The Dubliners
v. l. n. r.: Eamonn Campbell, John Sheahan, Barney McKenna, Séan Cannon und Patsy Watchorn (ca. 2005)
v. l. n. r.: Eamonn Campbell, John Sheahan, Barney McKenna, Séan Cannon und Patsy Watchorn (ca. 2005)
Allgemeine Informationen
Genre(s)Folk, Irish Folk
Gründung1962
Auflösung2012
WebsiteIt's The Dubliners
Gründungsmitglieder
Ronnie Drew
(1962–1974; 1979–1995)
Gesang, Banjo
Luke Kelly (1962–1984)
Gesang, Gitarre,
Tin Whistle, Mundharmonika
Ciarán Bourke (1962–1974)
Gesang, Tenor Banjo,
Mandoline, Akkordeon
Barney McKenna (1962–2012)
Letzte Besetzung
Fiddle, Mandoline,
Tin Whistle
John Sheahan (1964–2012)
Gesang, Gitarre
Seán Cannon (1982–2012)
Gitarre, Mandoline
Eamonn Campbell (1987–2012)
Gesang, Banjo, Bodhran
Patsy Watchorn (2005–2012)

The Dubliners waren eine der berühmtesten und einflussreichsten Bands der Irish Folk Music.

Geschichte

Die Band wurde 1962 im O’Donoghue’s Pub in Dublin als The Ronnie Drew Folk Group gegründet.

Mitglieder der Band waren:

Besetzungen

  • 1962–1964: Drew, Kelly, McKenna, Bourke
  • 1964–1965: Drew, McKenna, Bourke, Lynch, Sheahan
  • 1965–1974: Drew, Kelly, McKenna, Bourke, Sheahan (die „klassische“ Dubliners-Besetzung)
  • 1974–1979: Kelly, McKenna, Sheahan, McCann
  • 1979–1983: Drew, Kelly, McKenna, Sheahan
  • 1983–1988: Drew, McKenna, Sheahan, Cannon
  • 1988–1995: Drew, McKenna, Sheahan, Cannon, Campbell
  • 1996–2005: McKenna, Sheahan, Cannon, Campbell, Reilly
  • 2005–2012: McKenna, Sheahan, Cannon, Campbell, Watchorn
  • 2012: Sheahan, Cannon, Campbell, Watchorn, (O'Connor)

Die Wechsel in der Besetzung hatten unterschiedliche Gründe: Einzelne Mitglieder, wie Kelly, Drew, Lynch und McCann, verließen die Band zeitweise oder auf Dauer, um Soloprojekten nachzugehen, andere zogen sich aus dem aktiven Musikleben zurück. Ciarán Bourke erlitt 1974 während eines Auftritts in Bournemouth eine Gehirnblutung, an deren Folgen er 1988 starb. Luke Kelly starb 1984 an den Folgen eines Hirntumors. Ronnie Drew starb am 16. August 2008 in Dublin an Kehlkopfkrebs. Als letztes der Gründungsmitglieder starb am 5. April 2012 Barney McKenna („Banjo Barney“). Aufgrund seines Todes verkündete John Sheahan kurz darauf, dass die Dubliners sich nach dem Ende ihrer 50-Jahre-Jubiläumstour auflösen und ihr letztes Konzert am 31. Dezember 2012 geben werden. Sean Cannon, Eamonn Campbell, Patsy Watchorn und der Banjo-Spieler Gerry O'Connor, der die Dubliners nach dem Tod von Barney McKenna auf Tour begleitet hatte, treten seit 2013 unter dem Namen The Dublin Legends auf, da John Sheahan die Namensrechte an „The Dubliners“ besitzt.

Kurzfristige Vertretungen in der Besetzungsliste gab es zum Beispiel auch aufgrund von Krankheiten von Bandmitgliedern während der Tourneen. So wurde auf der Tour 2010 während der letzten Wochen Patsy Watchorn durch Al O'Donnell ersetzt und 2011 ab dem Auftritt in Hannover durch Chris Kavanagh. Dieser spielt Banjo, singt und wurde u. a. bekannt als Interpret von Luke Kelly-Songs, besonders auch durch seine Ähnlichkeit.

In den Jahren von etwa 1967 bis 1974 waren die Dubliners die prominenteste irische Folkgroup und trugen weltweit zur Popularität und zum Aufschwung der Irish Folk Music bei, eine Entwicklung, die später von Gruppen wie The Fureys, The Chieftains, The Pogues oder Clannad fortgesetzt wurde.

Diskografie

The Dubliners beim Folk im Schlosshof 2010

Studioalben

JahrTitel
Musiklabel
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[1]
(Jahr, Titel, Musiklabel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
IE IEUK UK
1964The Dubliners with Luke Kelly
Quasi-Livealbum im Tonstudio vor Publikum eingespielt; Alternativtitel: The Dubliners, In Session
1967A Drop of the Hard Stuff
Major Minor Records
UK5
(41 Wo.)UK
Alternativtitel: Seven Drunken Nights
More of the Hard Stuff
Major Minor Records
UK8
(18 Wo.)UK
1968Drinkin’ & Courtin’
Major Minor Records
UK31
(3 Wo.)UK
Alternativtitel: I Know My Love
At It Again
Major Minor Records
Alternativtitel: Seven Deadly Sins
1969At Home with The Dubliners
EMI-Columbia
1970Revolution
EMI/Columbia
1972Double Dubliners
EMI
Alternativtitel: Alive and Well
1973Plain and Simple
Polydor
1975Now
Polydor
1976A Parcel of Rogues
Polydor
197715 Years On
CHYME
1979Together Again
CHYME/Polydor
1983Prodigal Sons
Polydor
198725 Years Celebration
Polydor
UK43
(10 Wo.)UK
1988The Dubliner’s Dublin
199230 Years A-Greying
Celtic Collections
1996Further Along
Baycourt
200240 Years
Celtic Collections
IE15
(16 Wo.)IE
2008Whiskey In The Jar
IE99
(1 Wo.)IE

grau schraffiert: keine Chartdaten aus diesem Jahr verfügbar

Die Lieder der Dubliners sind im Lauf der Jahre in unzähligen verschiedenen Zusammenstellungen bei Dutzenden verschiedener Plattenfirmen erschienen, wobei sowohl dasselbe Album unter verschiedenen Titeln als auch verschiedene Alben unter demselben Titel (wieder-)veröffentlicht wurden. Hinzu kommen diverse „Best of“- und „Greatest Hits“-Kompilationen sowie Livealben anlässlich ihrer Tourneen.

Unter anderem erschienen:

  • Original Dubliners
Doppel-CD, die die ersten vier von den Dubliners bei EMI veröffentlichten LPs aus den Jahren 1967 und 1968 enthält
  • The Dubliners – Live in Carré Amsterdam
Das Konzert aus dem Herbst 1983 ist die letzte Aufnahme mit dem damals bereits erkrankten Luke Kelly
  • The Dubliners’ Dublin
erschienen 1988 zur Tausendjahrfeier Dublins, enthält ausschließlich Lieder aus und über Dublin
  • 40 Years
Album, das zum 40-jährigen Bestehen der Band erschien. Es enthält teils neue, teils alte Aufnahmen. Jedes Mitglied, das je bei den Dubliners spielte, ist darauf zu hören. Für die neuen Aufnahmen taten sich die Dubliners mit den beiden noch lebenden Ex-Mitgliedern Ronnie Drew und Jim McCann zusammen.
  • 40 Years Live from the Gaiety
Doppel-CD, die beim legendären Jubiläumskonzert zum 40-jährigen Bestehen der Band im Dubliner Gaiety-Theater aufgezeichnet wurde. Neben der damals aktuellen Besetzung stand das noch lebende Ex-Mitglied Jim McCann und auch der 2008 verstorbene Ronnie Drew auf der Bühne.

Zeitleiste

Galerie

Weblinks

Commons: The Dubliners – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege

  1. Chartquellen: Charts IE Charts UK