System Of A Down ¦ Toxicity

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CD (Album)

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GTIN: 5099750153420 Artist: Genres & Stile: , ,

Zusätzliche Information

Format

Inhalt

Release

Veröffentlichung Toxicity:

2001

Hörbeispiel(e) Toxicity:

Toxicity auf Wikipedia (oder andere Quellen):

Toxicity
Studioalbum von System of a Down

Veröffent-
lichung(en)

Vereinigte StaatenVereinigte Staaten 4. September 2001
DeutschlandDeutschland 27. August 2001

Label(s)American Recordings, Columbia
CK 62240

Format(e)

CD, LP

Genre(s)

Alternative Metal, Nu Metal

Titel (Anzahl)

14 + Hidden Track

Laufzeit

40 min 4 s

Besetzung

Produktion

Rick Rubin & Daron Malakian

Studio(s)

März – Juli 2001, Cello Studios
Hollywood, Kalifornien

Chronologie
System of a Down
(1998)
ToxicitySteal This Album!
(2002)

Toxicity (engl. für Giftigkeit) ist das zweite Studioalbum der US-amerikanischen Alternative-Metal-Band System of a Down. Das von Rick Rubin und Daron Malakian produzierte Album erschien in Deutschland am 27. August und in den Vereinigten Staaten am 4. September 2001 über American Recordings bzw. Columbia. Toxicity stieg in den US-amerikanischen und kanadischen Albumcharts jeweils auf Platz eins ein. Weltweit wurden bislang über zwölf Millionen Exemplare des Albums verkauft. Das Lied Chop Suey! wurde für den Grammy in der Kategorie Best Metal Performance nominiert.

Entstehung

Songwriting und Aufnahmen

Noch während der Tournee zu ihrem Debütalbum System of a Down begann der Gitarrist Daron Malakian im bandeigenen Wohnwagen mit der Arbeit an neuen Liedern. Schon im Vorfeld hatte Sänger Serj Tankian den Wunsch geäußert, mehr zu singen als auf dem ersten Album. Das Lied Chop Suey! war eines der ersten fertig gestellten Lieder für das neue Album.[1] Laut Daron Malakian hat die Band im Vorfeld am Gesang gearbeitet und dabei mehr eingängige Melodien eingebaut, um den Hörgenuss zu vergrößern.[2] Insgesamt dauerte das Songwriting sechs bis sieben Monate. Nach dem Ende der Tourneen zum Debütalbum nahmen sich die Musiker zwei Wochen frei, bevor es ins Studio ging.[3]

Die Aufnahmen begannen im März 2001 in den Cello Studios in Hollywood. Die Wahl fiel laut des Schlagzeugers John Dolmayan auf dieses Studio, weil es seiner Meinung nach über einen „einzigartigen, unvergleichlichen Sound“ besitzen würde. Außerdem haben Slayer dort ihr viertes Studioalbum South of Heaven aufgenommen, eines von Dolmayans Lieblingsalben.[4] Produziert wurde das Album von Rick Rubin und Daron Malakian, während Serj Tankian als Co-Produzent auftrat. Gemischt wurde Toxicity von Andy Wallace, während Eddy Schreyer das Mastering übernahm. Als Gastmusiker wirkte Arto Tunçboyacıyan bei den Lieder Science und dem umgangssprachlich Arto genannten Hidden Track mit. Letzteres ist eine Adaption des Liedes Der Voghormia, einem traditionellen armenischen Kirchenlied.

Insgesamt wurden für das Album 32[4][3] bzw. 33 Lieder aufgenommen.[5] Davon wurden 14 Lieder ausgewählt, weil die Musiker keine Spielzeit von mehr als rund 45 Minuten haben wollten. Die Auswahl der Lieder fiel der Band nicht leicht. Jedes Bandmitglied schrieb laut John Dolmayan die Lieder auf, von denen er glaubte, sie würden die besten Vibes transportieren.[2] 16 der nicht verwendeten Lieder wurden auf dem ein Jahr später erschienenen Album Steal This Album! veröffentlicht.

Veröffentlichung

Das Albumcover wurde vom ehemaligen Linkin-Park-Sänger Mark Wakefield entworfen und zeigt eine Parodie des Hollywood Sign. Statt des Ortsnamens Hollywood erscheint der Bandname. Die Idee dazu hatte der Bassist Shavo Odadjian. Die Musiker suchten für den Albumtitel nach einem Wort, das Hollywood am besten repräsentieren würde, woraufhin Daron Malakian schließlich Toxicity vorschlug.[6]

„Es sieht von oben glamourös aus, aber wenn du hineinschaust …ist es giftig. Wenn die meisten Menschen an Los Angeles denken, denken sie an den Rodeo Drive und nicht an die schlechten Ecken.“

Shavo Odadjian[6]

Für die als Singles ausgekoppelten Lieder Chop Suey!, Toxicity und Aerials wurden jeweils Musikvideos gedreht. Als B-Seiten der Singles wurden die Lieder Johnny, Storaged bzw. Snowblind verwendet. Snowblind ist eine Coverversion eines Liedes von Black Sabbath.

Die japanische Version des Albums enthält als Bonus das Lied Johnny, welches sich an achter Stelle befindet. In Deutschland wurden zwei limitierte Versionen von Toxicity veröffentlicht. Eine davon enthält ein blaues Albumcover und enthält als Bonus eine DVD mit vier Live-Videos. Die andere Version hat ein rotes Albumcover und enthält eine Bonus-CD mit Backstageaufnahmen. Eine französische Version enthält eine Bonus-CD mit Live-Versionen der Lieder Sugar, War?, Suite-Pee und Know sowie einer Studioversion des Liedes Johnny.

Titelliste und Hintergrund

Titelliste
  1. Prison Song – 3:21
  2. Needles – 3:11
  3. Deer Dance – 2:56
  4. Jet Pilot – 2:06
  5. X – 2:01
  6. Chop Suey! – 3:31
  7. Bounce – 1:55
  8. Forest – 4:02
  9. ATWA – 2:56
  10. Science – 2:43
  11. Shimmy – 1:51
  12. Toxicity – 3:38
  13. Psycho – 3:48
  14. Aerials – 6:11

Prison Song setzt sich kritisch mit der US-amerikanischen Justiz auseinander. Im Text erwähnt Serj Tankian, dass sich zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Albums rund zwei Millionen Menschen in den Gefängnissen der USA inhaftiert sind und dass sich der Anteil der Häftlinge an der Gesamtbevölkerung seit 1985 verdoppelt habe. Darüber hinaus werden die Verstrickungen der US-amerikanischen Außenpolitik in den weltweiten Drogenhandel thematisiert. Aufgrund dieser Zusammenhänge sei die US-Regierung teilweise dafür verantwortlich, dass mehr als die Hälfte der Insassen US-amerikanischer Gefängnisse wegen kleinerer Drogenvergehen einsitzen.[5][7]

Needles befasst sich mit dem Missbrauch von Drogen und deren Gefahren. Das Lied Deer Dance kritisiert die Polizeigewalt gegen friedliche Demonstranten. In Jet Pilot geht es um ein Pferd, das davon träumt, als Jetpilot über eine Bucht zu fliegen. Laut Serj Tankian sollte das Pferde ursprünglich den Namen Otto tragen, allerdings mochte Daron Malakian diesen Namen nicht.[2] In dem Lied X werden die von Überbevölkerung erzeugten Probleme angesprochen. Im Text zu Chop Suey! sind zwei Referenzen zu den sieben letzten Worten Jesu, bevor er am Kreuz starb, enthalten. Genannt werden das letzte Wort „Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist.“ (Lk 23,46 EU) und das vierte Wort „Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?“ (Mk 15,34 EU; Mt 27,46 EU). Der Arbeitstitel des Liedes lautete Suicide.

„Das Lied handelt davon, dass verstorbene Menschen von der Gesellschaft anders betrachtet werden, je nachdem, wie sie starben. Wenn ich von einer Überdosis Drogen sterben würde, würden die Leute sagen, dass ich es verdient hätte weil ich Drogen missbraucht habe.“

Daron Malakian[8]

In dem Lied Bounce beklagt sich Serj Tankian über Gruppensex.[9] ATWA steht für „Air Trees Water Animals“ oder auf deutsch Luft Bäume Wasser Tiere. Das Lied steht in Verbindung zu Charles Manson, der unter diesem Schlagwort die Einheit des Lebens auf der Erde durch die Natur fördern wollte.[5] Daron Malakian vertritt die Meinung, dass Manson aus den falschen Gründen im Gefängnis sitzt und einen unfairen Prozess hatte.[10] Das Titellied Toxicity befasst sich laut Daron Malakian mit der psychischen Störung ADHS.[11] Psycho handelt von zugekoksten Groupies, welche die Band des Öfteren auf ihren Tourneen antrifft. Aerials schließlich beschreibt das Gefühl, verloren zu sein während man in einer materialistischen Gesellschaft bedrängt wird.[1] Der häufig als Arto bezeichnete Hidden Track des Albums befasst sich mit dem Völkermord an den Armeniern im Jahre 1915.[9]

Rezeption

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[12]
Toxicity
 DE2310.09.2001(42 Wo.)
 AT1623.09.2001(45 Wo.)
 CH3109.09.2001(41 Wo.)
 UK1308.09.2001(47 Wo.)
 US122.09.2001(95 Wo.)
Singles
Chop Suey!
 UK1703.11.2001(6 Wo.)
 US7605.01.2002(20 Wo.)
Toxicity
 DE8825.03.2002(9 Wo.)
 CH9007.04.2002(4 Wo.)
 UK2523.03.2002(3 Wo.)
 US7011.05.2002(13 Wo.)
Aerials
 DE8012.08.2002(6 Wo.)
 UK3427.07.2002(2 Wo.)
 US5507.09.2002(20 Wo.)

Rezensionen

Das deutsche Magazin Visions bewertete Toxicity mit elf von zwölf Punkten. Der namentlich nicht bekannte Rezensent lobte die Band für ihre „innovativ instrumentierten, intelligenten Songs, die die Plattform für einen ungemein vielseitigen Sänger bilden“. System of a Down würden mit diesem Album „sämtliche Konkurrenten um Längen hinter sich lassen“ und wären seit dem Deftones die „erste Band, die so eigenständig und eigenwillig eine neue Platte gemacht haben“.[13] Don Kaye von Blabbermouth.net bewertete das Album mit der Höchstnote zehn. Laut Kaye haben System of a Down „ihren Sound perfektioniert“ und sich selbst „etabliert als eine der wenigen Bands, von denen die Menschen noch in zehn Jahren sprechen werden“.[14]

Kritischer äußerte sich Wolf-Rüdiger Mühlmann vom deutschen Magazin Rock Hard, der in seiner Rezension die Meinung vertrat, dass System of a Down trotz „einiger pseudoaggressiver Ausbrüche von penetrant ungefährlicher Schwiegersohnnatur“ sein. Die Band würde „niemandem weh tun“ und „mit der Strömung schwimmen“ und „total mittigen, mehrheitstauglichen FDP-Rock“ spielen. Mühlmann bewertete Toxicity mit fünf von zehn Punkten.[15]

Chartplatzierungen

Toxicity erreichte Platz eins der US-amerikanischen und kanadischen Charts. Platzierungen unter den ersten Zehn erlangte die Band in Australien mit Platz sechs, in Neuseeland mit Platz sieben sowie in Finnland und im flämischen Teil Belgiens, wo Toxicity jeweils Platz acht belegte. Das Album erreichte Platz 13 im Vereinigten Königreich und Platz 16 in Österreich. In den deutschen Charts belegte Toxicity Platz 23 und in der Schweiz Platz 31.

Die drei veröffentlichten Singles konnten sich sowohl in den Vereinigten Staaten als auch im Vereinigten Königreich in den Charts platzieren. Am erfolgreichsten war Chop Suey!, dass Platz 17 der britischen Singlecharts erreichte, während in den Vereinigten Staaten Aerials auf Platz 55 der größte Erfolg war. In Deutschland erreichte Aerials Platz 80, während in der Schweiz Toxicity auf Platz 90 kam. In Österreich konnte sich keine Single platzieren.

Gold und Platin

In den Vereinigten Staaten wurden in der ersten Woche nach der Veröffentlichung rund 220.000 Exemplare des Albums verkauft.[16] Innerhalb von sechs Wochen erreichte das Album die Marke von einer Million verkaufter Einheiten, wofür das Album mit Platin ausgezeichnet wurde. Das Debütalbum benötigte drei Jahre, um diese Marke zu erreichen.[5]

Land/RegionAus­zeich­nungVer­käu­fe
Aus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Auszeichnung, Verkäufe)
Australien (ARIA) Australien (ARIA)[17]Platinum record icon.svg 3× Platin210.000
Belgien (BEA) Belgien (BEA)[18]Gold record icon.svg Gold(15.000)
Brasilien (PMB) Brasilien (PMB)[19]Gold record icon.svg Gold40.000
Deutschland (BVMI) Deutschland (BVMI)[20]Gold record icon.svg Gold(150.000)
Europa (IFPI) Europa (IFPI)[21]Platinum record icon.svg Platin1.000.000
Italien (FIMI) Italien (FIMI)[22]Platinum record icon.svg Platin(100.000)
Kanada (MC) Kanada (MC)[23]Platinum record icon.svg 2× Platin200.000
Neuseeland (RMNZ) Neuseeland (RMNZ)[24]Platinum record icon.svg Platin15.000
Niederlande (NVPI) Niederlande (NVPI)[25]Gold record icon.svg Gold(50.000)
Österreich (IFPI) Österreich (IFPI)[26]Gold record icon.svg Gold(20.000)
Schweiz (IFPI) Schweiz (IFPI)[27]Gold record icon.svg Gold(20.000)
Vereinigte Staaten (RIAA) Vereinigte Staaten (RIAA)[28]Platinum record icon.svg 3× Platin3.000.000
Vereinigtes Königreich (BPI) Vereinigtes Königreich (BPI)[29]Platinum record icon.svg Platin(300.000)
InsgesamtGold record icon.svg 6× Gold
Platinum record icon.svg 12× Platin
4.465.000

Bedeutung

Das deutsche Magazin Visions und das US-amerikanische Magazin Spin kürten Toxicity jeweils zum Album des Jahres 2001.[30] Das US-amerikanische Onlinemagazin Loudwire führte Toxicity auf Platz eins der elf besten Metalalben der 2000er Jahre und auf Platz elf der 50 besten Metalalben aller Zeiten.[31][32] Darüber hinaus kürte Loudwire das Lied Chop Suey! zum besten Hard-Rock-Song des 21. Jahrhunderts.[33]

Die Leser des britischen Magazins New Musical Express setzten Toxicity auf Platz sechs der 20 besten Metalalben aller Zeiten.[34] Die Leser des deutschen Magazins Metal Hammer wählten Toxicity auf Platz 22 der 100 besten Metal-Alben aller Zeiten.[35] Das deutsche Magazin Visions führte im Frühjahr 2017 das Album in ihrer Liste der 66+6 besten Metal-Alben des dritten Jahrtausends.[36]

Quellen

  1. a b Jon Wiederhorn: 14 Years Ago: System of a Down Unleash ‘Toxicity’. Loudwire, abgerufen am 14. Dezember 2015 (englisch).
  2. a b c Melanie Schmidt: Otto hebt ab. In: Rock Hard, Oktober 2001, Seite 114
  3. a b Nigel Roberts: All Systems Are Go. Shoutweb, abgerufen am 21. Dezember 2015 (englisch).
  4. a b Elmar Salmutter: Magische Momente. In: Metal Hammer, September 2001, Seite 64
  5. a b c d Spencer Kaufman: 10 Things You Didn’t Know About ‘Toxicity’. Loudwire, abgerufen am 13. Dezember 2015 (englisch).
  6. a b Jeanne Fury: System of a Down on Ho's, Bad Asses and Columbia Records. (Nicht mehr online verfügbar.) NY Rock, archiviert vom Original am 4. März 2016; abgerufen am 20. Dezember 2015 (englisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2
  7. People Sentenced For Drug Offenses In The US Correctional System. (Nicht mehr online verfügbar.) Drug War Facts, archiviert vom Original am 23. Dezember 2015; abgerufen am 13. Dezember 2015 (englisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2
  8. Chop Suey by System of a Down. Songfacts.com, abgerufen am 13. Dezember 2015 (englisch).
  9. a b Jon Wiederhorn: System Of A Down’s Schizophrenia Aggravated On Toxicity. MTV, abgerufen am 21. Dezember 2015 (englisch).
  10. Teri Vanhorn: System Of A Down Measure Growth With Toxicity. MTV, abgerufen am 21. Dezember 2015 (englisch).
  11. Toxicity by System of a Down. Songfacts.com, abgerufen am 13. Dezember 2015 (englisch).
  12. Charts DE Charts AT Charts CH Charts UK Charts US
  13. o.A.: System Of A Down - Toxicity. Visions, abgerufen am 17. Dezember 2015.
  14. Don Kaye: System of a Down - Toxicity. Blabbermouth.net, abgerufen am 16. Dezember 2015 (englisch).
  15. Wolf-Rüdiger Mühlmann: System of a Down - Toxicity. Rock Hard, abgerufen am 16. Dezember 2015.
  16. System Of A Down Mezmerizes Music Fans Worldwide. PR Newswire, abgerufen am 16. Dezember 2015 (englisch).
  17. Auszeichnung in Australien
  18. Auszeichnung in Belgien
  19. Auszeichnung in Brasilien
  20. Auszeichnung in Deutschland (Memento des Originals vom 10. November 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2
  21. Auszeichnung in Europa
  22. Auszeichnung in Italien
  23. Auszeichnung in Kanada
  24. Auszeichnung in den Neuseeland
  25. Auszeichnung in den Niederlande
  26. Auszeichnung in Österreich
  27. Auszeichnung in der Schweiz
  28. Auszeichnung in den Vereinigten Staaten
  29. Auszeichnung im Vereinigten Königreich
  30. SPIN's 20 Best Albums of 2001. Album of the Year, abgerufen am 17. Dezember 2015 (englisch).
  31. Loudwire staff: Top 11 Metal Albums of the 2000s. Loudwire, abgerufen am 17. Dezember 2015 (englisch).
  32. Loudwire staff: Top 50 Metal Album of All Time. Loudwire, abgerufen am 17. Dezember 2015 (englisch).
  33. Spencer Kaufman: No. 1: System of a Down, ‘Chop Suey!’ Loudwire, abgerufen am 21. Dezember 2015 (englisch).
  34. 20 greatest metal albums ever - as voted by you. New Musical Express, abgerufen am 18. Dezember 2015 (englisch).
  35. Die 100 besten Metal-Alben. Teil 2 In: Metal Hammer, Mai 2005, Seite 52
  36. o.A.: Die 66+6 besten Metal-Alben des Jahrtausends. In: Visions, Ausgabe 289, Seite 52–66

Weblinks

Artist(s)

Veröffentlichungen von System Of A Down die im OTRS erhältlich sind/waren:

System Of A Down ¦ Steal This Album! ¦ Mezmerize ¦ Toxicity

System Of A Down auf Wikipedia (oder andere Quellen):

System of a Down
Systemofadown-logo.svg

System of a Down (2012)
System of a Down (2012)
Allgemeine Informationen
Genre(s)Alternative Metal, Heavy Metal,
Nu Metal, Hard Rock
Gründung1995
Websitesystemofadown.com
Gründungsmitglieder
Serj Tankian
Gitarre, Gesang
Daron Malakian
Shavarsh „Shavo“ Odadjian
Ontronik „Andy“ Khachaturian (bis 1997)
Aktuelle Besetzung
Gesang, Keyboard
Serj Tankian
Gitarre, Gesang
Daron Malakian
Bass
Shavarsh Odadjian
Schlagzeug
John Dolmayan (seit 1997)

System of a Down (abgekürzt SOAD) ist eine 1995 in Kalifornien gegründete Metal-Band, die verschiedene Musikgenres miteinander verbindet. Derzeit besteht die Band aus den Gründungsmitgliedern Serj Tankian (Lead-Gesang, Keyboards), Daron Malakian (Gesang, Gitarre) und Shavo Odadjian (Bass), sowie dem Schlagzeuger John Dolmayan, der im Jahr 1997 Andy Khachaturian ersetzte. Alle Bandmitglieder haben armenische Wurzeln.

Bandgeschichte

1993 gründeten Serj Tankian und der acht Jahre jüngere Daron Malakian die Band Soil (nicht zu verwechseln mit SOiL). 1994 lernte die Band Shavo Odadjian kennen, der auf dieselbe armenische Privatschule in Kalifornien gegangen war wie Serj und Daron. 1995 gründeten Serj und Daron die Band System of a Down. Der Bandname „System of a Down“ leitet sich von einem Gedicht Malakians namens „Victims of a Down“ ab. Shavo, der ursprünglich Manager von Soil werden sollte, übernahm in der neu gegründeten Band zuerst die Rhythmusgitarre und später den Bass. Als Schlagzeuger wurde Andy Khachaturian eingesetzt, der die Band 1997 aufgrund einer Handverletzung wieder verließ (bis 1999–2002 Sänger von The Apex Theory, danach Sänger von VoKee) und durch John Dolmayan ersetzt wurde.[1]

Noch im selben Jahr bekamen sie von Rick Rubin, der sie durch Zufall bei einem Auftritt im stadtbekannten Viper Room sah, einen Plattenvertrag vermittelt und begannen sofort mit den Aufnahmen für ihr erstes Album System of a Down. Dieses präsentierten sie als Vorband von Slayer auf deren Tour zum ersten Mal vor großem Publikum. Bis zum nächsten Album vergingen drei Jahre. Toxicity führte den begonnenen musikalischen Stil fort und brachte der Band den internationalen Durchbruch; das Album war durch eine Mischung aus hartem, schnellen Metal und langsameren, melodischen Passagen mit zweistimmigem Gesang von Tankian und Malakian gekennzeichnet. 2002 erschien Steal This Album!, welches Lieder enthält, die während der Sessions für Toxicity geschrieben und aufgenommen, aber noch nicht veröffentlicht worden waren. Serj Tankian betonte aber ausdrücklich, dass Steal This Album! keine B-Seiten enthalte, sondern lediglich das Projekt Toxicity beenden und Platz für neue Lieder schaffen solle. Wie bereits in den vorherigen Alben flossen auch hier die Positionen der Band zur US-amerikanischen Regierungspolitik in die Lyrics ein, die sie heftig kritisieren.

Sänger Serj Tankian (2006)

Wieder vergingen drei Jahre, in denen sich besonders Serj diversen Projekten wie zum Beispiel seinem eigenen Musiklabel Serjical Strike widmete. 2005 erschien Mezmerize. Es erreichte großen kommerziellen Erfolg und kletterte in zwölf Ländern (unter anderem Deutschland) auf Platz eins der Charts. Mezmerize war jedoch nur der erste Teil eines Albumpaares. Zusammen mit dem am 18. November 2005 erschienenen Album Hypnotize bildete es eine musikalische und inhaltliche Einheit. Beide Alben wurden durch das Stück Soldier Side miteinander verbunden, welches auf Mezmerize als Intro fungiert und auf Hypnotize das Album abschließt. Laut eigener Aussage der Band wollten sie die zur gleichen Zeit aufgenommenen Lieder nicht alle gleichzeitig auf den Markt bringen, nicht, um die Verkaufszahlen zu erhöhen, sondern um dem Publikum Zeit zu lassen, sich mit dem Material beider Alben in Ruhe auseinandersetzen zu können. Da beide Alben jeweils nur eine kurze Spielzeit haben und zum vollen Preis verkauft wurden, wurde die Band für diese Veröffentlichungspolitik dennoch kritisiert.

Nach den beiden Alben entschloss sich die Gruppe Mitte 2006, eine Ruhepause einzulegen, in der sich die vier Mitglieder mehr ihrem Privatleben und Soloprojekten widmen wollten, wie Gitarrist Malakian verlauten ließ. So befasste sich der Sänger Serj Tankian mit einem Soloprojekt, während der Gitarrist Daron Malakian und der Schlagzeuger John Dolmayan zusammen eine neue Band mit dem Namen Scars on Broadway, die in den musikalischen Grundzügen stark der Musik von System of a Down ähnelt, gründete.

Ab Juni 2011 ging die Band nach fünfjähriger Pause in Europa auf Tournee. Zeitgleich veröffentlichten sie die Kompilation System of a Down, die alle bisher veröffentlichten Studioalben zusammenfasste. Stationen in Deutschland waren die Zwillingsfestivals Rock am Ring und Rock im Park sowie das Nova Rock in Österreich,[2] bei dem sie als Headliner auftraten, und ein Konzert in Berlin.[3]

System of a Down sind als Liveband weiterhin aktiv. 2013 spielte die Gruppe so auf den deutschen Festivals Rock’n’Heim und Rock im Pott. 2015 waren System of a Down im Zuge der "Wake up the Souls" Tour im hundertjährigen Gedenken am armenischen Genozid unter anderem in der armenischen Hauptstadt Yerevan zu sehen. 2017 waren System of a Down Headliner der Festivals Rock im Park, Rock am Ring und Nova Rock; 2019 spielten sie auf mehreren Festivals in Nordamerika. 2018 gab Serj Tankian allerdings zu Protokoll, entgegen verbreiteter Gerüchte sei kein neues Studioalbum in Vorbereitung; er erklärte dies mit kreativen Konflikten zwischen ihm und Daron Malakian, die bereits die Arbeit an Mezmerize und Hypnotize überschattet hätten und dazu führten, dass die Band seither außerstande sei, gemeinsam neues Material aufzunehmen.

Stil

Die Bandbreite der Musik von System of a Down reicht von Nu Metal, Heavy Metal, Grunge, Progressive Metal, Psychedelic Rock über Punkrock und Hardcore Punk bis hin zu armenischer Folklore. Ein weiteres Merkmal der Band, deren Mitglieder armenischer Abstammung sind, ist die politische Aussage ihrer mehrdeutigen Liedtexte: So kritisieren System of a Down des Öfteren die zeitgenössische US-amerikanische Politik und die Massenmedien. Zudem machen sie in einigen Liedern auf den Völkermord an den Armeniern aufmerksam.

Eine weitere Rolle in der Musik der Band spielt der Humor. Deutlich wird dies bei Liedern wie This Cocaine Makes Me Feel Like I’m on This Song oder Vicinity of Obscenity, die durch einen weitgehend sinnlosen Text und ungewöhnliche musikalische Gestaltung bestimmt sind. Auch ihre Herkunft beeinflusst die Melodien ihrer Stücke: Spuren von armenischer Volksmusik findet man unter anderem in dem Lied Radio/Video.

Charakteristisch für System of a Down sind neben dem Wechselgesang des Frontsängers Tankian und des Gitarristen Malakian auch die harten Übergänge von aggressiven und lauten Gitarren- und Schlagzeugparts zu eher sanften Passagen, in denen die stimmliche Klasse Tankians besser zum Ausdruck kommt.

Diskografie

Studioalben

Plattencover von Steal This Album!
JahrTitelHöchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[4]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DEAT ATCH CHUK UKUS US
1998System of a DownUK
Gold + Silber (Digital)
Gold + Silber (Digital)
Gold + Silber (Digital)
UK
US124
Platin
Platin

(33 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 30. Juni 1998
Verkäufe: + 1.235.000
2001ToxicityDE23
Gold
Gold

(42 Wo.)DE
AT16
Gold
Gold

(45 Wo.)AT
CH31
Gold
Gold

(41 Wo.)CH
UK13
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(47 Wo.)UK
US1
Dreifachplatin
×3
Dreifachplatin

(95 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 4. September 2001
Verkäufe: + 4.915.000
2002Steal This Album!DE14
(12 Wo.)DE
AT24
(12 Wo.)AT
CH25
(14 Wo.)CH
UK56
Gold
Gold

(4 Wo.)UK
US15
Platin
Platin

(22 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 26. November 2002
Verkäufe: + 1.150.000
2005MezmerizeDE1
Gold
Gold

(22 Wo.)DE
AT1
Gold
Gold

(31 Wo.)AT
CH1
Gold
Gold

(20 Wo.)CH
UK2
Gold
Gold

(15 Wo.)UK
US1
Platin
Platin

(44 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 17. Mai 2005
Verkäufe: + 1.890.000
HypnotizeDE4
Gold
Gold

(23 Wo.)DE
AT3
Gold
Gold

(22 Wo.)AT
CH4
Gold
Gold

(14 Wo.)CH
UK11
Gold
Gold

(8 Wo.)UK
US1
Platin
Platin

(28 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 22. November 2005
Verkäufe: + 1.380.000

Auszeichnungen

  • 2005: MTV Europe Music AwardBest Alternative
  • 2006: GrammyBest Hard Rock Performance (für den Song B.Y.O.B.)
  • 2006: EchoBest Alternative International

Zeitstrahl der Bandmitglieder

Literatur

  • Ben Myers: System of a Down: Right Here in Hollywood. Disinformation, New York 2007, ISBN 978-1-932857-88-7.

Quellen

  1. ultimate-guitar.com: The History Of: System Of A Down (Memento vom 5. März 2016 im Internet Archive)
  2. System of a Down am Novarock 2011: Archivierte Kopie (Memento vom 9. Juni 2011 im Internet Archive)
  3. systemofadown.com: Archivierte Kopie (Memento vom 1. Januar 2018 im Internet Archive)
  4. Chartquellen (Alben): DE AT CH System of a Down in den Official UK Charts (englisch) US

Weblinks

Commons: System of a Down – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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