Simon & Garfunkel ‎¦ Bridge Over Troubled Water

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CD (Album)

Nicht vorrätig

GTIN: 5099749508422 Artist: Genres & Stile: , ,

Zusätzliche Information

Format

Inhalt

Ausgabe

Release

Veröffentlichung Bridge Over Troubled Water:

1970

Hörbeispiel(e) Bridge Over Troubled Water:

Bridge Over Troubled Water auf Wikipedia (oder andere Quellen):

Bridge over Troubled Water
Studioalbum von Simon and Garfunkel

Veröffent-
lichung(en)

1970

Label(s)Columbia Records

Format(e)

LP, CD

Genre(s)

Folk-Rock

Titel (Anzahl)

11

Laufzeit

36 min 29 s

BesetzungPaul Simon, Art Garfunkel, , Joe Osborn, Larry Knechtel, , Hal Blaine, ,

Produktion

Paul Simon, Arthur Garfunkel,

Chronologie
Bookends
(1968)
Bridge over Troubled WaterSimon and Garfunkel’s Greatest Hits
(1972)

Bridge over Troubled Water ist der Titel eines Albums des Folk-Rock-Duos Simon and Garfunkel von 1970 und eines darauf enthaltenen Songs. Das insgesamt fünfte Album von Simon and Garfunkel ist das letzte gemeinsame Studioalbum der zwei Musiker. Simon and Garfunkel gewannen 1971 sechs Grammy Awards in den Kategorien Album des Jahres und Beste Tonabmischung sowie für den Song Bridge over Troubled Water in den Kategorien Beste Single des Jahres, Bester Song des Jahres und Bester zeitgenössischer Song des Jahres. Das Album war vom 7. März bis 9. Mai 1970 zehn Wochen ununterbrochen an der Spitze der Billboard Top 200 Charts.[1]

Titelliste

Alle Songs geschrieben von Paul Simon, andere Autoren sind angegeben.

Seite 1

  1. Bridge over Troubled Water – 4:52
  2. El Condor Pasa (If I Could) (Englischer Text von Paul Simon. Arrangement einer peruanischen Volksmelodie aus dem 18. Jahrhundert von Jorge Milchberg) – 3:06
  3. Cecilia – 2:54
  4. Keep the Customer Satisfied – 2:33
  5. So Long, Frank Lloyd Wright – 3:47

Seite 2

  1. The Boxer – 5:08
  2. Baby Driver – 3:14
  3. The Only Living Boy in New York – 3:58
  4. Why Don’t You Write Me – 2:45
  5. Bye Bye Love (live) (Felice und Boudleaux Bryant) – 2:55
  6. Song for the Asking – 1:49
Auf späteren Ausgaben wurde der wahre Komponist Daniel Alomía Robles aufgeführt.

Erschienene Versionen

Neben der Erstveröffentlichung auf LP wurden und werden auf dem Tonträger CD verschiedene Ausstattungsvarianten angeboten:

  • Von Sony Music erschienen 1993 innerhalb der Serie Mastersound zwei Veröffentlichungen auf CD, wobei die Aufnahmen mittels des Super-Bit-Mapping-Verfahrens (SBM) digital überarbeitet und eine 24-Karat-Gold-Verspiegelung anstatt der Aluminium-Schicht aufgebracht worden waren. Von dieser Reihe gibt es zwei Versionen: eine Limited Edition in einer seitlich aufklappbaren Aufbewahrungsbox in länglicher Buchform mit eingeklebtem und vergrößertem Booklet und eine Collector’s Edition, bei der die CD-Hülle in einem Pappschuber aufbewahrt wird. Die Vorderseite des Schubers weist eine halbrunde Ausstanzung in CD-Größe auf, durch welche die Gold-Schicht des Tonträgers sichtbar ist.
  • In der Reihe Spiegel Edition – The Vinyl Classics wurde das Album auch als schwarze CD mit Vinyl-Rillenoptik auf der Labelseite veröffentlicht, die CD-Hülle steckt in einem grauen Pappschuber mit ausgestanztem Sichtfenster.
  • Des Weiteren gibt es das Album in CD-Boxen mit der Kopplung von ein bis zwei weiteren Simon-&-Garfunkel-Alben.
  • 2001 erschien die CD in remastertem Sound mit den Demoversionen von Feuilles-O und Bridge over Troubled Water als Bonustitel.
  • 2011 erschien eine 40th Anniversary Edition des Albums als Doppel-CD. Auf CD 1 findet sich das Album in remastertem Sound, aber ohne die 2001 erschienenen Bonustitel. CD 2 enthält das Album Live 1969. Eine limitierte Auflage beinhaltet zusätzlich eine Bonus-DVD mit dem TV-Special Songs of America von 1969 sowie eine Dokumentation über die Entstehung des Albums.

Verkaufszahlen und Auszeichnungen

Land/RegionAus­zeich­nungVer­käu­fe
Aus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Auszeichnung, Verkäufe)
Deutschland (BVMI) Deutschland (BVMI)Platinum record icon.svg Platin500.000
Finnland (IFPI) Finnland (IFPI)Gold record icon.svg Gold25.000
Frankreich (SNEP) Frankreich (SNEP)Platinum record icon.svg Platin300.000
Kanada (MC) Kanada (MC)Platinum record icon.svg 4× Platin400.000
Österreich (IFPI) Österreich (IFPI)Platinum record icon.svg Platin50.000
Schweiz (IFPI) Schweiz (IFPI)Gold record icon.svg Gold25.000
Vereinigte Staaten (RIAA) Vereinigte Staaten (RIAA)Platinum record icon.svg 8× Platin8.000.000
Vereinigtes Königreich (BPI) Vereinigtes Königreich (BPI)[2]Platinum record icon.svg 10× Platin3.260.000
InsgesamtGold record icon.svg 2× Gold
Platinum record icon.svg 25× Platin
12.560.000

Hauptartikel: Simon & Garfunkel/Auszeichnungen für Musikverkäufe

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Whitburn, Joel: Top Pop Albums 1955–1996. Menomonee Falls, Wisconsin: Record Research Ltd., 1996, S. 710
  2. Rob Copsey: The UK’s biggest studio albums of all time. officialcharts.com, 13. Oktober 2018, abgerufen am 9. November 2018.

Artist(s)

Veröffentlichungen von Simon & Garfunkel die im OTRS erhältlich sind/waren:

Parsley, Sage, Rosemary And Thyme ¦ Wednesday Morning, 3 A.M. ¦ Bridge Over Troubled Water ¦ Greatest Hits (Simon & Garfunkel) ¦ Bookends ¦ Simon And Garfunkel’s Greatest Hits ¦ The Concert In Central Park

Simon & Garfunkel auf Wikipedia (oder andere Quellen):

Simon & Garfunkel
Paul Simon (r.) und Art Garfunkel (1981)
Paul Simon (r.) und Art Garfunkel (1981)
Allgemeine Informationen
Genre(s)Folk-Rock
Gründung1957, 1981, 2003, 2009
Auflösung1970, 1983, 2004, 2010
Websitewww.simonandgarfunkel.com
Gründungsmitglieder
Art Garfunkel
Paul Simon

Simon & Garfunkel (auch Simon and Garfunkel) war ein US-amerikanisches Folk-Rock-Duo, das im Jahre 1957 von den Schülern Paul Simon und Art Garfunkel gegründet wurde.

Geschichte

Die frühen Jahre

Paul Frederic Simon und Arthur Ira Garfunkel waren Schulfreunde und traten zunächst unter dem Pseudonym Tom & Jerry als Duo auf.

Ihre erste Single, Hey, Schoolgirl, veröffentlichten sie 1957 noch unter dem Namen Tom & Jerry. Von der Platte wurden über 150.000 Stück verkauft, womit beinahe die Top 50 erreicht wurde. Im folgenden Jahr erschien ein nach dem Duo benanntes Album, das 1967 noch einmal neu aufgelegt wurde. Diese frühen Werke waren noch eher dem Rock ’n’ Roll im Stil der Everly Brothers zuzuordnen, während sich das Duo erst in den 1960er-Jahren auf den Folk-Rock konzentrierte.

Nach einigen Fernsehauftritten und wenig erfolgreichen Plattenaufnahmen trennten Simon und Garfunkel sich zunächst wieder.[1]

In der Folgezeit veröffentlichte Paul Simon verschiedene Singles unter dem Pseudonym Jerry Landis und arbeitete kurze Zeit mit Carole King zusammen. Als Komponist war er in dieser Zeit unter dem Namen Paul Kane aktiv.

Erste Erfolge

Im Jahr 1964 fanden sich Paul Simon und Art Garfunkel wieder im Studio ein, um das Album Wednesday Morning, 3 A.M. aufzunehmen. Im Gegensatz zu den folgenden Alben waren hier die Komponisten noch weiter gestreut, so fanden sich beispielsweise eine Cover-Version von Bob Dylans Song The Times They Are a-Changin’ und zwei Traditionals. Das Cover war überwiegend in Schwarz gehalten, zeigte in der oberen Hälfte den Titel und in der unteren ein Bild von Simon und Garfunkel in der 5th Avenue Station der New Yorker U-Bahn.[2] Das ganze Album war ausschließlich mit akustischen Instrumenten aufgenommen und enthielt die erste veröffentlichte Version des späteren Hits The Sound of Silence (das zunächst den Titel The Sounds of Silence trug). Obwohl sich dieses Album deutlich besser verkaufte als sein Vorgänger, ließ auch hier der kommerzielle Durchbruch auf sich warten. Bereits mit diesem Album wurde jedoch die „Rollenverteilung“ festgelegt: Paul Simon war für die Musik zuständig, Art Garfunkel für den Gesang. Seine Stimme verleiht vielen Stücken von Simon and Garfunkel ihren unverwechselbaren Charakter.

Paul Simon verbrachte die nächsten Monate in England, wo er unter anderem innerhalb einer guten Stunde das Album The Paul Simon Songbook für die BBC einspielte, welches viele Songs enthielt, die später von Simon and Garfunkel noch einmal aufgenommen wurden. Dieses Album wurde in Großbritannien zwar auch nur mäßig verkauft, aber Paul Simon machte sich einen Namen in der englischen Folk-Szene und konnte bis zu 20 Pfund Gage pro Abend (heute ca. 200 Euro) verlangen. Simon schrieb in dieser Zeit einige Songs, die später von Simon and Garfunkel aufgenommen wurden.

Der Durchbruch

In dieser Zeit entstand unter der Leitung von Tom Wilson, der auch Wednesday Morning, 3 A.M. produziert hatte, eine überarbeitete Fassung des Lieds The Sounds of Silence: Die bereits vorhandene akustische Version (mit Konzertgitarre und Westerngitarren) wurde (ohne Wissen von Simon und Garfunkel) mit (zwölfsaitiger) E-Gitarre, E-Bass und Schlagzeug unterlegt bzw. „elektrifiziert“.[3] Diese Version erschien im September 1965 als Single, stand 1965 an der Spitze der amerikanischen Charts und bedeutete für Simon and Garfunkel den endgültigen Durchbruch.

Im Dezember desselben Jahres erfolgten die Aufnahmen zum Album Sounds of Silence. Dieses enthält neben der überarbeiteten Version von The Sounds of Silence auch eine Neufassung des Lieds Wednesday Morning, 3 A.M., das bereits auf dem ersten Album enthalten war – allerdings mit kleineren Änderungen im Text und zur Melodie von Davey Grahams Instrumentalstück Anji. Diese Neufassung trägt den Titel Somewhere They Can’t Find Me. Das Album wurde im März 1966 in den USA veröffentlicht. Ebenfalls enthalten war das Stück Richard Cory, das auf einem Gedicht von Edwin Arlington Robinson basiert. Die in Großbritannien erschienene Version enthielt zusätzlich das Lied Homeward Bound, das in den USA im Mai 1966 als Single herausgekommen war. Homeward Bound wurde Simon and Garfunkels erster Top-Ten-Hit in England.

Der Höhepunkt der Karriere

Langzeitwirkung des Liedes Scarborough Fair: Poster mit Blumentöpfen im Park der Gärten 2019
Simon & Garfunkel (1966)

Aufgrund des großen Erfolges begaben sich Simon & Garfunkel gleich wieder ins Studio und im November 1966 erschien das Album Parsley, Sage, Rosemary and Thyme. Diese Zeile stammt aus dem englischen Traditional Scarborough Fair, welches von Simon & Garfunkel für dieses Album neu aufgenommen und mit dem Lied Canticle unterlegt wurde. Dieses basierte wiederum auf dem von Simon schon auf The Paul Simon Songbook veröffentlichten Stück mit dem Titel The Side of a Hill. Der aus dieser Synthese entstandene Song Scarborough Fair/Canticle wird u. a. wegen des Gesangsparts zu den bedeutendsten und interessantesten Folksongs überhaupt gezählt. Das zweite außergewöhnliche Stück auf diesem Album war 7 O’Clock News/Silent Night. Hier wurde eine von Simon & Garfunkel eingespielte Version des Weihnachtsliedes Silent Night (Stille Nacht, heilige Nacht) mit der Aufnahme einer Nachrichtensendung abgemischt. Beide Songs waren von Simon & Garfunkel als künstlerischer Protest gegen den zu dieser Zeit stattfindenden Vietnamkrieg gedacht.

In dieser Zeit gaben Simon & Garfunkel viele Konzerte, auch an verschiedenen Universitäten des Landes. Aus dieser Zeit gibt es verschiedene Konzertmitschnitte, sogenannte Bootlegs, deren Tonqualität zum Teil sehr schlecht ist. Ein Konzert aus dem Jahr 1966 an der Tufts University in Boston wurde jedoch offiziell veröffentlicht und einige Stücke wie beispielsweise You Don’t Know Where Your Interest Lies waren lange Zeit nur auf diesem Album verfügbar, bis Ende der 1990er-Jahre auch viele alte Aufnahmen neu aufgelegt wurden.

Im Frühjahr 1968 erschien das Soundtrack-Album The Graduate zum gleichnamigen Film (deutscher Titel: Die Reifeprüfung) mit Dustin Hoffman in der Hauptrolle. Der Titelsong Mrs. Robinson war bis dato der erste Popsong, der als Filmmusik verwendet wurde. Ursprünglich hatte der Song Mrs. Robinson nichts mit der gleichnamigen Protagonistin des Films zu tun. Der Regisseur Mike Nichols bezog zusammen mit Paul Simon noch während der Dreharbeiten den Song auf die weibliche Hauptrolle.[4][5] Mrs. Robinson ist bis heute eines der populärsten Stücke von Simon & Garfunkel. Weitere Songs auf diesem Album waren alternative Versionen bekannter Aufnahmen sowie ein Teil der Originalmusik von Dave Grusin. Sowohl für das Stück Mrs. Robinson als auch für das ganze Soundtrack-Album gab es einen Grammy.

Im Mai 1968 erschien das vierte „offizielle“ Album des Duos unter dem Titel Bookends. Neben Mrs. Robinson und dem Stück America war auf diesem Album auch der Titel Save the Life of My Child zu finden, in den wiederum eine Sequenz aus der 1966er Version von The Sound of Silence eingearbeitet wurde. Mit diesem Album stieß schließlich auch zur Band, der in den Folgejahren immer wieder als Produzent für die Veröffentlichungen des Duos verantwortlich war und auch später noch häufig mit Simon zusammenarbeitete.

Das Ende des Duos

Im Jahr 1969 erschien lediglich die Single The Boxer. Ende Januar 1970 wurde zunächst das Lied Bridge over Troubled Water veröffentlicht, eine Woche später folgte das gleichnamige Album, von dem in den USA in den ersten drei Wochen 1,7 Millionen Exemplare ausgeliefert wurden.[6] Kurz nach der Veröffentlichung des Albums gaben Simon & Garfunkel ihre Trennung bekannt. Als Gründe wurden seinerzeit angegeben, dass sich einerseits Art Garfunkel mehr seiner Karriere als Schauspieler widmen – es blieb allerdings zunächst bei drei Auftritten in den Filmen Catch-22, und Bad Timing – und dass Paul Simon eine andere musikalische Stilrichtung einschlagen wolle. Das Duo bekam für das Album sechs Grammys, unter anderem für den „Besten zeitgenössischen Song“ und das „Beste Album“.

Spätere gemeinsame Projekte

1971 bis 1980

Das endgültige Ende war damit für Simon & Garfunkel jedoch noch nicht gekommen. Zunächst erschien im Juni 1972 ein Best-Of-Album unter dem Titel Simon and Garfunkel’s Greatest Hits. Vereinzelt traten die beiden gemeinsam in Fernsehshows auf, und im Jahr 1975 wurde schließlich eine neue gemeinsame Single unter dem Titel My Little Town veröffentlicht. Unter den Fans regte sich die Hoffnung auf eine Wiedervereinigung, es blieb jedoch bei dieser einen Single. 1978 nahm man schließlich noch eine Single auf, diesmal gemeinsam mit dem Sänger James Taylor. Es handelte sich um eine Cover-Version des Stückes (What a) Wonderful World von Sam Cooke.

1981 bis 1990

Die wohl erfolgreichste Wiedervereinigung feierten die beiden Sänger vor einem großen Publikum am 19. September 1981: Da die Stadtverwaltung von New York und ihr Bürgermeister Ed Koch planten, aus Kostengründen den Central Park zu schließen, fanden sich in dieser Zeit einige Künstler dort ein und gaben Benefiz-Konzerte. Beim Konzert von Simon & Garfunkel waren über 500.000 Zuschauer anwesend, und da für diesen Abend das ursprünglich geplante Feuerwerk untersagt wurde, gab es zum Schlussstück The Sounds of Silence ein großes Meer aus brennenden Feuerzeugen. Paul Simon bedankte sich für die Durchführung des Konzertes unter anderem bei Ed Koch, was zuerst zu vereinzelten Pfiffen führte, als aber die Ironie in Simons Ansprache erkannt wurde, in großen Beifall umschlug. Der Mitschnitt wurde als Doppel-LP veröffentlicht. Es folgte eine kurze Welttournee, die das Duo 1982 auch für einige Auftritte nach Deutschland brachte.

Kurze Zeit später begannen Simon & Garfunkel mit der Produktion eines gemeinsamen Albums, gaben das Projekt jedoch recht schnell wieder auf (die Songs verwendete Paul Simon auf seinem Album Hearts and Bones, jedoch ohne Art Garfunkels Beiträge).

1991 bis 2000

In den 1990er-Jahren gab es vereinzelt gemeinsame Konzerte, die aus der Einführung des Duos in die Rock and Roll Hall of Fame[7] resultierten.

2001 bis heute

Eintrittskarte für ein Konzert 2003

Im Jahr 2003 wurde Simon and Garfunkel mit dem Lifetime Achievement Award der Recording Academy ausgezeichnet. Anlässlich der Auszeichnung trat das Duo bei der Grammy-Verleihung auf und spielte eine akustische Version ihres ersten großen Hits The Sound of Silence.

Aus den Proben zu diesem Auftritt resultierten die Pläne für eine gemeinsame Tournee, um sich angemessen vom Publikum zu verabschieden und das Kapitel Simon and Garfunkel mit versöhnlichen Tönen zu beenden. Diese Old Friends Tour war zunächst auf drei Monate angesetzt und fand von Oktober bis Dezember 2003 ausschließlich in den USA statt. Wegen des großen Erfolges beschloss man, die Tour 2004 fortzusetzen. Sie dauerte von Mai bis Juli 2004, wobei diesmal die Hälfte der Konzerte in europäischen Städten stattfand. Auf der Doppel-CD und DVD, die diese Konzerte dokumentieren, findet sich als Bonus auch eine neue Studioaufnahme, Citizen of the Planet. Dieses Stück wurde von Paul Simon für das 1983 erschienene Album Hearts and Bones geschrieben, aber nie veröffentlicht. Garfunkel drängte 2004 auf eine Veröffentlichung des Liedes, wobei nur noch er seinen Part einsingen musste, der dann mit Paul Simons Aufnahme von 1984 abgemischt wurde.

Nach dem Ende der 2004er-Tour gingen Paul Simon und Art Garfunkel wieder solo auf Tournee. Sie kamen aber sporadisch zu einigen Anlässen zusammen, so zum Beispiel 2006 bei einem Benefizkonzert zugunsten der Opfer des Hurrikans Katrina, wo sie einige Lieder gemeinsam sangen. Zudem standen sie am 13. Februar 2009 als Duo auf der Bühne des Beacon Theatres, das Paul Simon mit einem Konzert wiedereröffnete. Sie sangen dort gemeinsam The Sound of Silence, The Boxer und Old Friends.[8] Nach diesem Auftritt wurde eine erneute gemeinsame Tournee angekündigt. Diese führte im Juni und Juli durch Neuseeland, Australien und Japan, da man diese Regionen bei der letzten Tour ausgespart hatte.[9] Das Duo stand am 29. Oktober 2009 zudem anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Rock and Roll Hall of Fame wieder gemeinsam, neben anderen Künstlern beim 25th Anniversary Rock and Roll Hall of Fame Concert auf der Bühne und bot einige Songs dar.[10] Am 24. April 2010 fand ein Auftritt bei dem jährlich stattfindenden New Orleans Jazz Festival statt. Weitere im Jahr 2010 geplante Konzerte mussten wegen Stimmbandproblemen von Garfunkel abgesagt werden.[11]

Im Jahr 2015 erregte Art Garfunkel mit einem Interview für die britische Tageszeitung Telegraph Aufmerksamkeit. Darin bezeichnete er den seinerzeitigen Split des Duos als Fehler und Simon wegen dessen Entscheidung dazu als „Idioten“. Auf den Größenunterschied zwischen ihm und Simon angesprochen, mutmaßte Garfunkel, dass es sein könne, dass er in den 1950er Jahren für Simons geringere Körpergröße Mitleid empfunden und deswegen begonnen habe, mit ihm Musik zu machen. Im Rückblick habe er dabei wohl ein „Monster erschaffen“.[12] Deutsche Tageszeitungen gaben das Interview in der Folge verzerrt wieder.[13][14]

Diskografie

Studioalben

Auszeichnungen

  • 10 Grammys
    • 1969 für Mrs. Robinson (Single, zwei Kategorien) und The Graduate (Album)
    • 1971 für Bridge over Troubled Water (für die Single in fünf Kategorien sowie für das beste Album)
    • 2003 für ihr Lebenswerk
  • Die Alben von Simon & Garfunkel wurden oft mit Gold, Platin und Mehrfachplatin ausgezeichnet. Insgesamt wurden über 50 Millionen Einheiten verkauft. Ihr 1972 veröffentlichtes Album Greatest Hits erreichte mit 14 Millionen Verkäufen sogar den Diamantstatus.

Dokumentationen

  • Simon & Garfunkel: Traumwandler des Pop (The Harmony Game), USA 2011, 53 min[16]

Weblinks

Commons: Simon and Garfunkel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Wieland Harms: The Unplugged Guitar Book 2. Gerig, 1996, ISBN 3-87252-250-7, S. 28 (zu Simon & Garfunkel).
  2. Erzählung von Art Garfunkel auf dem Album Live from New York in der Einleitung zu A Poem on the Underground Wall.
  3. Wieland Harms: The Unplugged Guitar Book 2. 1996, S. 28 (zu The Sound Of Silence).
  4. Peter Bart, Peter Bart: The perfect pic alignment. In: Variety. 15. Mai 2005, abgerufen am 29. August 2020 (englisch).
  5. Manuel Gervink, Matthias Bückle: Lexikon der Filmmusik. Personen - Sachbegriffe zu Theorie und Praxis - Genres. Laaber Verlag, Lilienthal 2012, S. 467.
  6. Siegfried Schmidt-Joos, Barry Graves: Rock Lexikon. Hamburg 1975. S. 319.
  7. Rock and Roll Hall of Fame Simon and Garfunkel in der Rock and Roll Hall of Fame.
  8. Paul Cashmere - Simon and Garfunkel perform together at the Beacon (Memento vom 18. Februar 2009 im Internet Archive)
  9. “Simon and Garfunkel add more shows in Australia, New Zealand, and Japan”
  10. “The Rock & Roll Hall of Fame celebrates its 25th anniversary with two groundbreaking concerts”
  11. David J. Prince: Simon & Garfunkel Cancel Summer Tour. 18. Juni 2010, abgerufen am 26. August 2011 (englisch).
  12. The Telegraph: Art Garfunkel on Paul Simon: ‘I created a monster’
  13. Troubled (water) - Garfunkel lästert über Paul Simon: "Er ist ein Idiot". BZ Berlin, 26. Mai 2015, abgerufen am 1. August 2020.
  14. Knatsch der Musik-Legenden! - Art Garfunkel rechnet mit Paul Simon ab: „Ich habe ein Monster erschaffen“. Bild, 27. Mai 2015, abgerufen im August 2020.
  15. 100 Greatest Artists of All Time. Rolling Stone, 2. Dezember 2010, abgerufen am 8. August 2017 (englisch).
  16. imfernsehen GmbH & Co KG: Simon & Garfunkel: Traumwandler des Pop. Abgerufen am 1. August 2020.

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