Slipknot ¦ Vol. 3: (The Subliminal Verses)

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Veröffentlichung Vol. 3: (The Subliminal Verses):

2004

Hörbeispiel(e) Vol. 3: (The Subliminal Verses):

Vol. 3: (The Subliminal Verses) auf Wikipedia (oder andere Quellen):

Vol. 3: (The Subliminal Verses)
Studioalbum von Logo von Slipknot

Veröffent-
lichung(en)

25. Mai 2004

Label(s)Roadrunner Records

Format(e)

CD

Genre(s)

Alternative Metal, Nu Metal, Heavy Metal

Titel (Anzahl)

14

Länge

60:18

Besetzung
  • Sampling: Craig Jones
  • Perkussion, Backgroundgesang: Chris Fehn

Produktion

Rick Rubin

Studio(s)

The Mansion in Los Angeles, Kalifornien

Chronologie
Iowa
(2001)
Vol. 3: (The Subliminal Verses)9.0: Live
(2005)

Vol. 3: (The Subliminal Verses) (deutsch: Band 3: (Die unterschwelligen Strophen)) ist das dritte offizielle Studioalbum der US-amerikanischen Nu-Metal-Band Slipknot. Es erschien am 25. Mai 2004 bei Roadrunner Records und wurde am 12. April 2005 als Special Edition wiederveröffentlicht.

Nachdem Slipknots erste beiden Alben von Ross Robinson produziert worden waren, arbeitete die Band erstmals mit dem erfolgreichen Produzenten Rick Rubin zusammen. Dementsprechend änderte sich Slipknots Musikstil auf dem Album: Neben aggressiven und schnellen Stücken sind erstmals auch Balladen enthalten. Auf die Veröffentlichung des Studioalbums folgte eine 20 Monate lange Welttournee.

Die Mehrheit der Kritiker nahm Vol. 3: (The Subliminal Verses) positiv auf, gelobt wurde oftmals die Vielseitigkeit des Albums. Daneben erreichte es hohe Chartplatzierungen und wurde in mehreren Ländern mit Edelmetall ausgezeichnet. Des Weiteren gewann die Band mit der Single Before I Forget erstmals einen Grammy Award, nachdem die erste Singleauskopplung Duality bereits nominiert war, jedoch erfolglos blieb.

Entstehung

Vorgeschichte

Nachdem Slipknot ihr zweites Studioalbum Iowa 2001 veröffentlicht hatten, ging die Band bis 2002 auf Welttournee.[1] Danach widmeten sich die verschiedenen Bandmitglieder Nebenprojekten.

Sänger Corey Taylor und Gitarrist James Root arbeiteten am Debütalbum ihrer Zweitband Stone Sour, das 2002 erschien. Auch Perkussionist Shawn Crahan widmete sich seinem Nebenprojekt To My Surprise und Joey Jordison wandte sich wieder der Band Murderdolls zu. Beide Bands veröffentlichten im Jahr 2003 Alben.[1] Rückblickend berichteten die Bandmitglieder, dass diese Nebenprojekte das „Weiterbestehen der Band gesichert hätten“.[2] Zum damaligen Zeitpunkt hatten sich Differenzen zwischen den Bandmitgliedern entwickelt, die sich später auf die Produktion von Vol. 3: (The Subliminal Verses) auswirkten.[3]

Produktion

Titelliste
  1. Prelude 3.0 – 3:57
  2. The Blister Exists – 5:19
  3. Three Nil – 4:48
  4. Duality – 4:12
  5. Opium of the People – 3:12
  6. Circle – 4:22
  7. Welcome – 3:15
  8. Vermilion – 5:16
  9. Pulse of the Maggots – 4:19
  10. Before I Forget – 4:38
  11. Vermilion Pt. 2 – 3:44
  12. The Nameless – 4:28
  13. The Virus of Life – 5:25
  14. Danger – Keep Away – 3:13

Bonustitel:

  1. Don't Get Close – 3:47
  2. Scream – 4:31
  3. Vermilion – 5:25 (Terry Date Mix)
  4. Danger – Keep Away – 7:55 (Full-Length Version)
  5. The Blister Exists – 5:21 (Live)
  6. Three Nil – 4:57 (Live)
  7. Disasterpiece – 5:25 (Live)
  8. People=Shit – 3:54 (Live)

Im Januar 2003 begann Schlagzeuger Joey Jordison mit der Arbeit an Songs für ein neues Studioalbum. In dieser Zeit wurden zwischen sechs und zehn Lieder entwickelt. Laut Perkussionist Chris Fehn entstanden auch später im Studio einige Stücke, an denen zum Teil auch Produzent Rubin mitschrieb.[4]

Aufgenommen wurde Vol. 3: (The Subliminal Verses) im Studio The Mansion zusammen mit Rick Rubin, der schon mit Bands wie Slayer und System of a Down zusammengearbeitet hatte. Insgesamt wurden 20 Titel aufgenommen, von denen es letztendlich 14 auf das Album schafften.[4] Damit hatte Slipknot nicht mehr wie bei früheren Aufnahmen das Problem zu wenig Songs zur Auswahl zu haben.[5] Der Titel des Werkes sollte ursprünglich einen Bezug zur Zahl neun haben, da Slipknot aus neun Musikern besteht.[4]

Die Bandmitglieder wohnten im Rick Rubin gehörenden Studio, was einen Unterschied zu den Aufnahmen für Iowa darstellte, bei denen jedes Bandmitglied in einem eigenen Apartment lebte.[4]

Rückblickend berichtete Joey Jordison, dass die Bandmitglieder aufgrund der Differenzen zwischen den Mitgliedern für drei Monate nicht miteinander gesprochen hätten.[3] Während der Aufnahmen zu Vol. 3: (The Subliminal Verses) litt Frontmann Corey Taylor unter einem Alkoholproblem.[6] Zu einem späteren Zeitpunkt äußerte er sich dazu: „Alles, was ich während des Trinkens tat, klang nach Mist.“ Im selben Interview verriet Taylor, wie unzufrieden er mit der Auswahl der Gesangsaufnahmen war, die es auf die endgültige Version des Albums schafften.[7]

Cover

Das Cover des Albums wurde vorab Anfang April 2004 bei MTV.com im Internet veröffentlicht. Das Cover zeigt eine „fratzenartige“, aus Leder bestehende Maske, welche mit einem Reißverschluss versehen ist. Die Maske wurde von einem der beiden Perkussionisten Slipknots Shawn Crahan entworfen und war bei späteren Auftritten der Band käuflich zu erwerben.[8] Im Musikvideo zu Vermilion fand sie ebenfalls Verwendung und wird von der Protagonistin beim Zusammentreffen mit der Band getragen. Diese Maske wird Maggot mask (dt. Maden Maske) genannt, da die Fans von der Band Maggots genannt werden.[9]

Stil

Musik

Bereits vor der Veröffentlichung von Vol. 3: (The Subliminal Verses) hatten einige Bandmitglieder ein experimentelleres Album angekündigt. Schlagzeuger Joey Jordison beschrieb es folgendermaßen: „Teilweise klingt es wie wenn Slayer auf Radiohead treffen würde.“[5]

Die musikalischen Unterschiede zu dem Vorgänger Iowa sind teilweise deutlich. Die schon in früheren Songs wie Left Behind und Everything Ends angedeutete Melodik nimmt auf Vol. 3: (The Subliminal Verses) mehr Raum als auf den beiden Vorgängern ein. Außerdem sind die Lieder auf dem dritten Studioalbum der Band strukturierter.[10] Vol. 3: (The Subliminal Verses) orientiert sich weniger in Richtung von Death Metal und den anderen extremen Spielarten des Metal.

Die härteren Titel des Albums, wie The Blister Exists, Welcome und Opium of the People, zeichnen sich vor allem durch den schnellen und energischen Einsatz elektrischer Gitarren und des Schlagzeugs aus.[11] Vor allem in The Blister Exists kommt dies zur Geltung, Schlagzeugtechniken wie Blastbeats und Snare-Drum-Solos werden von schnellen E-Gitarren untermalt. Das Tempo ist in diesem Titel allerdings nicht durchgehend schnell, sondern verlangsamt sich kurzzeitig im Mittelteil.[12] Im Gegensatz zu Iowa, auf dem gutturale Gesangsarten wie Krächzen und Schreien den größten Teil des Gesangs ausmachten, wechseln sich Geschrei und klarer Gesang auf den härteren Titeln des Albums ab.[11]

Neben gutturalem und klarem Gesang sind auf dem Album Formen von Sprechgesang, Rap und leisem Flüstern zu hören. Vor allem auf den Titeln Duality und Before I Forget kommt dies zur Geltung. In den Refrains dieser Titel ist Corey Taylors Gesang um einiges melodischer als in früheren Stücken Slipknots. Auch elektronische Elemente und Sampling sind auf dem Album vorhanden, so wurden auf Pulse of the Maggots Publikumsschreie eingefügt.[11]

Circle und Vermilion Pt. 2, die beiden Balladen auf dem Album, verzichten, zu Gunsten von akustischen Gitarren und Streichinstrumenten, größtenteils auf bandtypische Instrumente wie elektrische Gitarren oder Schlagzeug.[11][13] Der Gesang Taylors bleibt auf den Balladen meist klar. Beide Songs weisen Parallelen zum Alternative-Metal-Nebenprojekt von Corey Taylor und James Root, Stone Sour, auf.[13]

Des Weiteren sind das Intro Prelude 3.0 sowie Danger – Keep Away in einem langsameren Tempo und einem experimentelleren Stil ausgefallen, ein weiteres Merkmal des stilistischen Wandels von Slipknot.[14]

Texte

Vol. 3: (The Subliminal Verses) war das erste Studioalbum von Slipknot, das nicht mit dem Parental-Advisory-Aufkleber markiert wurde; Gitarrist Mick Thomson erklärte in einem Interview 2008, Corey Taylor hätte beim Songwriting darauf geachtet, Schimpfwörter zu vermeiden um seinem eigenen [musikalischen] Anspruch gerecht zu werden.[15]

Bis auf den Gebrauch von Schimpfwörtern sind die lyrischen Themen im Gegensatz zum musikalischen Stil weitgehend unverändert gegenüber dem Vorgänger geblieben: Auf ihrem dritten Studioalbum handeln Slipknots Texte von Themen wie Wut, Unzufriedenheit, Eifersucht und Psychose. Manche Texte, wie zum Beispiel der Refrain der Single Duality, bedienen sich Stilmitteln wie der Metapher.[16]

Ein Beispiel für die Behandlung düsterer Themen sind die Songs Vermilion und Vermilion Pt. 2, die von einem Stalker handeln, der meint, die Liebe seines Lebens gefunden zu haben.[13][17] Der erste Teil Vermilion erzählt die Hauptgeschichte, Vermilion Pt. 2 ist eine Art Fortsetzung der Handlung des ersten Teiles. Beide berichten aus der Sicht des Stalkers.[17]

Pulse of the Maggots (dt.: „Puls der Maden“) ist ein Tribut an die Fans der Band. Darauf wird bereits im Titel des Liedes verwiesen, da der Begriff „Maggots“ von der Band als Bezeichnung für ihre Fans verwendet wird. Welcome (dt.: „Willkommen“) dagegen ist eine Botschaft, an alle „die versucht haben, die Band[-mitglieder] für persönliche Bereicherung zu benutzen, die sich aber, als die Band darüber nachgedacht hatte kein drittes Studioalbum zu produzieren, von ihnen abgewendet haben.“ Des Weiteren wird zum Beispiel in den Songs The Nameless, Circle und The Virus of Life die Vergangenheit von Corey Taylor aufgegriffen, was inzwischen auch auf nachfolgenden Alben wiederholt wurde.[17]

Veröffentlichungen

Musikvideos und Singles

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Singles[18]
Duality
 DE2817.05.2004(9 Wo.)
 CH8716.05.2004(3 Wo.)
 UK1526.06.2004(6 Wo.)
Vermilion
 DE7425.10.2004(2 Wo.)
 UK3130.10.2004(2 Wo.)
Before I Forget
 UK3525.06.2005(1 Wo.)

Aus Vol. 3: (The Subliminal Verses) wurden insgesamt vier Singles ausgekoppelt und fünf Musikvideos gedreht. Alle Musikvideos, mit Ausnahme des später erschienen Videos zu The Blister Exists, wurden auf der 2006 erschienenen DVD Voliminal: Inside the Nine veröffentlicht.

Als erste Single wurde der Song Duality am 4. Mai 2004 publiziert.[19] Das zugehörige Musikvideo kostete zwischen 300.000 und 500.000 US-Dollar[20] und wurde in der Nähe von Des Moines im Haus eines Fans der Band aufgenommen. Da zahlreiche Gegenstände der dort lebenden Familie beim Dreh zerstört wurden, musste Slipknots Plattenlabel „Roadrunner Records“ Schadenersatz an jene zahlen.[21] Duality war die erste Single von Slipknot, die es in die deutschen und die Schweizer Charts schaffte, und ist bis heute eine der wenigen Singles der Band, die überhaupt in die deutschsprachigen Charts einstieg; in der Schweiz ist sie sogar die einzige. Außerdem ist der Song, nach Chartplatzierungen gemessen, der erfolgreichste der Bandgeschichte. Im Sommer 2009 gab EA Sport bekannt, dass das Lied Teil des Soundtracks zu dem Videospiel Madden NFL 2010 sein werde.[22]

Am 5. Oktober 2004 veröffentlichte Slipknot den Song Vermilion als zweite Single ihres dritten Studioalbums. Das Musikvideo zum Lied wurde im Spätsommer desselben Jahres in Los Angeles gedreht. Regisseur war wie schon beim Duality-Video Tony Petrossian. Dabei wurde auch ein zweites Musikvideo für den Titel Vermilion Pt. 2 gedreht, der inhaltlich mit Vermilion verwoben ist; dementsprechend ähneln sich die Videos beider Lieder.[23] Vermilion schaffte es wie Duality in die deutschen Charts und fand Verwendung auf dem Soundtrack des Filmes Resident Evil: Apocalypse.

Im Juni 2005 wurde der Titel Before I Forget als dritte Single des Albums veröffentlicht, der ein Jahr später mit einem Grammy ausgezeichnet wurde.[24] Das Musikvideo wurde erneut unter der Leitung von Tony Petrossian gedreht. Bis heute war es die letzte Zusammenarbeit zwischen ihm und der Band. Das Musikvideo selbst zeigt die Bandmitglieder ohne Masken und Overalls, allerdings ist zu keiner Zeit ein ganzes Gesicht, sondern nur Ausschnitte von beispielsweise Nase, Auge, Kinn und Mund, zu sehen.

Als letzte Single aus Vol. 3: (The Subliminal Verses) wurde das Lied The Blister Exists ausgekoppelt. Veröffentlicht wurde der Song im Februar 2007,[25] während der Zeit, in der die Band aufgrund von Soloprojekten pausierte. Ein Musikvideo wurde veröffentlicht, aber nicht neu gedreht, sondern aus Live-Aufnahmen des Songs zusammengestellt.

Special Edition

Am 12. April 2005 veröffentlichten Slipknot eine Special Edition des Albums, die neben vier Live-Aufnahmen auch zwei neue Lieder der Band enthält. Des Weiteren sind dort auch ein Remix von Vermilion sowie die volle Version des abschließenden Songs Danger – Keep Away zu finden.

Tournee

Slipknot 2005 bei einem Auftritt in Toronto

Am 30. März 2004 starteten die neun Bandmitglieder die The Subliminal Verses World Tour zur Promotion ihrer Veröffentlichung. Die Tournee dauerte bis November 2005 und beinhaltete Auftritte beim Ozzfest 2004 und Rock am Ring 2005. Streckenweise tourten Slipknot zusammen mit Metallica.[26] Die ganze Tournee über wurden Slipknot von der Metal-Band Lamb of God begleitet. Die Tournee musste mehrmals unterbrochen werden. Gitarrist James Root brach sich bei einem Mountain-Bike-Unfall sein Handgelenk. Außerdem starb der Vater von Perkussionist Crahan, weswegen zwei Konzerte in Philadelphia gestrichen wurden.[27]

Ausschnitte von Auftritten der Band wurden später für Slipknots erstes Live-Album 9.0: Live verwendet.[1] Von diesem wurde auch ein weiterer Song (The Nameless), der ursprünglich auf Vol. 3: (The Subliminal Verses) zu finden ist, als Single ausgekoppelt.

Rezeption

Kritiken

Vol. 3: (The Subliminal Verses) wurde von einem Großteil der Kritiker positiv aufgenommen. Gelobt wurde vor allem der stilistische Wandel vom aggressiven Sound zum melodischen Klang. Allerdings gab es auch kritische Stimmen diesbezüglich. Die US-amerikanische Website Metacritic errechnete aus 12 professionellen Rezensionen eine Punktzahl von 70 bei 100 maximal erreichbaren Punkten; dies entspricht nach dem Einstufungssystem der Website einer Bewertung als „generell gut bewertet“. Die Entertainment Weekly und das Stylus Magazin bezeichneten das Album als das bisher beste von Slipknot. Negativ hingegen äußerte sich die Alternative Press, Vol. 3: (The Subliminal Verses) sei eine zweitklassige Version ihres vorhergegangenen Albums Iowa.[28]

Auch in deutschsprachigen Medien wurde das Album durchschnittlich bis gut bewertet. Alexander Cordas von Laut.de vergab vier von fünf Punkten und zeigte sich unter anderem über melodische Titel wie Vermilion und Circle erfreut. Er lobte allerdings auch aggressivere Lieder wie The Blister Exists und bezeichnete letzteres als „Rhythmus-Granate“[10] Gleich tat es ihm Armin Linder von Plattentests.de. Er schätzte „Corey Taylors gesangliches Können“ mit Bezug auf die Ballade Circle als „unwiderlegbar“ ein. Auch bezeichnete er The Blister Exists als vielschichtig und schloss sich der positiven Meinung Alexander Cordas über das Stück an.[13] Vampster zeigte sich ebenfalls über das Werk erfreut: Gelobt wurde vom E-Zine unter anderem Joey Jordisons Schlagzeugspiel im Lied Welcome, welches „schnell“ und „präzise“ sei.[14] Im Schluss der Kritik wurde die Veröffentlichung als „eine der bisher besten Platten des Jahres“ eingeordnet.[14]

„“Vol: 3 (The Subliminal Verses)” fügt der Band eine Dimension hinzu. Die Scheibe ist wirklich fesselnd und vielseitig. […] Hier gibt es wirklich alles, von ganz heftigen, schnellen und straighten Songs […] bis zu Balladen.“

Rezension von Vampster[14]

Weitere positive Resonanz kam vom Rock-Hard-Autor Michael Rensen, der Slipknot auf ihrem dritten Album „beachtliche technische Fähigkeiten“ attestierte und Rick Rubins Versuch, die Musik der Band weniger monoton klingen zu lassen, als gelungen ansah.[29] Auch auf Metal spezialisierte Onlinemagazine beurteilten das Werk positiv. Die Website „Metal1“, die zwar die häufige Verwendung von elektronischen Elementen kritisierte, kam zu dem Schluss, dass „die Riffs nicht an Härte verloren [hätten]“ und bezeichnete Vol. 3: (The Subliminal Verses) als „musikalisch sehr wertvolles Album“.[11] Gemäßigter bewertete die deutsche Website „Metal.de“ das Album. Der Klang der härteren Stücke des Albums wurde als „verkrampft“ und „alibihaft“ beschrieben. Vor allem The Blister Exists wurde gelobt, doch im Vergleich zu früheren Titeln der Band als „weniger authentisch und damit schlechter“ eingestuft.[30]

Preise und Nominierungen

Bei den Grammy Awards 2004 wurden Slipknot zweimal nominiert. Neben einer Nominierung für die Single Vermilion in der Kategorie „Best Metal Performance“ wurde auch Slipknots erste Single Duality bei den 46. Grammys in der Kategorie „Best Hard Rock Performance“ nominiert. Die Preise gingen allerdings an Evanescence beziehungsweise Metallica.[31]

Erst zwei Jahre später gewannen Slipknot ihren ersten Grammy: Die Band war für ihre vierte Single aus Vol. 3: (The Subliminal Verses) Before I Forget erneut in der Kategorie Best Metal Performance nominiert und gewann nach fünf erfolglosen Grammy-Nominierungen erstmals die Auszeichnung.[24]

Vol. 3: (The Subliminal Verses) wurde ebenfalls, zusammen mit dem aus dem Album ausgekoppelten Song Duality, bei den „Kerrang Awards 2004“ in den Kategorien „Best Album“ beziehungsweise „Best Video“ nominiert. Auch in den Band-bezogenen Kategorien waren Slipknot bei jener Preisverleihung zweimal vertreten.[32] Außerdem wurde Vol. 3: (The Subliminal Verses) von den Lesern der gleichnamigen Zeitschrift „Kerrang!“ auf Platz 31 der „50. besten Alben des 21. Jahrhunderts (The 50 Best Albums of the 21st Century)“ gewählt.[33] Das deutsche Magazin Visions führte im Frühjahr 2017 das Album in ihrer Liste der 66+6 besten Metal-Alben des dritten Jahrtausends.[34]

Charts und Chartplatzierungen

ChartsChart­plat­zie­rungenHöchst­plat­zie­rungWo­chen
 Deutschland (GfK)[18]2 (17 Wo.)17
 Österreich (Ö3)[18]5 (14 Wo.)14
 Schweiz (IFPI)[18]8 (13 Wo.)13
 Vereinigtes Königreich (OCC)[18]5 (11 Wo.)11
 Vereinigte Staaten (Billboard)[18]2 (64 Wo.)64

Auszeichnungen für Musikverkäufe

Land/RegionAus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Auszeichnung, Verkäufe)
Ver­käu­fe
 Australien (ARIA)[35]Platinum record icon.svg Platin70.000
 Dänemark (IFPI)[36]Platinum record icon.svg Platin20.000
 Deutschland (BVMI)[37]Gold record icon.svg Gold100.000
 Japan (RIAJ)[38]Gold record icon.svg Gold100.000
 Kanada (MC)[39]Platinum record icon.svg Platin100.000
 Neuseeland (RMNZ)[40]Gold record icon.svg Gold7.500
 Norwegen (IFPI)[41]Gold record icon.svg Gold10.000
 Polen (ZPAV)[42]Gold record icon.svg Gold10.000
 Vereinigte Staaten (RIAA)[43]Platinum record icon.svg Platin1.000.000
 Vereinigtes Königreich (BPI)[44]Platinum record icon.svg Platin300.000
InsgesamtGold record icon.svg 5× Gold
Platinum record icon.svg 5× Platin
1.717.500

Hauptartikel: Slipknot/Auszeichnungen für Musikverkäufe

Einzelnachweise

  1. a b c Steve Huey: Slipknot > Biography allmusic.com. Abgerufen am 9. Januar 2010. (englisch)
  2. Nichola Browne: The Return of The Kings. In: Kerrang!. 17. April 2004, S. 18–22.
  3. a b Dan Epstein: Wait and Bleed. In: Revolver. August 2008, S. 54–56.
  4. a b c d Michael Edele: "Fuck, ich will mein eigenes Zimmer!" laut.de, 25. Mai 2004. Abgerufen am 25. September 2009.
  5. a b Daniel Lukes: You Cannot Kill The 'Knot. In: Kerrang!. 25. Oktober 2003, S. 22–23.
  6. metalhammer.co.uk: Corey Taylor off drink (Memento vom 3. April 2013 im Internet Archive) 5. Januar 2006. Abgerufen am 26. Januar 2010. (englisch)
  7. Slipknot 10 years after.... In: Rocksound, Mai 2009, S. 60–65. 
  8. blabbermouth.net: SLIPKNOT: New Album Cover Posted Online (Memento vom 27. August 2004 im Internet Archive) Roadrunner Records, 9. April 2004. Abgerufen am 31. Januar 2010. (englisch)
  9. slipknot1.com: Slipknot Maggot Mask (Memento vom 27. November 2010 im Webarchiv archive.today)
  10. a b Alexander Cordas: Slipknot – „Vol. 3: The Subliminal Verses“ (CD-Kritik) Review auf Laut.de. Abgerufen am 15. September 2009.
  11. a b c d e CD-Review: Slipknot – Vol.3: (The Subliminal Verses) (Memento vom 30. Oktober 2012 im Internet Archive) Metal1.info. Abgerufen am 23. September 2009.
  12. cdstarts.de: Slipknot – Vol. 3: The Subliminal Verses Abgerufen am 1. Februar 2010.
  13. a b c d Armin Linder: Rezension: Slipknot – Vol. 3: (The subliminal verses) Review auf Plattentests.de. Abgerufen am 15. September 2009.
  14. a b c d SLIPKNOT: Vol. 3: (The Subliminal Verses). CD-Review Review auf vampster. Abgerufen am 15. September 2009.
  15. vids.myspace.com: NAMM 2008 Report (Memento vom 16. Dezember 2008 im Internet Archive) Abgerufen am 7. Januar 2010. (Video, englisch)
  16. Johny Loftus: Vol. 3: The Subliminal Verses > Review allmusic.com. Abgerufen am 7. Januar 2010. (englisch)
  17. a b c slipknot-metal.com: Slipknot Song Meanings Abgerufen am 7. Januar 2010. (englisch)
  18. a b c d e f Charts DE Charts AT Charts CH Charts UK Charts US
  19. blabbermouth.net: SLIPKNOT Set First Single Off New Album (Memento vom 13. März 2005 im Internet Archive) Roadrunner Records, 6. März 2004. Abgerufen am 21. September 2009. (englisch)
  20. Report: SLIPKNOT's 'Duality' Video Cost Nearly Half A Million To Produce (Memento vom 7. Juni 2011 im Internet Archive) Roadrunnerrecords.com, 2. April 2004. Abgerufen am 23. September 2009. (englisch)
  21. For The Record: Quick News On Maroon 5, The Roots And Dave Chappelle, Slipknot, Morrissey, Velvet Underground & More mtv.com, 31. März 2004. Abgerufen am 23. September 2009. (englisch)
  22. roadrunnerrecords.com: EA Sports Announces Game Soundtracks (Memento vom 1. August 2009 im Internet Archive) 29. Juli 2009. Abgerufen am 6. November 2015. (englisch)
  23. blabbermouth.com: SLIPKNOT To Launch Two-Pronged Radio Campaign (Memento vom 11. Dezember 2008 im Internet Archive) Roadrunner Records, 15. September 2004. Abgerufen am 16. November 2009. (englisch)
  24. a b List of Grammy winners CNN.com, 9. Februar 2006. Abgerufen am 17. September 2009. (englisch)
  25. slipknot-metal.com: Slipknot Discography Abgerufen am 5. Januar 2010. (englisch)
  26. powermetal.com: Konzertbericht: Metallica/Slipknot Abgerufen am 9. Januar 2010.
  27. blabbermouth.com: SLIPKNOT: Philadelphia Dates Cancelled (Memento vom 6. Juni 2011 im Internet Archive) Roadrunner Records, 27. Oktober 2005. Abgerufen am 31. Januar 2010. (englisch)
  28. Vol 3: (The Subliminal Verses) Reviews Reviews auf Metacritic. Abgerufen am 15. September 2009.
  29. Michael Rensen: Review. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Rock Hard. Ehemals im Original; abgerufen am 4. Februar 2022.@1@2Vorlage:Toter Link/www.rockhard.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)
  30. CD-Review: Slipknot – Vol. 3: (The Subliminal Verses) Review auf metal.de. Abgerufen am 15. September 2009.
  31. METALLICA, CRADLE OF FILTH, MOTÖRHEAD Among GRAMMY Nominees roadrunnerrecords.com, 7. Dezember 2004. Abgerufen am 17. September 2009. (englisch)
  32. roadrunnerrecords.com: SLIPKNOT, METALLICA, THE DARKNESS Among 'Best Band' Nominees At KERRANG! AWARDS 2004 (Memento vom 14. Februar 2009 im Internet Archive) (englisch)
  33. "A Century of Sound". Kerrang!: S. 22–47. 8. August 2009
  34. o.A.: Die 66+6 besten Metal-Alben des Jahrtausends. In: Visions, Ausgabe 289, Seite 52–66
  35. Accreditations. aria.com.au, abgerufen am 23. Dezember 2020 (englisch).
  36. 2018-5. ifpi.dk, abgerufen am 23. Dezember 2020 (englisch).
  37. GOLD-/PLATIN-Datenbank. musikindustrie.de, abgerufen am 23. Dezember 2020.
  38. 認定基準. riaj.or.jp, abgerufen am 23. Dezember 2020 (japanisch).
  39. Gold/Platinum. musiccanada.com, abgerufen am 23. Dezember 2020 (englisch).
  40. Official Top 40 Albums: 31 January 2005. nztop40.co.nz, abgerufen am 23. Dezember 2020 (englisch).
  41. Trofeoversikt. ifpi.no, abgerufen am 7. Mai 2021 (norwegisch).
  42. Bestsellery. bestsellery.zpav.pl, abgerufen am 8. Dezember 2021 (polnisch).
  43. Gold & Platinum. riaa.com, abgerufen am 23. Dezember 2020 (englisch).
  44. BRIT Certified. bpi.co.uk, abgerufen am 23. Dezember 2020 (englisch).

Artist(s)

Veröffentlichungen von Slipknot die im OTRS erhältlich sind/waren:

Slipknot ¦ Day Of The Gusano: Live In Mexico ¦ Iowa ¦ We Are Not Your Kind ¦ Antennas To Hell ¦ All Hope Is Gone ¦ Vol. 3: (The Subliminal Verses)

Slipknot auf Wikipedia (oder andere Quellen):

Slipknot


Chris Fehn, Corey Taylor und Shawn Crahan (v. l. n. r.)
von Slipknot live auf dem Roskilde-Festival 2013
Allgemeine Informationen
HerkunftDes Moines, Iowa, Vereinigte Staaten
Genre(s)Nu Metal, Alternative Metal,[1][2] Heavy Metal[3]
Gründung1995
Websitewww.slipknot1.com
Gründungsmitglieder
Shawn Crahan
Gesang, Perkussion
Andrew „Anders Colsefni“ Rouw (bis 1997)
Paul Gray (bis 2010, †)
Donnie Steele (bis 1996)
Joey Jordison (bis 2013, † 2021)
Josh Brainard (bis 1999)
Aktuelle Besetzung
Perkussion, Begleitgesang
Shawn Crahan
Rhythmusgitarre
James Root (seit 1999)
Leadgitarre
Mick Thomson (seit 1996)
Craig Jones (seit 1996)
Gesang
Corey Taylor (seit 1997)
Sid Wilson (seit 1997)
Schlagzeug
Jay Weinberg (seit 2014)
Bass
Alex Venturella (seit 2014)
Perkussion
Michael Pfaff (seit 2019)
Ehemalige Mitglieder
Perkussion
Greg „Cuddles“ Welts (1997–1998)
Perkussion
Brandon Darner (1998)
Perkussion
Chris Fehn (1998–2019)
Offizielle Ergänzungen bei Liveauftritten
Bass
Donnie Steele (2011–2014)

Slipknot (engl. Laufknoten, eine Form des Henkersknotens) ist eine US-amerikanische Metal-Band aus Des Moines, Iowa, die 1995 gegründet wurde. Sie zählt zu den erfolgreichsten Metalbands der Welt. Ein besonderes Merkmal der Band sind gesichtverhüllende Masken; bis zum 2004 erschienenen Album Vol. 3: (The Subliminal Verses) trugen alle Bandmitglieder zudem noch einheitliche Overalls.

Geschichte

1992–2000: Gründung und Slipknot

Die Ursprünge von Slipknot liegen in den Basement Sessions von 1992, die im Keller von Paul Gray[4] aufgenommen wurden. Der damalige Sänger war Anders Colsefni (bürgerlich Andrew Rouw), ein Mitbegründer der Band, der später jedoch austrat und die Band 'Painface' gründete. Im Rahmen einer Session entstand bereits ein Teil der Lieder, die auf dem späteren Demo-Album Mate. Feed. Kill. Repeat. aus dem Jahr 1996 zu hören sind. Dieses auf nur 1000 Kopien limitierte Album erweckte das Interesse mehrerer großer Musiklabels. 1999 wurde unter Roadrunner Records ihr Debütalbum „Slipknot“ veröffentlicht. Obwohl der harte, aggressive Sound der Band eine eher geringe Verbreitung über Radiosender und das Musikfernsehen zur Folge hatte, verkaufte sich das Album sehr gut. Auch durch ihr spektakuläres Auftreten auf der Bühne erwuchs der Band innerhalb kurzer Zeit eine große Fangemeinde.

2001–2006: Iowa und Vol. 3 (The Subliminal Verses)

Mick Thomson maskiert auf der NAMM Show, 2005

Iowa, das Album von 2001, konnte den Erfolg noch vergrößern: Es erreichte Platz 3 der Billboard Magazine Album Charts und Platz 1 der britischen Album Charts.

Nach dem Auftritt beim Two-Days-a-Week-Festival im Sommer 2002 folgte eine längere Kreativpause, in der sich verschiedene Bandmitglieder ihren Soloprojekten widmeten. Gegen Ende des Jahres 2003 zog sich die Band auf das Anwesen des Produzenten Rick Rubin zurück, der bereits mit einem breiten Spektrum verschiedenster Künstler – von Johnny Cash über die Beastie Boys bis Slayer – zusammengearbeitet hat.

Das Ergebnis der Aufnahmen ist Vol. 3 (The Subliminal Verses), das im Mai 2004 erschien. Erstmals sind auch ruhigere Titel wie zum Beispiel Vermilion Pt.2 und Circle auf dem Album zu hören. Am 28. Oktober 2005 erschien mit 9.0: Live ein Doppel-Livealbum, welches Tonaufnahmen aus mehreren Konzerten der Welttournee zusammenfasste. Anfang 2006 wurde der Band für Before I Forget der Grammy Award for Best Metal Performance verliehen.

2007–2010: All Hope is Gone und Paul Grays Tod

Nach Angaben der Band begannen Ende 2007 die Arbeiten zu ihrem Album All Hope Is Gone. Es erschien in den USA am 20. August 2008, die Veröffentlichung in europäischen Ländern folgte ab dem 22. August. Als erste Single wurde Psychosocial am 30. Juni 2008 publiziert.

Am 24. Mai 2010 verstarb der Bassist der Band, Paul Gray, in einem Hotel in Iowa.[5] Die Obduktion ergab, dass Gray aufgrund einer Überdosis des Schmerzmittels Morphium in Kombination mit Fentanyl gestorben war und zudem an schweren Herzproblemen gelitten hatte. Aufgrund dieses Ereignisses gab Gitarrist James Root bekannt, eine mindestens zweijährige Pause mit der Band einzulegen.[6] Schon vor dem Tod von Paul Gray hatte Joey Jordison ein neues Album angekündigt. In einem Interview nach dem Tod wiederholte er, dass es sicher ein weiteres Werk von Slipknot geben würde.[7] Im September 2010 veröffentlichen Slipknot als inoffizielles Vermächtnis zu Gray die DVD (sic)nesses.[8]

2011–2013: Comeback, Antennas to Hell und Ausstieg von Joey Jordison

Joey Jordison auf den Schultern von Shawn Crahan während eines Konzerts auf dem Soundwave Festival 2012

Slipknot meldete sich im Jahr 2011 für mehrere Auftritte zurück, bei welchen Slipknot-Gründungsmitglied Donnie Steele als Tourmitglied und naher Freund des verstorbenen Paul Gray am Bass stand.[9] Die Auftritte begannen als Headliner auf dem Sonisphere Festival am 17. Juni in Athen[10] und endeten bei Rock in Rio am 25. September 2011.[11]

Bei ihrem Auftritt auf dem Sonisphere Festival in Athen trugen die Bandmitglieder als Erinnerung an den verstorbenen Paul Gray wieder ihre roten Overalls sowie teilweise ihre alten Masken aus der Zeit des ersten Albums. Zudem stand ein Ständer auf der Bühne, über dem ein weiterer Overall hing und der die Maske Grays trug.[12] Auch bei ihrem Auftritt im Rahmen des Musikfestivals Rock in Rio in Rio de Janeiro am 25. September 2011 waren sie in den roten Overalls zu sehen. Dort verweigerten sie den akkreditierten Journalisten Fotoaufnahmen der Band aus dem Bühnenbereich heraus.[13]

Am 11. Juni 2012 kündigte die Band über ihre Website das Best-Of-Album Antennas to Hell an. In einem Boxset befinden sich zusätzlich auf einer zweiten CD der Mitschnitt der (sic)nesses-DVD. Auf einer weiteren DVD befinden sich sämtliche Musikvideos.[14] In Deutschland wurde die Kompilation am 20. Juli veröffentlicht. Des Weiteren plante die Band ein eigenes Festival auszutragen. Das Knotfest wurde am 17. und 18. August in Council Bluffs, Iowa bzw. in Minneapolis, Minnesota ausgetragen. Slipknot fungierten an beiden Abenden als Headliner. Weitere bestätigte Acts waren u. a. die Deftones, Lamb of God und Serj Tankian.[15]

Mitte Dezember 2013 gab Slipknot über die offizielle Website bekannt, dass Gründungsmitglied Joey Jordison aus der Band ausgestiegen ist. Dieser wiederum verkündete am Neujahrstag 2014, dass er gefeuert worden sei und die Band nicht auf eigenen Wunsch verlassen habe.[16]

2014: Erstes Studioalbum nach sechs Jahren: .5: The Gray Chapter

Anfang August 2014 wurde mit The Negative One über die offizielle Website der erste neue Song Slipknots ohne Beteiligung des verstorbenen Bassisten Paul Gray und dem ehemaligen Schlagzeuger Joey Jordison vorgestellt. Corey Taylor bestätigte zuvor, dass es sich bei dem Song eher um ein Geschenk für die Fans handle und nicht um eine Single an sich.[17]

Corey Taylor live im Jahr 2016

Kurze Zeit später wurde mit Devil in I die erste richtige Singleauskopplung veröffentlicht. Die Band veröffentlichte kurz darauf auch den Titel des neuen Albums und das Cover. Am 12. September erschien ein Musikvideo zu dem Lied, in dem nicht nur die neuen Masken, sondern auch erstmals der neue Drummer und der neue Bassist gezeigt wurden. Letzterer wurde anhand seiner Tattoos als Alex Venturella identifiziert.

Das Album .5: The Gray Chapter wurde am 17. Oktober veröffentlicht. Neben dem Ausscheiden von Joey Jordison kam es ebenfalls zu Konflikten zwischen Gitarrist James Root und Sänger Corey Taylor. Diese resultierten daraus, dass Root von Taylor aus der Band Stone Sour geworfen worden war.[18][19]

Von Oktober 2014 bis Februar 2015 tourte die Band mit Korn und King 810 in der Prepared for Hell Tour unter anderem auch durch Hamburg und Berlin. Die Band gab im Januar 2015 bekannt, im Sommer zusammen mit Lamb of God, Bullet for My Valentine und Motionless in White in der Summer’s Last Stand Tour zu touren.

Im Dezember 2014 tauchten Bilder auf der Foto-Sharing Website Instagram auf, die bestätigten, dass Jay Weinberg der neue Schlagzeuger bei Slipknot ist.[20] Das Foto wurde von einem kurz zuvor entlassenen Crew-Mitglied von Slipknot gepostet und zeigte eine Backstageliste mit allen Namen der Bandmitglieder.[21] Das gefeuerte Crew-Mitglied handelte wohl aus Rache, da es die Bilder auf Instagram unter Anderen mit dem Hashtag #fuckslipknot (scheiss auf Slipknot) versah.

2018: Neue Single und sechstes Studioalbum We Are Not Your Kind

Am 31. Oktober 2018 veröffentlichten Slipknot eine neue Single namens All Out Life.

Am 18. März 2019 veröffentlichte die Band ein Statement in welchem mitgeteilt wurde, dass Chris Fehn nicht länger Bestandteil der Band ist. Dem Ende seiner Bandmitgliedschaft ist eine Anschuldigung Fehns vorausgegangen, in der er Sänger Corey Taylor und Shawn Crahan der Unterschlagung beschuldigt. Unklar ist, ob Fehn freiwillig gegangen ist oder aus der Band geworfen wurde. Auf der Homepage der Band findet sich ein Statement:

"Slipknot’s focus is on making album #6, and our upcoming shows around the world, our best ever. Chris knows why he is no longer a part of Slipknot. We are disappointed that he chose to point fingers and manufacture claims, rather than doing what was necessary to continue to be a part of Slipknot. We would have preferred he not take the path that he has, but evolution in all things is a necessary part of this life.

Long Live The Knot."[22]

Das sechste Studioalbum We Are Not Your Kind wurde schließlich am 9. August 2019 veröffentlicht.

Seit 2021: Tod von Joey Jordison, neue Singles und angekündigtes siebtes Studioalbum The End, So Far

Am 26. Juli 2021 starb Joey Jordison, der bis 2013 als Schlagzeuger in der Band aktiv war. Über eine genaue Todesursache wurde zunächst nichts bekannt.[23]

Slipknot veröffentlichte zudem zwei weitere Singles (The Chapeltown Rag am 5. November 2021 und The Dying Song (Time To Sing) am 20. Juli 2022), die Teil eines siebten Studioalbums namens The End, So Far sein werden, welches am 30. September 2022 veröffentlicht werden soll. The End, So Far stellt das voraussichtliche Ende der Beziehung zwischen Slipknot und dem Label Roadrunner Records dar.[24]

Bandmitglieder und Auftreten

Alle Slipknot-Mitglieder treten als Band immer maskiert auf. Ausnahmen bilden das Musikvideo zu Before I Forget, in welchem einzelne unmaskierte Gesichtsausschnitte zu sehen sind und ein Interview auf der DVD Voliminal: Inside the Nine, bei dem die Band unverkleidet zu Fragen Stellung bezieht.

Slipknots Bühnenoutfits, zumeist Overalls, sind einheitlich, während die Gesichtsmasken individuell gestaltet sind und im Laufe der Zeit diversen Veränderungen unterworfen waren. Die Masken sollen dabei jeweils eine Beziehung zum Leben ihrer Träger haben oder auf charakterliche Eigenschaften hinweisen.

Für jedes der neun Bandmitglieder steht eine Nummer von 0 bis 8. Diese Nummern finden sich unter anderem auf ihren Bühnenoutfits wieder, einige Mitglieder tragen ihre Nummer in Form von Tätowierungen oder entsprechendem Schmuck ihrer Instrumente zur Schau.

Slipknot live auf dem Mayhem Festival, 2008
  • 0: Sid Wilson (* 20. Januar 1978) ist DJ der Band. Sein Soloprojekt nennt sich DJ Starscream. Für Stone Sour hat er auf drei Stücken gescratcht.
  • 1: Joey Jordison (* 26. April 1975, † 26. Juli 2021, als Nathan Jonas Jordison) spielte bis Mitte Dezember 2013 bei Slipknot Schlagzeug. Er war auch Gitarrist der Band Murderdolls. Zusammen mit Paul Gray und Corey Taylor hat er fast alle Slipknot-Songs geschrieben. Er spielte vor Slipknot unter anderem bei Modificious (mit Craig Jones), Anal Blast (mit Paul Gray) und Acanga. Von ihm und Chris Fehn stammt auch die Bezeichnung Maggots (engl.: Maden) für die Fans der Band. Wie seine Familie informiert, sei er mit 46 Jahren friedlich im Schlaf gestorben.
  • 2: Paul Gray (* 8. April 1972 in Los Angeles, † 24. Mai 2010 in Urbandale, Iowa) spielte E-Bass. Zusammen mit Shawn Crahan gründete er Slipknot. Vor Slipknot war Gray Mitglied bei den Bands Vexx, Body Pit, Anal Blast und Inveigh Catharsis. Er wurde am 24. Mai 2010 in einem Hotelzimmer tot aufgefunden.
  • 3: Chris Fehn (* 24. Februar 1973) war bis Anfang 2019 für die Perkussion und den Background-Gesang zuständig. Vor Slipknot war er bei der Band Shed.
  • 4: James Root (* 2. Oktober 1971) ist an der Rhythmusgitarre bei Slipknot und ist seit dem gleichnamigen Album Teil der Band. Früher spielte er noch bei Stone Sour, Atomic Opera und Deadfront.
  • 5: Craig Jones (* 11. Februar 1972) ist für das Sampling zuständig. Früher spielte er Gitarre in der Band.
  • 6: Shawn Crahan (* 24. September 1969) ist für die Perkussion und den Background-Gesang zuständig. Er ist verheiratet und hat vier Kinder. Crahan ist Mitgründer von Slipknot und spielt auch Schlagzeug bei To My Surprise. Außerdem hat er sich bereits als Produzent einiger Werke einen Namen gemacht, unter anderem bei Mudvayne.
  • 7: Mick Thomson (* 3. November 1973) ist Leadgitarrist. Vor der Gründung von Slipknot gab er Gitarrenunterricht und spielte bei Body Pit.
  • 8: Corey Taylor (* 8. Dezember 1973) ist der Sänger. Neben Slipknot ist er noch Mitglied in der Band Stone Sour, die er mitbegründete. Von 2004 bis 2007 war er in erster Ehe verheiratet, sein 2002 geborener Sohn entstammt dieser Beziehung. Im November 2009 heiratete Taylor in Las Vegas erneut.

Zeitstrahl der Bandmitglieder

Kontroversen um Slipknot

Nach dem Amoklauf von Erfurt im April 2002 berichtete die britische Zeitung Sun, der Attentäter Robert Steinhäuser sei durch einen Slipknot-Song mit dem Titel „School Wars“ zu seinem Amoklauf inspiriert worden. Eine vermeintlich daraus zitierte Textzeile des Songs lautete „Shoot your naughty teachers with a pump gun“ (zu Deutsch: Erschieße deine bösen Lehrer mit einer Pump Gun). Ein solcher Song der Band existiert jedoch nicht.

Ebenso strahlten Fernsehsender Ausschnitte aus dem Lied „Eyeless“ aus und bezogen die Textstelle „how many times have you wanted to kill“ (zu Deutsch: Wie oft wolltest du töten?) auf Lehrer, obwohl das Lied keinen schulischen Kontext hat. In einer offiziellen Stellungnahme der Band heißt es:[25]

„Unser tiefstes Mitgefühl gilt den Opfern und deren Angehörigen, die unter diesem sinnlosen Gewaltakt leiden müssen. Es ist jedoch grotesk, einer Band oder einem bestimmten Musikstil die Schuld für diese Tat zu geben. Slipknot schrieben keinen Song mit dem Titel „School Wars“, und würden niemals Menschen dazu aufrufen, andere zu töten. Wir sind ein Hoffnungsschimmer für die Jugendlichen, kein Sündenbock für Massaker dieser Art. Indem wir denjenigen, die unter der Tat und deren Folgen leiden, unser aufrichtiges Beileid aussprechen, übernehmen wir dennoch keine Verantwortung dafür. Um es noch einmal zu betonen: Wir beten für die Familien der Opfer. Danke.“

Stellungnahme der Band

Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich im Sommer 2008, einige Tage vor der Veröffentlichung des neuen Albums All Hope Is Gone: Ein 18-Jähriger Schüler aus Südafrika tötete einen Mitschüler und verletzte zwei weitere Personen.[26] Der Täter hatte während seiner Tat eine Maske getragen, die Ähnlichkeiten zu Corey Taylors Bühnenoutfit hat.[26] Trotz dieser Tatsachen wurde die Band allerdings von der lokalen Polizei entlastet; Frontmann Corey Taylor sagte dazu:

„Natürlich bin ich beunruhigt, dass Leute verletzt wurden und jemand gestorben ist. Meine Verantwortung dafür endet aber auch genau dort, weil ich weiß, dass unsere Botschaft eigentlich ziemlich positiv ist.“

Corey Taylor im Blender-Magazin[26]

Im August 2005 verklagte die Band die Schnellimbisskette Burger King, da sie die Band Coq Roq zu Werbezwecken eingesetzt hat, die den Stil und das Auftreten Slipknots in Form des Tragens von Overalls und Masken kopiert haben.[27]

Diskografie

Crahan beim Soundwave Festival 2012

Studioalben

JahrTitel
Musiklabel
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungenTemplate:Charttabelle/Wartung/ohne Quellen
(Jahr, Titel, Musiklabel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE AT CH UK US Rock
1999Slipknot
Roadrunner Records (WMG)
DE81
(3 Wo.)DE
AT442
(4 Wo.)AT
UK37
Platin
Platin

(24 Wo.)UK
US51
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(77 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 29. Juni 1999
Verkäufe: + 2.768.000
2001Iowa
Roadrunner Records (WMG)
DE4
Gold
Gold

(10 Wo.)DE
AT8
(10 Wo.)AT
CH13
(8 Wo.)CH
UK1
Platin
Platin

(13 Wo.)UK
US3
Platin
Platin

(17 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 21. August 2001
Verkäufe: + 1.878.000
2004Vol. 3: (The Subliminal Verses)
Roadrunner Records (WMG)
DE2
Gold
Gold

(17 Wo.)DE
AT5
(14 Wo.)AT
CH8
(14 Wo.)CH
UK5
Platin
Platin

(11 Wo.)UK
US2
Platin
Platin

(64 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Verkäufe: + 1.717.500
2008All Hope Is Gone
Roadrunner Records (WMG)
DE2
Gold
Gold

(21 Wo.)DE
AT2
Gold
Gold

(14 Wo.)AT
CH1
(11 Wo.)CH
UK2
Gold
Gold

(8 Wo.)UK
US1
Platin
Platin

(70 Wo.)US
Rock1
(34 Wo.)Rock
Erstveröffentlichung: 20. August 2008
Verkäufe: + 1.452.500
2014.5: The Gray Chapter
Roadrunner Records (WMG)
DE2
Gold
Gold

(14 Wo.)DE
AT2
Gold
Gold

(9 Wo.)AT
CH1
(7 Wo.)CH
UK2
Gold
Gold

(12 Wo.)UK
US1
Gold
Gold

(21 Wo.)US
Rock1
(44 Wo.)Rock
Erstveröffentlichung: 15. Oktober 2014
Verkäufe: + 803.500
2019We Are Not Your Kind
Roadrunner Records (WMG)
DE2
(11 Wo.)DE
AT3
Gold
Gold

(10 Wo.)AT
CH2
(8 Wo.)CH
UK1
Silber
Silber

(7 Wo.)UK
US1
(8 Wo.)US
Rock1
(8 Wo.)Rock
Erstveröffentlichung: 9. August 2019
Verkäufe: + 225.500

grau schraffiert: keine Chartdaten aus diesem Jahr verfügbar

1 Slipknot erreichte erst infolge der Wiederveröffentlichung 2009 die Charts in Deutschland, sowie erst 2022 die Höchstplatzierung.
2 Slipknot erreichte erst infolge der Wiederveröffentlichung 2009 die Charts in Österreich.

Weblinks

Commons: Slipknot – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Interview/Story: Slipknot, 2. September 2008. metal.de; abgerufen am 19. Februar 2009
  2. CD-Review All Hope is Gone. laut.de; abgerufen am 19. Februar 2009
  3. https://www.allmusic.com/artist/slipknot-mn0000750742/biography
  4. MFKR1.com (Memento vom 18. Oktober 2014 im Internet Archive)
  5. Report: Paul Gray Is Dead. (Nicht mehr online verfügbar.) www.desmoinesregister.com, 24. Mai 2010, ehemals im Original; abgerufen am 24. Mai 2010 (englisch).@1@2Vorlage:Toter Link/www.desmoinesregister.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  6. Slipknot - Konsequenzen. Abgerufen am 27. März 2019.
  7. metal-hammer.de (Memento vom 24. Juli 2010 im Internet Archive)
  8. Slipknot – Live-DVD angekündigt. Abgerufen am 27. März 2019.
  9. slipknot1.com: Slipknot × News (Memento vom 25. Juni 2011 im Internet Archive) Update regarding summer shows
  10. Lineup des sonispherefestivals. (Memento vom 22. Juni 2011 im Internet Archive) sonispherefestivals.com
  11. Lineup bei Rock in Rio 2011. (Memento vom 7. Mai 2011 im Internet Archive) rockinrio.com
  12. sonispherefestivals.com (Memento vom 24. April 2012 im Internet Archive)
  13. oreporter.com
  14. slipknot1.com (Memento vom 16. Juni 2012 im Internet Archive)
  15. Knotfest: Offizielle Webpräsenz
  16. blabbermouth.net
  17. Corey Taylor über Negative One
  18. blabbermouth.net
  19. metal-hammer.de
  20. theguardian.com
  21. metalinjection.net
  22. Slipknot – Home. Abgerufen am 18. März 2019 (englisch).
  23. Original-Slipknot-Drummer Joey Jordison ist gestorben. 27. Juli 2021, abgerufen am 25. August 2021 (deutsch).
  24. Offizielle Slipknot Webseite. 2. August 2022 (slipknot1.com [abgerufen am 2. August 2022]).
  25. Nach Erfurt: Viva boykottiert Slipknot-Videos – laut.de – News. Abgerufen am 27. März 2019.
  26. a b c Slipknot: Statement nach Schülermord. laut.de, 22. August 2009; abgerufen am 28. August 2009.
  27. Slipknot’s Burger King Beef. 21. September 2011, abgerufen am 27. März 2019 (englisch).

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