N.W.A ¦ Straight Outta Compton

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LP (Album)

Nicht vorrätig

GTIN: 0600753469958 Artist: Genres & Stile: ,

Zusätzliche Information

Format

Inhalt

,

Ausgabe

Serie

,

Release

Veröffentlichung Straight Outta Compton:

1988

Hörbeispiel(e) Straight Outta Compton:





Straight Outta Compton auf Wikipedia (oder andere Quellen):

Straight Outta Compton
Studioalbum von N.W.A
Cover

Veröffent-
lichung(en)

8. August 1988

Aufnahme

1987–1988

Label(s)Ruthless/Priority/EMI

Format(e)

CD, Vinyl, MC

Genre(s)

G-Funk, Gangsta-Rap, Westcoast-Hip-Hop

Titel (Anzahl)

13

Länge

60:27

Produktion

Chronologie
N.W.A. and the Posse
(1987)
Straight Outta Compton100 Miles and Runnin’
(1990)
Singleauskopplungen
10. Juli 1988Straight Outta Compton
5. Oktober 1988Gangsta Gangsta
27. März 1989Express Yourself

Straight Outta Compton ist das Debütalbum der US-amerikanischen West-Coast-Rapgruppe N.W.A. Es erschien am 8. August 1988 über die Labels Ruthless, Priority und EMI. Aufgrund der provokanten Texte und des Skandalsongs Fuck tha Police, der das FBI veranlasste, die Plattenfirma zu bitten, das Album zurückzuziehen, gilt es heute als eines der bedeutendsten Alben des Gangsta- und Westcoast-Rap.

Bedeutung und Kontroverse

Für die Band war es das Album, mit dem sie international bekannt wurden. Bis zu dem Zeitpunkt kam erfolgreicher Hip-Hop ausschließlich aus New York City. Durch seinen aggressiven Sound und die direkten Songtexte bestimmte Straight Outta Compton die Richtung des Hip-Hop in den frühen 1990ern maßgeblich. Es war seit seiner Veröffentlichung extrem umstritten und vor allem aufgrund des heute bekanntesten und provokantesten Songs Fuck tha Police, der in allen Radiostationen sowie beim Musikfernsehsender MTV verboten war, riefen zahlreiche Verbände zum Boykott des Albums und der Band auf. Das Plattenlabel Priority bekam außerdem ein Schreiben des FBI, das sich gegen die Message des Albums aussprach:

"Fuck tha police comin' straight from the underground
a young nigga's got it bad 'cause I'm brown
and not the other color so police think
they have the authority to kill a minority"

Aufgrund der Veröffentlichung dieses Briefs stieg das Interesse der Medien am Album rapide an und die Verkaufszahlen von Straight Outta Compton vervielfachten sich. Bryan Turner vom Vertrieb Priority Records sagte rückblickend: The [letter] was like a nuclear explosion. Once we circulated that, everybody wanted to hear the record the FBI wanted to suppress.

Inhalt

Ice Cube und MC Ren schrieben den Großteil der Texte für das Album. Obwohl das Album zum größten Teil aus eher simplen Partysongs besteht, sorgten vor allem die ersten drei Tracks für den tiefgehenden Eindruck, der sowohl den Erfolg als auch eine durch die breite Öffentlichkeit getragene Verdammung der Gruppe ergab: Straight Outta Compton, Fuck Tha Police und Gangsta, Gangsta. Ähnlich wie im frühen Hip-Hop beschrieb das Album das von Gangs geprägte Leben auf der Straße, anders als früher aber nicht mehr kritisch, sondern entweder nihilistisch oder gar hedonistisch preisend. Dabei stehen sie allerdings in der Tradition der Musik aus Südkalifornien von den Beach Boys, den Eagles oder Jefferson Airplane. Alle Gruppen besangen vor allem den hedonistischen Lebensstil, Geld und Frauen, nur dass die früheren Gruppen nicht aus dem von Gangs geprägten Stadtteil Compton kamen.

In dem Song Dopeman kommt die Zeile Don't get high off your own supply vor. Dabei handelt es sich um ein berühmtes Filmzitat aus dem Thriller Scarface des Regisseurs Brian De Palma mit Schauspieler Al Pacino von 1983. Das Zitat bezieht sich auf den Ratschlag, als Dealer niemals abhängig von den eigenen verkauften Drogen zu werden. Der Film Scarface nahm in den 1980er Jahren einen großen stilistischen Einfluss auf die amerikanische HipHop-Kultur, etwa das darin propagierte Männerbild und das Streben nach großem Reichtum, oftmals mit illegalen Mitteln.

Produktion

Dr. Dre, Eazy-E und DJ Yella übernahmen den Großteil der Produktion des Albums. Musikalisch hat das Album wenig gemeinsam mit Dres früheren schnellen, elektronischen Upbeat-geprägten Veröffentlichungen in der World Class Wreckin’ Cru. Straight Outta Compton ist musikalisch wesentlich langsamer, dunkler und mit starken Funk-Einflüssen, eingebettet in eine Soundcollage aus Schüssen, Sirenen, Autogeräuschen, Schreien und Flüchen. Außerdem wurde eine große Anzahl anderer Lieder für die Produktion der Beats gesampelt.

Covergestaltung

Das Albumcover zeigt die Bandmitglieder im Kreis stehend aus der Froschperspektive, wobei Eazy-E eine Pistole auf den Betrachter richtet.[1] Im oberen Teil des Bildes steht der Bandname „N.W.A“ in Rot und am unteren Rand der Titel Straight Outta Compton in Weiß.

Wiederveröffentlichungen

Am 24. September 2002 erschien das Album überarbeitet erneut in den USA, diesmal mit vier Bonustracks. 2007 wurde Straight Outta Compton nochmals mit fünf anderen Bonustiteln wiederveröffentlicht.

Titelliste

01. Straight Outta Compton (Eazy-E/Ice Cube/MC Ren) – 4:19

02. Fuck tha Police (Ice Cube/MC Ren/Eazy-E/Dr. Dre) – 5:45

03. Gangsta Gangsta (Eazy-E/Ice Cube/MC Ren) – 5:36

04. If It Ain’t Ruff (MC Ren) – 3:34

05. Parental Discretion Iz Advised (The D.O.C./Dr.Dre/Eazy-E/Ice Cube/MC Ren) – 5:16

06. 8 Ball [Remix] (Eazy-E) – 4:52

07. Something Like That (MC Ren/Dr. Dre) – 3:35

08. Express Yourself (Dr. Dre; enthält Samples aus Express Yourself von Charles Wright & the Watts 103rd Street Rhythm Band) – 4:25

09. Compton’s n the House [Remix] (MC Ren/Dr. Dre) – 5:20

10. I Ain’t tha 1 (Ice Cube) – 4:54

11. Dopeman [Remix] (Ice Cube) – 5:20

12. Quiet on tha Set (MC Ren) – 3:59

13. Something 2 Dance 2 (The Arabian Prince/Dr. Dre) – 3:32

Bonustracks der Veröffentlichung von 2002

14. Express Yourself (Extended Mix) – 4:42

15. Bonus Beats – 3:03

16. Straight Outta Compton (Extended Mix) – 4:53

17. A Bitch Iz a Bitch – 3:10

Bonustracks der Veröffentlichung von 2007

14. Fuck tha Police (Tribute-Remix) – 5:02

15. Gangsta Gangsta (Tribute-Remix) – 4:39

16. Dopeman (Tribute-Remix) – 4:01

17. If It Ain’t Ruff (Tribute-Remix) – 3:44

18. Compton’s in the House (live) – 2:02

Charterfolge und Singles

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[2][3]
Straight Outta Compton
 DE3628.08.2015(5 Wo.)
 AT5511.09.2015(3 Wo.)
 CH6606.09.2015(5 Wo.)
 UK3530.09.1989(14 Wo.)
 US404.03.1989(110 Wo.)
Singles[4][5][6][7]
Express Yourself
 UK2609.09.1989(9 Wo.)
Gangsta Gangsta
 UK7001.09.1990(2 Wo.)
Straight Outta Compton
 UK6610.09.2015(3 Wo.)
 US3805.09.2015(2 Wo.)
Fuck tha Police
 UK9717.09.2015(1 Wo.)

Straight Outta Compton erreichte in den US-Charts mit Platz 37 die Höchstposition.[8] Außerdem konnte sich das Album in Großbritannien[3], Irland (#20, 8 Wochen)[9] und Neuseeland (#43, 4 Wochen)[10] in den Charts platzieren.

Als Singles wurden der Titeltrack Straight Outta Compton[5] sowie Gangsta Gangsta[6] und Express Yourself[7] ausgekoppelt.

Nach Veröffentlichung des gleichnamigen Films Straight Outta Compton, der sich mit der Geschichte von N.W.A befasst, stieg das Album im Jahr 2015 erneut in die US-Charts ein und erreichte Platz 4.[11] Auch in Deutschland (Rang 36), Österreich und der Schweiz erreichte Straight Outta Compton infolgedessen die Charts.[12]

Verkaufszahlen und Auszeichnungen

Die Verkäufe von Straight Outta Compton belaufen sich weltweit auf etwa 3,5 Millionen.[13] Allein in den USA verkaufte sich das Album über drei Millionen Mal und erhielt demzufolge dort eine dreifache Platin-Schallplatte.[14]

Rezeption

Professionelle Bewertungen
Kritiken
QuelleBewertung
laut.de[15]
Rolling Stone[16]
allmusic[17]

Der Rolling Stone führte Straight Outta Compton im Jahr 2012 auf Platz 144 seiner Liste der 500 besten Alben aller Zeiten.[18]

Beim Online-Magazin laut.de wurde das Album in der Kolumne Meilensteine rückblickend mit fünf von fünf möglichen Punkten bewertet. Die Rezensentin Dani Fromm schreibt, Straight Outta Compton gehöre „zweieinhalb Jahrzehnte nach seiner Veröffentlichung […] unbestritten zu den Platten, die man kennen muss, wenn man in der Kopfnicker-Gemeinde nicht ausgelacht werden möchte.“ Vor allem „die rohe Kraft, die in den ungeschönten Worten und den drastisch-plastischen Schilderungen steckt“ sowie „die Frische der Beats“ fasziniere ungebrochen. Inhaltlich kredenze das Album „den ganz alltäglichen Wahnsinns-Cocktail aus Diskriminierung, Drogen, Gewalt und Sex.“[15]

Einzelnachweise

  1. Matthew Bath: The 25 best album covers. digitalartsonline.co.uk, 14. Juni 2004, abgerufen am 6. Januar 2017.
  2. Quellen Chartplatzierungen: US / NZ / IR, abgerufen am 8. Dezember 2011.
  3. a b Straight Outta Compton (Album) in den Official UK Charts (englisch)
  4. Alben und Singles der N.W.A. in den Official UK Charts (englisch)
  5. a b Express Yourself in den Official UK Charts (englisch)
  6. a b Gangsta Gangsta in den Official UK Charts (englisch)
  7. a b Straight Outta Compton in den Official UK Charts (englisch)
  8. US-Charts
  9. IR-Charts
  10. NSL-Charts
  11. Chartverfolgung Straight Outta Compton bei billboard.com
  12. Chartverfolgung Straight Outta Compton bei offiziellecharts.de
  13. Weltweite Albenverkäufe Auf statisticbrain.com, 23. August 2015, Englisch. Abgerufen am 1. November 2015.
  14. RIAA: 3-fach-Platin
  15. a b laut.de: Rezension des Albums (5/5)
  16. Bewertung: Rolling Stone (Memento vom 6. November 2007 im Internet Archive)
  17. Bewertung: Straight Outta Compton bei AllMusic (englisch)
  18. Rolling Stone: Straight Outta Compton #144

Artist(s)

Veröffentlichungen von N.W.A die im OTRS erhältlich sind/waren:

Straight Outta Compton ¦ Efil4zaggin

N.W.A auf Wikipedia (oder andere Quellen):

N.W.A
NWA-Logo.png

Allgemeine Informationen
HerkunftCompton, Kalifornien, USA
Genre(s)Gangsta-Rap, Westcoast-Hip-Hop
Gründung1986
Auflösung1991
Gründungsmitglieder
Arabian Prince (bis 1988)
DJ, Rapper
Dr. Dre
Rapper
Eazy-E († 1995)
Rapper
Ice Cube (bis 1989)
Letzte Besetzung
DJ, Rapper
Dr. Dre
Rapper
Eazy-E
Rapper
MC Ren (seit 1987)
DJ
DJ Yella (seit 1987)

N.W.A (Abkürzung für Niggaz Wit Attitudes)[1][2] war eine US-amerikanische Hip-Hop-Gruppe aus Compton, Kalifornien. Die Gründungsmitglieder waren Arabian Prince, Dr. Dre, Eazy-E und Ice Cube, später kamen DJ Yella sowie MC Ren dazu.

N.W.A trugen entscheidend zur Popularisierung des Gangsta-Raps bei und gelten als wichtige Vertreter des Westcoast-Hip-Hop. Weltweit bekannt wurden sie insbesondere durch die Lieder Dopeman sowie Fuck tha Police vom Album Straight Outta Compton (1988).

2015 wurde der Film Straight Outta Compton veröffentlicht, der eine Filmbiografie von N.W.A darstellt.

Geschichte

Anfänge

Die Gruppe wurde 1986 gegründet. Die ersten Lieder wurden als 12"-Singles veröffentlicht und fanden später mit anderen Produktionen befreundeter Künstler ihren Weg auf die Kompilation N.W.A and the Posse von 1987. Erst mit dem Album Straight Outta Compton gelang ein grandioser, wenn auch erschwerter Durchbruch. Die Platte entstand in sechs Wochen, die Produktion kostete etwa 8.000 US-Dollar. Die meisten Radio-Stationen weigerten sich, das Album zu spielen, und auch MTV, das damals ein wichtiger Gatekeeper für Popkultur war, spielte keine Titel aus dem Album. Trotzdem verkauften sich über drei Millionen Exemplare. Vor allem die A-Seite begründete das Image der Band, das sowohl den Erfolg als auch eine durch die breite Öffentlichkeit getragene Verdammung der Gruppe ergab: Straight Outta Compton, Fuck tha Police und Gangsta, Gangsta. Ähnlich wie im frühen Hip-Hop beschrieb das Album das von Gangs geprägte Leben auf der Straße, anders als früher aber nicht mehr kritisch, sondern entweder nihilistisch oder gar es hedonistisch preisend. Dabei stehen sie allerdings in der Tradition der Musik aus Südkalifornien von den Beach Boys, den Eagles oder Jefferson Airplane. Alle Gruppen besangen vor allem den hedonistischen Lebensstil, Geld und Frauen, nur dass die früheren Gruppen nicht aus dem von Gangs geprägten Vorort von Los Angeles namens Compton kamen.

Ice Cube schrieb den größten Teil der Texte zu Straight Outta Compton, Dr. Dre und Yella sind als Produzenten ausgewiesen, wobei der größte Teil der Produktion wohl faktisch von Dre geleistet wurde. Musikalisch hat das Album aber wenig gemein mit Dres früheren schnellen, elektronischen Upbeat-geprägten Veröffentlichungen in der World Class Wreckin’ Cru. Straight Outta Compton ist musikalisch wesentlich langsamer, dunkler mit starken Funk-Einflüssen, eingebettet in eine Soundcollage aus Schüssen, Sirenen, Autogeräuschen, Schreien und Flüchen.

Das Album, obwohl zuerst ohne Werbung und Medienöffentlichkeit betrieben, wurde ein enormer Verkaufserfolg. Maßgeblich dafür war zuerst das Netzwerk der afroamerikanischen Community und insbesondere deren Plattenläden. Die Verkäufe entwickelten sich von Region zu Region. Gelang es erst einmal Plattenläden zu überzeugen das Album zu führen, verkaufte es sich durch Mundpropaganda fast automatisch. Es wechselte deutlich sichtbar von der afroamerikanischen in die weiße Community, wo es insbesondere bei Jugendlichen großen Anklang fand.

Kontroverse

1989 beschwerte sich das FBI mit einem Brief beim Vertrieb Priority Records, dass Fuck tha Police zur Gewalt gegen die Polizei aufrufe und forderte die Firma auf, die Platte zurückzuziehen.[3] Das Label verbreitete den Brief, woraufhin der Markterfolg neue Dimensionen erreichte. Bryan Turner von Priority Records sagt rückblickend: The [letter] was like a nuclear explosion. Once we circulated that, everybody wanted to hear the record the FBI wanted to suppress. Das Album, das bisher etwa 100.000 Exemplare verkauft hatte, kam national in die Nachrichten. MTV spielte es zwar immer noch nicht, aber dafür erschienen zahlreiche Fernsehsendungen und Zeitungsartikel über das Album. Die Verkaufszahlen verdreißigfachten sich danach.

Auflösung

Ice Cube, einer der Hauptrapper und Texter der Band, verließ die Gruppe 1989. Die beiden Alben 100 Miles and Runnin’ (1990) und Niggaz 4 Life (1991, in den USA als Efil4zaggin’ erschienen) wurden ebenfalls internationale Erfolge, unter anderem durch den unterlegten G-Funk-Sound von Dr. Dre. Wegen finanzieller Streitigkeiten zwischen Eazy-E und dem Rest der Gruppe kam es 1991 schließlich zur Auflösung von N.W.A.

Nach N.W.A

Dr. Dre bildete mit Suge Knight das Label Death Row Records und veröffentlichte Alben wie The Chronic oder Snoop Doggy Doggs Doggystyle, die aufgrund des G-Funk-Sounds erfolgreich wurden. Eazy-E konnte zwar nicht an die besten Zeiten anknüpfen, aber er hatte weiterhin Erfolg. Auf The Chronic und Doggystyle beleidigten (dissten) Snoop und Dre Eazy-E, woraufhin dieser mit dem Album It’s On (Dr. Dre) 187um Killa (187 ist der Polizeicode für Mord) mit den Tracks Real Muthaphuckkin G's und It’s On konterte. Nach der Trennung startete Dr. Dre als Produzent für andere Rapper, darunter Snoop Doggy Dogg und Eminem. Ice Cube war erfolgreich als Rapper und Schauspieler. Eazy-E starb 1995 an den Folgen von AIDS. Die sehr expliziten und häufig nihilistischen Lyrics der N.W.A-Spätphase dienten, insbesondere an der Westküste, vielen Rappern als Vorbild. Auch auf die Ostküste haben die Inhalte der Texte eine gewisse Auswirkung gehabt. The D.O.C. brachte sein Album No One Can Do It Better heraus. Nach dem Album hatte er einen Autounfall, welcher seine Stimme erheblich schädigte.

Würdigung

N.W.A waren das zentrale Element einer ganzen Reihe von unbekannteren Hip-Hop-Bands, die bei der Plattenfirma Ruthless Records unter Vertrag waren, darunter King T, CPO, Above the Law und Kokane. N.W.A war eine der ersten Gangsta-Rap-Gruppen. Als Vorreiter des Gangsta Raps wird darüber hinaus vor allem auch Schoolly D angesehen. Viele Künstler aus diesem Bereich ziehen ihren Einfluss aus dem Straight Outta Compton-Album. Die Texte von Ice Cube und MC Ren sind nicht genretypisch, sie deuteten das Genre erst. Die Qualität des Rap-Stils (besser gesagt des MCings) der einzelnen N.W.A-Mitglieder war insbesondere in der Anfangszeit sehr unterschiedlich. Im Vergleich zu den großen MCs der Ostküste, die insbesondere in der zweiten Hälfte der 1980er die Qualität der Lyrics und des Flows stark verbesserten, klingen insbesondere die Releases aus der Anfangszeit der Gruppe ('88 und früher) noch qualitativ sehr einfach. Vielmehr machte die explizite Ausdrucksweise auf die Gruppe aufmerksam und die Energie und Wut mit der Ice Cube seine Texte vortrug. Insbesondere während seiner Solokarriere entwickelte sich Ice Cube zu einem, auch an der Ostküste, angesehenen MC. MC Rens Solokarriere nahm, trotz bemerkenswerter Fähigkeiten, hingegen nie Fahrt auf. Bei Dr. Dre und Eazy-E ist zu erwähnen, dass beide den Großteil ihrer Lyrics nicht selbst geschrieben haben. Während anfangs vor allem Ice Cube Ghostwriter war, übernahm später hauptsächlich der befreundete Rapper The D.O.C. diese Rolle. Nach dem N.W.A-Split wechselte er mit Dr. Dre zusammen zu Death Row Records und schrieb einen Großteil der Lyrics für The Chronic.

2016 wurden N.W.A. in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Die Gruppe ist nach Grandmaster Flash & the Furious Five (2007), Run-D.M.C. (2009), Beastie Boys (2012) und Public Enemy (2013) erst der fünfte Hip Hop-Act, dem diese Ehrung zuteilwurde.[4]

Mitglieder

Diskografie

Studioalben

JahrTitelHöchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[5]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DEAT ATCH CHUK UKUS US
1988Straight Outta ComptonDE361
(5 Wo.)DE
AT551
(3 Wo.)AT
CH661
(5 Wo.)CH
UK352
Platin
Platin

(14 Wo.)UK
US43
Dreifachplatin
×3
Dreifachplatin

(110 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 9. August 1988
Verkäufe: + 3.300.000
1991Niggaz4LifeUK25
Silber
Silber

(2 Wo.)UK
US1
Platin
Platin

(44 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 28. Mai 1991
Verkäufe: + 2.210.000
1 Straight Outta Compton erreichte die Charts in Deutschland, Österreich und der Schweiz erst nach Veröffentlichung des gleichnamigen Films im Jahr 2015.
2 Straight Outta Compton erreichte die Höchstposition im Vereinigten Königreich erst im Jahr 2003. 1989 war es auf Platz 41 gewesen.
3 Straight Outta Compton erreichte die Höchstposition in den Vereinigten Staaten erst nach Veröffentlichung des gleichnamigen Films im Jahr 2015. 1989 war es auf Platz 37 gewesen.

Kompilationen

JahrTitelHöchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[5]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DEAT ATCH CHUK UKUS US
1987N.W.A. and the PosseUS
Gold
Gold
US
Erstveröffentlichung: 6. November 1987
Verkäufe: + 500.000
1996Greatest HitsUK494
Gold
Gold

(5 Wo.)UK
US48
Gold
Gold

(13 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 2. Juli 1996
Verkäufe: + 600.000
1999The NWA Legacy, Vol. 1: 1988–1998US77
Platin
Platin

(8 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 23. März 1999
Verkäufe: + 1.000.000
2002The NWA Legacy, Vol. 2US154
(2 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 27. August 2002
2006The Best of N.W.A:
The Strength of Street Knowledge
UK
Gold
Gold
UK
US72
(7 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 26. Dezember 2006
Verkäufe: + 100.000
2008N.W.A and Their Family Tree
Erstveröffentlichung: 30. September 2008
4 Greatest Hits erreichte die Höchstposition im Vereinigten Königreich erst im Jahr 2015. 1996 war es auf Platz 56 gewesen.

EPs

JahrTitelHöchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[5]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DEAT ATCH CHUK UKUS US
1987Panic Zone
Erstveröffentlichung: 13. August 1987
1990100 Miles and Runnin’UK38
(4 Wo.)UK
US27
Platin
Platin

(25 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 14. August 1990
Verkäufe: + 1.000.000

Singles

JahrTitel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[5]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DEAT ATCH CHUK UKUS US
1988Straight Outta Compton
Straight Outta Compton
UK665
Gold
Gold

(3 Wo.)UK
US385
Platin
Platin

(2 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 10. Juli 1988
Verkäufe: + 1.400.000
Gangsta Gangsta
Straight Outta Compton
UK70
(2 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 5. September 1988
1989Express Yourself
Straight Outta Compton
UK26
Silber
Silber

(9 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 27. März 1989
Verkäufe: + 200.000
1991Appetite for Destruction
Niggaz4Life
Erstveröffentlichung: 1991
Alwayz into Somethin’
Niggaz4Life
UK60
(2 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 15. April 1991
feat. Admiral D.
1999Chin Check
Soundtrack zum Film Next Friday
Erstveröffentlichung: 23. August 1999
feat. Snoop Dogg
Folgende Lieder erschienen nicht als Single, wurden aber durch das Album zu Download und Streaming bereitgestellt und konnten somit eine Platzierung erlangen:
2015Fuck tha Police
Straight Outta Compton
UK97
Silber
Silber

(1 Wo.)UK
Verkäufe: + 200.000
5 Straight Outta Compton erreichte die Charts im Vereinigten Königreich und in den Vereinigten Staaten erst nach Veröffentlichung des gleichnamigen Films im Jahr 2015

Videoalben

JahrTitelAnmerkungen
1992Niggaz4Life: The Only Home VideoErstveröffentlichung: 2. November 1992

Statistik

Chartauswertung

DE DEAT ATCH CHUK UKUS US
Nummer-eins-AlbenDEDEATATCHCHUKUKUS1US
Top-10-AlbenDEDEATATCHCHUKUKUS2US
Alben in den ChartsDE1DEAT1ATCH1CHUK4UKUS7US
DE DEAT ATCH CHUK UKUS US
Nummer-eins-SinglesDEDEATATCHCHUKUKUSUS
Top-10-SinglesDEDEATATCHCHUKUKUSUS
Singles in den ChartsDEDEATATCHCHUK5UKUS1US

Auszeichnungen für Musikverkäufe

Goldene Schallplatte

  • KanadaKanada Kanada
    • 1999: für das Album Greatest Hits
    • 2003: für das Album The NWA Legacy, Vol. 1: 1988–1998
    • 2016: für das Lied Fuck tha Police

Anmerkung: Auszeichnungen in Ländern aus den Charttabellen bzw. Chartboxen sind in ebendiesen zu finden.

Land/RegionAus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Auszeichnungen, Verkäufe, Quellen)
Silver record icon.svg SilberGold record icon.svg GoldPlatinum record icon.svg PlatinVer­käu­feQuel­len
Kanada (MC) Kanada (MC)0! SGold record icon.svg 3× Gold30! P140.000musiccanada.com
Vereinigte Staaten (RIAA) Vereinigte Staaten (RIAA)0! SGold record icon.svg 2× Gold2Platinum record icon.svg 7× Platin77.500.000riaa.com
Vereinigtes Königreich (BPI) Vereinigtes Königreich (BPI)Silver record icon.svg 3× Silber3Gold record icon.svg 3× Gold3Platinum record icon.svg Platin11.360.000bpi.co.uk
InsgesamtSilver record icon.svg 3× Silber3Gold record icon.svg 8× Gold8Platinum record icon.svg 8× Platin8

Quellen

  1. Potter, Russell A. Spectacular Vernaculars: Hip-Hop and the Politics of Postmodernism. State University of New York Press, 1995. p50. ISBN 0-7914-2626-2
  2. Ice Cube produces N.W.A biopic
  3. Steve Hochman: FBI Claims Song by N.W.A. Advocates Violence on Police In: Los Angeles Times, 5. Oktober 1989. Abgerufen am 24. Juli 2015
  4. Inductees 2016
  5. a b c d Chartquellen: DE AT CH UK US

Weblinks

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