Tonhalle-Orchester Zürich & Paavo Järvi ¦ Tchaikovsky: Symphonies Nos. 2 & 4

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Veröffentlichung Tchaikovsky: Symphonies Nos. 2 & 4:

2021

Hörbeispiel(e) Tchaikovsky: Symphonies Nos. 2 & 4:





Tchaikovsky: Symphonies Nos. 2 & 4 auf Wikipedia (oder andere Quellen):

Die Sinfonie Nr. 2 c-Moll op. 17 (Kleinrussische) ist eine Sinfonie des russischen Komponisten Pjotr Iljitsch Tschaikowski. Der Beiname beruht auf Tschaikowskis Verwendung ukrainischer Volksmelodien in dieser Sinfonie. 1879/80 entstand eine zweite Fassung, die heute die populärere ist.

Entstehung

Die Sinfonie entstand im Jahre 1872 während eines Urlaubsaufenthalts Tschaikowskis bei seiner Schwester in Kamjanka in Kleinrussland, der heutigen Ukraine.

Zur Musik

Orchesterbesetzung

Piccoloflöte, zwei Flöten, zwei Oboen, zwei Klarinetten, zwei Fagotte, vier Waldhörner, zwei Trompeten, drei Posaunen, Tuba, Pauken, Becken, Große Trommel, Saiteninstrumente, sowie im letzten Satz Gong.

Satzbezeichnungen

  1. Andante sostenuto – Allegro vivo
  2. Andantino marziale quasi moderato
  3. Scherzo. Allegro molto vivace
  4. Finale. Moderato assai

Analyse

Im ersten Satz erklingt als Hornsolo, begleitet von zwei rhythmischen Themen in den Holzbläsern, das Volkslied Drunten bei der Mutter Wolga (dessen Titel sich jedoch nicht belegen lässt). Im dreiteiligen zweiten Satz erklingen im ersten und dritten Teil der Hochzeitszug aus Tschaikowskis Oper Undine (die der Komponist nach Kritikerverrissen vernichtet hatte); im zweiten Teil verwendet Tschaikowski das Volkslied Spinn, meine Spinnerin. Im dritten Satz folgt nach einem stürmischen Teil ein Trio im 2/8-Takt, in dem ein ukrainisches Scherzlied verarbeitet wird. Der vierte Satz orientiert sich an Ludwig van Beethovens dritter Sinfonie, der Eroica. Im mittleren Teil, dem Allegro vivo, wird das Volkslied Der Kranich variiert.

Wirkung

Die Uraufführung fand am 26. Januar 1873 in Moskau statt; Dirigent war der mit Tschaikowski befreundete Nikolai Grigorjewitsch Rubinstein. Sowohl Publikum als auch Kritik werteten die Sinfonie als „nationale Errungenschaft“. In den Jahren 1879/1880 erfuhr die Sinfonie eine gründliche Umarbeitung durch Tschaikowski. In dieser Form erklang sie erstmals 1881 in St. Petersburg.

Der Musiker Hans von Bülow lobte an der Sinfonie, ebenso wie bereits vorher bei Tschaikowskis erster Sinfonie, deren Melodienreichtum. Trotzdem stehen die ersten drei Sinfonien des russischen Komponisten im Schatten des Erfolges von Tschaikowskis „drei Großen“, nämlich der vierten, fünften und sechsten Sinfonie.

Belege

  • Christoph Hahn, Siegmar Hohl (Hrsg.): Bertelsmann Konzertführer. Bertelsmann Lexikon Verlag, Gütersloh/München 1993, ISBN 3-570-10519-9.
  • Harenberg Konzertführer. Harenberg Kommunikation, Dortmund 1998, ISBN 3-611-00535-5.
  • Begleitheft der Doppel-CD Tchaikovsky – Symphonies Nos. 1-3, Philips Classics, 1995.

Weblinks


Nadeschda von Meck, Widmungsträgerin der Sinfonie.

Der russische Komponist Pjotr Iljitsch Tschaikowski schrieb seine Sinfonie Nr. 4 f-Moll op. 36 im Jahr 1877. Parallel zur Oper Eugen Onegin entstand die Sinfonie zu der Zeit, als Tschaikowskis Korrespondenz zu seiner Gönnerin Nadeschda von Meck begann und er unter der unglückseligen Ehe mit der Konservatoriumsschülerin Antonina Iwanowna litt. Tschaikowski schrieb „unsere Sinfonie“, die er im Januar 1878 vollendete, „a mon meilleur ami“ (auf deutsch: „meinem besten Freund“; gemeint war Frau von Meck). Die Sinfonie wurde am 10. Februar 1878 in Moskau uraufgeführt; Dirigent war Nikolai Rubinstein.

Aufbau der Sinfonie

  1. Satz: Andante sostenuto – Moderato con anima – Moderato assai, quasi Andante – Allegro vivo
  2. Satz: Andantino in modo di canzona
  3. Satz: Scherzo: Pizzicato ostinato – Allegro
  4. Satz: Finale: Allegro con fuoco

Die Besetzung der Sinfonie besteht aus Piccoloflöte, 2 Flöten, 2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Fagotti, 4 Hörnern, 2 Trompeten, 3 Posaunen, Tuba, Pauke, Triangel, Becken, Große Trommel und Streichinstrumente.

Tschaikowskis 4. Sinfonie, die dieser „mit echter Inspiration vom Beginn bis zum Ende“ sowie „mit Liebe und glühender Begeisterung“ schrieb, gilt unter Tschaikowskis Werken als das mit der größten autobiographischen Nähe (inwieweit sein eigenes Programm, das er an Frau von Meck schickte, für die Musik bindend ist, ist jedoch umstritten).

Zu Beginn des ersten Satzes (der laut Tschaikowski „den Kern der ganzen Sinfonie, ohne Zweifel ihren Hauptgedanken erhält“) verkündet die Fanfare der Hörner und Fagotte das unausweichliche Fatum. Das von einem Walzerthema und einem Klarinettensolo angedeutete Glück währt nur kurz. Reprise und Durchführung dieses Satzes werden eins.

Ein lyrisches Solo der Oboe leitet den zweiten Satz ein und wird vom Orchester aufgegriffen.

Ein Pizzicato der Streicher huscht durch den dritten Satz und wird in der Reprise von den Bläsern begleitet.

Über den dritten Satz bricht stürmisch der ein Volksfest schildernde vierte Satz ein. „Wenn Sie in sich selbst keinen Anlaß zur Glücksseligkeit finden, blicken Sie auf andere. Gehen Sie unter das Volk“, riet Tschaikowski. Unheil verkündend taucht das Fatum-Motiv des ersten Satzes wieder auf, doch kehrt, davon unbeeindruckt, die Volksfeststimmung wieder. „Freue dich an der Freude anderer - und das Leben ist doch zu ertragen“, schreibt Tschaikowski.

Im vierten Satz verarbeitet Tschaikowski ein Thema aus der Ouvertüre über drei russische Themen von Mili Alexejewitsch Balakirew.

Wirkung

Frau von Meck schrieb an Tschaikowski ein Telegramm, aus dessen „Ton und Worten“ Tschaikowski entnahm, „dass Sie mit dem Werk zufrieden sind“. Tschaikowski zufolge berichtete Rubinstein, „daß die Sinfonie sehr gut gespielt wurde“, verlor aber „kein Wort über ihren Wert“.

Heute gehört die 4. Sinfonie zusammen mit der 5. Sinfonie und der 6. Sinfonie zu den beliebtesten von Tschaikowskis Sinfonien.

Die britische Rockband Pink Floyd zitiert auf ihrem Album Wish You Were Here (1975) eine kurze Sequenz aus dem 4. Satz. Bevor im Titelsong die Sologitarre einsetzt, ist die Sendersuche auf einem Radio zu hören, wobei zunächst menschliche Stimmen und dann der 3. und der 4. Takt vom Beginn des 4. Satzes in Orchesterbesetzung zu vernehmen sind.[1][2]

Diskografie (Auswahl)

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Orchesteraufführung des 4. Satzes zum Vergleichen mit dem Pink-Floyd-Zitat
  2. IV. Finale (Memento vom 23. September 2016 im Internet Archive) (PDF)


Artist(s)

Veröffentlichungen von Tonhalle-Orchester Zürich die im OTRS erhältlich sind/waren:

Tchaikovsky: Symphonies Nos. 2 & 4 ¦ Tchaikovsky: Symphony No. 5 / Francesca Da Rimini ¦ Celebrating 150 Years Tonhalle Orchestra Zurich

Tonhalle-Orchester Zürich auf Wikipedia (oder andere Quellen):

Die «Neue Tonhalle» am Alpenquai (heute General-Guisan-Quai) in Zürich um 1900. 1893–1895 von Fellner & Helmer erbaut, 1937 teilweise abgerissen und im Landistil neu erbaut
Grosser Saal der Tonhalle Zürich
Blankette einer Namensaktie über 100 Franken der Tonhalle-Gesellschaft Zürich, Ausgabejahr ca. 1890

Das Tonhalle-Orchester Zürich wurde 1868 gegründet. 1895 zog es in die neue Tonhalle, die als einer der besten Konzertsäle der Welt gilt.

Orchester

Das Orchester besteht heute aus rund hundert Musikern. Unzählige Gastdirigenten und Solisten musizieren im Verlauf der Jahre mit dem Orchester, das seit einigen Jahren zur Weltklasse zählt; auch dank der Tätigkeit seines langjährigen Chefdirigenten und heutigen Ehrendirigenten David Zinman.

Intendantin ist seit 2014 Ilona Schmiel[1] und Chefdirigent bis 2018 Lionel Bringuier, sowie seit 2019 samt künstlerischer Leitung Paavo Järvi.[2]

Das Orchester unterhält eine eigene Orchesterakademie: Studienplätze für Streicher stehen zur Verfügung.

Chefdirigenten

Vorgeschichte

Um 1600 wurde die Musikgesellschaft «zum Chorherresaal» gegründet, 1613 die Musikgesellschaft «ab dem Musiksaal beim Kornhaus» und 1679 diejenige «zum Fraumünster». 1812 schlossen sich diese alten Zürcher Musikgesellschaften in der «Allgemeinen Musikgesellschaft» (AMG) zusammen. Das Orchester der AMG, ein mit Amateuren und Berufsmusikern besetztes Orchester, prägte entscheidend das kulturelle Leben der Stadt.

Das Orchester der AMG wurde von folgenden Chefdirigenten geleitet:

Diskographie der neueren Zeit

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[3]
Beethoven Violin Concerto Op. 61 – Violin Romances Op. 40 & 50 (mit David Zinman)
 CH5729.03.2020(1 Wo.)

Auszeichnungen

Film

Erstmals in seiner Geschichte hat das Tonhalle-Orchester Zürich unter dem Chefdirigenten David Zinman, zusammen mit den Komponisten Diego Baldenweg mit Nora Baldenweg & Lionel Vincent Baldenweg, im Herbst 2009 einen aufwendigen Soundtrack für einen Kinofilm (180°-AMOK) aufgenommen.[5] Dieses Projekt wurde 2010 am Internationalen Filmfestival Locarno mit dem SUISA-Preis für die «beste Filmmusik» honoriert.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Thomas Ribi: Ilona Schmiel bleibt | NZZ. Abgerufen am 15. April 2021.
  2. Peter Hagmann: Tonhalle Zürich – Ein Mann mit Eigenschaften. In: Neue Zürcher Zeitung. 30, Mai 2017.
  3. Chartquellen: CH
  4. Hörproben
  5. Quelle: Werbewoche

Veröffentlichungen von Paavo Järvi die im OTRS erhältlich sind/waren:

Tchaikovsky: Symphonies Nos. 2 & 4 ¦ Tchaikovsky: Symphony No. 5 / Francesca Da Rimini

Paavo Järvi auf Wikipedia (oder andere Quellen):

Paavo Järvi

Paavo Järvi (* 30. Dezember 1962 in Tallinn, Estnische Sozialistische Sowjetrepublik, UdSSR) ist ein estnischer Dirigent.

Leben

Paavo Järvi ist Sohn des Dirigenten Neeme Järvi und seiner Frau Liilia. Seine Geschwister Kristjan Järvi (* 1972) und (* 1964) sind ebenfalls Musiker. Sein Studium (Schlagzeug und Dirigieren) begann er in Tallinn. Järvi spielte zu jener Zeit Schlagzeug in Erkki-Sven Tüürs kammermusikalischem Rockensemble In Spe, diese Formation entwickelte sich zu Beginn der 1980er Jahre zu einer der beliebtesten Rockgruppen in Estland. 1980 reiste Järvi mit der gesamten Familie in die USA aus. Dort setzte er seine Ausbildung am Curtis Institute of Music bei Otto-Werner Mueller und am Los Angeles Philharmonic Institute bei Leonard Bernstein fort.

Anton Bruckner: 3. Sinfonie, 3. Satz, Ausschnitt einer Aufnahme mit dem HR-Sinfonieorchester von 2006

Seine Karriere als Dirigent begann er – zusammen mit Andrew Davis – als Leiter des Kungliga Filharmoniska Orkestern in Stockholm (1995–1998). 2001 bis 2011 war Järvi Chefdirigent des Cincinnati Symphony Orchestra, dem er inzwischen als Conductor Laureate verbunden ist. 2004 wurde er Künstlerischer Leiter der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. 2006 bis 2013 war er als Nachfolger von Hugh Wolff Chefdirigent, inzwischen Conductor Laureate, des hr-Sinfonieorchesters in Frankfurt am Main. Zusätzlich wurde er für die Saison 2010/2011 zum Chefdirigenten des Orchestre de Paris in Nachfolge von Christoph Eschenbach bestimmt. 2012 wurde Järvi vom NHK Symphony Orchestra zum neuen Chefdirigenten ab der Spielzeit 2015/2016 ernannt. Ende Mai 2017 wurde er zum Chefdirigenten und künstlerischen Leiter des Tonhalle-Orchesters Zürich per Saison 2019/2020 ernannt.[1]

Im Jahre 2009 spielte die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen unter Paavo Järvis Leitung Ludwig van Beethovens 9. Sinfonie auf Urtext-Basis ein. Diese Aufnahme wurde, wie auch die Aufnahmen der restlichen Beethoven-Symphonien, von der Kritik mit großem Lob bedacht.[2] 2012 erhielt Järvi den Paul-Hindemith-Preis der Stadt Hanau.[3]

Im Rhein-Main-Gebiet rief Järvi zusammen mit dem Hessischen Rundfunk das Music Discovery Project ins Leben. Im Rahmen dieses Projekts kommt jährlich ein Konzert zur Aufführung, bei dem das Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks gemeinsam mit DJs und anderen Pop-Künstlern auftritt. Paavo Järvi war ab 2007 an den ersten drei Konzerten beteiligt.

Literatur

  • Alexander Gurdon: Järvi, Paavo. In: Julian Caskel, Hartmut Hein (Hrsg.): Handbuch Dirigenten. 250 Porträts. Bärenreiter, Kassel 2015, ISBN 978-3-7618-2174-9, S. 214–216.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Peter Hagmann: Tonhalle Zürich – Ein Mann mit Eigenschaften. In: Neue Zürcher Zeitung, 30, Mai 2017.
  2. Kai Luehrs-Kaiser: Beethovens Neunte – Update für die Ewigkeit. In: Spiegel Online. 4. November 2009, abgerufen am 30. Mai 2017.
  3. Musik: Dirigent Paavo Järvi erhält Paul-Hindemith-Preis. In: Focus Online. 28. September 2012, abgerufen am 30. Mai 2017.

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