Vieux Farka Touré & Khruangbin ¦ Ali

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2022

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Ali auf Wikipedia (oder andere Quellen):

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Veröffentlichungen von Vieux Farka Touré die im OTRS erhältlich sind/waren:

Les Racines ¦ Ali

Vieux Farka Touré auf Wikipedia (oder andere Quellen):

Vieux Farka Touré

Boureima „Vieux“ Farka Touré (* 1981 in Niafunké, Mali) ist ein malischer Sänger und Gitarrist, der die traditionelle Musik seiner Heimat mit Einflüssen westlicher Musik verbindet. Er ist ein Sohn des berühmten malischen Musikers Ali Farka Touré.

Neben seinem Vater und bekannten malischen Musikern aus dessen Umfeld nennt er u. a. Salif Keïta und amerikanische Bluesmusiker wie John Lee Hooker und B. B. King als wichtige musikalische Einflüsse seiner Jugend.[1]

Kindheit und Anfänge als Musiker

Vieux Farka Touré wurde als eines der zwölf Kinder des zweifachen Grammy-Gewinners Ali Farka Touré in Niafunké im Zentrum Malis geboren. Er wuchs jedoch zunächst beim jüngeren Bruder seines Vaters in Youwarou in der Region Mopti auf. Mit ca. 12 Jahren wechselte er auf die Schule in Niafunké und blieb dort bis zum Abschluss der neunten Klasse. Im Gegensatz zu seinen acht Brüdern – lediglich eine Schwester ist ebenfalls professionelle Musikerin – wandte er sich auch der Musik zu; zunächst gegen den ausdrücklichen Willen seines Vaters, der ihn vor den Problemen einer Karriere als Musiker warnte und ihn lieber als Soldat gesehen hätte.[1] Vieux überzeugte seinen Vater jedoch und er begann 1994 als Perkussionist in der Band des Sängers und Gitarristen Afel Bocoum, einem musikalischen Weggefährten seines Vaters. Im Alter von 18 Jahren schrieb er sich 1999 für vier Jahre beim Institut National des Arts (INA) in der malischen Hauptstadt Bamako ein, um Gitarre zu studieren, das Instrument, durch das sein Vater berühmt wurde.[2]

Nach seinem Abschluss sammelte er, auf Drängen seines Vaters, internationale Erfahrungen als Tour-Musiker in der Band des bekannten Kora-Spielers Toumani Diabaté, einem guten Freund Ali Farka Tourés. Von diesem ließ sich Vieux, der aus einer Songhai-Familie stammt, auch im Kora-Spiel und in den musikalischen Traditionen des Mande-Kulturkreises unterweisen.

Solo-Karriere

Vieux Farka Touré in Stuttgart (2015)

2005 kam er erneut in Kontakt mit dem kanadischen Musikproduzenten Eric Herman, den Vieux bereits 2 Jahre zuvor kennengelernt hatte, als er noch das INA besuchte. Sie vereinbarten eine Kooperation, die in der Produktion des Debütalbums Vieux Farka Touré mündete. Dieses wurde zunächst im Oktober 2006 im Internet veröffentlicht, dann im Februar 2007 als CD. Es enthält u. a. zwei Stücke, an denen Toumani Diabaté mitgewirkt hat und zwei Songs, die in Zusammenarbeit mit Vieux' damals schon schwer krankem Vater entstanden sind und gleichzeitig die letzten Plattenaufnahmen Ali Farka Tourés vor seinem Tod im März 2006 waren. Die Stücke wurden im bekannten Studio Bogolan in Bamako aufgenommen, in dem auch schon Damon Albarn, Björk, Keziah Jones und Youssou N’Dour aufgenommen haben, und durch Eric Herman abgemischt, der auch verschiedene Instrumente bei den Aufnahmen spielte.[3][2]

Noch 2007 erschien Remixed – UFOs Over Bamako, eine CD mit Remix- und Trance-Versionen der Songs von Tourés Debütalbum, ebenfalls produziert von Herman. Dabei wirkten professionelle DJs und Produzenten wie Karsh Kale und Yossi Fine mit, jedoch enthält das Album auch zwei Remixes des Songs Ana, die im Rahmen eines offiziellen Wettbewerbs des Plattenlabels Modiba entstanden und zu denen Touré die Audiospur unter einer Creative-Commons-Lizenz zur Verfügung stellte.[4]

Debütalbum und Remixalbum wurde von Musikjournalisten und Kritikern weltweit wohlwollend aufgenommen.[5][6][7] „Starke Einflüsse der malischen Musik seien unverkennbar und manchmal fühle man sich an das charakteristische Gitarrenspiel seines Vaters erinnert, jedoch würde Touré einen eigenen Stil präsentieren, der vom klassischen malischen „Wüsten-Blues“ eine Brücke zu westlichen Musikformen wie Reggae, Rock und Funk schlagen würde“, stellte Jeff Tamarkin vom All Music Guide fest.[8]

Es folgten Auftritte in Afrika, Europa und Nordamerika, u. a. beim WOMAD-Festival, bei denen er sich einen guten Ruf als Live-Musiker erspielte. Seine Shows sind geprägt durch Variationen der Stücke seiner Studio-CDs, die sich live oft zu trance-artigen Jam-Sessions entwickeln.

In der Folge wechselte Touré zum World-Music-Label Six Degrees Records. Sein zweites Studioalbum Fondo stieg im Jahr 2009 bis auf Platz 5 der Billboard Charts in der Kategorie Top World Music Albums.[9] Diesmal übernahm Afel Bocoum, in dessen Band Touré seine Karriere begonnen hatte, die Gesangsparts dreier Songs, unter anderem in der Interpretation eines traditionellen malischen Lieds mit dem Titel Walé, das aus der Region Timbuktu stammt. Alle anderen Songs wurden von Touré selbst geschrieben. Auch Toumani Diabaté ist erneut im Song Paradise zu hören, in dem sich Tourés Gitarren- und Diabatés Koraspiel gekonnt ergänzen.[10] Das Album wurde im November 2008 in Bamako und im Januar 2009 in Kalifornien aufgenommen und durch Touré und Yossi Fine produziert und abgemischt.[11] Erneut wurde eine Remix-Version des Albums mit verschiedenen DJs produziert, die im Dezember 2009 als reines MP3-Album erschien.

2010 erschien Tourés erstes Live-Album, auf dem er neben Songs von Fondo auch einige neue Songs präsentierte.

Seinen bisher größten TV-Auftritt hatte Vieux Farka Touré beim Eröffnungskonzert der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 am 10. Juni 2010 in Südafrika, bei dem er die Lieder Fafa und Diaraby Magni seines Albums Fondo spielte und das in über 192 Länder übertragen wurde.

Diskographie

  • Vieux Farka Touré (2006, Modiba/World Village)
  • Remixed – UFOs Over Bamako (2007, Modiba)
  • Fondo (2009, Six Degrees Records)
  • Other Roads: Fondo Remixed (2009, als MP3-Album bei Six Degrees Records)
  • Live (2010, Six Degrees Records)
  • The Secret (2011, Six Degrees Records)
  • Touristes (2015, Six Degrees Records)
  • Samba (2017, Six Degrees Records)
  • Les Racines (2022, World Circuit)
  • Ali (2022, Dead Oceans)

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b Interview von 2007 mit Vieux Farka Touré, (Memento des Originals vom 15. Juni 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.afropop.org geführt durch Banning Eyre and Sean Barlow für afropop.org
  2. a b https://www.allmusic.com/artist/mn0000629445
  3. Artikel aus der malischen Wochenzeitung Bamako Hebdo (französisch) (Memento des Originals vom 1. Juli 2006 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.malikounda.com
  4. http://ccmixter.org/vieux
  5. http://www.allaboutjazz.com/php/article.php?id=27411
  6. Plattenbesprechung von Remixed - UFOs Over Bamako auf den Seiten der BBC durch Ilka Schlockermann vom 8. November 2007
  7. https://www.allmusic.com/album/mw0000577998 Plattenbesprechung von Remixed - UFOs Over Bamako im All Music Guide durch Michael G. Nastos
  8. Plattenbesprechung von Vieux Farka Touré im All Music Guide durch Jeff Tamarkin
  9. Chartplatzierungen im All Music Guide
  10. Plattenbesprechung von Fondo im All Music Guide durch Chris Nickson
  11. Digitales Booklet des Albums Fondo (Memento des Originals vom 29. November 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/sixdegreesrecords.com (PDF; 2,5 MB)
  12. Chartquellen: Deutschland Schweiz UK

Veröffentlichungen von Khruangbin die im OTRS erhältlich sind/waren:

Mordechai ¦ Dearest Alfred ¦ Hasta El Cielo ¦ Texas Sun ¦ The Answer Is ¦ Pelota ¦ One To Remember ¦ So We Won’t Forget ¦ Mordechai Remixes ¦ Texas Moon ¦ Ali

Khruangbin auf Wikipedia (oder andere Quellen):

Khruangbin ist eine US-amerikanische Band, die in Houston, Texas gegründet wurde. Die Band besteht aus dem Trio Laura Lee, Mark Speer und Donald Ray „DJ“ Johnson Jr.[2]

Geschichte

Speer und Johnson lernten sich 2004 kennen, als sie in Houston, Texas, in Rudy Rasmus’ Gospelband St. John’s Methodist Church spielten. Die Kirche beschäftigte Speer als Gitarristen und Johnson als Organisten.[3] 2007 lernten sich Speer und Lee über Freunde kennen.[4] 2009 brachte Speer Lee das Bassspielen bei.[5] 2010 gingen sie und Speer mit Yppah und Bonobo auf Tour.[6] Nach der Tournee mit Bonobo präsentierte dieser Khruangbins Song Calf Born in Winter.[7] Nach ihrer Rückkehr baten sie Donald Ray, als Schlagzeuger in die Band einzusteigen und einfache Breakbeats zu spielen.[5]

Als sie vor ihrem ersten großen Auftritt standen, suchten sie einen Bandnamen und entschieden sich für Lauras Lieblings-Thai-Wort khruangbin (เครื่องบิน) für „Flugzeug“ (wörtlich: „Fluggerät“).[8]

Nach der Tournee mit Bonobo wurde Khruangbin von The Guardian als „New Band of the Week“[8] vorgestellt, wodurch sich die Gelegenheit ergab als Opening-Act für Father John Misty[4], Tycho[9], Chicano Batman und Massive Attack zu spielen.[10] Sie spielten auf Festivals wie Glastonbury, Bonnaroo, ACL, Outside Lands, Desert Daze und South by Southwest.[9]

Im Januar 2018 veröffentlichte Khruangbin ihr zweites Album, Con Todo El Mundo. Der Titel des Albums stammt von Laura Lees mexikanisch-amerikanischem Großvater, der oft die Suggestivfrage stellte: „Wie liebst du mich?“ („¿Cómo me quieres?“) und nur die Antwort „con todo el mundo“ („mit der ganzen Welt“) akzeptierte.[11] 2018 und 2019 tourte die Band durch Europa.

Im Februar 2020 veröffentlichten sie zusammen mit Leon Bridges die EP Texas Sun, am 26. Juni folgte das Album Mordechai über das Musiklabel Dead Oceans.[12]

Am 8. Dezember 2021 wurde auf YouTube das Video zu B-Side von Khruangbin & Leon Bridges veröffentlicht, die erste Single-Auskopplung der EP Texas Moon, die im Februar 2022 erschien.[13]

Diskografie

Alben

  • 2015: The Universe Smiles Upon You
  • 2018: Con todo el mundo
  • 2019: Hasta el cielo
  • 2020: Mordechai
  • 2022: Ali (mit Vieux Farka Touré)

EPs

  • 2010: Khruangbin
  • 2014: The Infamous Bill
  • 2018: Spotify Singles
  • 2020: Texas Sun (mit Leon Bridges)
  • 2022: Texas Moon (mit Leon Bridges)

Lieder

  • 2014: A Calf Born in Winter
  • 2015: White Gloves
  • 2017: Maria también
  • 2018: Friday Morning
  • 2018: Khuda Bhi Aasman
  • 2018: Christmas Time Is Here
  • 2019: Texas Sun (mit Leon Bridges)

Weblinks

Commons: Khruangbin – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Interview: Khruangbin, the band making American rock music under the influence of Thai molam. 17. August 2018;.Vorlage:Cite web/temporär
  2. Khruangbin takes fans on a sonic journey to Thailand — and beyond. In: Washington Post. Abgerufen am 4. Juli 2018 (englisch).
  3. On Their New Record, Khruangbin Summon Stax Soul, Iranian Pop, and More. 22. Januar 2018;.Vorlage:Cite web/temporär
  4. a b Margaret Rhodes: Khruangbin's Feel-Good Funk Is Undeniable.Vorlage:Cite web/temporär
  5. a b Khruangbin's Mark Speer: Addicted to Reverb.Vorlage:Cite web/temporär
  6. Khruangbin – A Calf Born in Winter. 12. Mai 2014;.Vorlage:Cite web/temporär
  7. How a Thai Funk, Surf Soul Trio Named Khruangbin Found Their Groove in a Texas Barn. 4. November 2015;.Vorlage:Cite web/temporär
  8. a b Paul Lester: New band of the week: Khruangbin (No 70). In: the Guardian. 11. September 2015;.Vorlage:Cite web/temporär
  9. a b Dead Oceans: Khruangbin Join Dead Oceans – Announce New Album ‘Con Todo El Mundo’ Out January 26th News :: Dead Oceans. In: deadoceans.com.Vorlage:Cite web/temporär
  10. Whelan's " Blog Archive " KHRUANGBIN. In: www.whelanslive.com.Vorlage:Cite web/temporär
  11. Khruangbin's Vibrant 'Con Todo El Mundo' Is Drawn From Life.Vorlage:Cite web/temporär
  12. Khruangbin: Neue Single „Time (You And I)“ – ByteFM. In: ByteFM Blog – News und Rezensionen aus unserer Redaktion. 28. April 2020, abgerufen am 28. April 2020 (deutsch).
  13. Khruangbin and Leon Bridges Announce New EP, Share Video for New Song. In: Pitchfork. 8. Dezember 2021, abgerufen am 17. Dezember 2021 (englisch).
  14. Chartquellen: Deutschland Österreich Schweiz UK US

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