Volbeat ¦ Rewind, Replay, Rebound (Live In Deutschland Edition)

CHF 31.00 inkl. MwSt

2CD (Album, Digipak)

Nur noch 1 vorrätig

GTIN: 0602507314286 Artist: Genres & Stile: , ,

Zusätzliche Information

Format

Inhalt

Ausgabe

Release

Veröffentlichung Rewind, Replay, Rebound (Live In Deutschland Edition):

2020

Hörbeispiel(e) Rewind, Replay, Rebound (Live In Deutschland Edition):




Rewind, Replay, Rebound (Live In Deutschland Edition) auf Wikipedia (oder andere Quellen):

Rewind, Replay, Rebound
Studioalbum von Volbeat

Veröffent-
lichung(en)

2. August 2019

Label(s)Vertigo Records

Genre(s)

Metal

Titel (Anzahl)

14

Länge

56 min 45 s

Besetzung

Produktion

Jacob Hansen

Studio(s)

Hansen Studios, Ribe (Dänemark)

Chronologie
Let’s Boogie! Live from Telia Parken
(2018)
Rewind, Replay, ReboundRewind, Replay, Rebound: Live in Deutschland
(2020)

Rewind, Replay, Rebound ist das siebte Studioalbum der dänischen Metal-Band Volbeat. Es erschien am 2. August 2019 über Vertigo Records und ist das erste Album mit dem Bassisten Kaspar Boye Larsen.

Entstehung

Songwriting

Im Juni 2018 kündigte Sänger Michael Poulsen ein neues Volbeat-Album für das Jahr 2019 an. Nach dem Ende der Stadiontournee durch Nordamerika im Vorprogramm von Metallica habe die Band angefangen, Ideen für ein neues Album zu sammeln. Neben ihm habe auch der Gitarrist Rob Caggiano einige Lieder geschrieben. Im Sommer 2018 spielten Volbeat bei zahlreichen Musikfestivals und planten, ab Juli 2017 in Dänemark an den Ideen weiterzuarbeiten.[1] Eines der ersten fertig gestellten Lieder war The Everlasting, das auf der im Dezember 2018 erschienenen Live-DVD Let’s Boogie! Live from Telia Parken veröffentlicht wurde und laut Poulsen „mit Sicherheit“ auf dem neuen Album vertreten sein wird.[2]

Für das neue Album experimentierte Michael Poulsen mit neuen Stilelementen und Gesangsarten. Als er Freunden Demoaufnahmen vorspielte, wurde er gefragt, wer da denn singen würde. Als Poulsen erwähnte, dass er singe, wären seine Freunde fassungslos gewesen.[3] Dass die Band auf ihrem neuen Album mehr Rock- als Metalsongs aufgenommen hat, bezeichnete Poulsen als die Progression der Band. Metal wäre immer noch ein Einfluss der Band, jedoch müssten die Musiker diese Einflüsse laut Poulsen „zur rechten Zeit einbringen wenn sie Sinn machen“.[4]

„Während des Songwritings haben wir im Proberaum mit einigen old-schooligen Metal-Tracks rumgespielt, und auf einmal sagten wir uns: Wow, wir haben hier drei richtig schnelle Thrash-Songs. Wir hatten aber ein bißchen Angst, dass diese Lieder davon ablenken könnten, worum es bei Volbeat als Gesamtpaket geht.“

Michael Poulsen[4]

Laut Poulsen hat die Band die drei besagten Lieder zurückgehalten, um sie eventuell als EP zu veröffentlichen.[4] Der neue Bassist Kaspar Boye Larsen hat laut Michael Poulsen viele eigene Ideen eingebracht, während sein Vorgänger Anders Kjølholm laut Poulsen „eher das gespielt hat, was man ihm gesagt hat“. Aus diesem Grund wäre der Bass auf dem neuen Album „erstmals richtig präsent“.[5]

Aufnahmen

Die Aufnahmen für das Album begannen Ende November 2018. Produziert wurde das Album erneut von Jacob Hansen, während Michael Poulsen und Rob Caggiano als Co-Produzenten fungierten. Erneut sind zahlreiche Gastmusiker auf dem Album vertreten. Mia Maja steuerte bei diversen Titel Hintergrundgesänge bei. Darüber hinaus tritt der erneut auf. Bei dem Lied Die to Live sind Neil Fallon von der Band Clutch als Gastsänger, Raynier Jacob Jacildo am Klavier und Doug Corcoran am Saxofon zu hören. Bei dem Lied Cheapside Sloggers steuerte Gary Holt von den Bands Exodus bzw. Slayer ein Gitarrensolo bei.[6]

Veröffentlichung

Nachdem das Lied The Everlasting bereits auf der im Dezember 2018 erscheinen DVD veröffentlicht wurde, folgte am 10. Mai 2019 das Lied Parasite, das mit einer Spielzeit von 40 Sekunden das kürzeste der Bandgeschichte ist.[7] Das Lied sorgte für erhitzte Gemüter unter den Fans, was laut Michael Poulsen auch so gewollt war.

„Jedenfalls hat es uns Spaß bereitet, unsere Fans ein bisschen zu foppen und zu trollen. Es gibt heute unzählige Möglichkeiten von Eigenreklame. Man kann den konventionellen Weg gehen, und alles ist schnell wieder vergessen, oder man macht etwas Ungewöhnliches und erzielt damit eine Reaktion, die ein paar Wochen anhält. Letzlich sollte man das alles aber auch nicht zu ernst nehmen.“

Michael Poulsen[5]

Fünf Tage später wurde das Album angekündigt und das Lied Leviathan vorgestellt.[6] Am 13. Juni 2019 wurde das Musikvideo für das Lied Last Day Under the Sun veröffentlicht. Erstmals benutzte die Band ein Foto als Albumcover statt wie bislang eine Zeichnung. Es zeigt ein Schwarz-Weiß-Bild von einer Gruppe Jungen aus den 1920er Jahren. Laut Poulsen hätte schon das Vorgängeralbum Seal the Deal & Let’s Boogie ein Foto auf dem Albumcover haben sollen. Aus Zeitgründen fanden die Musiker jedoch kein passendes Bild, so dass die Idee verworfen wurde.[5]

Neben der regulären Version erscheint das Album in einer Deluxe-Edition mit einer zweiten CD. Diese enthält die Lieder Under the Influence, Immortal but Destructible und Die to Live sowie Demoversionen der Lieder Last Day Under the Sun, Rewind the Exit, When We Were Kids, Maybe I Believe und Leviathan.[6] Außerdem erscheint das Album als Special Deluxe Edition Box Set sowie auf transparentem sowie blauen Vinyl, jeweils auf 1000 Exemplare limitiert.

Presseboykott

Einen Tag vor der Veröffentlichung des Albums veröffentlichten neun dänischen Medien einen offenen Brief, in dem sie ankündigten, nicht über die Band und das Album zu schreiben. Zu den Unterzeichnern gehören die Tageszeitungen Information, Berlingske, Jyllands-Posten und Politiken, die Boulevardzeitung Ekstra Bladet, das Musikmagazin Gaffa und die Onlinemagazine Devilution, Poplish und Blastbeat. Ekstra Bladet und Devilution hatten zuvor für Volbeats Konzert im Telia Parken im August 2017 ohne Angabe von Gründen keine Akkreditierung erhalten. Auch bei den Konzerten von Volbeat in Dänemark im Sommer 2018 erhielten beide Medien keine Akkreditierung. Beide ausgeschlossenen Medien hatten zuvor negative Kritiken über die Band veröffentlicht.[8]

Nachdem sowohl Ekstra Bladet als auch Devilution auf Anweisung der Band vorab nicht mit Promoexemplaren des Albums bemustert wurden, schlossen sich die oben genannten Medien zusammen. Sie erklärten, dass „der mangelnde Respekt der Band für eine freie und unabhängige Presse nicht toleriert wird“ und dass die involvierten Medien solange nicht mehr über die Band schreiben werden, bis die Band, die Plattenfirma, das Management oder der Promoter den Pressebann aufhebt.[8]

Hintergrund

Titelliste
  1. Last Day Under the Sun – 4:48
  2. Pelvis on Fire – 3:05
  3. Rewind the Exit – 4:15
  4. Die to Live – 3:03
  5. When We Were Kids – 4:37
  6. Sorry Sack of Bones – 3:49
  7. Cloud 9 – 4:58
  8. Cheapside Sloggers – 3:52
  9. Maybe I Believe – 4:58
  10. Parasite – 0:38
  11. Leviathan – 4:36
  12. The Awakening of Bonnie Parker – 4:18
  13. The Everlasting – 5:51
  14. 7:24 – 4:10

Laut Michael Poulsen bezieht sich der Albumtitel und das Covermotiv auf die Band und ihre musikalische Entwicklung. Rewind steht für die frühere Zeit, Replay steht für die Inspiration des alten Materials von Volbeat, während Rebound dafür steht, die alten Inspirationen zu nehmen und diese zu verbessern.[5] In den Texten geht es um Kindheitserinnerungen, aber auch um die Erfahrungen, die Sänger Michael Poulsen seit der Geburt seiner Tochter gemacht hat. Der Titel des letzten Liedes auf dem Album 7:24 bezieht sich auf die Uhrzeit, um die Poulsens Tochter geboren wurde.[9]

„Ein Kind lässt einen das Leben mit ganz anderen Augen sehen. Man hat plötzlich die Möglichkeit, seine eigene Vergangenheit neu zu betrachten. Als ich mit dem Texten anfing, hat mich dieser Rückblickaspekt sehr fasziniert. Man erlebt gewisse Teile und Erinnerungen seiner eigenen Kindheit als Vater noch einmal.“

Michael Poulsen[5]

Der Text zu Last Day Under the Sun wurde durch ein Buch über den Sänger Johnny Cash inspiriert. Als dieser große Probleme mit Alkohol und anderen Drogen hatte, legte er sich häufiger Nachts in eine Höhle um zu Sterben. Am nächsten Morgen wachte Cash auf und hatte das Gefühl, dass er noch eine zweite Chance bekommen hätte. When We Were Kids beschäftigt sich mit Gedanken über Unsterblichkeit und Unschuld, die sich jeder Mensch in seiner Jugend macht. Rewind the Exit und Die to Live hingegen handeln davon, dass das menschliche Streben nach Perfektion ein leeres Ziel ist.[6]

Der Titel Cheapside Sloggers bezieht sich auf die Fernsehserie Peaky Blinders – Gangs of Birmingham.[9] Bei der in The Awakening of Bonnie Parker genannten Person handelt es sich um den weiblichen Teils des US-amerikanischen Verbrecherduos Bonnie und Clyde.

Rezeption

Rezensionen

Laut Sebastian Kessler vom deutschen Magazin Metal Hammer würde es „selbst dem größten Zyniker schwer fallen, unter den 14 Stücken keine(n) Lieblings-Song(s) zu entdecken“. Sänger Michael Schön Poulsen würde „variantenreich wie nie zuvor singen“. Rewind, Replay, Rebound wäre ein „charmantes Sommeralbum“, wofür Kessler 5,5 von sieben Punkte vergab.[10] Für Ronny Bittner vom deutschen Magazin Rock Hard markiert Rewind, Replay, Rebound „den (bis dato) traurigen Höhepunkt der Entwicklung, dass die Band den Weichspüler beständig überdosiert wird“. Der Fokus liege „auf süßlichen Radio-Nummern“. Bei dem „hölzern arrangierten Material schlafen einem regelmäßig die Füße ein, weil weder in der Gitarrenarbeit noch bei den Gesangsmelodien originelle Akzente gesetzt werden“. Weil „alles wie am Reißbrett entworfen“ wirkt, vergab Bittner sechs von zehn Punkten.[11]

Deutlich schärfer fiel die Kritik von Andreas Schiffmann vom deutschen Magazin Visions aus. Michael Poulsens „kreative Verarmung“ würde sich auf dem siebten Album der Band fortsetzen, während „die Kasse der Band erneut klingeln dürfte“. Lieder wie Die to Live, Leviathan und Last Day Under the Sun bezeichnete Schiffmann als „Stangenware“, die „nicht verhelen, wie seicht das Quartett mittlerweile klingt“. Neben „vielen unsagbar beliebigen Melodien“ kritisierte Schiffmann insbesondere das Lied Maybe I Believe, in dem sich die Gruppe „in die Radioniederungen von Tim Bendzko oder Max Giesinger begibt“. Schiffmann vergab vier von zwölf Punkten.[12]

Chartplatzierungen

Chartplatzierungen
ChartsHöchst­platzie­rungWo­chen
Chart­plat­zie­rungen
Dänemark (IFPI/Nielsen) Dänemark (IFPI/Nielsen)[13]2 (… Wo.)
Deutschland (GfK) Deutschland (GfK)[14]1 (33 Wo.)33
Österreich (Ö3) Österreich (Ö3)[15]1 (33 Wo.)33
Schweiz (IFPI) Schweiz (IFPI)[16]1 (14 Wo.)14
Vereinigtes Königreich (OCC) Vereinigtes Königreich (OCC)[17]7 (… Wo.)
Vereinigte Staaten (Billboard) Vereinigte Staaten (Billboard)[18]27 (2 Wo.)2

Rewind, Replay, Rebound erreichte Platz eins der Albumcharts in Deutschland, Österreich und der Schweiz. In ihrem Heimatland Dänemark erreichte das Album nach fünf Nummer-eins-Alben in Folge nur Platz zwei. Zuvor verpasste lediglich das Debütalbum The Strength / The Sound / The Songs die Chartspitze. Im Vereinigten Königreich erreichte das Album mit Platz sieben eine neue Höchstplatzierung, während das Album in den USA mit Platz 27 die zweitschlechteste Platzierung der Bandgeschichte erreichte.

Auszeichnungen für Musikverkäufe

Land/RegionAus­zeich­nungVer­käu­fe
Aus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Auszeichnung, Verkäufe)
Dänemark (IFPI) Dänemark (IFPI)Gold record icon.svg Gold10.000
Deutschland (BVMI) Deutschland (BVMI)Gold record icon.svg Gold100.000
Österreich (IFPI) Österreich (IFPI)Gold record icon.svg Gold7.500
InsgesamtGold record icon.svg 3× Gold
117.500

Einzelnachweise

  1. MICHAEL POULSEN: 'There's A Gonna Be A VOLBEAT Record Out Next Year'. Blabbermouth.net, abgerufen am 10. Juni 2018 (englisch).
  2. Matthias Weckmann: Volbediening. In: Metal Hammer, Januar 2019, Seite 58
  3. Ronny Bittner: Spass für die ganze Familie. In: Rock Hard, Januar 2019, Seite 36
  4. a b c Ronny Bittner: Mann im Spagat. In: ROck Hard, Juli 2019, Seite 28
  5. a b c d e Frank Thiessies: Das Kind im Manne. In: Metal Hammer, August 2019, Seite 30
  6. a b c d VOLBEAT To Release 'Rewind, Replay, Rebound' Album In August. Blabbermouth.net, abgerufen am 16. Mai 2019 (englisch).
  7. Joe Divita: Volbeat Release 40-Second New Song ‘Parasite’. Loudwire, abgerufen am 12. Mai 2019 (englisch).
  8. a b Leading Danish Media Outlets Boycott VOLBEAT Over Apparent Press Ban. Blabbermouth.net, abgerufen am 16. August 2019 (englisch).
  9. a b Frank Thiessies: Das Gassenhauer-Gen. In: Metal Hammer, Juli 2019, Seite 124
  10. Sebastian Kessler: Volbeat - Rewind, Replay, Rebound. In: Metal Hammer, August 2019, Seite 91
  11. Ronny Bittner: Volbeat - Rewind, Replay, Rebound. In: Rock Hard, August 2019, Seite 114
  12. Andreas Schiffmann: Volbeat - Rewind, Replay, Rebound. Visions, abgerufen am 16. August 2019.
  13. Volbeat in den dänischen Charts. Hung Medien, abgerufen am 16. August 2019.
  14. Volbeat − Rewind, Replay, Rebound. GfK Entertainment, abgerufen am 9. August 2019.
  15. Volbeat in den österreichischen Charts. Hung Medien, abgerufen am 16. August 2019.
  16. Volbeat in den Schweizer Charts. Hung Medien, abgerufen am 16. August 2019.
  17. Volbeat in den britischen Charts. The Official Chart Company, abgerufen am 16. August 2019.
  18. Volbeat in den US-amerikanischen Charts. Billboard, abgerufen am 16. August 2019.

Weblinks

Artist(s)

Veröffentlichungen von Volbeat die im OTRS erhältlich sind/waren:

Rewind, Replay, Rebound: Live In Deutschland ¦ Rewind, Replay, Rebound (Live In Deutschland Edition) ¦ Live From Beyond Hell / Above Heaven

Volbeat auf Wikipedia (oder andere Quellen):

Volbeat
Volbeat.svg

Volbeat beim Tuska Open Air 2009
Volbeat beim Tuska Open Air 2009
Allgemeine Informationen
HerkunftKopenhagen, Dänemark
Genre(s)Heavy Metal, Hard Rock
Gründung2001
Websitewww.volbeat.dk
Gründungsmitglieder
Michael Poulsen
Gitarre
Teddy Vang (bis 2002)
Anders Kjølholm (bis 2015)
Jon Larsen
Aktuelle Besetzung
Gesang, Gitarre
Michael Poulsen
Gitarre
Rob Caggiano (seit 2013)
Bass
Kaspar Boye Larsen (seit 2016)
Schlagzeug
Jon Larsen
Ehemalige Mitglieder
Gitarre
Franz Gottschalk (2002–2006)
Gitarre
Thomas Bredahl (2006–2011)

Volbeat ist eine Metal-Band aus der dänischen Hauptstadt Kopenhagen. Die Band steht bei Vertigo Records unter Vertrag und hat bislang sieben Alben und vier Videoalben veröffentlicht. Ihr Stil ist eine Mischung aus Metal, Rock ’n’ Roll, Punkrock, Country und Blues und wird häufig in Anlehnung an Elvis Presley als „Elvis-Metal“ bezeichnet.[1]

Der Bandname stammt von dem Album Vol.Beat der Band Dominus, in der Michael Poulsen vor der Bandgründung von Volbeat spielte.[2] Dabei steht „Vol“ (von Volume, engl. für Lautstärke) für Lautstärke und „Beat“ für den Rhythmus.[3] Bis April 2016 hat die Band weltweit mehr als 3,5 Millionen Alben verkauft.[4]

Geschichte

Gründungsjahre (2001–2004)

Michael Poulsen

Die Band wurde im Oktober 2001 gegründet, nachdem Sänger und Gitarrist Michael Poulsen die Death-Metal-Band Dominus verließ. Poulsen war der Musik und der Anhänger der Death-Metal-Szene überdrüssig und wollte neue musikalische Wege gehen, die mit seiner alten Band nicht umsetzbar waren. Poulsen begann, neue Lieder zu schreiben, und suchte sich eine feste Bandbesetzung.[5]

Gründungsmitglieder waren neben Poulsen Anders Kjølholm (Bass), Teddy Vang (Gitarre) und Jon Larsen (Schlagzeug).[2] In dieser Besetzung nahm die Band ihr erstes, zehn Lieder umfassendes Demo auf, das ein Jahr später erschien. Vang verließ die Band und wurde durch Franz Gottschalk ersetzt. Mit ihm nahm die Band ihr zweites Demo Beat the Meat auf, das im August 2003 erschien. Die deutschen Magazine Metal Hammer und Heavy oder was? kürten Beat the Meat zum „Demo des Monats“. Die Lieder Soulweeper und Danny & Lucy wurden im schwedischen und französischen Radio gespielt. Bis zum Sommer 2005 verkaufte sich die Demo etwa eintausendmal.[6]

Im Jahre 2004 erreichte Volbeat das Halbfinale des größten dänischen Musikwettbewerbs Live Contest.[2] Die Band unterzeichnete einen Vertrag bei New Aeon Media, einem Unterlabel von Karmageddon Media. Das Debütalbum Rebel Monster sollte 2004 erscheinen. Die Veröffentlichung verzögerte sich jedoch und Volbeat unterschrieben letztendlich bei Rebel Monster Records, einem Unterlabel von Mascot Records. Rebel Monster Records benannte sich nach dem Volbeat-Lied Rebel Monster.[5] In der Zwischenzeit wurde das Lied Pool of Booze für den Soundtrack des dänischen Snowboardfilms Frost verwendet.[7]

The Strength / The Sound / The Songs (2004–2006)

Thomas Bredahl

Im Juli 2004 fuhr die Band nach Ribe, um unter der Leitung des Produzenten Jacob Hansen ihr Debütalbum The Strength / The Sound / The Songs aufzunehmen. Für das Album wurden fünf Lieder des Beat the Meat-Demos verwendet. Dazu kamen acht Eigenkompositionen sowie eine Coverversion des Dusty-Springfield-Hits I Only Wanna Be With You. Nach einem Konzert in Kopenhagen im Dezember 2004 wurde die Band von Vertretern des Fernsehsenders TV 2 angesprochen. TV 2 wollte die Musik von Volbeat für ihre Übertragung der Handball-Weltmeisterschaft in Tunesien verwenden, hielt sich aber später nicht an ihr Versprechen.[6]

The Strength / The Sound / The Songs erschien im September 2005 und wurde vom deutschen Musikmagazin Rock Hard mit der Höchstnote 10 bewertet. In Dänemark verkaufte sich das Album zunächst schleppend. Erst nach einem umjubelten Auftritt auf dem Roskilde-Festival änderte sich die Situation und das Album wurde über 5.000 Mal verkauft. Es erreichte Platz 18 der dänischen Charts. Damit war The Strength / The Sound / The Songs das erste Album einer dänischen Hard Rock/Heavy Metal-Band seit zehn Jahren, das die Top 20 der dänischen Albumcharts erreichte.[8] Volbeat spielten Konzerte mit unterschiedlichen Bands wie Candlemass, Destruction oder Life of Agony.

Bei den Danish Metal Awards wurde The Strength / The Sound / The Songs als bestes Debütalbum 2005 ausgezeichnet. Ein Jahr später gewann die Band in der Kategorie Liveband des Jahres und wurde bei den -Awards als „Hoffnung des Jahres“ ausgezeichnet. Am 22. April 2006 gab Michael Poulsen ein Konzert in Kopenhagen, bei dem auch einige Studio- und Livemusiker von Elvis Presley auftraten.[9] Im Sommer des Jahres 2006 spielten Volbeat unter anderem auf dem Rock Hard Festival oder dem Summer Breeze.

Nach den Aufnahmen zu ihrem zweiten Studioalbum gab die Band im November 2006 ein zwanzigminütiges Konzert im Rahmen des Fußballspiels zwischen dem FC Kopenhagen und Brøndby IF.[10] Einen Monat später trennten sich Volbeat von ihrem Gitarristen Franz „Hellboss“ Gottschalk und mussten deswegen verschiedene Konzerte absagen. Als Grund nannte die Band ein respektloses Verhalten Gottschalks gegenüber der Band, der Crew und den anderen Bands vor und nach Konzerten.[10] Er wurde durch Thomas Bredahl von der Band Gob Squad ersetzt. Gottschalk schloss sich später der Band Illdisposed an.

Rock the Rebel / Metal the Devil (2007–2008)

Anders Kjølholm

Am 23. Februar 2007 erschien das zweite Album Rock the Rebel / Metal the Devil in Deutschland. In Dänemark war es bereits am 19. Februar erschienen. Erneut produzierte Jacob Hansen das Album. In der deutschen Ausgabe des Rock Hard-Magazins wurde das Album zusammen mit MK II von Masterplan zum „Album des Monats“ gekürt; wie auch der Vorgänger erhielt es in der Einzelwertung die Höchstnote von 10 Punkten. Der Metal Hammer kürte das Album zum alleinigen „Album des Monats“ und später als „Album des Jahres“.[11] Das Album stieg auf Platz eins der dänischen Albumcharts ein und verkaufte sich im ersten Monat nach der Veröffentlichung in Dänemark über 10.000 Mal.[12]

Im Juni 2007 erhielt die Band in ihrer Heimat eine goldene Schallplatte für 20.000 verkaufte Einheiten des Albums Rock The Rebel / Metal The Devil. Das Album hielt sich drei Monate in den Top fünf und insgesamt 61 Wochen in den dänischen Albumcharts. Am 13. Juli 2007 spielten Volbeat zusammen mit Mnemic im Vorprogramm von Metallica bei deren Konzert in der dänischen Stadt Aarhus.[13]

James Hetfield trat auf mich zu und wir unterhielten uns 20 Minuten. Er war sehr cool, ruhig und bescheiden. Er erzählte außerdem: ‚Ich habe gehört, ihr spielt eine Art Elvis-Metal. Ich glaube, ich finde das jetzt schon gut!‘“

Michael Poulsen[14]

Bei den Danish Metal Awards 2007 wurden Volbeat in den Kategorien Metal Album of the Year, Metal Cover of the Year und Metal Production of the Year ausgezeichnet.[7] Rock the Rebel / Metal the Devil wurde im November 2007 in Dänemark mit Platin ausgezeichnet. Es war das erste Album einer dänischen Metalband, das mit Platin ausgezeichnet wurde.[15] Die ausgekoppelte Single The Garden’s Tale wurde ebenfalls mit Platin ausgezeichnet.[16]

Am 15. Februar 2008 erschien die erste DVD Live: Sold Out!. Eine Woche davor eröffneten Volbeat in Kopenhagen für Megadeth. Im Frühjahr 2008 absolvierte die Band eine weitere Headlinertour durch Europa, bei der die Band von der schwedischen Band Kayser unterstützt wurde und als Headliner auf dem Mini-Rock-Festival abgeschlossen wurde.

Guitar Gangsters & Cadillac Blood (2008–2009)

Jon Larsen

Am 31. März 2008 begannen Volbeat in den Hansen Studios in Ribe mit den Aufnahmen zu ihrem dritten Studioalbum Guitar Gangsters & Cadillac Blood. Unter den 14 Liedern befinden sich Coverversionen von Hank Williams und Kitty Wells. Das Hauptthema des Albums ist ein Mann, der in der Wüste ermordet in seinem Auto gefunden wird. Er gründet eine Band und fängt an, seinen Mörder zu suchen.[17] Als erste Single wurde das Lied Maybellene i Hofteholder ausgekoppelt. Die Single erreichte Platz fünf der dänischen Singlecharts und wurde zum ersten Top 10-Hit der Band.[18] Guitar Gangsters & Cadillac Blood stieg in Dänemark und Finnland auf Platz eins der Albumcharts ein, erreichte Platz vier in Schweden und Platz 15 in Deutschland. Weniger als einen Monat nach der Veröffentlichung wurde das Album in Dänemark mit einer goldenen Schallplatte, im Januar 2009 mit Platin ausgezeichnet.[16]

Volbeat wurden von der schwedischen Band In Flames als Vorgruppe für ihre Europatournee eingeladen. Dieses Angebot wurde von Volbeat ausgeschlagen, da die Band nur eine halbe Stunde hätte spielen dürfen und sich an den Kosten der Tournee hätte beteiligen müssen.[19] Stattdessen spielten Volbeat eine eigene Headlinertournee mit der US-amerikanischen Band Stuck Mojo. Die zweite ausgekoppelte Single Mary Ann’s Place erreichte Platz 35 der dänischen Singlecharts. Bei den Danish Metal Awards wurde Guitar Gangsters & Cadillac Blood in den Kategorien Bestes Album und Beste Produktion ausgezeichnet.[20]

Im Mai 2009 spielten Volbeat die ersten Konzerte in Nordamerika, bei der die Band im Vorprogramm der finnischen Symphonic-Metal-Band Nightwish auftraten.[21] Es folgten Auftritte auf verschiedenen europäischen Festivals wie Rock am Ring/Rock im Park, dem Wacken Open Air, oder dem Graspop Metal Meeting. Nach ihrem Auftritt beim Provinssirock-Festival im finnischen Seinäjoki erhielt die Band für das Album Guitar Gangsters & Cadillac Blood eine goldene Schallplatte für 10.000 in Finnland verkaufte Einheiten.[22] Für die Band war es die erste derartige Auszeichnung außerhalb des Heimatlandes.

Beyond Hell / Above Heaven (2009–2012)

Rob Caggiano

Im Herbst 2009 nahm die Band das Lied A Warrior’s Call, ein Einmarschlied für den dänischen Boxer Mikkel Kessler, auf. Die Band veröffentlichte das Lied Ende November 2009 als kostenfreien Download.[23] Gleichzeitig kehrten Volbeat nach Nordamerika zurück, um gemeinsam mit der französischen Band Gojira im Vorprogramm von Metallica aufzutreten. Während der Tournee begann die Band mit dem Songwriting für ihr viertes Studioalbum Beyond Hell / Above Heaven, das am 10. September 2010 erschien. Thematisch erzählt Beyond Hell / Above Heaven die Geschichte des Vorgängeralbums weiter.[24]

Das Album wurde bei Vertigo Records veröffentlicht und erreichte Platz eins in den dänischen, finnischen und schwedischen Albumcharts. In Österreich, Deutschland und der Schweiz wurden mit den Plätzen zwei, drei und sieben Platzierungen unter den ersten Zehn erreicht.[25] In Dänemark und Deutschland wurde das Album mit Platin, in Finnland und Schweden jeweils mit Gold ausgezeichnet. Die Band wurde für den Echo in der Kategorie Gruppe Rock/Alternative international nominiert,[26] und gewann 2011 den Metal-Hammer-Award als beste internationale Band.[27]

Im November 2011 erschien die dritte DVD Live from Beyond Hell / Above Heaven. Auf der DVD sind Auftritte der Band in Kopenhagen, Los Angeles und auf dem Rock-am-Ring-Festival zu sehen. Als Gastmusiker traten dabei unter anderem Mille Petrozza (Kreator), Scott Ian (Anthrax) oder L.G. Petrov (Entombed) auf.[28] Am 28. November 2011 gab die Band die sofortige Trennung vom Gitarristen Thomas Bredahl bekannt. Anfang 2012 nahm Volbeat an der Gigantour der Band Megadeth durch Nordamerika teil. Neben Volbeat traten Motörhead und Lacuna Coil als Vorgruppen auf. Den vakanten Posten des zweiten Gitarristen übernahm Hank Shermann von der Band Mercyful Fate.[29] Ihr einziges Europakonzert spielte die Band beim Wacken Open Air.

Outlaw Gentlemen & Shady Ladies (2013–2015)

Kaspar Boye Larsen

Im Januar 2013 begann die Band mit den Aufnahmen zu ihrem fünften Studioalbum Outlaw Gentlemen & Shady Ladies, dessen Veröffentlichung am 5. April 2013 erfolgte. Neben Jacob Hansen wurde das Album vom ehemaligen Anthrax-Gitarrist Rob Caggiano produziert.[30] Anfang Februar 2013 gab die Band bekannt, dass Caggiano auch die vakante Position des zweiten Gitarristen übernehmen wird. Etwa die Hälfte der Lieder auf Outlaw Gentlemen & Shady Ladies handeln von Revolverhelden aus dem 19. Jahrhundert, wobei es sowohl um echte und um fiktive Persönlichkeiten aus dieser Ära geht.[31]

In insgesamt sechs Ländern stieg Outlaw Gentlemen & Shady Ladies auf Platz eins der jeweiligen Albumcharts ein. Darüber hinaus erreichte das Album Platz neun in den US-amerikanischen Albumcharts.[32] In Dänemark und Österreich wurde das neue Album jeweils mit Platin, in Deutschland mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet. Bei den Danish Music Awards erhielten Volbeat Preise in den Kategorien Dänische Band des Jahres und Bestes dänisches Rockalbum.[33]

Das Lied Room 24, bei dem als Gastsänger King Diamond zu hören ist, wurde bei den Grammy Awards 2014 in der Kategorie Best Metal Performance nominiert. Der Preis ging allerdings an Black Sabbath.[34] Dafür gewannen Volbeat den deutschen Musikpreis Echo in der Kategorie Rock/Alternative International. Bei der deutschen Echoverleihung 2014 wurden Volbeat in der Kategorie Gruppe Rock/Alternative international ausgezeichnet.[35] Im Herbst 2014 gingen Volbeat auf eine Co-Headlinertournee in Nordamerika mit Five Finger Death Punch.

Seal the Deal & Let’s Boogie (2016–2018)

Volbeat beim Rock im Park 2016

Im Frühjahr 2015 folgte eine Weitere Co-Headlinertournee durch Nordamerika mit Anthrax und der Vorgruppe Crobot. Während der Tour bestätigte Poulsen, dass die Band am nächsten Studioalbum arbeitet, welches 2016 veröffentlicht werden soll. Zudem wurde mit The Devil’s Bleeding Crown der erste neue Song des kommenden Albums während eines Konzerts in Odense vorgestellt. Am 1. August 2015 spielten Volbeat vor 37.000 Zuschauern in Odense und stellten damit einen neuen Zuschauerrekord für eine dänische Rockband auf.[36] Im November 2015 gab die Band die Trennung von Anders Kjølholm bekannt. Sein Ausstieg erfolgte im gegenseitigen Einvernehmen.[37]

Darüber hinaus unterzeichnete die Band einen für Nordamerika gültigen Managementvertrag mit der Firma Q Prime, die unter anderem auch für Metallica arbeiten. Im April 2016 spielten Volbeat eine Tournee durch die USA mit Black Stone Cherry und Monster Truck. Als Bassist half Kaspar Boye Larsen aus, der bereits 2006 einige Konzerte mit Volbeat gespielt hatte und im Mai 2016 zum festen Bandmitglied aufstieg.[38] Seal the Deal & Let’s Boogie wurde am 3. Juni 2016 veröffentlicht und erreichte in sieben Ländern Platz eins der jeweiligen Albumcharts.[39] In Dänemark erreichte das Album Vierfachplatin und in Deutschland und Österreich jeweils Platin.

Es folgten Festivalauftritte bei Rock am Ring/Rock im Park, Graspop Metal Festival und Nova Rock, Im Herbst 2016 folgte eine Europatournee mit den Vorgruppen Airbourne und Crobot, bevor Volbeat im Sommer 2017 gemeinsam mit Avenged Sevenfold und Gojira im Vorprogramm von Metallica eine Stadiontournee durch Nordamerika spielten. Beim Wacken Open Air spielte die Band ihren einzigen deutschen Festivalauftritt 2017.[40] Am 26. August 2017 spielte die Band im Kopenhagener Stadion Parken. Mit über 48.250 Zuschauern konnten Volbeat als erste dänische Band das Stadion ausverkaufen. Als Gäste traten unter anderem Lars Ulrich (Metallica), Mille Petrozza (Kreator) und Mark „Barney“ Greenway von der Band Napalm Death auf.[41] Ein Mitschnitt des Konzerts wird am 14. Dezember 2018 als DVD unter dem Titel Let’s Boogie! Live from Telia Parken veröffentlicht.

Rewind, Replay, Rebound (seit 2019)

Im April und Mai 2019 spielten Volbeat eine Nordamerikatournee mit Godsmack, bevor Volbeat im Sommer 2019 im Rahmen der Knotfest Roadshow zusammen mit Gojira und Behemoth im Vorprogramm von Slipknot durch Nordamerika tourten.[42] Für den 2. August 2019 kündigte die Band ihr siebtes Studioalbum Rewind, Replay, Rebound an, das einmal mehr von Jacob Hansen produziert wurde und ein Gastsolo von Gary Holt (Exodus, Slayer) beinhaltet. Das Album erreichte Platz eins in Deutschland, Österreich und der Schweiz, verpasste aber in ihrem Heimatland mit Rang zwei erstmals seit dem Debütalbum die Chartspitze. Gleichzeitig mit der Albumankündigung wurde für den Herbst 2019 einen Europatournee mit Baroness und Danko Jones angekündigt.[43]

Einen Tag vor der Veröffentlichung des Albums veröffentlichten neun dänische Medien einen Offenen Brief in dem sie erklären, warum sie nicht über die Band und das Album schreiben werden. Zu den Unterzeichnern gehören die Tageszeitungen Information, Berlingske, Jyllands-Posten und Politiken, die Boulevardzeitung Ekstra Bladet, das Musikmagazin Gaffa sowie die Onlinemagazine Devilution, Poplish und Blastbeat. Bereits für Volbeats Konzert im Parken im August 2017 haben Ekstra Bladet und Devilution ohne Angabe von Gründen keine Akkreditierung erhalten. Auch bei den Konzerten von Volbeat in Dänemark im Sommer 2018 erhielten beide Medien keine Akkreditierung. Beide ausgeschlossenen Medien hatten zuvor negative Kritiken über die Band veröffentlicht. Nachdem sowohl Ekstra Bladet als auch Devilution auf Anweisung der Band vorab nicht mit Promoexemplaren des Albums bemustert wurden, schlossen sich die oben genannten Medien zusammen. Sie erklärten, dass „der mangelnde Respekt der Band für eine freie und unabhängige Presse nicht toleriert wird“ und dass die involvierten Medien so lange nicht mehr über die Band schreiben werden, bis die Band, die Plattenfirma, das Management oder der Promoter den Pressebann aufhebt.[44]

Am 27. November 2020 veröffentlichte die Band gleich zwei neue Alben. Neben dem Livealbum Rewind, Replay, Rebound: Live in Deutschland, welches bei Konzerten in Deutschland im November 2019 mitgeschnitten wurde, veröffentlichte die Band mit Hokus Bonus eine limitierte Kompilation mit B-Seiten und Bonustracks.[45]

Stil

Volbeat beim Rock am Ring 2016

Musik

Volbeat verwenden für ihre Musik die genretypische Instrumentierung aus Gesang, Gitarre, Bass und Schlagzeug. Sänger Michael Poulsen ist fast ausschließlich für die Musik verantwortlich. Beim Songwriting achtet er darauf, dass die Lieder eingängig und leicht mitsingbar sind. In einem Interview erklärte Poulsen, dass er, wenn diese Eingängigkeit nach 15 Minuten nicht erreicht wird, die Songidee verwirft.[5] Inspirationsquelle der Band sind Social Distortion, Rock'n'Roll-Legenden wie Elvis Presley und Johnny Cash, die Rockmusik der sechziger Jahre, aber auch Metalbands wie Metallica. Darüber hinaus nimmt die Band Inspiration von Stilen wie Punk-Rock, Country und Blues.[46]

„Unsere Musik stellt einen Balanceakt zwischen Rock und Metal dar. Wir versuchen, das Beste beider Welten unter einen Hut zu bekommen. […] Beim Rock’n’Roll liebe ich die mitreißenden Rhythmen. Wenn bei mir Elvis Presley, Fats Domino oder Chuck Berry läuft, kann ich nicht still sitzen bleiben. Rock’n’Roll-Songs sind simpel, funktionieren aber herausragend. Am Heavy Metal begeistert mich die rohe Energie, die von einer verzerrten Gitarre ausgeht.“

Michael Poulsen[47]

Auf dem zweiten Album verwendete die Band zum ersten Mal metaluntypische Instrumente wie ein Banjo oder die Hawaii-Gitarre. Beim dritten Album Guitar Gangsters & Cadillac Blood tritt erstmals eine Gastsängerin sowie Streichinstrumente auf.

Texte

Sänger Michael Poulsen schreibt sämtliche Texte der Band. Diese sind größtenteils von den fünfziger Jahren inspiriert. Andere Texte sind teilweise autobiographisch oder einfache Liebesgeschichten.[10]

Typisch für Volbeat sind Fortsetzungsgeschichten, die sich über mehrere Alben erstrecken. Ihren Ursprung nahm dies mit den Liedern Fire Song und Danny & Lucy (11pm). Protagonisten sind der 28-jährige drogensüchtige Danny und seine 16-jährige Freundin Lucy. Beide flüchten zunächst vor Lucys Eltern und kommen dann bei einem Autounfall ums Leben. Auf dem zweiten Album wird die Geschichte mit Mr & Mrs Ness, Lucys Eltern, fortgesetzt. Lucys Mutter beging Suizid. Ihr Ehemann wird mit blutverschmierten Händen und der Tatwaffe in der Hand aufgefunden und verhaftet. Beim dritten Album geht es mit Mary Ann’s Place weiter. Mr Ness besucht während eines Hafturlaubs die Gräber seiner Frau und seiner Tochter. Die Geschichte endet mit dem Lied You Will Know auf dem Album Seal the Deal & Let’s Boogie.

Rezeption

Volbeat werden außerhalb ihrer Heimat vor allem in der Rock- und Metalszene wahrgenommen. Ihre Alben werden regelmäßig in den entsprechenden Print- und Onlinemagazinen besprochen. In Dänemark gehört die Band zum Mainstream und erreicht Hörer außerhalb der Rock- und Metalszene.

„Wir bekommen unheimlich viele E-Mails von Fans, die sagen, dass sie eigentlich gar nicht auf Metal stehen, aber unsere Melodien und meinen Gesang mögen. Oder von Die-Hard-Rockabilly-Freaks, die normalerweise nie was anderes als ‚ihre‘ Bands hören, mit uns aber gut klarkommen, weil sie auf die Rock’n’Roll-Elemente in unserem Sound stehen.“

Michael Poulsen[10]

Gold- und Platinschallplatten

In ihrem Heimatland Dänemark haben Volbeat bislang die meisten Auszeichnungen erhalten. Insgesamt erhielt die Band sechsmal Platin und fünfmal Gold. Jeweils Doppelplatin erhielten die Alben Beyond Hell / Above Heaven und Outlaw Gentlemen & Shady Ladies. Zweimal Platin und viermal Gold erhielten Volbeat in Deutschland. Das erfolgreichste Album hier ist Beyond Hell / Above Heaven, das mit Dreifachgold ausgezeichnet wurde. Jeweils zweimal Platin erhielt die Band in Österreich und Schweden. Das meistverkaufte Album der Bandgeschichte ist Beyond Hell / Above Heaven mit über 1,5 Millionen Einheiten.

Auszeichnungen

  • Danish Metal Awards
    • 2005: Bestes Debütalbum
    • 2006: Beste Liveband
    • 2007: Bestes Album
    • 2008: Bestes Album & Beste Produktion
  • Danish Music Awards
    • 2013: Beste dänische Band & Bestes dänisches Rockalbum
    • 2017: Beste dänische Liveband
  • Echo
    • 2014: Gruppe Rock/Alternative (international)
  • GAFFA-Prisen
    • 2010: Beste Hard-Rock-Veröffentlichung
    • 2013: Beste Hard-Rock-Veröffentlichung
    • 2016: Beste dänische Band & Bester dänischer Hit
  • P3 Guld
    • 2007: Lieblingslied der Hörer
    • 2008: Lieblingslied der Hörer
    • 2010: Lieblingslied der Hörer
    • 2016: Lieblingslied der Hörer
  • Steppeulv
    • 2006: Hoffnung des Jahres

Diskografie

Studioalben

JahrTitel
Musiklabel
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen
(Jahr, Titel, Musiklabel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DEAT ATCH CHUK UKUS USDK DKFI FISE SE
2005The Strength / The Sound / The Songs
DE
Gold
Gold
DE
AT55
(2 Wo.)AT
DK18
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(21 Wo.)DK
FI33
(4 Wo.)FI
SE49
(3 Wo.)SE
Erstveröffentlichung: 26. September 2005
Verkäufe: + 180.000
2007Rock the Rebel / Metal the Devil
Mascot Records
DE76
Gold
Gold

(1 Wo.)DE
AT54
(3 Wo.)AT
DK1
Vierfachplatin
×4
Vierfachplatin

(62 Wo.)DK
FI14
(10 Wo.)FI
SE41
(8 Wo.)SE
Erstveröffentlichung: 26. Februar 2007
Verkäufe: + 220.000
2008Guitar Gangsters & Cadillac Blood
Mascot Records
DE15
Gold
Gold

(9 Wo.)DE
AT26
(23 Wo.)AT
CH30
(2 Wo.)CH
DK1
Dreifachplatin
×3
Dreifachplatin

(36 Wo.)DK
FI1
Gold
Gold

(20 Wo.)FI
SE4
Gold
Gold

(40 Wo.)SE
Erstveröffentlichung: 1. September 2008
Verkäufe: + 220.000
2010Beyond Hell / Above Heaven
Vertigo Records
DE3
Fünffachgold
×5
Fünffachgold

(130 Wo.)DE
AT2
Platin
Platin

(90 Wo.)AT
CH7
(9 Wo.)CH
US142
Gold
Gold

(20 Wo.)US
DK1
Dreifachplatin
×3
Dreifachplatin

(40 Wo.)DK
FI1
Gold
Gold

(39 Wo.)FI
SE1
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(31 Wo.)SE
Erstveröffentlichung: 10. September 2010
Verkäufe: + 1.100.000
2013Outlaw Gentlemen & Shady Ladies
Vertigo Records
DE1
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(75 Wo.)DE
AT1
Platin
Platin

(66 Wo.)AT
CH1
(22 Wo.)CH
UK78
(1 Wo.)UK
US9
Gold
Gold

(43 Wo.)US
DK1
Dreifachplatin
×3
Dreifachplatin

(79 Wo.)DK
FI2
(30 Wo.)FI
SE4
Platin
Platin

(39 Wo.)SE
Erstveröffentlichung: 5. April 2013
Verkäufe: + 1.055.000
2016Seal the Deal & Let’s Boogie
Vertigo Records
DE1
Platin
Platin

(55 Wo.)DE
AT1
Platin
Platin

(100 Wo.)AT
CH1
(26 Wo.)CH
UK16
(1 Wo.)UK
US4
(8 Wo.)US
DK1
Fünffachplatin
×5
Fünffachplatin

(143 Wo.)DK
FI1
(40 Wo.)FI
SE1
Gold
Gold

(70 Wo.)SE
Erstveröffentlichung: 3. Juni 2016
Verkäufe: + 365.000
2019Rewind, Replay, Rebound
Vertigo Records
DE1
Gold
Gold

(35 Wo.)DE
AT1
Gold
Gold

(… Wo.)AT
CH1
(16 Wo.)CH
UK7
(1 Wo.)UK
US27
(2 Wo.)US
DK2
Gold
Gold

(11 Wo.)DK
FI3
(4 Wo.)FI
SE4
(8 Wo.)SE
Erstveröffentlichung: 2. August 2019
Verkäufe: + 117.500

Zeitstrahl der Bandmitglieder

Weblinks

Commons: Volbeat – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Holger Schmidt: Volbeat begeistern mit Elvis-Metal ohne Längen. Der Westen, abgerufen am 28. Dezember 2012.
  2. a b c Biografie. laut.de, abgerufen am 28. Dezember 2012.
  3. Jens Krause: Volbeat. King-Asshole.de, abgerufen am 28. Dezember 2012.
  4. VOLBEAT NEW ALBUM ‘SEAL THE DEAL & LET’S BOOGIE’ OUT JUNE 3RD. Spinefarm Records, abgerufen am 28. April 2016 (englisch).
  5. a b c David Gregori: Interview Volbeat. Metal.de, abgerufen am 3. Mai 2019.
  6. a b Volbeat Biography. Mascot Records, abgerufen am 28. Dezember 2012 (englisch).
  7. a b Garry Sharpe-Young: Volbeat. MusicMight.com, archiviert vom Original am 18. Oktober 2014; abgerufen am 28. Dezember 2012 (englisch).
  8. VOLBEAT Breaks Danish Top 20. Blabbermouth.net, abgerufen am 29. Dezember 2012 (englisch).
  9. VOLBEAT Frontman Performs With ELVIS PRESLEY's Backing Musicians: Photos Available. Blabbermouth.net, abgerufen am 29. Dezember 2012 (englisch).
  10. a b c d Frank Albrecht: Böse Mädchen. In: Rock Hard, Ausgabe April 2007, S. 40–41
  11. Sebastian Kessler: "Album Of The Year"-Award für Volbeat. Metal Hammer, archiviert vom Original am 1. Mai 2009; abgerufen am 29. Dezember 2012.
  12. VOLBEAT: „Rock The Rebel / Metal The Devil“ tops danish album charts. Blabbermouth.net, abgerufen am 29. Dezember 2012 (englisch).
  13. Volbeat:Rock The Rebel/Metal The Devil certified gold in Denmark. Blabbermouth.net, abgerufen am 29. Dezember 2012 (englisch).
  14. Christof Leim: Riffs über Europa. In: Metal Hammer, September 2007, S. 43
  15. VOLBEAT: 'Rock The Rebel / Metal The Devil' Certified Platinum In Denmark. Blabbermouth.net, abgerufen am 29. Dezember 2012 (englisch).
  16. a b Guld og platin i august. IFPI, abgerufen am 29. Dezember 2012 (dänisch).
  17. Frank Albrecht: Frauen wollen singen. In: Rock Hard, August 2008, S. 24
  18. Volbeat in den dänischen Charts. Danishcharts.com, abgerufen am 29. Dezember 2012 (englisch).
  19. Michael Edele: "Wir arbeiten von 22:00 bis äh … 23:30". laut.de, abgerufen am 29. Dezember 2012.
  20. METALLICA, VOLBEAT, SCAMP Honored At DANISH METAL AWARDS. Blabbermouth.net, abgerufen am 29. Dezember 2012 (englisch).
  21. VOLBEAT To Support NIGHTWISH On Spring 2009 U.S. Tour. Blabbermouth.net, abgerufen am 29. Dezember 2012 (englisch).
  22. Kulta- ja platinalevyt: Volbeat. IFPI, abgerufen am 29. Dezember 2012 (finnisch).
  23. VOLBEAT: New Song Available For Free Download. Blabbermouth.net, abgerufen am 29. Dezember 2012 (englisch).
  24. VOLBEAT: New Album Title Announce. Blabbermouth.net, abgerufen am 29. Dezember 2012 (englisch).
  25. VOLBEAT: 'Beyond Hell/Above Heaven' First-Week Chart Positions Revealed. Blabbermouth.net, abgerufen am 29. Dezember 2012 (englisch).
  26. Martina Gabric: Echo 2011: Maffay und Grönemeyer übergeben Awards. (Nicht mehr online verfügbar.) Musikmarkt.de, archiviert vom Original am 3. Dezember 2013; abgerufen am 29. Dezember 2012.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2
  27. Sebastian Kessler: Metal Hammer Awards 2011: Bilder vom schwarzen Teppich. Metal Hammer, abgerufen am 28. Dezember 2012.
  28. VOLBEAT: 'Live From Beyond Hell/Above Heaven' DVD Artwork, Release Date Revealed. Blabbermouth.net, abgerufen am 29. Dezember 2012 (englisch).
  29. VOLBEAT Taps MERCYFUL FATE Guitarist For 'Gigantour'. Blabbermouth.net, abgerufen am 29. Dezember 2012 (englisch).
  30. Volbeat Hit The Studio and Reveal Album Title. Volbeat, archiviert vom Original am 18. Februar 2013; abgerufen am 15. Januar 2013 (englisch).
  31. Former ANTHRAX Guitarist ROB CAGGIANO Joins VOLBEAT. Blabbermouth.net, abgerufen am 4. Februar 2013 (englisch).
  32. VOLBEAT: More 'Outlaw Gentlemen & Shady Ladies' First-Week Chart Positions Revealed. Blabbermouth.net, abgerufen am 20. April 2013 (englisch).
  33. Vinderne ved Danish Music Awards 2013. IFPI Danmark, abgerufen am 15. November 2013 (dänisch).
  34. BLACK SABBATH Wins 'Best Hard Rock/Metal Performance' GRAMMY Award. Blabbermouth.net, abgerufen am 27. Januar 2014 (englisch).
  35. Sebastian Kessler: Echo + Platin für Volbeat. Metal Hammer, abgerufen am 28. März 2014.
  36. Volbeat Play Historic Show in Denmark. Loudwire, abgerufen am 6. November 2015 (englisch).
  37. Volbeat Part Ways With Bassist Anders Kjolholm. Loudwire, abgerufen am 13. November 2015 (englisch).
  38. Volbeat Welcomes New Bass Player. Volbeat, abgerufen am 21. Juni 2016 (englisch).
  39. VOLBEAT: More 'Seal The Deal & Let's Boogie' First-Week Chart Positions Revealed. Blabbermouth.net, abgerufen am 15. Juni 2016 (englisch).
  40. Wacken Open Air 2017: Volbeat zeigen Live-Videos vom Auftritt. In: universal-music.de. 11. September 2017, abgerufen am 7. Januar 2018.
  41. Graham Hartmann: Metallica’s Lars Ulrich, Kreator’s Mille Petrozza + More Join Volbeat Onstage at Hometown Gig. Loudwire, abgerufen am 28. August 2017 (englisch).
  42. SLIPKNOT Announces 'Knotfest Roadshow' Tour With VOLBEAT, GOJIRA And BEHEMOTH. Blabbermouth.net, abgerufen am 5. April 2019 (englisch).
  43. VOLBEAT To Release 'Rewind, Replay, Rebound' Album In August. Blabbermouth.net, abgerufen am 16. Mai 2019 (englisch).
  44. Leading Danish Media Outlets Boycott VOLBEAT Over Apparent Press Ban. Blabbermouth.net, abgerufen am 16. August 2019 (englisch).
  45. VOLBEAT To Release 'Rewind, Replay, Rebound: Live In Deutschland' In November. Blabbermouth.net, abgerufen am 26. November 2020 (englisch).
  46. VOLBEAT: New Album Title Revealed. Blabbermouth.net, abgerufen am 29. Dezember 2012 (englisch).
  47. Sebastian Schult: Elvis lebt!. In: Metal Hammer, April 2007, S. 72

Bewertungen

Es gibt noch keine Bewertungen.

Nur angemeldete Kunden, die dieses Produkt gekauft haben, dürfen eine Bewertung abgeben.

Volbeat ¦ Rewind, Replay, Rebound (Live In Deutschland Edition)
CHF 31.00 inkl. MwSt