Nick Drake ¦ Five Leaves Left

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LP (Album, Gatefold)

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GTIN: 0602537347568 Artist: Genres & Stile: ,

Zusätzliche Information

Format

Inhalt

,

Serie

Release

Veröffentlichung Five Leaves Left:

Hörbeispiel(e) Five Leaves Left:

Five Leaves Left auf Wikipedia (oder andere Quellen):

Five Leaves Left
Studioalbum von Nick Drake

Veröffent-
lichung(en)

3. September 1969

Label(s)Island Records

Format(e)

LP, CD, MC

Genre(s)

Folk, Baroque Folk

Titel (Anzahl)

10

Laufzeit

41:43

Besetzung

Produktion

Joe Boyd

Studio(s)

Sound Techniques, London

Chronologie
Five Leaves LeftBryter Layter
(1970)

Five Leaves Left ist das Debütalbum des britischen Folksängers Nick Drake. Es erschien 1969 auf dem Label Island Records.

Der Titel bedeutet auf deutsch „Fünf Blätter übrig“; das ist eine Aufschrift in Zigarettenpapier-Päckchen der Marke Rizla, die darauf hinweist, dass die Blättchen zur Neige gehen. Der Albumtitel zitiert zwar die Markierungsblättchen, wurde später jedoch auch als düstere Prophezeiung (Drake starb fünf Jahre nach Veröffentlichung) gedeutet.

Hintergrund

Nick Drake spielte sein Debütalbum zwischen Juni 1968 und Juli 1969 in London ein. Begleitet wurde er im Studio unter anderem von dem Jazz-Musiker Danny Thompson, dem befreundeten Richard Thompson, damaliges Mitglied von Fairport Convention, sowie von Tristan Fry, der zuvor dem London Symphony Orchestra angehörte und Jahre später Mitgründer der Band Sky war. Produziert wurde Five Leaves Left von Joe Boyd, welcher auch mit Fairport Convention und The Incredible String Band zusammenarbeitete. Als Toningenieur fungierte bei den Aufnahmen John Wood, der 1971 Drakes drittes und letztes Album Pink Moon produzieren sollte. Das Erstlingswerk verbindet Folk mit Kammermusik. Robert Kirby und Harry Robinson waren für die Arrangements von Violoncello und Kontrabass zuständig.

Rezeption

QuelleBewertung
Allmusic[1]
Pitchfork Media[2]

Das Album gilt, wie alle drei Alben von Nick Drake, als Klassiker der Musikgeschichte und taucht in vielen Bestenlisten von Musikmagazinen auf; etwa in der Liste der 500 besten Alben aller Zeiten des Rolling Stone in der deutschen Ausgabe – als Drakes bestplatziertes Album – auf Platz 68 und in der US-amerikanischen Version auf Platz 283.[3]

„Drakes jünglingshaft gehauchter Gesang und seine idiosynkratischen, feinnervigen Lieder bleiben einzigartig. Kommerziell war „Five Leaves Left“ freilich ein Fehlschlag.“

Rolling Stone, 2004[3]

Auch in ähnlichen Listen anderer Musikmagazine erreichte es vordere Plätze, darunter Platz 45 der „100 besten Alben 1969–2009“ (Musikexpress) oder Platz 61 der 200 besten Alben der 1960er Jahre von Pitchfork Media.[4] Die Zeitschrift New Musical Express wählte Five Leaves Left 2003 auf Platz 64 der 100 besten Alben und 2013 auf Platz 258 der 500 besten Alben aller Zeiten.[5] In der Auswahl der 200 besten Alben aller Zeiten des Magazins Uncut belegt Five Leaves Left Platz 183.[6]

Zudem wurde das Debütalbum wie auch seine Nachfolger in die 1001 Albums You Must Hear Before You Die aufgenommen.

Titelliste

Alle Songs stammen aus der Feder von Nick Drake.

Seite 1

1. Time Has Told Me – 4:27
2. River Man – 4:21
3. Three Hours – 6:16
4. Way to Blue – 3:11
5. Day Is Done – 2:29

Seite 2

6. Cello Song – 4:49
7. The Thoughts of Mary Jane – 3:22
8. Man in a Shed – 3:55
9. Fruit Tree – 4:50
10. Saturday Sun – 4:03

Coverversionen

Viele Titel des Albums wurden im Laufe der Zeit von anderen Interpreten gecovert;[7][8] darunter so namhafte wie Elton John oder Norah Jones. Die Aufnahmen von Elton John stammen allerdings aus dem Jahre 1970, als Elton John noch relativ unbekannt war. Er bekam die Demos von Produzent Joe Boyd, der die Kompositionen von Drake bekannter machen wollte.[9]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Review von Ned Raggett auf AllMusic.com (abgerufen am 1. Dezember 2016)
  2. Review von Jayson Greene auf Pitchfork.com (abgerufen am 1. Dezember 2016)
  3. a b S. 17 im entsprechenden Sonderheft
  4. The 200 Best Albums of the 1960s auf pitchfork.com, abgerufen am 11. Oktober 2017
  5. The 500 Greatest Albums Of All Time auf nme.com, abgerufen am 11. Oktober 2017
  6. Uncut: 200 Greatest Albums Of All Time auf rateyourmusic.com, aus: Uncut 02/2016 (abgerufen am 15. September 2018)
  7. "In Search of a Master – In Search of a Slave. A Tribute to Nick Drake"
  8. Nick Drake Sessions (Memento vom 17. Januar 2010 im Internet Archive)
  9. www.mp3.com – Elton John – 1968 Nick Drake Session (Memento vom 16. Januar 2010 im Internet Archive)

Artist(s)

Veröffentlichungen von Nick Drake die im OTRS erhältlich sind/waren:

Five Leaves Left ¦ Bryter Layter ¦ Pink Moon ¦ A Treasury

Nick Drake auf Wikipedia (oder andere Quellen):

Nicholas Rodney Drake (* 19. Juni 1948 in Rangun, Birma; † 25. November 1974 in Tanworth-in-Arden nahe Coventry) war ein britischer Gitarrist, Sänger und Songwriter.

Leben und Werk

Nick Drake begann als Privatschüler am Marlborough College in Marlborough (Wiltshire), Songs zu schreiben und auf der akustischen Gitarre zu spielen. Wenig später unterschrieb er einen ihm angebotenen Plattenvertrag. Bevor er mit 26 Jahren starb, nahm er drei heute als legendär bezeichnete Alben auf.

1969 erschien das Debüt Five Leaves Left. Das Album enthält zehn sparsam instrumentierte, melancholische Songs. Obwohl von Kritikern gelobt, blieb es kommerziell erfolglos. Der Titel des Albums zitiert das Markierungsblättchen in Zigarettenpapierschachteln, wurde jedoch auch als düstere Prophezeiung (Drake starb fünf Jahre nach Veröffentlichung) verstanden. 1970 nahm Drake Bryter Layter auf. Produzent Joe Boyd versah das Album mit einem Orchesterintro und Drakes Songs mit entsprechenden Arrangements – ohne allerdings den Erfolg steigern zu können. Boyd nannte Bryter Layter Drakes einziges perfektes Album.

Drakes Grab in Tanworth-in-Arden

Drake wurde zunehmend depressiv. Er brach sein Studium in Cambridge ab, bevor er 1972 in nur zwei Nächten das Album Pink Moon einspielte. Auf dem auf eigenen Wunsch nicht arrangierten, schnörkellosen Album sind nur sein Gesang, seine Gitarre und ein paar selbst eingespielte Klaviertöne zu hören.

Seine Depression nahm nach der Veröffentlichung von Pink Moon weiter zu. Auch ein Krankenhausaufenthalt konnte Drake nicht entscheidend helfen. Im Februar 1974 nahm Drake vier letzte Songs auf, die erst postum auf Time of No Reply veröffentlicht wurden.

Am 25. November 1974 wurde Nick Drake tot in seinem Bett aufgefunden. Er starb an einer Überdosis Antidepressiva im Alter von 26 Jahren. Sein Tod hat Anlass zu verschiedenen Spekulationen gegeben, die von falscher Verschreibungsdosis durch den Arzt, Unfall bis hin zu Suizid reichen.[1]

Nick war der jüngere Bruder von Gabrielle Drake, der britischen Schauspielerin, die durch die britische Science-Fiction-Fernsehserie UFO größeren Bekanntheitsgrad erlangte.

Rezeption

Nick Drake Gemälde (2007)

Obwohl Nick Drake zeitlebens allenfalls als Insider-Tipp der Folk-Szene galt und einem breiteren Publikum unbekannt blieb, bezeichnen ihn so unterschiedliche Musiker und Bands wie Elton John (der bei Probeaufnahmen Drakes als junger Studiomusiker anwesend war), R.E.M. und Norah Jones als einflussreich und bedeutend für ihr eigenes Schaffen. Er inspirierte Gitarristen wie Jimmy Page, John Martyn oder Rich Robinson durch die Verwendung einer Vielzahl ungewöhnlicher Skordaturen[2], die dem Instrument neue Klangräume erschlossen (die bei Drakes frühen Auftritten allerdings zum Problem wurden: Er musste ständig seine Gitarre umstimmen, wodurch er sich dem Unwillen des Publikums aussetzte).

Als Chris Blackwell im Jahr 1989 Island Records an PolyGram verkaufte, war eine der Bedingungen des Vertrages, dass Nick Drakes Alben weiterhin ohne Unterbrechung erhältlich bleiben müssten. Zwanzig Jahre nach seinem Tod entdeckte die Filmindustrie Nick Drake. Den Anfang machte Noah Baumbachs Kicking and Screaming aus dem Jahr 1995, der Time of no reply, einen Song aus dem Nachlass Drakes, nutzte. Drake-Songs finden seither häufig Verwendung in Filmproduktionen.[3]

Erst als der Volkswagen-Konzern den Titel Pink Moon im Jahr 2000 zur Untermalung eines Werbespots einsetzte, begann sich ein größeres Publikum für seine Musik zu interessieren. US-Schauspieler Brad Pitt tat ein Übriges, als er 2002 eine Gedenksendung zu Ehren Drakes im BBC-Hörfunk moderierte. Im gleichen Jahr erschien A Skin too few, eine Dokumentation zu Drakes Leben.[4] 2004 – dreißig Jahre nach seinem Tod – kam es sogar zu zwei kleinen Hits in den britischen Single-Charts.

Alle drei Studio-Alben von Nick Drake standen auf der 2003 von der Musikzeitschrift Rolling Stone veröffentlichten Liste der 500 besten Alben aller Zeiten, die 2012er Ausgabe dieser Liste nennt nur noch Pink Moon auf Platz 321. Die drei Studioalben werden außerdem in dem Buch 1001 Albums You Must Hear Before You Die geführt.[5]

2004 veröffentlichte das Label Island Records das Album Made to Love Magic. Es wurde zusammengestellt von seiner Schwester Gabrielle, vom Tontechniker John Wood und von Robert Kirby. Zu hören sind bisher unveröffentlichte Aufnahmen aus Drakes Studienzeit in Cambridge, Outtakes zu dem Album Five Leaves Left, Kirbys Streicherarrangements für Magic und Time of No Reply, eine alte Version von Three Hours mit Rebop Kwaku Baah (Traffic, Can) an den Percussions sowie Remixes der depressiven letzten Songs aus dem Juli 1974 wie etwa Tow the Line. Ebenfalls 2004 erschien ein Album mit Coverversionen unter dem Titel Poor Boy: Songs of Nick Drake, unter anderem mit Beiträgen von und Robin Holcomb. Am 19. Juni 2007 brachte Tsunami LG/Fontana Family Tree mit bis dahin unveröffentlichten Aufnahmen heraus, darunter Coverversionen von Bob Dylan, Blind Boy Fuller und Jackson C. Frank.[6]

Zudem wird Nick Drake in den Büchern von Nick Hornby erwähnt, unter anderem in dem Roman A Long Way Down, in dem es um die Geschichte von vier potentiellen Freitod-Kandidaten geht. Dort sagt eine der Protagonistinnen über Nick Drake: „Aber mir geht es so wie ihm hier, und so was würden sie im Radio nie spielen, denn Menschen, die so traurig sind, passen nicht ins Programm.“[7]

Der Jazzpianist Brad Mehldau nahm viele Stücke Drakes, z. B. River Man, Day is Done und Things behind the Sun in sein Repertoire auf und spielt diese im Trio oder Solo als Instrumentalversion, wodurch sie in einem sehr unterschiedlichen Hörerkreis an Bekanntheit gewannen. Nick Smart legte ein Tributalbum vor.

Die A-cappella-Gruppe Swingle Singers arrangierte 2009 den Song River Man für das Album Ferris Wheels.

Diskografie

Alben

JahrTitelHöchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartsChartplatzierungen[8][9]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
UK UK
1969Five Leaves LeftUK
Gold
Gold
UK
Erstveröffentlichung: 1969
Erstes Studioalbum
1970Bryter LayterUK
Gold
Gold
UK
Erstveröffentlichung: 1970
Zweites Studioalbum
1971Nick Drake
Erstveröffentlichung: 1971
Kompilation
1972Pink MoonUK
Gold
Gold
UK
Erstveröffentlichung: 1972
Drittes und letztes Studioalbum
1979Fruit Tree
Erstveröffentlichung: 1979
Kompilation; Erste posthume Veröffentlichung, erweiterte Neuauflagen 1986 und 2007
1985Heaven in a Wild Flower
Erstveröffentlichung: 1985
Kompilation
1986Time of No Reply
Erstveröffentlichung: 1986
Kompilation
1994Way to Blue – Intro ToUK
Gold
Gold
UK
Erstveröffentlichung: 1994
Kompilation
2004A TreasuryUK
Silber
Silber
UK
Erstveröffentlichung: 1994
Kompilation
Made to Love MagicUK27
(3 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 2004
Kompilation
2005Time Has Told Me
Erstveröffentlichung: 2005
Kompilation
2007Family Tree
Erstveröffentlichung: 2007
Kompilation
Under Review
Erstveröffentlichung: 2007
Kompilation
2013Tuck Box
Erstveröffentlichung: 2013
Kompilation
2014A Day Gone By
Erstveröffentlichung: 2014
Kompilation

Singles

JahrTitel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartsChartplatzierungen[8]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
UK UK
2004Magic
Made to Love Magic
UK32
(2 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 2004
River Man
Made to Love Magic
UK48
(2 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 2004

Literatur

  • Joe Boyd: White Bicycles: Making Music in the 1960s. Serpent’s Tail, 2006, ISBN 1-85242-910-0.
  • Trevor Dann: Darker Than the Deepest Sea: The Search for Nick Drake. Da Capo Press, 2006, ISBN 0-306-81520-6.
  • Patrick Humphries: Nick Drake: The Biography. Bloomsbury USA, 1997, ISBN 1-58234-035-8.
  • Henry Chartier, Nick Drake: L’Abécédaire. Le Bord de l’eau, Paris, 2008, ISBN 978-2-35687-002-5.
  • Nick Drake, Gabrielle Drake: Remembered For A While. John Murray Publishers, 2014, ISBN 978-1-44479-259-1.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Eine Zusammenfassung der möglichen Umstände seines Todes (auch unter Beachtung von Biografien zu Drake) liefert die Website The Death of Nick Drake (englisch, letzter Zugriff: 13. Februar 2012).
  2. Vgl. Archivierte Kopie (Memento vom 9. April 2009 im Internet Archive)
  3. http://www.imdb.com/name/nm0236979/?ref_=nmbio_bio_nm
  4. http://www.imdb.com/title/tt0264013/?ref_=ttpl_pl_tt
  5. 1001 Albums You Must Hear Before You Die
  6. Dusted Reviews: Nick Drake – Family Tree
  7. Nick Hornby: A long Way down. Droemer Knaur, München 2006, S. 232.
  8. a b Chartquellen: UK
  9. Auszeichnungen für Musikverkäufe: UK

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