 Wo.)AT
CH34
(2 Wo.)CH
UK40
(3 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 24. Mai 1999
Verkäufe: + 100.000
The Millennium BellDE39
(7 Wo.)DE
AT43
(2 Wo.)AT
CH94
(2 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 26. November 1999
Verkäufe: + 100.000
2002Tr3s LunasDE19
(8 Wo.)DE
AT8
(11 Wo.)AT
CH44
(5 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 3. Juni 2002
2003Tubular Bells 2003DE29
(5 Wo.)DE
CH55
(2 Wo.)CH
UK51
(1 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 26. Mai 2003
2005Light + ShadeDE26
(3 Wo.)DE
CH76
(1 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 7. Oktober 2005
2008Music of the SpheresDE14
(7 Wo.)DE
AT62
(2 Wo.)AT
CH37
(4 Wo.)CH
UK9
Silber
Silber

(7 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 14. März 2008
Verkäufe: + 70.000
2014Man on the RocksDE3
(5 Wo.)DE
AT10
(4 Wo.)AT
CH9
(5 Wo.)CH
UK12
(3 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 3. März 2014
2017Return to OmmadawnDE3
(9 Wo.)DE
AT6
(5 Wo.)AT
CH8
(6 Wo.)CH
UK4
(3 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 20. Januar 2017

grau schraffiert: keine Chartdaten aus diesem Jahr verfügbar

a 
Tubular Bells war in Deutschland 1973 auf Platz 37 (5 Wo.), bei Wiedereintritt 2023 auf Platz 22 (2 Wo.)
b 
Tubular Bells war in Österreich und der Schweiz erstmals 2023 in den Charts.

Zusammenarbeit mit anderen Musikern (Auswahl)

  • Jon Anderson: In High Places (1983), Shine (1986)
  • Kevin Ayers: Shooting At The Moon (1970), Whatevershebringswesing (1972), The Confessions Of Dr Dream And Other Stories (1974), Odd Ditties (1976), Flying Start (1987), Still Life With Guitar (1992), BBC Radio 1 Live In Concert (1992), Singing The Bruise (1996), The Garden Of Love (1998)
  • Kevin Ayers, Eno, Nico & John Cale: June 1, 1974 (1974)
  • Max Bacon: Hostage, Nothing But/Bridge To Paradise (1989), From The Banks Of The River Irwell (2002)
  • David Bedford: Nurses Song With Elephants (1972), Star’s End (1974), Hergest Ridge (1974), The Rime Of The Ancient Mariner (1975), The Odyssey (1976), Instructions For Angels (1977), Incantations (1978), Exposed (1979), Star Clusters, Nebulae & Places in Devon/The Song Of The White Horse (1985), Variations On A Rhythm Of Mike Oldfield (1995)
  • Adrian Belew: Holy (1989)
  • The Edgar Broughton Band: Edgar Broughton Band (1971), Bandages (1976)
  • Steve Broughton: Tubular Bells (1973)
  • Roger Chapman: Shadow on the Wall (1983)
  • Phil Collins: Taurus 1, Sheba (1980)
  • Lindsay L. Cooper: Tubular Bells (1973), Hergest Ridge (1974)
  • Henry Cow: Legend (1973), Unrest (1974)
  • Lol Coxhill: Ear Of The Beholder (1971)
  • Michael Cretu: The Time Has Come (1987)
  • Helen Pepsi DeMacque: Tubular Bells II; Millenium Bell
  • Cara Dillon: Man in the Rain (1998)
  • Paul Hardcastle: 19 (1985)
  • Anita Hegerland: Pictures In The Dark (1985), North Point, The Time Has Come, When the Night’s on Fire (1987), Innocent (1989), Heaven’s Open (1991)
  • Karl Jenkins: Music of the Spheres (2008)
  • Aled Jones: Pictures In The Dark (1985)
  • Carol Kenyon: Nothing But/Bridge To Paradise (1989)
  • Lang Lang: Music of the Spheres (2008)
  • Pierre Moerlen: Ommadawn (1975), Pierre Moerlen’s Gong – Downwind (1979), Exposed (1979), Platinum (1979), Pierre Moerlen’s Gong – Live (1980)
  • Paddy Moloney: Ommadawn (1975), Amarok (1990)
  • Tom Newman: Fine Old Tom (1977), Faerie Symphony (1979), Heaven’s Open (1991), Snow Blind (1997)
  • Sally Oldfield: Tubular Bells (1973), Hergest Ridge (1974), Ommadawn (1975), Incantations (1978), Natasha (1990), Tr3s Lunas (2002)
  • Terry Oldfield: Hergest Ridge (1974), Ommadawn (1975), Journey into Space (2012)
  • Barry Palmer: Crime of Passion (1983), Tricks of the Light, Poison Arrows, Discovery, Saved by a Bell (1984), Pictures In The Dark (1985)
  • Carl Palmer: Mount Teide (1982), Do Ya Wanna Play, Carl? (2001)
  • Simon Phillips: Crises (1983), Discovery (1984), The Wind Chimes (1987), Heaven’s Open (1991)
  • Courtney Pine: Heaven’s Open (1991)
  • Pekka Pohjola: Keesojen Lehto (auch bekannt als The Mathematician’s Air Display bzw. The Consequences Of Indecisions) (1977), Exposed (1979)
  • Michel Polnareff: Kama-Sutra (1990)
  • Maddy Prior: Incantations (1978), Exposed (1979)
  • Raf Ravenscroft: Earth Moving (1989)
  • Maggie Reilly: Taurus 1, Sheba, Conflict, Arrival, Celt (1980), Mistake, Family Man, Orabidoo, Five Miles Out (1982), Moonlight Shadow, Foreign Affair (1983), To France, Crystal Gazing, Tricks Of The Light, Talk About Your Life (1984), Blue Night (1989)
  • Alan Rickman: Tubular Bells II (1992)
  • Sallyangie: Children Of The Sun (1968)
  • Schiller: Tag und Nacht (2005)
  • Skids: Joy (1981)
  • Vivian Stanshall: Tubular Bells (1973), The Bell (1993)
  • Torsten Stenzel: Tubular Beats (2013)
  • Chris Thompson: Runaway Son, See The Light (1989)
  • Tarja Turunen: Tubular Beats (2013)
  • Bonnie Tyler: Islands (1987)
  • Hayley Westenra: Music of the Spheres (2008)
  • Robert Wyatt: Rock Bottom (1974), Theatre Royal Drury Lane: 8th September 1974 (2005)
  • Harald Zuschrader: Discovery (1984)

Trivia

Literatur

  • Mike Oldfield: A Man and His Music. Booksurge Llc 2006, ISBN 1-4196-4926-4.
  • Mike Oldfield: Changeling – The Autobiography of Mike Oldfield. Virgin Books, 2007, ISBN 0-7535-1307-2.

Weblinks

Commons: Mike Oldfield – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Paul Lester: Mike Oldfield: ’We wouldn't have had Tubular Bells without drugs‘ In: The Guardian, 20. März 2014 (Interview, englisch).
  2. a b c Sohn von Mike Oldfield im Alter von 33 Jahren gestorben. In: t-Online.de. Abgerufen am 22. Mai 2015.
  3. Auf der Arbeit: Drama um Mike Oldfields Sohn – Dougal (33) brach tot zusammen | Promi & Show | EXPRESS. 24. Mai 2015, archiviert vom Original; abgerufen am 4. Juli 2023.
  4. Property on Majorca: 'New modesty' can wait - Telegraph. 19. Mai 2010, abgerufen am 14. Mai 2023.
  5. MIKE OLDFIELD - Unser Mann auf den Bahamas | eclipsed Rock Magazin. Abgerufen am 14. Mai 2023.
  6. Mike Oldfield: 'We wouldn't have had Tubular Bells without drugs', The Guardian, 20. März 2014
  7. This is the year of the expanding man.... In: tubular.net, 25. November 1978 (englisch).
  8. Time Machine: ‘Blue Peter’ theme gets 1970s update, medium.com, 18. Juni 2019
  9. Gareth Randall Interviews Mike Oldfield. In: tubular.net, 1. Juni 1995 (Interview, englisch).
  10. Dizzee Rascal, Emeli Sandé, Mike Oldfield perform at Olympics opening ceremony. NME, 27. Juli 2012, abgerufen am 29. Juli 2012 (englisch).
  11. Mike Oldfield kündigt "Tubular Bells IV" an :: RTI. Abgerufen am 10. November 2023.
  12. Paul Sexton: Mike Oldfield’s ‘Tubular Bells’ For 50th Anniversary Reissue With Unreleased Demo. In: uDiscover Music. 31. März 2023, abgerufen am 10. November 2023 (amerikanisches Englisch).
  13. Chartplatzierungen: DE AT CH UK US
  14. Rob Copsey: The UK’s biggest studio albums of all time. officialcharts.com, 13. Oktober 2018, abgerufen am 9. November 2018.
  15. Verkaufszahlen für Islands in der Schweiz (PDF-Datei, S. 46)

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