Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys

Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys auf dem Free&Easy Festival 2019
Allgemeine Informationen
HerkunftAugsburg/München, Deutschland[1]
Genre(s)Italo-Schlager, Italo Pop
Gründung2016 als Roberto Bianco & Die Abbrunzati Boys
Websitewww.abbrunzatissima.de
Aktuelle Besetzung
Roy Bianco
Die Abbrunzati Boys
Ralph Rubin
Eisensepp
Bungo Jonas
Blechkofler

Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys ist eine Italo-Schlager-Band aus Augsburg und München, die bis kurz vor der Veröffentlichung ihres Debütalbums Greatest Hits im März 2020 unter dem Namen Roberto Bianco & Die Abbrunzati Boys aktiv war.

Geschichte

Die Gruppe verkörpert satirisch das straffe Konzept einer seit 1982 existierenden Schlagerband aus Italien. Dieses Konzept spiegelt sich in einer Bandbiographie wider, welche durch die beiden Frontmänner Roy Bianco und Die Abbrunzati Boys seit der „Neugründung“ im Jahr 2016 konsequent nach außen vertreten wird.[2] Laut dieser Biographie wurde die Gruppe 1982 von Roy Bianco (Gesang) und Die Abbrunzati Boys (Gitarre, Gesang) in Sirmione am Gardasee gegründet. Internationale Bekanntheit erreichte man demnach erstmals mit der Auszeichnung zum besten Nachwuchskünstler beim Internationalen Schlagerfestival in Rio de Janeiro 1984, einem angeblichen Nachfolger der Deutschen Schlager-Festspiele. Im selben Zeitraum lernten die beiden Frontmänner auch die künftigen Mitglieder ihrer Showband kennen, mit welchen Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys herkömmlicherweise live auftreten. Nach fast zwanzig Jahren Pause aufgrund der „Auflösung“ 1997, gab man im Sommer 2016 das unerwartete „Comeback“ bekannt.[3][4]

Seit der Veröffentlichung des ersten und eigens produzierten Tonträgers Lieder, für immer am 26. Mai 2018 erfreuen sich Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys im ganzen deutschsprachigen Raum eines wachsenden Bekanntheitsgrades.[5] Die Band war in den Jahren 2018 und 2019 bereits auf mehreren überregionalen Musikfestivals wie dem MS Dockville,[6] dem Free & Easy Festival,[7] dem Appletree Garden Festival[8], dem Obstwiesenfestival und dem Modular Festival[9] vertreten und am 15. November 2019 beim Weltrekord der 72-Stunden Live-Sendung von das schaffst du nie! auf ARD-alpha zu Gast.[10]

Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys unterschrieben 2019 bei RCA Records, einem Sublabel von Sony Music Entertainment, ihren ersten Plattenvertrag. Das Debütalbum Greatest Hits wurde gemeinsam mit dem österreichischen Produzenten Zebo Adam in Wien und Graz aufgenommen[11] und erschien am 20. März 2020.[12][13] Die gleichnamige Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz wurde aufgrund der COVID-19-Pandemie verschoben.

Am 7. Mai 2021 gab das Musiklabel Electrola, ein Sublabel der Universal Music Group, unter dem Motto „Forza Italo Pop 2021“ den Abschluss eines Vertrags und somit den Wechsel der Gruppe von Sony Music zur Universal Music Group bekannt. Aus Universal-Kreisen hieß es dazu: „Hinter der Band steckt eine hochprofessionelle Mannschaft, die es versteht, ihre Fans extrem eng an sich zu binden und über Mund-zu-Mund-Propaganda Skaleneffekte erzielt. [...] Keine Band schafft es so gut das Lebensgefühl des Italo Schlagers mit der Authentizität und Selbstverständlichkeit einer Indie-Band in Einklang zu bringen - ihre Positionierung am Markt ist dadurch einzigartig.“[14]

Am 8. April 2022 erschien das zweite Album der Gruppe mit dem Namen Mille Grazie, welches ebenfalls von Zebo Adam produziert und aufgenommen wurde.[15][16] Das Album landete vollkommen überraschend auf Platz 1 der deutschen Albumcharts und verdrängte damit die Red Hot Chili Peppers von der Spitze.[17][18]

Am 21. April 2022 begann ihre erste Tournee durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Als Tour-Support sind Mola, Nand und Tropikel Ltd mit dabei. Das erste Konzert fand in Augsburg statt.

Namensänderung

Bis März 2020 wirkte die Gruppe unter dem Namen Roberto Bianco & Die Abbrunzati Boys.

Diskografie

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[19]
Mille grazie
 DE1Template:Infobox Chartplatzierungen/Wartung/NR1-Link15.04.2022(1 Wo.)

Alben

  • 2020: Greatest Hits (Sony Music/RCA Records)
  • 2022: Mille grazie (Electrola)

EPs

  • 2018: Lieder, für immer

Singles

  • 2018: Schneeflocken in Calabria
  • 2019: Baci
  • 2019: In Palermo
  • 2020: Alitalia
  • 2020: Maranello
  • 2020: Dolce Vita
  • 2020: Capri '82
  • 2021: Amore Sul Mare
  • 2021: Giro
  • 2021: Vino Bianco (mit Mola)
  • 2021: Quanto Costa
  • 2022: Miami Beach
  • 2022: Bella Napoli
  • 2022: Brennerautobahn

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Christof Paulus: Münchner Band landet überraschend auf Platz 1 der Albumcharts. In: t-online.de. 15. April 2022, abgerufen am 3. August 2022.
  2. Jonas Otten: Amore ohne Ende: 5 Gründe dafür, warum man sich Roberto Bianco & Die Abbrunzati Boys anhören sollte Musikexpress, 9. September 2019.
  3. Miriam Zissler: Roberto Bianco & Die Abbrunzati Boys singen italienische Hits aus Augsburg Augsburger Allgemeine, 29. Dezember 2019.
  4. Anna Weiß: Vergangenheit in Pastell Süddeutsche Zeitung, 23. März 2020.
  5. Mamma mia! Die Gondolieri der Liebe gehen steil! Neue Szene, 28. Oktober 2019.
  6. MS Dockville Festival 2019
  7. Free&Easy Festival 2019
  8. Appletree Garden 2019
  9. Modular Festival 2018
  10. Der 72h Talkshow-Weltrekord mit Roberto Bianco & Die Abbrunzati Boys - Das schaffst du nie! ARD Mediathek, 15. November 2019.
  11. Miriam Zissler: Roberto Bianco & Die Abbrunzati Boys singen italienische Hits aus Augsburg Augsburger Allgemeine, 29. Dezember 2019.
  12. Alexander Moritz: Italo-Kitsch gegen die Corona-Krise Deutschlandfunk, 21. März 2020.
  13. Robert Fröwein: KW 12 - Die wichtigsten Neuerscheinungen der Woche Kronenzeitung, 20. März 2020.
  14. Electrola angelt sich Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys Musikwoche, 7. Mai 2021.
  15. Mille Grazie (Album). Abgerufen am 16. April 2022.
  16. Deutsche Vita – Was macht Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys so gut? 7. April 2022, abgerufen am 16. April 2022 (deutsch).
  17. Münchner landen mit Album überraschend auf Platz 1. Abgerufen am 16. April 2022.
  18. Charts KW 16: Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys top. Abgerufen am 16. April 2022.
  19. Chartquellen: Deutschland