Venom ¦ At War With Satan

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Veröffentlichung At War With Satan:

1984

Hörbeispiel(e) At War With Satan:

At War With Satan auf Wikipedia (oder andere Quellen):

At War with Satan ist das dritte Studioalbum der britischen Metal-Band Venom. Es erschien im April 1984 und ordnet sich musikalisch zwischen Black Metal und Thrash Metal ein. Als Konzeptalbum erzählte es die Geschichte vom Krieg zwischen Himmel und Hölle, wobei Letztgenannte gewinnt. Es wurde als Venoms Übergang zum Mainstream der Rockmusik angepriesen, scheiterte jedoch daran. Die britische Musik-Einzelhandelskette HMV nahm das Album kurz nach der Veröffentlichung wegen des antichristlichen Inhalts aus dem Angebot.

Hintergrund

Die Inspiration einen Song zu schreiben, der eine gesamte Vinyl-Seite beansprucht, kam dem Venom-Frontmann Cronos zufolge durch Rushs Album 2112 aus dem Jahr 1976.[1][2] At War with Satan handelt über den Charakter Abaddon (gleichzeitig der Künstlername des Venom-Schlagzeugers Tony Bray), dem Wächter zu den Toren der Hölle.[3] Cronos und Abaddon begannen schon früher während ihrer Schulzeit mit dem Schreiben über eine Geschichte, „wie ein Aufstand in der Hölle zur Übernahme des Himmels führte und Gott in der Hölle landete“. Eine Geschichte, die später in dem 20-minütigen Song "At War with Satan" erschien.[4] Die Storyline rund um den Titeltrack bezieht sich überwiegend auf die Offenbarung des Johannes sowie John Miltons episches Gedicht Paradise Lost aus dem 17. Jahrhundert, kombiniert mit postmodernen Horror-Elementen.[5] Das einprägsame Intro-Riff des Titeltracks stammt aus dem Song "Teaser" von Tommy Bolin (1975).

Während die gesamte A-Seite mit dem Titeltrack belegt ist, besteht die B-Seite aus „furiously compact two and three minute scorchers“ ("furiose zwei- und dreiminütige Knaller"), wofür die Band bekannt ist.[6] Songs wie Cry Wolf zeigten zudem, wie sehr Venom in ihrem Songwriting gereift waren und dabei ihrem Stil treu blieben.[7]

Artwork

At War with Satan erschien in Form eines Buches mit Ledereinband. Ursprünglich war angedacht, ein etwa hundert Seiten starkes Buch (The Book of Armageddon) parallel zur Albumveröffentlichung herauszugeben, was allerdings nie geschah.[8] Das Schweizer Label Disctrade versuchte die Band für HR Gigers Satan I (1977) als mögliches Albumcover zu begeistern, allerdings ohne Erfolg.[9] Später wurde das Gemälde cover art für Celtic Frosts zweites Album To Mega Therion (1985).[10]

Rezeption

Zum Zeitpunkt, als At War with Satan in den Plattenläden erschien, war ein Wendepunkt in der Bandkarriere erreicht. Kritiker vertraten die Ansicht, Venoms drittes Album hätte die Band aufgrund der aufstrebenden Konkurrenz in den Heavy-Metal-Mainstream befördern müssen, was allerdings nicht geschah. Zur gleichen Zeit erfuhren zahlreiche, später sehr erfolgreiche Thrash-Metal-Bands einen enormen Popularitätsschub, so etwa Metallica, die zwei Monate vor der Veröffentlichung von At War with Satan im Vorprogramm für Venoms Seven Dates of Hell-Tour erstmals in Europa auftraten.[11] Ungefähr ein Jahr später tourte Venom mit Slayer und Exodus als Vorbands auf ihrer Combat Tour in Nordamerika.[12]

Die großen Musikmagazine waren At War with Satan gegenüber überwiegend positiv gestimmt. Neil Jeffries vom britischen Melody Maker behauptete etwa: "Proof positive that Venom are the best heavy metal band in the world" ("Der Beweis ist erbracht, dass Venom die beste Heavy-Metal-Band der Welt sind."). Garry Bushell schrieb im Sounds: "It will definitely go down in Heavy Metal history as the ultimate headbang" ("Es wird definitiv in als der ultimative headbang in die Geschichte des Heavy Metal eingehen.").[13] Im Kerrang wurde das Album als das letzte große in der Bandgeschichte bezeichnet.[14]

Der überlange Titeltrack erfuhr gemischte Kritiken. Chad Bowar von About.com bezeichnete den Song At War with Satan einerseits sehr ambitioniert und aufgebläht, andererseits war er "so over-the-top and so dramatic that it somehow worked" ("so überbordend und so dramatisch, dass es funktionierte"), was das Album zu einem gern übersehenen Juwel im Metal-Genre macht.[15] Die Kritik auf Allmusic fiel wesentlich negativer aus, so wurde das Lied als "ill-advised anomaly" und größtenteils "decidedly crap" bezeichnet.[16]

Mit dem Aufschwung des Metal-Genres in den 1980er Jahren ging ein verstärktes Aufkommen politisch konservativer Organisationen einher, so z. B. des Parents Music Resource Center (PMRC). Christliche Kampagnen politisch einflussreicher Gruppen in den USA gegen anstößige Inhalte in der Rockmusik griffen auch auf Großbritannien über. Venom war eines ihrer Opfer: die britische Musik-Einzelhandelskette HMV stoppte als Vorsichtsmaßnahme den Verkauf von At War with Satan um nicht durch das Obszönitätsgesetz belangt zu werden.[17] PMRC setzte 1985 nach der Veröffentlichung des nächsten Venom-Albums Possessed den Titeltrack auf die Filthy Fifteen list (die schmutzigen Fünfzehn).[18]

Titelliste

Alle Songs von Cronos und Mantas.

Seite A

  1. At War with Satan – 19:57

Seite B

  1. Rip Ride – 3:09
  2. Genocide – 2:59
  3. Cry Wolf – 4:19
  4. Stand Up (And Be Counted) – 3:32
  5. Women, Leather and Hell – 3:21
  6. Aaaaaarrghh – 2:25

Bonuslieder auf der Neuveröffentlichung aus dem Jahr 2002

  1. At War with Satan (TV Adverts) – 1:04
  2. Warhead (12" version) – 3:40
  3. Lady Lust (12" version) – 2:48
  4. The Seven Gates of Hell (12" version) – 5:28
  5. Manitou (12" version) – 4:42
  6. Woman (12" version) – 2:56
  7. Dead of the Night (12" version) – 4:09
  8. Manitou (Abbey Road uncut mix) – 4:49

Belege

  1. Venom's Cronos: The Guitar World Interview. Guitar World, 19. November 2008, abgerufen am 28. Dezember 2015.
  2. Kupfer, Thomas (2012): Venom. Jesus musste gehen. In: Rock Hard, no. 304. S. 40.
  3. An Interview with Abaddon. Richard Karsmakers, Januar 1995, abgerufen am 28. Dezember 2015.
  4. Venom's Cronos: The Guitar World Interview. Guitar World, 19. November 2008, abgerufen am 28. Dezember 2015.
  5. Lee Baron: Milton's infernal majesty: Postmodern poetics withinVenom's At War With Satan. Chapter & Verse, 2004, archiviert vom Original am 4. März 2014; abgerufen am 28. Dezember 2015.
  6. Eduardo Rivadavia: Venom, At War with Satan AllMusic Review. AllMusic, abgerufen am 28. Dezember 2015.
  7. Jeff: Venom – At War With Satan Review. MetalReviews.com, abgerufen am 28. Dezember 2015.
  8. Frank Stöver: Interview with Cronos. From The Darkside, 4. Dezember 2000, abgerufen am 28. Dezember 2015.
  9. Tom Gabriel Fischer, Martin Eric Ain: Only death is real: An illustrated history of Hellhammer and early Celtic Frost 1981-1985. Brazillion Points, 2010, ISBN 0-9796163-9-5, S. 148–149.
  10. Tom Gabriel Fischer, Martin Eric Ain: Only death is real: An illustrated history of Hellhammer and early Celtic Frost 1981-1985. Brazillion Points, 2010, ISBN 0-9796163-9-5, S. 227.
  11. Joel McIver: Justice for All: The Truth about Metallica. Omnibus Press, 2009, ISBN 1-84772-797-2, S. 115.
  12. Joel McIver: Justice for All: The Truth about Metallica. Omnibus Press, 2009, ISBN 1-84772-797-2, S. 64–65.
  13. Venom Quotes. Venom Collector, abgerufen am 28. Dezember 2015.
  14. Venom, At War with Satan Critics. Kerrang, archiviert vom Original am 31. August 2011; abgerufen am 28. Dezember 2015.
  15. Chad Bowar: Retro Recommendation: Venom – At War With Satan. About.com, 17. September 2010, archiviert vom Original am 13. April 2014; abgerufen am 28. Dezember 2015.
  16. Eduardo Rivadavia: Venom, At War with Satan AllMusic Review. AllMusic, abgerufen am 28. Dezember 2015.
  17. Malcolm Dome: Battle of the Bans. Kerrang, 1985, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 17. November 2011; abgerufen am 28. Dezember 2015.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.waspnation.com
  18. Jonathon Green, Nicholas J Karolides: Encyclopedia Of Censorship. Facts on File, 2005, ISBN 0-8160-4464-3, S. 625.

Artist(s)

Veröffentlichungen von Venom die im OTRS erhältlich sind/waren:

In Nomine Satanas: The Neat Anthology ¦ Sons Of Satan ¦ Welcome To Hell ¦ Black Metal ¦ Witching Hour (Live) ¦ At War With Satan

Venom auf Wikipedia (oder andere Quellen):

Venom (englisch für ‚Gift‘) ist eine englische Metal-Band aus Newcastle. Sie wurde 1979 von Mantas (bürgerlich Jeffrey Dunn, Gitarre) und Abaddon (bürgerlich Anthony Bray, Schlagzeug) gegründet.

Geschichte

Entstehung und die frühen Jahre (1979–1987)

Mantas und Abaddon lernten sich auf einem Judas-Priest-Konzert kennen und gründeten kurz darauf Venom als Quartett. Sänger und Bassist verließen schon bald die Band und Cronos (bürgerlich Conrad Lant) wurde aufgenommen, womit sich die erste längerfristige Besetzung ergab. Venoms musikalische Vorbilder waren nicht die zeitgleich auftretenden Bands der New Wave of British Heavy Metal, von denen sie sich stets distanzierten,[1] sondern Rock- und Metalgruppen wie Deep Purple, die Rolling Stones,[1] Black Sabbath, Led Zeppelin, Kiss, Judas Priest[2] und die Punkmusik wie die der Sex Pistols,[3] von deren Stil sie sich aber ebenfalls absetzten. Venom schloss einen Vertrag mit Neat Records ab und veröffentlichte die Single In League with Satan / Live Like an Angel sowie das Album Welcome to Hell. In der britischen Musikzeitschrift Sounds wurde es als „heavy with diabolism“ und „brutal speed metal“ beschrieben.[4] Es sorgte wegen der antichristlichen Liedtexte und des plakativen satanistischen Images der Band[5][6] für Medienaufmerksamkeit, aber auch die stark punk-beeinflusste, technisch relativ simple und für damalige Maßstäbe extrem aggressive Musik[5][6][7] war für 1981 wegweisend. Ihr zweites Album Black Metal war der Namensgeber für die gleichnamige Musikrichtung, und auf At War with Satan mit seinem 20-minütigen Titellied erreichte die Band ihren kreativen Höhepunkt. Die Band-Gründer gaben indessen einige Jahre später zu, dass sie vom philosophischen Satanismus im Grunde keine Ahnung hätten, was den selbstironischen Ansatz unterstreicht.

In den Jahren 1984 und 1985 gab Venom Konzerte im Hammersmith Odeon in London, die den Legendenstatus der Band zementierten. Mit Metallica als Vorgruppe ging das Trio 1984 in Europa auf die Seven-Gates-of-Hell-Tournee, die in der Schweiz begann und durch Deutschland (Nürnberg[8]), Belgien und die Niederlande führte, wo beide Bands am 11. Februar 1984 auf dem Aardschokdag in Zwolle spielten.[9] Am 14. September 1985 trat Venom (wiederum gemeinsam mit Metallica) als Headliner beim ersten Metal-Hammer-Festival auf der Loreley vor rund 12.000 Besuchern auf.[10] Das in diesem Jahr veröffentlichte Possessed hielt jedoch dem Vergleich mit Alben wie Reign in Blood von Slayer, Melissa von Mercyful Fate oder Master of Puppets von Metallica nicht mehr stand – komplexer, virtuoser Metal war nun gefragt. Ein kommerzieller Abwärtstrend setzte ein, kurz darauf stieg Mantas aus der Band aus.

Die Rückkehr (1987–1996)

Mantas’ Platz wurde von den beiden Gitarristen Jim Clare und Mike Hickey übernommen. In dieser Besetzung nahm Venom das Album Calm Before the Storm auf, von dem Cronos später behauptete, dass es unter seinem eigenen Namen hätte veröffentlicht werden sollen. Unter dem Bandnamen „Cronos“ zog die ganze Band dann auch mit Ausnahme von Abaddon, der nebenher nun auch für die NWOBHM-Band Atomkraft als Tourmanager tätig war, in die USA. Mit Chris Patterson fanden „Cronos“ einen neuen Schlagzeuger, der auch auf den folgenden Soloalben Dancing In the Fire und Rock ’n' Roll Disease zu hören war. In dessen Folge reaktivierte Abaddon zusammen mit Mantas und Tony Dolan, den er als Frontmann von Atomkraft kannte, die Band. Mantas brachte darüber hinaus auch seinen Kollegen Al Barnes alias „War Machine“ aus seinem Soloprojekt mit. Das folgende Album Prime Evil, reichte allerdings nicht mehr an den Erfolg alter Tage heran. Mit Dolan am Mikrofon nahm Venom auch die in den Jahren 1991 und 1992 folgenden Alben Temples of Ice und The Waste Lands auf, letzteres mit Steve „War Maniac“ White (ebenfalls ein ehemaliges Atomkraft-Mitglied) anstelle von Al Barnes. Besonders auf dem Album Temples of Ice wurde der neue Sound des Quartetts deutlich: er ähnelte nun stark dem der Slayer-Titel und besaß viele Soundeffekte durch Keyboards. Auf The Waste Lands, auf dem man mit V.X.S. als festen Keyboarder arbeitete, wurden diese Effekte sogar noch weiter ausgebaut. Alle drei Alben mit Tony Dolan wurden jedoch kaum in der Presse hervorgehoben, und mit der Zeit wurde es still um die Band. Cronos hingegen feilte noch bis 1994 an neuen Liedern und spielte auf seinen Alben auch die Lieder alter Venom-Veröffentlichungen. Zu der Veröffentlichung des dritten Cronos-Albums namens Triumvirate kam es allerdings nicht mehr.

Die neue Ära (1995–2000)

1995 spielte Venom erstmals nach der Wiedervereinigung in der Besetzung Cronos, Mantas und Abaddon im holländischen Bergum auf dem Waldrock-Festival. Im Jahr 1996 trat die Band wieder als Trio mit Cronos, Mantas und Abaddon auf. Venom spielte noch in diesem Jahr mit Slayer als Co-Headliner vor ungefähr 90.000 Zuschauern auf dem Dynamo Open Air in Eindhoven, Niederlande. Zu diesem Konzert wurde das Livealbum The Second Coming aufgenommen, das zusätzlich eine VHS vom Auftritt enthielt. Die Band absolvierte eine ausgedehnte Amerika-Tournee und veröffentlichte die EP Venom ’96, die vier Neuaufnahmen älterer Titel und ein neues Lied namens The Evil One enthielt. Unmittelbar darauf, im Jahr 1997 erschien das Album Cast in Stone. Als Abaddon die Band verließ, wurde er durch Cronos’ Bruder Antony „Antton“ Lant ersetzt. In der neuen Besetzung wurde im Jahr 2000 Resurrection veröffentlicht.

Venom im 21. Jahrhundert (ab 2001)

Venom Inc. mit Mantas (rechts) und Tony Dolan live in London 2015

Mantas verließ die Band im Jahr 2002. 2005 wurde das Boxset MMV veröffentlicht. Dieses Set enthielt vier CDs, die insgesamt 70 Lieder, Demos, Live-Ausschnitte, Interviews und Outtakes beinhalten und ein 60-seitiges Beiheft mit der gesamten Band-Geschichte und ihren Wurzeln und viele noch nie gezeigte Bilder aus Cronos’ Sammlung.

Im Jahr 2006 erschien dann mithilfe des ehemaligen Band-Mitglieds Mykvs das Studioalbum Metal Black, mit dem die Band auf Tournee ging. Danach aber verließ Mykvs die Band wieder und wurde 2007 durch La Rage ersetzt. In dieser Besetzung entstand das Studioalbum Hell.

Der Nachfolger zu Hell sollte im Frühherbst 2011 veröffentlicht werden.[11] In einem Interview verriet Cronos, dass das Material wieder mehr in Richtung Metal Black und älterer Werke der Band gehen solle.[12] Tatsächlich erschien das Album unter dem Namen Fallen Angels erst am 28. November 2011. Das Coverartwork zu der Platte stammte hier von József Tari, der auch das Cover zu The Wastelands entworfen hatte. Dies stellt insofern eine Besonderheit dar, weil beide Platten mit komplett unterschiedlichen Musikern aufgenommen wurden. Am 26. Januar 2015 wurde dann der Nachfolger From The Very Depths veröffentlicht, dem ersten Album seit Temples of Ice (und dem ersten seit 1985 unter Cronos’ Leitung), das in derselben Besetzung aufgenommen wurde wie das Vorgängeralbum.

Mantas und Tony Dolan starteten anlässlich eines Auftritts ihrer damaligen Band M-Pire of Evil bei Keep It True am 24. April 2015 zusammen mit Abaddon ein Comeback unter dem Bandnamen Venom Inc. In dieser Besetzung wurde am 11. August 2017 das Album Avé auf den Markt gebracht.

Bedeutung

Während Venoms Mitglieder einerseits als technisch schlechte Musiker angesehen[7] und von der Presse verspottet[13] wurden, zollen viele heutige Bands dem musikalischen Schaffen der Band auf diversen Tributalben Respekt.

Venom beeinflusste zahlreiche Metal-Bands der 1980er Jahre und brachte mit dem Debütalbum Welcome to Hell „die Suche nach mehr Brutalität richtig ins Rollen“.[14] Mille Petrozza von Kreator beschreibt Venom als wichtigen Faktor in der Anfangsphase seiner Band: „Unsere ersten Gehversuche bestanden noch darin, BRITISH STEEL von Priest nachzuspielen. Bands wie Venom haben dann ein ganz anderes Tempo, eine andere Attitüde hereingebracht, die haben durch Aggressivität überzeugt. […] Das waren Werte, die uns nahe lagen. Wir waren vielleicht eine schlechte Heavy Metal-Band, aber im Vergleich zu Venom oder Bathory ging das schon.“[15] Venom leistete einen Beitrag zur Entstehung der Stilrichtungen Speed Metal, Thrash Metal[14] und Death Metal. Besonders prägend war die Band für den Black Metal und dessen Subgenres; sie gilt als eine der ersten Black-Metal-Bands. Dies verschaffte der Band auch einen gewissen Kultstatus in der Szene. Über den Fanatismus ihrer Anhänger berichtete der ehemalige Sodom-Gitarrist Grave Violator folgendes: „Es gab Zeiten, da war alles andere außer Venom in unseren Augen Dreck. Da haben wir sogar mal die HOLY DIVER von Dio zertrümmert.“[15] Andreas „Stoney“ Stein, ein Freund von Kreator, berichtet, die Szene habe „Monate darüber geredet, dass es angeblich Venom-Videos geben sollte. Aber wir konnten ja damals nicht einfach ins Internet und nachschauen.“ Als sie bei einem Konzert von Grave Digger die Möglichkeit dazu hatten, hätten sie „stundenlang vor einem mit Flatterband abgesperrten Fernseher gekniet und sie immer und immer wieder angeschaut. Mit nach Hause nehmen ging aber nicht.“[16]

Diskografie

Demoaufnahmen

  • 1980: Demon
  • 1982: To Hell and Back
  • 1983: At War with Satan
  • 2005: Antichrist

Studioalben

Venom Inc.

  • 2017: Avé

Livealben

  • 1985: Official Bootleg
  • 1986: Eine Kleine Nachtmusik
  • 1997: The Second Coming
  • 2002: Bitten
  • 2003: Witching Hour

Kompilationen und Boxsets

  • 1986: The Singles 1980–1986 (Kompilation)
  • 1988: Here Lies Venom (Kompilation)
  • 1991: Acid Queen (Kompilation)
  • 1991: In Memorium (Best of)
  • 1992: The Book of Armageddon (Best Of)
  • 1993: Skeletons in the Closet (Kompilation)
  • 1994: Old, New, Borrowed and Blue (Kompilation)
  • 1993: Kissing the Beast (Kompilation)
  • 1996: Black Reign (Kompilation)
  • 1997: From Heaven to the Unknown (Kompilation)
  • 2000: The Court of Death (Kompilation)
  • 2003: In League with Satan (Kompilation)
  • 2005: MMV (Box-Set)

Singles und EPs

  • 1981: In League with Satan
  • 1983: Bloodlust
  • 1983: Die Hard
  • 1984: Warhead
  • 1985: Hell at Hammersmith (EP)
  • 1985: American Assault (EP)
  • 1985: Canadian Assault (EP)
  • 1985: French Assault (EP)
  • 1985: Japanese Assault (EP)
  • 1985: Scandinavian Assault (EP)
  • 1985: Manitou
  • 1985: Nightmare
  • 1987: German Assault (EP)
  • 1990: Tear Your Soul Apart (EP)
  • 1996: Venom ’96 (EP)
  • 2006: Anti Christ
Commons: Venom – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Joel McIver: Sabbath Bloody Sabbath. Omnibus, 2009, ISBN 978-0-85712-028-1 (französisch, google.at [abgerufen am 26. Juni 2022]).
  2. Interview mit Cronos von Venom
  3. Joel McIver: Black Metal: Evolution of the Cult, von Dayal Patterson, S. 8
  4. Paul Elliott: Venom history. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 29. April 2008; abgerufen am 16. Oktober 2015 (englisch).
  5. a b „Besides pioneering a dirtier sound than any other extant Punk or Metal band in Europe, Venom’s notoriety was doubly assured with their elaborate endorsement of Satanism to a degree which would have caused wet dreams for medieval inquisitors. Given the level of blasphemy they made their trademark, it is not surprising the band could be embraced as panacea for the soul by kids brought up in stifling Christian environments, and looking for any possible way out.“ Michael Moynihan, Didrik Søderlind: Lords of Chaos, First Edition, Feral House 1998, ISBN 0-922915-48-2, S. 12.
  6. a b „Venom took the stripped-down, punk-influenced metal of Motörhead, distorted it even further, and added Satanic themes and imagery. Sharing Kiss’ love of over-the-top stage shows and irate parents, Venom crafted an image for themselves as leather clad, heavy metal devil worshipers. This image was an inspiration to later black metal insofar as it attempted to become the embodiment of everything frightened parents groups erroneously accused Led Zeppelin and Kiss of being. They rightly assumed that if vague rumors of Satanism could sell records, unapologetic celebration of Satanism could sell even more. Venom’s Satanism was largely a promotional technique and, in spite of how they would be interpreted by certain excitable young Norwegians, they never pretended to adhere to any literal type of Satanism.“ Benjamin Hedge Olson: I Am The Black Wizards: Multiplicity, Mysticism And Identity In Black Metal Music And Culture. (PDF) Bowling Green State University, Mai 2008, S. 14.
  7. a b „“Our music was born on the back of the Punk explosion in England,” states Abaddon, “if you drew back Venom’s influences I guess you’d find bands like Deep Purple and the Sex Pistols, Led Zeppelin and Black Sabbath.” Thus it was not surprising that an array of their early fans were drawn from areas beyond the standard Metal crowd (many of whom considered Venom pointlessly offensive and untalented noise-makers).“ Michael Moynihan, Didrik Søderlind: Lords of Chaos, First Edition, Feral House 1998, ISBN 0-922915-48-2, S. 10f.
  8. Dave Reynolds: VENOM – Venomous Reptiles. In: Metal Forces, Nr. 3, 1984, abgerufen am 13. Dezember 2012.
  9. Metal Mike: Metallica. Rock-History Teil II. In: Metal Hammer/Crash, Januar 1988, S. 138.
  10. Wilfried F. Rimensberger: Loreley Festival – ein Blick dahinter. In: Metal Hammer, November 1985, S. 12–13.
  11. Martin Loga: VENOM geben Tracklist bekannt. powermetal.de; abgerufen am 26. Juli 2011.
  12. VENOM Frontman Says New Songs Are ‘Tremendous’. @1@2Vorlage:Toter Link/www.roadrunnerrecords.com (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche in Webarchiven) roadrunnerrecords.com; abgerufen am 14. Januar 2010.
  13. Primitive Art Records reviews. Primitive Art Records, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 20. August 2004; abgerufen am 28. Januar 2015 (englisch).
  14. a b Jan Fleckhaus, Christof Leim: Der Ursprung der Härte. In: Metal Hammer, März 2008, S. 34.
  15. a b Tom Küppers: Metal im Pott. Ruhr-Thrash Teil 2. In: Metal Hammer, Juli 2010, S. 46, abgerufen am 1. Februar 2013.
  16. Tom Küppers: Metal im Pott. Ruhr-Thrash Teil 2. In: Metal Hammer, Juli 2010, S. 47 f., abgerufen am 1. Februar 2013.
  17. Chartquellen: DE CH UK

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