The Velvet Underground & Nico ¦ The Velvet Underground & Nico

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,

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Veröffentlichung The Velvet Underground & Nico:

1967

Hörbeispiel(e) The Velvet Underground & Nico:





The Velvet Underground & Nico auf Wikipedia (oder andere Quellen):

The Velvet Underground & Nico
Studioalbum von The Velvet Underground

Veröffent-
lichung(en)

12. März 1967

Aufnahme

April 1966November 1966

Label(s)Verve Records

Format(e)

LP, CD, MC, SACD, BD

Genre(s)

Art-Rock, Experimental, Protopunk

Titel (Anzahl)

11

Länge

48:51

Besetzung

Produktion

Andy Warhol, Tom Wilson

Studio(s)

Chronologie
The Velvet Underground & NicoWhite Light/White Heat
(1968)

The Velvet Underground & Nico ist das Debütalbum der experimentellen Rockband The Velvet Underground mit der deutschen Sängerin Nico. Es wurde von Andy Warhol produziert und im März 1967 von Verve Records veröffentlicht. The Velvet Underground & Nico wird zu den bedeutendsten Alben der Musikgeschichte gezählt.

Titelliste

Bis auf die gekennzeichneten Ausnahmen stammen alle Songs aus der Feder von Lou Reed.

Seite 1

  1. Sunday Morning (Reed, Cale) – 2:56
  2. I’m Waiting for the Man – 4:39
  3. Femme Fatale – 2:38
  4. Venus in Furs – 5:12
  5. Run Run Run – 4:22
  6. All Tomorrow’s Parties – 6:00

Seite 2

  1. Heroin – 7:12
  2. There She Goes Again – 2:41
  3. I’ll Be Your Mirror – 2:14
  4. The Black Angel’s Death Song (Reed, Cale) – 3:11
  5. European Son (Reed, Cale, Morrison, Tucker) – 7:46

Stil und Bedeutung

Das sogenannte „Bananenalbum“ wurde komplett von Warhol produziert, gestaltet und vermarktet.[Gier 1] In einem Interview mit dem Rolling-Stone-Journalisten David Fricke erklärte Lou Reed 1989, Warhols Beitrag habe darin bestanden, durch seinen bloßen Namen Mitarbeiter der Plattenfirma davon abzuhalten, sich in die Produktion einzumischen. Das Album sei von der Band selbst produziert worden, einzig bei Sunday Morning habe Tom Wilson produziert, „but he couldn’t undo what we had already done“.[1] Neben The Velvet Underground wirkte auch die Sängerin Nico mit, die eine kurze Liebesbeziehung mit Lou Reed hatte. Es sollte Nicos vorerst letzte Zusammenarbeit mit der Band bleiben. Die limitierte Originalauflage bestand aus einem Siebdruck mit einer schälbaren Banane und dem Hinweis „peel slowly and see“.

Charakteristisch für die Musik sind unter anderem die sogenannten Drones (extrem lang gehaltene, gleich bleibende Töne, welche die Harmonik, also die Akkordwechsel der Songs überlagern), wie sie etwa bei Heroin oder Venus in Furs verwendet werden. Diese Drones wurden von John Cale auf seiner elektronisch verstärkten Viola erzeugt. Er schöpfte dabei aus seinen Erfahrungen mit John Cage, La Monte Young und der Minimal Music. Für die damalige Pop- und Rockmusik war eine solch avantgardistische Symbiose aus E-, U- und F-Musik eine radikale Neuerung. Charakteristisch für den Sound von Velvet Underground ist des Weiteren das unkonventionelle, monotone Schlagzeugspiel von Maureen Tucker, das auf den Einsatz von Becken weitgehend verzichtet und durch bewusste agogische Schwankungen auffällt, wie man sie sonst nur aus der klassischen Musik kennt (besonders augenfällig in Heroin), die häufige Wiederholung minimalistischer Improvisationsmotive und ein mit Verzerrern elektronisch stark verfremdeter Sound.

In den Texten beleuchtet Reed wertfrei und realitätsnah die sogenannten „Schattenseiten“ der modernen Konsumgesellschaft – wie etwa Sadomasochismus in dem Song Venus in Furs, der sich deutlich auf den Text des Romans Venus im Pelz von Leopold von Sacher-Masoch bezieht. Femme Fatale hingegen ist eine Hommage an Edie Sedgwick, eine Stil-Ikone der 60er, die in einigen Live-Auftritten der Velvets mitwirkte und zeitweilig Muse von Andy Warhol war. Außerdem wird Drogensucht in den Songs I’m Waiting for the Man und Heroin thematisiert, mit denen Lou Reed unter anderem auf sich selbst reflektierte (wie auch in seinen späteren Soloalben). Die eindringlichen Texte bilden mit der düsteren, experimentellen Musik eine Symbiose, die wohl dazu beigetragen hat, dass Velvet Underground zu den im Nachhinein meist kopierten Rockgruppen der Musikgeschichte gezählt werden können. Überdies trug Nico mit dem düsteren Timbre ihrer Stimme (in den Titeln Femme Fatale, All Tomorrow’s Parties und I’ll Be Your Mirror) zur Einmaligkeit des Albums bei.

Dass das Album nur Platz 171 der US-Charts erreichte, war finanziell gesehen ein Desaster. Das Album wurde von Plattenläden und Radiostationen aus dem Programm genommen, da die Texte von brisanten Themen wie Drogenmissbrauch, Prostitution und Sadomasochismus handeln. Die Folge war, dass das Album zur damaligen Zeit kaum wahrgenommen wurde.

Die Originalaufnahme zeichnet in ihren Songtexten ein authentisches Spiegelbild der New Yorker Undergroundszene und skizziert unter anderem das Leben der Factory-Szene um Andy Warhol und seinen Protagonisten, überdies dienten die Stücke des Albums als Untermalung für Warhols Projekt Exploding Plastic Inevitable.[2]

Rezeption

QuelleBewertung
Allmusic[3]
Rolling Stone[4]
The Guardian[5]
Pitchfork Media[6]
Laut.de[7]

Von seinem Manager Kenneth Pitt, der kurzfristig in Betracht gezogen haben soll, The Velvet Underground zu managen, erhielt der damals kaum bekannte David Bowie bereits 1966 eine Testpressung des noch unveröffentlichten Albums, das ihn enorm beeinflussen sollte. Er schrieb 2002 dazu: „Alles, was ich wirklich über Rockmusik wissen musste, erschloss sich mir plötzlich durch eine einzige unveröffentlichte Platte. […] Mit dem Spaß war es nun offensichtlich vorbei. Das hier war von einer Coolness, die ich nie für möglich gehalten hatte, es war überwältigend.“[Spitz 1]

Die renommierte Musikzeitschrift Rolling Stone führt The Velvet Underground & Nico auf Platz 13 der 500 besten Alben aller Zeiten[8] und auf Platz 5 der 100 besten Debütalben.[9] Der New Musical Express wählte das Album auf Platz 5 der 500 besten Alben aller Zeiten.[10] In der Auswahl der 100 besten Alben des Guardians belegt es Platz 8.[11] Mojo setzte es auf Platz 9 der 100 besten Alben.[12] Das Magazin Time nahm The Velvet Underground & Nico in die Auswahl der 100 wichtigsten Alben auf.[13] Pitchfork Media wählte es auf Platz 1 der 200 besten Alben der 1960er Jahre.[14] Außerdem gehört das Erstlingswerk zu den 1001 Albums You Must Hear Before You Die.

The Observer wählte das Debütalbum auf Platz 1 der Liste der Alben, welche die Musik verändert haben.[15]

Das Album wurde 2006 in die National Recording Registry der Library of Congress und 2008 in die Grammy Hall of Fame aufgenommen.

Cover

Neben Warhol waren „seine Factory-Assistentin Billy Linich […], Paul Morris und Nat Finkelstein sowie Acy R. Lehman von der Designabteilung […] des Art Apartments von MGM“[Gier 2] am Cover-Design der aufklappbaren Schallplattenhülle (Single, Album, Cover) beteiligt. „Die Illustration ‚Banana‘ – auf einem Aufkleber das Bild einer Bananenschale sowie die Vorderseite des Covers aufgedruckte Illustration von Fruchtfleisch – wurde von Warhol konzipiert und erschien bereits 1966 als Tafelbild, das als serigrafischer Prototyp für die Cover-Illustration angesehen werden kann.“[Gier 2]

Zu sehen ist auf der Cover-Vorderseite die Abbildung einer schräg aufgerichteten Banane auf weißem Hintergrund. Der Schriftzug „Andy Warhol“ befindet sich am unteren Rand des Albumcovers. Diese und die Information[Gier 3] „Peel Slowly and See“ oben rechts am Bananenstiel sind die einzigen textlichen Informationen. Somit gibt es keine Auskunft über den Titel des Albums sowie die des Interpreten.

„Die Textaufschrift ‚Langsam schälen und sehen‘ fordert auf, den als Lasche fungierenden Papier-Bananenstiel zum Abziehen der leicht klebenden ‚Banana‘-Illustration zu benutzen“.[Gier 3] Beim Abziehen kommt das Fruchtfleisch der Banane als weitere Illustration zum Vorschein und ist im Gegensatz zur natürlichen Fruchtfleischfarbe doppeldeutig in Farbtonwerten zwischen Dunkelrot und Pink gehalten.[Gier 3]

Warhols Name als Credit der Vorderseite der Schallplattenhülle wurde verwendet, um eine zielgerechte Funktion zu erfüllen, und zwar die Assoziation oder „die Vermittlung einer Information bezüglich Warhols und des Albums“ zu fördern.[Gier 4]

Das Textelement „Peel Slowly and See“ bezog sich dagegen hauptsächlich auf die Illustration der Banane. Um eventuelle Rückschlüsse auf das Velvet-Underground-Album und seinen Inhalt zu ziehen, mussten dem Rezipienten der Hinweis auf „Andy Warhol“ als erste Information genügen. „Warhol vermarktete sein Produkt mit seinem Namen. Denn das Album, inklusive Cover, ist im unmittelbaren Kontext seiner medialen Projekte von ihm unter Mitarbeit seiner Factory-Mitglieder konzipiert und produziert worden. Den Creditvermerk ‚Andy Warhol‘ richtet er insofern präzise auf seine Urheber- und Produzenten-Position des Albums aus“.[Gier 4]

Die Rückseite wurde in Bild- und Textgestaltung streng symmetrisch gestaltet. Das obere Flächenviertel ist als Textbereich angelegt. Analog zu einer herkömmlichen Cover-Vorderseite erscheint dort der Album-Titel, der in diesem Fall identisch mit dem Gruppennamen ist, und der farblich abgesetzte und ebenso in großen Lettern gleichwertig erscheinende Namenszug Warhols mit der Angabe seines Produzenten-Status 1. Das Prinzip, die primären Credits auf der Rückseite zu positionieren, findet sich ansonsten ausschließlich bei einem „Credit Free Cover.“ Ebenso zeigt die Rückseite eine Porträt-Serie der Gruppenmitglieder als Fotografie in einer Live-Szenerie. Diese stehen im Zusammenhang zu den Filmen Warhols, die zu seiner Multimedia-Performance E.P.I. gehören, was an den Licht-, Form und Farbeffekten zu erkennen ist.

Veröffentlichungen

Erstveröffentlichung 1967

Das Album erschien erstmals im März 1967 auf Schallplatte über das Label Verve Records.

Erstveröffentlichungen auf CD

Eine CD-Version wurde 1986 von Verve und remastered 1996 von Polydor Records veröffentlicht. Beide Editionen führen die gleiche Titelliste wie die Erstveröffentlichung auf LP.

45th Anniversary Edition

Zum 45. Jubiläum des Albums erschienen im Oktober 2012 mehrere erneut remasterte Neuauflagen des Albums. Die Veröffentlichung erfolgte über Polydor Records und die Universal Music Group.

The Velvet Underground and Nico (45th Anniversary)

Die Liste der Stücke ist identisch mit der Erstveröffentlichung.

The Velvet Underground and Nico (45th Anniversary Deluxe Edition)

Die Doppel-CD enthält die Stereoversion des Originalalbums sowie fünf alternative Abmischungen einzelner Stücke.

  1. Sunday Morning (2:55)
  2. I’m Waiting For The Man (4:39)
  3. Femme Fatale (Album Version (Stereo)) (2:39)
  4. Venus In Furs (Album Version (Stereo)) (5:12)
  5. Run Run Run (Album Version (Stereo)) (4:22)
  6. All Tomorrow’s Parties (Album Version (Stereo)) (5:59)
  7. Heroin (Album Version (Stereo)) (7:13)
  8. There She Goes Again (Album Version (Stereo)) (2:41)
  9. I’ll Be Your Mirror (Album Version (Stereo)) (2:14)
  10. Black Angel’s Death Song (Album Version (Stereo)) (3:12)
  11. European Son (Album Version (Stereo)) (7:47)
  12. All Tomorrow’s Parties (Alternate Single Voice Version) (5:57)
  13. European Son (Alternate Version) (9:06)
  14. Heroin (Alternate Version) (6:17)
  15. All Tomorrow’s Parties (Alternate Instrumental Mix) (5:52)
  16. I’ll Be Your Mirror (Alternate Mix) (2:20)

The Velvet Underground and Nico (45th Anniversary Super Deluxe Edition)

Auf insgesamt sechs CDs sind in dieser Version neben dem Originalalbum in der Stereo- und Monofassung auch Nicos Debütalbum „Chelsea Girl“ sowie seltene Aufnahmen von 1966 enthalten.[16]

High Resolution Audio

2010 veröffentlichte Universal The Velvet Underground & Nico auf SACD in Japan. 2013 brachten Verve und Universal das Album in hochauflösender Tonqualität („High Fidelity Pure Audio“) auf Blu-ray Disc auf den Markt. Das Album ist zudem im verlustfreien FLAC-Format als Download erhältlich.

Einzelnachweise

Literatur:

  1. Klaus Gier: Andy Warhols Record- und Cover Design: Studien zur grafischen und formgegenständlichen Gestaltung von Schallplatten und Schallplattenverpackungen durch Andy Warhol am Beispiel „The Velvet Underground & Nico“ und „Sticky Fingers“. P. Lang, Frankfurt am Main, New York 2001, ISBN 978-3-631-37418-4.
  2. a b Klaus Gier: Andy Warhols Record- und Cover Design: Studien zur grafischen und formgegenständlichen Gestaltung von Schallplatten und Schallplattenverpackungen durch Andy Warhol am Beispiel „The Velvet Underground & Nico“ und „Sticky Fingers“. P. Lang, Frankfurt am Main, New York 2001, ISBN 978-3-631-37418-4, S. 88.
  3. a b c Klaus Gier: Andy Warhols Record- und Cover Design: Studien zur grafischen und formgegenständlichen Gestaltung von Schallplatten und Schallplattenverpackungen durch Andy Warhol am Beispiel „The Velvet Underground & Nico“ und „Sticky Fingers“. P. Lang, Frankfurt am Main, New York 2001, ISBN 978-3-631-37418-4, S. 108.
  4. a b Klaus Gier: Andy Warhols Record- und Cover Design: Studien zur grafischen und formgegenständlichen Gestaltung von Schallplatten und Schallplattenverpackungen durch Andy Warhol am Beispiel „The Velvet Underground & Nico“ und „Sticky Fingers“. P. Lang, Frankfurt am Main, New York 2001, ISBN 978-3-631-37418-4, S. 129.
  1. Marc Spitz: David Bowie. Die Biografie, 2010, ISBN 978-3-941378-87-2, S. 110–111

Internetquellen:

  1. Lou Reed: The Last Interview and other Conversations. Melville House, Brooklyn/London 2015, S. 33.
  2. Stephen Shore, Lynne Tillman: The Velvet Years. Warhol’s Factory 1965–67
  3. Review von Mark Deming auf Allmusic.com (abgerufen am 2. August 2017)
  4. Review von David Fricke (Memento vom 7. September 2001 im Internet Archive) auf RollingStone.com (abgerufen am 9. März 2018)
  5. Review von Alexis Petridis auf TheGuardian.com (abgerufen am 2. August 2017)
  6. Review von Miles Raymer auf Pitchfork.com (abgerufen am 2. August 2017)
  7. Ulf Kubanke: Die Mutter aller Indie-Alben auf laut.de (abgerufen am 2. August 2017)
  8. The 500 greatest albums of all time (2012) auf rollingstone.com, abgerufen am 2. August 2017
  9. The 100 greatest debut albums of all time (2013) auf rollingstone.com, abgerufen am 2. August 2017
  10. The 500 greatest albums of all time auf nme.com, abgerufen am 2. August 2017
  11. The Guardian 100 Best Albums Ever auf discogs.com, abgerufen am 2. August 2017
  12. 100 Greatest Albums of All Time by Mojo (1995) auf besteveralbums.com, abgerufen am 2. August 2017
  13. All-TIME 100 albums auf time.com
  14. The 200 Best Albums of the 1960s auf pitchfork.com, abgerufen am 12. September 2017
  15. The 50 albums that changed music (The Observer)
  16. Liste der enthaltenen Stücke: Olivier Landemaine: The Velvet Underground – CD Box Sets: The Velvet Underground & Nico – 45th Anniversary Super Deluxe Edition. Abgerufen am 13. Februar 2013.

Artist(s)

Veröffentlichungen von The Velvet Underground die im OTRS erhältlich sind/waren:

The Velvet Underground & Nico ¦ The Velvet Underground ¦ 1969

The Velvet Underground auf Wikipedia (oder andere Quellen):

The Velvet Underground
The Velvet Underground (Logo).png

The Velvet Underground 1968: Lou Reed, Maureen Tucker, Doug Yule, Sterling Morrison (von links)
The Velvet Underground 1968: Lou Reed, Maureen Tucker, Doug Yule, Sterling Morrison (von links)
Allgemeine Informationen
HerkunftNew York City, Vereinigte Staaten
Genre(s)Artrock, Protopunk, Experimental
Gründung1965, 1992
Auflösung1973, 1993
Websitevelvetundergroundmusic.com
Letzte Besetzung
Lou Reed (bis 1970; 1993)
John Cale (bis 1968; 1993)
Sterling Morrison (bis 1971; 1993)
Maureen „Moe“ Tucker (bis 1971; 1993)
Ehemalige Mitglieder
Gesang, Gitarre, Bass
Doug Yule (1968–1973)
Bongos, Handtrommeln, Schlagzeug
Angus MacLise (1965; 1966)
Tamburin, Gesang
Nico (1966/67)
William Alexander (1971)
Gesang, Bass
Walter Powers (1971)
Bass
Larry Estridge (1971)
Schlagzeug
Billy Yule (1970, 1972/73)
Rhythmusgitarre
Don Silverman (1973)
Gitarre
Rob Norris (1972)
Schlagzeug
Mark Nauseef (1972)
Bass, Gitarre
George Kay (1972/73)

The Velvet Underground war eine experimentelle Rockband, die 1964 in New York City gegründet wurde. In ihrer Anfangsformation bestand sie aus Lou Reed (Gitarre, Gesang), John Cale (Bass, Viola, Keyboard und Gesang), Angus MacLise (Schlagzeug, Bongos, Handtrommeln) und Sterling Morrison (Gitarre). Ab 1965 spielte Maureen Tucker anstelle von Angus MacLise Schlagzeug, ergänzt wurde diese Formation 1966 für das Debütalbum von der deutschen Sängerin Nico.

Bekannt wurde die Band als Gruppe von Protégées von Andy Warhol, der auch ihr erstes Album produzierte. Mit ihren provokanten Texten über Sadomasochismus, Transvestitismus und Drogensucht blieb die Band während ihres Bestehens kommerziell erfolglos, heute wird sie jedoch zu den einflussreichsten Rockbands der Musikgeschichte gezählt.

Bandgeschichte

Vorgeschichte (1964–1965)

Lou Reed 2006
John Cale 2006

Die Gründungsgeschichte der Band reicht zurück bis ins Jahr 1964. Der Sänger, Songwriter und Gitarrist Lou Reed hatte gerade eine Garagenband namens The Primitives gegründet und arbeitete als Texter für Pickwick Records. Den Job bezeichnete Reed als “a poor man’s Carole King” (deutsch: „eine Carole King für Arme“).[1]

Bald traf Reed auf John Cale, einen jungen Waliser, der in die USA gezogen war, um klassische Musik zu studieren. Cale verfügte über eine klassische Kompositionsausbildung, hatte bereits mit Musikern der Neuen Improvisationsmusik wie John Cage oder La Monte Young zusammengearbeitet und war ebenso wie Reed an Rockmusik interessiert. Der Einfluss von La Monte Young und dessen als „Drones“ (Dröhnen, Brummen) bezeichneten Kadenzen auf den Sound von Velvet Underground sowie Cales und Reeds spätere Solokarrieren waren erheblich.[2] Cale war überrascht, in Reed jemanden gefunden zu haben, der wie er ein offenes Ohr für Experimente hatte: Reed stimmte seine Gitarrensaiten oft alle auf den gleichen Ton („Ostrich-Tuning“) und erzielte damit den „Drone“-Effekt. Die beiden jammten immer häufiger zusammen, und es entstand eine kreative Partnerschaft, die bereits die Richtung für das spätere Bandprojekt The Velvet Underground vorgab.

Gründung

John Cale arbeitete schon bald mit Lou Reed zusammen, nachdem ihn Tony Conrad auf The Primitives aufmerksam gemacht hatte.[3] 1965 wurde er Nachfolger von Jimmie Sims in der Band, die sich inzwischen The All-Night Workers nannte.[4] Reed und Cale verließen diese Band wenig später und stellten gemeinsam mit dem Perkussionisten Angus MacLise, den sie über Pickwick Records kennen gelernt hatten, und Sterling Morrison, einem Kommilitonen Reeds, eine neue Besetzung zusammen. Das Quartett tingelte anfangs durch kleine New Yorker Klubs und Kneipen und nannte sich zunächst The Warlocks und The Falling Spikes.[5] Der Stil der Gruppe war zunächst eher dem Rock ’n’ Roll zuzuordnen. John Cale beschrieb diese Vorgeschichte und Entstehungsphase der späteren VU als „Reminiszenz an die Beatnik-Poetik mit Angus MacLise als lockeren Rhythmusdrummer hinter all den Gitarren- und Bassattacken.“[6] Reed, Cale und Morrison nahmen ein Demotape auf, das Cale auf einer Englandreise Marianne Faithfull in der Hoffnung gab, sie würde es Mick Jagger zuleiten. Daraus wurde jedoch nichts und so verschwand das gesamte unveröffentlichte Bandmaterial im Archiv, um erst dreißig Jahre später auf einer Kompilation veröffentlicht zu werden.[1]

Angus MacLise spielte nur noch kurze Zeit in dieser Formation mit; als die Band im Sommer 1965 ein von Al Aronowitz, ihrem damaligen Manager, vermitteltes Angebot für ihren ersten bezahlten Auftritt angenommen hatte, gab er seinen Ausstieg bekannt, weil er eine Kommerzialisierung der Band befürchtete.[1]

MacLises Nachfolgerin am Schlagzeug, Maureen Tucker, kam durch Sterling Morrison, mit dem sie befreundet war, in die Band und beeindruckte durch ihr ungewöhnliches Schlagzeugspiel: Sie spielte im Stehen, benutzte für die Bassdrum keine Fußmaschine und hatte eine eigene Anordnung der Schlaginstrumente; überdies legte sie gern ein Tamburin auf ihre Snaredrum. Tucker war zudem eine der ersten Schlagzeugerinnen der Rockgeschichte. Angus MacLise kehrte im Sommer 1966 noch einmal für kurze Zeit als Ersatzmann zu The Velvet Underground zurück, als Reed an Hepatitis erkrankt war; Tucker übernahm in dieser Zeit den Bass.[7][8]

Entstehung des Bandnamens

„The Velvet Underground“ ist ein Buch von Michael Leigh, das von Sadomasochismus und dem abseitigen Sexualleben der amerikanischen Mittelschicht handelt. Reed und Cale hatten es bei ihrem Umzug in Tony Conrads ehemaliges New Yorker Appartement im Müll ihres Vormieters gefunden. Bei der Wahl des Gruppennamens dachten Reed und Morrison jedoch weniger an die Thematik des Buches als vielmehr an die zu jener Zeit gerade angesagten Undergroundfilme, überdies passte der Name zu Reeds bereits fertiggestelltem Song Venus in Furs (in Anspielung auf den gleichnamigen sadomasochistischen Roman Venus im Pelz von Leopold von Sacher-Masoch). Alle Bandmitglieder waren mit dem Namen einverstanden, und so wurde der Buchtitel umgehend der neue Name für das Bandprojekt. Der Gitarrist Sterling Morrison dazu:

„Immer wenn ich das Wort ‚Underground‘ höre, fühle ich mich an diese Zeit in den frühen Sechzigern erinnert, als dieser Begriff zum ersten Mal eine spezielle Bedeutung annahm. Damit waren Undergroundfilme gemeint und die Leute, die diese Kunstform produzierten und unterstützten. Und derjenige, der mich mit dieser Szene bekanntmachte, war Piero Heliczer, ein lupenreiner ‚Underground-Filmemacher‘, der erste, den ich kennenlernte […] Endlich hatten wir einen Namen! Und aufgegriffen und für gut befunden wurde er von uns nicht nur wegen der Sadomaso-Thematik, sondern weil der Begriff auf unsere Tätigkeit im Undergroundfilm und in der Kunstszene verwies.“

Ihr erstes Konzert unter dem Namen The Velvet Underground gab die Band, erstmals mit Maureen Tucker am Schlagzeug, am 11. Dezember 1965 an der Summit High School in New York.[9][8]

Karriere

Der Aufstieg der Band begann, als die Filmemacherin Barbara Rubin kurz vor Weihnachten 1965 im Café Bizarre im Greenwich Village auf die Gruppe aufmerksam wurde und dem Pop-Art-Künstler Andy Warhol davon erzählte. Warhol war gerade auf der Suche nach einer Band für seinen neu gegründeten Club „Andy Warhol’s Up“. Wenig später besuchten Rubin und Warhol in Begleitung von Gerard Malanga, Paul Morrissey und Edie Sedgwick das Lokal, um sich die Gruppe anzusehen.[10][11] Warhol war auf Anhieb von der skurrilen Band begeistert, die es sich zur Angewohnheit gemacht hatte, stoisch mit dem Rücken zum Publikum zu spielen. „Wir gingen definitiv nach draußen, um zu beleidigen, da war eine gewisse Grenze, uns war das Publikum scheißegal, wir drehten ihm den Rücken zu“, sagte John Cale in einem späteren Interview.[12] Warhol, den Kuriositäten stets faszinierten, engagierte die „Velvets“, die mit all ihrer in Kakophonie verwobenen Lyrik wie eine finstere Nemesis auftraten, als Band für sein neues Multimediaprojekt „Exploding Plastic Inevitable“ (E.P.I.).

Andy Warhol und die Factory

Plakat von 1966

Die Zusammenarbeit mit Andy Warhol lässt sich auf das gesamte Jahr 1966 und die erste Hälfte des Jahres 1967 datieren.[13] Im Januar 1966 hatte die Gruppe einen gemeinsamen Auftritt mit Warhol im Delmonico’s Hotel an der Park Avenue, wo Warhol als Vortragsredner zum Festbankett der New York Society for Clinical Psychiatry geladen war. Warhol, der sich weigerte, vor Publikum zu reden, unterhielt die Gäste stattdessen mit der Musik von Velvet Underground, zu der er seine Filme Harlot und Henry Geldzahler zeigte. Während des Auftritts führte Gerard Malanga einen Peitschentanz auf, zu dem das Model Edie Sedgwick, die damalige Warhol-Muse, in kreisenden Bewegungen tanzte. Die Filmemacher Jonas Mekas und Barbara Rubin gingen derweil mit einem Scheinwerfer durch den Saal und stellten den verstörten Psychiatern peinliche Fragen nach ihren Sexualpraktiken. Die International Herald Tribune titelte am darauf folgenden Tag: „Psychiater ergreifen vor Warhol die Flucht“.[14]

Bereits im April 1966 fand die Eröffnung einer Serie von Multimediashows im New Yorker Club The Dom statt, die Warhol zusammen mit Velvet Underground konzipiert hatte. Der im geschäftigen East Village gelegene Club besaß einen großen Tanzsaal, den Warhol für den gesamten Monat April mietete.[14] Die Band gehörte dann kurzfristig Warhols „Factory“ an, der als Manager und Produzent die Karriere der Gruppe nun entscheidend förderte, ihnen die Factory als Übungsraum zur Verfügung stellte und sie als Zugpferd in seine provokativen Performanceshows integrierte. Er entwarf auch das Cover für das Debütalbum The Velvet Underground & Nico mit der (in der ersten Auflage als Siebdruck abziehbaren) Banane und konzipierte eine umfangreiche Promotion für „sein“ neues Produkt.

Als Gegenleistung verlangte Warhol, das attraktive blonde Kölner Fotomodell Nico, das in der „Factory“ inzwischen die Nachfolge von Edie Sedgwick angetreten hatte, in die Band aufzunehmen, was von den übrigen Bandmitgliedern nur widerwillig akzeptiert wurde, da sie nach Ansicht von Reed und Cale zwar eine starke erotische Ausstrahlung besaß, jedoch beim Singen große Intonationsprobleme hatte. Allerdings war für die Plattenfirma Nicos Anwesenheit ausschlaggebend dafür, der Band überhaupt einen Plattenvertrag zu geben, was besonders Reed sehr zu schaffen machte. Er hatte nebenbei zwar eine Liaison mit ihr, was ihn aber nicht daran hinderte, gegen sie zu intrigieren. Überdies war es zu Konflikten zwischen Nico und Maureen Tucker gekommen. Beide Frauen konnten nichts miteinander anfangen. Später sagte Tucker in der ZDF-Dokumentation Nico Icon über Nico: “To me she was just a great pain in the ass.” (deutsch: „Für mich war sie einfach eine Nervensäge“). Nico verließ die Band nach einem letzten gemeinsamen Auftritt am 27. Mai 1967[15] und begann ihre Solokarriere.[16]

Mit Beginn ab dem 3. Mai 1966 war das E.P.I. in Los Angeles zu Gast, wo die Schau nach dem dritten Abend wegen Ruhestörung vorzeitig beendet wurde. In den folgenden Tagen lernte die Band dort auch Steve Sesnick kennen.[17]

Gegen Ende des Jahres 1966 verlor Warhol zusehends das Interesse am E.P.I. und an der Gruppe; zuletzt traten The Velvet Underground im Mai 1967 in diesem Rahmen auf. Als Andy Warhol Nico zu einem weiteren Auftritt der Band mitgebracht hatte, verwehrte Lou Reed ihr den Zugang zur Bühne.[18] Nico vermutete später, Reed sei gekränkt gewesen, weil sich die Zeitungen nur für sie interessierten:[19]

“Everybody wanted to be the star. Of course Lou always was. But the newspapers came to me all the time. That’s how I got fired – he couldn’t take that anymore.”

„Jeder wollte der Star sein. Natürlich war Lou das immer. Aber die Zeitungen kamen die ganze Zeit zu mir. So wurde ich gefeuert – er konnte das nicht mehr ertragen.“

Nach einem anschließenden Gespräch zwischen Lou Reed und Andy Warhol wurde auch Warhol entlassen.[19]

Nach der Factory-Zeit

Nach ihrer Trennung von Andy Warhol versuchte die Band in New York eigene Räumlichkeiten aufzutreiben, in denen sie das E.P.I. weiter aufführen konnten; für die kostenintensive Show gab es immer weniger Auftrittsmöglichkeiten. Ihre Versuche, einen eigenen Club zu gründen, scheiterten jedoch. The Velvet Underground gaben zwischen April 1967 und Juni 1970 kein einziges Konzert mehr in ihrer Heimatstadt. Ein Auftritt im Club Boston Tea Party am 26./27. Mai 1967 war ihr erster Versuch, sich als eigenständige Rockband zu etablieren.[20]

1967 übernahm schließlich Steve Sesnick, der eher am Erfolg der Band als an ihrem künstlerischen Anspruch interessiert war, das Management. Mit Tom Wilson, einem Freund von Nico, als Produzent nahm die Band von September 1967 bis Januar 1968 das experimentelle Album White Light/White Heat auf. Nach dessen Veröffentlichung kam es zwischen John Cale und Lou Reed zu einem Streit, so dass Cale schließlich nach einem letzten Auftritt am 28. September 1968 die Band verließ.[21] Er produzierte anschließend noch einige Songs und Schallplattenaufnahmen von Nico (unter anderem die Alben The Marble Index, Desertshore und The End) und widmete sich dann eigenen Soloprojekten.

Steve Sesnick konnte Reed überzeugen, Lieder für die Band zu schreiben, die mehr am allgemeinen Publikumsgeschmack orientiert waren. Die drei verbliebenen Bandmitglieder nahmen, verstärkt durch den Neuzugang Doug Yule, zwei gefälligere Studioalben – The Velvet Underground und Loaded – auf. Das letzte Konzert in dieser Besetzung gab die Band am 23. August 1970.[22] Kurz darauf stieg Lou Reed aus, und nach einem Konzert am 21. August 1971[23] folgte ihm Sterling Morrison, der ein Literaturstipendium an der University of Texas at Austin annahm.[24]

Letzte Auftritte

Doug Yule, der mit dem Ausstieg Reeds die Führung der Band übernommen hatte, und Maureen Tucker traten mit wechselnden Musikern bis November 1971 weiterhin als The Velvet Underground auf. Nach dem Ende dieser Tour wollten die Musiker mit der Arbeit an einem neuen Studioalbum beginnen, jedoch entließ Steve Sesnick alle Bandmitglieder außer Doug Yule, bevor es dazu kommen konnte, wohl auch, um die Kontrolle über die Geschicke der Band zu behalten.[25] Nachdem Tucker sich nach einem letzten Auftritt der Band im Januar 1972[23] aus dem Musikgeschäft zurückgezogen hatte, um sich ihrem Familienleben zu widmen, sah auch Yule keine Zukunft mehr in der Rockmusik und begann als Zimmermann zu arbeiten.

Trotz der nunmehr de facto erfolgten Auflösung der Band hielt Sesnick an ihrem Namen fest. Er konnte einige Konzerte für The Velvet Underground in England organisieren und bat Doug Yule, nochmals als The Velvet Underground auf Tour zu gehen; Sterling Morrison und Maureen Tucker wurden ebenfalls gefragt, lehnten jedoch ab. Aus Mitgliedern der Band The Red Rockets, in der Dougs Bruder Billy Yule spielte, wurde daher eilig eine neue Tourband zusammengestellt, der auch Mark Nauseef angehörte.[26]

Im Oktober 1972 nahm Doug Yule zusammen mit Ian Paice das Album Squeeze auf, das letzte Konzert der begleitenden Tour fand am 9. Dezember 1972 in Northampton statt. Zu diesem Zeitpunkt hatte Manager Sesnick das Interesse an der Band bereits verloren.

Letzte Konzerte unter dem Namen The Velvet Underground fanden ab Ende Mai 1973 statt, als Doug Yule in einer Band spielte, die sowohl Coverversionen von The-Velvet-Underground-Stücken als auch eigene Lieder im Repertoire hatten:

„Wir trafen jemanden, der anfing, uns rund um Neuengland zu buchen. Er sollte uns als mit mir von The Velvet Underground bewerben, aber er sollte nicht sagen, es handele sich um The Velvet Underground. […] Der letzte Auftritt war in irgendeinem Skiort in Vermont, wir fuhren hin, sahen ‚The Velvet Underground‘ und sagten: ‚Jetzt reicht’s!‘“

Doug Yule[23]

Nachdem ein dreitägiges Engagement in Roslyn (New York) am 3. Juni 1973 beendet war, löste sich die vorerst letzte Besetzung von The Velvet Underground endgültig auf.[23]

Erneute Zusammenarbeit und Reunion

1989 spielten Lou Reed und John Cale den Liedzyklus Songs for Drella zum Gedenken an ihren zwei Jahre zuvor verstorbenen früheren Mentor Andy Warhol ein.[27] Bei der letzten Aufführung am 3. Dezember 1989 übernahm Maureen Tucker bei dem Lied Pale Blue Eyes das Schlagzeug.[28] Am 15. Juni 1990 kam es zu einem spontanen Auftritt anlässlich einer Andy-Warhol-Ausstellung in Jouy-en-Josas bei Paris; mit den herumliegenden Instrumenten einer anderen Band spielten Reed, Cale, Morrison und Tucker das Lied Heroin. Aufnahmen dieses Auftritts wurden später auf Bootlegs veröffentlicht.[28]

Im Jahr 1991 nahmen Reed, Cale, Morrison und Tucker für Maureen Tuckers Soloalbum I Spent a Week There the Other Night erstmals seit 1968 gemeinsam neues Studiomaterial auf, beim Stück I’m Not sind alle vier Musiker zu hören. Das Stück sollte ihre letzte Studiozusammenarbeit bleiben. 1992 kam es zu einer kurzfristigen Wiedervereinigung von The Velvet Underground in der „klassischen“ Besetzung, die zu diesem Anlass erstmals seit ihrer Gründung durch Europa tourte; allerdings hatte diese Reunion nicht lange Bestand. Das letzte Konzert unter dem Namen The Velvet Underground gab die Band im Juli 1993 als Vorgruppe von U2.[29] Ein Livealbum, aufgenommen während dieser Tour, wurde später als Live MCMXCIII veröffentlicht.

Zuletzt traten Reed, Cale und Tucker am 17. Januar 1996 anlässlich ihrer Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame auf.[30] Dem im Vorjahr verstorbenen Sterling Morrison widmeten sie das Stück Last Night I Said Goodbye To My Friend.[28]

Klage gegen die Andy-Warhol-Stiftung

Am 11. Januar 2012 verklagten Lou Reed und John Cale die Andy-Warhol-Stiftung (Andy Warhol Foundation for Visual Arts), weil sie die Cover-Banane des Debütalbums auf ihren Merchandise-Produkten verwendete, und forderten die bisherigen Gewinne der Stiftung ein. Das Symbol war 1995 im Booklet einer CD-Kollektion als Markenzeichen der Band gekennzeichnet. Warhol hatte nie das Copyright für die Abbildung beantragt.[31] Der Rechtsstreit wurde im Mai 2013 beigelegt.[32]

Studioproduktionen

The Velvet Underground & Nico (1967)

Das Debütalbum von Velvet Underground, wegen des Covers als „Bananenalbum“ bekannt,[33] wurde mit Ausnahme des ersten Titels „Sunday Morning“, der von Tom Wilson produziert worden ist,[34] komplett von Andy Warhol produziert, gestaltet und vermarktet. Das Album gehört zu den Klassikern der Rockmusik.[33]

Auf diesem Album zeichnete sich bereits der Stil des Folgealbums ab: Neben ruhigen Stücken (unter anderem „Sunday Morning“ und dem von Nico gesungenen „I’ll Be Your Mirror“) fand sich hier auch Experimentelleres wie „Heroin“, das später unter anderem von Billy Idol gecovert wurde.[35] Die Texte dieser experimentellen Stücke handeln unter anderem von Drogenmissbrauch (I’m Waiting for the Man, Heroin) und Sadomasochismus (Venus In Furs).

„European Son“ wurde auf der Erstpressung Lou Reeds Mentor Delmore Schwartz gewidmet.

White Light/White Heat (1968)

Das zweite Album White Light/White Heat, das nicht mehr unter dem Einfluss von Andy Warhol stand, ist in mancherlei Hinsicht wesentlich radikaler als sein Vorgänger. Es fällt besonders durch den exzessiven Gebrauch von Verzerrern und Feedbacks auf, so z. B. in „I Heard Her Call My Name“ und dem 17-minütigen „Sister Ray“ (unter anderem 1980 gecovert von der englischen Gruppe Joy Division auf dem Live-Album Still).

The Velvet Underground begannen als eine der ersten Rockgruppen bewusst, den „Krach“ – also den nach tradierten ästhetischen Vorstellungen „unschönen“ Klang beziehungsweise die Kakophonie – zu einem besonderen Merkmal ihrer Ästhetik zu erheben. Vehemente Gitarren-Rückkopplungen und ein treibendes, oft metronomartiges Schlagzeug bestimmen den Sound des Albums. Überdies experimentierte die Band auf diesem Album verstärkt mit der Stereotechnik, indem sie verschiedene akustische Elemente vom linken zum rechten Kanal wandern ließ. Bei The Gift wurde über Gitarrenfeedback die Geschichte eines skurrilen Todesfalls erzählt.

The Velvet Underground gingen mit diesem radikalen Stilbruch weit über etwa zeitgleiche musikalische Experimente von Jimi Hendrix (z. B. Star Bangled Banner), den Beatles (etwa mit Tomorrow Never Knows auf dem Album Revolver), den Rolling Stones (auf dem Album Their Satanic Majesties Request) und der Psychedelic-Gruppe The United States of America hinaus. Dies führte allerdings dazu, dass White Light/White Heat jene lyrischen Momente, über die das erste Album mit Liedern und Balladen wie Sunday Morning oder I’ll Be Your Mirror verfügte, fast zur Gänze vermissen ließ. Als einem eher experimentell konzipierten Album sollte White Light/White Heat kein kommerzieller Erfolg beschieden sein.

The Velvet Underground (1969)

In völligem Kontrast zu White Light/White Heat zeigt sich das dritte Album der Gruppe, das schlicht mit „The Velvet Underground“ betitelt ist. Nachdem Lou Reed seinen Rivalen John Cale aus der Band gedrängt hatte, war er nun deren einziger kreativer Kopf. Damit ging der experimentelle Charakter der Band weitgehend verloren. Reed legte nun besonderes Augenmerk auf die Texte. Allerdings bekam er mit dem Nachwuchstalent Doug Yule erneut interne Konkurrenz: Als „Mann für alle Fälle“ bediente Yule den Bass, war zweiter Lead-Gitarrist und übernahm den Hintergrundgesang.

Trotz oder gerade wegen der Abwendung vom experimentellen, rohen Klangbild früherer Werke stieß „The Velvet Underground“ bei der US-amerikanischen Musikpresse auf positive Resonanz, teils überschwängliches Lob.[36] Dennoch blieben die Verkaufszahlen hinter den Erwartungen zurück.

Loaded (1970)

Nachdem es nicht zur Veröffentlichung eines vierten Albums bei MGM gekommen war, wechselte die Band zu Atlantic Records. Dort erschien 1970 das Album Loaded, das zum größten finanziellen Erfolg der Gruppe wurde. Der Titel verweist auf den Druck vonseiten der Plattenfirma, ein kommerziell erfolgreiches Album herauszugeben (loaded with hits). Mit vielen vergleichsweise eingängigen Songs (Rock and Roll, Sweet Jane, Who Loves the Sun) besitzt Loaded nicht mehr den charakteristischen Velvet-Underground-Sound. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass Maureen Tucker schwanger geworden war und bei den Aufnahmen durch Billy Yule, den Bruder von Doug Yule, und Doug Yule selbst[37] ersetzt wurde und Lou Reed die Band noch vor Herausgabe der Platte verließ[22] und somit fast die Hälfte der Songs ohne ihn fertiggestellt werden musste.

Squeeze (1973)

Nachdem mit Lou Reed das letzte ursprüngliche kreative Mitglied die Band verlassen hatte, verlor die Gruppe ihre Identität. Ungeachtet dessen wollte Manager Steve Sesnick den Namen „Velvet Underground“ bis zum Ende ausschlachten.[37]

1973 löste sich die Band endgültig auf. Das letzte Album Squeeze, das von Doug Yule und Ian Paice aufgenommen wurde, gilt als besonders schwaches Album.[38] Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung von Squeeze verfolgten Nico, John Cale und Lou Reed längst erfolgreiche Solokarrieren.

VU / Another View (1984/85)

Bereits nach der Veröffentlichung von White Light/White Heat, vor allem aber nach dem Erscheinen des dritten Albums The Velvet Underground nahm die Band weitere Stücke auf, die von der Plattenfirma MGM nicht veröffentlicht wurden, da der kommerzielle Erfolg zunächst ausgeblieben war. Das Material wurde erst 1984 und 1985 auf den beiden Alben VU und Another View publiziert. Im Zuge des New Wave waren The Velvet Underground inzwischen zu einer Kultband avanciert, die Künstler wie David Bowie, die Sex Pistols, Siouxsie and the Banshees oder Bauhaus als ihr wichtigstes Vorbild betrachteten.

Liveproduktionen

1969 Velvet Underground Live With Lou Reed (Volume 1)

Eine Kompilation verschiedener Liveauftritte von Velvet Underground in Texas und San Francisco aus dem Jahr 1969. Das Album besteht aus zwei Schallplatten und skizziert letztmals das gesamte kreative Live-Spektrum der Gruppe vor ihrer Auflösung; so finden sich hier überlange Versionen von Heroin, Ocean und Rock and Roll. Bemerkenswert ist die fast neun Minuten andauernde, enervierend treibende Version von What Goes On, die von einem metronomartigen Gitarren- und Schlagzeugspiel unterstützt wird.

Bootleg series vol. 1: The Quine tapes

Diese Liveaufnahmen, die erst 2001 veröffentlicht wurden, waren das erste offizielle Bootleg von Velvet Underground. Mit offizieller Genehmigung der Band – eine Ausnahme bei Bootlegs – nahm Robert Quine 1969 einige Konzerte in San Francisco auf. Enthalten sind unter anderem drei Versionen von Sister Ray, einem Stück, das sonst live nur selten gespielt wurde.

The Velvet Underground Live At Max’s Kansas City (1972)

Diese Liveaufnahme entstand am 23. August 1970 bei einem Konzert in dem Nachtklub und Restaurant Max’s Kansas City in New York. Sie wurde von der Factory-Mitarbeiterin Brigid Berlin alias Brigid Polk mit einem Kassettenrekorder gemacht. Es war das letzte Konzert mit Lou Reed vor dessen Ausstieg. Am Schlagzeug ist als Ersatz für Maureen Tucker, die schwanger geworden war, Doug Yules Bruder Billy zu hören.

Live MCMXCIII (1993)

1993 gab es eine kurze Wiedervereinigung der Band mit einer Tour in der Besetzung der ersten Studioalben (ohne Nico, die 1988 gestorben war). Mitschnitte dieser Tour, auf der zudem einige neue Stücke gespielt wurden, sind auf dem Livealbum Live MCMXCIII zu finden. Zu neuen Studioaufnahmen kam es nicht mehr; Sterling Morrison starb 1995 an Krebs.

Popkultureller Einfluss

Die Musik von Velvet Underground wurde erst mehr als ein Jahrzehnt nach ihrer Erstveröffentlichung populär. Etwa zur Zeit der Veröffentlichung ihres Debütalbums wurde die Hippiebewegung mit Bands wie den Beatles von der Nischen- zur Massenkultur. Die nonkonformistischen Velvets stellten das Gegenstück zu den Idealen dieser Bewegung dar.[39]

Aufgrund ihrer experimentellen, rohen Musik und ihrer provokanten Texte über Tabuthemen wie Gewalt, Sadomasochismus, Trans- und Homosexualität oder Drogensucht war die Band, die, zumal als Teil des Exploding Plastic Inevitable, auf die Öffentlichkeit eine verstörende, schockierende Wirkung ausübte, ein Kuriosum in den konservativen USA. Sie orientierte sich bis zum Ausstieg von John Cale nur selten am allgemeinen Publikumsgeschmack und war an Chartplatzierungen nicht interessiert. Mit der von Steve Sesnick betriebenen Hinwendung zum Mainstream änderte sich dies, jedoch blieben Erfolge weiterhin aus. Sterling Morrison sagte 1969 in einem Interview:[16]

„Ich würde es gern sehen, wenn wir eine Hitsingle hätten. Es ist wirklich wichtig, dass man eine hat. Unsere bisherigen Singles sind ein Witz.“

Wenngleich die weniger experimentellen Alben The Velvet Underground und Loaded von renommierten Kritikern wie Lester Bangs positiv bewertet wurden,[36] wurde das allgemeine Interesse an der Band erst später geweckt, als Künstler wie David Bowie sie als frühe Inspirationsquelle nannten.[40] Bis heute nennen zahlreiche Bands, von Sonic Youth[41] bis zu The Strokes,[42] aus Punk, Gothic Rock, New Wave, Industrial und Alternative The Velvet Underground als eines ihrer musikalischen Vorbilder. Mittlerweile ist ihr Einfluss auch vereinzelt im Black Metal neuerer Bands auszumachen.[43]

Der Rolling Stone listete die Band auf Rang 19 der 100 größten Musiker aller Zeiten.[44]

Diskografie

Studioalben

JahrTitel
Musiklabel
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen
(Jahr, Titel, Musiklabel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DEAT ATCH CHUK UKUS US
1967The Velvet Underground & Nico
Verve Records
DE89
(1 Wo.)DE
UK59
Platin
Platin

(10 Wo.)UK
US129
(14 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 12. März 1967
Verkäufe: + 350.000; mit Nico
1968White Light/White Heat
Verve Records
UK
Silber
Silber
UK
US199
(2 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 30. Januar 1968
Verkäufe: + 60.000
1969The Velvet Underground
MGM Records
UK
Gold
Gold
UK
Erstveröffentlichung: 24. März 1969
Verkäufe: + 100.000
1970Loaded
Cotillion Records
UK
Silber
Silber
UK
Erstveröffentlichung: September 1970
Verkäufe: + 60.000
1973Squeeze
Polydor
Erstveröffentlichung: Februar 1973

grau schraffiert: keine Chartdaten aus diesem Jahr verfügbar

Film und Fernsehen

Der von Andy Warhol im Januar 1966 gedrehte, circa 70-minütige 16-mm-Schwarzweißfilm The Velvet Underground And Nico (A Symphony of Sound), der die Gruppe beim Proben in der Factory zeigt, gilt als das bekannteste Filmdokument. Die Dreharbeiten wurden von der New Yorker Polizei wegen ruhestörenden Lärms abgebrochen. Der Film wurde später bei einigen Auftritten als Stummfilm-Kulisse gezeigt.[45]

Mit Ausnahme der Warhol-Produktion sind insgesamt vier weitere Filme bekannt, die nur selten zu sehen sind: Rosalind Stevenson machte 1965 in ihrem Appartement einige primitive Filmaufnahmen von der Band; Jonas Mekas und Barbara Rubin filmten am 8. Januar 1966 den Psychiaterkongress im New Yorker Delmonico’s Hotel, bei dem die Gruppe ihren ersten gemeinsamen Auftritt mit Andy Warhol hatte; Ron Nemeth filmte im Juni 1966 einen Auftritt im Poor Richards in Chicago; und im Oktober 1966 drehte ein Filmteam einen Auftritt in der New Yorker Balloon Farm (dem früheren Dom).[46] Einige dieser Aufnahmen wurden später auf Video-Bootlegs veröffentlicht.[47]

Ihren ersten Fernsehauftritt hatten The Velvet Underground zu Silvester 1965 in der CBS-Nachrichtensendung mit Walter Cronkite, in der über den Undergroundfilmer Piero Heliczer berichtet wurde, der wiederum die Band beim Spielen von Heroin filmte.[45]

2021 feierte Todd Haynes' Dokumentarfilm "The Velvet Underground" beim Filmfestival in Cannes Premiere.

Literatur und Medien

  • Victor Bockris, Gerard Malanga: Up-tight. The Story of The Velvet Underground. Cooper Square Press, 1983 (Reprint 2003), ISBN 0-8154-1285-1 (englisch); deutsche Übersetzung Up-tight. Die Velvet Underground Story. Sonnentanz-Verlag, Augsburg 1988, ISBN 3-926794-00-3.
  • Lynne Tillman, Stephen Shore: The Velvet Years – Warhols Factory 1965–67. Pavilion Books Ltd., London 1995, ISBN 1-85793-323-0. (englisch)
  • Victor Bockris, John Cale: What’s Welsh For Zen. London 1999.
  • Klaus Gier: Andy Warhols Record- und Cover Design. Verlag Peter Lang, Frankfurt am Main u. a. 2001, ISBN 978-3-631-37418-4.
  • Richard Witts: The Velvet Underground. Indiana University Press, Bloomington 2006, ISBN 978-0-253-21832-2. (englisch)
  • Nico Icon. (Dokumentation des ZDF zum Leben und Werk von Christa Päffgen alias Nico)
  • Richie Unterberger: White Light/White Heat: The Velvet Underground Day-By-Day. Jawbone Press, 2009, ISBN 1-906002-22-3. (englisch)

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b c David Fricke in seinen Anmerkungen zu Peel Slowly and See; 5-CD-Box (Polydor, 1995)
  2. John Cale made me more aware of electronic music and he had worked with [avant-garde musician] Lamont Young. He had introduced me to the idea of drone.” – Lou Reed im Interview mit The Stranger, abgerufen am 25. Mai 2009
  3. Olivier Landemaine: Lou Reed – A pre-VU discography. Abgerufen am 6. November 2013: „It has been reported that Tony Conrad used to have a tape of The Primitives in rehearsal, presumably running through Do The Ostrich. (…) He mentioned it to Cale, who freaked out and demanded that Tony send it to him. “And don’t let anybody hear it!!!” So he did.“
  4. Rare Tracks: Lou Reed before the Velvet Undergorund. Abgerufen am 6. November 2013.
  5. They formed a band with John Cale and Angus MacLise, calling themselves the Warlocks (occasionally calling themselves the Falling Spikes).Andy Warhol Chronology – 1965, abgerufen am 25. Mai 2009
  6. zitiert von David Fricke in seinen Anmerkungen zu Peel Slowly and See
  7. Angus-MacLise-Biografie auf Pandora.com, abgerufen am 25. Mai 2009
  8. a b The Velvet Underground – Live performances and rehearsals – 1965-66. Abgerufen am 6. November 2013.
  9. Uwe Husslein: Pop Goes Art. Andy Warhol & Velvet Underground. Institut für Popkultur, Wuppertal 1990, S. 9
  10. Victor Bockris: Andy Warhol. Claasen Verlag, Düsseldorf 1989, S. 258f.
  11. Andy Warhol And The Dom, abgerufen am 6. Juni 2009
  12. Lynne Tillman, Stephen Shore: The Velvet Years – Warhols Factory 1965–67. Pavilion Books Ltd., London 1995, S. 64
  13. Uwe Husslein: Pop Goes Art. Andy Warhol & Velvet Underground, S. 5
  14. a b David Bourdon: Warhol. DuMont, Köln 1989, S. 221ff
  15. The Velvet Underground – Live performances and rehearsals – 1967. 7. März 2010, abgerufen am 14. April 2010.
  16. a b Interview mit Sterling Morrison (Memento vom 19. August 2005 im Internet Archive), abgerufen am 18. Dezember 2009, Version im Internet Archive
  17. Andy Warhol Chronology – 1966. Abgerufen am 14. April 2010.
  18. Andy Warhol Chronology – 1967. Abgerufen am 3. November 2013.
  19. a b Victor Bockris: Lou Reed: The Biography. Vintage, London 1995, ISBN 0-09-930381-7 (amerikanisches Englisch).
  20. Uwe Husslein: Pop Goes Art. Andy Warhol & Velvet Underground, S. 20f
  21. The Velvet Underground – Live performances and rehearsals – 1968. 4. Mai 2013, abgerufen am 3. November 2013.
  22. a b The Velvet Underground – Live performances and rehearsals – 1970, abgerufen am 28. Mai 2009
  23. a b c d The Velvet Underground – Live performances and rehearsals – 1971-73. 6. Februar 2010, abgerufen am 14. April 2010.
  24. Sounds #34, November/Dezember 1971: Velvet Underground ist wieder da. Abgerufen am 10. Juni 2011.
  25. Henry Daniel: Velvet Underground. In: Frendz. 5. November 1971.
  26. Rob Jovanovic: Seeing the Light: Inside the Velvet Underground. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  27. Hommage an Songs for Drella auf goedartpalm.de, abgerufen am 8. März 2013
  28. a b c The Velvet Underground – Live performances and rehearsals – Reunions, abgerufen am 27. Mai 2009
  29. The Velvet Underground – 1993 European Reunion Tour, abgerufen am 28. Mai 2009
  30. Rock and Roll Hall of Fame The Velvet Underground in der Rock and Roll Hall of Fame
  31. laut.de: Velvet Underground – Streit um die Banane, 12. Januar 2012 – Abgerufen am 2. März 2012
  32. Jamie Wetherbe: Velvet Underground, Andy Warhol group settle suit over banana image. 29. Mai 2013, abgerufen am 6. November 2013.
  33. a b Rejected as nihilistic by the love crowd in '67, the Banana Album (so named for its Warhol-designed cover), is the most prophetic rock album ever made.Rolling Stone Magazine
  34. der Titel wurde auf der Verve-US-Pressung entsprechend mit „Produced by Tom Wilson“ gekennzeichnet
  35. coverinfo.de
  36. a b cf. Unterberger; Ausschnitte auch auf 22 Myths and Legends about the Velvet Underground: “Their third album (simply called The Velvet Underground), released in March 1969, received ecstatic reviews from numerous publications both major and underground, including Rolling Stone, Creem, Fusion (one of the first nationally distributed rock magazines), Jazz & Pop, and (as a reappraisal) Melody Maker; it even got good notices in stodgy trade papers like Cashbox, Variety, and Record World. Much the same acclaim followed for Loaded and their summer 1970 shows at Max’s Kansas City, the latter of which even earned them a near-rave review in the New York Times.
  37. a b Head Held High, Interview mit Doug Yule, abgerufen am 22. Mai 2009
  38. Rarebird’s Velvet Underground Reviews (Memento vom 22. Januar 2010 im Internet Archive)
  39. From Revolution to Reconstruction: What made the Velvet\Warhol connection special (Memento vom 19. September 2008 im Internet Archive), abgerufen am 6. Juni 2009
  40. I was the biggest fan in the UK, I believe.” (David Bowie im Interview mit Esquire (Memento vom 5. Juli 2009 im Internet Archive), 2004)
  41. Interview mit Sonic Youth (Memento vom 7. Juni 2009 im Internet Archive) im Magazin Intro
  42. Torsten Groß: The Strokes: Julian Casablancas im großen Uncut-Interview (motor.de Story). (Nicht mehr online verfügbar.) 22. Dezember 2005, archiviert vom Original am 4. November 2011; abgerufen am 27. Februar 2010.
  43. nonpop.de: NONPOP > LIFELOVER: Pulver (Rezension)
  44. 100 Greatest Artists of All Time. Rolling Stone, 2. Dezember 2010, abgerufen am 8. August 2017 (englisch).
  45. a b Victor Bockris, Gerard Malanga: Up-tight – Die Velvet Underground Story, S. 26f.
  46. Victor Bockris, Gerard Malanga: Up-tight – Die Velvet Underground Story, S. 83
  47. The Velvet Underground – DVDs, Home Videos & Laserdiscs, abgerufen am 3. Juni 2009



Veröffentlichungen von Nico die im OTRS erhältlich sind/waren:

Nico auf Wikipedia (oder andere Quellen):

Nico, 1985

Nico (* 16. Oktober 1938 als Christa Päffgen in Köln; † 18. Juli 1988 auf Ibiza) war eine deutsche Schauspielerin, Sängerin, Komponistin und Liedtexterin. Sie gehörte in den 1950er Jahren als erste Deutsche zu den international erfolgreichsten Models der Modeszene. Als Musikerin war sie wegweisend für Musikrichtungen wie Punk, Wave und Gothic sowie für die Rolle von Frauen in Pop- und Rockmusik.

Leben und Karriere

Über Christa Päffgens Leben existieren unterschiedliche Angaben, da sie ihre Biografie oft mit interessanten Herkunftsgeschichten aufhübschte, um ihre deutsche Herkunft zu kaschieren, und sich in Interviews auch manchmal jünger machte, als sie war. So erzählte sie oft, sie habe keine deutschen Wurzeln, sondern sei das Kind spanisch-jugoslawischer Eltern und in Budapest geboren, was aber durch Verwandte in Berlin widerlegt wurde.

Familie, Kindheit und Jugend

Päffgens Vater Wilhelm, laut ihrer Aussage ein Archäologe,[1] stammte aus der Kölner Brauereidynastie Päffgen. Die vermögende katholische Familie war mit der Ehe mit der aus einfachen Verhältnissen stammenden, protestantischen Mutter Margarete Schulze nicht einverstanden, obwohl Christa extra deswegen noch katholisch getauft worden war. Der Vater wurde kurz nach ihrer Geburt zur Wehrmacht eingezogen und starb 1942.

Da die konservative Brauereifamilie Mutter und Kind nicht unterstützen wollte, zogen sie von Köln zuerst nach Berlin-Schöneberg, zu ihrer Schwester Helma Wolff und deren Nico ähnlich altem Sohn Ulrich, der später Architekt wurde.[2] Als die Bombenhagel zunahmen, zogen sie nach Lübbenau/Spreewald, wo der Vater Bahnhofsvorsteher war, in ein Haus in der Nähe des Bahnhofs. Zur Päffgen-Familie hatte sie wenig Kontakt, ihren Cousin C.O. Paeffgen lernte sie erst als Erwachsene kennen.

Mit 13 Jahren soll Nico laut verschiedenartig kolportierten Aussagen, u. a. auch von ihr selbst, von einem GI der US Air Force vergewaltigt worden sein, der wegen der Tat zum Tode verurteilt worden sein soll.[3] In „Secret Side“ auf The End… verarbeitete sie laut diversen Quellen die Tat.[4]

Mode

Nach dem Krieg arbeitete die Mutter als Schneiderin und Verkäuferin für Damenmode im Berliner KaDeWe. Christa besuchte das Gymnasium und bekam Ballettstunden, die ihre Mutter mit harter Arbeit finanzierte. Da die Mutter für viele wohlhabende Privatleute schneiderte, setzte sie ihre Tochter als Vorführdame ein; so kam Christa schon früh in Berührung mit Mode und wusste um ihre Wirkung. Leute aus Oper und Theater und anderen Kreisen der gehobenen Gesellschaft luden Mutter und Tochter zu Vorführungen ein, zu denen sie sonst aufgrund ihrer Herkunft aus einfachen Verhältnissen nicht so leicht Zugang bekommen hätten. Als die Tochter mit 14 nicht mehr in die Schule gehen wollte, da ihr die „gleichgeschaltete“ Wissensvermittlung nicht zusagte, vermittelte ihr die Mutter zunächst eine kleine Stelle als Verkäuferin. Christa wollte aber lieber weiter Kleider vorführen und wurde schon bald wegen ihrer für ihre Zeit sehr hochgewachsenen Gestalt von über 1,75 m und ihres attraktiven Aussehens als hauseigene Vorführdame eingesetzt. Bei einer der KaDeWe-Modenschauen wurde sie mit 15 Jahren von dem jungen ehrgeizigen Fotografen Herbert Tobias entdeckt, der ihr Aufträge für Modestrecken in den ersten deutschen Nachkriegsmodemagazinen und Werbeprospekten verschaffte. Der Modedesigner Heinz Oestergaard verschaffte ihr internationale Aufträge, so dass sie für namhafte Modemagazine gebucht wurde. 1956 (nach anderen Quellen 1959) zog sie nach Paris und kam in der Agentur von Dorian Leigh unter. Dort stellte sie sich dem Dior-Starfotografen Willy Maywald vor, der nicht nur Modefotos von ihr machte, sondern ihr auch als wichtiger Freund zur Seite stand.[5] Oestergaard empfahl ihr einen Namenswechsel, da Christa zu deutsch klänge, und gab ihr den Namen Nico nach dem Filmemacher Nico Papatakis. Ob Papatakis zu der Zeit sein – wegen der Strafbarkeit von Homosexualität heimlicher – Lebenspartner war, ist unklar. Fest steht, dass ihn Oestergaard sehr verehrte und Nico später Papatakis’ Freundin wurde.[6] Zu dieser Zeit experimentierte sie mit verschiedenen Künstlernamen; so nannte sie sich Christa Nico, Nico Otzak,[7] am Ende blieb sie bei Nico. Ende der 1950er Jahre gehörte sie als erste Deutsche zu den international erfolgreichsten Models der Modeszene, vergleichbar mit den heutigen Supermodels, und wurde von der New Yorker Agentur unter Vertrag genommen. Sie verdiente zu dieser Zeit so viel Geld, dass sie es sich leisten konnte, 1962 ein Haus auf Ibiza zu kaufen und ihre Mutter dorthin zu bringen, die zu der Zeit wegen beginnendem Morbus Parkinson schon gesundheitlich schwer angeschlagen war.

Schauspiel

Zunächst nur als attraktive Statistin ohne Text gebucht, bekam sie zunehmend mehr Angebote für den Film. Sie spielte in Werbespots mit und erhielt 1960 einen ersten längeren Auftritt in Federico Fellinis Film La Dolce Vita, in dem sie sich selbst spielte. 1961 besuchte sie in New York City die Schauspielschule von Lee Strasberg. Eine ihrer Mitstudentinnen war nach Nicos Aussage die 1961 in New York lebende Marilyn Monroe.[8] 1963 hatte sie ihre erste Hauptrolle im französischen Film , bei dem zwar ihr schwerer deutscher Akzent bemängelt, ihre Darstellung aber von den Kritikern insgesamt wohlwollend besprochen wurde, was sie darin bestärkte, den Weg weiterzugehen und ihr schauspielerisches Können mit professionellem Schauspielunterricht zu vertiefen. Der damalige Jazzmusiker Victor Brox führte sie in die Welt der Musik ein.[9]

Jahre in New York

Nico, 1974

In New York lernte sie Andy Warhol kennen. Dieser begeisterte sich für sie, da er nach dem Streit mit Edie Sedgwick eine neue Muse zur Inspiration suchte, und begann sie und ihre Ambitionen zu fördern. Sie wurde Teil der Factory, einer der Warhol Superstars und spielte in diversen Filmen Warhols mit wie in The Chelsea Girls. 1966 war sie so bekannt, dass sie zum „Popgirl ’66“ gewählt wurde. Warhol suchte nach einer passenden Band für Nico und fand The Velvet Underground, brachte sie zusammen und produzierte deren Debütalbum The Velvet Underground & Nico, das nicht zuletzt von Nicos Gesang, ihrer charakteristischen tiefen Stimme und ihrem unverwechselbaren Akzent geprägt ist. Ihre Anwesenheit war für die Plattenfirma ausschlaggebend, der Band überhaupt einen Plattenvertrag zu geben, was dem Sänger und Hauptsongschreiber Lou Reed zu schaffen machte. Zwischen Nico und Lou Reed gab es eine kurze Liebesbeziehung; allerdings wollte sich Reed mit seiner Gruppe nicht auf die Rolle der Begleitband reduzieren lassen, so dass Nico nur vier Songs (Femme Fatale, All Tomorrow’s Parties, Sunday Morning und I’ll Be Your Mirror) auf der Platte singen durfte und ansonsten das Tamburin zu schlagen und bei Auftritten gut auszusehen hatte. Eine Zurücksetzung, die Nico missfiel, da sie nachhaltig auf ihrer Gesangskarriere beharrte. So zerbrach die Beziehung bald. Lou Reed wurde die treibende Kraft der Band und drängte das inoffizielle Mitglied Nico aus dem Bandkontext. Nicos neuer Förderer wurde Reeds Bandkollege John Cale.

Solokarriere

Nico hatte schon vor Velvet Underground eine Karriere als Solosängerin angestrebt und erste Erfolge in Europa gehabt. Sie pendelte zwischen Paris und London hin und her, lernte verschiedene Musiker und Produzenten wie Bob Dylan, Brian Jones von den Rolling Stones und Jimmy Page von den Yardbirds bzw. später Led Zeppelin kennen. 1965 nahm sie ihre erste Single I’m Not Sayin’ auf, zu der auch ein passendes Musikvideo gedreht wurde, das sie, in Schwarzweiß gehalten, singend auf den Straßen von London und am Ufer der Themse zeigt und zu den ersten Musikvideos überhaupt gehört. Der Song erschien auf Immediate, dem Label des Rolling-Stones-Managers Andrew Loog Oldham, bei dem neben Brian Jones, mit dem sie damals liiert war, Jimmy Page als Produzent arbeitete.

„Chelsea Girl“

1967 nahm sie in New York ihr erstes Solo-Album auf, auf dem sie Songs von Bob Dylan, Tim Hardin, Lou Reed, Jackson Browne und John Cale sang. Nico war unzufrieden mit der Platte. Sie fand sie zu kitschig und konnte die musikalische Untermalung, besonders mit Flöten und Harfen, nicht leiden. Auf der Platte konnte sie selbst nur einen einzigen eigenen Song, It Was a Pleasure Then, unterbringen, alle anderen wurden von anderen geschrieben. Auch bei der Produktion hatte sie kein Mitspracherecht. Zu der Zeit lernte Nico den noch unbekannten Leonard Cohen kennen, den sie in die New Yorker Künstlerszene um Andy Warhol und Lou Reed einführte. Cohen verliebte sich unglücklich in Nico und ließ sich von ihr zu den Songs The Jewel in Your Shoulder, Take This Longing (The Bells), Memories, Joan of Arc und One of Us Cannot Be Wrong inspirieren.[10]

„The Marble Index“

Cale, der 1968 ebenfalls bei The Velvet Underground ausschied, produzierte weiterhin für sie. So entstand in Los Angeles das im darauffolgenden Jahr veröffentlichte Album , in dem sie sich vom süßlichen Pop ihres Debüts löste. Unter dem unmittelbaren Einfluss des Doors-Sängers Jim Morrison, der sie zum Schreiben eigener Songs animiert hatte,[11] wurde Nicos Musik immer unkonventioneller und war kommerziell nur wenig erfolgreich. Nico spielte unter anderem ein indisches Harmonium. „Es ist ein Kunstprodukt. Man kann Selbstmord nicht verpacken“, äußerte sich John Cale einmal zum kommerziellen Scheitern von The Marble Index.[12] Marble Index gilt heute als Meilenstein der Musikgeschichte, der Musikrichtungen wie Dark Wave, Gothic und Punk, aber auch Ambient vorwegnahm. Auf ihren Alben fanden sich zahlreiche Gäste wie Brian Eno, der heute als Erfinder des Ambient gilt, oder Phil Manzanera von Roxy Music. Für das Lied drehte sie unter der Regie von zusammen mit Iggy Pop und The Stooges ein Musikvideo.[13] Das Album Desertshore wurde 1970 ebenfalls von Cale in London produziert. Beide Werke wurden 2007 als remasterte Doppel-CD The Frozen Borderline 1968–1970 mit 17 Bonustiteln wiederveröffentlicht.

„The End…“

Nico, 1974
Grabmal von Nico und ihrer Mutter auf dem Friedhof Grunewald-Forst

1974 nahm sie das Album The End … auf, das von der Plattenfirma mit dem Spruch „Warum Selbstmord begehen, wenn Sie diese Platte kaufen können?“ beworben wurde, was auf die düstere Version des Titelsongs The End (im Original von den Doors) anspielte. Auf dem Album sang sie unter anderem das Deutschlandlied in abgeänderter Version: In der dritten Strophe ersetzte sie … sind des Glückes Unterpfand durch für das deutsche Vaterland. Bei einem Auftritt widmete sie das Lied dem inhaftierten RAF-Terroristen Andreas Baader und löste einen Skandal aus. Entrüstete Konzertbesucher bewarfen sie dafür mit Flaschen und Müll.[14]

1981 nahm Nico ihr vorletztes Studioalbum Drama of Exile auf. Die Masterbänder kamen unter ungeklärten Umständen abhanden. Das Album wurde ein zweites Mal in etwas veränderter Besetzung aufgenommen. Beide Versionen kamen auf den Markt; Nico bezeichnete die auf der Erstfassung beruhende LP als Bootleg. 1984 nahm sie dann – wiederum mit Cale als Produzenten und begleitet von der Band The Faction – ihr letztes Studioalbum Camera Obscura auf.

Liaison mit Alain Delon und Sohn Ari

1962 kam ihr Sohn Christian Aaron Päffgen, genannt Ari, zur Welt. Päffgen gab Alain Delon, den sie während der Dreharbeiten zu Nur die Sonne war Zeuge kennengelernt hatte, als Vater an. Sie sollte bei dem Film die Rolle der Marge spielen. Bei Ankunft erfuhr sie, dass die Rolle mit Marie Laforêt umbesetzt worden war. Delon tröstete sie, und sie begannen eine Affäre. Zur fraglichen Zeit aber auch mit Romy Schneider liiert bestreitet er bis heute die Vaterschaft.[15] Der Prozess wurde zu der Zeit von der Boulevardpresse intensiv beobachtet. Am Ende verlor Nico den Prozess wegen Formfehlern, da sie es versäumt hatte, Delon gleich bei Ausstellung der Geburtsurkunde als Vater anzugeben.[16] Ari Päffgen wuchs zunächst bei seiner Mutter auf, wurde aber verhaltensauffällig, da Nico mit der Erziehung überfordert war, so dass ihn schließlich seine Großmutter mütterlicherseits aufnahm. Als diese dann an Parkinson erkrankte und sich auch nicht mehr um das Kind kümmern konnte, sorgte Ende der sechziger Jahre Delons Mutter Edith Boulogne dafür, dass das Kind zu ihr kam. Er wurde später von ihrem zweiten Ehemann adoptiert, um ihn in die Familie zu integrieren, wusste dabei aber zu vermeiden, dass Delons Sohn gleichzeitig sein Bruder wurde. Diese Adoption führte zu einem Bruch Delons mit seiner Mutter, der bis zu ihrem Tod bestand.[17] Wegen Päffgens zunehmender Drogensucht hielt die Familie den Sohn von ihr fern und ließ ihn sie nur sporadisch besuchen. Erst mit 19 Jahren nahm Ari wieder engeren Kontakt zu seiner Mutter auf, kämpfte aber selbst mit Drogensucht und ständigen Rückfällen. Ari ist selbst künstlerisch als Fotograf und Schauspieler tätig und hat zwei Kinder, einen Sohn (* 1999), der kein Interesse an der Prominenz seiner Familie hat und als Erzieher arbeitet, sowie eine Tochter (* 2006). Er wehrte sich gegen die Vorwürfe gegenüber seiner Mutter. Zitat: „Sie war eine sehr gute Mutter. Sie hat mir alles gegeben. Sogar Drogen.“[18]

Drogenkonsum

Nico begann schon während ihrer Pariser Modelzeit Drogen zu nehmen, Cannabis und Amphetamine, die sie als Appetitzügler schluckte. In den 1970ern, während der Liaison mit Philippe Garrel, begann Nico durch seinen Einfluss Heroin zu spritzen und wurde süchtig. Sie forderte sogar von ihrer Umgebung, wie den Mitgliedern ihrer Begleitband, Heroinkonsum ein und konsumierte mit ihrem Sohn Drogen, als er 1981 mit 19 zu ihr zog.[19]

1985 machte sie eine Methadon-Therapie und war die letzten drei Jahre ihres Lebens, von Cannabiskonsum abgesehen, clean.[20]

Tod

Am 18. Juli 1988 stürzte sie bei einer Fahrradfahrt auf Ibiza und starb aufgrund einer nicht rechtzeitig erkannten Hirnblutung am selben Tag im Krankenhaus.[21] Nico wurde in Berlin auf dem Friedhof Grunewald-Forst (am Schildhorn) im Grab ihrer Mutter beigesetzt.[22]

Kultureller Einfluss

Nicos bewusste radikale Abkehr von allem, was sie früher ausgemacht hatte, ihre nihilistische Haltung, Erscheinung und Mode, ihre Verweigerung der traditionellen Frauenrolle und sämtlicher Political Correctness, die kompromisslos experimentelle und düstere Atmosphäre ihrer Alben, verschafften ihr zu Lebzeiten und auch nach ihrem Tod viel Respekt. International ist Nicos Bedeutung unbestritten. In Deutschland aber wurde sie weitestgehend ignoriert. 2006 scheiterte die Benennung eines Platzes in Köln, wegen ihres „nicht vorbildlichen“ Lebenswandels, an den Stimmen der CDU.[23]

Außenwirkung und Lebensstil

Nico nahm nicht nur mit ihrer Musik viele spätere Strömungen vorweg, sondern auch mit ihrer gesamten Lebenseinstellung. So traf sie viele Entscheidungen in ihrer optischen Erscheinung, die später charakteristisch für die Punk- und Gothicszene wurden. Sie färbte sich die Haare schwarz, ließ ihr Äußeres verfallen und trug als einziges Make-up schwarzen Kajal um die Augen. Sie konsumierte offen Heroin und verletzte sich selbst mit ihren Spritzen. Sie trug schwarze, altmodische, zerrissene Kleidung, schwere Lederstiefel, lange Mäntel und mied die Sonne. Sie galt als Die Frau, die niemals lacht.[24]

Musikalischer Einfluss

Künstler wie Ian Curtis (Joy Division), Ian Astbury (The Southern Death Cult) verehrten sie. Iggy Pop, den sie über Danny Fields kennengelernt hatte, widmete ihr nach einer Affäre den balladesken Song Nazi Girlfriend.[25] Viele Frauen der Musikszene, wie Siouxsie Sioux, Lisa Gerrard, Patti Smith, Marianne Faithfull und Björk, wurden durch Nicos Musik inspiriert, schrieben ihr zu Ehren Lieder oder interpretierten ihre Werke und ihre Lyrik. Peter Murphy (Bauhaus) bezeichnete Nicos Alben The Marble Index und The End… sogar als erste „richtige“ Gothic-Alben. Zusammen mit Nico stand Murphy im Oktober 1981 in Manchester auf der Bühne und beide sangen den Velvet-Underground-Hit I’m Waiting for the Man.[26]

In ihren Alben werden zudem Elemente erstmals experimentell verwendet, die später die Musikrichtungen Ambient und Industrial kennzeichnen. Nico selbst trug stets ein Tonbandgerät bei sich, um ungewöhnliche Klänge der Außenwelt einzufangen – ein Novum zu dieser Zeit, das vor ihr nur Soundkünstler außerhalb der bekannten Pop- und Rockmusik wie John Cage praktizierten. X-TG hat ihr Album Desertshore u. a. mit Sasha Grey neu gestaltet und unter dem Label Industrial Records veröffentlicht.

Rezeption

Ein Brief eines unbekannten Fans an Nico auf ihrem Grab

1995 erschien über sie der vielbeachtete Dokumentarfilm Nico Icon der Kölner Regisseurin . Er wurde ein Jahr später auch vom Auftraggeber, dem ZDF, gesendet.

In der 2000 erstmals ausgestrahlten ersten, sowie auch in folgenden Staffeln der Serie Gilmore Girls wurde Nico mehrfach von der musikbegeisterten Lane Kim (gespielt von Keiko Agena) erwähnt, die sich selbst als großer Fan der Künstlerin bezeichnet.[27]

2002 wurde am Staatstheater Darmstadt Werner Fritschs Nico – Sphinx aus Eis uraufgeführt. Auf Grundlage des von Fritsch geschaffenen Monologs wurde auch ein Hörspiel produziert, das 2003 zum ersten Mal gesendet wurde. Darsteller der Nico im Theaterstück waren unter anderem Birgit Doll und Soap & Skin (2008).[28]

2007 wurde Nico eine Retrospektive bei der Cologne Conference gewidmet. Unter anderem waren selten aufgeführte Filme des französischen Regisseurs Philippe Garrel zu sehen, in denen Nico als Schauspielerin mitgewirkt hatte. In den 1970er Jahren war Garrel Nicos Lebensgefährte.

Das Kölner Museum für Angewandte Kunst widmete ihr 70 Jahre nach ihrer Geburt erstmals eine multimediale Schau (30. Oktober 2008 – 1. Februar 2009), die Mode, Film und Musik Nicos zeigte.[29]

Am 17. Oktober 2008 fand ein Tribut-Konzert für Nico in Berlin statt, das von ihrem Ex-Gefährten Lüül, Lutz Ulbrich, moderiert wurde. Auf dem Konzert an der Volksbühne Berlin erschienen u. a. die deutsche Schlagersängerin Marianne Rosenberg, die österreichische Sängerin Anja Plaschg alias Soap&Skin, Marianne Enzensberger, James Young (der Keyboard-Spieler bei Nicos letzter Band The Faction) sowie Ari Boulogne (manchmal Ari Päffgen genannt), der Sohn von Nico, der schon 2001 in Frankreich ein Buch mit seinen Lebenserinnerungen unter dem Titel L’amour n’oublie jamais veröffentlichte, dessen Umschlag ein Foto von ihm und seiner Mutter zeigt.[30]

Auf dem 2004er-Album der Indie-Band Angelika Express befindet sich das Stück Nico Päffgen, zudem findet sich auf dem 2005er Album der Alternative-Rock-Band Anberlin die Hommage Dance, Dance Christa Päffgen. Marianne Faithfull veröffentlichte auf ihrem Album Kissin’ Time 2002 den Song for Nico, den sie schrieb, nachdem sie Nicos Biographie gelesen hatte. Auch der Song Nico des Albums Tilt der Band Latin Quarter bezieht sich auf Päffgen.

Der Legendary Tigerman nahm mit dem Hifi Klub in Frankreich vier Neuinterpretationen von Nico-Stücken auf (mit Rita Redshoes als Gastsängerin bei Femme Fatale). Die vier Stücke wurden zu einem Mini-Tributealbum zusammengefasst und erschienen 2012 als 10"-EP unter dem Titel Ghost of Nico.

2017 wählte die Vogue Nico auf Platz 1 der „einflussreichsten Rock-Blondinen aller Zeiten“.

2018 erschien der Film Nico, 1988, der sich auf die letzten Lebensjahre Päffgens konzentriert, aber auch Rückblenden auf die Anfangsjahre ihrer Karriere enthält. Dargestellt wird Nico von der dänischen Schauspielerin Trine Dyrholm, es sind aber auch Szenen mit der echten Christa Päffgen aus Schmalfilmen und Dokumentationen zu sehen. In Deutschland startete der Film am 18. Juli 2018 in den Kinos.[31]

Der Rolling Stone wählte 2018 den Song It has not taken long unter die besten 111 Songs eines Musikers/Band Deutscher Herkunft.[32]

Diskografie

  • 1967: The Velvet Underground & Nico (UK: PlatinPlatin)[33]
  • 1967: Chelsea Girl
  • 1969: The Marble Index
  • 1970: Desertshore
  • 1972: Le Bataclan ’72 (Live, mit Lou Reed und John Cale)
  • 1974: The End…
  • 1974: June 1, 1974 (mit Kevin Ayers, John Cale und Brian Eno)
  • 1980: Strange Window (Live in Milwaukee)
  • 1981: Drama of Exile
  • 1981: Lüül: Lüül (Gesang bei „Reich der Träume“)
  • 1982: Do or Die: Diary 1982 (Nico in Europe)
  • 1984: Camera Obscura
  • 1985: Nico Live in Pécs
  • 1986: Live Heroes
  • 1986: Behind the Iron Curtain
  • 1987: Nico in Tokyo

posthum

  • 1989: Hanging Gardens
  • 1994: Heroine
  • 1994: Fata Morgana (Nico’s Last Concert), live 1988.
  • 1998: The Classic Years
  • 2002: Innocent and Vain
  • 2007: All Tomorrow’s Parties (live 1983, Doppelalbum)
  • 2007: Nico: The Frozen Borderline

Filmografie (Auszug)

Literatur

  • Vagn Lundbye: Nico. Berg, Dänemark 1969.
  • Richard Witts: Nico: The Life and Lies of an Icon. Virgin Books, London 1993, ISBN 1-85227-470-0.[34]
  • James Young: Songs They Never Play on the Radio: Nico, the Last Bohemian Bloomsbury, London 1992, ISBN 0-7475-1194-2.
    • Nico – Reise in die Finsternis: Die letzten Jahre einer Rock-Legende, Übersetzung von Rüdiger Völckers, Egmont VGS 1992, ISBN 3-8025-2233-8.
    • Nico – The End, USA-Ausgabe, The Overlook Press, USA, 1993, ISBN 0-87951-504-X.
    • Nico – Songs They Never Play on the Radio, Zweite Engl. Auflage, Arrow 1993, ISBN 0-09-927571-6.
    • Nico – Songs They Never Play on the Radio, Dritte Engl. Auflage, Bloomsbury 1999, ISBN 0-7475-4411-5.
  • Lutz Ulbrich: Lüül. Ein Musikerleben zwischen Agitation Free, Ashra, Nico, der Neuen Deutschen Welle und den 17 Hippies. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin, 2006, ISBN 3-89602-696-8
  • Ari (d. i. Ari Boulogne/Päffgen): L’amour n’oublie jamais. 1. Auflage. Pauvert, Paris 12. April 2001, ISBN 2-7202-1400-0.
  • Antoine Giacomoni: Nico. Photographies. Dragoon, Paris 2002.
  • Nico, Jacques Pauvert, Ari Boulogne: Nico. Cible mouvante. Chansons, Poèmes, Journal. Pauvert, Paris 2001.
  • Ingeborg Schober: Pop-Tragödien: die spektakulärsten Fälle von den Beach Boys bis Nirvana. Ueberreuter, Wien 2004, ISBN 3-8000-7004-9.
  • Lutz Ulbrich: Nico — Im Schatten der Mondgöttin. CreateSpace Independent Publishing Platform, 2016, ISBN 978-1-5232-8998-1.
  • Tobias Lemkuhl: Nico: Biographie eines Rätsels. Rowohlt, Berlin 2018, ISBN 978-3-7371-0032-8.[35]
  • Manfred Rothenberger und Thomas Weber (Hrsg.): Nico – Wie kann die Luft so schwer sein an einem Tag an dem der Himmel so blau ist. starfruit publications, Nürnberg 2019, ISBN 978-3-922895-34-3.[36]

Inspiriert von Nicos Biografie

Weblinks

Commons: Nico – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Albin Zack III: The Velvet Underground Companion: Four Decades of Commentary. Ingram International, 2001, ISBN 0-8256-7242-2, S. 45.
    Jim Condon: The Perils of Nico. Simon & Schuster Macmillan, 1983.
  2. Axel von Cossart: Kult um Nico: (Model, Aktrice, Chanteuse). BookRix, München, 2015, ISBN 978-3-7368-8132-7.
  3. James Young: Songs They Never Play on the Radio: Nico, the Last Bohemian. Bloomsbury, London 1992, ISBN 0-7475-1194-2, S. 150ff.
  4. George Starostin: Album Reviews – The End: A terrific Goth piece of work, with enough diversity and atmosphere this time – well, Eno is contributing, after all. In: starling.rinet.ru/. 28. Dezember 2013, abgerufen am 21. August 2018 (englisch).
  5. Willy Maywald: Die Splitter des Spiegels. Schirmer/Mosel, 1985, ISBN 3-88814-165-6.
  6. A. G. Nauta: Nico. In: agnautacouture.com. 8. Juli 2012, abgerufen am 21. August 2018 (englisch).
  7. Peter Hogan: The Dead Straight Guide to The Velvet Underground and Lou Reed. This Day In Music Books, 2017, S. 52.
  8. Richard Witts: Nico: Life And Lies Of An Icon. Random House, 2017: „Marilyn Monroe was in my class. It was very exciting.“
  9. Axel von Cossart Kult um Nico: (Model, Aktrice, Chanteuse) BookRix 2015
  10. Sylvie Simmons: I’m Your Man. Das Leben des Leonard Cohen. München 2014, ISBN 978-3-442-74289-9, S. 223–225.
  11. Stephen Davis: Jim Morrison – Life, Death, Legend. Gotham, New York 2004, S. 192.
  12. Dave Thompson: Schattenwelt. Helden und Legenden des Gothic Rock. Hannibal, Höfen 2004, ISBN 3-85445-236-5, S. 70.
  13. Evening of Light (1969). In: Internet Movie Database. Abgerufen am 21. August 2018 (englisch).
  14. Dana Horáková: Starke Frauen. Bastei Lübbe, 2011, ISBN 978-3-86995-016-7, S. 163 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
    Michael Miesbach: Nico zum 25. Todestag: „Ich bin wahrlich einzigartig“. In: Bayern-2-Sendung „Playback“. 20. Juli 2013, abgerufen am 21. August 2018.
  15. Andreas Rosenfelder: Das Rätsel um Nico: Christa Päffgen könnte noch leben. In: GQ – Gentlemen’s Quarterly. 22. Oktober 2008, abgerufen am 21. August 2018.
  16. Andrea Jenewein: Delon und Nico Der schönste Mann der Welt. In: Stuttgarter Zeitung. 31. Dezember 2010, abgerufen am 22. August 2018.
  17. Lutz Krusche: Ari Boulogne, 38, hat ein Buch geschrieben: Über seine Sehnsucht, dass ihn sein Vater anerkennt. Er sagt, es sei Alain Delon: Der Muttersohn. In: Berliner Zeitung. 22. Mai 2001, abgerufen am 22. August 2018.
  18. Ari Boulogne, fils présumé d’Alain Delon: “Avec ma mère on partageait la drogue”. In: PurePeople. 15. April 2018, abgerufen am 22. August 2018 (französisch).
  19. Jürg Zbinden: Nico (* 1938 Köln; † 1988 Ibiza). In: nzz.ch. 11. Mai 2015, abgerufen am 22. August 2018.
  20. Alexandra Wach: Der Traum vom Abgrund, die Kölner Sängerin Nico wäre heute 70 geworden. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 16. Oktober 2008, S. 26, abgerufen am 22. August 2018.
  21. Drogenwrack und Popikone: Vor dreißig Jahren starb Nico. Berliner Zeitung, 17. Juli 2018
  22. Kerstin Kohlenberg: Friedhof Grunewald: Früher mussten Selbstmörder vor der Stadt vergraben werden. Heute liegt dort Nico von Velvet-Underground. In: tagesspiegel.de. 15. Juni 2000, abgerufen am 22. August 2018.
  23. Christian Bos: Köln hat für Nico keinen Platz. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 13. Dezember 2017, abgerufen am 22. August 2018.
  24. Juliane Streich: Nico – mehr als Lou Reeds „Femme Fatale“. In: MDR Kultur. 18. Juli 2018, abgerufen am 22. August 2018.
    Ecki Stieg: Nico. In: Grenzwellen-News. 3. Dezember 1997, abgerufen am 21. August 2018 (Interview und Biografie).
  25. Sylvie Simmons: I’m Your Man. Das Leben des Leonard Cohen, München 2014, ISBN 978-3-442-74289-9, S. 223
  26. Dave Thompson: Schattenwelt. Helden und Legenden des Gothic Rock. Hannibal, Höfen 2004, ISBN 3-85445-236-5, S. 154–158
  27. Nico. In: IMDb. Abgerufen am 2. Dezember 2016.
  28. Manfred Horak: Nico – Sphinx aus Eis. (Nicht mehr online verfügbar.) In: kulturwoche.at. Archiviert vom Original am 25. April 2015; abgerufen am 22. August 2018.
  29. Nico – Köln, Berlin, Paris, New York – Stationen einer Popikone. Museum für Angewandte Kunst Köln: 30. Oktober 2008 bis 1. Februar 2009. (Nicht mehr online verfügbar.) In: museenkoeln.de. Archiviert vom Original am 2. Dezember 2013; abgerufen am 22. August 2018.
    Alexandra Wach: Kölner Sängerin Nico: Der Traum vom Abgrund. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 15. Oktober 2008, abgerufen am 22. August 2018.
  30. Serge Mironneau: L’amour n’oublie jamais. In: Nico, Bibliography. 11. Januar 2011, abgerufen am 22. August 2018 (französisch).
    Serge Mironneau: Bibliography. 11. Januar 2011, abgerufen am 22. August 2018 (französisch).
    Ari Boulogne: L’amour n’oublie jamais. Pauvert, Paris 2001, ISBN 2-7202-1400-0 (französisch).
  31. Nico, 1988 in der Internet Movie Database (englisch)
  32. Die besten deutschen Songs: Nico – „It Has Not Taken Long“. In: Rolling Stone. 18. Juli 2018, abgerufen am 22. August 2018.
  33. Auszeichnungen für Musikverkäufe: UK
  34. Richard Witts: Publications. In: Richard Witts Website. 17. März 2018, abgerufen am 22. August 2018 (englisch).
  35. Angela Gutzeit: Tobias Lehmkuhl: „Nico. Biografie eines Rätsels“ – Galionsfigur auf dem Bug eines Wikingerschiffes. Tobias Lehmkuhl im Gespräch. In: Deutschlandfunk-Sendung „Büchermarkt“. 21. August 2018, abgerufen am 21. August 2018.
  36. Ulrich Bermann: Manfred Rothenberger: „Buch über Sängerin Nico: Ein Leben wie ein griechisches Drama. Manfred Rothenberger im Gespräch“. In: Deutschlandfunk-Sendung „Corso“. 20. August 2019, abgerufen am 28. September 2019.
  37. Nico – Sphinx aus Eis. Ein Theaterprojekt an den Sophiensaelen Berlin. Kulturstiftung des Bundes, abgerufen am 22. August 2018.
    Wolfgang Lange: Nico – Sphinx aus Eis. Monolog von Werner Fritsch (2005, Suhrkamp): Besprechung. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Neue Zürcher Zeitung. 19. April 2005, archiviert vom Original am 19. Mai 2012; abgerufen am 22. August 2018 (wiedergegeben auf Lyrikwelt.de).



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