Uriah Heep ¦ ...Very ‚eavy ...Very ‚umble

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LP (Album)

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GTIN: 4050538689785 Artist: Genres & Stile: , ,

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Release

Veröffentlichung ...Very ‚eavy ...Very ‚umble:

1970

Hörbeispiel(e) ...Very ‚eavy ...Very ‚umble:

...Very ‚eavy ...Very ‚umble auf Wikipedia (oder andere Quellen):

…very ’eavy …very ’umble
Studioalbum von Uriah Heep

Veröffent-
lichung(en)

1970

Label(s)Vertigo, Bronze, Mercury

Format(e)

LP

Genre(s)

Progressive Rock, Hard Rock, Heavy Metal, Bluesrock

Titel (Anzahl)

8

Länge

39:14

Besetzung

Produktion

Gerry Bron

Studio(s)

Lansdowne Studios, London

Chronologie
…very ’eavy …very ’umbleSalisbury (1970)

…very ’eavy …very ’umble ist das erste Studioalbum der britischen Rockband Uriah Heep. Es erschien Anfang 1970 zunächst auf Vertigo Records.

Album-Geschichte

Obwohl Ken Hensley im Vorwort der Platte den Begriff LP (Longplayer) mit „Large Problem“ (‚großes Problem‘) übersetzt, um die Schwierigkeiten bei der Entstehung der Platte zu beschreiben (Besetzungswechsel), ist …very ’eavy …very ’umble der Beginn der Karriere von Uriah Heep. Der Musikkritiker Daevid Jehnzen schreibt über diesen Karrierebeginn: „[…] a heavy, stomp-rock delight.“[1]

Das Albumcover mit einem Artwork von Robin Nicol (Design Machine) zeigt den von Spinnennetzen umwobenen Kopf des Uriah-Heep-Sängers David Byron. In den Vereinigten Staaten wurde das Album unter dem Namen Uriah Heep und mit einem völlig anderen Coverartwork – eine schwarz-silberne Zeichnung eines Aliens – veröffentlicht und hatte Bird of Prey anstatt Lucy Blues auf der Trackliste.

Während Melissa Mills in der Musikzeitschrift Rolling Stone angesichts des ersten Uriah-Heep-Albums konstatiert, „sie müsse Selbstmord begehen, falls es diese Gruppe schafft“,[2] sieht Donald A. Guarisco beim All Music Guide in …very ’eavy …very ’umble und der Entwicklung eines eigenen Gruppensounds „ein durchaus kraftvolles Resultat zwischen Heavy Metal und den dramatischen Arrangements des Progressive Rock“.[3]

In Großbritannien verfehlte Uriah Heeps Debütalbum den Einzug in die LP-Charts. In Deutschland war …very ’eavy …very ’umble erfolgreicher und schaffte immerhin Platz 22.[4] Die US-amerikanische Ausgabe Uriah Heep kam bis auf Rang 186 in den Billboard 200.[5]

Gypsy wurde in einigen europäischen Ländern und Nordamerika als Single mit auf knapp 3 Minuten reduzierter Lauflänge veröffentlicht. In Europa war auf der B-Seite der Song Bird of Prey, der erste Titel auf dem zweiten Uriah-Heep-Album Salisbury. In den Vereinigten Staaten und Kanada war eine editierte Version von Come Away Melinda die B-Seite. Gypsy erreichte Anfang 1971 Platz 30 in den deutschen Singlecharts[6] und war im Jahr 1972 zudem die B-Seite der erfolgreichen Uriah-Heep-Singles The Wizard (Großbritannien) und Easy Livin’ (Deutschland), die beide auf dem Album Demons and Wizards (1972, Bronze Rec.) erschienen.

Titelliste

  1. Gypsy (6:40) (Mick Box, David Byron)
  2. Walking in Your Shadow (4:32) (Paul Newton, Byron)
  3. Come Away Melinda (3:48) (Fred Hellerman, Fran Minkoff)
  4. Lucy Blues (5:10) (Box, Byron)
  5. Dreammare (4:40) (Newton)
  6. Real Turned On (3:39) (Box, Byron, Newton)
  7. I’ll Keep on Trying (5:27) (Box, Byron)
  8. Wake up (Set Your Sights) (6:24) (Box, Byron)

Bonustracks der Wiederveröffentlichung von 1996

  1. Gypsy (Edit) (2:57) (Box, Byron) (ursprünglich auf der Single Gypsy veröffentlicht)
  2. Come Away Melinda (3:42)* (Hellerman, Minkoff)
  3. Born in a Trunk (3:45)* (Box, Byron)

Bonustracks der Wiederveröffentlichung von 2003

  1. Bird of Prey (4:06) (Box, Byron, Newton) (ursprünglich auf der US-amerikanischen und kanadischen Edition des Albums veröffentlicht)
  2. Born in a Trunk (4:32)* (Box, Byron)
  3. Come Away Melinda (4:16) (Hellerman, Minkoff)
  4. Gypsy (7:07) (Box, Byron)
  5. Wake Up (Set Your Sights) (6:32) (Box, Byron)
  6. Born in a Trunk (Instrumental version) (4:35)* (Box, Byron)
  7. Dreammare (BBC version) (3:08) (Newton)
  8. Gypsy (BBC version) (5:14) (Box, Byron)

Bonus-CD der Wiederveröffentlichung von 2016

  1. Gypsy (6:57) (Box, Byron)
  2. Real Turned on (3:47) (Box, Byron, Newton)
  3. Dreammare (5:10) (Newton)
  4. Come Away Melinda (4:01) (Hellerman, Minkoff)
  5. Born in a Trunk (4:53)* (Box, Byron)
  6. Wake up (Set Your Sights) (6:56) (Box, Byron)
  7. I’ll Keep on Trying (5:33) (Box, Byron)
  8. Walking in Your Shadow (5:11) (Newton, Byron)
  9. Lucy Blues (5:21) (Box, Byron)
  10. Born in a Trunk (Instrumental version) (4:47)* (Box, Byron)
  11. Magic Lantern (7:57)* (Box, Byron)
  12. Bird of Prey (4:06) (Box, Byron, Newton) (ursprünglich auf der US-amerikanischen und kanadischen Edition des Albums veröffentlicht)

US-amerikanische und kanadische Pressung

  1. Gypsy (6:40) (Box, Byron)
  2. Walking in Your Shadow (4:32) (Newton, Byron)
  3. Come Away Melinda (3:48) (Hellerman, Minkoff)
  4. Bird of Prey (4:06) (Box, Byron, Newton)
  5. Dreammare (4:40) (Newton)
  6. Real Turned on (3:39) (Box, Byron, Newton)
  7. I’ll Keep on Trying (5:27) (Box, Byron)
  8. Wake up (Set Your Sights) (6:24) (Box, Byron)

Informationen zu den Bonustracks

  • Bei allen Bonustracks der Wiederveröffentlichungen von 1996 und 2003 sowie allen Songs der Bonus-CD von 2016 handelt es sich um zum Veröffentlichungszeitpunkt unveröffentlichte Versionen, sofern in Klammern nichts anderes angegeben wurde.
  • Alle mit einem * versehenen Titel wurden eingespielt, als sich die Band noch Spice nannte.
  • Die auf der Wiederveröffentlichung von 2003 enthaltenen BBC-Aufnahmen von Dreammare und Gypsy stammen vom 5. Mai 1970.[7] Sie wurden am 12. Mai 1970 während der Mike Harding Show Sounds of the Seventies gesendet.[7] Ein dritter Song wurde bei dieser BBC Session vom 5. Mai 1970 aufgenommen, allerdings ist diese Aufnahme verschollen.[7]

Wissenswertes

  • Bei der US-amerikanischen und kanadischen Edition des Albums, die mit einem gänzlich anderen Coverartwork versehen ist, wurde der Song Lucy Blues durch Bird of Prey ersetzt. Bei dieser Version von Bird of Prey handelt es sich um eine andere Version als die, die auf dem nächsten Studioalbum Salisbury veröffentlicht wurde.
  • Come Away Melinda ist eine Harry-Belafonte-Coverversion. Das Lied wurde ursprünglich 1963 auf dem Album Streets I Have Walked veröffentlicht.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Erlewine, Michael (et al.), All Music Guide To Rock. San Francisco, 1995. ISBN 0-87930-376-X
  2. Rolling Stone, Album Review Uriah Heep, 1. Oktober 1970 (Memento vom 18. Juli 2007 im Internet Archive)
  3. AMG, Review Very ‚eavy … Very ‚umble
  4. Günter Ehnert (Hrsg.): Hit-Bilanz, Deutsche Chart LP’s 1962–1986. Taurus-Press, Hamburg 1988, ISBN 3−922542−29−8, S. 120.
  5. AMG, Uriah Heep, Charts & Awards, Billboard Pop Albums
  6. Günter Ehnert (Hrsg.): Hit-Bilanz, Deutsche Chart Singles 1956–1980. Taurus-Press, Hamburg 1990, ISBN 3−922542−24−7, S. 209.
  7. a b c travellersintime.com – BBC Sessions / Part I. Zuletzt abgerufen am 6. April 2020.
  • CD-Booklet Castle Essential ESMCD 316 (1996)

Artist(s)

Veröffentlichungen von Uriah Heep die im OTRS erhältlich sind/waren:

The Ultimate Collection ¦ Look At Yourself ¦ Choices ¦ ...Very ‚eavy ...Very ‚umble ¦ Salisbury ¦ Demons And Wizards ¦ The Magician’s Birthday

Uriah Heep auf Wikipedia (oder andere Quellen):

Uriah Heep

Allgemeine Informationen
Genre(s)Hard Rock
Gründung1969
Websitewww.uriah-heep.com
Gründungsmitglieder
David Byron (bis 1976) † 1985
Leadgitarre, Gesang
Mick Box
Bass, Gesang
Paul Newton (bis 1971)
Alex Napier (bis 1970)
Keyboard, Gitarre, Gesang
Ken Hensley (bis 1980) † 2020
Aktuelle Besetzung
Gitarre, Gesang
Mick Box
Gesang
Bernie Shaw (seit 1986)
Bass
Davey Rimmer (seit 2013)
Schlagzeug, Gesang
Russell Gilbrook (seit 2007)
Keyboard, Gesang
Phil Lanzon (seit 1986)
Ehemalige Mitglieder
Schlagzeug
Nigel Olsson (1970)
Schlagzeug
Keith Baker (1970–1971)
Schlagzeug
Ian Clarke (1971–1972)
Schlagzeug, Gesang
Lee Kerslake (1972–1979, 1982–2007) † 2020
Bass, Gesang
Mark Clarke (1971–1972)
Bass, Gesang
Gary Thain (1972–1975) † 1975
Bass, Gesang
John Wetton (1975–1976) † 2017
Bass, Gesang
Trevor Bolder (1976–1981, 1983–2013) † 2013
Gesang
John Lawton (1976–1979, 1995, 2013) † 2021
Schlagzeug
Chris Slade (1979–1981)
Gesang
John Sloman (1979–1981)
Keyboard, Gesang
Gregg Dechert (1980–1981)
Keyboard, Gesang
John Sinclair (1982–1985)
Bass, Gesang
Bob Daisley (1982–1983)
Gesang
Peter Goalby (1982–1985)
Gesang
Steff Fontaine (1986)
Bass
John Jowitt (2013)

Uriah Heep ist eine britische Hardrock-Band, benannt nach einem arbeitssuchenden Roadie, der sich nach der Figur aus dem Roman David Copperfield von Charles Dickens benannt hatte.[1] Gemeinsam mit Black Sabbath, Deep Purple, Led Zeppelin und Nazareth zählen Uriah Heep zu den frühen und erfolgreichsten Vertretern des Genres. Die Geschichte der Band ist auch geprägt von häufigen Mitgliederwechseln, Todesfällen, musikalischen Differenzen und Drogenproblemen. Heute leitet Leadgitarrist Mick Box als einziges verbliebenes Gründungsmitglied die Geschicke der Band.

Im Unterschied zu vielen anderen Interpreten gewichten Uriah Heep in einem Teil ihrer Werke die melodische Seite des Hardrock durch ihren ausgefeilten, oft mehrstimmigen Gesang stärker. Die Band hat über 40 Millionen Tonträger verkauft.[2]

Geschichte

Anfänge

Der Gitarrist Mick Box, einziges noch aktives Gründungsmitglied (2015)
Bassist Trevor Bolder (2008)
Keyboarder Phil Lanzon (2008)
Sänger Bernie Shaw (2011)

Nach dem Ende der Band Spice suchten die Musiker David Byron, Paul Newton und Mick Box 1969 neue Mitstreiter. Newtons Vater kontaktierte Gerry Bron, der zu dieser Zeit Manfred Mann, Colosseum und Jon Hiseman förderte und Beziehungen zu dem rockmusikorientierten Label Vertigo Records hatte. Byron hatte die Idee, dem Bandsound Keyboards hinzuzufügen und ihr den Namen Uriah Heep zu geben. Newton kannte den Multiinstrumentalisten und Sänger Ken Hensley von The Gods, die mit dem später auch zu Uriah Heep gehörenden Schlagzeuger Lee Kerslake schon zwei Alben und einige Singles veröffentlicht hatten.

Schon das erste Uriah-Heep-Album …very ’eavy …very ’umble enthielt mit Gypsy einen Top-30-Hit in Deutschland. 1971 wurde das Album Salisbury veröffentlicht. Es enthält mit Lady in Black, gesungen von Ken Hensley, das bekannteste Stück der Band. Das Album Look at Yourself wurde im Titelstück durch Musiker der Gruppe Osibisa ergänzt. Den Synthesizer im Song July Morning spielte Manfred Mann. Diese Alben erschienen auf dem Label Vertigo.

Erfolge

Von 1972 bis 1975 erlebte die Band ihre kommerziell erfolgreichste Zeit. Die Besetzung bestand zu dieser Zeit aus Kerslake, Byron, Hensley, Mick Box und Gary Thain. Die Alben Demons and Wizards, The Magician’s Birthday, Uriah Heep Live 1973, Sweet Freedom und Wonderworld mit den dazugehörigen Singles The Wizard, Easy Livin′ und Stealin′ waren vor allem in Europa, aber auch in Japan und den USA sehr erfolgreich. Der Bassist Thain erlitt am 15. September 1974 während eines Konzerts in Dallas einen elektrischen Schlag. Er blieb nach dem Unfall geschwächt, und die Band musste sich von ihm trennen. Am 8. Dezember 1975 wurde er tot in seiner Wohnung aufgefunden. Seit seinem Stromunfall litt er an Herzrhythmusstörungen. Da er heroinabhängig gewesen war, konnte die Todesursache nicht zweifelsfrei geklärt werden.[3]

Thains Nachfolger wurde John Wetton, der zuvor Mitglied bei King Crimson und Roxy Music gewesen war. In dieser Konstellation gelang Uriah Heep 1975 in Großbritannien und anderen Ländern mit dem Album Return to Fantasy der größte Verkaufserfolg ihrer Karriere. Wetton war später Mitbegründer der britischen Supergroup Asia und wurde 1976 durch Trevor Bolder ersetzt, der zuvor in David Bowies Begleitband The Spiders from Mars spielte. Im September 1976 trennte sich die Band von David Byron. Sein Alkoholkonsum hatte immer wieder zu internen Konflikten und schwachen Liveauftritten geführt, die in Publikumsbeschimpfungen gipfelten.[4] Er starb 1985 an den Folgen seiner Alkoholkrankheit.

Er wurde durch John Lawton ersetzt, der zuvor Mitglied bei den Les Humphries Singers und Lucifer’s Friend gewesen war. Mit Lawton als Sänger gelang Uriah Heep 1977 mit Free Me in mehreren europäischen Ländern ein Top-10-Hit. Vor allem in Deutschland war die Band mit den Alben Firefly, Innocent Victim und Fallen Angel bis 1979 sehr populär. 1979 wurde das Doppel-Livealbum Live in Europe 1979 aufgenommen, wegen der Entlassung von John Lawton aber erst 1986 veröffentlicht. Der Hit Lady in Black kam durch Wiederveröffentlichungen gleich mehrmals wieder in die Hitparaden.

Ken Hensley entließ Lawton nach Streitigkeiten aus der Band. Mit der Wahl des Nachfolgers John Sloman war er aber auch unzufrieden, so dass Hensley sich 1980 während der Conquest-Tour endgültig von der Band verabschiedete. Er starb am 4. November 2020 im Alter von 75 Jahren.

Mick Box gelang mit dem Album Abominog und dem neuen Sänger Peter „Pete“ Goalby ein Comeback. Die drei Platten mit Goalby orientierten sich stark am amerikanischen Mainstream-Heavy-Rock. Goalbys Stimme litt aber zunehmend unter den pausenlosen Konzerten, und schließlich war der Sänger dem Tourstress nicht mehr gewachsen. Nach seiner Kündigung bei Uriah Heep beendete Goalby seine Karriere.

Neuorientierung

Im Juli 1986 fanden Uriah Heep mit Stephen „Steff“ Fontaine einen neuen Sänger. Mit ihm und dem neuen Keyboarder Phil Lanzon gingen sie auf eine kleine Nordamerikatour. Doch schon im September 1986 trennte sich die Gruppe wieder von Fontaine, da er einen Auftritt versäumte und insgesamt unzuverlässig und unprofessionell erschien. Er wurde durch Bernie Shaw ersetzt. Damit hatten Uriah Heep eine Formation gefunden, die über 20 Jahre Bestand hatte.

Erste Veröffentlichung in dieser Besetzung war das Live-Album Live in Moscow, das den Querschnitt von zehn ausverkauften Konzerten 1987 im Moskauer Olympiastadion darstellt. Das Album enthält neben klassischen Stücken der Band auch drei Songs, die nicht auf einem regulären Studioalbum erschienen waren. Mit den Auftritten in der Sowjetunion betraten Uriah Heep Neuland: Sie waren die erste westliche Hardrockband, die offiziell in der Sowjetunion aufgetreten ist. Das erste Studioalbum dieser Besetzung wurde 1989 veröffentlicht: Raging Silence, produziert von Richard Dodd.

Nach dem 1991 vom Bassisten Trevor Bolder produzierten Album Different World erschien 1995 mit Sea of Light das nächste Album. Auf der zugehörigen Tour im selben Jahr gab es ein Wiedersehen mit dem ehemaligen Sänger John Lawton, der für den an den Stimmbändern erkrankten Shaw für einige Auftritte in Südafrika, Österreich und Deutschland einsprang. 1998 erschien das für längere Zeit letzte Studioalbum Sonic Origami. Am 7. Dezember 2001 fanden Uriah Heep mit den ehemaligen Mitgliedern John Lawton und Ken Hensley für einen einmaligen Auftritt in London wieder zusammen. Das Ergebnis war das Live-Album The Magicians Birthday Party. Ebenfalls 2001 (mit Ian Anderson von Jethro Tull als Gast), und im Dezember 2006 gingen Uriah Heep mit einem Akustikprogramm auf Tournee. Ende Januar 2007 musste sich der Schlagzeuger Lee Kerslake, der der Band mit kurzer Unterbrechung seit 1972 zur Verfügung gestanden hatte, aus gesundheitlichen Gründen zurückziehen. Er starb am 19. September 2020 im Alter von 73 Jahren an den Folgen seiner Krebserkrankung.

Anfang März 2007 übernahm der Studiodrummer Russell Gilbrook, der schon mit Tony Iommi (Black Sabbath), Van Morrison und John Farnham gearbeitet hatte, dessen Platz. Im Mai 2008 erschien das 21. Studioalbum Wake the Sleeper. Die internationale Presse lobte das Werk und das Rockmagazin Eclipsed wählte es zum Album des Monats. Anlässlich des 40-jährigen Bestehens nahm die Band die größten Erfolge ihrer Karriere erneut im Studio auf. Die Neueinspielungen erschienen 2009, ergänzt um zwei neue Stücke, unter dem Titel Celebration. Dazu ging die Band zwischen 2009 und 2010 auf Deutschlandtour. 2011 veröffentlichte die Band das 22. Studioalbum Into the Wild sowie die Auskopplung Nail on the Head.

Im Januar 2013 musste sich der Bassist Trevor Bolder wegen eines Krebsleidens einer Operation unterziehen. Er wurde bei Auftritten von John Jowitt (u. a. IQ) und Dave Rimmer (u. a. Zodiac Mindwarp) vertreten. Bolder wollte am 14. Juni beim Download Festival wieder mit der Band auftreten,[5] erlag jedoch am 21. Mai 2013 im Alter von 62 Jahren seiner Krankheit.[6] Zudem nahm der Sänger Bernie Shaw im Mai 2013 aus gesundheitlichen Gründen eine Auszeit. Für ihn sprang erneut der frühere Sänger John Lawton ein. Bei diesen Konzerten spielte die Band hauptsächlich Songs aus dessen Zeit bei Uriah Heep.[7] Im Juni 2014 veröffentlichte die Band das Album Outsider, zum ersten Mal mit Bassist Dave Rimmer als offiziellem Bandmitglied.

Mick Box ist heute das einzige verbliebene Gründungsmitglied von Uriah Heep.

Besetzungen

Diskografie

Studioalben

JahrTitelHöchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[8]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE AT CH UK USTemplate:Charttabelle/Wartung/Charts inexistent
1970…very ’eavy …very ’umbleDE22
(8 Wo.)DE
US186
(4 Wo.)US
Erstveröffentlichung: Juni 1970
1971SalisburyDE31
(16 Wo.)DE
US103
(9 Wo.)US
Erstveröffentlichung: Januar 1971
Look at YourselfDE11
(28 Wo.)DE
UK39
(1 Wo.)UK
US93
(20 Wo.)US
Erstveröffentlichung: September 1971
1972Demons and WizardsDE5
(29 Wo.)DE
CH89
(1 Wo.)CH
UK20
(11 Wo.)UK
US23
Gold
Gold

(38 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 19. Mai 1972
Verkäufe: + 500.000
The Magician’s BirthdayDE7
(28 Wo.)DE
UK28
(3 Wo.)UK
US31
Gold
Gold

(22 Wo.)US
Erstveröffentlichung: November 1972
Verkäufe: + 500.000
1973Sweet FreedomDE12
(24 Wo.)DE
AT9
(4 Wo.)AT
UK18
Silber
Silber

(3 Wo.)UK
US33
Gold
Gold

(23 Wo.)US
Erstveröffentlichung: September 1973
Verkäufe: + 560.000
1974WonderworldDE7
(20 Wo.)DE
AT2
(12 Wo.)AT
UK23
Silber
Silber

(3 Wo.)UK
US38
(15 Wo.)US
Erstveröffentlichung: Juni 1974
Verkäufe: + 60.000
1975Return to FantasyDE21
(16 Wo.)DE
AT3
(16 Wo.)AT
UK7
Silber
Silber

(6 Wo.)UK
US85
(10 Wo.)US
Erstveröffentlichung: Mai 1975
Verkäufe: + 60.000
1976High and MightyDE48
(4 Wo.)DE
UK55
(1 Wo.)UK
US161
(3 Wo.)US
Erstveröffentlichung: Juni 1976
1977FireflyDE17
(18 Wo.)DE
US166
(3 Wo.)US
Erstveröffentlichung: Februar 1977
Innocent VictimDE15
(26 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: November 1977
1978Fallen AngelDE18
(8 Wo.)DE
US186
(5 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 16. Oktober 1978
1980ConquestDE33
(10 Wo.)DE
UK37
(3 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: Februar 1980
1982AbominogDE52
(2 Wo.)DE
UK34
(6 Wo.)UK
US56
(16 Wo.)US
Erstveröffentlichung: März 1982
1983Head FirstDE56
(1 Wo.)DE
UK46
(4 Wo.)UK
US159
(10 Wo.)US
Erstveröffentlichung: Mai 1983
1985EquatorUK79
(2 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 25. März 1985
1989Raging SilenceCH26
(1 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 4. Juni 1989
1991Different World
Erstveröffentlichung: Februar 1991
1995Sea of LightDE87
(4 Wo.)DE
CH29
(4 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 1995
1998Sonic Origami
Erstveröffentlichung: September 1998
2008Wake the SleeperCH55
(1 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 2. Juni 2008
Verkäufe: + 10.000
2009CelebrationDE99
(1 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 26. Oktober 2009
2011Into the WildDE32
(4 Wo.)DE
AT58
(1 Wo.)AT
CH42
(2 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 12. April 2011
2014OutsiderDE32
(2 Wo.)DE
AT56
(1 Wo.)AT
CH17
(4 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 6. Juni 2014
2018Living the DreamDE10
(3 Wo.)DE
AT18
(2 Wo.)AT
CH5
(5 Wo.)CH
UK57
(1 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 14. September 2018

grau schraffiert: keine Chartdaten aus diesem Jahr verfügbar

Literatur

  • Markus Ott, Ken Hensley: Uriah Heep. Lübbe, Bergisch Gladbach 1980, ISBN 3−404−60034−7.
  • Dave Ling: Wizards and Demons – The Uriah Heep Story. Stratford-upon-Avon 2002.
  • Jeff Perkins: David Byron – Born to Perform. Tiptree 2003.
  • Ken Hensley: Blood On The Highway: When Too Many Dreams Come True; the Ken Hensley Story. Grosser & Stein, Pforzheim 2007, ISBN 978−3−86735−319−9.
  • Uwe Reuters: Easy Livin’ – The Story of Uriah Heep Vol. 1. Aachen 1997.
  • Uwe Reuters: Can’t Keep a Good Band Down – The Story of Uriah Heep Vol.2. 1998.
  • Uwe Reuters: It Ain’t Easy – The Story of Uriah Heep Vol. 3. Jahrbuch 1999.
  • Uwe Reuters: Carry on – The Story of Uriah Heep Vol. 4. Jahrbuch 2000.
  • Uwe Reuters: Sell Your Soul – The Story of Uriah Heep Vol. 5. Jahrbuch 2001.
  • Uwe Reuters: Different World – The Story of Uriah Heep Vol. 6. Jahrbuch 2002.
  • Uwe Reuters: Hold Your Head Up – The Story of Uriah Heep Vol. 7. Jahrbuch 2003.
  • Uwe Reuters: Running All Night – The Story of Uriah Heep Vol. 8. Jahrbuch 2004.
  • Uwe Reuters: One Way Or Another – The Story of Uriah Heep Vol. 9. Jahrbuch 2005.
  • Uwe Reuters: What Should be Done – The Story of Uriah Heep Vol. 10. Jahrbuch 2006.

Weblinks

Commons: Uriah Heep – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Uriah Heep: Denn sie wussten nicht, was sie tun | Classic Rock. In: Classic Rock Magazin. 24. August 2020, abgerufen am 30. Mai 2021 (deutsch).
  2. Uriah Heep. In: uriah-heep.com. Abgerufen am 18. Januar 2022 (englisch).
  3. The Official Website of Gary Thain (Memento vom 3. Dezember 2013 im Internet Archive) (englisch)
  4. U. Reuters: „Can’t Keep A Good Band Down“. In: The Story Of Uriah Heep, Vol. 2. 5. Auflage. Aachen 2002, S. 82.
  5. The History of Uriah Heep: 2007 - Present Day
  6. Trevor Bolder dead at 62 (Memento vom 11. Juni 2013 im Internet Archive) (englisch)
  7. Uriah Heep: Lawton ersetzt Shaw für einige Gigs im Mai (Memento vom 10. November 2013 im Internet Archive)
  8. Chartquellen: DE AT CH UK US

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