Wiener Philharmoniker & Christian Thielemann ¦ Neujahrskonzert 2024

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Veröffentlichung Neujahrskonzert 2024:

2024

Hörbeispiel(e) Neujahrskonzert 2024:

Neujahrskonzert 2024 auf Wikipedia (oder andere Quellen):

Das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker 2024 war das 84. Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker und fand am 1. Jänner 2024 im Wiener Musikverein statt. Dirigent war zum zweiten Mal Christian Thielemann, der das Konzert zuvor 2019 geleitet hatte.[1][2]

Christian Thielemann (2015)

Besonderheiten

Einer der Drehorte: Die Kaiservilla Bad Ischl

Unter der Regie von Michael Beyer, der zum elften Mal für die Umsetzung der Ballettproduktion sowie zum achten Mal für die Konzertübertragung verantwortlich zeichnet, wurden im Sommer 2023 zwei Tanzeinlagen mit dem Wiener Staatsballett filmisch in Szene gesetzt. Für die Choreografie zeichnete zum vierten Mal nach 2012, 2015 und 2018 Davide Bombana verantwortlich, die Ballettkostüme entwarf zum ersten Mal Susanne Bisovsky für ein Neujahrskonzert.[3][4]

Die Dreharbeiten zum Ischler Walzer fanden anlässlich des Projektes Kulturhauptstadt Europas Bad Ischl Salzkammergut 2024 unter anderem in der Kaiservilla Bad Ischl sowie im Marmorschlössl in Bad Ischl mit den Solisten Ketevan Papava und Eno Peçi statt. Zum Walzer Wiener Bürger von Carl Michael Ziehrer entstanden auf der Schloss Rosenburg im nördlichen Waldviertel Aufnahmen zur zweiten Tanzeinlage mit fünf Paaren.[3][4]

Es tanzten Olga Esina, Ketevan Papava, Hyo-Jung Kang, Joana Avraam, Elena Bottaro sowie Brendan Saye, Eno Peçi, Masayu Kimoto, Giorgio Fourés und Zsolt Török.[3][4][5]

Unter den Besuchern des Konzertes waren unter anderem Pamela Rendi-Wagner, Heinz Fischer,[6] Helga Rabl-Stadler, Ursula Plassnik und Peter Launsky-Tieffenthal sowie Bundeskanzler Karl Nehammer mit Anton Mattle und Arno Kompatscher[6] und Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Doris Schmidauer, Klaudia Tanner, Rudolf Striedinger, Johannes Hahn, Susanne Riess-Hahn, Martin Kocher, Magnus Brunner und Norbert Totschnig.[7]

Die Neujahrskonzertspende in Höhe von 100.000 Euro ging an ein Umweltschutzprojekt des Verbandes Alpiner Vereine Österreichs.[8]

Die Kultursprecherin der Grünen Eva Blimlinger stieß zum Jahreswechsel eine Diskussion auf X an, ob Militärmärsche wie der Radetzky-Marsch in Zeiten, wo ein paar hundert Kilometer weiter Krieg ist, zum Neujahrskonzert passen.[9]

Programm

Das Programm wurde am 10. Oktober 2023 bekanntgegeben. Anlässlich des 200. Geburtstages wurde erstmals ein Werk Anton Bruckners aufgeführt. Insgesamt wurden neun Werke erstmals im Rahmen eines Neujahrskonzertes der Wiener Philharmoniker aufgeführt.[1][10]

1. Teil

2. Teil

Zugaben

Mit * gekennzeichnete Werke standen erstmals in einem Programm eines Neujahrskonzertes.

Besetzung (Auswahl)

Pausenfilm

Einer der Drehorte: Das Stift Sankt Florian

Der Pausenfilm von Felix Breisach unter dem Titel Anton Bruckner – Eine Entdeckungsreise (A Journey of Discovery) widmet sich anlässlich dessen 200. Geburtstages dem Komponisten Anton Bruckner.[3]

Die rund 24-minütige Produktion folgt den wichtigsten Lebensstationen Bruckners. Gedreht wurde unter anderem im Stift Sankt Florian, wo Brucker Sängerknabe, Organist und Lehrer war und bestattet wurde. Weitere Drehorte waren in Linz die Anton Bruckner Privatuniversität, das Ars Electronica Center, das Schulmuseum Bad Leonfelden[12] sowie am Pöstlingberg, außerdem in Ansfelden, Windhaag, Bad Ischl, am Traunsee und in Wien. Musiziert wird von der Organistin Ines Schüttengruber, der Vienna Brass Connection[13] und verschiedenen Ensembles der Wiener Philharmoniker, als Hauptprotagonisten fungieren zwei St. Florianer Sängerknaben.[14][15] Im Film wirkt auch der Trachtenverein D’Ischler mit.[16][17]

Musik

Kompositionen von Anton Bruckner

  • Finale aus der 8. Sinfonie in c-Moll, WAB 108
    • Arrangement für Bläser und Schlagwerk von Manuel Egger
    • Vienna Brass Connection, Dirigent Johannes Kafka
    • Stefan Haimel, Daniel Schinnerl-Schlaffer, Christian Hollensteiner, Gerhard Berndl, Michael Schwaighofer, Thomas Bachmair, Johannes Moritz (Trompete)
    • Manuel Huber, Peter Dorfmayr, Michael Stückler, Klaus Leherbauer, Wolfgang Lintner (Horn)
    • Josef Reif, Manuel Egger, Thomas Steinwender, Lars M. Stransky (Horn / Tuba)
    • Dietmar Küblböck, Martin Riener, Stefan Obmann, Raphael Stieger, Christian Winter (Posaune)
    • Christian Poitinger (Bassposaune)
    • Christoph Gigler, Matthias Haslinger (Tuba)
    • Patrick Prammer (Pauke)
    • Georg Hasibeder, Leonhard Königseder, Lea Feichtenschlager (Schlagwerk)
    • Johannes Kafka (Dirigent)
  • Ecce sacerdos magnus in a-Moll, WAB 013
    • Bearbeitung für 6 Kontrabässe von Christoph Wimmer-Schenkel
    • Christoph Wimmer-Schenkel, Valerie Schatz, Carlos Aguilar Vargas, Elias Mai, Jan Georg Leser, Iztok Hrastnik (Kontrabass)
  • Landler – Tanzmusik aus Windhaag bei Freistadt
    • Olesya Kurylyak, Milan Šetena (Violine)
    • Jȩdrzej Górski (Kontrabass)
  • Streichquintett in F-Dur, WAB 112
    • Jun Keller, Petra Kovačič (Violine)
    • Daniela Ivanova, Christoph Hammer (Viola)
    • Bernhard Naoki Hedenborg (Violoncello)

Übertragung

Für die 66. ORF-Übertragung zeichnete zum achten Mal Michael Beyer verantwortlich, zum Einsatz kamen fünfzehn HD-Kameras. Die Moderation für den ORF übernahm zum zweiten Mal Teresa Vogl. Die ORF-Bilder wurden von rund 100 Ländern übernommen.[18]

Im Hörfunk wurde das Konzert von Österreich 1 übertragen, sowie von der Mehrzahl der deutschsprachigen öffentlichen-rechtlichen Sendern der ARD übernommen, dazu zählen unter anderem die Kultursender BR-Klassik, hr2-kultur, MDR Klassik, NDR Kultur, rbbKultur, SR 2 Kulturradio, SWR2 und WDR 3. In der Fernseh-Pause wurde anstelle des Pausenfilms ein vorab aufgezeichnetes Interview gesendet. Dieses Mal war der Bildregisseur Michael Beyer im „Intermezzo“ zu hören.

In Österreich verfolgten durchschnittlich 1,11 Millionen Zuschauer den reichweitenstärkeren zweiten Konzertteil, der Marktanteil betrug 57 Prozent. Der Pausenfilm erreichte im Schnitt 1,0 Millionen Zuseher und einen Marktanteil von 58 Prozent.[19] Laut Bericht der Europäischen Rundfunkunion (European Broadcasting Union, EBU) sahen im europäischen Raum durchschnittlich 18,3 Millionen Seher in 38 Ländern das Konzert 2024.[20]

Aufnahmen

Die Audio-Doppel-CD dieses Konzertes wurde am 12. Jänner 2024 veröffentlicht[21] und zählt in Österreich zu den meistverkauften Alben des Jahres 2024.[22] DVD und Blu Ray-Disc sollen am 26. Jänner 2024 erscheinen.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker 2024 erstmals mit Bruckner. In: Kurier.at. 10. Oktober 2023, abgerufen am 11. Oktober 2023.
  2. Bruckner-Werk erstmals bei Neujahrskonzert. In: ORF.at. 10. Oktober 2023, abgerufen am 11. Oktober 2023.
  3. a b c d ORF-Neujahrskonzertballett 2024 abgedreht: Zwei Tanzeinlagen mit mehreren Premieren. In: ots.at. 7. September 2023, abgerufen am 11. Oktober 2023.
  4. a b c ORF-Neujahrskonzertballett 2024 abgedreht: Zwei Tanzeinlagen mit mehreren Premieren. In: ORF.at. Abgerufen am 11. Oktober 2023.
  5. Karsten Heimberger: Tänzerinnen und Tänzer bei Neujahrsballett 2024. In: salsa-und-tango.de. 19. September 2023, abgerufen am 11. Oktober 2023.
  6. a b Neben Heinz Fischer: Rendi-Wagner überrascht mit Comeback in Öffentlichkeit. In: heute.at. 1. Januar 2024, abgerufen am 2. Januar 2024.
  7. Promis, Jubel, Polizei: Neujahrskonzert: Die besten Szenen hier im Video! In: krone.at. 1. Januar 2024, abgerufen am 2. Januar 2024.
  8. 100 Länder übertragen Wiener Neujahrskonzert, 2025 dirigiert Muti. In: Kleine Zeitung. 1. Januar 2024, abgerufen am 2. Januar 2024.
  9. Martin Gasser, Walter Hämmerle: Neujahrskonzert-Streit: Ist der „Radetzky-Marsch“ unspielbar geworden? In: Kleine Zeitung. 2. Januar 2024, abgerufen am 2. Januar 2024.
  10. Wiener Philharmoniker: Neujahrskonzert 2024, abgerufen am 11. Oktober 2023
  11. SRF2: Das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker live aus Wien via Google Cache
  12. Jacky Stitz: Bad Leonfeldner Schulmuseum im Pausenfilm des Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker am 1. Jänner zu sehen. In: tips.at. 13. Dezember 2023, abgerufen am 14. Dezember 2023.
  13. Auszug aus dem Finale der 8. Sinfonie von Anton Bruckner - gespielt von der Vienna Brass Connection. Abgerufen am 5. Januar 2024 (deutsch, englisch).
  14. 200 Jahre Anton Bruckner: ORF-Dreharbeiten zum Neujahrskonzert-„Pausenfilm“ 2024. In: ots.at. 15. Juni 2023, abgerufen am 11. Oktober 2023.
  15. Neujahrskonzert-Pausenfilm im Zeichen von Anton Bruckner. In: puls24.at. 15. Juni 2023, abgerufen am 11. Oktober 2023.
  16. Trachtenverein D’Ischler wirkt beim Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker 2024 mit! In: salzkammergut-rundblick.at. 2. August 2023, abgerufen am 11. Oktober 2023.
  17. Katharina Wimmer: D'Ischler Trachtler wirkten bei Neujahrskonzert mit. In: tips.at. 2. August 2023, abgerufen am 11. Oktober 2023.
  18. 84. Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker: Am 1. Jänner 2024 live in ORF 2, Ö1 und rund um den Globus. In: ots.at. 12. Dezember 2023, abgerufen am 12. Dezember 2023.
  19. Neujahrskonzert 2024 erreichte im Schnitt 1,11 Mio. Zuschauer im ORF. In: film.at. 2. Januar 2024, abgerufen am 2. Januar 2024.
  20. Laura Hindelang: Aktueller EBU-Report: 18,3 Millionen in Europa sahen ORF-Bilder des Neujahrskonzerts 2024. In: wetterauer-zeitung.de. 25. Februar 2024, abgerufen am 25. Februar 2024.
  21. Patrick Erb: Neujahrskonzert mit Neuheiten-Charakte. In: concerti.de. 12. Januar 2024, abgerufen am 12. Januar 2024.
  22. Thomas Zeidler-Künz: Neujahrskonzert stürmt zum 24. Mal in Folge auf Platz 1. In: oe24.at. 23. Januar 2024, abgerufen am 23. Januar 2024.

Artist(s)

Veröffentlichungen von Wiener Philharmoniker die im OTRS erhältlich sind/waren:

John Williams In Vienna ¦ John Williams Live In Vienna ¦ Sommernachtskonzert 2021 ¦ Neujahrskonzert 2022 ¦ Neujahrskonzert 2024

Wiener Philharmoniker auf Wikipedia (oder andere Quellen):

Die Wiener Philharmoniker setzen sich aus Mitgliedern des Wiener Staatsopernorchesters zusammen und gelten als eines der führenden Orchester der Welt. 2006 und 2007 wurden sie von „Musikkritikern der bedeutendsten europäischen Fachzeitschriften und Radiosender“, unter Führung der Monatszeitschrift Le Monde de la musique, zum besten Orchester Europas gewählt.[1][2] 2008 wurde das Orchester vom Klassikmagazin Gramophone in dessen Dezemberausgabe (weltweit) auf Platz 3 gesetzt.[3]

Geschichte

Wiener Philharmoniker während einer Konzertprobe im Musikverein (1926). Als Dirigent steht den damaligen Musikern Felix von Weingartner vor.

Das erste Konzert der Wiener Philharmoniker fand als in der Allgemeinen Wiener Musik-Zeitung von August Schmidt angekündigte „Philharmonische Academie“ am 28. März 1842 im Großen Redoutensaal in der Wiener Hofburg unter der Leitung von Otto Nicolai (1810–1849) statt. Mitorganisator war Alfred Julius Becher. Die Musiker waren Mitglieder des Orchesters der k.k. Hofoper (im Kärntnertortheater) in Wien, wo sich zum ersten Mal Berufsmusiker zu einem Konzertorchester von Bestand zusammenschlossen.

Nachdem Otto Nicolai Wien 1847 verlassen hatte, fanden bis 1860 nur zehn Konzerte statt. Als nächstes bedeutendes Datum in der Orchestergeschichte ist der 15. Jänner 1860 zu nennen, als der damalige Hofoperndirektor Karl Anton Eckert das erste Abonnementkonzert der Wiener Philharmoniker im Kärntnertortheater dirigierte. Bis 1903 und von 1908 bis 1933 wählten die Musiker jeweils einen Dirigenten für die Abonnementkonzerte einer Saison aus. Zwischen 1903 und 1908 und seit 1933 dirigierten und dirigieren Gastdirigenten.

Zu den bedeutendsten Abonnementdirigenten zählt Otto Dessoff, der zwischen 1860 und 1875 das Repertoire erweiterte und für administrative Änderungen sorgte, darunter 1870 für die Wahl des neu errichteten „Goldenen Saales“ der 1812 gegründeten Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, der bis heute die wichtigste Wirkungsstätte des Orchesters ist.

Besonderes Ansehen erlangte das Orchester unter dem Dirigenten Hans Richter (Abonnementdirigent von 1883 bis 1898). Die Musiker arbeiteten u. a. mit Johannes Brahms, Anton Bruckner und Richard Wagner zusammen. Als Höhepunkt seiner Ära gelten die Uraufführungen der 2. und 3. Symphonie von Brahms sowie der 8. Symphonie Bruckners.

Auf Richter folgte Gustav Mahler, Abonnementdirigent von 1898 bis 1901. Unter seiner Leitung begann mit dem ersten Auslandsgastspiel zur Pariser Weltausstellung 1900 eine neue Ära. Mit Felix von Weingartner, dem Dirigenten der Abonnementkonzerte von 1908 bis 1927, gastierte das Orchester 1922 und 1923 zweimal mehrere Wochen lang in Südamerika und gab in Brasilien, Uruguay und Argentinien mehr als 80 Konzerte.[4] Es waren die ersten Gastspielreisen eines europäischen Orchesters in Lateinamerika.[5] 1922 spielte das Orchester bei den ersten Opernaufführungen der Salzburger Festspiele.

Als letzte ständige Abonnementdirigenten wirkten Wilhelm Furtwängler (1927 bis 1930) und Clemens Krauss (1930 bis 1933). Zwischen 1906 und 1944 dirigierte Richard Strauss viele Konzerte und war dem Orchester eng verbunden. Von 1933 bis 1937 erregte die Zusammenarbeit mit Arturo Toscanini großes Aufsehen. Eine wesentliche Rolle spielte auch Bruno Walter, der das Orchester erstmals 1907 dirigierte.

Dirigenten

Bis 1933 wählten die Philharmoniker jedes Jahr einen Dirigenten, der in dieser Saison alle Abonnementkonzerte dirigieren sollte, jedoch nicht den Titel „Chefdirigent“ trug. Von diesem System ging man ab, von nun an wurden verschiedene Gastdirigenten für die Konzerte und Tourneen verpflichtet. Eine besondere Beziehung verband das Orchester zwischen 1933 und 1937 mit Arturo Toscanini sowie zwischen 1933 und 1945 und zwischen 1947 und 1954 mit Wilhelm Furtwängler, der bis 1954 als eine Art Hauptdirigent des Orchesters fungierte. Eine wesentliche Rolle spielte auch Bruno Walter, der die Philharmoniker in den 1930er-Jahren dirigierte und in den 1940er-Jahren nach Wien zurückkehrte, um Konzerte mit Werken von Gustav Mahler zu dirigieren, darunter auch Aufnahmen mit der Altistin Kathleen Ferrier sowie ein Mahler-Konzert in der Wiener Staatsoper.

Die Philharmoniker arbeiteten auch mit vielen anderen großen Dirigenten zusammen. Eine besonders lang anhaltende Zusammenarbeit bestand in Salzburg und Wien mit den späteren Ehrendirigenten Karl Böhm und Herbert von Karajan sowie mit dem Ehrenmitglied Leonard Bernstein, der ab 1966 mit dem Orchester konzertierte und mit ihm u. a. erneut das Werk von Mahler erarbeitete. Eine intensive, fallweise konfrontative Zusammenarbeit bestand mit Carlos Kleiber, der die Neujahrskonzerte 1989 und 1992 dirigierte.

Zeit des Nationalsozialismus

Im Gegensatz zu den Berliner Philharmonikern, wo nur maximal 20 % aller Musiker der NSDAP angehörten, war bei den Wiener Philharmonikern die Anzahl der Parteimitglieder hoch. Bereits vor dem „Anschluss Österreichs“ 1938 waren 25 % der Musiker so genannte „Illegale“, die der Partei beigetreten waren, als sie in Österreich noch verboten war. Bis Kriegsende 1945 stieg die Zahl der Parteimitglieder und Angehöriger parteinaher Organisationen auf fast 50 %.[6] 15 Musiker, darunter Ricardo Odnoposoff, wurden 1938 aus „rassischen Gründen“ oder wegen ihrer politischen Haltung aus dem Orchester entfernt. Sechs jüdische Philharmoniker wurden später in KZs ermordet, ein junger Geiger fiel an der Ostfront.[7]

Nach dem „Anschluss“ verzeichneten die Wiener Philharmoniker nach Oliver Rathkolb massive finanzielle Einbußen. Im Zuge der 2012/2013 vom Orchester in Auftrag gegebenen Forschungen, die von Rathkolb, Bernadette Mayrhofer und Fritz Trümpi vorgenommen wurden,[8] fand man in einem Keller der Staatsoper das Abonnentenbuch: Unter den Abonnenten gab es bis 1938 einen hohen Anteil an jüdischem Bildungsbürgertum. […] ein guter Teil des Publikums und der Mäzene sei dann weggefallen.[9][10]

1938 entließen die Nationalsozialisten alle jüdischen Künstler aus der Wiener Staatsoper und lösten am 7. Dezember den Verein Wiener Philharmoniker auf. Nach einer Intervention Wilhelm Furtwänglers wurde diese Auflösung einige Tage später von der „Abteilung X Musik“ des Propagandaministeriums zurückgenommen. Am 20. Juli 1939 wurde die neue Form des Vereins nach den Vorgaben von Propagandaminister Joseph Goebbels fixiert: „I. Die Organisation behält ihre Selbständigkeit und wird der Aufsicht des Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda, Berlin, unterstellt. II. Das Vermögen wird freigegeben […] Satzungsänderungen sind vorzunehmen […]“ Der „Vereinsführer“ konnte nicht mehr von den Orchestermitgliedern gewählt werden, sondern wurde im Einvernehmen mit dem Gauleiter von Wien durch Minister Goebbels ernannt. Sämtliche Beschlüsse mussten von Goebbels bestätigt werden, um rechtswirksam zu werden. Weiters mussten auch die „Rechte der arischen Mitglieder“ in neuen Satzungen festgelegt werden. Auch die Dirigenten durften nicht mehr frei gewählt werden. Die Auslandsreisen wurden eingeschränkt; Wiens Reichsstatthalter und Gauleiter Baldur von Schirach gelang es, fast alle Mitglieder vom Militärdienst zu befreien. In diese Zeit fiel auch das erste Neujahrskonzert, das Clemens Krauss am 31. Dezember 1939 dirigierte.

1942 wurde in Wien, Innere Stadt (1. Bezirk), auf Betreiben von Schirach anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Orchesters der unmittelbar hinter der Wiener Staatsoper gelegene Teil der Augustinerstraße Philharmonikerstraße benannt. Zum Jubiläum erhielt Reichsminister Arthur Seyß-Inquart, im März 1938 für zwei Tage letzter österreichischer Bundeskanzler und diktatorischer Unterzeichner des „Anschlussgesetzes“, 1946 wegen NS-Verbrechen hingerichtet, den Ehrenring der Wiener Philharmoniker.[11] An der Festsitzung des Orchesters am 31. März 1942 nahm dessen Protektor Schirach teil.[12] Das Orchester bedankte sich bei Schirach für die von ihm veranlassten Festlichkeiten vom 25. März bis 21. April 1942 und für die Ehrungen seiner Mitglieder ebenfalls mit dem Ehrenring der Wiener Philharmoniker.[13] Die Auszeichnungen für Seyß-Inquart, Schirach und vier andere Nationalsozialisten wurden am 23. Oktober 2013 durch einstimmigen Orchesterbeschluss aberkannt.[14]

Der Ehrenring wurde Schirach von US-Amerikanern, die ihn 1945 gefangen nahmen, abgenommen. Wie Schirachs Sohn ohne Nennung des Überbringers mitteilte, habe Schirach später ein weiteres Exemplar des Ehrenrings erhalten. 2012/2013 wurde dazu im Auftrag des Orchesters geklärt, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit Helmut Wobisch, illegaler Nationalsozialist, SS-Mann beim Juliputsch 1934, Denunziant, 1945 aus dem Orchester entfernt, aber 1953–1969 Geschäftsführer der Wiener Philharmoniker, dieses Zweitexemplar, ohne dass dazu ein Vereinsbeschluss vorlag, Schirach nach dessen Haftentlassung 1966 übergeben hat.[9][10]

Zeit nach 1945

Nur wenige Tage nach Kriegsende nahmen die Wiener Philharmoniker ihre Konzerttätigkeit wieder auf. Am 27. April 1945 spielten sie unter der Leitung von Clemens Krauss das erste Konzert im befreiten Wien im Konzerthaus. Die Musiker knüpften an die 1933 begonnene Tradition der Einladung von Gastdirigenten an. Besondere Bedeutung erlangte das Zusammenwirken mit Leonard Bernstein, Karl Böhm und Herbert von Karajan.[15]

Zu den Höhepunkten des Wiener Faschings zählt seit 1924 der von Orchestermitgliedern organisierte Ball der Wiener Philharmoniker im Musikverein, für dessen Eröffnung Richard Strauss die „Wiener Philharmoniker-Fanfare“ komponierte.

Erst seit 1997 können auch Frauen Mitglieder der Philharmoniker werden.[16] Dies ist auch im Vertrag der Philharmoniker mit der Republik Österreich festgehalten:[17] „Grundlage des Vertrages zwischen der Republik Österreich und dem Verein der Wiener Philharmoniker ist, […] dass sich der Verein weiterhin verpflichtet, entsprechend dem bereits am 28. 2. 1997 gefassten Beschluss die absolute Chancengleichheit von Männern und Frauen im Orchester zu wahren.“ Als bis 2006 einzige Philharmonikerin wurde am 27. Februar 1997 die Harfenistin Anna Lelkes aufgenommen.[18] Ende 2012 betrug der Frauenanteil im Orchester rund sechs Prozent.[19] Anfang 2014 waren von 128 aktiven, noch nicht im Ruhestand befindlichen Mitgliedern sieben Mitglieder weiblich, das entsprach einem Frauenanteil von 5,4 Prozent.[20] Mitte 2016 gab es von insgesamt 148 Wiener Philharmonikern elf Frauen, also 7,4 Prozent.[21] Im Februar 2022, also nach 25 Jahren, waren 23 der 144 Positionen (16 Prozent) weiblich besetzt.[22]

Seit 2000 ist im Haus der Musik an der Wiener Seilerstätte das Museum der Wiener Philharmoniker der Öffentlichkeit zugänglich.

Seit 2004 findet bei freiem Eintritt alljährlich das Sommernachtskonzert der Wiener Philharmoniker (anfangs als „Konzert für Europa“) im Schlosspark von Schönbrunn statt. Mittlerweile wird dieses Sommernachtskonzert im Fernsehen in mehr als 60 Länder der Welt übertragen. In Wien besuchen jedes Jahr bis zu 100.000 Menschen das Konzertereignis.[23] Am 31. Mai 2018 gab es sogar 104.500 Besucher.[24]

In der Saison 2012/13 fanden jeweils zwei Abonnementserien mit je zehn Konzerten, darunter das Nicolai-Konzert als Erinnerung an den Gründer, und seit 1999 eine Soiréen-Serie mit sechs bis sieben Konzerten statt. Dazu kommen das Neujahrskonzert (mit drei Aufführungen am 30. und 31. Dezember sowie am 1. Jänner), Gastspiele (mehrmals jährlich Tourneen vorwiegend innerhalb Europas, den USA und Japan) sowie seit 1922 jeden Sommer Konzerte und Opern bei den Salzburger Festspielen, Ton- und DVD-Aufnahmen und zahlreiche Sonder- und Benefizkonzerte (u. a. werden seit 1999 die Einnahmen der Voraufführung des Neujahrskonzerts wohltätigen Organisationen zur Verfügung gestellt).

Nach beträchtlicher Kritik, das Orchester gebe zu historischer Forschung nicht alle Dokumente frei, gaben die Wiener Philharmoniker 2012/13 neue Forschungen zu ihrem Verhalten in der NS-Zeit und danach in Auftrag und publizierten im März 2013 gemeinsam mit dem Forschungsteam Ergebnisse (siehe Abschnitt NS-Zeit).

Mit mehr als 100.000 Euro unterstützten die Wiener Philharmoniker ein Schulprojekt von Amnesty International.[25]

Unter der Patronanz der Wiener Philharmoniker finden alljährlich die Angelika-Prokopp-Sommerakademie der Wiener Philharmoniker sowie das Internationale Orchesterinstitut Attersee statt, in dem junge Musiker von Orchestermitgliedern und Dirigenten den Wiener Klangstil vermittelt bekommen. Ebenso unter dem Ehrenschutz und der Mitwirkung der Wiener Philharmoniker steht das Internationale Musikforum Trenta für den Streichernachwuchs.

Neujahrskonzert

Das traditionelle Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker findet am 1. Jänner, also am Neujahrstag, statt. Es ist überwiegend den Werken der Strauss-Dynastie gewidmet. Die Strauss-Konzerte am Neujahrstag gibt es seit 1941. Sie hießen „Johann Strauss-Konzert Philharmonische Akademie“; ein Vorläuferkonzert fand am Silvestervormittag 1939 statt. Erst nach dem Krieg erhielten die Konzerte den Namen Neujahrskonzert.

Am 22. April 1873 fand im Rahmen des Wiener Hofopernballs im Musikverein die erste Begegnung der Wiener Philharmoniker mit Johann Strauss Sohn statt. Für diesen Ball komponierte Strauss den Walzer „Wiener Blut“, op. 354. Bis 1878 folgten drei weitere Konzerte, danach gab es bis zum Tod des Komponisten 1899 zwar Kontakte und Zeichen gegenseitiger Wertschätzung, aber keine Aufführungen. Eine Wende brachten die Feiern zum 100. Geburtstag des Komponisten. Am 25. Oktober 1925 dirigierte Felix von Weingartner ein „Strauß-Konzert“. Schon zuvor setzte sich der Walzer „An der schönen blauen Donau“, op. 314 als beliebte Zugabe bei Auslandsreisen durch. Die eigentliche, später durch Tonaufnahmen auch dokumentierte Strauss-Tradition der Wiener Philharmoniker begründete jedoch Clemens Krauss mit einem Konzert am 11. August 1929 im Rahmen der Salzburger Festspiele, wo bis 1933 jeden Sommer ein Strauss-Konzert unter seiner Leitung gegeben wurde.

Das erste Strauss-Konzert zum Jahreswechsel unter Clemens Krauss wurde in der Zeit des Zweiten Weltkriegs als „Außerordentliches Konzert“ mit „Öffentlicher Generalprobe“ am Vormittag des 31. Dezember 1939 bzw. am Nachmittag des 30. Dezember 1939 im „Goldenen Saal“ der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien aufgeführt. Das Programm bestand ausschließlich aus Kompositionen von Johann Strauss Sohn.

Das erste Neujahrskonzert am Vormittag des 1. Jänner fand 1941 im Rahmen der „Zweiten Philharmonischen Akademie“ statt. Zur Aufführung gelangten Werke von Josef Strauss und Johann Strauss Sohn. Clemens Krauss leitete das Neujahrskonzert bis 1954. Während der Zeit seines Dirigierverbotes 1946/47 dirigierte Josef Krips, 1946 erscheint erstmals der „Radetzky-Marsch“, op. 228 von Johann Strauss Vater im Programm. Bis heute werden der Walzer „An der schönen blauen Donau“, op. 314 und der „Radetzky-Marsch“, op. 228 als Zugaben am Ende des Neujahrskonzerts gespielt.

Nach dem plötzlichen Tod von Clemens Krauss entschieden sich die Wiener Philharmoniker für ihren Konzertmeister Willi Boskovsky als Nachfolger. Von 1955 bis 1979 leitete er das Neujahrskonzert. Der Tradition von Johann Strauss folgend, griff er immer wieder auch zur Geige. Auf Boskovsky folgte von 1980 bis 1986 Lorin Maazel (auch 1994, 1996, 1999, 2005) als Dirigent der Neujahrskonzerte. Seither wird der Dirigent von den Wiener Philharmonikern jährlich gewählt. Es handelt sich um dem Orchester eng verbundene Dirigenten wie Claudio Abbado, Nikolaus Harnoncourt, Mariss Jansons, Herbert von Karajan, Carlos Kleiber, Zubin Mehta, Riccardo Muti, Seiji Ozawa und Franz Welser-Möst.

Beim Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker 1992 wurde der Gründung der Wiener Philharmoniker durch Otto Nicolai gedacht, als Auftakt wurde die Ouvertüre aus Die lustigen Weiber von Windsor gespielt.

Unter Boskovsky übertrug das Österreichische Fernsehen das Konzert 1959 erstmals live. Das Konzert wird im blumengeschmückten „Goldenen Saal“ der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien vom ORF in mehr als 70 Länder übertragen und erreicht durchschnittlich alljährlich mehr als 40 Millionen Zuseher. In die Fernsehübertragung sind auch Balletteinlagen und Filme zu einzelnen Werken integriert. Hohe Verkaufszahlen erreichen die Aufnahmen auf CD und DVD, die wenige Tage nach dem Konzert erscheinen. Die DVD des Neujahrskonzerts übersteigt die Verkäufe sehr gut laufender Opern-DVDs bis zum 10-Fachen (Angaben: Universal Music Austria, 2006). Bei einer Online-Umfrage des ORF 2006 wurde das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker zum beliebtesten Nationalsymbol Österreichs gewählt.

Das Neujahrskonzert 2021 fand aufgrund der Coronapandemie erstmals ohne Publikum statt.

Organisation

Die Wiener Philharmoniker sind als privater Verein organisiert. Sie setzen sich aus Mitgliedern des Orchesters der Wiener Staatsoper zusammen. Die Statuten des Vereins besagen, dass ein Musiker mindestens drei Jahre im Staatsopernorchester gespielt haben muss, bevor er die Aufnahme in den Verein beantragen kann.

Seit ihrer Gründung sind die Wiener Philharmoniker somit sowohl als Opern- als auch als Konzertorchester tätig. Die Symbiose sichert den Musikern als Angestellte der Wiener Staatsoper ein fixes Einkommen, wodurch die Unabhängigkeit der Wiener Philharmoniker als Konzertunternehmer gesichert wird. Die Wiener Staatsoper wiederum profitiert von der Qualität, die durch viele zusätzlich zum Opernbetrieb abgehaltene Proben gewahrt bleibt.

Die Mitglieder der Wiener Philharmoniker sind nicht nur für die Auswahl der Programme, Dirigenten und Solisten, sondern auch für die Organisation, den Kartenverkauf und die Finanzverwaltung verantwortlich. Alle Entscheidungen werden in Versammlungen nach demokratischen Prinzipien getroffen, wobei die täglichen Geschäfte von einem 12-köpfigen, von der Versammlung aller Orchestermitglieder gewählten Komitee erledigt werden.

Die Hauptversammlung aller Mitglieder wählt im Abstand von vier Jahren ein Komitee, das die Alltagsarbeiten wie Konzert- und Reiseplanungen, Kartenverkauf, Ballorganisation, Archivarbeiten und Finanzverwaltung übernimmt.

Vorstände (Auswahl)

Klang

Die Philharmoniker sind bis heute Modell für den sogenannten Wiener Klangstil: Das Instrumentarium von Bläsern und Schlagwerk der Wiener Philharmoniker unterscheidet sich von dem anderer großer Orchester, was zu einem deutlich anderen Klang führt. Die Streichergruppen verwenden gängige Instrumente, pflegen aber traditionell ein besonderes Klangideal, das den neuen Mitgliedern jeweils von den erfahreneren Spielern vertraut gemacht und auch als „Wiener Streicherklang“ bezeichnet wird. Die internationale Entwicklung während des 19. Jahrhunderts hin zu immer größerem Klangvolumen fand hier nicht in diesem Ausmaß statt.

So blasen die Hornisten auf einem einfachen F-Horn mit Pumpventilen und aufgesetztem kreisrund gebogenem Mundrohr, dem Wiener Horn. Die Wiener Philharmoniker sind weltweit das einzige Orchester, bei dem alle Hornisten das Wiener Horn beherrschen,[40] während in anderen Wiener Orchestern nur ein Teil der Instrumentalisten dieses Instrument beherrscht und sich in praktisch allen übrigen Orchestern das F/B-Doppelhorn durchsetzte. Auch in anderen Stimmgruppen werden spezielle, sonst nicht verwendete Instrumente eingesetzt, so bei der Klarinette (Sonderheiten gegenüber der deutschen Klarinette hinsichtlich Bohrungsdurchmesser, Mundstück und Rohrblättern), dem Fagott, der Posaune und der Trompete. Bemerkenswert ist der Einsatz der Wiener F-Tuba und der Wiener Oboe. Alle Fellinstrumente sind mit Ziegenpergament bespannt, Kunststofffelle werden nicht verwendet. Bei der Wiener Pauke wird der bewegliche Kessel gegen das Fell gedrückt.

Der Klang des Orchesters wird dadurch im historischen Sinn authentischer. Das Orchester nähert sich dem Klang der Wiener Klassik und der Wiener Schule mehr an als andere moderne Orchester.[41]

Dirigenten

Wiener Musikverein Großer Saal
Open-Air-Konzert der Philharmoniker, Schönbrunn 2009

Philharmonische Academie 1842–1860

Abonnementdirigenten 1860–1933

(jährlich gewählt für alle Konzertdirigate einer Saison)

Gastdirigenten 1933–1945

Gastdirigenten 1945–1992 mit einigen Nachträgen

NameAnzahl der dirigierten AbonnementkonzerteJahr des ersten und letzten Auftritts im Zyklus
Karl Böhm571952–1980
Claudio Abbado411967–2014
Zubin Mehta29 +1964–
Lorin Maazel281962–20??
Hans Knappertsbusch261947–1964
Wilhelm Furtwängler221947–1954
Herbert von Karajan181946–1985
Otto Klemperer1959–1968
Clemens Krauss141947–1954
André Previn14 +1978–
Leonard Bernstein131966–1988
Christoph von Dohnányi13 +1975–
Bernard Haitink12 +1972–
Rafael Kubelík111954–1971
Mario Rossi101953–1963
Horst Stein101970–2008
Carlos Kleiber091974–1994
James Levine09 +1982–
Riccardo Muti09 +1975–
Carl Schuricht081956–1965
Sir Georg Solti081961–1997
Carlo Maria Giulini071984–2005
Erich Leinsdorf071947–1993
Dimitri Mitropoulos071956–1960
André Cluytens051955–1958
Eugene Ormandy051956–1969
George Szell051966–1968
Volkmar Andreae041947–1949
Josef Krips041945–1947
Václav Neumann041987–1995
Sir Charles Mackerras041979–2008
Seiji Ozawa04 +1990–
Mariss Jansons05 +
Christian Thielemann04 +
Eugen Jochum031972–1982
István Kertész031964–1972
Sir Colin Davis02 +1988–
Werner Egk021962–1971
Franz Welser-Möst032011–2023
Hiroyuki Iwaki021977–1978
Karl Krueger021946
Pierre Monteux021959–1960
Rudolf Moralt021945–1947
Georges Prêtre02 +1963–
Daniele Gatti02 +
Ernest Ansermet011951
Sir John Barbirolli011967
Daniel Barenboim01 +1991–
Erich Binder011981
Boris Blacher011963
Fritz Busch011950
Riccardo Chailly011980
János Ferencsik011982
Wolfgang Fortner011969
Ferenc Fricsay011961
George Georgescu011962
Hans Graf011987
Leopold Hager011982
Nikolaus Harnoncourt01 +1984–
Anton Heiller011968
Paul Hindemith011963
Joseph Keilberth011952
Aram Chatschaturjan011961
Frank Martin011967
Carl Melles011970
Paul Paray011946
Christoph Prick011978
Felix Prohaska011945
Karl Richter011974
Gennadi Roschdestwenski011978
Wolfgang Sawallisch011986
Ulf Schirmer011992
Stanislaw Skrowaczewski011971
Hans Swarowsky011970
Alfred Uhl011966
Bruno Walter011955
Giuseppe Sinopoli01 +
Pierre Boulez01
John Eliot Gardiner01
Sir Roger Norrington01
Marcello Viotti01
Leopold Stokowski01
Gustavo Dudamel01 +

Konzertabonnements

Für bestimmte Abonnements, um sich regelmäßig Konzerte der Philharmoniker anzuhören, muss man sich jährlich als Interessent melden, um auf der Warteliste nicht zurückgereiht zu werden. So wartet man bis zu 14 Jahre auf den Erhalt des Abos, das nicht automatisch den Erben zuteilwird. Einzelne Karten dürfen weitergegeben oder zum Restkartenverkauf zurückgegeben werden.[42]

Auszeichnungen und Ehrungen

Die Wiener Philharmoniker wurden für ihre Tätigkeiten vielfach ausgezeichnet, darunter mit Ehrenmitgliedschaften in vielen Organisationen.

Die Republik Österreich ehrte 1988 das Orchester mit der Herausgabe des Wiener Philharmonikers, der ersten und überaus begehrten Goldbarrenmünze Europas.

Die österreichische Fluggesellschaft Austrian Airlines betrieb 2006/2007 einen Airbus A340-313X unter dem Namen Philharmoniker mit einer Sonderlackierung, die typische Instrumente des Orchesters und die gleichnamige Goldmünze zeigt.[43]

2014 wurden die Wiener Philharmoniker mit dem Birgit-Nilsson-Preis und dem Herbert-von-Karajan-Musikpreis ausgezeichnet. 2021 wurde den Philharmonikern der Österreichische Musiktheaterpreis in der Kategorie Bestes Orchester zuerkannt.[44][45]

Charts und Chartplatzierungen

Alben

JahrTitelHöchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[46]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE AT CH UK
1964Das NeujahrskonzertDE13
(2 Wo.)DE
Wiener Philharmoniker / Willi Boskovsky
1972SpartacusUK16
(15 Wo.)UK
Aram Chatschaturjan / Vienna Philharmonic Orchestra
1981Der Jahrhundert-BallDE4
(10 Wo.)DE
1992Strauß – Musik einer DynastieAT18
(5 Wo.)AT
Wiener Philharmoniker / Willi Boskovsky
1993Carmen-FantasieDE37
(10 Wo.)DE
Anne-Sophie Mutter / James Levine / Wiener Philharmoniker
1996Neujahrskonzert 1996AT3
Gold
Gold

(16 Wo.)AT
Wiener Philharmoniker / Lorin Maazel
Verkäufe: + 25.000
1997Neujahrskonzert 1997AT7
Gold
Gold

(12 Wo.)AT
Wiener Philharmoniker / Riccardo Muti
Verkäufe: + 25.000
1998Neujahrskonzert 1998AT15
Gold
Gold

(9 Wo.)AT
Wiener Philharmoniker / Zubin Mehta
Verkäufe: + 25.000
1999Neujahrskonzert / New Year’s Concert 1999DE33
(6 Wo.)DE
AT4
Gold
Gold

(11 Wo.)AT
Wiener Philharmoniker / Lorin Maazel
Verkäufe: + 25.000
2000New Year’s Concert 2000DE52
(3 Wo.)DE
AT8
Platin
Platin

(11 Wo.)AT
Wiener Philharmoniker / Riccardo Muti
Verkäufe: + 50.000
2001Neujahrskonzert 2001DE45
(4 Wo.)DE
AT1
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(38 Wo.)AT
Wiener Philharmoniker / Nikolaus Harnoncourt
Verkäufe: + 80.000
2002Neujahrskonzert 2002DE37
(4 Wo.)DE
AT1
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(37 Wo.)AT
Wiener Philharmoniker / Seiji Ozawa
Verkäufe: + 680.000
Best of NeujahrskonzertAT25
Gold
Gold

(8 Wo.)AT
Verkäufe: + 20.000
2003Neujahrskonzert 2003DE41
(3 Wo.)DE
AT1
Dreifachplatin
×3
Dreifachplatin

(26 Wo.)AT
Wiener Philharmoniker / Nikolaus Harnoncourt
Verkäufe: + 90.000
Opera AriasDE56
Gold
Gold

(21 Wo.)DE
AT40
(4 Wo.)AT
Anna Netrebko / Wiener Philharmoniker / Noseda
Verkäufe: + 100.000
2004Best of Neujahrskonzert 2AT51
(4 Wo.)AT
Neujahrskonzert 2004DE59
(4 Wo.)DE
AT1
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(22 Wo.)AT
Wiener Philharmoniker / Riccardo Muti
Verkäufe: + 60.000
Konzert für Europa – The Schönbrunn ConcertAT19
Gold
Gold

(10 Wo.)AT
Wiener Philharmoniker / Bobby McFerrin
Verkäufe: + 15.000
2005Neujahrskonzert 2005DE44
(3 Wo.)DE
AT1
(22 Wo.)AT
Wiener Philharmoniker / Lorin Maazel
2006Neujahrskonzert 2006DE23
(5 Wo.)DE
AT1
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(17 Wo.)AT
Wiener Philharmoniker / Mariss Jansons
Verkäufe: + 60.000
2007Neujahrskonzert 2007DE40
(4 Wo.)DE
AT1
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(19 Wo.)AT
Wiener Philharmoniker / Zubin Mehta
Verkäufe: + 40.000
Le nozze di FigaroAT43
(3 Wo.)AT
Ildebrando D’Arcangelo / Anna Netrebko / Bo Skovhus / Dorothea Röschmann / Christine Schäfer / Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor / Wiener Philharmoniker / Nikolaus Harnoncourt
2008Neujahrskonzert 2008DE25
(4 Wo.)DE
AT1
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(23 Wo.)AT
CH28
(3 Wo.)CH
Wiener Philharmoniker / Georges Prêtre
Verkäufe: + 40.000
Karajan GoldDE31
(6 Wo.)DE
AT49
(2 Wo.)AT
Herbert von Karajan / Berliner Philharmoniker / Wiener Philharmoniker
Sommernachtskonzert SchönbrunnAT27
(1 Wo.)AT
Georges Prêtre / Wiener Philharmoniker
Chopin – The Piano ConcertosDE86
(4 Wo.)DE
Lang Lang / Wiener Philharmoniker / Zubin Mehta
2009Neujahrskonzert 2009DE35
(5 Wo.)DE
AT1
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(21 Wo.)AT
CH37
(3 Wo.)CH
Wiener Philharmoniker / Daniel Barenboim
Verkäufe: + 40.000
Sommernachtskonzert Schönbrunn 2009AT43
(3 Wo.)AT
Wiener Philharmoniker / Daniel Barenboim
2010Neujahrskonzert 2010DE29
(5 Wo.)DE
AT1
(30 Wo.)AT
Wiener Philharmoniker / Georges Prêtre
Summer Night Concert Schönbrunn 2010AT27
(3 Wo.)AT
Wiener Philharmoniker / Franz Welser-Möst
2011Neujahrskonzert 2011DE29
(3 Wo.)DE
AT1
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(27 Wo.)AT
CH31
(3 Wo.)CH
Wiener Philharmoniker / Franz Welser-Möst
Verkäufe: + 40.000
Faszination KlangAT2
(6 Wo.)AT
Summer Night Concert Schönbrunn 2011 – Virtuoso PicturesAT42
(2 Wo.)AT
Benjamin Schmid / Wiener Philharmoniker / Valery Gergiev
2012Faszination Klang – Vol. 2AT27
(3 Wo.)AT
Neujahrskonzert 2012DE12
(5 Wo.)DE
AT1
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(28 Wo.)AT
Wiener Philharmoniker / Mariss Jansons
Verkäufe: + 40.000
Dances And Waves – Schönbrunn 2012 Summer Night ConcertAT37
(1 Wo.)AT
Wiener Philharmoniker / Gustavo Dudamel
2013New Year’s Concert 2013 / Neujahrskonzert 2013DE37
(5 Wo.)DE
AT1
Platin
Platin

(24 Wo.)AT
CH24
(4 Wo.)CH
Wiener Philharmoniker / Franz Welser-Möst
Verkäufe: + 15.000
Sommernachtskonzert / Summer Night Concert 2013AT15
(4 Wo.)AT
Wiener Philharmoniker / Lorin Maazel / Michael Schade
Brahms: The Piano ConcertosCH98
(1 Wo.)CH
2014Neujahrskonzert 2014 / New Year’s Concert 2014DE12
(7 Wo.)DE
AT1
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(22 Wo.)AT
CH9
(4 Wo.)CH
Daniel Barenboim / Wiener Philharmoniker
Verkäufe: + 30.000
Sommernachtskonzert 2014 – Summer Night ConcertAT16
(3 Wo.)AT
Wiener Philharmoniker / Christoph Eschenbach / Lang Lang
The Mozart AlbumDE33
(12 Wo.)DE
AT11
Platin
Platin

(12 Wo.)AT
CH49
(7 Wo.)CH
Lang Lang / Wiener Philharmoniker / Nikolaus Harnoncourt
Verkäufe: + 15.000
2015Neujahrskonzert 2015 – New Year’s ConcertDE22
(5 Wo.)DE
AT1
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(25 Wo.)AT
Zubin Mehta / Wiener Philharmoniker
Verkäufe: + 30.000
Sommernachtskonzert 2015 – Summer Night ConcertAT31
(2 Wo.)AT
Wiener Philharmoniker / Zubin Mehta / Rudolf Buchbinder
2016New Year’s Concert – The Complete WorksAT71
(1 Wo.)AT
Neujahrskonzert 2016 – New Year’s ConcertDE10
(6 Wo.)DE
AT1
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(27 Wo.)AT
CH8
(6 Wo.)CH
Mariss Jansons / Wiener Philharmoniker
Verkäufe: + 30.000
Sommernachtskonzert 2016 / Summer Night ConcertAT8
(4 Wo.)AT
2017New Year’s Concert 2017 – NeujahrskonzertDE13
(6 Wo.)DE
AT1
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(23 Wo.)AT
Wiener Philharmoniker / Gustavo Dudamel
Verkäufe: + 30.000
Mahler: Das Lied von der ErdeAT43
(1 Wo.)AT
CH88
(1 Wo.)CH
Jonas Kaufmann / Wiener Philharmoniker / Jonathan Nott
Sommernachtskonzert 2017 – Summer Night ConcertAT8
(1 Wo.)AT
Wiener Philharmoniker / Christoph Eschenbach / Renée Fleming
2018Neujahrskonzert 2018 – New Year’s ConcertDE13
(5 Wo.)DE
AT1
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(26 Wo.)AT
Wiener Philharmoniker / Riccardo Muti
Verkäufe: + 30.000
Sommernachtskonzert 2018 – Summer Night ConcertAT3
(4 Wo.)AT
Wiener Philharmoniker / Valery Gergiev / Anna Netrebko
2019Neujahrskonzert 2019 – New Year’s Concert 2019DE13
(7 Wo.)DE
AT1
(16 Wo.)AT
CH3
(7 Wo.)CH
Wiener Philharmoniker / Christian Thielemann
Sommernachtskonzert 2019AT15
(2 Wo.)AT
Wiener Philharmoniker / Gustavo Dudamel / Yuja Wang
2020Neujahrskonzert 2020 – New Year’s Concert 2020DE10
(5 Wo.)DE
AT1
Platin
Platin

(9 Wo.)AT
CH4
(5 Wo.)CH
Wiener Philharmoniker / Andris Nelsons
Verkäufe: + 15.000
John Williams in ViennaDE6
Gold (Classical)
Gold (Classical)

(… Wo.)Template:Charttabelle/Wartung/vorläufig/2020DE
AT6
(13 Wo.)AT
CH13
(2 Wo.)CH
Sommernachtskonzert 2020AT13
(1 Wo.)AT
mit Jonas Kaufmann & Valery Gergiev
2021Neujahrskonzert 2021 – New Year’s Concert 2021DE4
(4 Wo.)DE
AT1
Platin
Platin

(10 Wo.)AT
CH3
(9 Wo.)CH
Wiener Philharmoniker / Riccardo Muti
Verkäufe: + 15.000
Sommernachtskonzert 2021AT8
(1 Wo.)AT
2022Neujahrskonzert 2022 – New Year’s Concert 2022DE8
(4 Wo.)DE
AT1
(9 Wo.)AT
CH3
(4 Wo.)CH
Wiener Philharmoniker / Daniel Barenboim
Sommernachtskonzert 2022AT8
(1 Wo.)AT
2023Neujahrskonzert 2023 – New Year’s Concert 2023DE10
(3 Wo.)DE
AT1
Gold
Gold

(… Wo.)Template:Charttabelle/Wartung/vorläufig/2023AT
CH5
(… Wo.)Template:Charttabelle/Wartung/vorläufig/2023CH
Wiener Philharmoniker / Franz Welser-Möst
Sommernachtskonzert 2023AT34
(1 Wo.)AT
Mozart: Piano Concertos Nos. 25 & 27DE74
(1 Wo.)DE
2024Neujahrskonzert 2024 – New Year’s Concert 2024DE12
(2 Wo.)DE
AT1
Gold
Gold

(… Wo.)Template:Charttabelle/Wartung/vorläufig/2024AT
CH6
(2 Wo.)CH
Wiener Philharmoniker / Christian Thielemann

grau schraffiert: keine Chartdaten aus diesem Jahr verfügbar

Singles

JahrTitel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[46]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE AT CH UK
1971Theme from The Onedin LineUK15
(14 Wo.)UK
2011Johann Strauss II: An der schönen blauen Donau. Walzer, op.314AT57
(1 Wo.)AT
Wiener Philharmoniker / Georges Prêtre

Auszeichnungen für Musikverkäufe

Goldene Schallplatte

  • Niederlande Niederlande
    • 1978: für das Album De beroemdste muziek van de familie Strauss
    • 1999: für das Album Vivaldi: Die vier Jahreszeiten[47]
  • Osterreich Österreich
    • 1993: für das Album Neujahrskonzert 1993
    • 1996: für das Album Neujahrskonzert 1994
    • 1999: für das Album Vivaldi: Die vier Jahreszeiten
    • 2000: für das Album Neujahrskonzert 1987
    • 2001: für das Videoalbum Neujahrskonzert 2001
    • 2004: für das Videoalbum Neujahrskonzert 2004
    • 2006: für das Videoalbum Neujahrskonzert 2006
    • 2007: für das Videoalbum Neujahrskonzert 2007
    • 2008: für das Videoalbum Neujahrskonzert 2008
    • 2009: für das Videoalbum Neujahrskonzert 2009
    • 2014: für das Videoalbum Neujahrskonzert 2014
    • 2015: für das Videoalbum Neujahrskonzert 2015
    • 2016: für das Videoalbum Neujahrskonzert 2016
    • 2017: für das Videoalbum Neujahrskonzert 2017
    • 2018: für das Videoalbum Neujahrskonzert 2018

Platin-Schallplatte

  • Niederlande Niederlande
    • 1978: für das Album Strauss concert in Wenen
  • Osterreich Österreich
    • 1990: für das Album Neujahrskonzert in Wien
    • 2011: für das Videoalbum Neujahrskonzert 2011
    • 2012: für das Videoalbum Neujahrskonzert 2012

3× Platin-Schallplatte

  • Japan Japan
    • 2002: für das Album Neujahrskonzert 2002

Anmerkung: Auszeichnungen in Ländern aus den Charttabellen bzw. Chartboxen sind in ebendiesen zu finden.

Land/RegionAus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Auszeichnungen, Verkäufe, Quellen)
Gold PlatinVer­käu­feQuel­len
 Deutschland (BVMI) 2× Gold20! P130.000musikindustrie.de
 Japan (RIAJ)0! G 3× Platin3600.000riaj.or.jp
 Niederlande (NVPI) 2× Gold2 Platin1400.000nvpi.nl
 Österreich (IFPI) 23× Gold23 39× Platin391.190.000ifpi.at
Insgesamt 27× Gold27 43× Platin43

Literatur

  • Clemens Hellsberg: Demokratie der Könige. Die Geschichte der Wiener Philharmoniker. Schweizer Verlagshaus, Zürich / Kremayr und Scheriau, Wien / Musikverlag Schott, Mainz 1992, ISBN 3-7957-0236-4 (Schott).
  • Fritz Trümpi: Politisierte Orchester. Die Wiener Philharmoniker und das Berliner Philharmonische Orchester im Nationalsozialismus. Böhlau, Wien 2011, ISBN 978-3-205-78657-3.
  • Musikblätter der Wiener Philharmoniker (1946–1949 unter dem Titel Wiener Musikblätter) ZDB-ID 1144225-6.
  • Bernadette Mayrhofer, Fritz Trümpi: Orchestrierte Vertreibung. Mandelbaum, Wien 2014, ISBN 978-3-85476-448-9.
  • Raimund Lissy: Das Hofopernorchester als Konzertorchester. Wiener Philharmoniker 1842–1864. Der Beginn einer Ära. Hollitzer Verlag, Wien 2023, ISBN 978-3-99094-043-3.

Weblinks

Commons: Wiener Philharmoniker – Sammlung von Bildern und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Wiener Philharmoniker bestes Orchester (Memento vom 16. Juli 2012 im Webarchiv archive.today). In: ORF.at. 11. April 2012.
  2. Le Monde de la musique: Die besten Orchester Europas (Memento vom 18. Februar 2012 im Internet Archive). In: Rankaholics.
  3. Das sind die besten Orchester der Welt. In: Welt Online. 18. November 2008, abgerufen am 2. Jänner 2011.
  4. Clemens Hellsberg: Demokratie der Könige. Die Geschichte der Wiener Philharmoniker. Schweizer Verlagshaus, Zürich / Kremayr und Scheriau, Wien / Musikverlag Schott, Mainz 1992, S. 396–407.
  5. Friedemann Pestel: Global Trajectories and National Representation: German and Austrian Orchestras Touring Latin America in the 1960s. In: Daniela Fugellie, Ulrike Mühlschlegel, Matthias Pasdzierny, Christina Richter-Ibánez (Hrsg.): Trayectorias – music between Latin America and Europe 1945–1970 / Trayectorias – música entre América Latina y Europa 1945–1970. Ibero-Amerikanisches Institut Preußischer Kulturbesitz, Berlin 2019, ISBN 978-3-935656-75-7, S. 43–57, hier S. 43.
  6. Fritz Trümpi: Politisierte Orchester. Die Wiener Philharmoniker und das Berliner Philharmonische Orchester im Nationalsozialismus. Böhlau, Wien / Köln / Weimar 2011, S. 188 (Volltext in der Google-Buchsuche).
  7. Fritz Trümpi: Walzer für Nazis. Die Wiener und die Berliner Philharmoniker dienten dem NS-Staat, so gut es die rivalisierenden Musiker jeweils konnten. In: Die Zeit. Nr. 15/2011, S. 16.
  8. Bernadette Mayrhofer, Fritz Trümpi: Orchestrierte Vertreibung. Mandelbaum, Wien 2014, ISBN 978-3-85476-448-9.
  9. a b Thomas Trenkler: Rätsel um Philharmoniker-Ring für Schirach gelöst. In: Der Standard. 11. März 2013, S. 15, und Website des Blattes vom 10. März 2013.
  10. a b Entnazifizierung fand nicht statt. Blick von außen „längst fällig“. In: ORF.at. 11. März 2013.
  11. Gert Korentschnig: Geehrte Nazis: Die Aufdeckung. In: Kurier. Wien, 19. Jänner 2013, S. 25.
  12. Festsitzung der Wiener Philharmoniker. In: Neuigkeits-Welt-Blatt. Wien, Nr. 76, 31. März 1942, S. 3.
  13. Fritz Trümpi: Politisierte Orchester. Die Wiener Philharmoniker und das Berliner Philharmonische Orchester im Nationalsozialismus. Böhlau, Wien / Köln / Weimar 2011, S. 198 (Volltext in der Google-Buchsuche)
  14. Philharmoniker: Nazi-Auszeichnungen aberkannt. In: ORF.at. 22. Dezember 2013.
  15. Historisches Archiv der Wiener Philharmoniker.
  16. Francesca Jackes: All white on the night: Why does the world-famous Vienna Philharmonic feature so few women and ethnic minorities? In: The Independent. 4. März 2010, abgerufen am 12. November 2020 (englisch).
  17. 201/AB (XXIII. GP) – Frauen bei den Wiener Philharmonikern. Abgerufen am 1. Februar 2021.
  18. Vor 25 Jahren fiel die Männerbastion Wiener Philharmoniker, Salzburger Nachrichten, 22. Februar 2022
  19. Wenige Frauen bei Wiener Philharmonikern. In: ORF.at. 28. Dezember 2012, abgerufen am 25. Dezember 2014.
  20. Judith Hecht: Die Wiener Philharmoniker sind nicht immer ein Vorbild. In: Die Presse. 22. Jänner 2014, abgerufen am 25. Dezember 2014.
  21. Frauen bei den Wiener Philharmonikern. Guide Haus der Musik, abgerufen am 12. November 2020.
  22. Günter Kaindlstorfer: Als die Wiener Philharmoniker erstmals eine Frau aufnahmen, Deutschlandfunk, 27. Februar 2022
  23. Sommernachtskonzert 2020.
  24. Besucherrekord bei Sommerkonzert. In: ORF.at. 31. Mai 2018, abgerufen am 1. Juni 2018.
  25. Neujahrskonzert: Gedenken an Ersten Weltkrieg. In: ORF.at. 28. Dezember 2013.
  26. Christian Fastl: Simandl, Franz. In: Oesterreichisches Musiklexikon. Online-Ausgabe, Wien 2002 ff., ISBN 3-7001-3077-5; Druckausgabe: Band 5, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2006, ISBN 3-7001-3067-8.
  27. Christian Fastl: Wunderer, Familie. In: Oesterreichisches Musiklexikon. Online-Ausgabe, Wien 2002 ff., ISBN 3-7001-3077-5; Druckausgabe: Band 5, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2006, ISBN 3-7001-3067-8.
  28. Uwe Harten: Hawranek, Karl. In: Oesterreichisches Musiklexikon. Online-Ausgabe, Wien 2002 ff., ISBN 3-7001-3077-5; Druckausgabe: Band 2, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2003, ISBN 3-7001-3044-9.
  29. Uwe Harten: Burghauser, Hugo. In: Oesterreichisches Musiklexikon. Online-Ausgabe, Wien 2002 ff., ISBN 3-7001-3077-5; Druckausgabe: Band 1, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2002, ISBN 3-7001-3043-0.
  30. Barbara Boisits: Jerger (eig. Jeřabek; auch Jerzabek), Wilhelm Franz. In: Oesterreichisches Musiklexikon. Online-Ausgabe, Wien 2002 ff., ISBN 3-7001-3077-5; Druckausgabe: Band 2, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2003, ISBN 3-7001-3044-9.
  31. Christian Fastl: Sedlak, Friedrich Franz (Fritz). In: Oesterreichisches Musiklexikon. Online-Ausgabe, Wien 2002 ff., ISBN 3-7001-3077-5; Druckausgabe: Band 4, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2005, ISBN 3-7001-3046-5.
  32. Uwe Harten: Freiberg, Gottfried Rudolf Demetrius Karl Maria Adolf Hans (Ritter von). In: Oesterreichisches Musiklexikon. Online-Ausgabe, Wien 2002 ff., ISBN 3-7001-3077-5; Druckausgabe: Band 1, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2002, ISBN 3-7001-3043-0.
  33. Hanzl-Prozeß wurde nach 3 Minuten vertagt … In: Arbeiter-Zeitung. 12. Juli 1966, S. 7 (Link vorübergehend nicht erreichbar): „Professor [Rudolf] Hanzl war sechs Jahre lang, von 1947 bis 1953, Vorstand der Wiener Philharmoniker gewesen, hat[t]e sich als Musiker – als Fagottist – und als Dirigent einen international bekannten Namen gemacht und war nicht nur im Inland, sondern auch im Ausland mit Orden geradezu überschüttet worden. […]“
  34. Eintrag zu Rudolf Hanzl, Dirigent, geb. am 22. 3. 1912 in Wien, … In: Nachlässe in Österreich – Personenlexikon. Österreichische Nationalbibliothek (Hrsg.), abgerufen am 23. Juli 2016: „… war ab 1936 als Fagottist an der Wiener Staatsoper, in der Burgkapelle und bei den Philharmonikern tätig. Ab 1947 stand er den Philharmonikern vor. […]“
  35. Eintrag zu Rudolf Hanzl (Grab auf dem Wiener Zentralfriedhof) in der Gräberdatenbank der Friedhöfe Wien, abgerufen am 23. Juli 2016: „Geburtsdatum 22.03.1912, Lebensalter 85, Sterbedatum [ohne], Bestattungsdatum 22.09.1997“.
  36. Alexander Rausch: Strasser, Otto. In: Oesterreichisches Musiklexikon. Online-Ausgabe, Wien 2002 ff., ISBN 3-7001-3077-5; Druckausgabe: Band 5, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2006, ISBN 3-7001-3067-8.
  37. Andrea Harrandt: Altenburger, Familie. In: Oesterreichisches Musiklexikon. Online-Ausgabe, Wien 2002 ff., ISBN 3-7001-3077-5; Druckausgabe: Band 1, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2002, ISBN 3-7001-3043-0.
  38. Alexander Rausch: Resel, Werner. In: Oesterreichisches Musiklexikon. Online-Ausgabe, Wien 2002 ff., ISBN 3-7001-3077-5.
  39. Wiener Philharmoniker. Daniel Froschauer beerbt Andreas Großbauer als Vorstand. In: Kleine Zeitung. 20. Juni 2017, abgerufen am 21. Juni 2017.
  40. Thomas Jöbstl: Einfluß des Musikers und des Instrumentes auf den Wiener Hornklang. (Memento vom 30. Oktober 2016 im Internet Archive). Masterarbeit Institut für Wiener Klangstil (IWK), Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, 2000, S. 4 (PDF, 11,4 MB).
  41. Der Wiener Klangstil (Memento vom 26. April 2013 im Internet Archive). Website der Wiener Philharmoniker.
  42. Evelyn Kanya: Bis zu 14 Jahre Warten auf Philharmoniker-Abo. In: ORF.at. 13. Oktober 2014, abgerufen am 14. Oktober 2017.
  43. Airbus A340-313X OE-LAL der Austrian Airlines in der Lackierung „Philharmoniker“. Foto von Gerhard Vysocan auf Airliners.net, 19. April 2007, abgerufen am 2. Jänner 2011.
  44. Österreichischer Musiktheaterpreis: Trophäenregen für Salzburger Festspiele. In: ORF.at. 2. August 2021, abgerufen am 2. August 2021.
  45. "Courage und Ermutigung in der Pandemie": Salzburger Festspiele räumten bei Musiktheaterpreis ab. In: Kleine Zeitung. 2. August 2021, abgerufen am 2. August 2021.
  46. a b Chartquellen: DE AT CH UK UK2.
  47. Gold für Vivaldi: Die vier Jahreszeiten in den Niederlanden


Veröffentlichungen von Christian Thielemann die im OTRS erhältlich sind/waren:

Neujahrskonzert 2024

Christian Thielemann auf Wikipedia (oder andere Quellen):

Christian Thielemann bei einer Probe, 2015

Christian Thielemann (* 1. April 1959 in Berlin-Wilmersdorf) ist ein deutscher Dirigent. Seit 2012 ist er Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden und wird diese Position noch bis Juli 2024 innehaben.[1] Thielemann war von 2013 bis 2022 künstlerischer Leiter der Osterfestspiele Salzburg[2] und von 2015 bis 2020 Musikdirektor der Bayreuther Festspiele.[3] Dort hat er in den Jahren von 2000 bis 2022 alle zehn Werke von Richard Wagner, die bei den Festspielen aufgeführt werden, dirigiert,[4] was vor ihm nur Felix Mottl gelang. Er gastiert regelmäßig bei den Wiener Philharmonikern und den Berliner Philharmonikern. Im Jahr 2020 wurde Thielemann zum Honorarprofessor der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden ernannt.[5] Seit 2023 ist er designierter Generalmusikdirektor der Staatsoper Unter den Linden als Nachfolger von Daniel Barenboim. Er dirigierte 2019 das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker sowie erneut 2024. Thielemann lebt in Potsdam-Babelsberg.[6]

Biografie

Christian Thielemann wurde als einziges Kind von Hans und Sybille Thielemann in Berlin-Wilmersdorf geboren und wuchs in Berlin-Schlachtensee auf. Der Vater war Geschäftsführer der Berliner Vertretung der Otto Wolff AG, eines westdeutschen Eisenhandelsunternehmens; seine Mutter, aus einer pommerschen Offiziersfamilie stammend, war Apothekerin.[7][8] Thielemanns Großvater Georg Thielemann war vor dem Ersten Weltkrieg als Konditormeister von Leipzig nach Berlin gekommen und arbeitete während des Krieges als Kulissenschieber in der Hofoper Unter den Linden.[9] Thielemann nahm mit fünf Jahren Klavierunterricht und studierte Bratsche.[10] Seine Karriere begann er mit neunzehn Jahren als Korrepetitor an der Deutschen Oper Berlin und gleichzeitig als Assistent von Herbert von Karajan in Berlin. 1985 wurde er Erster Kapellmeister an der Düsseldorfer Rheinoper und wechselte 1988 als Generalmusikdirektor (GMD) ans Staatstheater Nürnberg. Dort gelang dem damals jüngsten GMD Deutschlands mit einer Aufführung des Tristan und Isolde der künstlerische Durchbruch. 1997 erhielt er einen Ruf an die Deutsche Oper Berlin. Seinen dortigen Vertrag als Generalmusikdirektor kündigte er im Sommer 2004. Im September 2004 wurde er Generalmusikdirektor der Münchner Philharmoniker. Im Jahr 2012 wechselte er als Chefdirigent zur Sächsischen Staatskapelle Dresden.[11]

International war Thielemann besonders am Anfang seiner Karriere oft in Italien tätig, beispielsweise wurde er 1993 erster Gastdirigent am Teatro Communale di Bologna. 1987 debütierte er mit Wolfgang Amadeus Mozarts Così fan tutte an der Wiener Staatsoper. Am Londoner Opernhaus Covent Garden dirigierte er Jenůfa, Elektra, Der Rosenkavalier, Die ägyptische Helena sowie Hans Pfitzners Palestrina – eine Produktion, die er anschließend auch im Rahmen des ersten Gastspiels von Covent Garden an der New Yorker Met leitete. An der Met dirigierte er Der Rosenkavalier, Die Frau ohne Schatten und Arabella, an der Lyric Opera of Chicago eine Neuproduktion von Die Meistersinger von Nürnberg.

Thielemann konzentrierte sich zuletzt auf ausgewählte Orchester und wenige Opernhäuser. Nicht zuletzt aufgrund zahlreicher erfolgreicher Aufführungen der Werke Richard Wagners sowie seines Richard-Strauss-Repertoires gilt Thielemann als ein gefragter Dirigent. In der Opernliteratur reicht seine Bandbreite bis zu Arnold Schönbergs Moses und Aron und Hans Werner Henzes Der Prinz von Homburg.

Bei den Bayreuther Festspielen debütierte Thielemann im Jahr 2000 mit Wagners Die Meistersinger von Nürnberg 2001 dirigierte er Parsifal, 2002 eine Neuproduktion des Tannhäuser. Von 2006 bis 2010 leitete er den Bayreuther Ring (Regie Tankred Dorst), und 2012 dirigierte er den Fliegenden Holländer. 2015 übernahm er in Bayreuth die musikalische Leitung für Tristan und Isolde[12] und ab 2018 Lohengrin.[13] Am 29. Juni 2015 wurde bekannt, dass Thielemann bereits am 15. März 2015 und mit Wirkung bis zum Jahre 2020 zum Musikdirektor der Bayreuther Festspiele berufen wurde, eine Position, die es bislang noch nicht gegeben hatte.[14] Bereits zuvor war Thielemann nach dem Tod des langjährigen Festspielleiters Wolfgang Wagner musikalischer Berater der Festspielleitung. Im Jahr 2020 lief sein Vertrag als Musikdirektor aus.[15]

Thielemann dirigierte das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker 2019[16] und 2024.

Am 10. Mai 2021 gab die Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus Barbara Klepsch bekannt, dass der Vertrag mit Christian Thielemann als Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle zum Ende der Spielzeit 2023/24 ausläuft und nicht verlängert wird.[17]

Am 27. September 2023 wurde bei einer Pressekonferenz der Staatsoper Unter den Linden bekanntgegeben, dass er ab 2024 den Posten als Generalmusikdirektor erhalten und die Nachfolge von Daniel Barenboim antreten wird.

Rezeption durch die Musikkritik

Nach Aussage von Peter Jungblut gilt er als „genialer Wagner-Dirigent“. Er stehe „auch im Ruf, besonders selbstbewusst und schwierig im Umgang zu sein“. Im Laufe seiner Karriere sei er mehrfach aus Opernhäusern „im Unfrieden“ ausgeschieden.[18][19]

Aufnahmen

Für DECCA
Für Deutsche Grammophon
Für Hänssler Classic, Edition Staatskapelle Dresden
  • Richard Wagner, Winterstürme, Konzert mit Ausschnitten aus „Der Ring des Nibelungen“, Staatskapelle Dresden, 2022.
  • Anton Bruckner, 1. Sinfonie, Staatskapelle Dresden, 2021.
  • Arnold Schönberg, Gurre-Lieder, Staatskapelle Dresden, 2020.
  • Richard Wagner, Die Meistersinger von Nürnberg, Staatskapelle Dresden, 2020.
  • Richard Strauss, Konzert für Horn und Orchester Es-Dur, Serenade Es-Dur, Sonatine Nr. 1 F-Dur Aus der Werkstatt eines Invaliden, Metamorphosen; Staatskapelle Dresden, 2018.
  • Giuseppe Verdi, Messa da Requiem; Staatskapelle Dresden, 2018.
  • Anton Bruckner, 4. Sinfonie, Staatskapelle Dresden, 2017.
  • Anton Bruckner, 7. Sinfonie, Richard Wagner, Das Liebesmahl der Apostel, Staatskapelle Dresden, 2017.
  • Ferruccio Busoni, Nocturne Symphonique, Hans Pfitzner, Klavierkonzert Es-Dur, Max Reger, Eine romantische Suite; Staatskapelle Dresden, 2013.
  • Anton Bruckner, 8. Sinfonie, Staatskapelle Dresden, 2010.
Für Opus Arte

Für Orfeo

  • Richard Strauss, Ariadne auf Naxos, Wiener Staatsoper, 2021.
  • Richard Strauss, Die Frau ohne Schatten, Wiener Staatsoper, 2020.
Für Sony
  • Anton Bruckner, 9. Sinfonie; Wiener Philharmoniker, 2023.
  • Anton Bruckner, 5. Sinfonie; Wiener Philharmoniker, 2022.
  • Anton Bruckner, 2. Sinfonie; Wiener Philharmoniker, 2022.
  • Anton Bruckner, 3. Sinfonie; Wiener Philharmoniker, 2021.
  • Anton Bruckner, 4. Sinfonie; Wiener Philharmoniker, 2021.
  • Anton Bruckner, 8. Sinfonie; Wiener Philharmoniker, 2020.
  • Robert Schumann, Sinfonien No. 1–4; Staatskapelle Dresden, 2018.
  • Ludwig van Beethoven, Sinfonien 1–9; Wiener Philharmoniker, 2011.

Sonstige

  • Anton Bruckner, 5. Sinfonie, Wiener Philharmoniker, Special Annual Edition der Wiener Philharmoniker, 2014.
  • Ludwig van Beethoven, Violinkonzert, Romanze für Violine und Orchester No. 2, Robert Schumann, Dichterliebe, Sinfonie Nr. 3, Philharmonisches Orchester Köln, Philharmonie Essen, Frank Peter Zimmermann, Josef Protschka, H.D. Freyer, (2×LP), Sonderproduktion der WestLB, 1986.

DVD- und Blu-ray Veröffentlichungen

  • Richard Strauss, Capriccio, Semperoper Dresden, Artaus, 2022.
  • Anton Bruckner, Bruckner 11-Edition Vol.5 (Sinfonien Nr. 4+9), Wiener Philharmoniker, Unitel Edition, 2023.
  • Anton Bruckner, Bruckner 11-Edition Vol.4 (Sinfonien Nr. 3+6), Wiener Philharmoniker, Unitel Edition, 2023.
  • Anton Bruckner, Bruckner 11-Edition Vol.3 (Sinfonien Nr. 2+8), Wiener Philharmoniker, Unitel Edition, 2022.
  • Anton Bruckner, Bruckner 11-Edition Vol.2 (Sinfonien Nr. 1+7), Wiener Philharmoniker, Unitel Edition, 2022.
  • Anton Bruckner, Bruckner 11-Edition Vol.1 (Studiensinfonie, Nullte Sinfonie, Sinfonie Nr. 5), Wiener Philharmoniker, Unitel Edition, 2022.
  • Anton Bruckner: Sinfonien Nr.1–9, Staatskapelle Dresden (2012–2019), Cmajor 2021.
  • Anton Bruckner, Sinfonie Nr. 7, Richard Wagner, Wesendonck Lieder, Salzburger Festspiele, Elina Garanca, Wiener Philharmoniker, Cmajor, 2021.
  • Johannes Brahms, Konzert für Violine, Cello & Orchester, Lisa Batiashvili, Gautier Capucon, Staatskapelle Dresden, Cmajor, 2021.
  • Richard Strauss, Ariadne auf Naxos, Wiener Staatsoper, Arthaus Musik, 2014.
  • Robert Schumann, Sinfonien Nr.1–4, Suntory Hall, Tokio, Staatskapelle Dresden, Cmajor, 2019.
  • Richard Wagner, Lohengrin, Bayreuther Festspiele, DGG, 2019.
  • Giacomo Puccini, Tosca, Salzburger Osterfestspiele, Staatskapelle Dresden, Cmajor 2019.
  • Neujahrskonzert 2019 der Wiener Philharmoniker, Sony, 2019.
  • Richard Wagner, Die Walküre, Salzburger Osterfestspiele, Cmajor, 2017.
  • Richard Wagner, Lohengrin, Anna Netrebko, Piotr Beczala, Georg Zeppenfeld, Semperoper Dresden, DGG, 2017.
  • Giuseppe Verdi, Otello, Salzburger Osterfestspiele, Cmajor, 2017.
  • Engelbert Humperdinck, Hänsel & Gretel, Wiener Staatsoper, EuroArts, 2016.
  • Pietro Mascagni, Cavalleria Rusticana, Ruggero Leoncavallo, I Paggliacci, Salzburger Osterfestspiele, Cmajor, 2016.
  • Carl Maria von Weber, Der Freischütz, Semperoper Dresden, Cmajor, 2015.
  • Richard Strauss, Galakonzert aus der Semperoper, Staatskapelle Dresden, Cmajor, 2015.
  • Richard Strauss, Vier letzte Lieder, Malven, Eine Alpensinfonie, Wolfgang Rihm, Ernster Gesang, Anja Harteros, Staatskapelle Dresden, Cmajor, 2015.
  • Richard Strauss, Arabella, Osterfestspiele Salzburg, Staatskapelle Dresden, Cmajor, 2014.
  • Richard Wagner, Der fliegende Holländer, Bayreuther Festspiele, Opus Arte, 2014.
  • Johannes Brahms, Sinfonien 1–4, Staatskapelle Dresden, Cmajor, 2014.
  • Richard Wagner, Hans Werner Henze, Richard-Wagner-Gala aus der Semperoper, Jonas Kaufmann, Staatskapelle Dresden, Cmajor, 2013.
  • Richard Strauss, Lieder, Eine Alpensinfonie, Rene Fleming, Wiener Philharmoniker, Opus Arte, 2011.
  • Richard Strauss, Die Frau ohne Schatten, Salzburger Festspiele, Wiener Philharmoniker, Opus Arte, 2012.
  • Franz Liszt, Richard Wagner, Thielemann conducts Faust, Staatskapelle Dresden, Cmajor, 2011.
  • Ludwig van Beethoven, Missa Solemnis, Semperoper Dresden, Cmajor, 2011.
  • Ludwig van Beethoven, Sinfonien 1–9, Wiener Philharmoniker, Cmajor, 2010/2011.
  • Richard Wagner, Die Walküre, Bayreuther Festspiele, mit Johan Botha, Linda Watson, Opus Arte, 2010.
  • Richard Strauss, Elektra, Münchener Philharmoniker, Opus Arte, 2010.
  • Johannes Brahms, Ein deutsches Requiem, Münchener Philharmoniker, Cmajor, 2010.
  • Anton Bruckner, Sinfonien 4+7, Münchener Philharmoniker, Cmajor, 2010.
  • Richard Strauss, Der Rosenkavalier, mit Renée Fleming, Münchener Philharmoniker, Baden-Baden, Decca, 2009.
  • Galakonzert anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Wiedereröffnung der Wiener Staatsoper, 2005.
  • Richard Strauss, Arabella; mit Kiri Te Kanawa, Orchester und Chor der Metropolitan Opera, 2001.

Schriften

  • Mein Leben mit Wagner. Unter Mitwirkung von Christine Lemke-Matwey. C. H. Beck, München 2012, ISBN 978-3-406-63446-8.

Ehrungen, Mitgliedschaften

2004 erhielt Thielemann den ECHO Klassik als Artist of the Year, gab diesen jedoch 2018 zurück.

Literatur

TV- und Filmproduktionen

Produktionen über Thielemann

Produktionen mit Thielemann

  • Christian Thielemann – Mein Strauss. Dokumentarfilm, Deutschland, 45 Min., Buch und Regie: Andreas Morell, Produktion: 3B-Produktion, Unitel Classica, ZDF, 3sat, Erstsendung: 8. Juni 2014 bei 3sat.
  • Wagner vs. Verdi. Dokumentarfilm-Reihe in sechs Teilen, Regie Martin Betz, Daniel Gerlach et al., 2013, ZDF.
  • Der Große Friedrich Remix – Musik um den Preußenkönig. Regie: Friederike Schlumbom, 18. Oktober 2012, rbb.
  • Beethoven entdecken. (Alternativtitel: Discovering Beethoven.) Dokumentarfilm-Reihe in neun Teilen à ca. 55 Min., Deutschland, Österreich, 2011, Regie: Christoph Engel und Anca-Monica Pandelea, Produktion: Unitel Classica, ORF, ZDF, 3sat.
    Joachim Kaiser und Christian Thielemann diskutieren die Besonderheiten der neun Sinfonien Beethovens. Als Grundlage werden die Aufführungen Thielemanns mit den Wiener Philharmonikern im Wiener Musikverein genommen und mit den Aufnahmen anderer Dirigenten verglichen (Besprechung).

Konzertaufzeichnungen

  • Die Wiener Philharmoniker in Beijing. National Centre for the Performing Arts in Peking, Aufzeichnung vom 3. November 2013, 3sat.
  • Wagner-Geburtstagskonzert: Thielemann dirigiert die Sächsische Staatskapelle. 21. Mai 2013, Regie: Michael Beyer, ZDF.
  • Thielemann dirigiert Strauß. Christian Thielemann und die Wiener Philharmoniker, Salzburg Festival 2011, Großes Festspielhaus, Salzburg, Regie: Michael Beyer, 3sat
  • Sommernachtsmusik mit Christian Thielemann. Christian Thielemann dirigiert die Münchner Philharmoniker, Schloss Herrenchiemsee, 31. August 2010, Regie: Henning Kasten, ZDF und Arte.[23]

Trivia

Im Jahr 2019 war die Sendung mit der Maus im Richard-Wagner-Festspielhaus zu Gast.[24] Dabei wurde unter der Leitung von Christian Thielemann die Titelmelodie der Sendung gespielt. Dies war eines der wenigen Male, wo seit Bestehen des Hauses im Orchestergraben Musik gespielt wurde, die nicht von Wagner stammte. Auch die Neunte Symphonie von Beethoven wurde auf der Bühne gespielt.[25][26] Die Ausgabe der „Sendung mit der Maus“ wurde am 28. Juli 2019 ausgestrahlt.[27]

Weblinks

Commons: Christian Thielemann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Staatskapelle Dresden wählt Daniele Gatti zum Chefdirigenten - Staatskapelle Dresden. Abgerufen am 30. Dezember 2023.
  2. Christian Thielemann über seine letzten Osterfestspiele: „Ich bin adoptierter Salzburger“. Abgerufen am 16. Juli 2022.
  3. Christian Thielemann wird Musikdirektor in Bayreuth. In: Der Tagesspiegel Online. 29. Juni 2015, ISSN 1865-2263 (archive.org [abgerufen am 16. Juli 2022]).
  4. Westdeutsche Zeitung: 10 Wagner-Opern: Christian Thielemann hat eine gute Zeit in Bayreuth. 23. Juli 2018, abgerufen am 16. Juli 2022.
  5. Deutscher Tele Markt GmbH-Internet- und Werbeagentur: Christian Thielemann zum Honorarprofessor ernannt. Abgerufen am 16. Juli 2022 (deutsch).
  6. Karim Saab: Dirigent Christian Thielemann wünscht sich die alte Potsdamer Stadtmitte zurück. Märkische Allgemeine, 30. November 2016, abgerufen am 31. Dezember 2017.
  7. Industrie-Anzeiger, Jahrg. 89 (1967), S. 34.
  8. Christian Thielemann – Munzinger Biographie. Abgerufen am 1. April 2022.
  9. Christian Thielemann: Mein Leben mit Wagner. München 2012, S. 17f., 319.
  10. Who is who in der Bundesrepublik Deutschland. Zug 2001, S. 3930.
  11. Zähne zusammenbeißen und durch! In: Musik in Dresden. 25. Mai 2012, abgerufen am 16. Juli 2022 (deutsch).
  12. Bayreuther Festspiele, Festspiele 2015 (Memento vom 17. April 2015 im Webarchiv archive.today)
  13. Bayerischer Rundfunk: Premiere Bayreuther Festspiele 2018: Erste Kritikerstimmen zum neuen „Lohengrin“ | BR-Klassik. 5. August 2018, abgerufen am 16. Juli 2022.
  14. Christian Thielemann zum Musikdirektor der Bayreuther Festspiele berufen. Journal der Freunde von Bayreuth, Gesellschaft der Freunde von Bayreuth e. V., 9. Juli 2015.
  15. Christian Thielemann und Bayreuth – Wie geht es weiter? | nmz – neue musikzeitung. Abgerufen am 16. Juli 2022.
  16. Neujahrskonzert: Christian Thielemann feiert Debüt in Wien. Abgerufen am 16. Juli 2022.
  17. Zukunftsentscheidungen für die Semperoper und Sächsische Staatskapelle getroffen. Pressemitteilung der Sächsischen Staatsministerin für Kultur und Tourismus vom 10. Mai 2021. Abgerufen am 11. Mai 2021.
  18. www.br.de. Abgerufen am 10. Juli 2021.
  19. Julia Spinola: Warum eckt dieser Dirigent überall an? In: Neue Zürcher Zeitung. 29. Oktober 2021.
  20. Richard-Wagner-Preis 2015 (Memento vom 2. April 2015 im Internet Archive)
  21. Österreichischer Musiktheaterpreis verliehen: Diese Häuser räumten ab. In: vienna.at/APA. 7. September 2023, abgerufen am 7. September 2023.
  22. Thielemann wird Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper. In: musik-heute.de. 9. Oktober 2023, abgerufen am 9. Oktober 2023.
  23. Arte, Programm August 2010. (Memento vom 3. April 2015 im Webarchiv archive.today)
  24. Bayreuth sehen und sterben. In: Nordbayerischer Kurier vom 1. Februar 2019, S. 13.
  25. BR-Klassik: Festspielorchester spielt „Maus“-Melodie. BR-Klassik, Online-Portal, 24. Juli 2019. Abgerufen am 28. Juli 2019.
  26. Die Sendung mit der Maus. Twitter-Kanal, 22. Juli 2019, abgerufen am 22. Juli 2019.
  27. https://www.wdrmaus.de/aktuelle-sendung/, abgerufen am 28. Juli 2019

Wiener Philharmoniker & Christian Thielemann ¦ Neujahrskonzert 2024
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